Durch die Zeit

Monat: April, 2020

37,8

Corona ist es wohl nicht, aber den Rest der Woche soll ich mal alleine verbringen und mich beobachten. Also nuckel ich zauberbergmäßig regelmäßig an der Glaszigarette (oder wie das dort heißt), wenn auch nicht exakt sieben Minuten lang. Ich hab’s lang nicht mehr gelesen, aber ich glaube, dass, was ich habe, ist „Temperatur“,  nicht Fieber.

o.o.o. – Fortsetzung

Hexenschuss ist ja an sich schon fies. Aber das dann gepaart mit Fieber und Gliederschmerzen … gaaanz lecker.

o.o.o.

Wer heute nacht zugehört hätte, hätte sich gefragt, ob ein Mann meines Alters wirklich soviele Orgasmen haben kann. Und das über Stunden. Aber es waren keine Orgasmen, es war Schmerzstöhnen. So schön und gut die Wanderung gestern war, für den Rücken war es genau das Falsche – das Ziehen der letzten Tage hat sich nun in einen veritablen Hexenschuss gewandelt.

Also bin ich nach dem Aufstehen auf die Wärmflasche aufs Sofa – und eingepennt. Zum Mittag war ich dann eine halbe Stunde auf die Beinen, bis ich mich um 1 wieder hingelegt habe, vom Mann liebevoll-martialisch eingecremt. Und wäre C. um 4 nicht gekommen, ich würde immer noch schlafen.

Wie ich es morgen aufs Rad schaffe, ist noch eine offene Frage, krank melden geht gerade schlecht, weil ich die halbe Abteilung vertreten soll.

Endlich: 4. Etappe

Dank T., der für den Transfer zum Startpunkt und vom Endpunkt sorgte, und Dank E., der heldenhaft mit mir wanderte, endliche die 4. Etappe eine ‚Steiges‘ gemacht, den ich vor zwei Jahren begonnen hatte. Probelm bei der 4. Etappe war einfach das, ich wäre mit öffentlichen Verkehrsmitteln nie wieder nach Hause gekommen.

Also stapften mehr als 100 Jahre Lebensalter 22 Kilometer durchs Land – und wäre Heine hier vorbeigekommen, er wäre ausgetickt und seine Winterreise wäre um einige Seiten länger.

Viel Wandererfahrung hab ich ja nicht – aber diese insgesamt 87 Kilometer muss man erstmal woanders finden.

Ich bin jetzt gerade echt runter mit der Bereifung, denn das Streckenprofil war jetzt nicht gerade unanstrengend.

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Das Bild hier nach gut einem Drittel der Strecke. Zwischenziel war die Burg da hinten in der Mitte, von der es dann aber nochmals sechs Kilometer bis zum Schluss ging.

 

Ich, der Rebell!

Als A. vorgestern fragte, ob mein Mann und ich nicht heute zu ihnen auf Wein und Pizza in ihren Garten kommen würden wollen, sagte ich sofort zu. Kontaktsperre hin, Strafe her.

Es hat gut getan, mal über den Dialog hinaus in einen Tetralog bzw. Quatrolog zu kommen. Nicht nur im Saft des Partners und des eigenen zu schmorren.

Die zwei Meter Abstand haben wir aber eingehalten, obwohl A. und ich kurz davor war, uns zu umarmen.

Das muss defintiv besser werden

Das mit den Masken bedarf irgendwie noch Optimierungspotential. Heute mal damit einkaufen gewesen. Musste die Brille abnehmen, weil sie dauernd beschlug. Und wie soll ich dann den Einkaufszettel lesen? Und nicht gegen die Regale laufen? Und die richtigen Scheine finden?

Zweiter Tag in Folge

Heute schon wieder produktiv gewesen. Eine Todesanzeige durfte ich formulieren, ohne dass man mir Vorgaben gemacht hat – vier Seiten Text durfte ich Korrektur lesen  – und neun Hemden habe ich auch noch gebügelt.

Wenn das so weiter geht, dann artet das ja bald in Stress aus – womit am Donnerstag zu rechnen ist, da muss / darf / soll ich bei der Arbeit umziehen. Das Büro wird dann zwar kleiner sein, aber ausreichend groß, vor allem aber gibt es keinen „Durchgangsverkehr“ mehr vor der Bürotür.

Abzüge in der B-Note

Heute im Home-Office endlich mal produktiv gewesen – und meine erste Brioche gebacken. Der Teig ist ‚leider‘ viel zu gut gegangen, so dass er sich unförmig verhielt – aber wenn man die Augen zu macht und sich ein Stück in den Mund steckt … grandios!

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Fein, fein, fein

Zwar nur zehn Kilometer heute – aber die dafür in bester Begleitung, bei bestem Wetter und in einer Naturlandschaft, die mich nach wie vor sprachlos macht. Dann sogar oben noch einen Kaffee abbekomme, später ein Stück Kuchen, jetzt gibt es gleich Prosecco und dann Spargel … ja, das Leben kann auch schön sein.

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16 werden’s schon gewesen sein

In kurzem T-Shirt und kurzen Hosen drei Stunden durch den nahen Wald gestiefelt. Die Landmarken, die ich mir letzte Woche gemerkt habe, waren nicht mehr zu sehen, so stark hat die Natur einen Sprung ins grün gemacht. Schön war’s!

Erster Satz

Nochmals schnell „Die Pest“ von Camus gelesen – nach 33 Jahren wieder um nun zum dritten Mal. Damals eine erschreckende Dystopie, heute dagegen … Alltag. Immerhin, die derzeitige Gesellschaft scheint dann doch ‚vernünftiger‘ zu sein, als Camus es gesehen hat.

Und ja – da war sie ja, diese tolle Figur, Grand, mit dem Kampf um den ersten Satz: „An einem schönen Maimorgen durchritt eine schlanke Amazone auf einer prächtigen Fuchsstute inmitten der Blumen die Alleen des Bois“. Man kann sagen was man will – das ist für mich einer der gelungeren ersten Sätze, richtig gute gibt es ja nur eine handvoll.

 

So, …

… Hände tun zwar noch etwas weh, aber es geht. Frag‘ mich schon, ob das Rheuma sein könnte oder so. Langsam wird’s nämlich nervig – und ich alt, kein Traumkombination schätz ich mal. Aber solange es nur die Hände sind … da will ich mal nicht klagen und jammern.

# 519

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# 518

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Handgelenk entzündet, …

… nix mit tippen.

# 517 – ebenfalls ten years ago

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Überfluss

Braucht jemand Hefe? Oder Mehl? Wir haben das jetzt im Überfluss. Wie kommt’s? Ganz einfach: Unser Bäcker war einfach nicht blöd und bietet das nun auch an.

OK, ich habe jetzt gerade nachgerechnet, die Hefe bei ihm ist doppelt so teuer als im Supermarkt, aber HEY, wir sprechen hier von Cent-Beträgen, da werde weder ich arm noch der Bäcker reich.

Mehl, wenn ich recht erinnere, nur einen Tuck teurer, aber wenn ich so den Einzelhandel unterstützen kann … ich meine, ich war seit Wochen keine Burger essen, keine Pizza essen, keine Brezel essen, keine Fritten essen, keine Bratwurst essen …

#516

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Chillig

Eigentlich wollte ich meinen Mann gestern nur aufziehen als ich sagte, ich würde um sieben Uhr aufstehen, um spätestens um 8 zwei Stunden spazieren zu gehen. Das sei ihm definitiv zu früh, aber wenn ich um 9 ginge, würde er mitkommen. Tja, dann haben wir das einfach gemacht. War richtig schön, noch nicht heiß, so gut wie keine Menschen, alles noch in dieser morgendlichen Frische – und fast den ganzen Tag hatten wir noch vor uns, als wir wieder kamen.

Soll ich jetzt auch die „Pest“ (wieder) lesen?

# 515

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Anstatt dessen

Um zu Ostern etwas Grünes bzw. Buntes in der Wohnung zu haben, bin ich heute losgestiefelt, um zu schauen, ob es auf dem Blumen-Selbst-Pflück-Feld irgendetwas gibt. Mal abgesehen davon, dass noch so gut wie keine Bumen hier blühen, gab es das Blumen-Selbst-Pflück-Feld an sich nicht mehr.

Dafür  konnte ich einen lokalen Bauern unterstützen, der auf einem kleinen Tischchen in der Pampa Schnittlauch anbot. Zwei fette Bünde für insgesamt zwei Euro.

Hefe haben wir immer noch keine.

#511-514

#510

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Ähh – nur damit hier niemand auf einem falschen Gedanken oder Eindruck kommt. M., der unter dem Schlauchstoff sich befand, hatte zum Zeitpunkt der Aufnahme definitiv keine Errektion. OK, er ist an sich gut ausgestattet, aber bei allen anderen Modells, die ich da rein gesteckt habe, kam der Schwanz immer extrem gut. Ich vermute, dass hat etwas mit der Flächigkeit zu tun und dem ‚Verwischen‘ der Proportionen. Besser kann ich es nicht erklären.

Nicht nur nicht Hefe

So ein kleinwenig geht mir der Zustand jetzt dann doch auf den Wecker. Heute auf der – vergeblichen – Suche nach Hefe in der Stadt, hatte ich irgendwie Lust auf einen Döner oder Hamburger oder sowas in der Art. Irgendwas schnell auf die Hand und gut ist. War natürlich nix. Klar, ich kann auch ohne leben und wenn wir keine Hefe  mehr bekommen, müssen wir halt das Brot kaufen – es gibt definitv schlimmeres – aber es sind ja immer die Kleinigkeiten, die einen dann auf die Dauer gewaltig nerven. Dazu kommt jetzt noch der inhaltliche Shutdown in der Arbeit – zwei Mails heute, dass ist nicht einmal abend füllend. Aus lauter ‚Verzweiflung‘ habe ich mir auf dem neuem Tablet schon ein Zugsimulator runtergeladen. (Wenn jemand einen guten kennt …)

Vielmehr #

Ich glaub, ich poste in nächster Zeit überwiegend Fotos. Zu erzählen gibt es ja gerade arg, arg wenig.

# 509

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WMDEDGT 4/20

7:15 klingelt der Wecker – 7:50 in Ermangelung eines Autos doch notmäßig im Bus – 8:10 nachdem ich mir einen Kaffee gemacht habe, höre ich zu bis 12:00 – heimwärts zu Fuß durch die Sonne – 12:45 mein Mann ist so nett und macht uns ein paar Spaghetti mit Öl und Käse – 13:30 liege ich wieder im Bett und nacke im Glück – 14:45 doch wieder auf, ich okkupiere den Sonnenplatz an der eine Balkontür und entblättere mich Stück für Sück – 15:45 – werfe ich einen Blick in die spiegelnde Tür, vollkommen klar, warum C. mich zur ‚älteren Generation‘ zählt und ich dachte, ich würde eine Altersschönheit werden – 16:00 kurz in die Küche, abends soll es Rouladen geben – 16:30 hinter dem Rechner, dies und das und 1,5 Folgen „Elite“ – 18:00 wieder Küche, als J. klingelt habe ich immerhin schon mal ein T-Shirt an – 18:40 Rouladen mit Soße mit Kohlröschen mit Kartoffel-Sellerie-Stampf, danach ist ein Grappa notwendig – bis 20:00 lebhafte Gespräche, dann Nachrichten und die Ernüchterung, dass so schlimm es in Deutschland es auch immer sein mag, wir keine Ahnung haben, was Großbritannien, den USA oder Spanien abgeht – 20:15 ruft überraschend P. an obwohl er weiß, dass … doch er weiß es, ich verpasse nur die Titelmeldoie

eins – zwei – drei

  • Als der Wecker um 7:15 klingelt ist mein erster Gedanke: „Selber daran Schuld, wenn Du Deinen Wecker am Sonntag nicht abstellen kannst!“
  • Als der Wecker um 7:15 klingelt ist mein zweiter Gedanke: „Scheiße, Du musst aufstehen, Du hast gleich Dienst!“
  • Am Nachmittag, ich sitze nackt in der Balkontür in der Sonne, ruft C. an. Er wolle nur wissen, wie es uns geht, ob wir  noch gesund seien, ob wir etwas bräuchten. Einerseits freue ich ich über seinen Anruf, andererseits verrät er, dass ich zumindest für ihn zur ‚älteren Generation‘ gehöre. Ist ja auch nicht ganz von der Hand zu weisen, aber wer mag es gerne realisieren?

Es lässt sich aushalten gerade

  • So lässt es sich auch mit Corona leben: Spargel, Kartoffeln, zwei Sorten Schinken und die weltbeste Sauce Hollandaise meines Mannes.
  • Davor mit A. ein Distanzspaziergang durch die Sonne. Ihre Krankheit ist präsent aber (noch) nicht bestimmend. Ärgere mich, dass ich nicht schon früher auf die Idee gekommen bin, mit ihr ein paar Kilometer zu gehen.
  • A. will jetzt „Drück-Dich“- und „Kuss“-Gutscheine machen, damit sie die Anzahl nicht vergisst. Aber die Knutschorgie ist eh irgendwie geplant, da brauch es das nicht.
  • Und die Aussicht auf Sonne morgen und übermorgen, wo ich Home Office habe.
  • Und E. bringt mir noch ein 12-bändiges Lexikon von 1870 vorbei – der absolute Klassiker, auf den Arno Schmidt nichts hat kommen lassen.
  • Die Online-Bibliothek beschränkt massiv Vormerkungen und Ausleihdauer – scheinbar werden sie gerade vor Anfragen nur so überrollt. Schön das.

# 508

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Anton Weyrother

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