Durch die Zeit

Kategorie: Aus dem Regal

Aus Studientage

V. und W. heute zu Gast. Nähere Beschreibungen verbieten sich hier, da sie nicht wissen, dass ich sie hier nenne.

Viele interessante Momente aber heute.

Und ein loses Ende ist keins mehr. Als ich Lit.wiss. studierte, erschien eine Studie, die mich maßgeblich beeinflusste und vor der ich echt viel gelernt habe. Den Autor habe ich sogar einmal gesehen und mit ihm drei Sätze wechseln können. Für mich nach wie vor ein ‚Gott‘. Und immerhin – die Frau eines ehemaligen Arbeitskollengen war für eine Zeit seine Kollegin.

Nun, eine/r der Gäste war mit genau diesem gut zehn Jahre zusammen und berichtete, was für eine schwere Geburt das damals war und welchen Einfluss sie / er hatte auf  jene Studie, die mich so sehr beeindruckte und beeinflusste.

Das ist gerade für mich irgendetwas zwischen Lit. wiss. und Klatscht – und ich genieße es, mich gerade da nicht entscheiden zu müssen.

Kette, gedankliche

Mein Mann und ich schauen einen französischen Film – In einer Szene diskutiert eine Schulklasse über ein Gedicht von Rimbaud – Ich erzähle, dass ich von Rimbaud eigentlich nur „Eine Zeit in der Hölle“ kenne – Mein Mann will wissen, wie es im Original heißt – Ich muss dann doch nachsehen: Une saison en Enfer – Da fällt mir ein, dass ich es mal in F. im Theater gesehen habe – Da fällt mir ein, dass mich danach ein Typ angesprochen hat und wir noch zu ihm sind – Und ich erinnere mich, dass er mir einen runtergeholt hat, während er davon schwärmte, eine Frau sein zu können – Und ich staune mal wieder über meine Verdrängungsleistungen – Denn da war ich wohl erst 17 und weit entfernt das Wort ’schwul‘ überhaupt buchstabieren zu können.

Schlag nach bei Nietzsche

Aha, jetzt weiß ich, warum ich so schlecht schlafe!

Keine geringe Kunst ist zu schlafen: es tut schon not, den ganzen Tag darfhin zu wachen.

Zehn Warheiten mußt du des Tages finden; sonst suchst du noch des Nachts nach Wahrheit, und deine Seele bliebt hungrig.
Zehnmal mußt du lachen am Tage und heiter sein: sonst stört dich der Magen in der Nacht, dieser Vater der Trübsal.
Wenige wissen das: aber man muß alle Tugenden haben, um gut zu schlafen. Werde ich falsch Zeugnis reden? Werde ich ehebrechen?
Werde ich mich gelüsten lassen meines Nächsten Magd?
Das alles vertrüge sich schlecht mit gutem Schlaf.

Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra, Frankfurt (Insel) 12.1990. S. 31f

Denkste!

Manchmal (?) habe ich echt eine lange Leitung. Zwei Büchergutscheine geschenkt bekommen von zwei verschiedenen Buchhandlungen. Nach dem Umzug ist ja klar – alles was irgendwie geht digital. So Terrabitefestplatten sind einfach leichter zu transportieren. Und wirklich, ich Idiot hab‘ im ersten Moment so ein blödes Gefühl, mit den Gutscheinen nichts anfangen zu können. Dabei fehlen mir ja noch die Bände sechs bis zwölf von Powells „Ein Tanz zur Musik der Zeit“ und die Bände vier bis sieben von Voskuils „Das Büro„.

Anders gesagt: Es fehlen noch neun Gutscheine!

Sie stehen! – #469

Dank U. steht nun die Literatur!

IMG_20180121_164359_015

Fachkräfte werden bei einer Flasche Sekt nochmals prüfen, ob das Alphabet auch eingehalten wurde. Sie werden Fehler finden. Denn nach drei Stunden einräumen ist man nicht mehr in der Lage zu entscheiden, ob „g“ vor „f“ kommt oder doch nicht – vorallem dann nicht, wenn die ersten beiden Buchtaben „d“ und „a“ waren.

Heute hat es dann nochmals geruckt. Der große Computer steht auf dem leeren Schreibtisch (die Schreibtischlampe ist leider nicht aufzufinden), das Bett ist frisch bezogen, zwei weitere Kisten sind im Keller u.v.a.m. – und ich beginne mich damit anzufreunden, dieses Zimmer abbekommen haben.

T. wird deswegen der erste ‚Leidtragende‘ sein, denn statt dass ich im Wohnzimmer penne wenn er ab Dienstag bis Freitag hier sein wird, wird er es tun müssen. Aber zwei Gründe sprechen für mich: Er ist 17 ich seit gestern 3,1 mal so alt wie er – und im Wohnzimmer steht der Fernseher. (Ja, ich weiß, dass man mit Internet und so … dennoch …!)

 

Der Anfang ist gemacht – #468

Das ist ein Ausschnit von etwas weniger als einem Drittel der Regalfläche, die ich benötige.

2018-01-19 16.15.58

Aber da links noch Regalbretter etwas gekürzt werden müssen, wird es auch noch dauern, bis die Bücher hier ihre Heimat finden werden. Aber immerhin. Denn wenn diese Seite voll ist, dann habe ich Platz auf der gegenüberliegenden Seite, um dann dort die restlichen Bretter anzubringen. Rechnerisch muss es aufgeben – aber in Mathe war ich noch nie gut.

13 x 9 / 2

Oh Wunder! Seit schon fünf Jahren lese ich mit C. einmal im Jahr einen ‚großen‘ Autor. Dieses Jahr eben Robert Musil. Wie immer mit verteilten Rollen, wie immer teilen wir uns nicht nur Abschnitte, sondern auch einzelne Sätze. Und auch wenn heute nur dreizehn ZuhörerInnen da waren – es macht einfach Spaß. Und Spaß macht auch die Vorbereitung, das Lesen in der Küche, das Chaos, wenn man sich die Sätze falsch notiert hat und beide anfangen zu lesen oder eben keiner. Und gut tut es eben, wenn als Rückmeldung kommt, dass man es genießen konnte, dass man die Angst vor dem „Mann ohne Eigenschaften“ etwas verloren hat, dass man Lust auf die Lektüre bekommen hat, dass … .

Was mich besonders freut ist, dass meine Auswahl funktioniert hat.

Und in der Hutkasse lag dann übrigens genauso viel wie letztes Jahr, als gut 30 Leute da waren. (Und wir waren letztes Jahr definitiv nicht schlechter, aber H., der Organisator, hat dieses Jahr den Spendendruck etwas erhöht – und somit habe ich zwei Bücher wieder finanziert.)

300 in 10

Vor Wochen mal um die 300 Bücher ‚ausgemistet‘, die dann lange auf dem Fußboden lagen, weil ich nicht wußte wohin. Seit letztem Sonntag konsequent immer ein paar in einer Schachtel entweder in den Hausflur bzw. auf die Straße gestellt. Nachher stelle ich die letzte raus.

Abgang

Nun endlich begonnen, Bücher vor die Tür zu stellen. Verkaufen lohnt sich ja echt nicht. Wer will schon was für ein ‚gebrauchtes‘, d.h. ein einmal gelesens Buch geben? Kaum etwas ist wohl einem höheren Wertverfall anheim gegeben als das ‚Kulturgut Buch‘ – jede Porno-DVD hat es da besser.  Ich hatte ein paar (Buch- nicht Porno-!)Portale im Internet ausprobiert, aber die Preise, die man bekommt, sind einfach lächerlich, dafür lohnt sich nicht der Aufwand. Immerhin, ein paar sind schon weg – und was dann auf der Straße nicht weg geht, kommt halt ins Altpapier. Die deutschen Antiquariate werden mir es danken.

Günter Kunert: Frist

Und Sonne war und fiel heiß auf sie nieder
Und fiel auf mich der ich doch bei ihr war.
Die Wellen gingen fort und kamen wieder
Zurück voll Neugier zu dem nackten Paar.

Ein wenig Fleisch auf soviel Sandgehäufe
Ein wenig Frist in ziemlich viel Unendlichkeit
Ein wenig Leben und zwei Lebensläufe
Darüber Sonne und darunter Dunkelheit.

 

Alltags.Seele

milieu | konstruktiv | erleben

herschelmann fotografie blog

einige mehr oder weniger tolle ideen um die fotografie

18 Worte.

Mindestens. Aus dem Leben einer Aachenerin am Rhein und auf Reisen.

Frollein Polly und ihr Senf

I'm weird, get over it :]

Erotischer Adventskalender - der Test

Du wolltest schon immer wissen, was die teuren erotischen Adventskalender taugen? Ich habe den Test für dich gemacht ...

Rummelschubsers Blog

Ein Rummelschubser im Kampf vs Glioblastom

Tanne's lyrische Lichtungen

Einsame Insel. Tosende See. Peitschender Wind. Finsterer Nadelwald. Lichtungen. Ewige Stunde null? Willkommen.

Geschichten aus der Großstadt

aus dem Leben eines Singles

stefan mesch

Literature. TV. Journalism.

MARKUS JÄGER #DasguteBuch

Bücher und Begeisterung

Der Feind in mir.

Ein Protokoll, eine Reise zu mir selbst und viele Reisen durch die Welt.

HALLO WELT!

Mein Auslandsblog für alle in der Heimat