Bald ist Sonntag, 14:30 Uhr

von Bert

›Gut‹, dass die ›Corona-Affäre‹ (hier und hier) in der Mediationsausbildung passiert ist. Heute, zu Beginn der letzten Ausbildungseinheit räumen die Leiterinnen Zeit ein. Und mit Hilfe der Moderation können wir wenigstens zu hören und bekommen Zeit, selber seine Stellung zu vertreten. Das läuft sehr offen und sehr klar ab, aber nicht verletzend sondern in gewisser Weise umsichtig. Dennoch bleiben die Differenzen enorm.

Ich meine eine gewisse Betroffenheit bei den anderen zu spüren, als ich ausführe, dass ich als Schwuler ja schon ›gute Erfahrungen‹ mit einer anderen tödlichen Seuche gemacht hätte, aber dass der Unterschied zwischen AIDS und Corona darin bestehe, dass man bei ersterem aktiv im Sex beteiligt sein muss, während bei zweiteren ein einfaches Anhusten ausreichend sein kann.

Die beiden Coronaleugner weisen dass natürlich weit von sich und sehen das Vertrauenverhältnis auch nicht gestört.

Ich bin nur noch wie ein Zuschauer dabei und beteilige mich nicht mehr, denn bis auf zwei sind alle froh, dass man jetzt wieder fröhlich die Decken des Schweigens drüberlegen kann, anstatt konsequent zu sein.

Schade das. Die kleine Rache wird sein, dass N. und ich weder ein Gedicht noch ein Lied zum Abschluss präsentieren werden, sondern eine konkrete Umsetzung.