Proust (137)

von Bert

Ein Priester kommt und auch der nächste Arzt, Doktor Dielafoy, schaut vorbei, um für eine kurze Untersuchung viel Geld mit »taschenspielerhafte[r] Geschicklichkeit« (3.480) einzustecken. Belanglose Gespräche am Sterbebett. »Man hieß mich meine Augen trocknen, bevor ich meine Großmutter noch einmal küßte« (3.483) was Marcel auch tut. Wenige Augenblick später stirbt die Großmutter.

[Ende Kapitel 1]

Schon mehrere Nächte wachten mein Vater, mein Großvater und einer meiner Vettern bei meiner Großmutter und gingen nicht mehr aus dem Haus. Ihre fortgesetzte Aufopferung legte schließlich eine Maske der Gleichgültigkeit an, und die unaufhörliche Untätigkeit neben dem Sterbebett ließ sie Gespräche führen, wie sie auch etwa von langen Eisenbahnfahrten nicht fortzudenken sind. Im übrigen weckte in mir dieser Vetter (ein Neffe meiner Großtante) ebensoviel Antipathie, wie er gemeinhin an verdienter Achtung entgegengebracht bekam. (3.478)