Durch die Zeit

Kategorie: 5. d.M.

WMDEDGT 12/19 – # 508-512

Wie an jedem 5ten. Alles weitere hier.

Um 4:01 bin ich das xte Mal schon wach und schau das erste Mal auf die Uhr. Eine Stunde später ist es aber trotzdem erst 4:15. Und so quäle ich mich bis 5:29, dann penne ich für 28 Minuten weg, denn um 5:58 geht der Wecker los. Küche – Bad – Küche – Zimmer – Küche – Bad – Küche – Straße, trotz genauer Planung verpasse ich um 6:27 den Bus und nehme dann halt 6:30 die Straßenbahn. Komischerweise kann ich mich dennoch schon um 6:45 einstechen. Schleppe die fünf Bilderrahmen für mein Büro in den dritten Stock, Koche Tee, mache den Rechner an, lese erstmal Zeitung, bis ich unsere Adressdatenbank etwas aufräume. Immerhin stehen jetzt Nachnamen unter Nachnamen. Ein Anfang ist gemacht. Der Hausmeister bring überraschend schnell Hammer und Nägel vorbei und ich haue nach dem Prinzip „Pi mal Daumen“ Nägel in die Wand. Keine zehn Minuten hängen die fünf Fotos aus Kario (siehe unten). 10:45 die erste Mail, dass die ersten Würste fertig werden, doch bin halte noch tapfer bis 11:50 durch. Runter in den Hof, der Personalrat hat zum Grillen eingeladen. Arschkalt, aber ne schöne halbe Stunde. Bisschen noch durchs Haus, bisschen noch Pseudoarbeiten, dann verlasse ich die Wirkungsstätte um 15:40, erwirsche gleich eine passende Straßenbahn und lasse mich zehn Minuten später auf das Abtenteuer ein, ob ich bis zur nächsten Straßenbahn alles auf den 100 Metern besorgen kann, was ich will: 6 Flaschen Wein, 1 Flasche Grappa (mit Beratung) (Laden 1), Brot (Laden 2), total verschimmelter Ziegenkäse und für mich weglaufender Camembert (mit Beratung) (Laden 3). Um 16:02 an der Haltestelle muss ich drei Minuten auf die nächste Bahn warten. 16:15 dann mal zu Hause und als erstes alles ausziehen und die Wohlfühlklamotten. Alles im Rahmen der Selbstfürsorge. Rest der Tageslektüre (Hegel-Biographie von Vieweg, hatte mir echt mehr versprochen) und Kleinigkeiten am Computer. 17:30 kommt der Mann überraschend früh nach Hause, stellt sich gleich in die Küche und brät Frühlingsrollen, die es dann um 18:10 gibt, er muss noch in Sport, ich haue mich dagegen mit den ersten Seiten Thukydides in die Badewanne. 20:36, das große Zappen beginnt, bis der Mann wieder da ist, dann herrscht strenges Fernsehregiment. 21:10, der Mann ist zurück und schaltet um, ich sitze aber derweil hinterm Rechner, ganz vergessen, dass ich ja noch für Verein 1 … dann zurück zu Mann und Glotze, 21:15 machen wir mal den Grappa auf, den ich heute mitgebracht habe und verkosten ihn mit einem anderen der nur 1/3 gekostet hat. Den billigeren beschreiben wir nach mehrfachen riechen und probieren als leinölig-nussig, der teure kommt dann auf erdbeer-vanille – wenn ich das so lese, würde ich beide nicht trinken wollen, aber der teure ist deutlich besser, runder und harmonischer, ohne dass er Schärfe vermissen lässt.

Wird fortgesetzt.

 

WMDEDGT 11/19

Wie an jedem 5ten. Alles weitere hier.

Um 3:58 bin ich das erste Mal wach und quäle mich bis 6:00 im Bett rum. 6:27 bin ich auf dem Bus, der nicht kommt, also Straßenbahn. 6:45 im Job und dann nach mehreren Versuchen kapiert, dass ich die neue Uhr zwar am Computer laden kann, aber schon den richtigen Stecker nehmen sollte. Ab 8:15, bis dahin Zeitung und so, Verschiedenes. Nichts dringliches, aber irgendwann sollte es gemacht sein. Entschluss eine dicke Broschüre komplett nachzubauen. 11:20 die allzweijährliche Augenuntersuchung mit dem Ergebnis, dass meine Augen schlechter geworden sind – als hätte ich das nicht schon längst selbst gemerkt. So schleppt sich das unspektakulär bis 15:35, sprinte ich zur Straßenbahn. 16:00 zu Hause, kurzer Plausch mit der Schwester, die zu Besuch ist, dann notwendiger Mittagsschlaf. 17:00 netflix mit „Haus des Geldes“ als Unterhaltungsprogramm. 17:21 S. ruft an, er hat mir bei einem bekannten Optiker für morgen einen Termin gemacht, obwohl man da keine Termine macht. Pünktlich 18:00, da mein Magen in den Knien hängt, Abendessen: Kohlrouladen. 18:50 los zur Leserunde, die mit Verspätung um 19:20 Uhr beginnt. Aber der neue Delius („Wenn die Chinesen Rügen kaufen“) ist zwar ne nette Erinnerung, aber hat literarisch kaum was auf die Brust. Dennoch, lebhafte Diskussion. H. kommt dann auch noch mit ihren paarundsiebzig. 22:00 ist dann endlich Schluss mit dem Gerede. Zuhause noch ein bisschen Anstalt, dann aber um 23:05 endlich ins Bett.

(Wird fortgesetzt.)

WMDEDGT 10/19

Wie an jedem 5ten. Alles weitere hier.

Wie in letzter Zeit, so gegen 4:00 bin ich das erste Mal wach und ein Gedanke rumort, bis ich freiwillig – es ist Samstag wohlgemerkt! – kurz nach 7:00 aufstehe. Katzenwäsche reicht, ich bin alleine zu Hause, Gäste sind auch nicht zu erwarten. Kurz einen Tee und mit der Straßenbahn zu dem, was man hier ‚Markt‘ nennt. Kalbsschnitzel für morgen gekauft, etwas Aufschnitt, etwas Gemüse (auch für morgen) … und, weil ich ja so früh schon unterwegs war, als Belohnung einen Kaffee und ein Gehacktes-Brötchen. Zurück geht es über Supermarkt 1 zur Bank zur Apotheke zu Supermarkt 2. Der Versuch, spontan einen Friseurtermin zu bekommen, scheitert zweimal kläglich. Und als dann das Geschirr abgewaschen ist, ist es 11:30. Raus aus den Klamotten und rein in den Lapperlook. Computer rumgemache und über eine Suchanfrage lande ich dauernd bei irgendwelchen Pornos – nun gut, man ist ja nicht prüde. 12:15 Scheiben von meinem Lieblingsbrot mit Fleischsalat, dann einen komatösen Mittagsschlaf bis genau 13:58. Das Hörspiel ab 14:00 höre ich dann doch noch etwas rein, während ich ganz spontan ein paar klasse Bilder von 2013 bearbeite – die ich aber wohl nie zeigen werden dürfen, denn die Dame möchte mit ihrem und meinen nackten erregten Körper nicht gezeigt werden wollen. 15:00 nach zwei Tage Pause mal wieder Tageslektüre, jetzt nur noch 350 Seiten, dann bin ich mit der 2.000-seitigen NS-Geschichte durch. Langsam sollte ich mir Überlegungen machen, was danach kommt – Thukydides (allein schon deswegen, weil ich den Namen auswendig kann?)? Kurz vor 16:00 noch einen Tee und dann bastel ich mir eine Bolo ganz nach meinem Geschmack zusammen. 17:30 versuche ich J. zu erreichen, der ich was aus der Apotheke habe was mitbringen soll, sie meldet sich dann aber erst kurz vor 18:00. Kurz rübergelaufen, kurz gesnackt, dann aber wieder zu mir, falsch in den Schrank gegriffen und Linguine gekocht, statt Spaghetti – ging aber auch. Dazu Prosecco. Seit dem süffelnd auf dem Sofa, die Fernbedienung glüht, denn ich bin alleine zu Hause und kann all das anschauen, was sonst nicht oder nur unter lautestem Protest möglich ist.

WMDEDGT 9/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat. Na dann:

6:00 – Der Wecker und so … ist alles aus den letzten Beiträgen bekannt, da ändert sich gerade nicht viel.
6:25 – schon auf dem Rad
6:38 – macht es Pling an der Stechuhr
6:44 – Büro aufschließen, Tee kochen, Rechner hoch fahren, es genießen, dass ich ein eigenes Zimmer habe, Mails checken (es gibt sogar welche), dann den einen Flyer fertigmachen (nur noch eine Kleinigkeit) und ausdrucken (das  dauert!). Und so geht es den ganzen Vormittag. Mal das, mal jenes – alles irgendwie neu und ich frage B. Löcher in den Bauch.
12:10 – Ich muss mich richtig für  eine Mittagspause unterbrechen und ziehe mir ein paar Tramezzinis rein, die ich eigentlich zusammen mit Rolli-A. essen wollte. Aber da ihre Assistenz krank geworden ist, kann sie nicht zur Arbeit kommen und musste sich selber ‚krank‘ melden.
12:25 – Das eine Excel-Problem lässt mich nicht los, also wird weiter gemacht. Zufällig lösche ich dann noch eine Datei, darf sie komplett neu machen und lösche darauf hin eine zweite. So kann man sich auch Arbeit machen. Nur noch Kleinigkeiten, also nehme ich mir mals das Indesign-Handbuch vor, denn ich bin zwar firm aber noch lange nicht fitt.
16:14 – Echt? Schon? Zeit vergessen. Mal nach Hause.
16:35 – Lokalzeitung lesen. Freunde von uns sind im Urlaub und haben sie umgeleitet. Sie ist das Papier nicht wert, auf das sie gedruckt wird … aber was war ich als Student stolz, dass ich dafür Kulturkritiken schreiben durfte und mir damit z.T. meinen Lebensunterhalt bestritt.
16:55 – Tageslektüre (immer noch 3. Reich, jetzt aber 3. Band). Mir fallen aber nach ein paar Seiten die Augen zu  also …
17:14 – Kurznickerchen mit Marcel Proust auf den Ohren
17:31 – Bisschen Computer, aber lustlos. Hab‘ da gerade keinen richtigen Zug dahin.
18:04 – Mal ganz langsam Richtung Küche. Feierabendbier (alkfrei), Fleischbrühe (echte, wenn auch aus der Tiefkühle), Suppennudeln – was braucht man für ein Festessen mehr?
18:33 – Festmahl mit Fernsehen. Da der Mann nicht zu Hause ist, darf’s für Minuten auch dann mal die Privaten sein.
19:45 – Das Vorabendprogramm ödet mal wieder ohne Ende, aber so richtig viel Power habe ich nicht mehr, dennoch:
19:50 – Glas Wein und weiter in der „Adlon-Verschwörung“ von Kerr.
21:10 – Der Mann kommt auch mal nach Hause und bringt die neue Schreibtischlampe mit. Wir schwätzen, schauen mit einem Auge noch einen Krimi, planen mit einem anderen Auge eine Wellness-Wochenende (oder was es dann auch immer werden wird).
22:00 – Mir quillt die Müdigkeit aus den Augen. Ich bin es halt nicht mehr gewohnt, acht Stunden zu arbeiten und acht Stunden auch etwas zu tun zu haben. Das wird nicht mehr lange dauern, dass ich mit ein paar Seiten Kerr im Bett liege und darüber einpenne.

WMDEDGT 8/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat. Na dann:

6:00 – Wecker und die morgendliche Routine sehr müde aber ohne Stress.
6:25 – Aufs nasse Fahrrad durch morgendliche Kühle mit Wind.
6:44 – Heute ist Job Nr. 2 dran und es gibt den Alltagskram lustlos zu bewältigen, alles weder besonders interessant noch besonders langweilig, kurz: Nix  bleibt als Erlebtes hängen.
15:34 – Aufs trockene Fahrrad durch die Sonne zurück.
16:00 – Nach einer Tasse Tee ein Nachmittagsschlafversuch von 25 Minunten – aber der Kopf will keine Ruhe geben und plant ein wichtiges Gespräch nächste Woche voraus.
16:30 – Am Rechner. Blog, flickr, instagram, eine neue Photoseite bis mir einfällt, ich sollte ja noch etwas für Verein 1 tun. Also tue ichs.
17:20 – Entdecke eine Mail von einer der beiden Personen, die ich am Samstag vor der Kamera hatte. So wie er sich in seinen zwei Blogs darstellt, scheinen Zwanghaftigkeit und eine leichte Verschrobenheit ihm eigen zu sein. Aber er will gerne wieder vor die Kamera.
17:55 – Die Küche ruft: Salate und ein paar Streifen Putenbrust soll es heute sein.
18:15 – Abendessen mit Quiz
19:00 – Am Computer ohne Ziel und mit ohne Verstand, die Zeit verfliegt und nichts ist getan.
20.45 – Geselle mich zu meinem Mann ins Wohnzimmer, schauen irgendwas im TV und ich halte mich tapfer an meinem Glas alkoholfreiem Bier fest.
22:15 – Mache mir noch Bergtee und gehe ins Bett, auch wenn ich weiß: Das mit dem Schlafen wird heut nix.

WMDEDGT 7/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat. Na dann.

6:55 – Der Wecker klingelt 55 Minuten später als sonst, aber das Aufstehen macht es dennoch nicht angenehmer.
6:59 – Die Kollegin meldet sich krank, ob ich nicht schnell noch ihre beiden Termine mitübernehmen könnte – nein, kann ich nicht, bin ja am Vormittag nicht im Büro.
7:07 – Nach Bad in der Küche, vom Restbrot eine Stulle schmieren, Tee trinken, Zeitung lesen.
7:25 – Anziehen muss halt sein.
7:30 – Ich mache mich mal los. Es sind zwar nur 70 Kilometer, aber die über Landstraße.
8:15 – Ich habe gut daran getan, die Strecke ist zwar wunderschön, aber egal welchen LKW ich überhole, 500 Meter weiter fährt der nächste.
8:55 – Pünktlich beim Kunden.
9:40 – Und wieder zurück. (Zwischendrin halte ich – unerlaubterweise – bei einem Metzger und hole mir zwei Stracke für den Urlaub.)
11:15 – Im Büro. Mit ist richtig schwindlig von dieser absolut öden und nervtötenden Autofahrerei.
11:35 – Die große Langeweile beginnt. Es gibt nix zu tun und neue Termine zu vereinbaren ist gerade hirnlos, da ich nur noch Montag da bin und da keine Termine frei sind. Und für nach dem 1. August ist es gerade auch etwas hirnlos. Also etwas russische Geschichte.
15:00 – Taktisch wechsel ich den Job, um im anderen noch etwas zu arbeiten.
15:55 – Es reicht für heute.
16:10 – OK, mit dem Auto bin ich wirklich etwas schneller zu Hause – aber dafür muss ich Parkplatz suchen, nicht meine Stärke.
16:20 – So rumchillen.
16:40 – So rumnachmittagsschlafen
17:30 – Tageslektüre auf dem Balkon
18:15 – Ein einfaches Abendessen vor dem Fernseher. Merke, dass ich einfach im Kopf arg müde bin …  und bleibe vor dem Fernseher einfach hängen. Versuche noch ein Nickerchen hinzubekommen in Hinsicht auf später, aber das will sich dann leider doch nicht einstellen.
22:15 – langsam mal die Sachen für die Nacht packen, um 22:30 muss ich (in aller Ruhe) los und dann beginnt um 23 Uhr der zweite ‚Arbeitstag‘ heute.

WMDEDGT 6/19 (Kurzversion)

7:30 – aufgestanden, bad, tee, mal was angezogen
8:05 – aufs Rad
8:20 – plötzliches ende des radwegs, eine brücke ist abgerissen worden, ich muss umwege fahren
8:40 – wenigstens noch 20 minuten für kaffee und brötchen
9:00 – beginn der prüferschulung
14:00 – ende der prüferschulung, dazwischen die nachricht, dass mein computer beim computerfritzen durch meinen mann eingeliefert worden ist
14:30 – schweißnass beim computerfritzen, es wird jetzt nur die festplatte mal ausgetauscht
14:50 – kurz nach hause, raus aus dem klamotten, brot schmieren, balkon sitzen, tee trinken, duschen
16:00 – therapie
17:45 – mit dem rad auf die straßenbahn
18:00 – vorstandsitzung verein 1
20:30 – endlich zu hause, raus aus den klamotten, wein, schnitzel, brot, senf, internet, blog schreiben, protokoll vorstandsitzung schreiben
22:20 – noch ein glas wein und bald mal ins bett, morgen und übermorgen prüfungen abnehmen und arbeiten und sommerfest verein 1 …

WMDEDGT 5/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat. Na dann.

1:40 – Dann gehe ich doch auch mal ins Bett.
9:45 – Was? Jetzt schon aufstehen?
10:00 – Leicht verkatert und halbnackt stehe ich in der Küche und bin überrascht, dass mein Mann und E. schon munter am schwätzen sind. Kommt für mich nicht in Frage.
10:22 – Ich bin aber in der Lage Toast zu machen und Eier zu kochen.
10:55 – Der Abwasch steht an, siehe hier. Ich frage mich kurz, ob mein nackter Arsch eigentlich eine Zumutung für E. darstellt. Entschließe mich dann aber dagegen, denn a) kennt er ihn schon seit Jahre und b) ist er nach wie vor Manns genug, was zu sagen, sollte es ihn stören.
12:05 – E. und ich haben spontan entschieden, einen größeren Spaziergang zu machen und fahren dafür mit seinem Auto 8,9 Kilometer zum Ausgangspunkt.
12:25 – Ich laufe die Strecke nun zum 3. Mal, finde sie aber nach wie vor arg reizvoll. Wundere mich, dass sie mir das letzte mal so schwer gefallen ist, aber am Ende merke ich doch die Kilometer in den Beinen. Aber war einfach ein schöner Weg zusammen mit E.
16:30 – Wir schlagen in einem Schnellrestaurant auf, der Hunger ist zu groß nach 15, 16 oder 17 Kilometern. Das Handy hat schlapp gemacht, daher keine genauen Kilometerangaben.
16:35 – Wir wundern uns über den neumodischen Bestellvorgang – Rationalisierung ist scheinbar alles. Kapitalismus pur in bunte Farben – und alle machen mit.
17:00 – Zu Hause steht ein Sofa. Gut ist das.
17:45 – E. macht sich wieder ab.
17:47 – So ein Sofa ist einfach schön und gut. Ich gucke, wie jeden Sonntag, das volle Programm im ersten ab „Bericht aus Berlin“.
19:15 – Mein Mann hat heldenhaft alleine gekocht: Paniertes Schnitzel, Spargel, Kartoffeln und die weltbeste Sauce Hollondaise.
19:45 – Der wöchentliche Mutternanruf.
20:15 – Tatort.
20:22 – Irgendwie interessiert mich nicht der Tatort. Also blogge ich und suche im Netz nach allen Dingen, die ich eh nicht brauche. Zuvor aber doch wieder die Hosen aus, ist mir jetzt dann doch warum genung (und da flimmert der Tatortkommisar über die Scheibe – nackt am heimischen Schreibtisch).
21:12 – Aber über ZVAB bestelle ich zwei Bücher zu Hermann Broch, den wir ja als nächstes (um genau zu sein: „Tod des Vergils“) im Lesekreis lesen. Gesamtkostenpunkt nebst Porto: 9,80 Euro. Seinen Briefwechsel mit seinem väterlichen Freund über seine vielfachen Liebesbeziehungen (der Titel des Bandes lautet „Frauengeschichten“) lege ich mal auf meine Wunschliste.
21:45 – Ich grabe meine Magisterarbeit aus. Die ist jetzt 25 Jahre alt und beschäftigt sich mit dem Symbolbegriff bei Hermann Broch. Ich lese in das zweite, sehr theoretische Kapitel rein – und verstehe eher wenig. Aber im Hinterkopf dämmert was. Ich muss zugeben, die Schreibe ist echt nicht schlecht.
22:02 – Und wenn ich schon am Geld ausgeben bin, ersetze ich mein über viele Jahre geliebte Satin-Boxershorts, die jetzt nur noch aus Fetzen besteht, durch eine neue und haue nochmals 3,99 Euro raus. Jetzt aber Schluss!
22:12 – Ich rechne nach, wann ich theoretisch zur Arbeit muss und bin erstaunt, dass ich eigentlich erst um 13 Uhr da aufschlagen müsste, weil es morgen länger geht, da ich um 18 Uhr 120 km entfernt eine Präsentation (von 20 Minuten) halten darf / muss / soll / kann.
22:14 – Also noch ein Glas Wein auf S., die heute Geburtstag hat, denn ich werde morgen statt um 6 eineinhalb Stunden später aufstehen.

WMDEDGT 4/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat.

5:58 – Der Wecker klingelt jetzt immer zwei Minuten früher. So wache ich nicht mit den ersten Nachrichtenschlagzeilen auf, sondern mit ein paar harmonischen Schlussakkorden, die das Nachtprogramm noch sendet.
6:01 – Tee aufsetzen in der dunklen Küche. War es nicht schon mal hell gewesen? Habe ich schon erwähnt, dass ich diese Zeitumstellung zutiefst hasse (mal abgesehen davon, dass sie vollkommen sinnentleert ist)?
6:02 – Im Bad ist es erst kalt, dann nass, dann trocken.
6:12 – Im T-Shirt Brot schmieren, Tee trinken, Zeitung lesen, Tabletten lutschen.
6:28 – Klamotten anziehen, Schuhe anziehen, Jacke anziehen, zur Straßenbahn gehen – und um wider zu Erwarten doch noch die 1 zu bekommen.
6:48 – Eingestempelt in ‚Abteilung neu‘.
9:00 – Meine ersten Abteilungssitzung in ‚Abteilung neu‘. Es sind 15 Leute die da sitzen, wir brauchen 55 Minuten.
10:00 – Ich stoße, nach dem ich mich umgestempelt habe, zur Sitzung der ‚Abteilung alt‘ zu, die schon vor einer halben Stunde begonnen hat. Hier sitzen 14 Leute und wir brauchen bis …
12:00 – … endlich hat das selbstdarstellende, inhaltsleere Gelabere immer derselben Wichtigtuer ein Ende.
12:05 – Da zu wenig Brot zu Hause gewesen war gibt es Nudeln mit Hühnchenfleisch beim glutenfreien Chinesen.
12:36 – Ich stemple mich wieder in ‚Abteilung neu‘ ein und tue so, als würde ich etwas tun – sieht aber niemand, ich bin alleine im Großraumbüro.
15:32 – Ich fahre nach Hause.
16:15 – Bevor Rolli-A. kommt, gönne ich mir noch eine Mütze Schlaf, dringend notwendig.
17:00 – Warten auf Rolli-A.
17:15 – Sie wird angefahren und wir tragen sie zu dritt in ihrem Liegerollstuhl zu uns hoch.
17:30 – nach kurzer Wohnungsbesichtigung parke ich sie in der Küche, mein Mann und ich kochen Geschnezeltes mit Reis und grünem Spargel, wir süffeln Prosecco und checken ab, was in den letzten beiden Jahren so war. Ihr Belastbarkeit hat aufgrund ihrer schweren Behinderung eben Grenzen und mir war klar geworden, dass während der Ausbildung wenig Kräfte zur Verfügung standen. Um so mehr freut es mich / uns, dass sie mal wieder da ist.
18:15 – Essen ist fertig. Parke Rolli-A. erst falsch am Tisch, aber da sie nicht auf dem Mund gefallen ist … Ohne groß zu überlegen oder auch nachzufragen bekommt sie zwar ihren eigenen Teller (auf einem Stöfchen, sie braucht etwas länger beim Essen und wir sehen nicht ein, dass es kalt werden muss) aber das Besteck wechsel ich nicht, wenn ich ihr in Mini-Happen das Essen gebe. Und mich freut es sehr, als sie nach ein paar Bissen bzw. Bisschen bemerkt: „Schön, dass wir wieder vom gleichen Besteck essen“.
20:15 – Nach zwei Stunden ist sie satt. Soviel hat sie bei uns noch nie gegessen. Ich bin etwas stolz auf mich, dass ich beim Essen geben nicht einmal meinen Mund aufgemacht habe, was ich sonst gern getan habe.
21:00 – Da lag doch was auf ihrem Herzen … jetzt wissen wir es … und konnten wohl gut was dazu sagen.
21:33 – Der Stiefvater holt sie wieder ab, wir tragen sie runter, rollen sie zum Bus, sie bekommt, wie immer, zum Abschied einen Kuss – egal, dass der Vater das aus religösen Gründen nicht gerne sieht. Eh ein Wunder, dass er seine Stieftochter mal wieder für Stunden den verdammenswürdigen Schwulen überlassen hat.
21:45 – Abschimmeln. Einfach so. Mit ohne Hose. Mit Glas Wein. Mit einer handvoll Erdnussflips. Mit Fernsehen.

WMDEDGT 3/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat.

6:01 – Mein Wecker war auch schon mal pünktlicher. Dennoch: Aufstehen | 6:05 – Allmorgendliche Badroutine | 6:15 – In der Küche Tee aufgießen und der Entschluss, doch was anzuziehen | 6:18 – Zeitung laden, Brote schmieren, Tee trinken, Zeitung lesen | 6:29 – Schuhe anziehen und auf die Straßenbahn | 6:54 – Piep | 7:05 – Nicht wie sonst Zeitung lesen, sondern Vorgänge bearbeiten, ausnahmsweise gibt es ausreichend zu tun. Dazwischen ein „Meeting“ zum „Networken“, anschließend weiter an einer umfangreichen Geheimbewertung für den Chef arbeiten und dazwischen noch das Sekretariat vertreten | 15:55 – Mir reicht’s. Mache mich auf dem Heimweg | 16:30 – aber erst noch das ein oder andere einkaufen | 16:55 – Schlafen? Nein, Tageslektüre und anschließend Korrekturen für eine Freundin. Ich bin ernsthaft am Überlegenen Honorar zu nehmen, denn das ganze Drama dieser Texte im Umfang von vier Seiten dauert bis | 18:30 – dann Salat richten fürs Abendessen und bis | 19:30 warten, bis der Mann nach Hause kommt | 19:35 – Abendessen, also Salat mit Ei und Schinken und Thunfisch | 20:01 – Mail der Freundin, ob ich nicht noch schnell auch noch den Text … | 21:15 – Textkorrektur fertig – dafür jetzt Telefon, noch ein bisschen Beratung | 21:35 – Scheißdrauf: Ouzo! |

Irgendwas ist ja immer....

Lustige und vielleicht nicht so lustige Geschichten aus dem Leben

heat'n'eat

The way I cook/Wie ich koche

jakobsweg ohne geld

Psychogramm eines Suchenden

AnneInsideOffice

Anne berichtet über Ihre Erfahrungen in den Büros der Schweizerischen Finanzdienstleister. Ebenso lässt sie euch an ihrem bunten Leben teilnehmen.

MARCEL STUDIES ABROAD

Mein Semester in Korea

Meine geliebte Narzisstin

Eine wahre Geschichte

Natürlich nackt

Nude Art und Aktfotografie mit kurzen Essays

Wildgans's Weblog

Lese- und Lebensdinge

wirbelwind68

ich lebe intensiv und reflektiert

PROLLblog

Schluss mit sachlich!

sigurd6

Ich vertrete eine Meinung, die nicht immer die der Mehrheit sein muss. Sollte meine Meinung mit anderen übereinstimmen ist es auch gut. Ich blogge zum Spaß und nicht um die Welt zu verändern.

The little unsaid....

Ein Blog, der niemals einer sein wollte...

m1ndfuckblog

Dies ist (m)ein Ort für Kopfkino. Erotische Gedanken und Reflektionen.

Das Scharlachrote K

... und der Zirkus drum herum