Durch die Zeit

Kategorie: 5. d.M.

WMDEDGT 10/18

Wie so gut wie jeden Monat mache ich bei Fau Brüllen mit.

3:00 – Ich in also nicht alleine um die Uhrzeit wach. Aber im Gegensatz zu X. greife ich nicht zu einem Buch, sondern spiele Walzmaschine, wobei ich irgendwann dann wohl doch wieder einschlafe.
8:00 – Das Tablet klingelt und mir dämmert, dass ich ja gar nicht zu Hause bin.
8:07 – Kindergeschrei. Das kann nur H. sein. Also doch auch mal aufstehen.
8:25 – am Tisch mit B., I. und der einjährigen H. Frühstück mit Kaffee und Brötchen, dazu Themen von Suizidalität, Angsterkrankung, Urlaubszielen, Kindererinnerungen … am Schluß sitzen B. und ich noch kurz vor dem Computer und hauen uns gegenseitig eins auf die Mütze.
11:30 – B. bringt mit zum 30 km entfernten Bahnhof, wo wir früh ankommen und weiter klönen kommen.
12:30 – Die Bahn machts hin und wieder doch möglich: Pünktliche Abfahrt – aber was will das schon bedeuten?
15:01 – Diesmal erstaunlich viel, ich komme sogar pünktlich wieder an. Im Zug beim Rausschauen und Nachdenken mir dann aufgefallen, dass ich meinen Vornamen in den letzten 24 Stunden so oft gehört habe, wie sonst in einem Monat wohl nicht. Liegt einfach daran, das B. und ich den gleichen haben und seine Frau ihn immer (!) mit Namen anspricht. Hat mich zwar auch immer hochschrecken lassen, aber aus ihrem Mund klingt er auch irgendwie richtig gut.
15:15 – Brot zwischen die Lippen, die Wahlbenachrichtigung ist für mich nun auch mal gekommen, Internet, etwas Seelenheil, Mails, Wäsche aufhängen, Bier in den Kühlschrank legen, Vorräte checken, Tee kochen, kurz telefonieren und jetzt die Überlegung: Noch was hinlegen oder nicht?
16:35 – Die Enscheidung ist für die Tageslektüre gefallen. Also schlage ich Seite 726 von „Über den Prozeß der Zivilisation“ von Norbert Elias auf.
16:45 – Mir fallen einfach die Augen zu, also doch ne Runde aufs Bett.
17:15 – Noch ein paar Seiten Elias und ein paar Seiten „Parzival“ von Eschenbach.
17:45 – Youtube gucken – was ist denn mit mir heute los?
18:30 – Doch mal Küche. Eigentlich hatte ich auf Youtube nurmal schnell gucken wollen, ob es noch Geheimtipps für Rösti gibt. Nein, gab es nicht.
19:15 – Niemand will anscheinend kommen, also mach ich mir einen selber.
19:15 – Es klingelt, E. stappft die Treppen hoch!
19:35 – Rösti mit Lachs, Meerrettich aus (2 x e, 2 x r, 2 x t) dem Glas und Salat.
20:00 – Nachrichten
20:15 – Wir suchen nach einem Film und verlieren uns in Diskussionen über Hilperts Hotel (also die Frage, ob, wenn man zwei Unendlichkeiten addierte, es zwei Unendlichkeiten sind oder doch nur eine) und über das Wesen von Primzahlen. (Habe ich schon mal erwähnt, dass, wenn E. und ich zusammen sind, schon mal was Ver-Rücktes passieren kann?).
21:10 – Mein Mann kommt nach Hause. Rösti will er nicht mehr, aber Salat.
21:30 – Die Frage, ob Primzahlen endlich sein können oder doch nicht schlägt jegliches TV-Program.
23:50 – Angesichts der letzten Nacht, angesichts der Nacht davor, angesichts der Nacht vor der Nacht davor, angesichts der Nacht vor der Nacht vor der Nacht davor, angesichts …. kurz: Ich versuch mal einfach pennen zu gehen.

WMDEDGT 09/18

Wie so gut wie jeden Monat mache ich bei Fau Brüllen mit.

5:59 – Der neue Radiowecker macht seine Arbeit.
6:04 – Badroutine, davor Teewasse aufsetzen.
6:15 – Küchenroutine, Brote schmieren, Tee schlürfen, Zeitung lesen.
6:35 – Auch mal anziehen.
6:40 – Auf dem Rad.
6:51 – So früh ist auf den Straßen echt nix los, ich kann mich ‚einstechen‘.
6:58 – Immerhin zeigt das Postfach drei zu bearbeitende Vorgänge. Also Tee kochen und in alle Ruhe Zeitung lesen.
8:00 – Innerhalb der nächsten halben Stunde kommt der Chef, also beginne ich mit meinen drei Vorgängen, damit er mich arbeiten sieht.
8:40 – Ab jetzt ‚fröhliches‘ Zeit vertreiben. Lese „Tausend Deutsche Diskotheken“ von Michel Decar fertig, was nach meiner neuen Bewertung dann gerade noch 4 Punkte bekommt. Letztendlich eine Fleißarbeit viele Discotheken deutscher Städte aufzulisten, dazwischen eine etwas arg einfach und einfallslose Story mit einem äußerst blassen Helden und einer locker-schnoddrigen Sprache, die einem, auch aufgrund der unnötigen Wiederholungen und Sprachbilder, nach gut 50 Seiten mir einfach nur noch auf die Nerven gegangen ist. Keine Ahnung, was der Rezensenzt so toll fand.
10:45 – Beim Arzt. Mit Herzklopfen.
11:45 – Jetzt hat er Zeit. Das mit meinem Blutdruck findet er nicht weiter besorgniserregend und muss auch nicht behandelt werden, gibt mir aber dennoch Tabletten mit, um mein Wohlbefinden zu steigern. Das andere findet er noch nicht besorgniserregend, will es aber beobachten, in vier Wochen soll ich wieder auf der Matte stehen.
12:40 – Als Mittagessen gibt es Fisch aus der Dose und Brot von vor Tagen, weil Handwerker im Haus sind und eine neue Sprechanlage installieren und ich daher mal auf einen Schnelleinkauf verzichte.
13:15 – Compterroutine.
13:45 – Ausführliche Tageslektüre: a) Norbert Elias: Prozess der Zivilisation, b) Wolfram von Eschenbach: Parzival
14:55 – Die Handwerker sind durch und ich hau mich aufs Ohr. Waren keine sechs Stunden heute Nacht (und die noch mies).
16:00 – Der Mann hat Tee gekocht – wir hauen auf die Kacke und essen ein Hanuta dazu (also jeder eins!).
16:30 – Computer. Präsentation der Haushaltsjahre 2017 (Abschluss) und 2018 (Planung) nochmal schnell durchgehen, um 18 Uhr ist Mitgliederversammlung von Verein 1 und als Schatzmeister bin ich da mit zwei TOPs vertreten (die niemand interessiert).
17:25 – Dann geh‘ ich mal los.
18:00 – Immerhin, wir fangen pünktlich an.
20:05 – Es hätte ja so gut werden können – aber bei TOP 5 kommt es zum Eklat, d.h., Eitelkeiten erobern die Szene.
21:00 – Eitelkeiten haben Ausdauer!
21:45 – Eine Kleingruppe findet sich dann doch noch auf einen Absacker.
23:00 – S. und ich bilden eine Kleingruppe, sie will wissen, was beim Arzt war.
24:00 – Es ist lange her, dass ich aus einer Kneipe vertrieben worden bin. Für ein Moment fühle ich mich jung. Wie gesagt, für einen Moment.
00:01 – Das ist nicht mehr heute.

 

WMDEDGT 8/18

Wie schon vorletzten Monat (im letzten war ich in Urlaub, mit ohne Internet), mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

7:35 – Es ist Sonntag! Warum sollte der Wecker auch nicht mal früh klingeln?
7:37 – Ich arbeite mich aus dem Wasserbett und bin erstaunt: Musklen fühlen sich alle soweit OK an.
7:45 – In der Küche E., der Kaffee kocht, ich nehme auch einen.
7:55 – E.’s Neffe F. ist nun auch aufgetaucht, bringt mir eine Badehose mit.
8:10 – Wir sind bei bewölktem (!) Wetter im Schwimmbad. Laut Anzeige ist dass Wasser vier Grad wärmer als die Luft. Ich ziehe mich trotzdem um.
8:15 – Das Wasser ist nicht ganz so kalt wie befürchtet, das Mittelmeer war aber bedeutend wärmer.
8:40 – Im Schwimmbad gibt es Panecake und Kaffee
9:15 – Wieder bei E.’s Familie, noch nen Kaffee, dann schwinge ich mich aufs Rad.
10:24 – Die Bahn kommt pünktlich.
11:05 – Wieder zu Hause mit brüllendem Hunger. Schwimmen ist das eine, ne Steinmauer am Vortag bauen das andere.
12:10 – Mir fallen fast die Augen zu, also gibt es einen Mittagsschlaf.
14:00 – Die Muskeln meinen mich nun sehr deutlich erinnen zu müssen, dass ich gestern mit E. und T. malocht habe wie Idioten (Steinmauer und so). Die Bewegungsabläufe sind siebzigjährigmäßig.
14:15 – Tee und (Fach-)Lektüre auf dem Balkon. Ertappe mich kurz bei der Überlegung, mir zumindest ne Hose anzuziehen. Aber ich schwächel doch nicht als Vollzeitnudist bei 23 Grad!
15:35 – Weitere Arbeit am Rechner. Mein Mann hat für seine Schulung Fotos gemacht, die müssen erst ausgesucht, in Reihenfolge und beschriftet werden. Die Berarbeitungen frühestens am Dienstag oder so, mir fehlen noch zwei Idee für die Moderation am Dienstag.
17:45 – Kochen: Lammcury mit Blumenkohlsalat.
18:30 – Seehofer gucken im Ersten. Große, leere Worte, ein schlaffer Luftballon. Grauenhaft, dass sojemand macht hat und meint Trump machen zu müssen, in dem er Sachen behauptet, die nicht stimmen.
18:45 – Wir essen trotzdem! Dazu Lindenstraße, Nachrichten, Weltspiegel.
19:45 – Anruf bei Muttern. Wie schon seit 5 Wochen: Total unklar ob OP möglich oder nicht, geschweige denn wann. Dennoch scheint sie etwas entspannter zu sein als in letzter Zeit.
20:15- Wie (fast) immer: Tatort. Nachdem wir letzte Woche zum ersten Mal „Im Schmerz geboren“ gesehen haben. war die Erwartung sehr gering, dass der heute auch was zu bieten hätte. Hat er aber, wenn auch ’nur‘ formal. Eine Kamerfahrt über 90 Minuten – das ist mal was.
21:45 – etwas Fernsehen, etwas Internet, etwas Plaudern, etwas Käse, etwas Handcreme suchen, etwas … und etwas bettfertig machen. Morgen klingelt der Wecker schon um 5:45, denn meine Musklen melden jetzt schon lautstark an, dass das Mit-dem-aus-dem-Bett-steigen ’ne längere Geschichte werden könnte.

WSMDEGT 06/18

Wie schon letzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

6:35 – Wecker wie üblich. Doofes Teil.
6:37 – Schon im Bad. Die üblichen Verrichtungen.
6:47 – Schon in der Küche. Tee kochen, Brote schmieren, Zeitung lesen.
6:59 – Ups, das ist ja mein Mann. Der muss auch mal früh raus. Aber zu mehr als einem Guten-Morgen-Kuss reicht es nicht.
7:05 – Mal Klamotten anziehen.
7:10 – Auf dem Rad.
7:21 – An der Arbeit. Es gibt noch Reste von gestern! Und ein Kollege hat noch eine weitere Bewertung für mich.
11:01 – Mit beiden fertig, also verbotenerweise etwas Internet.
11:15 – Ein Vorgang! Ich glaub’s nicht. Arbeit!
11:45 – Wieder auf dem Rad.
12:15 – Spaghetti vom Samstag mit roter Soße aufwärmen, nachwürzen, essen. Dazu: Zeitung, später Deutschlandfunk. Davor aber noch Wäsche in die Waschmaschine unten in den Keller gebracht.
13:00 – Da Nächte bei mir ja selten zum Schlafen da sind, hole ich mal was davon nach.
14:00 – Tageslektüre 1 und Tageslektüre 2.
15:15 – Wäsche im Garten aufhängen – mit Bedacht und Überlegung. Die Leute sollen ja was zu sehen bekommen.
15:30 – Verein 1-Tätigkeiten am Internet.
16:15 – Einkaufen: Mozarella, Salami, Käse, Ziegenkäse, Bier.
17:00 – Geschirr abwaschen und abtrocken und Küche aufräumen und so halt.
17:30 – Bei HR2 beworben, dies und das im Internet, sogar auch Nacktes.
18:05 – Küche. Hab‘ mich für Tomaten-Mozarella entschieden sowie Eieromlett mit Schrimps. Bloß die Tomaten sind schimmlig, also nochmals los.
18:35 – Küchenrumgemache mit ohne Bier mit ohne Alkohol.
19:15 – Endlich Abendessen. Für das Eieromlett doch die falsche Pfanne genommen. Wann werde ich das lernen?
20:00 – Nachrichten auf dem Sofa und Abschimmeln, obwohl den ganzen Tag mal wieder nix getan.

WSMDEGT 05/18

Wie letzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

8:30 – Aufstehen, auch an einem Wochenende nötig.
8:33 – Tee, denn mein Mann ist schon wach und hat welchen gekocht. Ein bisschen Zeitung, eine Menge Absprachen für den Tag.
8:50 – Morgentoilette und mal paar Klamotten für den Körper.
9:00 – Wäsche in die Maschine / Spargel einkaufen / Kuchen einkaufen / Blumen einkaufen / Sonstiges einkaufen.
9:40 – Ausnahmsweise Frühstück: Bio-Super-Duper-Brot mit Mortadella.
10:00 – Anruf meines Mannes: A) er muss länger arbeiten, B) er hat sein Tablett vergessen. Also bin ich ein barver, treufürsorgender Ehemann, ziehe mir wieder was an und fahre mit der Straßenbahn in die Stadt, um es ihn zu bringen (und schaue mir dabei mal seinen neuen Arbeitsplatz an)
11:00 – Spontan kaufe ich mir drei notwendige T-Shirts.
11:30 – Erst jetzt steht die eigentliche Samstag-Arbeit an: Wohnung putzen (wenn auch heute nur die sehr reduzierte Fassung).
12:30 – Zur Belohnung ziehe ich mir wieder was an, hänge die Wäsche draußen auf der Wiese auf und esse ein Brot mit einer übrig gebliebenen Frikadelle von gestern.
13:00 – Langsam habe ich keine Lust mehr, mir schon wieder was anzuziehen, aber ich möchte meinen Mann nach dem langen Dienst nicht noch zum einkaufen scheuchen, und so laufe ich selber los und kaufe noch Wein.
13:30 – Heute abend ist Mitbringgeburtstag bei S., also mixe ich Ricotta, Pinienkerne, Creme fraiche, Rucola, Basilikum, Pfeffer, Salz, Olivenöl und Eier zu einer grün-ekligen Masse, gebe sie in Förmchen und stecke sie in den Ofen.
14:15 – Küche wieder sauber.
14:20 – Mal ein bisschen am Computer.
14:55 – Das es noch keine selbstanziehendne Hosen gibt? Runter auf die Wiese, Wäsche einsammeln, dann auf die Geburtstagsparty von Karl Marx. Die Party will aber so überhaupt nicht in den Schwung kommen, also gehe ich wieder nach einer guten Stunde.
16:30 – Tee und Gebäck auf dem Balkon.
17:15 – Ein kurzes Nickerchen.
17:45 – Die & das & jenes
18:15 – Bier!!! (alkoholfrei) Und noch etwas weiter in einem eher schlechten Krimi, der einen Preis bekommen hat. Manchmal versteh ich es einfach nicht.
18:59 – Nachrichten gucken.
19:35 – Zum letzten Mal heute: Hose an. Dann auf zu S., Geburtstagsparty. Wird mit Sicherheit lebendiger als der von heute Mittag.

WSMDEGT 04/18

Wie letzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

6:30 – Der Wecker.
6:38 – Schon wieder der Wecker. Der darf das aber. Ich aber auch, denn ich bin erst um halb zwei ins Bett gekommen und hab‘ einfach nur schrecklich mies geschlafen.
6:40 – Im Bad ist es kalt, also geht alles recht schnell.
6:48 – In der Küche ist es auch nicht warm, dennnoch halbnackt die Brote geschmiert, Tee, gemacht, Zeitung geladen, Zeitung gelesen.
7:10 – Mal anziehen. Die Zeiten des ÖPNV haben sich hier geändert, so richtig blicke ich nicht durch und will es mal mit einem Bus von einer anderen Haltestelle versuchen.
7:18 – Der Bus ist pünktlich – und leer (aber es sind ja noch Schulferien).
7:25 – Viel später also nicht im Job. Noch nen Bus später nehmen?
8:35 – Es wird ein langweiliger Arbeitstag. Der einzige Termin des Monats wurde abgesagt. So langweile ich mich durch den Vormittag, lese viel.
11:41 – Die Straßenbahn fährt nicht (obwohl die Internetauskunft es behauptet hat), dafür bekomme ich den 100er Bus (Doppelstock!)
12:05 – Den Rest Nudelsuppe von gestern.
13:00 – Das Nachmittagsnickerchen entwickelt sich zu einem fast zweistündigen pornographischen Alptraum aus lauter Schäwänzen, Brüsten und Mösen die sich mir in allen Varianten permanent aufdrängen.
15:00 – Komplett erschlagen trinke ich eine Tasse Tee, würge mir eine Banane rein.
15:41 – Der nächste Bus.
16:00 – Besprechung in Verein 1. Niemand ist vorbereitet, was zu besprechen haben wir im Grunde auch nicht, abers schön, dass wir darüber gesprochen haben.
16:40 – Noch’n Tee in Verein 1 und Lektüre bis zur Laberrunde.
17:30 – Laberrunde. Am Ende zeigt die Supervisiorin mal wieder, welche Klasse sie hat (ne ganz, ganz hohe!).
18:40 – Brot mit Käse und Bier ohne Umdrehungen.
19:10 – Bisschen Fernsehen, bisschen Mail, bisschen Tablet, bisschen nix, bisschen …
21:10 – Mal Fahrkarte für morgen kaufen, auch wenn ich leicht beunruhigt bin, dass ich vielleicht vergesse, morgen dann auch zu fahren …
22:50 – Schon im Bett. Noch’n bisschen lesen und ausnahmsweise noch zwei Schluck Rotwein auf die Nacht, vielleicht penne ich dann (ein bisschen) besser.

WSMDEGT 03/18

Wie letzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

6:30 – Nichts neues: Der Wecker!
6:35 – Auch nichts neues: Nochmals der Wecker!
6:37 – Teewasser aufsetzten, Heizung aufdrehen, Bad gehen – und sogar anziehen.
6:48 – Brote schmieren, Zeitung laden, Tee schlürfen
6:50 – Zeitung lesen, Tee schlürfen, Heizung abdrehen – draußen hat es Plus-Grade, da braucht es das nicht mehr.
7:10 – Zeit für die Straßenbahn.
7:16 – Ich schaffe mal wieder die 3.
7:29 – Ich ’steche‘ mich ein.
7:35 – Es wird ein langer Tag, denn ich vertrete das Sekretariat bis 15:30. Etwas zu tun habe ich sogar und hin und wieder kein weißer Elefant, sondern Telefonklingeln.
12:18 – Ich hab‘ mir einen Burger verdient, jawoll!
12:49 – Zwischen den wenigen Telefonaten lese ich in „Friedinger“ von Stefan Kutzenberger.
15:40 – Auf der Straßenbahn und zurück.
16:05 – Bisschen Internet, Mails, nackte Männer, Blog … was halt so ansteht.
16:25 – Tageslektüre. Quäle mich durch drei Seiten von „Also sprach Zarathustra“ von Friedrich Nietzsche (das Buch erreicht mich absolut nicht) und exzerpiere dann akribisch zwölf Seiten der echt spannenden Abhandlung „Das Leben nehmen – Suizid in der Moderne“ von Thomas Macho. (Nur damit das klar ist: Ich habe nicht im geringsten die Absicht mich zu suizidieren, sondern habe in einem anderen Kontext des öfteren mit suizidalen Menschen zu tun. Was Macho da auf den ersten 60 Seiten an Grundfragen stellt (Wem gehört eigentlich mein Leben? Mir? Den Eltern? Gott? Göttern? …) und an Denkmodellen aufzeigt, ist einfach rasend spannend.)
17:10 – Nochmals paar nackte Männer gucken und flickr gerade ziehen.
17:25 – Da ich gestern (endlich) mit „House of Cards“ fertig geworden bin (5. Staffel – in der Zeitung gelesen, dass die 6. gerade online geht), gönne ich mir nun Suburra. Derweil umziehen.
18:10 – Wieder auf die Straßenbahn.
18:20 – Wieder hätte ich die 4 fahren lassen und auf die 7 gewartet. Aber ich brauche die 4, nicht die 7!
18:45 – BMW*-Sport bzw. Alt-Herren-Gymnastik. T. quält auf angenehme Art, packe u.a. die 4 x 20 Alt-Herren-Liegestützen (also mit aufgesetzten Knien). Und damit die Psyche auch noch schön gequält wird, gibt es Schlager aus den 70gern – noch zehn Minuten länger, und ich hätte alles gestanden.
20:02 – Wieder zu Hause: Es gibt Börek, Tomatensalat und Bier. (Das kann mit nocheinglaswein natürlich nicht mithalten.)
20:50 – Der montägliche Chat mit U. Und wenn die Spontanität in eine Buchung führt, bin ich demnächst mir ihr an der Ostsee.
22:15 – Allgemeines Abschimmeln.
23:35 – Mal langsam ins Bett. Friedinger wartet.


*BMW = Bauch muss weg

WSMDEGT 02/18

Wie letzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

00:00 – Ich sitze tatsächlich vor dem Fernseher und schaue Super-Bowl
01:00 – Wären die Unterbrechungen und vor allem diese den Verstand beleidigende Werbung nicht, würde ich ja weiterschauen. So trolle ich mich ins Bett.
06:30 – Wie zu erwarten, der Wecker.
06:35 – Vor der Badroutine Teewasser aufsetzen und Zeitung ‚laden‘.
06:45 – Brot schmieren, Tee trinken, Zeitung lesen
07:05 – Mal die restlichen Klamotten anziehen
07:10 – Auf die Straßenbahn
07:31 – ‚Steche‘ mich bei der Arbeit ein.
07:40 – Es wird langweilig werden – kein Vorgang, auch keiner zu erwarten, daher Zeit totschlagen, viel lesen, etwas Pseudoarbeit machen, ein wenig im Internet surfen.
11:35 – Ich beschließe, den ‚anstregenden‘ Arbeitstag hinter mir zu lassen.
11:45 – In der Buchhandlung hole ich mir den 8. Band von Powells „Ein Tanz zur Musik der Zeit ab“. Der Inhaber erkennt mich, wir plauschen kurz und ich frage mich, woher er weiß, wo ich arbeiten. Dass er mich mal anstellen wollte, weiß er auch noch und berichtet, dass er nur noch gelernte … geschenkt.
11:50 – Entscheide mich, durch die weiße Kälte nach Hause zu laufen.
12:30 – Spiegelei mit ner Scheibe Brot.
13:00 – Internet gucken und mich aufregen, dass der Rechner die Verbindung zeitweise nicht halten will. Ein System ist aber nicht zu entdecken.
13:30 – Engagierter Mittagsschlaf
14:00 – Tageslektüren: „Deutsche Gedichte“ und von Gerd Koenen: Die Farbe Rot – Ursprünge und Geschichte des Kommunismus. Dazwischen immer mal wieder Internet.
15:30 – Einkaufen. Vor dem Altglas fängt mich U. ab, aber ich bin soweit von der Welt weg, dass ich gar kein Gespräch gerade will.
16:15 – Seelenmails.
16:45 – Noch etwas Lektüre, bis mir einfällt, dass ich ja schon seit drei Tagen nicht mehr „House of Cards“ gesehen habe – also dann aber jetzt.
18:00 – Der Schornsteinfegerkreismeister gibt sich die Ehre. Danach stehe ich in der Küche und brate Würstchen, wärme das Sauerkraut auf und bastel aus Kartoffelbrei irgendwelche panierten ‚Taler‘.
19:00 – So wie es sich für einen gut bürgerlichen Haushalt gehört: Der Mann kommt heim – das Essen steht auf dem Tisch. Danach gemeinsames abchillen auf dem Sofa.
20:15 – Der wöchentliche Chat mit U.
21:30 – Fernsehen, ein Glas Wein, Terminabsprachen, Mails, …

WSMDEGT 01/18

Wie vorletzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

6:30 – Der Wecker klingelt.
6:30 – Ich haue drauf.
6:31 – Beschließe nicht aufzustehen.
6:35 – Der Wecker klingelt.
6:38 – Ich beschließe, doch aufzustehen.
6:39 – Verkürzte Morgenroutine im Bad – gestern habe ich gebadet.
6:50 – Angezogen in der Küche: Tee kochen, Brote schmieren, Zeitung lesen, Radio hören.
7:16 – Die Straßenbahn hinterm Haus (mit mir drin) fährt los – wohl die letzte Fahrt dieser Art.
7:38 – Die Stechuhr an der Arbeit piepst.
7:44 – Huch! Ein Vorgang! Schon wieder!
9:57 – Ich beschließe, heute richtig früh zu gehen. Ich habe, wie immer, kaum was zu tun, zu Hause warten genug Dinge, wie beispielsweise verschiedene Ummeldungen. Schließlich ziehen wir am Donnerstag um.
11:15 – Mit der Straßenbahn zurück.
11:45 – Geschirr spülen. Versuche derweil meinen Mann dazu zu überreden, doch bei diesen blöden Servicenummern anzurufen denn ICH HASSE ES MIT DUMMBLÖDEN MASCHINEN REDEN ZU MÜSSEN! Immerhin müssen wir das Kabel abbstellten, Telefon und Internet umbestellen, auch die Zeitung braucht die neue Adresse.
11:55 – Er lässt sich einfach nicht wirklich überreden, klärt dann aber heldenhaft das mit dem Kabelanschluss.
12:05 – Ich greife zum äußersten, nämlich zum Telefonhörer und rufe Vodafone an – ein Unternehmen mit dem denkbar schlechtesten Service der Welt. (Eine Kurzzusammenfassung einer von unzähligen Leidensgeschichten HIER.)
12:20 – Sprachlosigkeit. Es soll nur zwei Wochen dauern. Einen neuen Router wollen sie auch schicken (da musste ich dann doch laut lachen). Fest steht: Ich glaube nicht daran und nehme es als gerechte Strafe, mich nicht schon früher (also Mitte letzten Jahres) darum gekümmert zu haben.
12:25 – Weil nix anders im Haus ist: Brötchen mit selbstgemachter Taubenterrine.
14:45 – Erwachen aus kommatösem Mittagsschlaf.
15:00 – Expedition in den Keller.
16:00 – Den Entrümpler kommt pünktlich auf die Minute. 300 will er für einen besenreiner Keller und Abholung von u.a. fünf Schränken.
16:30 – Mein Mann schickt mich in die Zwangsdusche wegen dem echt dreckigem Keller und der Angst vor irgndwelchen Schimmelsporen. Ich bin gehorsam.
16:45 – Internet. Das und jenes und selles. Derweil immer mal wieder durch die Wohnung, die nun deutliche Tendenzen der Auflösung zeigt.
18:00 – Abendessen: Linsensuppe
18:51 – Straßenbahn
19:01 – Erstes Glas Wein mit V. Wir sitzen in der Kneipe am Fenster. Ist mir recht. Denn so kann jede/r sehen, welch schöne Frau mit mir ausgeht! Ha, ich liebe diese ungläubig-neidischen Blicke.
22:10 – Wieder zu Hause. Hosen aus. Feierabend. Morgen ist auch noch ein Tag. Und bis dahin: House of Cards.

WSMDEGT 11/16

Wie schon auch letzten Monat fragt Frau Brüllen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag.

0:00 – Die letzten beiden Tage waren sehr anstrengend, dennoch süffel ich lieber noch an einem Wein rum und zappe so durch die Sender.
1:35 – Doch mal schlafen gehen.
9:50 – Der Blick aus dem Fenster verrät: Heute bleibe ich zu Hause. Quäle mich aus dem Bett, sizte in einer schicken Unterhose beim Frühstück und gönne mir ein Brot.
10:55 – Ist doch etwas kühl, also ein paar Wohlfühlklamotten über, als ich aus dem Bad komme.
10:59 – Die Tageslektüre die letzten Tage vernachlässigt, also hole ich nach und lese ein paar Sonette mehr von Shakespeare und auch ein paar Seiten mehr in der Marx-Biogrpahie von Neffe. Davor kurz Internet checken und eine Einladung zu einem Geburtstag annehmen (der etwas schräg werden wird).
12:53 – Eigentlich wollte ich nur was nachschauen, aber dann räume ich etwas die Festplatten auf und mache doppelte Datensicherung, während ich Musik höre. Zwischenzeitlich linze ich immer mal wieder bei Tumblr rein.
14:50 – Klassische Uhrzeit für einen Nachmittagsschlaf, der aktiv beginnt.
16:15 – Ostfriesentee und Lektüre von „Der große Rote Sohn“ von David Forster Wallce – enttäuschend.
17:39 – Der Sonntagabend wird eingeläutet, will heißen, wir bereiten mal langsam das Abendessen vor und süffeln an einem Glas Tuntenbrause rum.
18:20 – Rösti, Lachs, Salat und Tuntenbrause, dazu „Bericht aus Berlin“, „Lindenstraße“ und „Weltspiegel“.
18:45 – Der wöchentliche Anruf meiner Mutter.
20:15 – Sonntagsritual.
22:55 – Überraschenderweise schon im Bett – aber lesend.

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