Proust (312)

von Bert

Am Werk arbeitet immer die eigenen »Kümmernisse« mit. Schreiben, und damit meint der Erzähler und in diesem Fall auch der Autor, autobiographisches Schreiben, ist immer ein Wiederdurchleiden. Aber es sind die Gefühle, die das Leben und die Literatur ausmachen. Stärkste Motoren sind entweder die Liebe oder eben das Leiden unter der fehlenden Liebe, bzw. Leiden an sich.

»Die Leiden sind verborgene, verhaßte Diener, die man bekämpft, unter deren Herrschaft aber man mehr und mehr gerät; grausame, unersetzbare Diener, die uns auf unterirdischen Wegen zur Wahrheit und zum Tod führen. Glücklich, wer die erste vor dem zweiten gefunden hat und für den, wie nahe sie auch zusammenliegen mögen, die Stunde der Wahrheit vor der des Todes schlägt!«