4.11.21

von Bert

  • Die Hölle im Job will irgendwie kein Ende finden. Die fand aber dann der Körper und schickte mir so eine Migräne, dass ich nach Hause musste.
  • Jetzt nur noch latente Kopfschmerzen und da ich versprochen hatte zu helfen …
  • … war ich noch auf einem Vortrag über „Einsamkeit“.
  • Der Referent, ehemaliger Dokmatik-Professor aus Rom, war / ist sehr lyrikaffin und zitierte neben Rilke und Domin auch einen meiner Lieblinge: Thomas Brasch
  • Das Gedicht wirkt auf den ersten Moment vielleicht düster oder negativ … aber bei näherem Hinsehen / Hinlesen / Hindenken hat es auch etwas Entlastendes an sich.

Schliess die Tür und begreife,
daß niemandem etwas fehlt,
wenn du fehlst, begreife,
daß du der einzige bist der ohne Pause
über dich nachdenkt,
daß du die Tür schließen kannst
ohne viel Aufhebens und ohne Angst,
es könne dich einer beobachten.
Dich beobachtet keiner.
Du fehlst keinem.
Wenn du das begriffen hast,
kannst du die Tür schließen hinter dir.