Weiterbildungsurlaub – Tag 4

von Bert

Die Fenster-Statistik gleich zu Beginn. Heute gleichviel Männer wie Frauen die nahezu gleichviel von rechts wie von links kommen. Also volle Dynamik in der Statistik, da zudem heute überhaupt keine Hund, aber dafür drei Fahrräder zu verzeichnen sind.

Wir starten alle komplett übermüdet, aber ich darf zu Beginn dann ein kleines Impulsreferat zu meinem liebsten linguistischen Thema geben, was sich einfacherhalber am besten so beschreiben lässt: „Wo ein ’nicht‘ nicht steht, muss noch lange nicht kein ’nicht‘ gemeint sein“. Anschließend alle beeindruckend verwirrt – und wach.

Etwas Theorie und schließlich meine erste Übungsmediation zusammen mit N. Macht richtig Spaß und fühlt sich auch ‚voll gut‘ an, da ich Herr der Lage bleibe, mich nicht treiben lasse und einfach die Ruhe weg habe, die beiden Konfliktparteien solange zu spiegeln, bis der Kern freigelegt ist. Zudem sehe ich, wo ich die gewaltfreie Kommunikation einsetzen kann (was noch etwas schwerfällig daherkommt) aber damit wirklich was erreiche, auf dessen Basis dann weitergearbeitet werden kann. Gut, das Ganze geht sicher auch noch eleganter und N. und ich greifen noch nicht so richtig ineinander – aber hallo!? Für ein erstes Mal kommen wir da richtig gut durch und sonnen uns anschließend in den positiven Rückmeldungen (gerade auch von T., der uns das Mediatorenleben so richtig schwer gemacht hat).

Die Luft ist danach eigentlich komplett draußen, doch dann geht es darum, die Intervisionsgruppen zu bilden. Und da ich unbedingt mit N. – und sie übrigens auch mit mir – will, bin ich ganz schön nervös. Doch das löst sich dann alles ganz schnell in Wohlgefallen auf, denn statt vier Gruppen gibt es nur zwei: Die die von hier sind und die Auswärtigen.

Ich schreibe ganz schön viel über N., fällt mir auf. Aber ich mag sie einfach. Sie hat auch so eine schöne Mischung aus Pragmatik und Gefühlsgedöhns, ganz meine Kragenweite.