Durch die Zeit

Kategorie: 5. d.M.

WSMDEGT 11/16

Wie schon auch letzten Monat fragt Frau Brüllen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag.

0:00 – Die letzten beiden Tage waren sehr anstrengend, dennoch süffel ich lieber noch an einem Wein rum und zappe so durch die Sender.
1:35 – Doch mal schlafen gehen.
9:50 – Der Blick aus dem Fenster verrät: Heute bleibe ich zu Hause. Quäle mich aus dem Bett, sizte in einer schicken Unterhose beim Frühstück und gönne mir ein Brot.
10:55 – Ist doch etwas kühl, also ein paar Wohlfühlklamotten über, als ich aus dem Bad komme.
10:59 – Die Tageslektüre die letzten Tage vernachlässigt, also hole ich nach und lese ein paar Sonette mehr von Shakespeare und auch ein paar Seiten mehr in der Marx-Biogrpahie von Neffe. Davor kurz Internet checken und eine Einladung zu einem Geburtstag annehmen (der etwas schräg werden wird).
12:53 – Eigentlich wollte ich nur was nachschauen, aber dann räume ich etwas die Festplatten auf und mache doppelte Datensicherung, während ich Musik höre. Zwischenzeitlich linze ich immer mal wieder bei Tumblr rein.
14:50 – Klassische Uhrzeit für einen Nachmittagsschlaf, der aktiv beginnt.
16:15 – Ostfriesentee und Lektüre von „Der große Rote Sohn“ von David Forster Wallce – enttäuschend.
17:39 – Der Sonntagabend wird eingeläutet, will heißen, wir bereiten mal langsam das Abendessen vor und süffeln an einem Glas Tuntenbrause rum.
18:20 – Rösti, Lachs, Salat und Tuntenbrause, dazu „Bericht aus Berlin“, „Lindenstraße“ und „Weltspiegel“.
18:45 – Der wöchentliche Anruf meiner Mutter.
20:15 – Sonntagsritual.
22:55 – Überraschenderweise schon im Bett – aber lesend.

WSMDEGT 10/16

Wie schon auch letzten Monat fragt Frau Brüllen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag.

00:45 – Doch noch eine Mail an U., der ich wohl etwas hart über den Mund fuhr, als sie schon wieder mit ihrem Thema begann, was im Grunde schon seit zwei Jahren geklärt ist. Aber die Nerven lagen da schon blank.
01:30 – Doch mal ins Bett.
06:48 – Beim Aufwachen das Gefühl, es könnte Schnee liegen. Es regnet aber ’nur‘.
06:51 – Das Bad ist kalt:
06:59 – Warum steh‘  ich eigentlich nicht auf frisches Brot, wie all die anderen?
07:18 – Immerhin heute mal pünktlich an der Straßenbahn.
07:36 – Arbeitstrott – es gibt sogar etwas zu tun.
09:35 – Die Sekretärin will wissen, warum ich so „voll Scheiße“ aussehe. Ich spare mir die Erklärung.
09:37 – Die Sekretärin bittet mich in der Personalabteilung anzurufen, ich hätte mich vergessen einzustempeln.
09:39 – Mein Mann ruft an und sagt nur: „Ham wa“.
10:30 – Es ist definitiv – fertig wird heute nix, weil dauernd …
10:55 – Straßenbahn schon zurück, denn …
11:17 – …soll T. mit dem Zug ankommen.
11:33 – rollt dann der Zug mit „5 Minuten Verspätung“ ein.
11:50 – Reden, Tee trinken, Pfannekuchen machen, Pilze machen
12:15 – Kommunikatives Mittagessen
12:50 – Rückzug hinter den Computer. Eine ‚Kategorie‘ ist eine ‚Kategorie‘ die eine ‚Seite‘ ist – bei ihr. Bei WordPress gelingen ihr Sachen, die ich noch nie gesehen habe – keiner kann sie aber (er)klären. Leise Zweifel, ob sie überhaupt etwas von mir lernt.
15:50 – Zeit für ein Spaziergang, doch vorher kurz Zugzeiten checken. Der, mit dem sie fahren wollte fällt aus, entweder jetzt oder erst in drei Stunden mit unsicherer Prognose. Da die Kinder ‚warten‘ …
16:27 – Wir holen ein paar wenige Küsse nach … und jede/r denkt vermutlich so ihren / seinen Teil. Die Gemengenlage ist aber auch etwas appart.
16:37 – Der Zug ist auf die Minute püntklich und weitgehend leer.
16:45 – Kurz auf der Post. Päckchen holen. Nächste Whiskey-Lieferung die mir –  wie sollte es anders heute sein – T. geschenkt hat.
16:55 – Kurz Mails etc. checken
17:10 – Tageslektüre: 3 Seiten „Die besten deutschen Gedichte“ und 10 Seiten Jürgen Neffe: „Marx, der Unvollendete“.
18:00 – Auf die Minute Abendessen, mein Mann muss noch weg, ich später ja auch. Bis dahin schimmel ich echt ne Runde ab.
19:39 – Wieder auf der Straßenbahn
19:55 – Längere Übergabe, da ich I. lange nicht gesehen habe und wir uns, obwohl wir uns kaum kennen, sehr, sehr mögen.
20:10 – Scheint ruhig zu beginnen. Aber das schien dann nur so.
23:00 – Die Ablöse ist pünktlich. Und da G. gestern auch dabei war, will sie mir gestehen, wie schrecklich sie den Abend fand. Wir kommen in einen kleinen, für mich überraschend gleichmeinenden, Austausch und entwicklen zwei Ideen, von der die eine ich wohl morgen gleich auf den Weg bringen werde. Daher erst …
23:35 – … zu Hause. Mein Mann ist überraschend noch wach, eins kann ich noch loswerden.
23:55 – Wein und TV – ich werd‘ sicher noch eine Stunde brauchen – aber der Ersatzsohn T. kommt morgen sicher nicht vor, da reicht es dann mal für einen Mittagsschlaf.

 

WMDEDGT 9/17

Wie jeden Monat: Frau Brüllen fragt und ich mache wieder mit.

6:42 – Der Wecker klingelt. Soll er – ich höre ihn aber nicht.
6:59 – Mein Mann fragt höflich nach, ob ich vorhabe zu verschlafen. Nein.
7:00 – Verschiedene Parallelisierungsaktionen im Bad.
7:18 – Mit einer halben Tasse Tee im Bauch stehe ich an der Straßenbahnhaltestelle.
7:38 – Ich sitze am Schreibtisch und schaue auf das leere Mailpostfach. Ergo: Nichts zu tun. In ein Excelmanuskript deponiere ich meinen E-Reader und verbringe den Morgen mit Ausflüge in mir noch unbekannten Weiten von Excel und lese Adrian McKinty ersten Roman „Der sichere Tod“ zu Ende.
12:12 – Fluche ich leise auf meinem Mann, der sich nach wie vor gegen eine Mikrowelle sträubt. Dabei wäre das Aufwärmen des Auflaufes mit so einer Maschine schneller, günstiger und im Ergebnis auch heißer, als mit dem ollen Backofen. Der Zeitungsträger war heute so nett und brachte auch noch die NZZ mit – was lieb‘ ich sie.
12:55 – Ein kurzer Mittagsschlaf ist angesagt, ich stelle meinen Wecker auf 20 Minuten.
14:55 – Ich wache auf!
15:05 – Meine tägliche freiwillige Pflichtlektüre. Mit „Das Trinkgelage“ von Platon werde ich fertig, dann noch elf Seiten in der Papstgeschichte „Pontifex“ von Volker Reinhardt. Dazu Tee und Schokolade.
16:00 – Etwas unschlüssig, dann beginne ich doch meine Kurzbesprechungen zu den von mir gelesenen Büchern zu schreiben. Immerhin, auch die 1.000ste schreibe ich heute, ein bisschen Stolz. Die 1.001ste handelt dann vom neuen John Grisham („Das Original“), was ich dann mal kurz für mich in den Boden stampfe. Ich schreibe: „Das ist einfach: Schwach, schwach, schwach. Langweilig, langweilig, langweilig. Durchschaubar, durchschaubar. Ohne jede Spannung, klischeehafte Figuren. Dazu fehlt es an psychologischem Verständnis und Logik. Kurz: Schwach, schwach, schwach – ein einziges Ärgernis und reine Zeitverschwendung.“ (Und das ist jetzt eher nett und wohlwollend beschrieben – normalerweise sind meine Besprechungen auch a) länger und b) persönlicher.)
17:13 – So dies und das. Nackte Männer gucken, Mails gucken, noch’n Tee trinken, SMS gucken, in die Luft gucken …
17:45 – „Das bisschen Küche …“ – immerhin die Brote für morgen schon mal schmieren, wenn ich nachher um kurz nach 23 Uhr heim komme, werde ich keine Lust haben und morgens ist mir jede Minute für Tee und Zeitung wichtig.
18:15 – In der Zwischenzeit ist der Mann auch mal zu Hause, wir essen das Aufgewärmte von Gestern, gucken etwas fern, unterhalten uns und prosten uns mit (alkoholfreiem) Bier zu. Später Nachrichten.
19:20 – Mache mich die gut vier Kilometer zu Fuß auf, um pünktlich zu Verein 1 zu kommen.
19:55 – Kurze Dienstübergabe
23:03 – Der Bus ist pünktlich
23:20 – Etwas abschimmeln, das Un(ter)bewußte braucht noch ne Stunde, bis es mich ins Bett gehen lässt.

WMDEDGT 8/17

Wieder mitmachen bei „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag“, wie Fr. Brüllen ja monatlich fragt:

8:30 – Da es mein letzter Ferientag ist (morgen zählt irgendwie nicht) darf ich ausschlafen und schaffe es sogar für meine Verhältnisse richtig lange. Bis
9:30 – Tee und ausgiebige Zeitungslektüre.
10:30 – Mal was anziehen, Altglas wegbringen und gemütlich durch zwei Supermärkte, um ein paar wenige Dinge für das Wochenende noch einzukaufen, das Meiste eh gestern auf den Markt besorgt.
11:30 – Ziehe meine ‚freiwillige Pflichtlektüre‘ etwas vor und lese jeweils ein paar Seiten in der „Nikomachischen Ethik“ von Aristoteles und der Papstgeschichte „Pontifex“ von Reinhardt. Bis
13:00 – eine Mischung aus Küche, Mittagessen (belegte Brote), Tee, Computer und  Aufräumen. Danach bis
14:15 – im „Luftkleid“, wie das Alice Schmidt genannt hat, auf dem Balkon in der Sonne. Lese die letzten Seiten von „Die Kraft es Bösen“ von Fabio Paretta. Und da ich ja noch Urlaub habe und ohne jede Diskussion Krimis lesen kann so viel ich will, fange ich mit der Sommerentdeckung des Jahres an: Adrian McKinty und bin von „Gun Street Girl“ schlichtweg begeistert.
14:16 – liege im Bett, schließlich in Samstag und Urlaub – und ehe ich es mich versehe, penne ich auch wirklich ein.
15:45 – Ostfrisentee, aber bevor ich mich weiter an McKinty mache lese ich das Konzept zur Masterthese meiner Patentochter und gebe ihr Rückmeldung.
16:30 – Endlich wieder McKinty.
17:30 – Das Abendessen macht sich nicht von alleine. Die Bohnen habe ich während des Lesens schon geköpft, bei den Spätzle geht das so nicht – aber sie sind schnell geschabt.
18:30 – Frühes Abendessen, da mein Mann und ich Hunger haben.
19:30 – Fernsehen, Computer und etwas Tuntenbrause.
20:00 – Fernsehnachrichten und dann …

WMDEDGT 07/17

Wieder mitmachen bei „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag“, wie Fr. Brüllen ja monatlich fragt:

6:50 – Ich schrecke hoch, meine verschlafen zu haben. Dann fällt mir aber ein, dass ich ja heute frei habe.
8:15 – Finde den Weg aus dem Bett ins Bad und von dort an den Frühstückstisch. Tee, ein Brot mit dem letzten Schwarzwälder Schinken, viel Zeitung.
9:00 – Da es „schön“ sein soll, wenn wir zurückkommen, wasche ich das Geschirr und wir diskutieren kurz die Garderobe.
9:50 – Auf zur Straßenbahn.
10:05 – Natürlich viel zu früh da, also noch schnell ein Alibi-Kaffee am Brunnen.
10:25 – Ein Hoch auf die Bürokratie!
10:30 – Frau S. bitte uns hinein, erfüllt ihre staatlichen Pflichten, wir antworten dann auch beide brav und bestimmt mit „Ja“, nachdem sie sich heldenhaft durch unser Hochzeitsgedicht respektive Verpartnerungsgedicht gearbeitet hat.
10:41 – Kurz und schmerzlos, wie gewünscht. Noch ein paar wenige Beweisfotos auf der Rathaustreppe, dann mit der Straßenbahn zurück und gleich zum Metzger, um das Hochzeitsmittagsessen zu kaufen.
11:30 – Warten, bis wir anfangen können zu ‚kochen‘. Wir setzen Hinweise im Internet ab – sie scheinen doch zu kryptisch zu sein.
12:10 – Es gibt Maultauschen (irgendwie auch in Gedenken an meinen Vater) in einer künstlichen Brühe, dazu für jeden von uns ein Piccolo (mit Strohhalm).
13:00 – Mittagsschlaf
14:20 – Nächster Tee, diesmal auf den Balkon, von Minute zu Minute mit weniger Klamotten (ich). Dazu Lektüren: Tadié (fertig geworden!), Aristoteles und Winslow.
15:50 – J. fragt an, ob wir ein Kilo Hackfleisch brauchen könnten, für umme.  Also  ziehe ich mich an und gehe los, um es zu holen.
16:30 – Kleinproduktion von 50-Gramm-Hackbällchen.
17:15 – Bisschen Internet, bisschen Winslow, bisschen Handy – und ein alkoholfreies Bier.
18:00 – Beitrag hochladen.

18:41 – geht es dann auf den Bus, denn für
19:00 – haben wir einen Tisch in einem schicken Restaurant bestellt – 8 Gänge warten.

WMDEDGT 6/17

Mache ich (nach einer von Vodafone erzwungenen Pause mal)  wieder mit. Frau Brüllen fragt – wie jeden Monat am 5.: „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

8:30 – Obwohl ich ausschlafen darf, wache ich auf und kann mich auch nicht überreden, weiter an der Matratze zu horchen, also …
8:45 – … wasche ich erstmal das (wenige) Geschirr ab, bevor ich mir einen Tee koche und meinen nackten Körper der Morgensonne preisgebe (die es mir nicht verübelt).
9:11 – Schicklich angezogen ‚wandere‘ ich mit „Oliver Twist“ auf den Ohren durch die Gegend und genieße die Lichter.
2017-06-05 10.53.50-2
11:15 – Ich gönne mir nach der ganzen Lauferei gegenüber einen Milchkaffee (der überraschenderweise dann doch schmeckt).
12:11 – Toast und Tee mit Lektüre und ohne Klamotten auf dem Balkon.
13:14 – Kurzer Mittagsschlaf
13:50 – Diverse Lektüren (Proust-Biographie von Tadie, Briefe von Prosut, neuster Roman von Edmund White), dazwischen verschiedene Kurznachrichten.
16:00 – Internet-Time – aber alles sehr lust- und ergebnislos, daher …
16:50 – … Restlektüre von White und duschen.
18:05 – Auf zum Griechen, Abschlussessen meines Strohwitwertums mit mir und Bodo Kirchhoff. Gutes Essen, sehr schlechter Service, falsche Rechnung (und so fühle ich mich auf den Wein als Entschädigung für den miserablen Service eingealden).
20:13 – Gerade noch rechtzeitig zum Tatort
20:27 – Familärer Anruf mit einer schreienden Mutter im Hintergrund – ob ich den Tatort noch checke?

WMDEDGT 4/17

Mach‘ ich wieder mit. Frau Brüllen fragt – wie jeden Monat am 5.: „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

6:56 – Das mit dem Wecker. Wach‘ war ich kurz aber schon mal so gegen kurz vor 6, als sich U. aus meinem Bett schälte. Die musste um 6:30 auf dem Zug sein, die Arme.
7:10 – Zwei Brote schmieren, weil ich es mal wieder gestern Abend vergessen habe.
7:25 – Nochmals hoch in die Wohnung, Handy vergessen. Und das brauche ich heute an der Arbeit, dass ich was zum Spielen habe.
7:45 – Dennoch pünktlich im Job. Wie erwartet: Nichts, aber auch rein gar nichts zu tun.
10:01 – Überraschenderweise hat bisher drei mal das Telefon geläutet – drei mal falsch verbunden. Derweil Internetlektüre zu einem möglichen zukünftigen Fachthema.
11:09 – Drei Buchbesprechungen geschrieben und einen wirklich guten erotischen Text von V. gelesen, der seine Wirkung zeigt.
11:44 – Akku ganz schön geschröpft. Und da ich ausreichend Überminuten habe, haue ich früher ab.
12:18 – Aufgewärmter Blumenkohl mit Schinken von gestern und ausgiebige Zeitungslektüre.
12:57 – Buchbesprechungen von heute Vormittag ins richtige Dokument in der richtigen Formatierung, ausgedruckt und eingeordnet. Übliches Rumgemache bein flickr, instagram und tumblr. Unüblicher Download von Arno Frank: So, und jetzt kommst du. Leseprobe HIER.
13:30 – Restlektüre der Peter-Weis-Biographie von Werner Schmidt. Und dann noch ein paar Briefe von Marcel Proust.
14:05 – Das tägliche Foto
2017-04-05 14.30.09-1
14:14 – Dann gleich mal darin weiterlesen.
15:10 – Aufbruch Vorstandssitzung Verein 2.
15:30 – Vorstandssitzung. Wie immer: Viele, viele Wörter und Sätze – geklärt ist nach gut 90 Minuten nur wenig.
17:17 – Dies & das & jenes.
18:30 – Nach Fußweg mit Mann bei der Spanierin – wir lassen halbgemäßigt auffahren und es uns gut gehen. Auf alle Fälle eine Option mit mehreren (weil man dann noch mehr probieren kann).
20:21 – Zurück im trauten Heim, es will da einiges noch geplant und abgesprochen sein für die nächsten zwei Wochen.
22:59 – Über das Organisieren, wenig erfolgreich, weil niemand klar sagen kann ob oder ob nicht, sondern nur „vielleicht“ bzw. „gegebenenfalls“ bzw. „unter Umständen“, am Fernseher hängen geblieben. Aber jetzt mit Arno Frank in die Federn. Könnte ja sein, dass morgen wieder nix zu tun ist.

WMDEDGT 3/17

Mach‘ ich wieder mit. Frau Brüllen fragt – wie jeden Monat am 5.: „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

8:15 – Der Wecker klingelt. Mag er das tun. Ist ja seine Aufgabe.
8:25 – Der Wecker hat scheinbar auch die Blase geweckt, also nix mit rumgammeln im Bett.
8:31 – Sonntägliche Katzenwäsche und das an Wäsche neu an, was ich mitgenommen habe, also Boxershort, T-Shirt und Strümpfe.
8:44 – ‚Frühstück‘: Das heißt für mich und meinen Mann ein paar Tassen Schwarztee.
9:09 – Lektüre verschiedener (wahlweise ‚erz-‚ oder ‚konservativer‘) katholischer Wochen- und Monatsdruckerzeugnise meiner Mutter. Und wie immer stellt sich mir die Frage: Wer lebt eigentlich in welcher Welt?
9:35 – Sonntägliches Rumgegammele in der elterlichen Wohnung und Warten bis es Zeit wird, in der Küche die Hähnchenschlegel mit Reis und Salaten zu machen.
10:35 – Immerhin führte das Gammeln dazu, endlich mal wieder ein Bild bei Instagramm zu posten:

2017-03-04-10-29-23

10:45 – Auftritt der Schwester – jetzt gilt es mit den Worten etwas vorsichtiger zu sein, daher:
10:48 – Flucht in die Küche – aber da es zu wenig zu tun gibt, komme ich sogar noch ein bisschen zu meinem Krimi.
11:45 – Ein sehr frühes Mittagessen, aber das ist der Abfahrtzeit um 12:57 geschuldet.
12:15 – Kaffee.
12:35 – Aufbruch. Die Schwester ist so nett und fährt uns zum Bahnhof.
12:57 – Überraschung bei der DB. Der Zug ist pünktlich!
13:23 – Keine Überraschung: Vor dem ersten Halt werden wir schon 15 Minuten Verspätung haben. D.h. ich kann länger schräg links beobachten, wie eine ca. 25-jährige Frau, schlank, strenge Kleidung, Kniee sittsam geschlossen, zuerst in die ein Tüte greift um Stücke von der geschälten Karotte zu entnehmen, die sie dann akurrat zerkaut, um daraufhin aus einer zweiten Tüte Erdnussflipps zu nehmen, um diese dann ebenfalls akurrat zu zerkauen. Hatte ich schon erwähnt, dass ich Missophoniker bin?
15:33 – Was bin ich froh über meinen IPOD, denn dann muss ich mir Frau zwei nicht anhören, eine Asiatin, die seit Begin der Fahrt lautstark in ihrer Heimatsprache telefoniert – und dafür abwechselnd zwei Handy benutzt.
15:49 – In der Luther-Biographie habe ich gelesen, den schlechten Krimi habe ich auch fertig gelesen, jetzt will ich mich an Kirchhoff machen, aber so ein bisschen mal die Augen zu …
16: 49 – Ankunft. Nur noch 12 Minuten Verspätung – das kann man bei der Bahn dann schon als ‚Gute Leistung‘ durchgehen lassen.
17:07 – Gleich wieder Aufbruch, denn wir müssen unserer staatsbürgerlichen Pflicht noch nachkommen.
17:16 – Ich mache das Kreuz beim Kandidaten meines Herzens, aber es ist klar, dass er nicht einmal den Hauch einer Chance hat ggf. in die Stichwahl zu kommen. Ich wette eh, dass der SPD’ler OB wird und der schweinsäugige CDU’ler das Nachsehen haben wird  (der nicht der Kandidat meines Herzens entspricht!).
17:33 – Am Rechner. Verschiedenes. Beantworte sogar zeitnah zwei Mails!
18:20 – Endlich was zu essen: Cima di rapa und Pasta, dazu „Lindenstraße“, „Bericht aus Berlin“ und „Weltspiegel“.
19:58 – Stoße mit einem Schluck Weißwein auf den Sonntagabend an.
21:03 – Wie erwartet: Der SPD’ler ist es geworden – die Wahlbeteiligung genauso bescheiden wie der „Tatort“.
22:15 – Ich bin doch multitaskingfähig, wenn auch nacheinander. Also schaue ich fern, chatte mit einem schwulen Fremdling, gucke Bilder, schreibe noch ne Mail, unterhalte mich mit meinem Mann, trinke noch einen Wein, plane etwas die nächste Woche, überlege, welches Buch ich gleich mit ins Bett neheme …
22:31 – Ich nehm‘ mir jetzt „Eros und Asche“ (von Bodo Kirchhoff) und ein Glas Rotwein mit ins Bett und beschließe einfach mal den Tag.

WmDedgT 2/17

Mach‘ ich mal wieder mit. Frau Brüllen fragt – wie jeden Monat am 5.: „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

9:59 – Ich entscheide mich dann doch das Bett mal zu verlassen.
10:04 – Nach Bad mit Katzenwäsche schleppe ich mich schlaftrunken in die Küche, um bei mehreren Tassen Tee das Bewußstsein zu erlangen. Derweil erzählt mir mein Mann von der gestrigen Fete, die ich geschwänzt habe.
10:45 – Ich wechsel den Verband von der Schußwunde am Unterbauch. Quatsch, keine Schußwunde, nur ein schmerzhafter Abszess.
10:59 – Computer. Check der verschiedenen Systeme und Portale. Nix Neues.
11:05 – Die schriftliche Geburtstagspost will auch mal beantwortet sein (ist ja nicht wirklich viel).
12:04 – Geschafft. Aber zwei Briefe müssten auch noch geschrieben werden. Aber nicht jetzt. Jetzt gibt es erstmal eine Runde Wurstsalat (von gestern) mit etwas Ferrante-Lektüre.
12:45 – Anziehen und dann los: Sonntagsspaziergang.
14:05 oder 10.160 Schritte später – Raus aus den Klamotten, rein in den Stramplanzug, dann drückt auch kein Bund mehr auf die Schußwunde äh auf den Abszess und: Milchkaffee.
14:35 – Man mag es nicht glauben, ich eigentlich auch nicht, aber: bastel einen Fotokalender zusammen für Weihnachten, 2016 wohlgemerkt.
15:05 – Mittagsschlaf. Zumindest der Versuch. Höre dann doch lieber eine Weile „Ewige Jugend“ von Donna Leon.
16:01 – Bibellektüre. Das vorletzte Mal. Morgen dann die allerletzten Seiten, dann habe ich sie komplett durch. Ein Jahr daran täglich gelesen, ein Jahr lang täglich was dazu geschrieben (HIER zu lesen). Und dieser täglichen ca. 20 Minuten werde ich einfach beibehalten und nach kurzer Pause mit einer dicken Luther-Biographie beginnen.
16:22 – Lektüre der Briefe 122, 123 und 124 von Marcel Proust an Antoine Bibesco. (Drei Briefe täglich, damit ich Ende des Jahres mit den beiden Bänden auch durch bin.)
16:45 – Rasieren, Klamotten in den Schrank räumen, Abwaschen, Abfall runter tragen, Zwiebeln, Gurken und Ei atomisieren, damit der Mann ’ne Remoulade machen kann für’s Abendessen. Dazu gibt es eine Tasse heiße Fleischbrühe, damit die auch mal wegkommt.
17:28 – Ferrante-Lektüre, ‚Feierabend‘-Bier und etwas Cecilia Bartoli mit Christoph Willibald Gluck.
18:28 – Abendessen: Kartoffelsalat, Remoulade und – nach gut über 20 Jahren mal wieder – Fischstäbchen. Derweil Bericht aus Berlin, Lindenstraße und Weltspiegel.
19:50 – Der wöchentliche Anrufer der Mutter.
20:15 – Tatort, was sonst!
21:51 – Kleinigkeiten noch am Rechner wie Straßenbahn für morgen raussuchen, da ich schon um 7 antreten muss, was heißt, der Wecker klingelt morgen um 6 – daher auch schon mal die Brote geschmiert, nicht das ich mir morgen vor Schlaftrunkenheit in den Finger schneide.
22:38 – Noch etwas mit dem Mann auf dem Sofa abschimmeln, dann spätestens 23 Uhr ins Bett, meinetwegen  mit der Ferrante, aber ohne Musik.

WMDEDGT 1/17

Mach‘ ich mal wieder mit. Frau Brüllen fragt – wie jeden Monat am 5.: „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

6:40 – Wecker tönt und ich folge, trotz schlechtem Schlaf, im Grunde sofort.
6:41 – Im Bad. Im Radio läuft eins der Brandenburgische Konzerte und ich frag mich, wie oft man unfreiwillig bestimmte Musikstücke immer und immer wieder hören muss.
6:50 – Tee und Zeitungslektüre bereits angezogen
7:16 – Mit der Straßenbahn zur Arbeit, auf den Ohren „Mikado“ von Botho Strauß, aber das scheinen Kurzgeschichten zu sein.
7:31 – Auf dem Schreibtisch liegen Vorgänge! Was für eine Überraschung. Wenn ich das gründlich und vor allem meditativ angehe, dann habe ich für mindestens 40 Minuten etwas zu tun. Selten beginnen die Tage hier so gut. Erst mal aber Tee kochen und bis der Kollege kommt, den Krimi fertig lesen. Ich beginne sogar noch mit „Nackter Mann, der brennt“ von Friedrich Ani, bis mir auffällt, der Kollege kommt heute gar nicht.
8:22 – Dann ‚arbeite‘ ich also mal was.
9:01 – Mit was könnte ich mich jetzt beschäftigen? OK, ok, dann gehe ich halt auf Kennzahlensuche
9:58 – Frühstückspause mit Internetletküre.
10:07 – Und weiter.
11:02 – Überraschung! Ein (!) neuer Vorgang. Er wird mich bis zum ‚Arbeits’ende retten.
11:55 – Zurück mit der Straßenbahn durch eine vereiste Stadt. Und ich merke mal wieder, dass ich schon seit Monaten meine Schuhe hätte neu besohlen lassen müssen, denke aber, dass ich in der B-Note doch noch ganz gut abschneide. „Mikado“ lässt sich – obwohl der geniale Ulrich Matthes spricht – nur schwer hören. Für morgen suche ich mir was anderes.
12:22 – Mein sich im Krankenstand befindlicher Mann hat Mittagessen gemacht (Rosenkohl von vorgestern frisch überbacken), dazu die übliche Zeitungslektüre.
12:55 – Nach den vergangen drei katastrophalen Nächen hinsichtlich Schlafqualität gibt es kein Entrinnen mehr vor einem Mittagsschlaf.
14:14 – Erwachen aus dem Mittagskoma
14:27 – Mehrfacher Versuch ins Internet zu kommen, klappt mal wieder nur mäßig und niemand weiß, woran es liegt. Dann unterschiedliche Aktivitäten wie flickr und tumblr Fotos schauen, Mails prüfen, Headlines gucken, …
14:40 – Beginne für die Zeitleiste für Verein Nr. 1 aus zwei verschiedene Quellen verschieden Daten mühseelig und stoisch zu kopieren.
16:29 – Genug Zahlen fürs erste, die Bibel ruft. (Aber nur noch ein Monat und einen Tag. Ich werde „Uff“ sagen!)
16:56 – Zwei Clementinen und Ani-Lektüre.
17:31 – Kitchen-Time! Geschirr abspülen, Abendessen richten, Wäsche zusammenlegen, Aperitif trinken, Radio hören, Fernsehn sehen, schnuddeln, Zeitung wegräumen, Abfälle runterbringen … mal sehen, was es sonst noch so gibt.
18:55 – Abendessen. Gefüllte Paprika, weil alles im Kühlschrank dazu da war und weg musste.
19:35 – Während irgendetwas im Fernsehen läuft überspiele ich fünf dicke Hörbücher auf den kleinen Rechner, denn mein IPOD verlangt demnächst mal wieder nach Futter. Aber erstmal den „Strampelanzug“ anziehen – zum Wohlfühlen.
22:12 – Wir sitzen immer noch vor dem Fernseher, können aber nicht sagen, was gelaufen ist, denn wir unterhalten uns, gucken in die Computer, ich überspiele mit immer weniger Nerven die Hörbücher, denn das MacBook will einfach nicht auf Beschleunigung kommen.
22:49 – Mühseelig heute mit den CDs. Das fünfte Hörbuch muss noch harren, bis es auf die Festplatte darf.
22:58 – Das Schlafbedürfnis ist derzeit extrem hoch – leider will sich der Schlaf nicht wirklich einstellen. Heute brauche ich nicht mehr wie in den letzten Tagen auf der Matratze auf dem Boden im Arbeitszimmer schlafen (Besuch in meinem Bett; mein Mann röchelnd und niesend und schnupfend krank) sondern komme in mein Bett. Nicht ohne ein Glas Rotwein und Ani.

Erotischer Adventskalender - der Test

Du wolltest schon immer wissen, was die teuren erotischen Adventskalender taugen? Ich habe den Test für dich gemacht ...

Rummelschubsers Blog

Ein Rummelschubser im Kampf vs Glioblastom

Tanne's lyrische Lichtungen

Einsame Insel. Tosende See. Peitschender Wind. Finsterer Nadelwald. Lichtungen. Ewige Stunde null? Willkommen.

Geschichten aus der Großstadt

aus dem Leben eines Singles.

Confidentcontradiction

aus dem Leben eines Twentysomething-Mädchens

Depressiver Optimist

Textrovertierter Vorstadt-P(r)o(l)et.

stefan mesch

Literature. TV. Journalism.

MARKUS JÄGER #DasguteBuch

Bücher und Begeisterung

Der Feind in mir.

Ein Protokoll.

HALLO WELT!

Mein Auslandsblog für alle in der Heimat

... ach, nichts.

Fachmagazin für depressive Landschaftsfotografie und allgemeinen Kulturpessimismus