Proust (146)

von Bert

Marcel wird am Abend freundlichst vom Herzog de Guermantes begrüßt. Er bittet die Gemälde Elstirs, die die Guermantes haben, sehen zu dürfen. Lange kunstwissenschaftliche und -historische Betrachtungen über die »eingebildete Ferne der Vergangenheit« (3.586) der Bilder. Mit einer dreiviertel Stunde Verspätung betritt er dann endlich den Salon und registriert, dass er im Mittelpunkt steht. Er wird einer Dame vorgestellt, die er gar nicht kennt, die aber so tut, als wäre das Gegenteil der Fall. Es stellt sich heraus, dass diese »Prinzessin von Geblüt« (3.597) das bei allen so macht, um keinen Standesdünkel zu zeigen.

(E)s gibt keine mehr oder weniger kostbaren Dinge, das ordinäre Kleid und das in sich selbst hübsche Segel sind beide Spiegel des gleichen Reflexes: der Wert liegt einzig in den Blicken des Malers. (3.590)