Durch die Zeit

Kategorie: Allgemein

Think big

Hackbällchen von drei Kilogramm Fleisch, Hefeteig von min. 1,5 kg. Hefeteig, zwei Kilo Zwiebeln, acht Salate … Ich denke, ich stell mich in die Küche der Freunde und fang mal an, damit heute Abend, wenn die Gäste kommen, alles fertig ist.

Grenzwertig

Heute, als mein Arbeitstag von einer kleinen Sitzung beim Hauptgeschäftsführer unterbrochen wurde, dachte ich so, dass, wenn ich nicht so ruhige Arbeitstage hätte, das restliche Pensum derzeit kräftemäßig gar nicht schaffen könnte.

Den nächsten freien Abend habe ich, glaube ich, Freitag nächster Woche, bis dahin ist alles mir irgendwelchen Laberrunden, Vereinsmeieren und anderem zu.

Arg grenzwertig.

Zudem die letzte Therapiestunde was im Kopf in Bewegung gesetzt hat, was gerade aber so richtig anstrengend ist, weil irgedwie gar nicht schön. Und ich weigere mich gerade noch, das einfach so anzunehmen und denke die ganze Zeit, dass muss doch irgendwie anders, also schöner gewesen sein. Aber wenn es doch so war, wie ich es gerade sehe, dann erklärt mir das aber leider auch nix richtig.

Bin mal …

… über’s WE weg.

Aber ihr kommt ja auch gut mal ohne mich aus.

74 – Das 4. Jahrhundert v. Chr. gegen das Jahr 1797 – Ulrich erhält abermals einen Brief seines Vaters (316-319)

Langer Brief des Vaters – der Vater ist in einer Kommission zur Neufassung des Strafrechtes – hat Angst vor der Verweichlichung der Rechtspflege – inhaltlich geht es um Unzurechnungsfähigkeit vs. verminderter Zurechnungsfähigkeit – zerstreitet sich deswegen mit einem befreundetem Kollegen – der Vater möchte, das Ulrich seinen Einfluss geltend macht

Es ist das eine Auffassung [derzufolge das Denken im Wollen bestimmt ist], die unter den modernen Juristen allerdings erst seit dem Jahre 1797 ihre Anhänger hat, wogegen die von mir adoptierte [das Wollen ist im Denken bestimmt] seit dem 4. Jahrhundert c. Chr. allen Angriffen widerstanden hat … (318)

Was wie eine rein spitzfindige Frage aussieht, ist der Unterschied zweier Weltsichten und deren Folgen. (Siehe Moosbrugger.)

Zwischen den Zeiten

Als ich heimkomme, liegt mein Mann im Bett zum Mittagsschlaf.
Ich lege mich auch hin, denn die Nacht war kurz.
Als ich aufstehe, trinken wir noch eine Tasse Tee und sprechen uns kurz ab.
Jetzt ist er arbeiten.
Wenn er heimkommt, bin ich im Dienst.
Wenn ich dann heute Nacht heimkomme, liegt er schon im Bett und schläft.

Aber morgen wird es etwas mehr.

GT (14)

Nach drei (oder vier?) Wochen Pause heute wieder Gruppe. Zur Enttäuschung der Meisten: Kein Neuer wie angekündigt. C. freut sich über sich, dass sie sich im Vorfeld icht aufgeregt hat, wäre ja umsonst gewesen.

Die Einstiegsrunde gewohnt lang, aber etwas langweilig. Zwar hat sich bei allen etwas bewegt, aber das ist in der Zusammenfassung dann weniger aufregend / spannend / dynamisch als die ‚prozesshaften Kleinigkeiten‘ innerhalb einer Woche. Daher wird auch dann nicht gewählt, sondern der PsychDoc schlägt eine Erfahrungsrunde zum Thema „Was an Lebenserfahrung hat bisher geholfen“ vor. Auch das gestaltet sich etwas uninspiriert. Aber der PsychoDoc kitzelt dann drei dann doch ganz gehörig und bittet sie, nächste Stunde darauf einzugehen. Fall die sich nicht erinnern, wird er sich aber auch nicht erinnern.

Schlußrunde: Ich bin mal wieder komplett müde und stelle in den Raum, ob das an der Anstrengung, der miesen Luft oder einer möglichen Entspannung liegen könnte. Einwurf des PsychoDocs: „Oder vielleicht von allen drei etwas?“ Und das sind dann so Kleinigkeiten, die aufmachen. Klar weiß ich auch, dass nicht alles und jedes monokausal zu erklären ist, aber in gewissen Bereichen mache ich es mir einfach bzw. kompliziert. Der eingeworfene Satz gibt zu denken.

# 467

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Nachtrag

Nachtrag zu den Notizen:

zu 1) Nun ja, wohl dann doch nicht weiter zu kommentieren oder auszuführen. Zeit vergeht halt.

zu 2) Das war schon eigenartig, weil so gut wie jede/r auf mich zukam mit der Frage: „Wo ist denn F.“ (wobei F. für meinen Mann steht). Es waren nur zwei, die zuerst mich (und das sogar mit Namen begrüßten) und dann erst nach meinem Mann fragten. Was sagt das über wessen Präsenz oder Nicht-Präsenz aus? Zugegeben, mein Mann kennt einen Teil von denen nochmals zehn Jahre länger, aber … Scheint sich wie ein roter Faden langsam durchs Leben zu ziehen.

zu 3) Kurz hatte ich überlegt, ob mein Mann nicht E. angerufen hat mit der Bitte, etwas „nach mir zu schauen“, damit ich nicht wieder so verloren gehe wie das letzte Mal. Da saß ich dann mit Leuten am Tisch, die ich kaum kannte, die mich nicht interessierten und umgekehrt. Quälend. H.-J. war es dann, der es organiserte, dass ich neben ihm (und gegenüber von S. und J.-G.) zu sitzen kam, was also ganz OK war. Aber das E. sich erkundigte? Und zwar sehr nachdrücklich? Das hat mich schon gewundert. Mir war es bisher nicht so ersichtlich gewesen, dass er das registriert hätte. Aber vielleicht hat es jetzt dann doch die Runde gemacht, dass ich ganz gerne mal fremdel. Von einem anderen ist es bekannt, der darf dann auf allen Feten nach zwei Stunden ohne Begründung gehen.

zu 4) Mit S. und J.-G. waren wir mal richtig dicke befreundet. Gemeinsame Urlaube und so, viele, viele Abend, hunderte von Abendessen. Ich war mit denen auch im Bett und es war überhaupt ne intensive Zeit. Dann hat er gut geerbt – und wusch, waren wir absolut uninteressant und der Kontakt brach komplett von jetzt auf nachher ab. Dafür dann mit dem Gastgeber nebst Mann, weil, so meine bösartige Vermutung, man halt zumindest das gemeinsame Thema ‚eigenes Haus“ hat und sich was ‚leisten‘ kann. Mir war es etwas mulmig vor dem Treffen, obwohl es vor einem Jahr schon zu einer ersten Annäherung kam (von meiner Seite aus). Es ging also, sie erkundigten sich höflich und ehrlich interssiert und J.-G. war es dann, der mit H.-J. den Platz tauschte, dass er neben mir zu sitzen kam.

zu 5) Frage  mich gerade, warum ich das notierenswert erachtete. Ist doch eh fast immer so mit eh fast alle Leuten.

zu 6+7) Das war echt ein neuer Gedanken. Ich muss die anderen ja auch mit ihren Ticks und Spleens ertragen, warum sollte ich mich dann so übermäßig zurückhalten. Und ich hab‘ halt gern Körperkontakt und tascht ja auch echt nur die an, die ich kenne und die mir näher sind / waren. J.-G. hatte schon immer eine gewisse Erotik auf  mich ausgestrahlt. Ich teste gerade aus, merke ich.

zu 8) Hat mich arg gewundert, dass er so früh gegangen ist. Ich kenne ihn mit unendlich viel Sitzfleisch. Der hatte wohl noch nen anderen Termin. Mal nachfragen, ob er jetzt endlich mal wieder nen Lover hat.

zu 9+10) Die kochen da recht ordentlich, auch wenn nicht so gut, wie immer behauptet. Ich nenne das gut-bürgerlich, mehr aber auch nicht. Was ganz symphatisch ist, dass es bei so Gruppen wie dieser dann keine Tellergerichte gibt, sondern alles in Schüssel und Schalen auf den Tisch kommt. Das schafft etwas Interaktion, jeder kann sich das nehmen, was er mag und es ist auch echt für jeden was dabei. Aber es war halt alles komplett lauwarm und das obwohl es zu keinen Verzögerungen gekommen ist. Haben die keinen Pass?

zu 11) Das hat mich etwas traurig gestimmt. Jetzt, wo wir uns so ein bisschen näher gekommen sind …

 

Notizen, morgen oder wann auch immer ggf. auszuarbeiten für Beitrag

  • L. 66. 1/3 war ich dabei. Beim Rückblick doch noch was Neues.
  • Ich bin der Anhang meines Mannes. Zur Überraschung der anderen funktioniere ich auch ohne ihn.
  • Entlarvend!!! E. erkundigt sich, ob ich gut sitze. Dabei will er wissen, ob ich mich verloren fühle oder nicht.
  • J. + S. suchen definitiv Kontakt zu mir. Also eher J. als S. Damit hatte ich nicht gerechnet. Entspannt ungemein.
  • J. redet, ich höre zu.
  • Die Speelns der anderen ertrage ich. Warum sollten sie also nicht meinen ertragen? Dann bin ich halt ein ‚Tätschler‘ oder was auch immer. Aber J. schreit nicht, als ich mal kurz meine Hand auf sein Knie lege.
  • Mir ist Körperkontakt (Hand geben etc.) wichtig.
  • Als einer der wenigen muss ich aus dem Kreis morgen arbeiten und gehe nach dem Pfarrer.
  • Das Konzept der Gaststätte ist ohne Frage gut. Aber warum muss die Hälfte der warmen Speisen lauwarm kommen? Hat man ihnen das im letzten Jahr nicht gesagt?
  • Spargelsuppe mit Limette ohne Limette und ohne Garnitur und mit zuviel Sahne ist ok – aber auch maximal das.
  • Die, die mich als „feinen Menschen“ bezeichnet, zieht weg.

Was ist?

Dauernd vergesse ich zu bloggen. Was soll mir das sagen, wenn es mir was sagen soll?

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