Proust (88)

von Bert

Nach diesen (be)rauschenden Abenden findet Marcel nur schwer in den Schlaf, pennt dann aber dafür bis zum Nachmittag [wie der Autor später selbst]. Vom (Nicht-)Einschlafen, Träumen, Erwachen. Obwohl er sie sucht, findet er die Mädchenschar kein zweites Mal mehr, auch die Hotelgäste kennen sie nicht, wie auch, denn sie waren letztes Jahr noch Backfische. Von der Veränderung. Bei den Abendessen werden die beiden Jungs auf den Maler Elstir aufmerksam und nehmen sich den Mut, ihm eine Nachricht zukommen zu lassen. Beim Gehen spricht Elstir die beiden kurz an und lädt Marcel – nicht Robert – zu sich ins Atelier ein.

Wenn nun aber im Schlaf meine Augen die Zeit nicht hatten sehen können, hatte doch mein Leib es verstanden, sie zu berechnen; er hatte sie nicht auf einem oberflächlich vorgestellten Zifferblatt ermessen, sondern an einem immer erneuten Abwägen meiner sich wiederherstellenden Kräfte, die er wie eine gewaltige Turmuhr Zahn für Zahn aus meinem Gehirn in die Tiefe meines übrigen Körpers hatte hinabsinken lassen, wo sie jetzt bis über meine Knie hinaus den unberührten Überfluß ihres Vorrates aufgestapelt hatten. (2568f)