Proust (173)

von Bert

Endlich sind Swann und Marcel ungestört. Swann berichtet, dass der Fürst ihm ›gestand‹ dass er auch Dreyfusianer sei und als Katholik Messen für ihn habe lesen lassen – wie auch seine Frau, vor der er seine politische Einstellung geheim gehalten hatte. Marcel wird zum Souper mit der Fürstin eingeladen, sagt ab, da er ja noch Albertine erwartet. Er lügt Swann an indem er behauptet, er würde Gilbert demnächst schreiben, dabei ist sie für ihn »wie eine Tote, die man lange beweint hat, dann ist das Vergessen gekommen, und wenn sie jetzt wiedererstünde, würde sie sich nicht mehr in ein Leben eingliedern, das nicht mehr für sie gemacht ist« (4.170f). Die Fürstin ist mächtig in Baron de Charlus verknallt.

Von einem gewissen Grad der Schwäche an, ob diese nun durch Alter oder Krankheit verursacht ist, wird jedes Vergnügen, das auf Kosten des Schlafes geht oder sich auch nur außerhalb unserer Gewohnheiten abspielt, wird jede Regelwidrigkeit zu einer Last. (4.166)