Proust (133)

von Bert

Mutter und Sohn sind froh, dass Doktor du Boulbon die Großmutter für gesund erklärt hat. Also folgen sie auch seinem Rat und zwingen die Großmutter – in ungeduldiger Begleitung von Marcel – zu einem Spaziergang. Sie zieht sich auf eine Toilette zurück, während Marcel angenehmen Gesprächen lauscht, merkt aber beim Weitergehen, dass mit der Großmutter etwas nicht stimmt: »… sie hatte eben einen leichten Schlaganfall gehabt« (3.438).

[Ende Teil I]

Sie [die Großmutter] hatte eigensinnig abgelehnt, daß Mama bei ihr bliebe, und brauchte nun ganz allein für ihre Toilette unendlich lange Zeit; jetzt, da ich wußte, daß sie bei guter Gesundheit war, fand ich sie – in jener seltsamen Gleichgültigkeit, die wir gegen unsere Angehörigen hegen, solange sie am Leben sind, und die bewirkt, daß wir an sie erst zu allerletzt denken – sehr egoistisch, weil sie so lange machte auf die Gefahr hin, es könne für mich zu spät werden, wußte sie doch, daß ich eine Verabredung mit Freunden hatte und in Ville-d’Avray zu Abend essen wollte.