Scarlett, du Zicke!

von Bert

Es ist Jahre her, dass ich mal so zeitintensiv einen Roman lesen konnte. Und auch wenn „Vom Winde verweht“ echt Längen hat, aber die Abfolge der Ereignisse sind verdammt gut konstruiert und die Dialoge zwischen Scarlett und Rhett sind von einer Modernität, die mich sehr überrascht und mich nahezu begeistern.

Scarlett ist wohl die charaktermieseste Protagonistin eines modernen Romans, eitel bis zum dorthinaus und nur auf ihre eigenen Vorteile bedacht. Rhett kommt als moderner Graf von Monte Christo dagegen recht gut weg, auch wenn er ein schwanzgesteuerter Kapitalist ist.

Ich habe gute Chancen, wenn ich nicht schwächel, dass ich bis Sonntag fertig werde mit den 1.300 Seiten – und dann freue ich mich auf den Film, während dem ich wohl die ganze Zeit stammeln werde: „Aber im Buch ist das irgendwie ganz anders …“.