Durch die Zeit

Monat: März, 2020

# 507 – ten years ago

Ist aber einer Stelle leicht retuschiert, sonst wären vielleicht die SittenwächterInnen …

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Der 1. Koller

Heute hätte ich Home Office. D.h.: Zu Hause sein, hin und wieder mal auf die Dienst-Mails schauen und all das tun, wenn man halt einen Tag zu Hause ist.

Irgendetwas trieb mich aber, mir heute einen Tag Urlaub zu nehmen, damit ich nach dem Nachtdienst guten Gewissens ausschlafen konnte.

Gut gemacht!

In der Abteilung brennt die Hütte – ein erster Lagerkoller sozusagen. Die Geschäftsleitung findet unserere Performance nicht gut (was ich sofort unterschreibe, weil das zum Teil an uns liegt, zum Teil an komplett unklaren Zuständigkeiten im Haus) und zusätzlich teilt der Kollege kräftig aus, der eigentlich morgen die Abteilung wechseln sollte, jetzt aber doch noch bleibt.

Krisengespräch morgen um 8:30. Gute das ich Urlaub habe und das heute mal gelassen aus der Ferne mir anschauen konnte.

Ja! Ich werde Dich vermissen – oh Du meine »Lindenstraße«!

Der Plan für heute war gewesen, so um die 60 oder 80 Spiegeleier zu machen, literweise Wölkchenbowle anzusetzen und den Gewinner des Quiz zu küren. Aber die lang geplante LINDENSTRASSENABSCHIEDSPARTY muss, wie so vieles andere auch, ausfallen.

Die ganzen knapp 35 Jahre hab‘ ich nicht gekuckt, aber die letzten 25 dann schon (so gut wie immer). So richtig habe ich mir nie überlegt, warum. Ich fands einfach unterhaltsam zu schauen, wie es den Nachbarn so ergeht, während man selber mit einem Bier in der Hand und den Füßen auf dem Tisch es sich hat gut gehen lassen. Eine vorgespie(ge)lte Realität, die immer dann an ihre Grenzen stieß, wenn ein Schauspieler einfach mal so ausgewechselt wurde oder das ein oder andere Kind von der einen zur nächsten Sendungen ein paar Jahre älter war. Schöne Erschütterungen einer schönen (un)heilen Welt.

Einen Ersatz dafür wird es nicht geben und ab nächster Woche stehe ich vor dem großen Problem: Was tun mit diesen 28 Minuten?

Aber jetzt mache ich erstmal den Sekt auf und süffel mich so durch den Abschiedsabend.

Coronazahlen

Meiner Meinung nach die beste statistische Aufarbeitung des Virus findet man hier, da sie auch aktualisiert wird: https://www.n-tv.de/infografik/Coronavirus-aktuelle-Zahlen-Daten-zur-Epidemie-in-Deutschland-Europa-und-der-Welt-article21604983.html

Nicht auch das noch!

Ich weiß, wir haben gerade echt andere Probleme. Aber muss dieser sauidiotische und total unnütze Wechsel zur Sommerzeit noch dazukommen? Ich hab‘ da immer gleich zwei, drei Wochen was von – zum kotzen, aber so was von!

OK, dieses Jahr versuche ich mich mal selber komplett aus den Takt zu bringen und mache Montag gleich mal ’nen Nachtdienst, vielleicht rüttelt das dann alles andere etwas schneller zu recht.

Hautecht!

Erste Verzweiflungtaten wegen Corona. Ich schaue spät noch in einem Shoppingsender rein und falle fast vom Glauben ab. Dildos, Vibratoren, Plastikmuschis und was nicht noch alles. Und dazu die anpreisenden Stimmen von wegen „acht verschiedene Stufen“, „40 Zentimeter“ und ganz wichtig der „Hase für die Klitoris“. Top war aber dann die Aussage, dass viele Kundinnen es wünschen, dass es sich echt anfühlt und da Material daher „100-prozent hauchtecht“ sei. Ich bin dann ins Bett.

Soleier – Tagwerk für andere

  • 12 Eier hartkochen
  • 40 gr. Salz, 7 gr. Zucker, 1 TL Kümmel, 1 TL schwarze Pfefferkörner, 1-2 Lorbeerblätter, 3-5 Pimentkörner, braune Schalen von 1-2 Zwiebeln zu 1 Liter Wasser geben und so aufkochen lassen, dass sich das Salz aufgelöst hat. (Das ist dann eine starke Salzlösung die mal „Sole“ nennt.)
  • Eier und Sole etwas abkühlen lassen.
  • Eier anditschen bzw. so anschlagen, dass die Schale Risse bekommt, in ein (Glas)Gefäß schichten.
  • Die Sole dazugeben, so dass die Eier bedeckt sind (ggf. mehr Sole ansetzen – je nach Gefäß, Größe der Eier, etc.). | Ich gebe die Sole durch ein Sieb, weil die Schalen mit der Zeit unschön aussehen. Aber ich picke mir einen Teil von Kümmel, Peffer und Pimentkörner raus und gebe sie mit ins Glas.
  • Mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen – dann sind sie verzeherfertig.
  • Wenn man die Eier schält, sollten sich an den zuvor zugefügten Bruchkanten braune Verfärbungen zeigen – und das soll so sein! Je länger die Eier in der Sole, desto dunkler die Verfärbung und je salziger werden sie auch.
  • Entweder die gepellten Eier mit Senf essen (Brot muss nicht sein) oder:
  • Eier schälen, halbieren, Eigelb herausnehmen, etwas Öl und Essig in die Mulde geben, ggf. mit Pfeffer würzen, Eigelb wieder drauf, dann ggf. Senf und ab in den Mund.

Ich kenne Soleier als eine katholische (???) Tradition zu Ostern, sprich Ostersonntag und keinen Tag früher (!). Schmeckt aber vor und nach Ostern genauso gut!

Mein Tagwerk (u.a.)

2020-03-25 17.02.22

Wo nichts ist …

… kann auch nichts gebloggt werden.

So geht es mir gerade. Alles still. Alles steht.

Ich bin wieder bei gaga aktiv, lese dort einen ‚lesbischen Roman‘ von Piere Louys von 1901 Korrektur, wobei der Verfasser deutlich macht, dass er das nur schreibt, um zu warnen!

Nach dem neuen Le Carré  nun der neue Baldcci und ich muss mir Lesepausen verordnen, weil dass meinen Augen auf die Dauer echt nicht gut tut.

Hau‘ mir die 3. Staffel von Elite rein und gebe gerne zu, dass mich das echt fasziniert, wie die Drehbücher über all die Folgen konzipiert sind. Hätte ich auch gern mal gemacht.

Mein Mann hat Mundschutze genäht.

Hälfte Hälfte

Die Geschäftsführung hat heute mitgeteilt, dass meine Abteilung die letzte sein wird, die das Haus verlassen wird, wenn es hart auf hart kommt. Aber um unsere „Schlagkraft“ (*) so lange wie möglich zu erhalten, müssen / dürfen wir jetzt gruppenweise nur noch jeden zweiten Tag zur Arbeit, am anderen ist Home Office verordnet. Finde ich ’ne vernünftige Lösung.

Interessanterweise ist aufeinmal der Zugriff auf die Dientsmails von Zuhause eine Sache von Sekunden.

______

(*) Scheint auch nötig zu sein, denn was sich die Organisation letzte Woche geleistet hat ist schon mehr als arg unsensibel gewesen. Der Shitstorm heute ist völlig berechtigt.

Spagat

Ich kann nicht so tun, als wäre nix.

Ich kann aber auch nicht mich nur mit dem Virus beschäftigen.

Und es wird mir mal wieder klar, welche Spagate man so ’normalerweise‘ locker lebt.

Sonntag Nr. 2

Die geänderte Situation ändert. Ich hatte gestern mir frei genommen weil es a) auf Arbeit nix zu tun gibt und es mir b) gerade gut tut, als würde ich so tun, als hätte ich Urlaub und bräuchte mich nur mit mir beschäftigen.

Gestern auf dem Markt gewesen und daher war es heute unnötig einzukaufen. Üblicherweise sind mein Mann und ich eigentlich jeden Tag im Supermarkt – das gehört halt einfach zu uns, weil wir uns immer recht spontan überlegen, was es zum Essen geben soll. Nur eben Sonntags nicht.

Da wir also heute nicht einkaufen waren, ist gefühlt Sonntag. Und morgen dann gleich der nächste.

‚Meinem‘ Hölderl zum 250.

Wie ich mit Friedrich Hölderlin in Kontakt gekommen bin? Keine Ahnung. Jedenfalls schon früh, denn schon als 19-jähriger stand ich mit Blumen vor seinem Grab in Tübingen und hatte andächtig im Turmzimmer meine / seine Kreise gezogen. Erst (erst!) mit 21 habe ich dann seinen „Hyperion“ gelesen, den ich auch später im Studium studierte und der sich mir immer noch nicht wirklich erschließt.

Und dennoch: Hölderlin ist ein Schatz! Und das für mich aus zwei Gründen:

  • Er fordert zum Denken heraus. Alleine seine wunderbaren Satzkonstruktionen sind oft eine echte Herausforderung. Das kann wirklich Spaß machen, wie sich Wiederholung für Wiederholung der Satzsinn sich einem ent- / erschließt, wie man kapiert, was auf was Bezug nimmt und letztendlich wie raffiniert kombiniert die einzelnen Teile sind. Nichts für Leute, die schnell mal sich was reinziehen wollen, Hölderlin braucht Zeit! Inhaltlich gehört er eh zu den reichsten Lyrikern, die die Welt je hatte, und wer will kann mit ihm philosophieren, politisieren, sozialisieren, …
  • Er fordert zum Fühlen heraus. Ich bin ja wirklich (leider) nicht so der Gefühlige. Nicht, dass mir bei Hölderl die Tränen kämen oder so, beileibe nicht, aber lese ich eins seiner Gedichte, verändert sich meine Stimmung schlagartig und mein Gefühl folgt dem des Textes.

Aber muss man Höldelin denn erklären? Ich weiß nicht. Man sollte ihn einfach lesen! Im Netz gibt es genügend von ihm, einfach mal was ausprobieren und sich Zeit lassen.

Wohl geh‘ ich täglich andere Pfade, bald
Ins grüne Laub im Walde, zur Quelle bald,
Zum Felsen, wo die Rosen blühen,
Blicke vom Hügel ins Land, doch nirgend,

Du Holde, nirgend find ich im Lichte dich
Und in die Lüfte schwinden die Worte mir,
Die frommen, die bei dir ich ehmals

Ja, ferne bist du, seliges Angesicht!
Und deines Lebens Wohllaut verhallt, von mir
Nicht mehr belauscht, und ach! wo seid ihr
Zaubergesänge, die einst das Herz mir

Besänftiget mit Ruhe der Himmlischen?
Wie lang ists! o wie lange! der Jüngling ist
Gealtert, selbst die Erde, die mir
Damals gelächelt, ist anders worden.

Leb immer wohl! es scheidet und kehrt zu dir
Die Seele jeden Tag, und es weint um dich
Das Auge, daß es helle wieder
Dort wo du säumest, hinüberblicke.

Auf dem Markt

Enorm lange Schlangen auf dem Wochenmarkt vor den einzelnen Ständen. Aber nur, weil alle den Sicherheitsabstand von zwei Metern mit einem Sicherheitsabstand von einem Meter einhalten. Von oben dürfte das ein leicht bizarres Bild geben, wie sich die Schlangen schlängeln und kreuzen.  Viele Stände haben ihre Mitarbeiter aufgestockt, weil man die Ware (bei Gemüse etc.) nicht mehr selber anfassen darf. Selten so wenig warten müssen, scheinbar sind doch ein paar weniger unterwegs. Ich ertappe mich dabei, von allem ein bisschen mehr als sonst einzukaufen. Dennoch, die Stimmung ist auf dem Markt gelöst nur eine Frau hat Angst, dass man ob der Lücke vor ihr sich reindrängen könnte. Aber bei dem Gekeife von ihr, weiß das bald der ganze Markt.

Der Buchhändler hat offiziell geschlossen, aber man kann klingeln, dann reicht er die gewünschten Bücher raus. Muss ich Montag unbedingt einer Kollegin erzählen, ihr Buchladen hat vollkommen dicht gemacht.

Virus-Motto

Kam mir heute in den Sinn, bei all dieser notwendigen sozialen Distanz:

Ich kehre in mich selbst zurück, und finde eine Welt.

Rätsel draus machen? Oder gleich sagen, dass es der olle Goethe ist? Aber woraus?

Bridge

Ich muss zugeben, die Situation kommt mir echt schwer an. Da macht sich die latente (?) Angsterkrankung echt gerade mit mir nen „Spaß“ und jagt mir ein Horroszenarium nach dem anderen durch den Kopf. Das ist auf die Dauer richtig anstrengend.

Hab‘ jetzt beschlossen nur noch zwei Mal am Tag mich über den aktuellen Stand zu informieren und ansonsten zu schauen, dass ich nicht übermäßig ins Grübeln komme.

Und weil ich ja nicht nur lesen kann, habe ich mir eine Einführung in Bridge bestellt und werde mich wohl verstärkt mal wieder meinen Fotos widmen – da liegen noch genug in der Cloud rum, die bearbeitet werden können.

# 505 – o.T.

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Ratzfatz

Alle Termine für mich diese Woche wurden gecancelt. Nur noch der Job hält an meiner Anwesenheit fest – aber wenn ich die Zeichen richtig deute, auch nicht mehr lange.

Tantra

Ich hab’s ja nicht so mit der Esoterik und irgendwelchen Systemen, die quasi-religiös sind. Vernunft ist das, was bei mir Wert hat und wenn ich dann höre, wie siebenmal geschüttelte Globolis helfen sollen, dann kann ich auch nur schütteln, den Kopf und meist mich gleich mit.

Aber als I. erzählte, dass er Tantra-Massagen anbietet, war mein Interesse schnell geweckt, ist mir gerade doch aus unterschiedlichen Gründen wichtig und spannend, mich selbst zu spüren / spüren zu lernen.

Den Termin haben wir jetzt schon drei mal verschieben müssen – heute dann zum vierten Mal auf unbestimmte Zeit. Irgendwie auf beiden Seiten kein gutes Gefühl, da eineinhalb Stunden in großer körperliche Nähe zu agieren.

Schade das, ich hätte schon gern mal seine Hände gespürt, vorallem, weil ich mir bei ihm sehr gut vorstellen kann, dass er es mit viel Verstand, Sinn und Sinnlichkeit macht. Und da er schon nackt und erregt bei mir vor der Kamera stand, wäre es quasi ausgleichende ‚Gerechtigkeit‘ gewesen, hätte er mal meine Erregung gesehen – wobei er ohne jede Diskussion der Schönere von uns beiden ist.

Beängstigend

Schon doof, wenn ich daran denke, dass das jetzt die letzte Fahrt für ein paar Wochen war. OK, ich hab‘ nix geplant, aber immer dann, wenn man etwas nicht darf und soll … . Ich finde die Situation wirklich beängstigend und überlege mir schon erste Strategien, wenn mich eine Quarantäne erwischen sollte. Eine Kollegin hat sich Freitag mal testen lassen …

Und das Wetter  tut so unschuldig und an der Mosel war’s so schön …

So, …

… bin dann mal kurz Mosel gucken.

„so gut auch wie“

Nach dem wir u.a. den „gesondert Verfolgten“ ausführlich befragt, die „molekularserologischgenetischen“ Ergebnisse zur Kenntnis genommen und den KHK um seine „lebensnahe Sachverhaltsinterpretation“ gebeten hatten, hat die Kammer den Angeklagten nach § 249 StGB, § 250, Absatz 1, Satz b zu drei Jahren und sechs Monaten Haft unter Berücksichtigung der Untersuchungshaft und der „Wertersatzeinziehung“ von 1.200 Euro verurteilt.

Dafür saß ich aber heute auch 9,5 Stunden (!) auf Gericht. Das wir uns keine Mühe gegeben hätten, kann man uns echt nicht vorwerfen!

Morgen

Gestern rief es an – morgen muss ich hin: Zum Oberlandesgericht. Hat mich natürlich im ersten Moment erschreckt, als sich die sonore Stimme am Telefon meldete. Aber als er fragte, was meine Urlaubspläne machen, dämmerte es mir, dass es wohl um einen Schöffentermin geht.

Danach, auch wenn die Zeit reichen sollte, gehe ich nicht zur Therapie. Bin ja eh abgemeldet wegen Italien- bzw. angedachten Ersatzurlaub. Mir tut Pause auch mal ganz gut, vor allem weil ich heute wirklich hart daran gearbeitet habe (und die Stimmung von gestern wieder verflogen ist, war vielleicht zu leicht für den Wind hier). Anscheinend ist es doch der beste Weg, alles mal akribisch aufzuschreiben und es mir so vor Augen zu führen.

Und noch so eine Frage die  mich bewegt. Der Kollegin habe ich am Freitag erklärt, dass sie mindestens drei, besser vier Zeilen Text streichen muss, sonst passt der Text echt nicht auf den Flyer. Heute kommt sie, hat einen Satz zur Streichung dabei, aber als Ersatz zwei Zwischenüberschriften und einen kleinen Einschub. Aber da arbeitet die Zeit für mich – ich brauche den Flyer ja nicht bis in zwei Wochen.

 

Ohne Johanniskraut

Gestern die linke Hand so gut wie nicht bewegen können, weil ein Überbein meinte, vollkommen fies auf eine Sehne und verschiedene Nerven zu drücken. Heute ist es wieder so gut wie weg. Vielleicht der Auslöser, dass ich heute so gelassen wie seit langem nicht mehr bin. Dabei die letzten beiden Tage vergessen, mein Johanniskraut zu nehmen, was mir die Stimmung etwas leichter macht.

Egal. Genieß es gerade, dass ich gerade leicht bin.

Tja, statt Neapel …

… wird es jetzt die Mosel.

Statt fünf Tage nur drei.

Aber immerhin hat sich die Reisebegleiterin nicht geändert, die nach wie vor verschiedene Lüste hat. Wie gut, dass ich sie auch habe.

Vom Tellerwäscher …

Offiziell ist das nicht! Aber intern in der Abteilung haben wir geklärt, dass ich ab jetzt im Urlaubs- und Krankheitsfall die Pressesprecherin vollumfänglich vertrete. Unterschriftenberechtigung habe ich auch ab jetzt für ein paar Haushaltstitel. Jetzt muss ich mich nur noch an vertrauter Stelle erkundigen, wie viele Sprünge das in der Eingruppierung macht um so gewappnet das Gespräch mit dem Hauptgeschäftsführer zu suchen.

Jung(s) halt

Als P. und ich gestern vom Italiener zurück sind, war noch Zeit und Lust auf einen kleinen und kurzen Absacker. Also zum kleinen Schränckchen im Flur, der die Alkoholika beinhaltet.

Vier Stunden später saßen wir immer noch auf dem Boden im Flur vor dem Schränckchen. Wie in alten Zeiten, kein Ende finden können, Fragen stellen, antworten, den anderen mit Worten erkunden, abgleichen und jetzt, wo wir die falsche Scham auch abgelegt haben, auch über das zu reden, was gemeinhin als ‚intim‘ gilt.

Das Gute am Schlechten

Aufgrund des Virus gestern in B. mit P. bei einem recht guten Italiener ohne Probleme den besten Platz und den besten Service bekommen – war sonst nur noch drei weitere Tische besetzt und die Küche konnte mit Zeit und Liebe kochen.

Aber schon klar, dass der Virus auch in diesem Bereich Berufsexistenzen vernichten wird.

GT (40)

Zweimal ist keinmal. Aber Zweimal gibt dennoch Hoffnung, dass es dreimal wird. Die zweite Stunde, in der der und die andere endlich mal die Hosen ein Stück tiefer hat fallen lassen. Kerne werden sichtbar. Es geht weniger um Empfindlichkeiten oder Auswirkungen, sondern mehr um das woher-kommt-das.

Zwei der anderen drei, die mit meinem Thema auch unterwegs sind, haben es heute zwar nicht angesprochen, waren aber weit über die Andeutung hinaus. Und in mir sehen sie gerade den Experten. Ich sage ‚gerne‘ was dazu, aber mir kommen derweil die Tränen. Realisiere ich langsam das Leid?

Heute ist was passiert. Ich glaube nicht mehr daran, dass ich gesunden werde, sondern dass ich ’nur‘ lernen kann, damit umzugehen. Der? / Ein? Schleier ist weg?

Es wird immer wichtiger, dass ich mit Menschen in Kontakt kommen, die es auch erlebt haben.

Seit Wochen habe ich auf den Schreibtisch eine Telefonnummer liegen für eine Selbsthilfegruppe.

Kreis und Torte

Für einen Großteil der Menschheit dürft es wohl vollkommen egal sein, ob man eine Grafik als Torten- oder Kreis-Diagramm gestaltet. Leider sieht unser CI ein Kreisdiagramm vor – und meine Wenigkeit stand heute vor dem Problem, für eine hochoffizielle Broschüre eine solche zu gestalten. Zum ersten Mal. Meine Vorgängerin nicht erreichbar und der Rest der Kollegenschaft mit soviel Ahnung wie ich: keiner.

Nach zwei Stunden des Probierens, Fluchens, Suchens, Verzweifelns, … dann die Lösung. Einfach in Illustrator nen Tortendiagramm machen (musste ich aber auch erst lernen), dann nach Indesign rüberkopieren, dort die Farben für die Tortenteile vergeben und … TATAAAAAAA … einfach einen zweiten, kleineren, aber weißen Kreis in die Mitte des Tortendiagramms platzieren – fertig ist das Kreisdiagramm.

Und wenn jetzt jemand kommt, der meint, das geht einfacher … der kann mir das in einem Monat schreiben. Jetzt bin ich erstmal stolz auf die selbstgefundene Lösung.

Kaleidoskop eines Alltags

Es gibt immer eine Geschichte hinter der Geschichte.

Anton Weyrother

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