Proust (199)

von Bert

Baron de Charlus produziert sich vor Morel, ist aber gut genug, den jungen Geiger am Klavier dann zu begleiten. Danach spielen ein paar Karten (Whist), die anderen unterhalten sich so, dass sie der Überzeugung sind, dass es gar nicht auffällt, wie sehr sie angeben und versuchen, sich ins rechte Licht zu setzen. Seit Dutzenden von Seiten Eitelkeiten allüberall.

Und doch handelte es sich bei dem Werk dieses lange Zeit mißachteten, seit kurzem aber zu großen Ehren gelangten Komponisten [Scarlatti, entweder Alessandro oder dessen Sohn Domenico], das sie in ihrer fiebernden Ungeduld auswählte, um eines jener unseligen Stücke, die einen häufig am Schlaf gehindert haben, wenn ein mitleidloser Musikschüler es in der Wohnung nebenan unaufhörlich wieder von vorn begann. (4.520)