Proust (185)

von Bert

Über die Aussprache von »de Ch’nouville« (4.321) bzw. »d’Chenouville« (ebd). Madame de Cambremer lädt Marcel wiederholt ein. »Darauf stieg sie, den Kopf wiegend und den Krummstab ihres Sonnenschirms schwenkend, in den Wagen und fuhr durch die Straßen von Balbec, beladen mit den Zeichen ihres geweihten Amtes wie ein alter Bischof auf der Firmungstournee.« (4.329) Marcel verdrückt sich mit Albertine auf sein Zimmer, im Lift klärt er dem Boy auf, dass die Marquise »Marquise von Cambremer und nicht Camembert heiße« (4.331). Das ist dem egal, denn er fürchtet nur um sein Trinkgeld, was Marcel in Albertines Gegenwart nicht geben will.
Solche Seiten kann nur Proust schreiben.

Auf ein Zeichen ihrer Schwiegertochter machte Madame de Cambremer Miene, sich zu erheben, und sagte zu mir: »Mögen Sie nicht, wenn Sie schon nicht in Féterne bei uns wohnen wollen, wenigstens einen Tag dieser Woche zu uns zum Dejeuner kommen, morgen zum Beispiel?« Und in ihrem Wohlwollen setzte sie, um mich vollends zu einem Entschluß zu bewegen, noch hinzu: »Sie werden dort den Grafen von Crisenoy wiedersehen«, den ich keineswegs vermißt hatte aus dem einfachen Grund, daß ich ihn gar nicht kannte. (4.326)