Proust (124)

von Bert

Bloch wird »seiner Exzellenz de[m] Marquis von Norpois« (3.308) vorgestellt, aber Marcel schafft es, mit dem Diplomaten auch noch ein paar Worte zu wechseln. Der Herzog von Guermantes gibt sich nun auch die Ehre. Hauptthema ist der Auftritt von Roberts Freundin von vor ein paar Tagen bei der Herzogin. Sie deklamierte Gedichte »mit einem Lilienstrauß in der Hand« (3.313) – und kam so gar nicht an. Wie konnte Robert sich in sie verlieben? Bei dem Thema machen alle gerne mit.

Während er [der Herzog von Guermantes] über die große Zahl von Personen, die um den Teetisch saßen, liebenswürdig höfliche, maliziöse und von der untergehenden Sonne geblendete Blicke gleiten ließ, aus seinen kleinen runden Pupillen, die so exakt im Augen saßen wie das »Schwarze«, das er als ausgezeichneter Schütze unfehlbar visierte und traf, schob sich der Herzog mit vorsichtig stutzender Langsamkeit voran, ganz als ob er, von einer so glänzenden Versammlung eingeschüchtert, fürchtete, auf Schleppen zu treten oder Gespräche zu stören. (3.312)