Durch die Zeit

Kategorie: 5. d.M.

WMDEDGT 8/18

Wie schon vorletzten Monat (im letzten war ich in Urlaub, mit ohne Internet), mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

7:35 – Es ist Sonntag! Warum sollte der Wecker auch nicht mal früh klingeln?
7:37 – Ich arbeite mich aus dem Wasserbett und bin erstaunt: Musklen fühlen sich alle soweit OK an.
7:45 – In der Küche E., der Kaffee kocht, ich nehme auch einen.
7:55 – E.’s Neffe F. ist nun auch aufgetaucht, bringt mir eine Badehose mit.
8:10 – Wir sind bei bewölktem (!) Wetter im Schwimmbad. Laut Anzeige ist dass Wasser vier Grad wärmer als die Luft. Ich ziehe mich trotzdem um.
8:15 – Das Wasser ist nicht ganz so kalt wie befürchtet, das Mittelmeer war aber bedeutend wärmer.
8:40 – Im Schwimmbad gibt es Panecake und Kaffee
9:15 – Wieder bei E.’s Familie, noch nen Kaffee, dann schwinge ich mich aufs Rad.
10:24 – Die Bahn kommt pünktlich.
11:05 – Wieder zu Hause mit brüllendem Hunger. Schwimmen ist das eine, ne Steinmauer am Vortag bauen das andere.
12:10 – Mir fallen fast die Augen zu, also gibt es einen Mittagsschlaf.
14:00 – Die Muskeln meinen mich nun sehr deutlich erinnen zu müssen, dass ich gestern mit E. und T. malocht habe wie Idioten (Steinmauer und so). Die Bewegungsabläufe sind siebzigjährigmäßig.
14:15 – Tee und (Fach-)Lektüre auf dem Balkon. Ertappe mich kurz bei der Überlegung, mir zumindest ne Hose anzuziehen. Aber ich schwächel doch nicht als Vollzeitnudist bei 23 Grad!
15:35 – Weitere Arbeit am Rechner. Mein Mann hat für seine Schulung Fotos gemacht, die müssen erst ausgesucht, in Reihenfolge und beschriftet werden. Die Berarbeitungen frühestens am Dienstag oder so, mir fehlen noch zwei Idee für die Moderation am Dienstag.
17:45 – Kochen: Lammcury mit Blumenkohlsalat.
18:30 – Seehofer gucken im Ersten. Große, leere Worte, ein schlaffer Luftballon. Grauenhaft, dass sojemand macht hat und meint Trump machen zu müssen, in dem er Sachen behauptet, die nicht stimmen.
18:45 – Wir essen trotzdem! Dazu Lindenstraße, Nachrichten, Weltspiegel.
19:45 – Anruf bei Muttern. Wie schon seit 5 Wochen: Total unklar ob OP möglich oder nicht, geschweige denn wann. Dennoch scheint sie etwas entspannter zu sein als in letzter Zeit.
20:15- Wie (fast) immer: Tatort. Nachdem wir letzte Woche zum ersten Mal „Im Schmerz geboren“ gesehen haben. war die Erwartung sehr gering, dass der heute auch was zu bieten hätte. Hat er aber, wenn auch ’nur‘ formal. Eine Kamerfahrt über 90 Minuten – das ist mal was.
21:45 – etwas Fernsehen, etwas Internet, etwas Plaudern, etwas Käse, etwas Handcreme suchen, etwas … und etwas bettfertig machen. Morgen klingelt der Wecker schon um 5:45, denn meine Musklen melden jetzt schon lautstark an, dass das Mit-dem-aus-dem-Bett-steigen ’ne längere Geschichte werden könnte.

WSMDEGT 06/18

Wie schon letzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

6:35 – Wecker wie üblich. Doofes Teil.
6:37 – Schon im Bad. Die üblichen Verrichtungen.
6:47 – Schon in der Küche. Tee kochen, Brote schmieren, Zeitung lesen.
6:59 – Ups, das ist ja mein Mann. Der muss auch mal früh raus. Aber zu mehr als einem Guten-Morgen-Kuss reicht es nicht.
7:05 – Mal Klamotten anziehen.
7:10 – Auf dem Rad.
7:21 – An der Arbeit. Es gibt noch Reste von gestern! Und ein Kollege hat noch eine weitere Bewertung für mich.
11:01 – Mit beiden fertig, also verbotenerweise etwas Internet.
11:15 – Ein Vorgang! Ich glaub’s nicht. Arbeit!
11:45 – Wieder auf dem Rad.
12:15 – Spaghetti vom Samstag mit roter Soße aufwärmen, nachwürzen, essen. Dazu: Zeitung, später Deutschlandfunk. Davor aber noch Wäsche in die Waschmaschine unten in den Keller gebracht.
13:00 – Da Nächte bei mir ja selten zum Schlafen da sind, hole ich mal was davon nach.
14:00 – Tageslektüre 1 und Tageslektüre 2.
15:15 – Wäsche im Garten aufhängen – mit Bedacht und Überlegung. Die Leute sollen ja was zu sehen bekommen.
15:30 – Verein 1-Tätigkeiten am Internet.
16:15 – Einkaufen: Mozarella, Salami, Käse, Ziegenkäse, Bier.
17:00 – Geschirr abwaschen und abtrocken und Küche aufräumen und so halt.
17:30 – Bei HR2 beworben, dies und das im Internet, sogar auch Nacktes.
18:05 – Küche. Hab‘ mich für Tomaten-Mozarella entschieden sowie Eieromlett mit Schrimps. Bloß die Tomaten sind schimmlig, also nochmals los.
18:35 – Küchenrumgemache mit ohne Bier mit ohne Alkohol.
19:15 – Endlich Abendessen. Für das Eieromlett doch die falsche Pfanne genommen. Wann werde ich das lernen?
20:00 – Nachrichten auf dem Sofa und Abschimmeln, obwohl den ganzen Tag mal wieder nix getan.

WSMDEGT 05/18

Wie letzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

8:30 – Aufstehen, auch an einem Wochenende nötig.
8:33 – Tee, denn mein Mann ist schon wach und hat welchen gekocht. Ein bisschen Zeitung, eine Menge Absprachen für den Tag.
8:50 – Morgentoilette und mal paar Klamotten für den Körper.
9:00 – Wäsche in die Maschine / Spargel einkaufen / Kuchen einkaufen / Blumen einkaufen / Sonstiges einkaufen.
9:40 – Ausnahmsweise Frühstück: Bio-Super-Duper-Brot mit Mortadella.
10:00 – Anruf meines Mannes: A) er muss länger arbeiten, B) er hat sein Tablett vergessen. Also bin ich ein barver, treufürsorgender Ehemann, ziehe mir wieder was an und fahre mit der Straßenbahn in die Stadt, um es ihn zu bringen (und schaue mir dabei mal seinen neuen Arbeitsplatz an)
11:00 – Spontan kaufe ich mir drei notwendige T-Shirts.
11:30 – Erst jetzt steht die eigentliche Samstag-Arbeit an: Wohnung putzen (wenn auch heute nur die sehr reduzierte Fassung).
12:30 – Zur Belohnung ziehe ich mir wieder was an, hänge die Wäsche draußen auf der Wiese auf und esse ein Brot mit einer übrig gebliebenen Frikadelle von gestern.
13:00 – Langsam habe ich keine Lust mehr, mir schon wieder was anzuziehen, aber ich möchte meinen Mann nach dem langen Dienst nicht noch zum einkaufen scheuchen, und so laufe ich selber los und kaufe noch Wein.
13:30 – Heute abend ist Mitbringgeburtstag bei S., also mixe ich Ricotta, Pinienkerne, Creme fraiche, Rucola, Basilikum, Pfeffer, Salz, Olivenöl und Eier zu einer grün-ekligen Masse, gebe sie in Förmchen und stecke sie in den Ofen.
14:15 – Küche wieder sauber.
14:20 – Mal ein bisschen am Computer.
14:55 – Das es noch keine selbstanziehendne Hosen gibt? Runter auf die Wiese, Wäsche einsammeln, dann auf die Geburtstagsparty von Karl Marx. Die Party will aber so überhaupt nicht in den Schwung kommen, also gehe ich wieder nach einer guten Stunde.
16:30 – Tee und Gebäck auf dem Balkon.
17:15 – Ein kurzes Nickerchen.
17:45 – Die & das & jenes
18:15 – Bier!!! (alkoholfrei) Und noch etwas weiter in einem eher schlechten Krimi, der einen Preis bekommen hat. Manchmal versteh ich es einfach nicht.
18:59 – Nachrichten gucken.
19:35 – Zum letzten Mal heute: Hose an. Dann auf zu S., Geburtstagsparty. Wird mit Sicherheit lebendiger als der von heute Mittag.

WSMDEGT 04/18

Wie letzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

6:30 – Der Wecker.
6:38 – Schon wieder der Wecker. Der darf das aber. Ich aber auch, denn ich bin erst um halb zwei ins Bett gekommen und hab‘ einfach nur schrecklich mies geschlafen.
6:40 – Im Bad ist es kalt, also geht alles recht schnell.
6:48 – In der Küche ist es auch nicht warm, dennnoch halbnackt die Brote geschmiert, Tee, gemacht, Zeitung geladen, Zeitung gelesen.
7:10 – Mal anziehen. Die Zeiten des ÖPNV haben sich hier geändert, so richtig blicke ich nicht durch und will es mal mit einem Bus von einer anderen Haltestelle versuchen.
7:18 – Der Bus ist pünktlich – und leer (aber es sind ja noch Schulferien).
7:25 – Viel später also nicht im Job. Noch nen Bus später nehmen?
8:35 – Es wird ein langweiliger Arbeitstag. Der einzige Termin des Monats wurde abgesagt. So langweile ich mich durch den Vormittag, lese viel.
11:41 – Die Straßenbahn fährt nicht (obwohl die Internetauskunft es behauptet hat), dafür bekomme ich den 100er Bus (Doppelstock!)
12:05 – Den Rest Nudelsuppe von gestern.
13:00 – Das Nachmittagsnickerchen entwickelt sich zu einem fast zweistündigen pornographischen Alptraum aus lauter Schäwänzen, Brüsten und Mösen die sich mir in allen Varianten permanent aufdrängen.
15:00 – Komplett erschlagen trinke ich eine Tasse Tee, würge mir eine Banane rein.
15:41 – Der nächste Bus.
16:00 – Besprechung in Verein 1. Niemand ist vorbereitet, was zu besprechen haben wir im Grunde auch nicht, abers schön, dass wir darüber gesprochen haben.
16:40 – Noch’n Tee in Verein 1 und Lektüre bis zur Laberrunde.
17:30 – Laberrunde. Am Ende zeigt die Supervisiorin mal wieder, welche Klasse sie hat (ne ganz, ganz hohe!).
18:40 – Brot mit Käse und Bier ohne Umdrehungen.
19:10 – Bisschen Fernsehen, bisschen Mail, bisschen Tablet, bisschen nix, bisschen …
21:10 – Mal Fahrkarte für morgen kaufen, auch wenn ich leicht beunruhigt bin, dass ich vielleicht vergesse, morgen dann auch zu fahren …
22:50 – Schon im Bett. Noch’n bisschen lesen und ausnahmsweise noch zwei Schluck Rotwein auf die Nacht, vielleicht penne ich dann (ein bisschen) besser.

WSMDEGT 03/18

Wie letzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

6:30 – Nichts neues: Der Wecker!
6:35 – Auch nichts neues: Nochmals der Wecker!
6:37 – Teewasser aufsetzten, Heizung aufdrehen, Bad gehen – und sogar anziehen.
6:48 – Brote schmieren, Zeitung laden, Tee schlürfen
6:50 – Zeitung lesen, Tee schlürfen, Heizung abdrehen – draußen hat es Plus-Grade, da braucht es das nicht mehr.
7:10 – Zeit für die Straßenbahn.
7:16 – Ich schaffe mal wieder die 3.
7:29 – Ich ’steche‘ mich ein.
7:35 – Es wird ein langer Tag, denn ich vertrete das Sekretariat bis 15:30. Etwas zu tun habe ich sogar und hin und wieder kein weißer Elefant, sondern Telefonklingeln.
12:18 – Ich hab‘ mir einen Burger verdient, jawoll!
12:49 – Zwischen den wenigen Telefonaten lese ich in „Friedinger“ von Stefan Kutzenberger.
15:40 – Auf der Straßenbahn und zurück.
16:05 – Bisschen Internet, Mails, nackte Männer, Blog … was halt so ansteht.
16:25 – Tageslektüre. Quäle mich durch drei Seiten von „Also sprach Zarathustra“ von Friedrich Nietzsche (das Buch erreicht mich absolut nicht) und exzerpiere dann akribisch zwölf Seiten der echt spannenden Abhandlung „Das Leben nehmen – Suizid in der Moderne“ von Thomas Macho. (Nur damit das klar ist: Ich habe nicht im geringsten die Absicht mich zu suizidieren, sondern habe in einem anderen Kontext des öfteren mit suizidalen Menschen zu tun. Was Macho da auf den ersten 60 Seiten an Grundfragen stellt (Wem gehört eigentlich mein Leben? Mir? Den Eltern? Gott? Göttern? …) und an Denkmodellen aufzeigt, ist einfach rasend spannend.)
17:10 – Nochmals paar nackte Männer gucken und flickr gerade ziehen.
17:25 – Da ich gestern (endlich) mit „House of Cards“ fertig geworden bin (5. Staffel – in der Zeitung gelesen, dass die 6. gerade online geht), gönne ich mir nun Suburra. Derweil umziehen.
18:10 – Wieder auf die Straßenbahn.
18:20 – Wieder hätte ich die 4 fahren lassen und auf die 7 gewartet. Aber ich brauche die 4, nicht die 7!
18:45 – BMW*-Sport bzw. Alt-Herren-Gymnastik. T. quält auf angenehme Art, packe u.a. die 4 x 20 Alt-Herren-Liegestützen (also mit aufgesetzten Knien). Und damit die Psyche auch noch schön gequält wird, gibt es Schlager aus den 70gern – noch zehn Minuten länger, und ich hätte alles gestanden.
20:02 – Wieder zu Hause: Es gibt Börek, Tomatensalat und Bier. (Das kann mit nocheinglaswein natürlich nicht mithalten.)
20:50 – Der montägliche Chat mit U. Und wenn die Spontanität in eine Buchung führt, bin ich demnächst mir ihr an der Ostsee.
22:15 – Allgemeines Abschimmeln.
23:35 – Mal langsam ins Bett. Friedinger wartet.


*BMW = Bauch muss weg

WSMDEGT 02/18

Wie letzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

00:00 – Ich sitze tatsächlich vor dem Fernseher und schaue Super-Bowl
01:00 – Wären die Unterbrechungen und vor allem diese den Verstand beleidigende Werbung nicht, würde ich ja weiterschauen. So trolle ich mich ins Bett.
06:30 – Wie zu erwarten, der Wecker.
06:35 – Vor der Badroutine Teewasser aufsetzen und Zeitung ‚laden‘.
06:45 – Brot schmieren, Tee trinken, Zeitung lesen
07:05 – Mal die restlichen Klamotten anziehen
07:10 – Auf die Straßenbahn
07:31 – ‚Steche‘ mich bei der Arbeit ein.
07:40 – Es wird langweilig werden – kein Vorgang, auch keiner zu erwarten, daher Zeit totschlagen, viel lesen, etwas Pseudoarbeit machen, ein wenig im Internet surfen.
11:35 – Ich beschließe, den ‚anstregenden‘ Arbeitstag hinter mir zu lassen.
11:45 – In der Buchhandlung hole ich mir den 8. Band von Powells „Ein Tanz zur Musik der Zeit ab“. Der Inhaber erkennt mich, wir plauschen kurz und ich frage mich, woher er weiß, wo ich arbeiten. Dass er mich mal anstellen wollte, weiß er auch noch und berichtet, dass er nur noch gelernte … geschenkt.
11:50 – Entscheide mich, durch die weiße Kälte nach Hause zu laufen.
12:30 – Spiegelei mit ner Scheibe Brot.
13:00 – Internet gucken und mich aufregen, dass der Rechner die Verbindung zeitweise nicht halten will. Ein System ist aber nicht zu entdecken.
13:30 – Engagierter Mittagsschlaf
14:00 – Tageslektüren: „Deutsche Gedichte“ und von Gerd Koenen: Die Farbe Rot – Ursprünge und Geschichte des Kommunismus. Dazwischen immer mal wieder Internet.
15:30 – Einkaufen. Vor dem Altglas fängt mich U. ab, aber ich bin soweit von der Welt weg, dass ich gar kein Gespräch gerade will.
16:15 – Seelenmails.
16:45 – Noch etwas Lektüre, bis mir einfällt, dass ich ja schon seit drei Tagen nicht mehr „House of Cards“ gesehen habe – also dann aber jetzt.
18:00 – Der Schornsteinfegerkreismeister gibt sich die Ehre. Danach stehe ich in der Küche und brate Würstchen, wärme das Sauerkraut auf und bastel aus Kartoffelbrei irgendwelche panierten ‚Taler‘.
19:00 – So wie es sich für einen gut bürgerlichen Haushalt gehört: Der Mann kommt heim – das Essen steht auf dem Tisch. Danach gemeinsames abchillen auf dem Sofa.
20:15 – Der wöchentliche Chat mit U.
21:30 – Fernsehen, ein Glas Wein, Terminabsprachen, Mails, …

WSMDEGT 01/18

Wie vorletzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

6:30 – Der Wecker klingelt.
6:30 – Ich haue drauf.
6:31 – Beschließe nicht aufzustehen.
6:35 – Der Wecker klingelt.
6:38 – Ich beschließe, doch aufzustehen.
6:39 – Verkürzte Morgenroutine im Bad – gestern habe ich gebadet.
6:50 – Angezogen in der Küche: Tee kochen, Brote schmieren, Zeitung lesen, Radio hören.
7:16 – Die Straßenbahn hinterm Haus (mit mir drin) fährt los – wohl die letzte Fahrt dieser Art.
7:38 – Die Stechuhr an der Arbeit piepst.
7:44 – Huch! Ein Vorgang! Schon wieder!
9:57 – Ich beschließe, heute richtig früh zu gehen. Ich habe, wie immer, kaum was zu tun, zu Hause warten genug Dinge, wie beispielsweise verschiedene Ummeldungen. Schließlich ziehen wir am Donnerstag um.
11:15 – Mit der Straßenbahn zurück.
11:45 – Geschirr spülen. Versuche derweil meinen Mann dazu zu überreden, doch bei diesen blöden Servicenummern anzurufen denn ICH HASSE ES MIT DUMMBLÖDEN MASCHINEN REDEN ZU MÜSSEN! Immerhin müssen wir das Kabel abbstellten, Telefon und Internet umbestellen, auch die Zeitung braucht die neue Adresse.
11:55 – Er lässt sich einfach nicht wirklich überreden, klärt dann aber heldenhaft das mit dem Kabelanschluss.
12:05 – Ich greife zum äußersten, nämlich zum Telefonhörer und rufe Vodafone an – ein Unternehmen mit dem denkbar schlechtesten Service der Welt. (Eine Kurzzusammenfassung einer von unzähligen Leidensgeschichten HIER.)
12:20 – Sprachlosigkeit. Es soll nur zwei Wochen dauern. Einen neuen Router wollen sie auch schicken (da musste ich dann doch laut lachen). Fest steht: Ich glaube nicht daran und nehme es als gerechte Strafe, mich nicht schon früher (also Mitte letzten Jahres) darum gekümmert zu haben.
12:25 – Weil nix anders im Haus ist: Brötchen mit selbstgemachter Taubenterrine.
14:45 – Erwachen aus kommatösem Mittagsschlaf.
15:00 – Expedition in den Keller.
16:00 – Den Entrümpler kommt pünktlich auf die Minute. 300 will er für einen besenreiner Keller und Abholung von u.a. fünf Schränken.
16:30 – Mein Mann schickt mich in die Zwangsdusche wegen dem echt dreckigem Keller und der Angst vor irgndwelchen Schimmelsporen. Ich bin gehorsam.
16:45 – Internet. Das und jenes und selles. Derweil immer mal wieder durch die Wohnung, die nun deutliche Tendenzen der Auflösung zeigt.
18:00 – Abendessen: Linsensuppe
18:51 – Straßenbahn
19:01 – Erstes Glas Wein mit V. Wir sitzen in der Kneipe am Fenster. Ist mir recht. Denn so kann jede/r sehen, welch schöne Frau mit mir ausgeht! Ha, ich liebe diese ungläubig-neidischen Blicke.
22:10 – Wieder zu Hause. Hosen aus. Feierabend. Morgen ist auch noch ein Tag. Und bis dahin: House of Cards.

WSMDEGT 11/16

Wie schon auch letzten Monat fragt Frau Brüllen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag.

0:00 – Die letzten beiden Tage waren sehr anstrengend, dennoch süffel ich lieber noch an einem Wein rum und zappe so durch die Sender.
1:35 – Doch mal schlafen gehen.
9:50 – Der Blick aus dem Fenster verrät: Heute bleibe ich zu Hause. Quäle mich aus dem Bett, sizte in einer schicken Unterhose beim Frühstück und gönne mir ein Brot.
10:55 – Ist doch etwas kühl, also ein paar Wohlfühlklamotten über, als ich aus dem Bad komme.
10:59 – Die Tageslektüre die letzten Tage vernachlässigt, also hole ich nach und lese ein paar Sonette mehr von Shakespeare und auch ein paar Seiten mehr in der Marx-Biogrpahie von Neffe. Davor kurz Internet checken und eine Einladung zu einem Geburtstag annehmen (der etwas schräg werden wird).
12:53 – Eigentlich wollte ich nur was nachschauen, aber dann räume ich etwas die Festplatten auf und mache doppelte Datensicherung, während ich Musik höre. Zwischenzeitlich linze ich immer mal wieder bei Tumblr rein.
14:50 – Klassische Uhrzeit für einen Nachmittagsschlaf, der aktiv beginnt.
16:15 – Ostfriesentee und Lektüre von „Der große Rote Sohn“ von David Forster Wallce – enttäuschend.
17:39 – Der Sonntagabend wird eingeläutet, will heißen, wir bereiten mal langsam das Abendessen vor und süffeln an einem Glas Tuntenbrause rum.
18:20 – Rösti, Lachs, Salat und Tuntenbrause, dazu „Bericht aus Berlin“, „Lindenstraße“ und „Weltspiegel“.
18:45 – Der wöchentliche Anruf meiner Mutter.
20:15 – Sonntagsritual.
22:55 – Überraschenderweise schon im Bett – aber lesend.

WSMDEGT 10/16

Wie schon auch letzten Monat fragt Frau Brüllen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag.

00:45 – Doch noch eine Mail an U., der ich wohl etwas hart über den Mund fuhr, als sie schon wieder mit ihrem Thema begann, was im Grunde schon seit zwei Jahren geklärt ist. Aber die Nerven lagen da schon blank.
01:30 – Doch mal ins Bett.
06:48 – Beim Aufwachen das Gefühl, es könnte Schnee liegen. Es regnet aber ’nur‘.
06:51 – Das Bad ist kalt:
06:59 – Warum steh‘  ich eigentlich nicht auf frisches Brot, wie all die anderen?
07:18 – Immerhin heute mal pünktlich an der Straßenbahn.
07:36 – Arbeitstrott – es gibt sogar etwas zu tun.
09:35 – Die Sekretärin will wissen, warum ich so „voll Scheiße“ aussehe. Ich spare mir die Erklärung.
09:37 – Die Sekretärin bittet mich in der Personalabteilung anzurufen, ich hätte mich vergessen einzustempeln.
09:39 – Mein Mann ruft an und sagt nur: „Ham wa“.
10:30 – Es ist definitiv – fertig wird heute nix, weil dauernd …
10:55 – Straßenbahn schon zurück, denn …
11:17 – …soll T. mit dem Zug ankommen.
11:33 – rollt dann der Zug mit „5 Minuten Verspätung“ ein.
11:50 – Reden, Tee trinken, Pfannekuchen machen, Pilze machen
12:15 – Kommunikatives Mittagessen
12:50 – Rückzug hinter den Computer. Eine ‚Kategorie‘ ist eine ‚Kategorie‘ die eine ‚Seite‘ ist – bei ihr. Bei WordPress gelingen ihr Sachen, die ich noch nie gesehen habe – keiner kann sie aber (er)klären. Leise Zweifel, ob sie überhaupt etwas von mir lernt.
15:50 – Zeit für ein Spaziergang, doch vorher kurz Zugzeiten checken. Der, mit dem sie fahren wollte fällt aus, entweder jetzt oder erst in drei Stunden mit unsicherer Prognose. Da die Kinder ‚warten‘ …
16:27 – Wir holen ein paar wenige Küsse nach … und jede/r denkt vermutlich so ihren / seinen Teil. Die Gemengenlage ist aber auch etwas appart.
16:37 – Der Zug ist auf die Minute püntklich und weitgehend leer.
16:45 – Kurz auf der Post. Päckchen holen. Nächste Whiskey-Lieferung die mir –  wie sollte es anders heute sein – T. geschenkt hat.
16:55 – Kurz Mails etc. checken
17:10 – Tageslektüre: 3 Seiten „Die besten deutschen Gedichte“ und 10 Seiten Jürgen Neffe: „Marx, der Unvollendete“.
18:00 – Auf die Minute Abendessen, mein Mann muss noch weg, ich später ja auch. Bis dahin schimmel ich echt ne Runde ab.
19:39 – Wieder auf der Straßenbahn
19:55 – Längere Übergabe, da ich I. lange nicht gesehen habe und wir uns, obwohl wir uns kaum kennen, sehr, sehr mögen.
20:10 – Scheint ruhig zu beginnen. Aber das schien dann nur so.
23:00 – Die Ablöse ist pünktlich. Und da G. gestern auch dabei war, will sie mir gestehen, wie schrecklich sie den Abend fand. Wir kommen in einen kleinen, für mich überraschend gleichmeinenden, Austausch und entwicklen zwei Ideen, von der die eine ich wohl morgen gleich auf den Weg bringen werde. Daher erst …
23:35 – … zu Hause. Mein Mann ist überraschend noch wach, eins kann ich noch loswerden.
23:55 – Wein und TV – ich werd‘ sicher noch eine Stunde brauchen – aber der Ersatzsohn T. kommt morgen sicher nicht vor, da reicht es dann mal für einen Mittagsschlaf.

 

WMDEDGT 9/17

Wie jeden Monat: Frau Brüllen fragt und ich mache wieder mit.

6:42 – Der Wecker klingelt. Soll er – ich höre ihn aber nicht.
6:59 – Mein Mann fragt höflich nach, ob ich vorhabe zu verschlafen. Nein.
7:00 – Verschiedene Parallelisierungsaktionen im Bad.
7:18 – Mit einer halben Tasse Tee im Bauch stehe ich an der Straßenbahnhaltestelle.
7:38 – Ich sitze am Schreibtisch und schaue auf das leere Mailpostfach. Ergo: Nichts zu tun. In ein Excelmanuskript deponiere ich meinen E-Reader und verbringe den Morgen mit Ausflüge in mir noch unbekannten Weiten von Excel und lese Adrian McKinty ersten Roman „Der sichere Tod“ zu Ende.
12:12 – Fluche ich leise auf meinem Mann, der sich nach wie vor gegen eine Mikrowelle sträubt. Dabei wäre das Aufwärmen des Auflaufes mit so einer Maschine schneller, günstiger und im Ergebnis auch heißer, als mit dem ollen Backofen. Der Zeitungsträger war heute so nett und brachte auch noch die NZZ mit – was lieb‘ ich sie.
12:55 – Ein kurzer Mittagsschlaf ist angesagt, ich stelle meinen Wecker auf 20 Minuten.
14:55 – Ich wache auf!
15:05 – Meine tägliche freiwillige Pflichtlektüre. Mit „Das Trinkgelage“ von Platon werde ich fertig, dann noch elf Seiten in der Papstgeschichte „Pontifex“ von Volker Reinhardt. Dazu Tee und Schokolade.
16:00 – Etwas unschlüssig, dann beginne ich doch meine Kurzbesprechungen zu den von mir gelesenen Büchern zu schreiben. Immerhin, auch die 1.000ste schreibe ich heute, ein bisschen Stolz. Die 1.001ste handelt dann vom neuen John Grisham („Das Original“), was ich dann mal kurz für mich in den Boden stampfe. Ich schreibe: „Das ist einfach: Schwach, schwach, schwach. Langweilig, langweilig, langweilig. Durchschaubar, durchschaubar. Ohne jede Spannung, klischeehafte Figuren. Dazu fehlt es an psychologischem Verständnis und Logik. Kurz: Schwach, schwach, schwach – ein einziges Ärgernis und reine Zeitverschwendung.“ (Und das ist jetzt eher nett und wohlwollend beschrieben – normalerweise sind meine Besprechungen auch a) länger und b) persönlicher.)
17:13 – So dies und das. Nackte Männer gucken, Mails gucken, noch’n Tee trinken, SMS gucken, in die Luft gucken …
17:45 – „Das bisschen Küche …“ – immerhin die Brote für morgen schon mal schmieren, wenn ich nachher um kurz nach 23 Uhr heim komme, werde ich keine Lust haben und morgens ist mir jede Minute für Tee und Zeitung wichtig.
18:15 – In der Zwischenzeit ist der Mann auch mal zu Hause, wir essen das Aufgewärmte von Gestern, gucken etwas fern, unterhalten uns und prosten uns mit (alkoholfreiem) Bier zu. Später Nachrichten.
19:20 – Mache mich die gut vier Kilometer zu Fuß auf, um pünktlich zu Verein 1 zu kommen.
19:55 – Kurze Dienstübergabe
23:03 – Der Bus ist pünktlich
23:20 – Etwas abschimmeln, das Un(ter)bewußte braucht noch ne Stunde, bis es mich ins Bett gehen lässt.

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