Proust (98)

von Bert

Verstehe Marcel wer will: »Ich wußte jetzt, ich liebte Albertine, aber ach! ich legte keine Wert darauf, es sie wissen zu lassen.« (2.718) Er spricht viel mit Andrée über sie und würde gerne die Tante Albertines, bei der sie groß geworden ist, Madame Bontemps, kennen lernen. Albertine übernachtet im Hotel, weil sie am nächsten Morgen früh auf den Zug muss. Marcel besucht sie abends auf dem Zimmer und will sie küssen – aber sie schellt nach dem Personal. Um Albertine, die nicht reich ist, kümmern sich verschiedene Personen, die sie auf Wochen einladen und ihr damit einen guten Ruf verschaffen.

Wie sollte das möglich sein, wie könnte die Welt länger dauern als ich, da ja nicht ich verloren in ihr schwebte, sondern vielmehr sie in mich eingeschlossen war, in mich, den sie bei weitem nicht ausfüllte, in mich, der ich angesichts des für die Anhäufung so vieler anderer Schätze ausreichenden Raumes in mir Himmel, Meer und Falaisen verächtlich in eine Ecke warf. (2.730)