Proust (108)

von Bert

Weiteres über den guten und schlechten Schlaf. Marcel schläft jedenfalls prächtig, was aber auch daran liegen mag, dass er tagsüber unterwegs ist und die Manöver bzw. Übungen, an denen Robert teilnehmen muss, beobachtet. Beginnt Interesse an militärischen Theorien zu zeigen. Robert kümmert sich mal wieder rührend um ihn. Selbst unter seinen Kameraden fühlt sich Marcel wohl und bekommt mit, wie man Robert als den »beliebtesten aller Unteroffiziere und Fähnriche des Regiments« (3.126) bezeichnet.

Die Auferstehung beim Erwachen – nach dem wohltuenden Anfall von geistiger Umnachtung, die der Schlaf darstellt – muß im Grunde dem ähnlich sein, was sich zuträgt, wenn uns ein Name, ein Vers, ein vergessener Refrain wieder in den Sinn kommt. Und vielleicht kann auch die Auferstehung der Seele nach dem Tod als ein Gedächtnisphänomen verstanden werden. (3.119)