Durch die Zeit

Monat: September, 2021

24.9.21

  • Nach über fünf Stunden Verhandlung am Donnerstag, informiert die Vorsitzende die Beteiligten nach 237b StPO davon, dass das Gericht hohe Zweifel nicht nur an der subjektiven Schuld des Angeklagten, sondern auch an der objektiven Schuld hat. Das freut die Verteidigung, die Staatsanwaltschaft ist auch „nicht weit entfernt“, behält sich aber noch bis zum nächsten Verhandlungstag Optionen offen.
  • Wirklich ausgelaugt von der Verhandlung laufe ich auf der Arbeit dem Präsidenten in die Arme. Er: „Gut dass ich Sie sehe, Sie haben ja sicherlich gerade …“
  • Heute hat der Horror etwas Pause gemacht, dafür schmerzt das rechte Handglenk auch nachts.
  • Nächste Woche wird wohl die Praktikantin in erster Linie die Maus schubsen müssen.
  • Der freie Abenddienst ermöglicht mir den Nachtdienst um 3 abzubrechen.

22.9.21

  • Als hätte ich derzeit nix zu tun. Jetzt will das Gericht auch noch drei Tage von mir, die ich eigentlich so gar nicht habe.

21.9.21

  • Nach längerer Zeit war mal wieder „unser Flüchtling“ da. Brauchte ein Lebenslauf. Bekam er. Verloren uns dann in die Unterschiede von Arabisch und Hocharabisch.
  • Viertel vor fünf war ich heute wach, bis zum Aufstehen gelesen, dann noch schnell eineinhalb Überstunden geschrubbt.
  • Jetzt klau‘ ich mir von diesem Tag noch einen Stunde ganz allein für mich!

19.9.21 – Nachträge

Freitag

  • Horrorarbeitstag. In der nächsten Woche wird es definitiv nicht besser, dann vertrete ich wieder gleich zwei Kolleginnen.
  • Abends 5-Gang-Menü im besten Restaurant der Stadt mit Freunden

Samstag

  • Arbeitseinsatz für den Job. Gibt zwei Überstunden.
  • Endlich mal angefangen Februar 33 zu lesen. Wem 1913 gefallen hat, dem wird das auch ‚gefallen‘.
  • Und zu Marx, Wagner, Nietzsche bin ich danna auch noch gekommen. Hab zwar noch keine Ahnung, wo er hin will, aber ich folge ihm mal gerne.
  • Abends zu Freunden auf einen Geburtstag. Echt komisch, zu zehnt zusammen zu sein. Und dann wurde sich sogar zum Teil noch umarmt.
  • Definitiv zu lang und defitniv zu viel Wein

Heute

  • Dicker Kopf, sehr dick.
  • Spaziergang mit CI und CII aus der Therapiegruppe. Wir können das eigntlich auch ganz gut ohne den Therapeuten.
  • Jetzt gibt es dann Hackbraten und ich zieh mir das nächste Triell auch noch rein.

18.9.21

  • Nachträge erfolgen morgen – vielleicht.

16.9.21

Der Essayist Eike Geisel hat das deutsche Selbstverständnis einmal umschrieben mit der Bemerkung, die Deutschen hätten sich noch nie als Bürger dieser Welt, sondern immer als Verdammte dieser Erde gesehen. Die Wiedervereinigung habe daran nichts geändert, nur die Opferzahl habe sich nochmals um 17 Millionen erhöht.

So ist es auch normal, dass alle vier Jahre bereits Monate vor dem Urnengang verlässlich ein grosses Jammern darüber anhebt, dass die Partei der eigenen Wahl dieses Mal auf keinen Fall mehr wählbar sei. Und spätestens ein halbes Jahr nach der Bundestagswahl geht das Seufzen erneut los. Weil das Kreuz, das man auf dem Wahlzettel gemacht hat, bereits wieder schwer auf den Schultern lastet: Diese Regierung ist definitiv nicht die richtige!

Alles normal im Land der Dichter und Denker.

Claudia Schwartz: Was wird aus den Deutschen, wenn Mutti weg ist?, NZZ, 16.9.21

15.9.21

  • Leider vergessen, die Statistik auszudrucken, damit ich hier richtig angeben kann. Aber es waren ca. 1.500 Meter und über 5.000 Klicks – mit der Maus heute im Büro.

14.9.21

  • Ich komme gerade irgendwie nicht hinterher.
  • Sonntag hatten wir Gäste und danach arg viel Geschirr.
  • Mein Laschet wirklich mit einem „Weiter so“ und seiner „Beständigkeit“ die zukünftigen Aufgaben bewerkstelligen zu können? Die CDU kann doch echt nur verwalten statt gestalten.
  • Frau Weidel ist vielleicht eine falsche Giftspritze. Sie sollte vielleicht Kurse geben in: „Wie baue ich mir meine Welt, die mir gefällt“.
  • Wer dieses mal nicht zur Wahl geht, bekommt von mir persönlich Schläge.

11.9.21

  • Jetzt bedarf auch dieser Nachmittag einer Evaluation – aber diesmal brauche ich nur zu antworten.
  • Sehr nudistisch dieser Tag heute – aber es wird ja wohl einer der letzten für dieses Jahr sein.
  • Nach langer Zeit mal wieder das Gefühl, ich könnte berechtige Hoffnung haben, einfach gut schlafen zu können.
  • Und wenn das für A. nicht zutreffen sollte: Ich habe gewarnt!

10.9.21

  • Im Job habe ich einen neuen „besten Freund“. Es ist der Hauptgeschäftsführer. Wenn er nicht alle 90 Minuten anruft, dann weiß ich, dass er nicht im Haus ist.
  • Im Job gab es eine Premiere: Bin mit dem, was ich diese Woche machen wollte, nicht fertig geworden.
  • Zudem für die nächsten Wochen eine „Machtposition“ – ich darf Freikarten für die Heimspiele einer Bundesliga-Handball-Mannschaft an die KollegInnen weitergeben.
  • Es ist schön, Wochenende zu haben.

9.9.21

  • Mittagspause, die eine Evaluation benötigte.

Weltalphabetisierungstag

  • Sollte ich mein jetziges Ehrenamta aufgeben (warum auch immer) – das wäre ne Aufgabe, die mir auch echt am Herzen liegt.
  • Keine Ahnung, was für ein Arsch ich ohne Literatur geworden wäre.

7.9.21

  • Echt, Monate im Job nix los und jetzt komme ich nicht einmal mehr zum Eigentlichen. Ganz schön anstrengend gerade.
  • Die Interimskollegin (die hat sich im Zimmer der Kollegin eingenistet, die gekündigt hat) ist eine Zicke! Und was für eine!
  • Interessant, wie sich erotische Komponenten verselbständigen und neue Blicke zu lassen.
  • Freu mich heute echt auf mein Bett – nach dem Dienst dann.

6.9.21

  • Gestern rief H. von Verein 1 an. Wusste gar nicht, dass er meine Telefonnummer hat. Ob ich ein paar Pfifferlinge brauchen könne? Ich würde doch kochen? Wer sagt da nein?
  • Heute brachte er 800 Gramm!
Das hier ist nur die kleinere Hälfte

Tag des Kopfschmerzes

  • Um diesen Tag zu würdigen, habe ich gestern schon mal vorgearbeitet.
  • Die Erotik vom Freitag scheint beiderseits zu bestehen. Bin gespannt.
  • Seit gestern sind wir stolze Besitzer eines Sektkübels. Hochzeitsgschenke kann man sich halt nicht aussuchen, wenn man keinen Hochzeitstisch hat.

4.9.21

  • Gestern auf dem (ersten) Geburstag von Rolli-A.
  • Eine doch recht skurrile Gesellschaft.
  • Dafür aber um so entspannter.
  • Und überraschend errotisch.

2.9.21

  • Überstunden geschrubbt.
  • Ein Teil davon in Weinbegleitung.
  • Der Präsident hat eine Sonderauftrag für mich.
  • Die letzten acht Arbeitstage fühlen sich wie Monate an.
  • Morgen – unter Protest des „Festauschusses“ – frei. Aber mir ist die Mediation wichtiger als frühes Saufen auf dem Betriebsausflug.

Immerhin

  • Meine Beschwerde an die Deutsche Bahn vom 29.7. ist mit Schreiben vom 28.8. immerhin weitergeleitet worden.
  • Es geht ja nur um schlappe knapp 200 Euro.
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