Durch die Zeit

Kategorie: 5. d.M.

WMDEDGT 6/19 (Kurzversion)

7:30 – aufgestanden, bad, tee, mal was angezogen
8:05 – aufs Rad
8:20 – plötzliches ende des radwegs, eine brücke ist abgerissen worden, ich muss umwege fahren
8:40 – wenigstens noch 20 minuten für kaffee und brötchen
9:00 – beginn der prüferschulung
14:00 – ende der prüferschulung, dazwischen die nachricht, dass mein computer beim computerfritzen durch meinen mann eingeliefert worden ist
14:30 – schweißnass beim computerfritzen, es wird jetzt nur die festplatte mal ausgetauscht
14:50 – kurz nach hause, raus aus dem klamotten, brot schmieren, balkon sitzen, tee trinken, duschen
16:00 – therapie
17:45 – mit dem rad auf die straßenbahn
18:00 – vorstandsitzung verein 1
20:30 – endlich zu hause, raus aus den klamotten, wein, schnitzel, brot, senf, internet, blog schreiben, protokoll vorstandsitzung schreiben
22:20 – noch ein glas wein und bald mal ins bett, morgen und übermorgen prüfungen abnehmen und arbeiten und sommerfest verein 1 …

WMDEDGT 5/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat. Na dann.

1:40 – Dann gehe ich doch auch mal ins Bett.
9:45 – Was? Jetzt schon aufstehen?
10:00 – Leicht verkatert und halbnackt stehe ich in der Küche und bin überrascht, dass mein Mann und E. schon munter am schwätzen sind. Kommt für mich nicht in Frage.
10:22 – Ich bin aber in der Lage Toast zu machen und Eier zu kochen.
10:55 – Der Abwasch steht an, siehe hier. Ich frage mich kurz, ob mein nackter Arsch eigentlich eine Zumutung für E. darstellt. Entschließe mich dann aber dagegen, denn a) kennt er ihn schon seit Jahre und b) ist er nach wie vor Manns genug, was zu sagen, sollte es ihn stören.
12:05 – E. und ich haben spontan entschieden, einen größeren Spaziergang zu machen und fahren dafür mit seinem Auto 8,9 Kilometer zum Ausgangspunkt.
12:25 – Ich laufe die Strecke nun zum 3. Mal, finde sie aber nach wie vor arg reizvoll. Wundere mich, dass sie mir das letzte mal so schwer gefallen ist, aber am Ende merke ich doch die Kilometer in den Beinen. Aber war einfach ein schöner Weg zusammen mit E.
16:30 – Wir schlagen in einem Schnellrestaurant auf, der Hunger ist zu groß nach 15, 16 oder 17 Kilometern. Das Handy hat schlapp gemacht, daher keine genauen Kilometerangaben.
16:35 – Wir wundern uns über den neumodischen Bestellvorgang – Rationalisierung ist scheinbar alles. Kapitalismus pur in bunte Farben – und alle machen mit.
17:00 – Zu Hause steht ein Sofa. Gut ist das.
17:45 – E. macht sich wieder ab.
17:47 – So ein Sofa ist einfach schön und gut. Ich gucke, wie jeden Sonntag, das volle Programm im ersten ab „Bericht aus Berlin“.
19:15 – Mein Mann hat heldenhaft alleine gekocht: Paniertes Schnitzel, Spargel, Kartoffeln und die weltbeste Sauce Hollondaise.
19:45 – Der wöchentliche Mutternanruf.
20:15 – Tatort.
20:22 – Irgendwie interessiert mich nicht der Tatort. Also blogge ich und suche im Netz nach allen Dingen, die ich eh nicht brauche. Zuvor aber doch wieder die Hosen aus, ist mir jetzt dann doch warum genung (und da flimmert der Tatortkommisar über die Scheibe – nackt am heimischen Schreibtisch).
21:12 – Aber über ZVAB bestelle ich zwei Bücher zu Hermann Broch, den wir ja als nächstes (um genau zu sein: „Tod des Vergils“) im Lesekreis lesen. Gesamtkostenpunkt nebst Porto: 9,80 Euro. Seinen Briefwechsel mit seinem väterlichen Freund über seine vielfachen Liebesbeziehungen (der Titel des Bandes lautet „Frauengeschichten“) lege ich mal auf meine Wunschliste.
21:45 – Ich grabe meine Magisterarbeit aus. Die ist jetzt 25 Jahre alt und beschäftigt sich mit dem Symbolbegriff bei Hermann Broch. Ich lese in das zweite, sehr theoretische Kapitel rein – und verstehe eher wenig. Aber im Hinterkopf dämmert was. Ich muss zugeben, die Schreibe ist echt nicht schlecht.
22:02 – Und wenn ich schon am Geld ausgeben bin, ersetze ich mein über viele Jahre geliebte Satin-Boxershorts, die jetzt nur noch aus Fetzen besteht, durch eine neue und haue nochmals 3,99 Euro raus. Jetzt aber Schluss!
22:12 – Ich rechne nach, wann ich theoretisch zur Arbeit muss und bin erstaunt, dass ich eigentlich erst um 13 Uhr da aufschlagen müsste, weil es morgen länger geht, da ich um 18 Uhr 120 km entfernt eine Präsentation (von 20 Minuten) halten darf / muss / soll / kann.
22:14 – Also noch ein Glas Wein auf S., die heute Geburtstag hat, denn ich werde morgen statt um 6 eineinhalb Stunden später aufstehen.

WMDEDGT 4/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat.

5:58 – Der Wecker klingelt jetzt immer zwei Minuten früher. So wache ich nicht mit den ersten Nachrichtenschlagzeilen auf, sondern mit ein paar harmonischen Schlussakkorden, die das Nachtprogramm noch sendet.
6:01 – Tee aufsetzen in der dunklen Küche. War es nicht schon mal hell gewesen? Habe ich schon erwähnt, dass ich diese Zeitumstellung zutiefst hasse (mal abgesehen davon, dass sie vollkommen sinnentleert ist)?
6:02 – Im Bad ist es erst kalt, dann nass, dann trocken.
6:12 – Im T-Shirt Brot schmieren, Tee trinken, Zeitung lesen, Tabletten lutschen.
6:28 – Klamotten anziehen, Schuhe anziehen, Jacke anziehen, zur Straßenbahn gehen – und um wider zu Erwarten doch noch die 1 zu bekommen.
6:48 – Eingestempelt in ‚Abteilung neu‘.
9:00 – Meine ersten Abteilungssitzung in ‚Abteilung neu‘. Es sind 15 Leute die da sitzen, wir brauchen 55 Minuten.
10:00 – Ich stoße, nach dem ich mich umgestempelt habe, zur Sitzung der ‚Abteilung alt‘ zu, die schon vor einer halben Stunde begonnen hat. Hier sitzen 14 Leute und wir brauchen bis …
12:00 – … endlich hat das selbstdarstellende, inhaltsleere Gelabere immer derselben Wichtigtuer ein Ende.
12:05 – Da zu wenig Brot zu Hause gewesen war gibt es Nudeln mit Hühnchenfleisch beim glutenfreien Chinesen.
12:36 – Ich stemple mich wieder in ‚Abteilung neu‘ ein und tue so, als würde ich etwas tun – sieht aber niemand, ich bin alleine im Großraumbüro.
15:32 – Ich fahre nach Hause.
16:15 – Bevor Rolli-A. kommt, gönne ich mir noch eine Mütze Schlaf, dringend notwendig.
17:00 – Warten auf Rolli-A.
17:15 – Sie wird angefahren und wir tragen sie zu dritt in ihrem Liegerollstuhl zu uns hoch.
17:30 – nach kurzer Wohnungsbesichtigung parke ich sie in der Küche, mein Mann und ich kochen Geschnezeltes mit Reis und grünem Spargel, wir süffeln Prosecco und checken ab, was in den letzten beiden Jahren so war. Ihr Belastbarkeit hat aufgrund ihrer schweren Behinderung eben Grenzen und mir war klar geworden, dass während der Ausbildung wenig Kräfte zur Verfügung standen. Um so mehr freut es mich / uns, dass sie mal wieder da ist.
18:15 – Essen ist fertig. Parke Rolli-A. erst falsch am Tisch, aber da sie nicht auf dem Mund gefallen ist … Ohne groß zu überlegen oder auch nachzufragen bekommt sie zwar ihren eigenen Teller (auf einem Stöfchen, sie braucht etwas länger beim Essen und wir sehen nicht ein, dass es kalt werden muss) aber das Besteck wechsel ich nicht, wenn ich ihr in Mini-Happen das Essen gebe. Und mich freut es sehr, als sie nach ein paar Bissen bzw. Bisschen bemerkt: „Schön, dass wir wieder vom gleichen Besteck essen“.
20:15 – Nach zwei Stunden ist sie satt. Soviel hat sie bei uns noch nie gegessen. Ich bin etwas stolz auf mich, dass ich beim Essen geben nicht einmal meinen Mund aufgemacht habe, was ich sonst gern getan habe.
21:00 – Da lag doch was auf ihrem Herzen … jetzt wissen wir es … und konnten wohl gut was dazu sagen.
21:33 – Der Stiefvater holt sie wieder ab, wir tragen sie runter, rollen sie zum Bus, sie bekommt, wie immer, zum Abschied einen Kuss – egal, dass der Vater das aus religösen Gründen nicht gerne sieht. Eh ein Wunder, dass er seine Stieftochter mal wieder für Stunden den verdammenswürdigen Schwulen überlassen hat.
21:45 – Abschimmeln. Einfach so. Mit ohne Hose. Mit Glas Wein. Mit einer handvoll Erdnussflips. Mit Fernsehen.

WMDEDGT 3/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat.

6:01 – Mein Wecker war auch schon mal pünktlicher. Dennoch: Aufstehen | 6:05 – Allmorgendliche Badroutine | 6:15 – In der Küche Tee aufgießen und der Entschluss, doch was anzuziehen | 6:18 – Zeitung laden, Brote schmieren, Tee trinken, Zeitung lesen | 6:29 – Schuhe anziehen und auf die Straßenbahn | 6:54 – Piep | 7:05 – Nicht wie sonst Zeitung lesen, sondern Vorgänge bearbeiten, ausnahmsweise gibt es ausreichend zu tun. Dazwischen ein „Meeting“ zum „Networken“, anschließend weiter an einer umfangreichen Geheimbewertung für den Chef arbeiten und dazwischen noch das Sekretariat vertreten | 15:55 – Mir reicht’s. Mache mich auf dem Heimweg | 16:30 – aber erst noch das ein oder andere einkaufen | 16:55 – Schlafen? Nein, Tageslektüre und anschließend Korrekturen für eine Freundin. Ich bin ernsthaft am Überlegenen Honorar zu nehmen, denn das ganze Drama dieser Texte im Umfang von vier Seiten dauert bis | 18:30 – dann Salat richten fürs Abendessen und bis | 19:30 warten, bis der Mann nach Hause kommt | 19:35 – Abendessen, also Salat mit Ei und Schinken und Thunfisch | 20:01 – Mail der Freundin, ob ich nicht noch schnell auch noch den Text … | 21:15 – Textkorrektur fertig – dafür jetzt Telefon, noch ein bisschen Beratung | 21:35 – Scheißdrauf: Ouzo! |

WMDEDGT 2/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat.

4:25 – Ich werde von mir selbst unsanft geweckt. Auch erotische Träume können ganz schöner Horror sein. Den Rest der Nacht verbringe ich quasi turnend.
6:00 – Neue Weckzeit, heißt aber nicht, dass ich wacher aufwache und aufstehe. Gleich ins Bad, und wiegen (400 gr mehr als gestern. Hat die Waage noch alle?)
6:14 – Küche. Tee. Brote schmieren. Zeitung laden. Tee trinken. Zeitung lesen. Happy-Pille schlucken.
6:37 – Aufbruch.
6:47 – Die Straßenbahn fährt schon wieder nicht. Ich kapier es einfach nicht. Überall steht 6:47 – aber sie fährt entweder vier Minuten früher oder später oder gar nicht. Also den Bus (aber der ist auch ganz schön, wenn auch nicht so schön, wie der um 6:28).
7:00 – Heute Job 1, also: Bloß keine Hektik. Aber immerhin 2,5 Vorgänge – für theoretisch acht Stunden!
8:00 – Da ich heute aber bei einem Ausschuß noch Protokoll führen soll, schaue ich mir mal ein altes an und drucke ein paar Unterlagen aus. Danach, ach, ich guck mal so rum …
10:00 – Mal runter zu Job 2, dort ist ja die neue Kollegin, mit der ich die Stelle teile. Kennen tun wir uns nicht, nach 3 Minuten sind wir aber auch beim Du.
10:45 – Wieder oben. Zeit tot schlagen. Es ist schon leicht grausam.
13:00 – Vor der Ausschusssitzung gibt es Mittagessen in Form von den flachsten und trockensten Schnitzel die ich je gesehen und gegessen habe zusammen mit etwas aus Kartoffeln, was ein Gratin sein soll aber nicht ist. Den Nachtisch streife ich nur mit einem Blick, keine Lust auf gummiartiges Plastik.
13:15 – Die Sitzung beginnt 15 Minuten früher, es wollte wohl keiner eine zweite Portion – sehr nachvollziehbar. Der erste Vortrag über Vorsorgevollmacht ist richtig aufschlussreich, der zweite über die Bilanzen und Prognosen ebenfalls. Die Diskussion, bzw. was die Teilnehmenden so als Diskussion bezeichen, dagegen komplett überflüssig und redundant bis …
15:15 – Meine große Stunde. Ich darf einen Pipifaxfurz vorstellen. Die sieben Minuten gestalten sich aber sehr schwierig, weil mein Chef in der Ankündigung meines Beitrages schon alle wichtigen Inhalte dreimal aufgezählt und erläutert hat.
15:55 – Auch dieses Grauen – also diese Sitzung – hat ein Ende.
16:30 – Auf der Straßenbahn zurück. M. gesellt sich für ein paar Stationen zu mir und wir sprechen über die Statistiken, die er gerade gezeigt hat. Zum Abschied schlägt er mir freundschaftlich aufs Knie – so viel Nähe hätte ich ihm nie zugetraut.
16:45 – Einkaufen. Es gibt heute abend mal wieder unsere Variante des Nizza-Salats.
17:15 – Mein großer Computer hat ne Macke. Er verbindet sich immer nur für 30 Sekunden mit dem Internet, dann hat er keine Lust mehr – für 30 Sekunden. *nerv*
17:25 – Der große Computer hat die Lust verloren am Spielen und ist nun mit dem Internet verbunden. Mails, Flickr.
17:45 – Tageslektüre.
18:15 – Küche. Salat richten, s.o.
18:45 – Aperitif auf dem Sofa mit Fernsehn. Ich kann Proll.
19:15 – Der Mann erreicht den heimatlichen (kalten) Herd, macht sich sein Salatdressing und wir essen zusammen.
20:00 – Etwas Nachrichten
20:17 – Ich komme auf die, wie ich finde, gute Idee Sex Education zu schauen.
22:21 – Da morgen ein echt langer Tag, richte ich meine Sachen für die Schulung in K. übermorgen. Denn nach dem Job morgen gehts gleich zum Psychodoc, von dort aus gleich zum Bahnhof und von da aus dann zum Rhein.


WMDEDGT 1/19

8:50 – Aufstehen. So ausreichend geschlafen habe ich aber auf alle Fälle nicht.

9:05 – Zeitungslektüre, Tee und Toast mit Fleischsalat.

9:45 – der wöchentliche Küchenputz, das Bad bekommt auch noch was von meiner Aktivität ab. Das Wohnzimmer grummelt, ob meiner Nichtbeobachtung.

10:45 – Einkaufen muss auch noch sein.

11:30 – L. kommt. Will sich hier irgendwie mit einem Zusatzgerät an unser Internet klemmen, um eine Abrechnung an die KV zu übertragen. Funktioniert natürlich nicht.

12:10 – Suppe von gestern abend mit den Resten der Zeitung.

12:45 – Statt Mittagsschlaf Tageslektüre. Derzeit „Satyricon“ von Petronius und „Metamorphosen“ von Ovid. Das das beides gerade so alte Dinger sind, ist reiner Zufall.

13:45 – Im Internet rummachen. Irgendwelche Seiten finde ich dann doch immer, die ich mir mal anschauen wollte. Kurz noch ins Darknet … der Rest ist Schweigen, auch wenn es absolut jugendfrei war / ist.

15:00 – Stolpere mal wieder über die Hörspielseite des WDRs. Und da ich das echt mag, höre ich mir gleich mal zwei an, während ich aber das Problem habe, wohin mit den Händen?

16:30 – Hübsch machen ist angesagt (soweit überhaupt noch möglich). Wir müssen gleich los auf einen 50sten. Also d.h. ich muss mit. Aufs Land!

16:58 – Auf der Straßenbahn

17:05 – B. steigt zu und berichtet von ihr missglückten Augen OP. Bin ich froh, dass bei mir damals alles gut gegangen ist.

17:30 – Wir steigen in ein wartendes Auto um, welches uns in die Pampa bringen wird.

18:00 – Pünktlich zum Gratulieren stehen wir vor der Tür. Es riecht nach Gegrilltem.

18:45 – Das ‚Büffet‘ wird eröffnet, lange nicht so viel bzw. reichhaltig wir sonst bei S. Es wird knapp werden. Passt aber auch zu dem ganzen Abend, der dann leider, leider viel, viel länger dauert, als erhofft.

WMDEDGT 12/18

So gut wie jeden Monat fragt das Fr. Brüllen, was man denn so am Tag macht.

6:29 – Der Wecker klingelt spät und ich bleibe sogar noch eine Minute liegen.
6:31 – In der Küche, Tee aufsetzen.
6:33 – frühmorgendliche Badaktivitäten verschiedener Art
6:40 – Tee aufgießen und anziehen
6:45 – Tee genießen, eine große Kanne Tee kochen, Brote schmieren.
6:55 – Zeitungslektüre
7:19 – Richten für den Tag
7:25 – erwische noch die 1
7:45 – erwische eine frühere 17
8:01 – schon im Bildungszentrum – im Grunde viel zu früh, daher
8:03 – einen schnelle Kaffee mit Schinkenbrötchen
8:22 – Ankunft in Raum S5, Frau W. ist auch schon da. Begrüßung, Unterlagen auspacken, kleine Absprachen, Prüfungsunterlagen scannen
8:30 – Pünktlich stehen die ersten beiden Prüflinge im Raum, wie sie unterschiedlich nicht sein können. Sie wird die Prüfung nicht bestehen (da durch das Schriftliche durchgefallen), er könnte ne gute Note machen. Sie aufgeregt wie ein Gummiball, er die Ruhe selbst. Sie … jedenfalls kommt es so und Frau W. und ich prüfen uns ohne wirkliche Pause einen Wolf ab, bis …
13:15 – … der letzte Prüfling gar nicht kommt und wir unsere Sachen packen können.
13:28 – Wieder die 17 zurück, dann in der Stadt auf der Suche nach Grappagläsern, dazwischen eine schlechtschmeckende Currywurst auf dem schrecklichen Weihnachtsmarkt, da u.a. „Stille Nacht“ mit erheblicher Dezibel-Zahl über den kleinen Platz schreit.
15:45 – Zuhause. Der Paketbote war zwar für meinen Mann da, noch (?) nicht aber für mich. Ahnung, dass das mal wieder ne Hängenummer wird.
15:59 – Viel zu wenig Schlaf in den letzten Tagen und Nächten, ich gönne mir eine Runde.
16:15 – Schwer erhebe ich mich, der Mann ist auch schon da, gemeinsam Tee und Absprachen zu Freitag, Abendessen und Linzertorten, die ich morgen backen werde.
17:00 – Tageslektüre, derzeit die „Metamorphosen“ von Ovid und die „Sagen des klassischen Altertums“ von Schwab – muss ja auch mal sein.
17:55 – Werde jetzt doch noch in die Küche beordert und helfe ohne zu klagen. Dazwischen ein alkfreies Bier und den ein oder anderne Blick in die Glotze.
18:45 – Abendessen (überbackener Blumenkohl) dazu irgendeine strunzdumme Vorabendserie, aber die Akkus sind gerade leer.
19:20 – Mein Mann versucht heldenhaft sein neues Internetradio zu installieren. Aber da muss erst der Checker kommen, also ich – jetzt funktionierts und für den Rest des Abends werde wohl ich mit der Musik sämtlicher griechischer Sender beschallt werden.
20:20 – mein Mann arbeitet sich in die Mediathek ein und findet einen wirklich spannenden Film … der dann doch zu einem großen Entsetzen der Beginn eines Mehrteilers ist. Ich mag ja Serien!
22:00 – Ja, auch ich habe Abgründe … also gucke ich noch in das Finale von „The Taste“ rein – immerhin ist ja einer der Kandidaten noch ein echtes Schnuckel.
geplant: 22:30 – Nachtlektüre und wohliges Einschlafen (wünschen wird man sich ja noch was dürfen!)


WMDEDGT 11/18

Wie so gut wie jeden Monat mache ich bei Fau Brüllen mit.

5:59 – zuverlässig: Wecker.
6:09 – Aus dem Bad zurück, irgendwo habe ich Zeit liegen lassen.
6:18 – Mit dem Schmierenvon Broten fertig. Irgendwo habe ich noch mehr Zeit liegen lassen.
6:29 – Linie 52 kommt – mal wieder – nicht, obwohl ich lieber mit dem Bus fahre. Also um
6:30 – mit der Linie 7.
6:45 – Braves Einstempeln, Kollege M. kommt später als ich – Premiere für uns.
6:58 – Tee ist gekocht, Zimmertür ist zu, Raum und Zeit zur ausführlichen Zeitungslektüre
7:48 – Ich bearbeite einen Vorgang – es wird auch der einzige bleiben. Den Rest der Zeit lese ich die Benn-Biographie von Holger Hof fertig.
11:11 – Wieder auf der Straßenbahn.
11:30 – Wieder vor dem Rechner, diesmal meiner, Bücher runterladen.
12:15 – Es gibt Rührei und Brot
12:45 – Ein kleines Nickerchen, 5,5 Stunden Schlaf in der Nacht sind halt doch etwas wenig
13:45 – Tageslektüre 1: Gustav Schwab: Sagen des klassischen Altertums: Tageslektüre 2: Gottfried von Straßburg: Parzival. Davor, danach, dazwischen etwas Mail, etwas Bilder, etwas dies und das.
16:00 – Salat kaufen zur Gulaschsuppe, die wir gestern mitbekommen haben.
16:15 – Zwei Kapitel für das Musil-Projekt gelesen und geschrieben.
17:00 – Dies & das
17:41 – Linie 52 kommt – aber es ist ja auch die andere Richtung.
18:00 – Monatliche Laberrunde, heute Pädophilie – ich hab‘ erstaunlich viel zu sagen.
19:32 – Gerade noch die 4 bekommen
19:48 – Warten, dass die Suppe heiß wird.
20:00 – Suppe und Nachrichten
20:20 – Tatort von gestern
22:15 – Brote schmieren, damit mir nicht wie gestern wieder die Zeit am Morgen wegläuft
22:45 – schon im Bett. Aber mit Lektüre. Belletristik.

WMDEDGT 10/18

Wie so gut wie jeden Monat mache ich bei Fau Brüllen mit.

3:00 – Ich in also nicht alleine um die Uhrzeit wach. Aber im Gegensatz zu X. greife ich nicht zu einem Buch, sondern spiele Walzmaschine, wobei ich irgendwann dann wohl doch wieder einschlafe.
8:00 – Das Tablet klingelt und mir dämmert, dass ich ja gar nicht zu Hause bin.
8:07 – Kindergeschrei. Das kann nur H. sein. Also doch auch mal aufstehen.
8:25 – am Tisch mit B., I. und der einjährigen H. Frühstück mit Kaffee und Brötchen, dazu Themen von Suizidalität, Angsterkrankung, Urlaubszielen, Kindererinnerungen … am Schluß sitzen B. und ich noch kurz vor dem Computer und hauen uns gegenseitig eins auf die Mütze.
11:30 – B. bringt mit zum 30 km entfernten Bahnhof, wo wir früh ankommen und weiter klönen kommen.
12:30 – Die Bahn machts hin und wieder doch möglich: Pünktliche Abfahrt – aber was will das schon bedeuten?
15:01 – Diesmal erstaunlich viel, ich komme sogar pünktlich wieder an. Im Zug beim Rausschauen und Nachdenken mir dann aufgefallen, dass ich meinen Vornamen in den letzten 24 Stunden so oft gehört habe, wie sonst in einem Monat wohl nicht. Liegt einfach daran, das B. und ich den gleichen haben und seine Frau ihn immer (!) mit Namen anspricht. Hat mich zwar auch immer hochschrecken lassen, aber aus ihrem Mund klingt er auch irgendwie richtig gut.
15:15 – Brot zwischen die Lippen, die Wahlbenachrichtigung ist für mich nun auch mal gekommen, Internet, etwas Seelenheil, Mails, Wäsche aufhängen, Bier in den Kühlschrank legen, Vorräte checken, Tee kochen, kurz telefonieren und jetzt die Überlegung: Noch was hinlegen oder nicht?
16:35 – Die Enscheidung ist für die Tageslektüre gefallen. Also schlage ich Seite 726 von „Über den Prozeß der Zivilisation“ von Norbert Elias auf.
16:45 – Mir fallen einfach die Augen zu, also doch ne Runde aufs Bett.
17:15 – Noch ein paar Seiten Elias und ein paar Seiten „Parzival“ von Eschenbach.
17:45 – Youtube gucken – was ist denn mit mir heute los?
18:30 – Doch mal Küche. Eigentlich hatte ich auf Youtube nurmal schnell gucken wollen, ob es noch Geheimtipps für Rösti gibt. Nein, gab es nicht.
19:15 – Niemand will anscheinend kommen, also mach ich mir einen selber.
19:15 – Es klingelt, E. stappft die Treppen hoch!
19:35 – Rösti mit Lachs, Meerrettich aus (2 x e, 2 x r, 2 x t) dem Glas und Salat.
20:00 – Nachrichten
20:15 – Wir suchen nach einem Film und verlieren uns in Diskussionen über Hilperts Hotel (also die Frage, ob, wenn man zwei Unendlichkeiten addierte, es zwei Unendlichkeiten sind oder doch nur eine) und über das Wesen von Primzahlen. (Habe ich schon mal erwähnt, dass, wenn E. und ich zusammen sind, schon mal was Ver-Rücktes passieren kann?).
21:10 – Mein Mann kommt nach Hause. Rösti will er nicht mehr, aber Salat.
21:30 – Die Frage, ob Primzahlen endlich sein können oder doch nicht schlägt jegliches TV-Program.
23:50 – Angesichts der letzten Nacht, angesichts der Nacht davor, angesichts der Nacht vor der Nacht davor, angesichts der Nacht vor der Nacht vor der Nacht davor, angesichts …. kurz: Ich versuch mal einfach pennen zu gehen.

WMDEDGT 09/18

Wie so gut wie jeden Monat mache ich bei Fau Brüllen mit.

5:59 – Der neue Radiowecker macht seine Arbeit.
6:04 – Badroutine, davor Teewasse aufsetzen.
6:15 – Küchenroutine, Brote schmieren, Tee schlürfen, Zeitung lesen.
6:35 – Auch mal anziehen.
6:40 – Auf dem Rad.
6:51 – So früh ist auf den Straßen echt nix los, ich kann mich ‚einstechen‘.
6:58 – Immerhin zeigt das Postfach drei zu bearbeitende Vorgänge. Also Tee kochen und in alle Ruhe Zeitung lesen.
8:00 – Innerhalb der nächsten halben Stunde kommt der Chef, also beginne ich mit meinen drei Vorgängen, damit er mich arbeiten sieht.
8:40 – Ab jetzt ‚fröhliches‘ Zeit vertreiben. Lese „Tausend Deutsche Diskotheken“ von Michel Decar fertig, was nach meiner neuen Bewertung dann gerade noch 4 Punkte bekommt. Letztendlich eine Fleißarbeit viele Discotheken deutscher Städte aufzulisten, dazwischen eine etwas arg einfach und einfallslose Story mit einem äußerst blassen Helden und einer locker-schnoddrigen Sprache, die einem, auch aufgrund der unnötigen Wiederholungen und Sprachbilder, nach gut 50 Seiten mir einfach nur noch auf die Nerven gegangen ist. Keine Ahnung, was der Rezensenzt so toll fand.
10:45 – Beim Arzt. Mit Herzklopfen.
11:45 – Jetzt hat er Zeit. Das mit meinem Blutdruck findet er nicht weiter besorgniserregend und muss auch nicht behandelt werden, gibt mir aber dennoch Tabletten mit, um mein Wohlbefinden zu steigern. Das andere findet er noch nicht besorgniserregend, will es aber beobachten, in vier Wochen soll ich wieder auf der Matte stehen.
12:40 – Als Mittagessen gibt es Fisch aus der Dose und Brot von vor Tagen, weil Handwerker im Haus sind und eine neue Sprechanlage installieren und ich daher mal auf einen Schnelleinkauf verzichte.
13:15 – Compterroutine.
13:45 – Ausführliche Tageslektüre: a) Norbert Elias: Prozess der Zivilisation, b) Wolfram von Eschenbach: Parzival
14:55 – Die Handwerker sind durch und ich hau mich aufs Ohr. Waren keine sechs Stunden heute Nacht (und die noch mies).
16:00 – Der Mann hat Tee gekocht – wir hauen auf die Kacke und essen ein Hanuta dazu (also jeder eins!).
16:30 – Computer. Präsentation der Haushaltsjahre 2017 (Abschluss) und 2018 (Planung) nochmal schnell durchgehen, um 18 Uhr ist Mitgliederversammlung von Verein 1 und als Schatzmeister bin ich da mit zwei TOPs vertreten (die niemand interessiert).
17:25 – Dann geh‘ ich mal los.
18:00 – Immerhin, wir fangen pünktlich an.
20:05 – Es hätte ja so gut werden können – aber bei TOP 5 kommt es zum Eklat, d.h., Eitelkeiten erobern die Szene.
21:00 – Eitelkeiten haben Ausdauer!
21:45 – Eine Kleingruppe findet sich dann doch noch auf einen Absacker.
23:00 – S. und ich bilden eine Kleingruppe, sie will wissen, was beim Arzt war.
24:00 – Es ist lange her, dass ich aus einer Kneipe vertrieben worden bin. Für ein Moment fühle ich mich jung. Wie gesagt, für einen Moment.
00:01 – Das ist nicht mehr heute.

 

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