Durch die Zeit

Kategorie: 5. d.M.

WMDEDGT 8/20

Der tiefere Sinn des Eintrags ist HIER nachzulesen.

Da letzter Urlaubstag, penne ich bis gegen 8:30 – danach etwas Tee, etwas Zeitung – kurz nach 9 schnell eine Ladung Wäsche in die Maschine und vor den Computer – seit Wochen will ich mich um meine Finanzen kümmern – auch wenig kann viel Arbeit machen – 10:30 ist soweit alles geregelt, Zeit um meine Urlaubslektüre zu besprechen – 12:15 gibt es ein Stück kalte Pizza als Mittagessen und Wäsche im Garten aufgehängt – danach geht es für die Lektüre von Simon Raven: Alomsen fürs Vergessen – Fielding Gray aufs Bett – wo ich dann auch einschlafe – 13:45 Wäsche im Garten eingesammelt – noch ein bisschen Schreibtischarbeit, dann gegen 14:45 mit dem Mann zu Freunden, die im Urlaub unsere Blumen gegossen haben – anschließend gleich Einkauf und kurz vor 16 gibt es dann ein Brötchen mit Leberkäse – das tägliche ‚prousten‚ schließt sich an und um 16:45 schaffe ich es endlich, mich mal zu rasieren – dann Hörbuch und ein bisschen spielen – 17:55 Küche, Salat richten mit Schinken und Ei – 18:20 mal was essen –

WMDEDGT 7/20

Der tiefere Sinn des Eintrags ist HIER nachzulesen.

8:30 – ich werde endgütlig wach, neben einer halbnackten Frau, auch mal schön. 9:20 – durch Zufall haben wir wohl DAS Frühstückscafé von Mannheim gefunden, zugegeben, das Croissant ist perfekt. Weil unsere Züge erst später fahren, schlunzen wir bei arg windigem Wetter noch so durch die Straßen – noch Tee und Kaffee, gegen 11:35 fährt dann doch noch der Zug. Zuhause angekommen liegt der Mann mit leichtem Hexenschuß im Bett, ich weiß nicht, was ich tun soll, und da ich ja für den Urlaub schon mal übe, habe ich auch gleich die Klamotten aus. Anschließend Proust. Kurz nach 15:00 gibt es Tee auf dem Balkon und eine halbe Stunde später kochen wir schon mal das Abendessen vor: Südindisches Puten-Curry, Hülsenfrüchte-Curry und Gurken-Raita – ist ja unser Hochzeitstag, da darf sich der Mann mal was wünschen, wenn er dann noch arbeiten muss. 16:07 – Zeit für Lektüren. 17:40 – Reis kochen und pünktlich um 18:07 kommt, wie seit Beginn der Pandemie J. zum Abendessen, um einer Vereinsamung etwas entgegenzusetzen. 20:06, der Mann kommt und wir stoßen zu dritt auf unseren dritten Hochzeitstag an. 20:35 J. geht und wir schauen noch diveres im Fernsehen, bis es um 22:30 Zeit für mich ist, dann doch mal das Bett aufzusuchen.

WMDEDGT 6/20

Der tiefere Sinn des Eintrags ist HIER nachzulesen.

Um kurz nach 3 ist die Nacht im Grunde zu Ende und ich quäle mich noch bis kurz vor 6 im Bett rum – ausgeruht sein ist definitiv was anderes! – 7:32 schon auf der Arbeit, bei der es kaum was zu tun gibt, also erbarme ich mich und pflege die Fotodatenbank mit Schlagwörtern, Schweinearbeit und undankbar – 15:05 entschließe ich die Tastatur Tastatur sein zu lassen und fahre in leichtem Regen nach Hause – 15:35 auf und im Bett, erst noch mit Kirchoffs »Dämmer und Aufruhr« dann pennend – 16:50 der Mann erscheint mit meinem Aufstehen – halb helfe ich in der Küche, halb lese ich die tägliche Proust-Portion – K. macht mich per Mail auf Samuel Marino aufmerksam, alles andere bleibt liegen – 18:30 Schnippelbohnensuppe – bisschen Vorabendfernsehen und weil wir gerade so richtig pervers drauf sind, schauen wir »Das perfekte Dinner«

WMDEDGT 5/20

Der Wecker klingelt um 7:25 was mich aber nicht davon abhält, bis 8:20 im Bett zu liegen. – Um 8:35 schaffe ich es sogar schon meine Dienstmails zu lesen, aber da nur eine zu Aktion aufruft … – Den Vormittag verbringe ich lesend, u.a. mit dem „Decameron“ von Boccacio (nicht so  meins) und den letzten Seiten von Lutz Seiler „Stern 111“ (ebefnalls nicht so meins). Dazwischen immer mal ein Blick auf die Mails und eine erste Waschmaschine, soo untätigt dann doch nicht. – 12:05 gibt’s zwei Spiegeleier und um 12:25 den nach so einem anstregenden Home-Office-Tag notwendigen Mittagsschlaf. – Den habe ich auf 30 Minuten begrenzt, was mich aber nicht daran hindert, um 13:45 aufzustehen. Etwas Recherche und das Holen von Maultaschen aus der Tiefkühle im Keller und dann mache ich mich um 15:00 auf zum Buchladen. – Hole mir „Der Hund“ von Akiz, besorge mir auf dem Rückweg noch zwei Brötchen – und das alles ohne Mundschutz, den ich zu Hause vergessen habe, niemanden scheint es zu stören. – 15:30 weitere Recherchen zur Literatur und ich beginn mit der Lektüre eines schwulen Krimis aus vergangen Tagen: „Tödliches Tarot“ von Carlo de Lux. Nichts für die Ewigkeit, aber schön entspannend. – 16:15 noch schnell einen weiteren Becher Tee und ein Stück „Luffen“. – 17:00 kommt der Mann nach Hause und ist sofort wieder in seinem Nähzimmer verschwunden. Kann ich also Geburtstagsgrüße schreiben. – 18:00 Zubereitung der Maultaschen, aber erstmal gibt es nur Salat, denn gegen 18:30 hat der Mann seine erste Videokonferenz ever. – 19:00 endlich Maultaschen und entblöde mich mal nicht und schaue „Perfektes Dinner“. Die Schwuchtel scheint echt keine Ahnung zu haben, morgen muss er an die Töpfe. – Dann dies und das vor dem Fernseher, keine Ahnung, aber ich bin müde und froh, keinen Ansprüchen mehr genügen zu müssen.

[Wird fortgesetzt]

WMDEDGT 4/20

7:15 klingelt der Wecker – 7:50 in Ermangelung eines Autos doch notmäßig im Bus – 8:10 nachdem ich mir einen Kaffee gemacht habe, höre ich zu bis 12:00 – heimwärts zu Fuß durch die Sonne – 12:45 mein Mann ist so nett und macht uns ein paar Spaghetti mit Öl und Käse – 13:30 liege ich wieder im Bett und nacke im Glück – 14:45 doch wieder auf, ich okkupiere den Sonnenplatz an der eine Balkontür und entblättere mich Stück für Sück – 15:45 – werfe ich einen Blick in die spiegelnde Tür, vollkommen klar, warum C. mich zur ‚älteren Generation‘ zählt und ich dachte, ich würde eine Altersschönheit werden – 16:00 kurz in die Küche, abends soll es Rouladen geben – 16:30 hinter dem Rechner, dies und das und 1,5 Folgen „Elite“ – 18:00 wieder Küche, als J. klingelt habe ich immerhin schon mal ein T-Shirt an – 18:40 Rouladen mit Soße mit Kohlröschen mit Kartoffel-Sellerie-Stampf, danach ist ein Grappa notwendig – bis 20:00 lebhafte Gespräche, dann Nachrichten und die Ernüchterung, dass so schlimm es in Deutschland es auch immer sein mag, wir keine Ahnung haben, was Großbritannien, den USA oder Spanien abgeht – 20:15 ruft überraschend P. an obwohl er weiß, dass … doch er weiß es, ich verpasse nur die Titelmeldoie

WMDEDGT 2/20

Der tiefere Sinn des Eingrags ist HIERnachzulesen.

Ich meine, dass der Wecker mich um 5:55 weckt, aber als ich aus dem Bad komme ist es 6:10, also so spät, als wäre ich um 6:00 aufgestanden. Was stimmt also nicht? 6:22 auf der Bahn, die E ist auch schön leer. 6:37 kann ich mich ‚einstechen‘, dann Tee, dann Mails, dann Zeitung dann Eier schaukeln dann in die Luft gucken. Irgehdwie bringe ich die Zeit bis 9:30 irgendwie um die Ecke, dann Personalversammlung. Keine weiteren Erkenntnisse. Aber die Stimmun bei uns oben ist grauenhaft, da M. seine berechtigt schlechte Laune allen äußerst deutlich spüren lässt. 11:50 renne ich schnell in die Praxis meines ehemaligen Hausarztes, damit er meine Patienunterlagen an die neue schickt. Weil ich gerade wenig Lust auf die Abteilung habe, verdrücke ich einen Hamburger und kaufe noch teuerstes Leinsamenbrot. 12:18 dann doch wieder in der Abteilung, ein paar kleine Aufgaben haben sich gefunden, die ich in Ruhe bis 15:15 arbarbeite. Zu Fuß zum Psychodoc, pünktlich um 16:00 dann Gruppentherapie, aber, wie schon die letzten Male, zieht es weitgehend an mir vorbei. 17:45 stehe ichim Blumenladen, 18:00 im Supermarkt, 18:10 im Luftballonladen (um ein Paket auszulösen) und um 18:15 dann endlich zu Hause. Bißchen Glotze, die beiden Lilien derweil in Vasen verstauen, Toast mit Käse und Salami und punkt 19:00 ruft P. an. Derweil bekomme ich einen Anfall wegen der Scheiß-CDU-FDP-AfD in Thüringen und kann nur noch „Die haben doch den Arsch aber sowas von offen“ brüllen und denken. Ein politischer Supergau und damit sind wir Italien und Polen und Ungarn einen wahnsinnig großen Schritt näher gekommen, will heißen, dass der Willkür heute Tür und Tor ein erhebliches Stück aufgemacht worden ist. Und wer jetzt nicht irgendwie ein schlechtes Gefühl hat, der sollte mal überlegen.

WMDEDGT 1/20

Wie an jedem 5ten. Alles weitere hier.

5:45 werde ich nach dem xten Alptraum wach und hab‘ auch gar nix dagegen, dass ich nicht mehr einschlafen kann. Analysiere die Mail von M. die mich gestern gekränkt hat und weiß aber noch immer nicht warum. Leiste mir den Luxus und gehe 6:35 pissen, damit ich noch bis 7:00 in aller Ruhe im Bett liegen kann. Dann mach ich mir einen Tee ohne Tee der dann doch nach Tee schmeckt, weil die Restbestände der Kanne den Weg ins Wasser gefunden haben, ziehe mich dann auch mal an, obwohl bis dahin Gäste mich hätten nackt in der Küche ‚entdecken‘ können (wenn sie denn aufgestanden wären) und bin pünktlich um 7:45 auf der Straßenbahn. 8:10 bin ich soweit eingerichtet und beginne den Dienst, der überraschenderweise mit einer Geschwindigkeit verfliegt, so dass ich noch hätte weiter machen können, als H. mich um 11:50 ablöst. Es kommt zu einem überraschend offenem, vertrauten Gespräch und wir geben uns gegenseitig ein wenig Halt. Duch den Niesel knapp 30 Minuten zu Fuß zurück. In der Zwischenzeit bin ich mir klar geworden, was mich an der Mail so gekränkt hat und formuliere Antworten. Merke bei der Analyse aber auch, dass ich die Möglichkeit habe, es mir schwer(er) zu machen oder leicht(er) – was eine positive Folge der Therapie ist – und beschließe dennoch M. erstmal noch ein bisschen unter moralischen Druck zu setzen. Die Alpträume habe ich auch durch die Analyse gemangelt und bin wenig überrascht über das Ergebnis – aber dass das alles soweit reicht … 12:50 stehe schon am Herd und brate schnell ein paar Semmelknödel von gestern ab und mache Pilze dazu. Kurzes Essen mit dem Mann, dann liege ich 13:15 schon wieder im Bett. Statt zu wichsen schlafe ich lieber und brauche eine Stunde später echt meine Zeit, um aus dem kommatösen Schlafen hervorzukommen. 14:30 am Rechner, M. bekommt ihre Mail und ich checke auf verschiedenen Portalen Bücher mit dem Ergebnis: Zwei brauche ich schon mal nicht zu kaufen und die anderen beiden dürfte das Darknet vorhalten. Der Mann taucht auch aus seinem Mittagsschlaf auf und so gibt es um 15:10 Tee und Duplo. Der Mann muss noch arbeiten, so dass ich ab 16:05 mich uneingeschränkt der Lektüre von „Middelmarch“ widmen kann. 18:00 brennen die Augen – schon wieder zu wenig getropft – und ich verlinke schnell den Artikel hier. Dann vor den Fernseher, aber das Programm scheint durcheinander gekommen zu sein. 19:00 kochen breite Nudeln auf dem Herd, das Gulasch von gestern simmert auch so vor sich hin und als ich esse zu zappe kommt doch noch die Lindenstraße, eine kombinierte Weihnachts- und Sylvesterausgabe zum 5. Januar. Deutliche Zeichen, dass die Serie untergeht. 20:00 traditionell die Nachrichten und  mir fällt nichts mehr zu diesem Kriegstreiber Trump ein. Er ist die derzeit größte politische Pest. 20:15 natürlich Tatort, auch wenn mit „Tschiller“ – aber der lässt sich interessanterweise irgendwie ganz amüsant an.

WMDEDGT 12/19 – # 508-512

Wie an jedem 5ten. Alles weitere hier.

Um 4:01 bin ich das xte Mal schon wach und schau das erste Mal auf die Uhr. Eine Stunde später ist es aber trotzdem erst 4:15. Und so quäle ich mich bis 5:29, dann penne ich für 28 Minuten weg, denn um 5:58 geht der Wecker los. Küche – Bad – Küche – Zimmer – Küche – Bad – Küche – Straße, trotz genauer Planung verpasse ich um 6:27 den Bus und nehme dann halt 6:30 die Straßenbahn. Komischerweise kann ich mich dennoch schon um 6:45 einstechen. Schleppe die fünf Bilderrahmen für mein Büro in den dritten Stock, Koche Tee, mache den Rechner an, lese erstmal Zeitung, bis ich unsere Adressdatenbank etwas aufräume. Immerhin stehen jetzt Nachnamen unter Nachnamen. Ein Anfang ist gemacht. Der Hausmeister bring überraschend schnell Hammer und Nägel vorbei und ich haue nach dem Prinzip „Pi mal Daumen“ Nägel in die Wand. Keine zehn Minuten hängen die fünf Fotos aus Kario (siehe unten). 10:45 die erste Mail, dass die ersten Würste fertig werden, doch bin halte noch tapfer bis 11:50 durch. Runter in den Hof, der Personalrat hat zum Grillen eingeladen. Arschkalt, aber ne schöne halbe Stunde. Bisschen noch durchs Haus, bisschen noch Pseudoarbeiten, dann verlasse ich die Wirkungsstätte um 15:40, erwirsche gleich eine passende Straßenbahn und lasse mich zehn Minuten später auf das Abtenteuer ein, ob ich bis zur nächsten Straßenbahn alles auf den 100 Metern besorgen kann, was ich will: 6 Flaschen Wein, 1 Flasche Grappa (mit Beratung) (Laden 1), Brot (Laden 2), total verschimmelter Ziegenkäse und für mich weglaufender Camembert (mit Beratung) (Laden 3). Um 16:02 an der Haltestelle muss ich drei Minuten auf die nächste Bahn warten. 16:15 dann mal zu Hause und als erstes alles ausziehen und die Wohlfühlklamotten. Alles im Rahmen der Selbstfürsorge. Rest der Tageslektüre (Hegel-Biographie von Vieweg, hatte mir echt mehr versprochen) und Kleinigkeiten am Computer. 17:30 kommt der Mann überraschend früh nach Hause, stellt sich gleich in die Küche und brät Frühlingsrollen, die es dann um 18:10 gibt, er muss noch in Sport, ich haue mich dagegen mit den ersten Seiten Thukydides in die Badewanne. 20:36, das große Zappen beginnt, bis der Mann wieder da ist, dann herrscht strenges Fernsehregiment. 21:10, der Mann ist zurück und schaltet um, ich sitze aber derweil hinterm Rechner, ganz vergessen, dass ich ja noch für Verein 1 … dann zurück zu Mann und Glotze, 21:15 machen wir mal den Grappa auf, den ich heute mitgebracht habe und verkosten ihn mit einem anderen der nur 1/3 gekostet hat. Den billigeren beschreiben wir nach mehrfachen riechen und probieren als leinölig-nussig, der teure kommt dann auf erdbeer-vanille – wenn ich das so lese, würde ich beide nicht trinken wollen, aber der teure ist deutlich besser, runder und harmonischer, ohne dass er Schärfe vermissen lässt.

Wird fortgesetzt.

 

WMDEDGT 11/19

Wie an jedem 5ten. Alles weitere hier.

Um 3:58 bin ich das erste Mal wach und quäle mich bis 6:00 im Bett rum. 6:27 bin ich auf dem Bus, der nicht kommt, also Straßenbahn. 6:45 im Job und dann nach mehreren Versuchen kapiert, dass ich die neue Uhr zwar am Computer laden kann, aber schon den richtigen Stecker nehmen sollte. Ab 8:15, bis dahin Zeitung und so, Verschiedenes. Nichts dringliches, aber irgendwann sollte es gemacht sein. Entschluss eine dicke Broschüre komplett nachzubauen. 11:20 die allzweijährliche Augenuntersuchung mit dem Ergebnis, dass meine Augen schlechter geworden sind – als hätte ich das nicht schon längst selbst gemerkt. So schleppt sich das unspektakulär bis 15:35, sprinte ich zur Straßenbahn. 16:00 zu Hause, kurzer Plausch mit der Schwester, die zu Besuch ist, dann notwendiger Mittagsschlaf. 17:00 netflix mit „Haus des Geldes“ als Unterhaltungsprogramm. 17:21 S. ruft an, er hat mir bei einem bekannten Optiker für morgen einen Termin gemacht, obwohl man da keine Termine macht. Pünktlich 18:00, da mein Magen in den Knien hängt, Abendessen: Kohlrouladen. 18:50 los zur Leserunde, die mit Verspätung um 19:20 Uhr beginnt. Aber der neue Delius („Wenn die Chinesen Rügen kaufen“) ist zwar ne nette Erinnerung, aber hat literarisch kaum was auf die Brust. Dennoch, lebhafte Diskussion. H. kommt dann auch noch mit ihren paarundsiebzig. 22:00 ist dann endlich Schluss mit dem Gerede. Zuhause noch ein bisschen Anstalt, dann aber um 23:05 endlich ins Bett.

(Wird fortgesetzt.)

WMDEDGT 10/19

Wie an jedem 5ten. Alles weitere hier.

Wie in letzter Zeit, so gegen 4:00 bin ich das erste Mal wach und ein Gedanke rumort, bis ich freiwillig – es ist Samstag wohlgemerkt! – kurz nach 7:00 aufstehe. Katzenwäsche reicht, ich bin alleine zu Hause, Gäste sind auch nicht zu erwarten. Kurz einen Tee und mit der Straßenbahn zu dem, was man hier ‚Markt‘ nennt. Kalbsschnitzel für morgen gekauft, etwas Aufschnitt, etwas Gemüse (auch für morgen) … und, weil ich ja so früh schon unterwegs war, als Belohnung einen Kaffee und ein Gehacktes-Brötchen. Zurück geht es über Supermarkt 1 zur Bank zur Apotheke zu Supermarkt 2. Der Versuch, spontan einen Friseurtermin zu bekommen, scheitert zweimal kläglich. Und als dann das Geschirr abgewaschen ist, ist es 11:30. Raus aus den Klamotten und rein in den Lapperlook. Computer rumgemache und über eine Suchanfrage lande ich dauernd bei irgendwelchen Pornos – nun gut, man ist ja nicht prüde. 12:15 Scheiben von meinem Lieblingsbrot mit Fleischsalat, dann einen komatösen Mittagsschlaf bis genau 13:58. Das Hörspiel ab 14:00 höre ich dann doch noch etwas rein, während ich ganz spontan ein paar klasse Bilder von 2013 bearbeite – die ich aber wohl nie zeigen werden dürfen, denn die Dame möchte mit ihrem und meinen nackten erregten Körper nicht gezeigt werden wollen. 15:00 nach zwei Tage Pause mal wieder Tageslektüre, jetzt nur noch 350 Seiten, dann bin ich mit der 2.000-seitigen NS-Geschichte durch. Langsam sollte ich mir Überlegungen machen, was danach kommt – Thukydides (allein schon deswegen, weil ich den Namen auswendig kann?)? Kurz vor 16:00 noch einen Tee und dann bastel ich mir eine Bolo ganz nach meinem Geschmack zusammen. 17:30 versuche ich J. zu erreichen, der ich was aus der Apotheke habe was mitbringen soll, sie meldet sich dann aber erst kurz vor 18:00. Kurz rübergelaufen, kurz gesnackt, dann aber wieder zu mir, falsch in den Schrank gegriffen und Linguine gekocht, statt Spaghetti – ging aber auch. Dazu Prosecco. Seit dem süffelnd auf dem Sofa, die Fernbedienung glüht, denn ich bin alleine zu Hause und kann all das anschauen, was sonst nicht oder nur unter lautestem Protest möglich ist.

WMDEDGT 9/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat. Na dann:

6:00 – Der Wecker und so … ist alles aus den letzten Beiträgen bekannt, da ändert sich gerade nicht viel.
6:25 – schon auf dem Rad
6:38 – macht es Pling an der Stechuhr
6:44 – Büro aufschließen, Tee kochen, Rechner hoch fahren, es genießen, dass ich ein eigenes Zimmer habe, Mails checken (es gibt sogar welche), dann den einen Flyer fertigmachen (nur noch eine Kleinigkeit) und ausdrucken (das  dauert!). Und so geht es den ganzen Vormittag. Mal das, mal jenes – alles irgendwie neu und ich frage B. Löcher in den Bauch.
12:10 – Ich muss mich richtig für  eine Mittagspause unterbrechen und ziehe mir ein paar Tramezzinis rein, die ich eigentlich zusammen mit Rolli-A. essen wollte. Aber da ihre Assistenz krank geworden ist, kann sie nicht zur Arbeit kommen und musste sich selber ‚krank‘ melden.
12:25 – Das eine Excel-Problem lässt mich nicht los, also wird weiter gemacht. Zufällig lösche ich dann noch eine Datei, darf sie komplett neu machen und lösche darauf hin eine zweite. So kann man sich auch Arbeit machen. Nur noch Kleinigkeiten, also nehme ich mir mals das Indesign-Handbuch vor, denn ich bin zwar firm aber noch lange nicht fitt.
16:14 – Echt? Schon? Zeit vergessen. Mal nach Hause.
16:35 – Lokalzeitung lesen. Freunde von uns sind im Urlaub und haben sie umgeleitet. Sie ist das Papier nicht wert, auf das sie gedruckt wird … aber was war ich als Student stolz, dass ich dafür Kulturkritiken schreiben durfte und mir damit z.T. meinen Lebensunterhalt bestritt.
16:55 – Tageslektüre (immer noch 3. Reich, jetzt aber 3. Band). Mir fallen aber nach ein paar Seiten die Augen zu  also …
17:14 – Kurznickerchen mit Marcel Proust auf den Ohren
17:31 – Bisschen Computer, aber lustlos. Hab‘ da gerade keinen richtigen Zug dahin.
18:04 – Mal ganz langsam Richtung Küche. Feierabendbier (alkfrei), Fleischbrühe (echte, wenn auch aus der Tiefkühle), Suppennudeln – was braucht man für ein Festessen mehr?
18:33 – Festmahl mit Fernsehen. Da der Mann nicht zu Hause ist, darf’s für Minuten auch dann mal die Privaten sein.
19:45 – Das Vorabendprogramm ödet mal wieder ohne Ende, aber so richtig viel Power habe ich nicht mehr, dennoch:
19:50 – Glas Wein und weiter in der „Adlon-Verschwörung“ von Kerr.
21:10 – Der Mann kommt auch mal nach Hause und bringt die neue Schreibtischlampe mit. Wir schwätzen, schauen mit einem Auge noch einen Krimi, planen mit einem anderen Auge eine Wellness-Wochenende (oder was es dann auch immer werden wird).
22:00 – Mir quillt die Müdigkeit aus den Augen. Ich bin es halt nicht mehr gewohnt, acht Stunden zu arbeiten und acht Stunden auch etwas zu tun zu haben. Das wird nicht mehr lange dauern, dass ich mit ein paar Seiten Kerr im Bett liege und darüber einpenne.

WMDEDGT 8/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat. Na dann:

6:00 – Wecker und die morgendliche Routine sehr müde aber ohne Stress.
6:25 – Aufs nasse Fahrrad durch morgendliche Kühle mit Wind.
6:44 – Heute ist Job Nr. 2 dran und es gibt den Alltagskram lustlos zu bewältigen, alles weder besonders interessant noch besonders langweilig, kurz: Nix  bleibt als Erlebtes hängen.
15:34 – Aufs trockene Fahrrad durch die Sonne zurück.
16:00 – Nach einer Tasse Tee ein Nachmittagsschlafversuch von 25 Minunten – aber der Kopf will keine Ruhe geben und plant ein wichtiges Gespräch nächste Woche voraus.
16:30 – Am Rechner. Blog, flickr, instagram, eine neue Photoseite bis mir einfällt, ich sollte ja noch etwas für Verein 1 tun. Also tue ichs.
17:20 – Entdecke eine Mail von einer der beiden Personen, die ich am Samstag vor der Kamera hatte. So wie er sich in seinen zwei Blogs darstellt, scheinen Zwanghaftigkeit und eine leichte Verschrobenheit ihm eigen zu sein. Aber er will gerne wieder vor die Kamera.
17:55 – Die Küche ruft: Salate und ein paar Streifen Putenbrust soll es heute sein.
18:15 – Abendessen mit Quiz
19:00 – Am Computer ohne Ziel und mit ohne Verstand, die Zeit verfliegt und nichts ist getan.
20.45 – Geselle mich zu meinem Mann ins Wohnzimmer, schauen irgendwas im TV und ich halte mich tapfer an meinem Glas alkoholfreiem Bier fest.
22:15 – Mache mir noch Bergtee und gehe ins Bett, auch wenn ich weiß: Das mit dem Schlafen wird heut nix.

WMDEDGT 7/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat. Na dann.

6:55 – Der Wecker klingelt 55 Minuten später als sonst, aber das Aufstehen macht es dennoch nicht angenehmer.
6:59 – Die Kollegin meldet sich krank, ob ich nicht schnell noch ihre beiden Termine mitübernehmen könnte – nein, kann ich nicht, bin ja am Vormittag nicht im Büro.
7:07 – Nach Bad in der Küche, vom Restbrot eine Stulle schmieren, Tee trinken, Zeitung lesen.
7:25 – Anziehen muss halt sein.
7:30 – Ich mache mich mal los. Es sind zwar nur 70 Kilometer, aber die über Landstraße.
8:15 – Ich habe gut daran getan, die Strecke ist zwar wunderschön, aber egal welchen LKW ich überhole, 500 Meter weiter fährt der nächste.
8:55 – Pünktlich beim Kunden.
9:40 – Und wieder zurück. (Zwischendrin halte ich – unerlaubterweise – bei einem Metzger und hole mir zwei Stracke für den Urlaub.)
11:15 – Im Büro. Mit ist richtig schwindlig von dieser absolut öden und nervtötenden Autofahrerei.
11:35 – Die große Langeweile beginnt. Es gibt nix zu tun und neue Termine zu vereinbaren ist gerade hirnlos, da ich nur noch Montag da bin und da keine Termine frei sind. Und für nach dem 1. August ist es gerade auch etwas hirnlos. Also etwas russische Geschichte.
15:00 – Taktisch wechsel ich den Job, um im anderen noch etwas zu arbeiten.
15:55 – Es reicht für heute.
16:10 – OK, mit dem Auto bin ich wirklich etwas schneller zu Hause – aber dafür muss ich Parkplatz suchen, nicht meine Stärke.
16:20 – So rumchillen.
16:40 – So rumnachmittagsschlafen
17:30 – Tageslektüre auf dem Balkon
18:15 – Ein einfaches Abendessen vor dem Fernseher. Merke, dass ich einfach im Kopf arg müde bin …  und bleibe vor dem Fernseher einfach hängen. Versuche noch ein Nickerchen hinzubekommen in Hinsicht auf später, aber das will sich dann leider doch nicht einstellen.
22:15 – langsam mal die Sachen für die Nacht packen, um 22:30 muss ich (in aller Ruhe) los und dann beginnt um 23 Uhr der zweite ‚Arbeitstag‘ heute.

WMDEDGT 6/19 (Kurzversion)

7:30 – aufgestanden, bad, tee, mal was angezogen
8:05 – aufs Rad
8:20 – plötzliches ende des radwegs, eine brücke ist abgerissen worden, ich muss umwege fahren
8:40 – wenigstens noch 20 minuten für kaffee und brötchen
9:00 – beginn der prüferschulung
14:00 – ende der prüferschulung, dazwischen die nachricht, dass mein computer beim computerfritzen durch meinen mann eingeliefert worden ist
14:30 – schweißnass beim computerfritzen, es wird jetzt nur die festplatte mal ausgetauscht
14:50 – kurz nach hause, raus aus dem klamotten, brot schmieren, balkon sitzen, tee trinken, duschen
16:00 – therapie
17:45 – mit dem rad auf die straßenbahn
18:00 – vorstandsitzung verein 1
20:30 – endlich zu hause, raus aus den klamotten, wein, schnitzel, brot, senf, internet, blog schreiben, protokoll vorstandsitzung schreiben
22:20 – noch ein glas wein und bald mal ins bett, morgen und übermorgen prüfungen abnehmen und arbeiten und sommerfest verein 1 …

WMDEDGT 5/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat. Na dann.

1:40 – Dann gehe ich doch auch mal ins Bett.
9:45 – Was? Jetzt schon aufstehen?
10:00 – Leicht verkatert und halbnackt stehe ich in der Küche und bin überrascht, dass mein Mann und E. schon munter am schwätzen sind. Kommt für mich nicht in Frage.
10:22 – Ich bin aber in der Lage Toast zu machen und Eier zu kochen.
10:55 – Der Abwasch steht an, siehe hier. Ich frage mich kurz, ob mein nackter Arsch eigentlich eine Zumutung für E. darstellt. Entschließe mich dann aber dagegen, denn a) kennt er ihn schon seit Jahre und b) ist er nach wie vor Manns genug, was zu sagen, sollte es ihn stören.
12:05 – E. und ich haben spontan entschieden, einen größeren Spaziergang zu machen und fahren dafür mit seinem Auto 8,9 Kilometer zum Ausgangspunkt.
12:25 – Ich laufe die Strecke nun zum 3. Mal, finde sie aber nach wie vor arg reizvoll. Wundere mich, dass sie mir das letzte mal so schwer gefallen ist, aber am Ende merke ich doch die Kilometer in den Beinen. Aber war einfach ein schöner Weg zusammen mit E.
16:30 – Wir schlagen in einem Schnellrestaurant auf, der Hunger ist zu groß nach 15, 16 oder 17 Kilometern. Das Handy hat schlapp gemacht, daher keine genauen Kilometerangaben.
16:35 – Wir wundern uns über den neumodischen Bestellvorgang – Rationalisierung ist scheinbar alles. Kapitalismus pur in bunte Farben – und alle machen mit.
17:00 – Zu Hause steht ein Sofa. Gut ist das.
17:45 – E. macht sich wieder ab.
17:47 – So ein Sofa ist einfach schön und gut. Ich gucke, wie jeden Sonntag, das volle Programm im ersten ab „Bericht aus Berlin“.
19:15 – Mein Mann hat heldenhaft alleine gekocht: Paniertes Schnitzel, Spargel, Kartoffeln und die weltbeste Sauce Hollondaise.
19:45 – Der wöchentliche Mutternanruf.
20:15 – Tatort.
20:22 – Irgendwie interessiert mich nicht der Tatort. Also blogge ich und suche im Netz nach allen Dingen, die ich eh nicht brauche. Zuvor aber doch wieder die Hosen aus, ist mir jetzt dann doch warum genung (und da flimmert der Tatortkommisar über die Scheibe – nackt am heimischen Schreibtisch).
21:12 – Aber über ZVAB bestelle ich zwei Bücher zu Hermann Broch, den wir ja als nächstes (um genau zu sein: „Tod des Vergils“) im Lesekreis lesen. Gesamtkostenpunkt nebst Porto: 9,80 Euro. Seinen Briefwechsel mit seinem väterlichen Freund über seine vielfachen Liebesbeziehungen (der Titel des Bandes lautet „Frauengeschichten“) lege ich mal auf meine Wunschliste.
21:45 – Ich grabe meine Magisterarbeit aus. Die ist jetzt 25 Jahre alt und beschäftigt sich mit dem Symbolbegriff bei Hermann Broch. Ich lese in das zweite, sehr theoretische Kapitel rein – und verstehe eher wenig. Aber im Hinterkopf dämmert was. Ich muss zugeben, die Schreibe ist echt nicht schlecht.
22:02 – Und wenn ich schon am Geld ausgeben bin, ersetze ich mein über viele Jahre geliebte Satin-Boxershorts, die jetzt nur noch aus Fetzen besteht, durch eine neue und haue nochmals 3,99 Euro raus. Jetzt aber Schluss!
22:12 – Ich rechne nach, wann ich theoretisch zur Arbeit muss und bin erstaunt, dass ich eigentlich erst um 13 Uhr da aufschlagen müsste, weil es morgen länger geht, da ich um 18 Uhr 120 km entfernt eine Präsentation (von 20 Minuten) halten darf / muss / soll / kann.
22:14 – Also noch ein Glas Wein auf S., die heute Geburtstag hat, denn ich werde morgen statt um 6 eineinhalb Stunden später aufstehen.

WMDEDGT 4/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat.

5:58 – Der Wecker klingelt jetzt immer zwei Minuten früher. So wache ich nicht mit den ersten Nachrichtenschlagzeilen auf, sondern mit ein paar harmonischen Schlussakkorden, die das Nachtprogramm noch sendet.
6:01 – Tee aufsetzen in der dunklen Küche. War es nicht schon mal hell gewesen? Habe ich schon erwähnt, dass ich diese Zeitumstellung zutiefst hasse (mal abgesehen davon, dass sie vollkommen sinnentleert ist)?
6:02 – Im Bad ist es erst kalt, dann nass, dann trocken.
6:12 – Im T-Shirt Brot schmieren, Tee trinken, Zeitung lesen, Tabletten lutschen.
6:28 – Klamotten anziehen, Schuhe anziehen, Jacke anziehen, zur Straßenbahn gehen – und um wider zu Erwarten doch noch die 1 zu bekommen.
6:48 – Eingestempelt in ‚Abteilung neu‘.
9:00 – Meine ersten Abteilungssitzung in ‚Abteilung neu‘. Es sind 15 Leute die da sitzen, wir brauchen 55 Minuten.
10:00 – Ich stoße, nach dem ich mich umgestempelt habe, zur Sitzung der ‚Abteilung alt‘ zu, die schon vor einer halben Stunde begonnen hat. Hier sitzen 14 Leute und wir brauchen bis …
12:00 – … endlich hat das selbstdarstellende, inhaltsleere Gelabere immer derselben Wichtigtuer ein Ende.
12:05 – Da zu wenig Brot zu Hause gewesen war gibt es Nudeln mit Hühnchenfleisch beim glutenfreien Chinesen.
12:36 – Ich stemple mich wieder in ‚Abteilung neu‘ ein und tue so, als würde ich etwas tun – sieht aber niemand, ich bin alleine im Großraumbüro.
15:32 – Ich fahre nach Hause.
16:15 – Bevor Rolli-A. kommt, gönne ich mir noch eine Mütze Schlaf, dringend notwendig.
17:00 – Warten auf Rolli-A.
17:15 – Sie wird angefahren und wir tragen sie zu dritt in ihrem Liegerollstuhl zu uns hoch.
17:30 – nach kurzer Wohnungsbesichtigung parke ich sie in der Küche, mein Mann und ich kochen Geschnezeltes mit Reis und grünem Spargel, wir süffeln Prosecco und checken ab, was in den letzten beiden Jahren so war. Ihr Belastbarkeit hat aufgrund ihrer schweren Behinderung eben Grenzen und mir war klar geworden, dass während der Ausbildung wenig Kräfte zur Verfügung standen. Um so mehr freut es mich / uns, dass sie mal wieder da ist.
18:15 – Essen ist fertig. Parke Rolli-A. erst falsch am Tisch, aber da sie nicht auf dem Mund gefallen ist … Ohne groß zu überlegen oder auch nachzufragen bekommt sie zwar ihren eigenen Teller (auf einem Stöfchen, sie braucht etwas länger beim Essen und wir sehen nicht ein, dass es kalt werden muss) aber das Besteck wechsel ich nicht, wenn ich ihr in Mini-Happen das Essen gebe. Und mich freut es sehr, als sie nach ein paar Bissen bzw. Bisschen bemerkt: „Schön, dass wir wieder vom gleichen Besteck essen“.
20:15 – Nach zwei Stunden ist sie satt. Soviel hat sie bei uns noch nie gegessen. Ich bin etwas stolz auf mich, dass ich beim Essen geben nicht einmal meinen Mund aufgemacht habe, was ich sonst gern getan habe.
21:00 – Da lag doch was auf ihrem Herzen … jetzt wissen wir es … und konnten wohl gut was dazu sagen.
21:33 – Der Stiefvater holt sie wieder ab, wir tragen sie runter, rollen sie zum Bus, sie bekommt, wie immer, zum Abschied einen Kuss – egal, dass der Vater das aus religösen Gründen nicht gerne sieht. Eh ein Wunder, dass er seine Stieftochter mal wieder für Stunden den verdammenswürdigen Schwulen überlassen hat.
21:45 – Abschimmeln. Einfach so. Mit ohne Hose. Mit Glas Wein. Mit einer handvoll Erdnussflips. Mit Fernsehen.

WMDEDGT 3/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat.

6:01 – Mein Wecker war auch schon mal pünktlicher. Dennoch: Aufstehen | 6:05 – Allmorgendliche Badroutine | 6:15 – In der Küche Tee aufgießen und der Entschluss, doch was anzuziehen | 6:18 – Zeitung laden, Brote schmieren, Tee trinken, Zeitung lesen | 6:29 – Schuhe anziehen und auf die Straßenbahn | 6:54 – Piep | 7:05 – Nicht wie sonst Zeitung lesen, sondern Vorgänge bearbeiten, ausnahmsweise gibt es ausreichend zu tun. Dazwischen ein „Meeting“ zum „Networken“, anschließend weiter an einer umfangreichen Geheimbewertung für den Chef arbeiten und dazwischen noch das Sekretariat vertreten | 15:55 – Mir reicht’s. Mache mich auf dem Heimweg | 16:30 – aber erst noch das ein oder andere einkaufen | 16:55 – Schlafen? Nein, Tageslektüre und anschließend Korrekturen für eine Freundin. Ich bin ernsthaft am Überlegenen Honorar zu nehmen, denn das ganze Drama dieser Texte im Umfang von vier Seiten dauert bis | 18:30 – dann Salat richten fürs Abendessen und bis | 19:30 warten, bis der Mann nach Hause kommt | 19:35 – Abendessen, also Salat mit Ei und Schinken und Thunfisch | 20:01 – Mail der Freundin, ob ich nicht noch schnell auch noch den Text … | 21:15 – Textkorrektur fertig – dafür jetzt Telefon, noch ein bisschen Beratung | 21:35 – Scheißdrauf: Ouzo! |

WMDEDGT 2/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat.

4:25 – Ich werde von mir selbst unsanft geweckt. Auch erotische Träume können ganz schöner Horror sein. Den Rest der Nacht verbringe ich quasi turnend.
6:00 – Neue Weckzeit, heißt aber nicht, dass ich wacher aufwache und aufstehe. Gleich ins Bad, und wiegen (400 gr mehr als gestern. Hat die Waage noch alle?)
6:14 – Küche. Tee. Brote schmieren. Zeitung laden. Tee trinken. Zeitung lesen. Happy-Pille schlucken.
6:37 – Aufbruch.
6:47 – Die Straßenbahn fährt schon wieder nicht. Ich kapier es einfach nicht. Überall steht 6:47 – aber sie fährt entweder vier Minuten früher oder später oder gar nicht. Also den Bus (aber der ist auch ganz schön, wenn auch nicht so schön, wie der um 6:28).
7:00 – Heute Job 1, also: Bloß keine Hektik. Aber immerhin 2,5 Vorgänge – für theoretisch acht Stunden!
8:00 – Da ich heute aber bei einem Ausschuß noch Protokoll führen soll, schaue ich mir mal ein altes an und drucke ein paar Unterlagen aus. Danach, ach, ich guck mal so rum …
10:00 – Mal runter zu Job 2, dort ist ja die neue Kollegin, mit der ich die Stelle teile. Kennen tun wir uns nicht, nach 3 Minuten sind wir aber auch beim Du.
10:45 – Wieder oben. Zeit tot schlagen. Es ist schon leicht grausam.
13:00 – Vor der Ausschusssitzung gibt es Mittagessen in Form von den flachsten und trockensten Schnitzel die ich je gesehen und gegessen habe zusammen mit etwas aus Kartoffeln, was ein Gratin sein soll aber nicht ist. Den Nachtisch streife ich nur mit einem Blick, keine Lust auf gummiartiges Plastik.
13:15 – Die Sitzung beginnt 15 Minuten früher, es wollte wohl keiner eine zweite Portion – sehr nachvollziehbar. Der erste Vortrag über Vorsorgevollmacht ist richtig aufschlussreich, der zweite über die Bilanzen und Prognosen ebenfalls. Die Diskussion, bzw. was die Teilnehmenden so als Diskussion bezeichen, dagegen komplett überflüssig und redundant bis …
15:15 – Meine große Stunde. Ich darf einen Pipifaxfurz vorstellen. Die sieben Minuten gestalten sich aber sehr schwierig, weil mein Chef in der Ankündigung meines Beitrages schon alle wichtigen Inhalte dreimal aufgezählt und erläutert hat.
15:55 – Auch dieses Grauen – also diese Sitzung – hat ein Ende.
16:30 – Auf der Straßenbahn zurück. M. gesellt sich für ein paar Stationen zu mir und wir sprechen über die Statistiken, die er gerade gezeigt hat. Zum Abschied schlägt er mir freundschaftlich aufs Knie – so viel Nähe hätte ich ihm nie zugetraut.
16:45 – Einkaufen. Es gibt heute abend mal wieder unsere Variante des Nizza-Salats.
17:15 – Mein großer Computer hat ne Macke. Er verbindet sich immer nur für 30 Sekunden mit dem Internet, dann hat er keine Lust mehr – für 30 Sekunden. *nerv*
17:25 – Der große Computer hat die Lust verloren am Spielen und ist nun mit dem Internet verbunden. Mails, Flickr.
17:45 – Tageslektüre.
18:15 – Küche. Salat richten, s.o.
18:45 – Aperitif auf dem Sofa mit Fernsehn. Ich kann Proll.
19:15 – Der Mann erreicht den heimatlichen (kalten) Herd, macht sich sein Salatdressing und wir essen zusammen.
20:00 – Etwas Nachrichten
20:17 – Ich komme auf die, wie ich finde, gute Idee Sex Education zu schauen.
22:21 – Da morgen ein echt langer Tag, richte ich meine Sachen für die Schulung in K. übermorgen. Denn nach dem Job morgen gehts gleich zum Psychodoc, von dort aus gleich zum Bahnhof und von da aus dann zum Rhein.


WMDEDGT 1/19

8:50 – Aufstehen. So ausreichend geschlafen habe ich aber auf alle Fälle nicht.

9:05 – Zeitungslektüre, Tee und Toast mit Fleischsalat.

9:45 – der wöchentliche Küchenputz, das Bad bekommt auch noch was von meiner Aktivität ab. Das Wohnzimmer grummelt, ob meiner Nichtbeobachtung.

10:45 – Einkaufen muss auch noch sein.

11:30 – L. kommt. Will sich hier irgendwie mit einem Zusatzgerät an unser Internet klemmen, um eine Abrechnung an die KV zu übertragen. Funktioniert natürlich nicht.

12:10 – Suppe von gestern abend mit den Resten der Zeitung.

12:45 – Statt Mittagsschlaf Tageslektüre. Derzeit „Satyricon“ von Petronius und „Metamorphosen“ von Ovid. Das das beides gerade so alte Dinger sind, ist reiner Zufall.

13:45 – Im Internet rummachen. Irgendwelche Seiten finde ich dann doch immer, die ich mir mal anschauen wollte. Kurz noch ins Darknet … der Rest ist Schweigen, auch wenn es absolut jugendfrei war / ist.

15:00 – Stolpere mal wieder über die Hörspielseite des WDRs. Und da ich das echt mag, höre ich mir gleich mal zwei an, während ich aber das Problem habe, wohin mit den Händen?

16:30 – Hübsch machen ist angesagt (soweit überhaupt noch möglich). Wir müssen gleich los auf einen 50sten. Also d.h. ich muss mit. Aufs Land!

16:58 – Auf der Straßenbahn

17:05 – B. steigt zu und berichtet von ihr missglückten Augen OP. Bin ich froh, dass bei mir damals alles gut gegangen ist.

17:30 – Wir steigen in ein wartendes Auto um, welches uns in die Pampa bringen wird.

18:00 – Pünktlich zum Gratulieren stehen wir vor der Tür. Es riecht nach Gegrilltem.

18:45 – Das ‚Büffet‘ wird eröffnet, lange nicht so viel bzw. reichhaltig wir sonst bei S. Es wird knapp werden. Passt aber auch zu dem ganzen Abend, der dann leider, leider viel, viel länger dauert, als erhofft.

WMDEDGT 12/18

So gut wie jeden Monat fragt das Fr. Brüllen, was man denn so am Tag macht.

6:29 – Der Wecker klingelt spät und ich bleibe sogar noch eine Minute liegen.
6:31 – In der Küche, Tee aufsetzen.
6:33 – frühmorgendliche Badaktivitäten verschiedener Art
6:40 – Tee aufgießen und anziehen
6:45 – Tee genießen, eine große Kanne Tee kochen, Brote schmieren.
6:55 – Zeitungslektüre
7:19 – Richten für den Tag
7:25 – erwische noch die 1
7:45 – erwische eine frühere 17
8:01 – schon im Bildungszentrum – im Grunde viel zu früh, daher
8:03 – einen schnelle Kaffee mit Schinkenbrötchen
8:22 – Ankunft in Raum S5, Frau W. ist auch schon da. Begrüßung, Unterlagen auspacken, kleine Absprachen, Prüfungsunterlagen scannen
8:30 – Pünktlich stehen die ersten beiden Prüflinge im Raum, wie sie unterschiedlich nicht sein können. Sie wird die Prüfung nicht bestehen (da durch das Schriftliche durchgefallen), er könnte ne gute Note machen. Sie aufgeregt wie ein Gummiball, er die Ruhe selbst. Sie … jedenfalls kommt es so und Frau W. und ich prüfen uns ohne wirkliche Pause einen Wolf ab, bis …
13:15 – … der letzte Prüfling gar nicht kommt und wir unsere Sachen packen können.
13:28 – Wieder die 17 zurück, dann in der Stadt auf der Suche nach Grappagläsern, dazwischen eine schlechtschmeckende Currywurst auf dem schrecklichen Weihnachtsmarkt, da u.a. „Stille Nacht“ mit erheblicher Dezibel-Zahl über den kleinen Platz schreit.
15:45 – Zuhause. Der Paketbote war zwar für meinen Mann da, noch (?) nicht aber für mich. Ahnung, dass das mal wieder ne Hängenummer wird.
15:59 – Viel zu wenig Schlaf in den letzten Tagen und Nächten, ich gönne mir eine Runde.
16:15 – Schwer erhebe ich mich, der Mann ist auch schon da, gemeinsam Tee und Absprachen zu Freitag, Abendessen und Linzertorten, die ich morgen backen werde.
17:00 – Tageslektüre, derzeit die „Metamorphosen“ von Ovid und die „Sagen des klassischen Altertums“ von Schwab – muss ja auch mal sein.
17:55 – Werde jetzt doch noch in die Küche beordert und helfe ohne zu klagen. Dazwischen ein alkfreies Bier und den ein oder anderne Blick in die Glotze.
18:45 – Abendessen (überbackener Blumenkohl) dazu irgendeine strunzdumme Vorabendserie, aber die Akkus sind gerade leer.
19:20 – Mein Mann versucht heldenhaft sein neues Internetradio zu installieren. Aber da muss erst der Checker kommen, also ich – jetzt funktionierts und für den Rest des Abends werde wohl ich mit der Musik sämtlicher griechischer Sender beschallt werden.
20:20 – mein Mann arbeitet sich in die Mediathek ein und findet einen wirklich spannenden Film … der dann doch zu einem großen Entsetzen der Beginn eines Mehrteilers ist. Ich mag ja Serien!
22:00 – Ja, auch ich habe Abgründe … also gucke ich noch in das Finale von „The Taste“ rein – immerhin ist ja einer der Kandidaten noch ein echtes Schnuckel.
geplant: 22:30 – Nachtlektüre und wohliges Einschlafen (wünschen wird man sich ja noch was dürfen!)


WMDEDGT 11/18

Wie so gut wie jeden Monat mache ich bei Fau Brüllen mit.

5:59 – zuverlässig: Wecker.
6:09 – Aus dem Bad zurück, irgendwo habe ich Zeit liegen lassen.
6:18 – Mit dem Schmierenvon Broten fertig. Irgendwo habe ich noch mehr Zeit liegen lassen.
6:29 – Linie 52 kommt – mal wieder – nicht, obwohl ich lieber mit dem Bus fahre. Also um
6:30 – mit der Linie 7.
6:45 – Braves Einstempeln, Kollege M. kommt später als ich – Premiere für uns.
6:58 – Tee ist gekocht, Zimmertür ist zu, Raum und Zeit zur ausführlichen Zeitungslektüre
7:48 – Ich bearbeite einen Vorgang – es wird auch der einzige bleiben. Den Rest der Zeit lese ich die Benn-Biographie von Holger Hof fertig.
11:11 – Wieder auf der Straßenbahn.
11:30 – Wieder vor dem Rechner, diesmal meiner, Bücher runterladen.
12:15 – Es gibt Rührei und Brot
12:45 – Ein kleines Nickerchen, 5,5 Stunden Schlaf in der Nacht sind halt doch etwas wenig
13:45 – Tageslektüre 1: Gustav Schwab: Sagen des klassischen Altertums: Tageslektüre 2: Gottfried von Straßburg: Parzival. Davor, danach, dazwischen etwas Mail, etwas Bilder, etwas dies und das.
16:00 – Salat kaufen zur Gulaschsuppe, die wir gestern mitbekommen haben.
16:15 – Zwei Kapitel für das Musil-Projekt gelesen und geschrieben.
17:00 – Dies & das
17:41 – Linie 52 kommt – aber es ist ja auch die andere Richtung.
18:00 – Monatliche Laberrunde, heute Pädophilie – ich hab‘ erstaunlich viel zu sagen.
19:32 – Gerade noch die 4 bekommen
19:48 – Warten, dass die Suppe heiß wird.
20:00 – Suppe und Nachrichten
20:20 – Tatort von gestern
22:15 – Brote schmieren, damit mir nicht wie gestern wieder die Zeit am Morgen wegläuft
22:45 – schon im Bett. Aber mit Lektüre. Belletristik.

WMDEDGT 10/18

Wie so gut wie jeden Monat mache ich bei Fau Brüllen mit.

3:00 – Ich in also nicht alleine um die Uhrzeit wach. Aber im Gegensatz zu X. greife ich nicht zu einem Buch, sondern spiele Walzmaschine, wobei ich irgendwann dann wohl doch wieder einschlafe.
8:00 – Das Tablet klingelt und mir dämmert, dass ich ja gar nicht zu Hause bin.
8:07 – Kindergeschrei. Das kann nur H. sein. Also doch auch mal aufstehen.
8:25 – am Tisch mit B., I. und der einjährigen H. Frühstück mit Kaffee und Brötchen, dazu Themen von Suizidalität, Angsterkrankung, Urlaubszielen, Kindererinnerungen … am Schluß sitzen B. und ich noch kurz vor dem Computer und hauen uns gegenseitig eins auf die Mütze.
11:30 – B. bringt mit zum 30 km entfernten Bahnhof, wo wir früh ankommen und weiter klönen kommen.
12:30 – Die Bahn machts hin und wieder doch möglich: Pünktliche Abfahrt – aber was will das schon bedeuten?
15:01 – Diesmal erstaunlich viel, ich komme sogar pünktlich wieder an. Im Zug beim Rausschauen und Nachdenken mir dann aufgefallen, dass ich meinen Vornamen in den letzten 24 Stunden so oft gehört habe, wie sonst in einem Monat wohl nicht. Liegt einfach daran, das B. und ich den gleichen haben und seine Frau ihn immer (!) mit Namen anspricht. Hat mich zwar auch immer hochschrecken lassen, aber aus ihrem Mund klingt er auch irgendwie richtig gut.
15:15 – Brot zwischen die Lippen, die Wahlbenachrichtigung ist für mich nun auch mal gekommen, Internet, etwas Seelenheil, Mails, Wäsche aufhängen, Bier in den Kühlschrank legen, Vorräte checken, Tee kochen, kurz telefonieren und jetzt die Überlegung: Noch was hinlegen oder nicht?
16:35 – Die Enscheidung ist für die Tageslektüre gefallen. Also schlage ich Seite 726 von „Über den Prozeß der Zivilisation“ von Norbert Elias auf.
16:45 – Mir fallen einfach die Augen zu, also doch ne Runde aufs Bett.
17:15 – Noch ein paar Seiten Elias und ein paar Seiten „Parzival“ von Eschenbach.
17:45 – Youtube gucken – was ist denn mit mir heute los?
18:30 – Doch mal Küche. Eigentlich hatte ich auf Youtube nurmal schnell gucken wollen, ob es noch Geheimtipps für Rösti gibt. Nein, gab es nicht.
19:15 – Niemand will anscheinend kommen, also mach ich mir einen selber.
19:15 – Es klingelt, E. stappft die Treppen hoch!
19:35 – Rösti mit Lachs, Meerrettich aus (2 x e, 2 x r, 2 x t) dem Glas und Salat.
20:00 – Nachrichten
20:15 – Wir suchen nach einem Film und verlieren uns in Diskussionen über Hilperts Hotel (also die Frage, ob, wenn man zwei Unendlichkeiten addierte, es zwei Unendlichkeiten sind oder doch nur eine) und über das Wesen von Primzahlen. (Habe ich schon mal erwähnt, dass, wenn E. und ich zusammen sind, schon mal was Ver-Rücktes passieren kann?).
21:10 – Mein Mann kommt nach Hause. Rösti will er nicht mehr, aber Salat.
21:30 – Die Frage, ob Primzahlen endlich sein können oder doch nicht schlägt jegliches TV-Program.
23:50 – Angesichts der letzten Nacht, angesichts der Nacht davor, angesichts der Nacht vor der Nacht davor, angesichts der Nacht vor der Nacht vor der Nacht davor, angesichts …. kurz: Ich versuch mal einfach pennen zu gehen.

WMDEDGT 09/18

Wie so gut wie jeden Monat mache ich bei Fau Brüllen mit.

5:59 – Der neue Radiowecker macht seine Arbeit.
6:04 – Badroutine, davor Teewasse aufsetzen.
6:15 – Küchenroutine, Brote schmieren, Tee schlürfen, Zeitung lesen.
6:35 – Auch mal anziehen.
6:40 – Auf dem Rad.
6:51 – So früh ist auf den Straßen echt nix los, ich kann mich ‚einstechen‘.
6:58 – Immerhin zeigt das Postfach drei zu bearbeitende Vorgänge. Also Tee kochen und in alle Ruhe Zeitung lesen.
8:00 – Innerhalb der nächsten halben Stunde kommt der Chef, also beginne ich mit meinen drei Vorgängen, damit er mich arbeiten sieht.
8:40 – Ab jetzt ‚fröhliches‘ Zeit vertreiben. Lese „Tausend Deutsche Diskotheken“ von Michel Decar fertig, was nach meiner neuen Bewertung dann gerade noch 4 Punkte bekommt. Letztendlich eine Fleißarbeit viele Discotheken deutscher Städte aufzulisten, dazwischen eine etwas arg einfach und einfallslose Story mit einem äußerst blassen Helden und einer locker-schnoddrigen Sprache, die einem, auch aufgrund der unnötigen Wiederholungen und Sprachbilder, nach gut 50 Seiten mir einfach nur noch auf die Nerven gegangen ist. Keine Ahnung, was der Rezensenzt so toll fand.
10:45 – Beim Arzt. Mit Herzklopfen.
11:45 – Jetzt hat er Zeit. Das mit meinem Blutdruck findet er nicht weiter besorgniserregend und muss auch nicht behandelt werden, gibt mir aber dennoch Tabletten mit, um mein Wohlbefinden zu steigern. Das andere findet er noch nicht besorgniserregend, will es aber beobachten, in vier Wochen soll ich wieder auf der Matte stehen.
12:40 – Als Mittagessen gibt es Fisch aus der Dose und Brot von vor Tagen, weil Handwerker im Haus sind und eine neue Sprechanlage installieren und ich daher mal auf einen Schnelleinkauf verzichte.
13:15 – Compterroutine.
13:45 – Ausführliche Tageslektüre: a) Norbert Elias: Prozess der Zivilisation, b) Wolfram von Eschenbach: Parzival
14:55 – Die Handwerker sind durch und ich hau mich aufs Ohr. Waren keine sechs Stunden heute Nacht (und die noch mies).
16:00 – Der Mann hat Tee gekocht – wir hauen auf die Kacke und essen ein Hanuta dazu (also jeder eins!).
16:30 – Computer. Präsentation der Haushaltsjahre 2017 (Abschluss) und 2018 (Planung) nochmal schnell durchgehen, um 18 Uhr ist Mitgliederversammlung von Verein 1 und als Schatzmeister bin ich da mit zwei TOPs vertreten (die niemand interessiert).
17:25 – Dann geh‘ ich mal los.
18:00 – Immerhin, wir fangen pünktlich an.
20:05 – Es hätte ja so gut werden können – aber bei TOP 5 kommt es zum Eklat, d.h., Eitelkeiten erobern die Szene.
21:00 – Eitelkeiten haben Ausdauer!
21:45 – Eine Kleingruppe findet sich dann doch noch auf einen Absacker.
23:00 – S. und ich bilden eine Kleingruppe, sie will wissen, was beim Arzt war.
24:00 – Es ist lange her, dass ich aus einer Kneipe vertrieben worden bin. Für ein Moment fühle ich mich jung. Wie gesagt, für einen Moment.
00:01 – Das ist nicht mehr heute.

 

WMDEDGT 8/18

Wie schon vorletzten Monat (im letzten war ich in Urlaub, mit ohne Internet), mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

7:35 – Es ist Sonntag! Warum sollte der Wecker auch nicht mal früh klingeln?
7:37 – Ich arbeite mich aus dem Wasserbett und bin erstaunt: Musklen fühlen sich alle soweit OK an.
7:45 – In der Küche E., der Kaffee kocht, ich nehme auch einen.
7:55 – E.’s Neffe F. ist nun auch aufgetaucht, bringt mir eine Badehose mit.
8:10 – Wir sind bei bewölktem (!) Wetter im Schwimmbad. Laut Anzeige ist dass Wasser vier Grad wärmer als die Luft. Ich ziehe mich trotzdem um.
8:15 – Das Wasser ist nicht ganz so kalt wie befürchtet, das Mittelmeer war aber bedeutend wärmer.
8:40 – Im Schwimmbad gibt es Panecake und Kaffee
9:15 – Wieder bei E.’s Familie, noch nen Kaffee, dann schwinge ich mich aufs Rad.
10:24 – Die Bahn kommt pünktlich.
11:05 – Wieder zu Hause mit brüllendem Hunger. Schwimmen ist das eine, ne Steinmauer am Vortag bauen das andere.
12:10 – Mir fallen fast die Augen zu, also gibt es einen Mittagsschlaf.
14:00 – Die Muskeln meinen mich nun sehr deutlich erinnen zu müssen, dass ich gestern mit E. und T. malocht habe wie Idioten (Steinmauer und so). Die Bewegungsabläufe sind siebzigjährigmäßig.
14:15 – Tee und (Fach-)Lektüre auf dem Balkon. Ertappe mich kurz bei der Überlegung, mir zumindest ne Hose anzuziehen. Aber ich schwächel doch nicht als Vollzeitnudist bei 23 Grad!
15:35 – Weitere Arbeit am Rechner. Mein Mann hat für seine Schulung Fotos gemacht, die müssen erst ausgesucht, in Reihenfolge und beschriftet werden. Die Berarbeitungen frühestens am Dienstag oder so, mir fehlen noch zwei Idee für die Moderation am Dienstag.
17:45 – Kochen: Lammcury mit Blumenkohlsalat.
18:30 – Seehofer gucken im Ersten. Große, leere Worte, ein schlaffer Luftballon. Grauenhaft, dass sojemand macht hat und meint Trump machen zu müssen, in dem er Sachen behauptet, die nicht stimmen.
18:45 – Wir essen trotzdem! Dazu Lindenstraße, Nachrichten, Weltspiegel.
19:45 – Anruf bei Muttern. Wie schon seit 5 Wochen: Total unklar ob OP möglich oder nicht, geschweige denn wann. Dennoch scheint sie etwas entspannter zu sein als in letzter Zeit.
20:15- Wie (fast) immer: Tatort. Nachdem wir letzte Woche zum ersten Mal „Im Schmerz geboren“ gesehen haben. war die Erwartung sehr gering, dass der heute auch was zu bieten hätte. Hat er aber, wenn auch ’nur‘ formal. Eine Kamerfahrt über 90 Minuten – das ist mal was.
21:45 – etwas Fernsehen, etwas Internet, etwas Plaudern, etwas Käse, etwas Handcreme suchen, etwas … und etwas bettfertig machen. Morgen klingelt der Wecker schon um 5:45, denn meine Musklen melden jetzt schon lautstark an, dass das Mit-dem-aus-dem-Bett-steigen ’ne längere Geschichte werden könnte.

WSMDEGT 06/18

Wie schon letzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

6:35 – Wecker wie üblich. Doofes Teil.
6:37 – Schon im Bad. Die üblichen Verrichtungen.
6:47 – Schon in der Küche. Tee kochen, Brote schmieren, Zeitung lesen.
6:59 – Ups, das ist ja mein Mann. Der muss auch mal früh raus. Aber zu mehr als einem Guten-Morgen-Kuss reicht es nicht.
7:05 – Mal Klamotten anziehen.
7:10 – Auf dem Rad.
7:21 – An der Arbeit. Es gibt noch Reste von gestern! Und ein Kollege hat noch eine weitere Bewertung für mich.
11:01 – Mit beiden fertig, also verbotenerweise etwas Internet.
11:15 – Ein Vorgang! Ich glaub’s nicht. Arbeit!
11:45 – Wieder auf dem Rad.
12:15 – Spaghetti vom Samstag mit roter Soße aufwärmen, nachwürzen, essen. Dazu: Zeitung, später Deutschlandfunk. Davor aber noch Wäsche in die Waschmaschine unten in den Keller gebracht.
13:00 – Da Nächte bei mir ja selten zum Schlafen da sind, hole ich mal was davon nach.
14:00 – Tageslektüre 1 und Tageslektüre 2.
15:15 – Wäsche im Garten aufhängen – mit Bedacht und Überlegung. Die Leute sollen ja was zu sehen bekommen.
15:30 – Verein 1-Tätigkeiten am Internet.
16:15 – Einkaufen: Mozarella, Salami, Käse, Ziegenkäse, Bier.
17:00 – Geschirr abwaschen und abtrocken und Küche aufräumen und so halt.
17:30 – Bei HR2 beworben, dies und das im Internet, sogar auch Nacktes.
18:05 – Küche. Hab‘ mich für Tomaten-Mozarella entschieden sowie Eieromlett mit Schrimps. Bloß die Tomaten sind schimmlig, also nochmals los.
18:35 – Küchenrumgemache mit ohne Bier mit ohne Alkohol.
19:15 – Endlich Abendessen. Für das Eieromlett doch die falsche Pfanne genommen. Wann werde ich das lernen?
20:00 – Nachrichten auf dem Sofa und Abschimmeln, obwohl den ganzen Tag mal wieder nix getan.

WSMDEGT 05/18

Wie letzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

8:30 – Aufstehen, auch an einem Wochenende nötig.
8:33 – Tee, denn mein Mann ist schon wach und hat welchen gekocht. Ein bisschen Zeitung, eine Menge Absprachen für den Tag.
8:50 – Morgentoilette und mal paar Klamotten für den Körper.
9:00 – Wäsche in die Maschine / Spargel einkaufen / Kuchen einkaufen / Blumen einkaufen / Sonstiges einkaufen.
9:40 – Ausnahmsweise Frühstück: Bio-Super-Duper-Brot mit Mortadella.
10:00 – Anruf meines Mannes: A) er muss länger arbeiten, B) er hat sein Tablett vergessen. Also bin ich ein barver, treufürsorgender Ehemann, ziehe mir wieder was an und fahre mit der Straßenbahn in die Stadt, um es ihn zu bringen (und schaue mir dabei mal seinen neuen Arbeitsplatz an)
11:00 – Spontan kaufe ich mir drei notwendige T-Shirts.
11:30 – Erst jetzt steht die eigentliche Samstag-Arbeit an: Wohnung putzen (wenn auch heute nur die sehr reduzierte Fassung).
12:30 – Zur Belohnung ziehe ich mir wieder was an, hänge die Wäsche draußen auf der Wiese auf und esse ein Brot mit einer übrig gebliebenen Frikadelle von gestern.
13:00 – Langsam habe ich keine Lust mehr, mir schon wieder was anzuziehen, aber ich möchte meinen Mann nach dem langen Dienst nicht noch zum einkaufen scheuchen, und so laufe ich selber los und kaufe noch Wein.
13:30 – Heute abend ist Mitbringgeburtstag bei S., also mixe ich Ricotta, Pinienkerne, Creme fraiche, Rucola, Basilikum, Pfeffer, Salz, Olivenöl und Eier zu einer grün-ekligen Masse, gebe sie in Förmchen und stecke sie in den Ofen.
14:15 – Küche wieder sauber.
14:20 – Mal ein bisschen am Computer.
14:55 – Das es noch keine selbstanziehendne Hosen gibt? Runter auf die Wiese, Wäsche einsammeln, dann auf die Geburtstagsparty von Karl Marx. Die Party will aber so überhaupt nicht in den Schwung kommen, also gehe ich wieder nach einer guten Stunde.
16:30 – Tee und Gebäck auf dem Balkon.
17:15 – Ein kurzes Nickerchen.
17:45 – Die & das & jenes
18:15 – Bier!!! (alkoholfrei) Und noch etwas weiter in einem eher schlechten Krimi, der einen Preis bekommen hat. Manchmal versteh ich es einfach nicht.
18:59 – Nachrichten gucken.
19:35 – Zum letzten Mal heute: Hose an. Dann auf zu S., Geburtstagsparty. Wird mit Sicherheit lebendiger als der von heute Mittag.

WSMDEGT 04/18

Wie letzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

6:30 – Der Wecker.
6:38 – Schon wieder der Wecker. Der darf das aber. Ich aber auch, denn ich bin erst um halb zwei ins Bett gekommen und hab‘ einfach nur schrecklich mies geschlafen.
6:40 – Im Bad ist es kalt, also geht alles recht schnell.
6:48 – In der Küche ist es auch nicht warm, dennnoch halbnackt die Brote geschmiert, Tee, gemacht, Zeitung geladen, Zeitung gelesen.
7:10 – Mal anziehen. Die Zeiten des ÖPNV haben sich hier geändert, so richtig blicke ich nicht durch und will es mal mit einem Bus von einer anderen Haltestelle versuchen.
7:18 – Der Bus ist pünktlich – und leer (aber es sind ja noch Schulferien).
7:25 – Viel später also nicht im Job. Noch nen Bus später nehmen?
8:35 – Es wird ein langweiliger Arbeitstag. Der einzige Termin des Monats wurde abgesagt. So langweile ich mich durch den Vormittag, lese viel.
11:41 – Die Straßenbahn fährt nicht (obwohl die Internetauskunft es behauptet hat), dafür bekomme ich den 100er Bus (Doppelstock!)
12:05 – Den Rest Nudelsuppe von gestern.
13:00 – Das Nachmittagsnickerchen entwickelt sich zu einem fast zweistündigen pornographischen Alptraum aus lauter Schäwänzen, Brüsten und Mösen die sich mir in allen Varianten permanent aufdrängen.
15:00 – Komplett erschlagen trinke ich eine Tasse Tee, würge mir eine Banane rein.
15:41 – Der nächste Bus.
16:00 – Besprechung in Verein 1. Niemand ist vorbereitet, was zu besprechen haben wir im Grunde auch nicht, abers schön, dass wir darüber gesprochen haben.
16:40 – Noch’n Tee in Verein 1 und Lektüre bis zur Laberrunde.
17:30 – Laberrunde. Am Ende zeigt die Supervisiorin mal wieder, welche Klasse sie hat (ne ganz, ganz hohe!).
18:40 – Brot mit Käse und Bier ohne Umdrehungen.
19:10 – Bisschen Fernsehen, bisschen Mail, bisschen Tablet, bisschen nix, bisschen …
21:10 – Mal Fahrkarte für morgen kaufen, auch wenn ich leicht beunruhigt bin, dass ich vielleicht vergesse, morgen dann auch zu fahren …
22:50 – Schon im Bett. Noch’n bisschen lesen und ausnahmsweise noch zwei Schluck Rotwein auf die Nacht, vielleicht penne ich dann (ein bisschen) besser.

WSMDEGT 03/18

Wie letzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

6:30 – Nichts neues: Der Wecker!
6:35 – Auch nichts neues: Nochmals der Wecker!
6:37 – Teewasser aufsetzten, Heizung aufdrehen, Bad gehen – und sogar anziehen.
6:48 – Brote schmieren, Zeitung laden, Tee schlürfen
6:50 – Zeitung lesen, Tee schlürfen, Heizung abdrehen – draußen hat es Plus-Grade, da braucht es das nicht mehr.
7:10 – Zeit für die Straßenbahn.
7:16 – Ich schaffe mal wieder die 3.
7:29 – Ich ’steche‘ mich ein.
7:35 – Es wird ein langer Tag, denn ich vertrete das Sekretariat bis 15:30. Etwas zu tun habe ich sogar und hin und wieder kein weißer Elefant, sondern Telefonklingeln.
12:18 – Ich hab‘ mir einen Burger verdient, jawoll!
12:49 – Zwischen den wenigen Telefonaten lese ich in „Friedinger“ von Stefan Kutzenberger.
15:40 – Auf der Straßenbahn und zurück.
16:05 – Bisschen Internet, Mails, nackte Männer, Blog … was halt so ansteht.
16:25 – Tageslektüre. Quäle mich durch drei Seiten von „Also sprach Zarathustra“ von Friedrich Nietzsche (das Buch erreicht mich absolut nicht) und exzerpiere dann akribisch zwölf Seiten der echt spannenden Abhandlung „Das Leben nehmen – Suizid in der Moderne“ von Thomas Macho. (Nur damit das klar ist: Ich habe nicht im geringsten die Absicht mich zu suizidieren, sondern habe in einem anderen Kontext des öfteren mit suizidalen Menschen zu tun. Was Macho da auf den ersten 60 Seiten an Grundfragen stellt (Wem gehört eigentlich mein Leben? Mir? Den Eltern? Gott? Göttern? …) und an Denkmodellen aufzeigt, ist einfach rasend spannend.)
17:10 – Nochmals paar nackte Männer gucken und flickr gerade ziehen.
17:25 – Da ich gestern (endlich) mit „House of Cards“ fertig geworden bin (5. Staffel – in der Zeitung gelesen, dass die 6. gerade online geht), gönne ich mir nun Suburra. Derweil umziehen.
18:10 – Wieder auf die Straßenbahn.
18:20 – Wieder hätte ich die 4 fahren lassen und auf die 7 gewartet. Aber ich brauche die 4, nicht die 7!
18:45 – BMW*-Sport bzw. Alt-Herren-Gymnastik. T. quält auf angenehme Art, packe u.a. die 4 x 20 Alt-Herren-Liegestützen (also mit aufgesetzten Knien). Und damit die Psyche auch noch schön gequält wird, gibt es Schlager aus den 70gern – noch zehn Minuten länger, und ich hätte alles gestanden.
20:02 – Wieder zu Hause: Es gibt Börek, Tomatensalat und Bier. (Das kann mit nocheinglaswein natürlich nicht mithalten.)
20:50 – Der montägliche Chat mit U. Und wenn die Spontanität in eine Buchung führt, bin ich demnächst mir ihr an der Ostsee.
22:15 – Allgemeines Abschimmeln.
23:35 – Mal langsam ins Bett. Friedinger wartet.


*BMW = Bauch muss weg

WSMDEGT 02/18

Wie letzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

00:00 – Ich sitze tatsächlich vor dem Fernseher und schaue Super-Bowl
01:00 – Wären die Unterbrechungen und vor allem diese den Verstand beleidigende Werbung nicht, würde ich ja weiterschauen. So trolle ich mich ins Bett.
06:30 – Wie zu erwarten, der Wecker.
06:35 – Vor der Badroutine Teewasser aufsetzen und Zeitung ‚laden‘.
06:45 – Brot schmieren, Tee trinken, Zeitung lesen
07:05 – Mal die restlichen Klamotten anziehen
07:10 – Auf die Straßenbahn
07:31 – ‚Steche‘ mich bei der Arbeit ein.
07:40 – Es wird langweilig werden – kein Vorgang, auch keiner zu erwarten, daher Zeit totschlagen, viel lesen, etwas Pseudoarbeit machen, ein wenig im Internet surfen.
11:35 – Ich beschließe, den ‚anstregenden‘ Arbeitstag hinter mir zu lassen.
11:45 – In der Buchhandlung hole ich mir den 8. Band von Powells „Ein Tanz zur Musik der Zeit ab“. Der Inhaber erkennt mich, wir plauschen kurz und ich frage mich, woher er weiß, wo ich arbeiten. Dass er mich mal anstellen wollte, weiß er auch noch und berichtet, dass er nur noch gelernte … geschenkt.
11:50 – Entscheide mich, durch die weiße Kälte nach Hause zu laufen.
12:30 – Spiegelei mit ner Scheibe Brot.
13:00 – Internet gucken und mich aufregen, dass der Rechner die Verbindung zeitweise nicht halten will. Ein System ist aber nicht zu entdecken.
13:30 – Engagierter Mittagsschlaf
14:00 – Tageslektüren: „Deutsche Gedichte“ und von Gerd Koenen: Die Farbe Rot – Ursprünge und Geschichte des Kommunismus. Dazwischen immer mal wieder Internet.
15:30 – Einkaufen. Vor dem Altglas fängt mich U. ab, aber ich bin soweit von der Welt weg, dass ich gar kein Gespräch gerade will.
16:15 – Seelenmails.
16:45 – Noch etwas Lektüre, bis mir einfällt, dass ich ja schon seit drei Tagen nicht mehr „House of Cards“ gesehen habe – also dann aber jetzt.
18:00 – Der Schornsteinfegerkreismeister gibt sich die Ehre. Danach stehe ich in der Küche und brate Würstchen, wärme das Sauerkraut auf und bastel aus Kartoffelbrei irgendwelche panierten ‚Taler‘.
19:00 – So wie es sich für einen gut bürgerlichen Haushalt gehört: Der Mann kommt heim – das Essen steht auf dem Tisch. Danach gemeinsames abchillen auf dem Sofa.
20:15 – Der wöchentliche Chat mit U.
21:30 – Fernsehen, ein Glas Wein, Terminabsprachen, Mails, …

WSMDEGT 01/18

Wie vorletzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

6:30 – Der Wecker klingelt.
6:30 – Ich haue drauf.
6:31 – Beschließe nicht aufzustehen.
6:35 – Der Wecker klingelt.
6:38 – Ich beschließe, doch aufzustehen.
6:39 – Verkürzte Morgenroutine im Bad – gestern habe ich gebadet.
6:50 – Angezogen in der Küche: Tee kochen, Brote schmieren, Zeitung lesen, Radio hören.
7:16 – Die Straßenbahn hinterm Haus (mit mir drin) fährt los – wohl die letzte Fahrt dieser Art.
7:38 – Die Stechuhr an der Arbeit piepst.
7:44 – Huch! Ein Vorgang! Schon wieder!
9:57 – Ich beschließe, heute richtig früh zu gehen. Ich habe, wie immer, kaum was zu tun, zu Hause warten genug Dinge, wie beispielsweise verschiedene Ummeldungen. Schließlich ziehen wir am Donnerstag um.
11:15 – Mit der Straßenbahn zurück.
11:45 – Geschirr spülen. Versuche derweil meinen Mann dazu zu überreden, doch bei diesen blöden Servicenummern anzurufen denn ICH HASSE ES MIT DUMMBLÖDEN MASCHINEN REDEN ZU MÜSSEN! Immerhin müssen wir das Kabel abbstellten, Telefon und Internet umbestellen, auch die Zeitung braucht die neue Adresse.
11:55 – Er lässt sich einfach nicht wirklich überreden, klärt dann aber heldenhaft das mit dem Kabelanschluss.
12:05 – Ich greife zum äußersten, nämlich zum Telefonhörer und rufe Vodafone an – ein Unternehmen mit dem denkbar schlechtesten Service der Welt. (Eine Kurzzusammenfassung einer von unzähligen Leidensgeschichten HIER.)
12:20 – Sprachlosigkeit. Es soll nur zwei Wochen dauern. Einen neuen Router wollen sie auch schicken (da musste ich dann doch laut lachen). Fest steht: Ich glaube nicht daran und nehme es als gerechte Strafe, mich nicht schon früher (also Mitte letzten Jahres) darum gekümmert zu haben.
12:25 – Weil nix anders im Haus ist: Brötchen mit selbstgemachter Taubenterrine.
14:45 – Erwachen aus kommatösem Mittagsschlaf.
15:00 – Expedition in den Keller.
16:00 – Den Entrümpler kommt pünktlich auf die Minute. 300 will er für einen besenreiner Keller und Abholung von u.a. fünf Schränken.
16:30 – Mein Mann schickt mich in die Zwangsdusche wegen dem echt dreckigem Keller und der Angst vor irgndwelchen Schimmelsporen. Ich bin gehorsam.
16:45 – Internet. Das und jenes und selles. Derweil immer mal wieder durch die Wohnung, die nun deutliche Tendenzen der Auflösung zeigt.
18:00 – Abendessen: Linsensuppe
18:51 – Straßenbahn
19:01 – Erstes Glas Wein mit V. Wir sitzen in der Kneipe am Fenster. Ist mir recht. Denn so kann jede/r sehen, welch schöne Frau mit mir ausgeht! Ha, ich liebe diese ungläubig-neidischen Blicke.
22:10 – Wieder zu Hause. Hosen aus. Feierabend. Morgen ist auch noch ein Tag. Und bis dahin: House of Cards.

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Anton Weyrother

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