Durch die Zeit

GT (57)

L. ist seit Wochen mal wieder da. Wie immer will sie nicht reden, ist aber bereit auf Fragen zu antworten. Wir nutzen das weidlich. C. II eröffnete die Runde und wirft ein Thema in die Mitte, was so gut wie alle aufgreifen, wenn auch aus unterschiedlichen Winkeln. Allein das ist schon richtig bereichernd, wird dann zudem bei einzelnen noch vertieft. Macht’s dann schwer – und die denkfreien Tage sind wohl jetzt vorbei.

Proust (165)

Nach wir vor unsicher, ob er eingeladen ist, geht Marcel dennoch auf die Soiree der Fürstin. Der Herzog von Châtellerault kommt auch, der in dem Türsteher jenen jungen Burschen erkennt, mit dem er gestern gegenseitig »Gunst« (4.55) ausgetauscht hat und alles daran tat, inkognito bleiben zu können. Die Aufgabe des Türstehers ist übrigens, sehr laut die Namen, die man ihm als Gast sagt, auszurufen. Die Fürstin empfängt Marcel stehend (!), stellt ihm aber niemand vor. So begibt er sich auf die Suche nach dem Herzog von Guermantes, der im Garten sein soll. Baron de Charlus ist auch da – und schon wieder auf Pirsch.

Von Beruf zu Beruf errät man einander, von Laster zu Laster ebenfalls. Monsieur de Charlus und Monsieur de Sidonia hatten auf der Stelle jeder das des anderen erspürt: Für alle beide bestand es darin, in Gesellschaft Monologist zu sein, in einem Maß, das keine Unterbrechungen dulden konnte. Da sie sofort zu der Meinung gekommen waren, daß »für dies Übel keine Heilung sei«, wie es in einem berühmten Sonett heißt, hatten sie den Entschluß gefaßt, nicht zu schweigen, sondern jeder für sich zu sprechen, ohne sich darum zu kümmern, was der andere etwa zu sagen gedächte. (…) Bei seiner gellenden Stimme durfte übrigens der Baron vollkommen sicher sein, die Oberhand zu behalten … . (4.62)

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