Proust (301)

von Bert

Ein Brief, den Marcel erst Jahre nach dem Tod von Baron de Charlus erhält, bestätigt die berechtigte Angst von Morel. Marcel weiterhin mit dem Baron durch das nächtliche Paris, bevor sie sich verabschieden, vergleicht der Baron die Stadt mit Pompeij. Aus einem Hotel tritt eine Person, die Marcel für Robert hält. Neugierig betritt er das Hotel, dass eine komische Anmutung hat. Zuerst meint er, es würden Spione dort sich treffen, dann das dort ein Verbrechen stattfindet, denn die jungen Soldaten und Matrosen unterhalten sich lautstark auch darüber, wann wer wieder »mit Schlagen« (7.177) dran ist, und ob der Patron noch genügend Ketten auftreiben kann.

Etwas jedoch verblüffte mich, das weder an seinem Gesicht lag, das ich nicht sehen konnte, noch an seiner von einem großen Umhang verdeckten Uniform, sondern an dem außerordentlichen Mißverhältnis zwischen der Zahl der verschiedenen Punkte, die sein Körper passierte, und der geringen Anzahl von Sekunden, in denen sich dies vollzog und dabei wie der Ausfallversuch eines Belagerten wirkte. Obwohl ich ihn nicht eigentlich erkannte, dachte ich deshalb, wenn nicht an die Haltung, die Schlankheit, das Tempo, die rasche Beweglichkeit Saint-Loups, so doch an die Art von Allgegenwart, die ihn so sehr auszeichnete. (7.174f)