Sommerlekütre – Rückschau

von Bert

  • Connelly, Michael: Late Show – Ein actionreicher Krimithriller, aber nach klassischem Rezept ohne Eigenheiten. Muss man nicht lesen.
  • Cunningham, Michael: Ein Zuhause am Ende der Welt – Nicht fertig gelesen. Typisch amerikanischer Hinfühl-Literatur, nicht mehr auf der Höhe der Zeit.
  • Goldschmidt, Georges-Arthur: Vom Nackexil – Wer ihn nicht kennt, unbedingt „Die Absonderung“ lesen. Das hier eine Ergänzung, dazu. Er hat halt nur das eine Thema, aber das in einer Feinheit, die manchmal an Proust erinnern lässt.
  • Henschel, Gerhard: SoKo Heidefieber – Auf Henschel ist Verlass! Wunderbare Krimisatire, die sich Drehung für Drehung hochwindet. Das ist Sommerurlaubslektüre at the best.
  • Hensel, Kerstin: Regenbeins Farben – Tja, wenn konzentriert, hätte das eine klasse Novelle werden können – so aber einfach zu langamtig.
  • Höhtker, Christoph: Schlachthof und Ordnung – Ich hätte es mir denken können, dass es nichts für mich ist. Aber ein Versuch war es wert, wenn man denkt, es könnte Parallelen zur Cornoa-Impfstofffindung haben. Aber dann war es dann doch nur eine Art Doku-Thriller aus verschiedenen Perspektiven – einfach nur ermüdend.
  • Karples, Eric: Marcel Proust und die Gemälde aus der Verlorenen Zeit – Ich bin Karples echt dankbar, dass er die Bilder zusammengetragen hat und ich sie nicht mühseelig im Internet recherchieren muss. Ein beonderes Plus bei der Proust-Lektüre.
  • Leroy, Jerome: Der Schutzengel – Ein eher formstrenger Politthriller, der etwas an Logik zu wünschen übrig lässt. Woher kommt die Manie des Protagonisgten für die Frau? Für eine Verfilmung geeignet und dann sicher spannend.
  • Pleschinski, Hans: Wiesenstein – Eine Biographie über Gerhart Hauptmann in Romanform, an manchen Stellen arg bemüht, um die Infos an den Leser zu bekommen. Daher stellenweise arg bemüht, stellenweise aber auch schön erzählend.
  • Proust, Marcel: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, Teil 2: Im Schatten junger Mädchenblüten – Meine dritte Lekütre – und ich muss mich täglich bremsen, maximal 15 Seiten zu lesen.
  • Pynchon, Thomas: Die Enden der Parabel – Auch da hätte ich mir denken können, dass es nichts für mich ist. Einfach zu unlogisch für mich. Aber: Es gibt – auf den ersten 300 Seiten – schon grandiose Stellen. Höhtker hätte da mal schauen können, wie man es gut macht. Ich warte jetzt darauf, dass ich mir die Hörspielfassung leisten kann und ziehe es mir dann rein.
  • Ruschel, Rudolf: Ruhet in Friedberg – Skuriller ‚Krimi‘. Wer das nicht verfilmt, ist selber daran schuld. Aber noch ein Buch in diesem Stil: definitv Nein.
  • Shakespeare, William: Sämtliche Werke – Die Tage waren zu kurz, also doch nicht täglich ein Drama gelesen.

Darüberhinaus diverse Krimis, aber keiner, der erwähnenswert wäre.