Durch die Zeit

Kategorie: Aus dem Regal

21:16 / 23:40 / doch ganz anders

Nach meiner Computeruhr ist es jetzt 21:16. Nach meiner inneren bzw. meiner inneren gefühlten Uhr ist es mindestens 23:40 oder kurz nach 1, wenn nicht sogar etwas später.

Der Arbeitstag war – vollkommene Ausnahme – nicht nur etwas anspruchsvoll sondern sogar anstrengend. Dann die GT, die auch nicht schlecht Energie saugt, anschließend noch Stammtisch von Verein 1. Dort komme ich zum wiederholten Mal genau neben dem Menschen zu sitzen, den ich von den 70-80 MitgliederInnen des Vereins so überhaupt nicht ab kann (er mich aber auch nicht, wie ich das an seinen Beleidigungen mir gegenüber fest machen kann). Daneben die zwei, die auf dem vorletzten und vorvorletzten Platz stehen.

G. bringt mich dankenswerterweise mit dem Auto nach Hause und nach zwei Broten ist der Akku alle – obgleich ich heue noch Bücher schauen und runterladen / kaufen wollte, da ich ja nächste Woche eine Woche an der See sein werde und ausreichend zum lesen brauche. Morgen werde ich keine Zeit dazu haben, aber dann ist ja noch das WE.

Wie auch immer: Dass es jetzt 21:28 Uhr – also gefühlt 2:33 – ist … dafür bin ich echt noch gut dabei.

Durch die Nacht

Und du wachst, bist einer der Wächter, findest den nächsten durch Schwenken des brennenden Holzes aus dem Reisighaufen neben dir. Warum wachst du? Einer muß wachen, heißt es. Einer muß da sein.

Franz Kafka: Nachts

Man kann es nicht genug bestaunen

Ich lese u.a. gerade den Briefwechsel zwischen Marcel Proust und Reynaldo Hahn. Im Brief vom 3. (oder 4.) September 1896 schreibt er u.a. etwas über ein Bild von Quentin Massys und einen Autoren namens Georges Ohnet. Beide nie gehört.

Drei Minuten später:

Ich höre Musik von Reynaldo Hahn (Spotify).

Ich lese ein paar Zeilen in einen Roman von Ohnet (Darknet).

Ich gucke mir das Bild von Massys an (Google).

Mehr Sammler als Hörer

Auf dem Rechner 31 ungehörte Hörbücher gefunden. Dazu noch sieben weitere, von denen ich nicht weiß, ob oder ob nicht. Aber in der Hinsicht entlastet mich der Fund: In den nächsten Wochen werde ich jedenfalls nicht in die Stadtbibliothek müssen.

12. Buch, Vers 464

Wenn man mich nach meinem Alter fragt, dann werde ich es jetzt so schön umschreiben, wie ich es gerade bei Ovid in den „Metamorphosen“ gefunden habe:

huic aetas inter iuvenemque senemque

Was heißen soll: zwischen Mannesjahre und Greisenalter.

Gegendert

Da heute – endlich mal wieder – im Lesekreis Lukrez angesagt ist, gleich mal was ‚Schlaues‘ von seinem Idol Epikur in einen Brief an Menoikeus (ist schon ein paar Jahrhunderte her. Der und alle anderen hatten es damals mit der gendergerechten Schreibe noch nicht so gehabt. Daher bitte „Jüngling“ wenn irgendwie möglich geschlechtsneutral lesen (oder mit eine gute Alternative unterbreiten, die dem Original aber auch gerecht wird) und aus „Greis“ bitte das durchaus an- und leicht auszusprechende „GreisIn“ oder auch Greis*in bzw. Greis_in zu machen):

Weder soll, wer noch ein Jüngling ist, zögern zu philosohpieren, noch soll, wer schon Greis geworden ist, ermatten im Philosophieren.

Neue Schritte

Ich bin ja so ein IPOD-Fan. Jahrelang habe ich 160 GB Musik und Hörbücher mit mir ‚rumgeschleppt‘, um in jeder Siutation die richtige Musik und das richtige Hörbuch zu haben. Jetzt ist er vor drei Wochen kaputt gegangen – ihn gibt es nun nur noch gebraucht zu teils echt horrenden Kosten, die meinen Geldbeutel sprenge. Also habe ich den von meinem Mann mitnutzen können, aber das ist ja irgendwie nicht das selbe.

Immerhin hat mein neues Handy so um die 40 GB frei, die ich nun teils schon jetzt mit Notmusik und schmalen zwei Hörbüchern belegt habe. Platz gibt es noch, aber der will gut genutzt werden. Ich probier das jetzt einfach mal und rein theoretisch könnte da ja auch noch eine Speicherkarte Platz haben (bloß wo? Aber das wird spätestens A. wissen).

Wie lange der Akku von dem Ding durchhält, werde ich auch noch erst testen müssen, würde mich aber arg, arg wundern, wenn der das Durchhaltevermögen vom IPOD hätte.

Früher war echt nicht alles besser – aber der IPOD war schon ein geniales Gerät.

Lukretz: Über die Natur der Dinge

Heute nur die beiden Vorworte gelesen. Wird nicht wirklich einfach werden. Aber es hört sich echt vielversprechend an. Ich freu‘ mich richtig drauf.

Hat es heute morgen gegeben?

So ein Tag halt, von dem man nächste Woche schon gar nicht mehr weiß, ob er überhaupt gewesen ist. Immerhin im bösen Internet drei Bücher von meiner Wunschliste gefunden und downloaden können.

Resümee: Peter Weiss

Auf Wunsch von E. noch ein letzter Abend zur „Ästhektik des Widerstands“ von Peter Weiss. Nach 1 3/4 Jahr der Lektüre die Resümees der Teilnehmenden. Es verwundert nicht, dass die von I. und K. positiv ausfallen, auch H. hat nichts zu möppern. Von ihr hätte ich dann schon ein paar Spitzen erwartet – aber vielleicht ist es die Milde des Alters bei ihr. E. macht es letztendlich sehr diplomatisch – also wesentlich dipomatischer als ich – und benennt sehr geschickt umschrieben die Schwachstellen, scheut sich aber dann doch, diese zusammenzufassen.

Das mein Resümme dann bei I. und K. auf Protest stoßen wundert mich nicht, denn ich formuliere zusammenfassend: „Ein gescheiteter Solitär“. Darin ist in meinen Augen alles enthalten. Inhaltlich ist die Ästhetik wirklich ein Solitär, denn ich kenne kein Roman / Buch, was sich so intensiv, faktenreich und menschlich mit dem Widerstand im 3. Reich literarisch auseinandersetzt. Gescheitert, weil die über 1.000 Seiten einfach nicht funktionieren. Es gibt Seiten, die nahezu genial sind, dann Strecken, die sich wie abgeschrieben aus dem Notizbuch anmuten.

Alleine hätte ich – und ich bin hart im nehmen, was Literatur betrifft – nicht durchgehalten, definitiv nicht. Andererseits bin ich ganz froh, es mit Hilfe der Gruppe es geschafft zu haben. Denn ein weiteres Buch aus der Reihe „Weltbekannte Bücher, die kaum jemand gelesen hat“ gehört bei mir nicht mehr dazu.

Von Nachtwachen und dicken Titten

Es geht weiter - Ein literarisches Tagebuch

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