Proust (40)

von Bert

BAND I: UNTERWEGS ZU SWANN – DRITTER TEIL – NAMEN UND ORTE: NAMEN

Der Erzähler erinnert sich an frühere Tage, als er als Knabe / Junge / junger Mann sich nach verschiedenen Orten sehnte, wie beispielsweise nach dem (fiktiven) Badeort Balbec oder der (realen) Stadt Florenz. Insbesondere beispielhafte Schilderungen der Faszination von (Orts-)Namen, die – auch wenn keine bis wenig Kenntnisse über die Orte besteht – Bilder, Situationen, Gefühle, Erinnerungen evozieren.

»Die Namen aber geben uns von den Personen – und von den Städten, die sie uns lehren für individuell und einzigartig wie Personen zu halten – ein unbestimmtes Bild, das sich aus ihrem lebhaften oder dumpfen Klang in einer Tönung färbt, in der es dann durchweg gehalten ist wie ein Plakat ganz in Rot oder Blau, auf dem infolge der in ihren Mitteln begrenzten Herstellungstechnik oder aufgrund einer Laune ihres Schöpfers nicht nur der Himmel und das Meer, sondern auch die Schiffe, die Kirche, die Menschen auf der Straße ausschließlich blau oder rot gemalt sind.« (1.559f)