Durch die Zeit

Kategorie: Aus der Küche

Für die Wolkenbeobachterin

Ein ‚offizielles‘ Rezept habe ich nicht, aber ich kann es kurz beschreiben.

  • Gekauften Blätterteig ausrollen und längs teilen (wer faul ist: quer teilen).
  • Etwas Tomatenmark mit Pfeffer, Salz, ggf. Knoblauch, Oregano und etwas Olivenöl aromatisieren und es auf zwei Drittel jeder Bahn dünn bis nicht so dünn verstreichen.
  • Sehr dünn (!) geschnittene Champignons darauf verteilen.
  • Gelbe Paprikawürfel (Kantenlänge max. 3 mm) darauf verteilen.
  • Wer mag feine (!) Scheiben gekochten Schinkens oder feine (!) Scheiben einer scharfen Salami verteilen.
  • Geriebenen Emmentaler darauf.
  • Wer mag kann auch feine (!!!) Mozarellewürfel zusätzlich darauf verteilen.
  • Die freie Fläche vom Blätterteig mit Wasser bepinseln.
  • Nun so aufrollen, dass frau / man die Rolle mit der freien Fläche ‚verkleben‘ kann.
  • Von der Rolle Scheiben in der Dicke zwischen ein und zwei Zentimter abschneiden. Mit der Schnittfläche auf ein mit Backpapier belegtes Bleck legen (ein bisschen Abstand lassen, aber nicht wirklich viel).
  • Das Ganze dann für ca. 13 Minuten bei 180 Grad in den Ofen (aber lieber immer mal schauen) und so lange backen, bis man selber damit zufrieden ist – das ist meist etwas vor ganz schwarz.

Aus einem Blätterteig bekommt man ca. 40 Stück. Ich bringe die gerne mal für Feten mit oder wenn bei einem Meeting keine Zeit für’s Essen ist aber man nicht nur dauernd Kekse futtern will. Kann mir gut vorstellen, auch Olivenstücke oder Peperonistücke mitzuverarbeiten, wichtig ist, dass sie halt wirklich klein geschnitten sind sonst bekommt man das Ganze nicht wirklich gerollt.

3 –

Eigentlich hatte ich hier gerade eine lange ‚Besprechung‘ des Abendessens bei I. geschrieben. Aber ich fand, das war irgendwie fies. Also gelöscht. Nur soviel: I. und ihr Mann können definitiv den besseren Prosecco / Wein / Schnaps anbieten (aber die haben auch echt genug Geld), aber so gut kochen, wie sie immer behauptet, dagegen nicht.

 

Zeitreise

Jut, ich bin dann mal für vier Tage wieder im Mittelalter. Als Koch. Frühstück und Mittagessen für jeweils 15 Reckinnen und Recken. Abendessen hängt dann in vielfältiger Form von Wurst, Käste und Brot so in der Gegend rum.

Es gibt die bewährten Kohlrouladen, heute ne einfache Pilzpfanne (ggf. mit Pfannekuchen), Sonntag dann schon etwas die Herausforderung: Rehgulasch mit Semmelnknödel und einer Art Bigosch – das über offenem Feuer (maximal zwei Kessel nebeneinander …). Die Linsensuppe am Montag ist dann Erholungsprogramm.

Jede*r wie will – # 442

P. mit seiner Tochter kommt. Zu unterschiedlichen Zeitn. So gibt es für P. und uns Steinpilzarvioli mit Petersilien-Salbei-Butter, davor den ersten Feldsalat, danach Griesschnitten mit Zimtzucker und für das Fräulein Tochter auf Wunsch Pfannenkuchen mit Birnenkomoptt.

2017-09-15 17.24.37

Etwas müde – # 442

Gegen 4 ins Bett gekommen, um 9 dann wieder auf, am frühen Nachmittag eine Stunde geschlafen. Ich mag diesen Zustand der Übermüdung dann schon, weil er mich fokussiert. Abendessen mit Mann, J., meiner Patentochter S. und ihrer Freundin M. Mein Gulasch – Eigenlob stimmt – gehört echt zu den besten, die ich je gemacht habe, schiebe es aber auf das fantastische Fleisch vom Metzger nebean (wobei der Kilopreis bei ihm gegenüber dem Discounter vier Euro billiger (!) war). Immer dann, wenn ich meine nächste Frage nicht anbringen konnte – war ich wegen der Übermüdung die Gelassenheit selbst, habe gewartet, bist wieder Luft war, und dann meine Frage gestellt. Und immer wieder muss ich erkennen: Ich hab’ne echt klasse Patentochter! Die ist nicht nur nicht auf den Kopf gefallen, sondern kann auch Fragen stellen!

2017-09-09 22.41.42

Wegen Dienst gestern schon „Pate I“ verpasst, jetzt zu spät für „Pate II“ gekommen – aber somit weiß mein Mann, was ich mir zu Weihnachten wünsche. Jetzt sag‘ bloß einer, ich sei nicht pflegeleicht!

Frust

Ich bin ja in einer Stadt und einer Familie groß geworden, wo es selbstverständlich war, dass jeder Einkauf auf dem Bauernmarkt begann. Was man da nicht bekam, wurde dann eben im Supermarkt gekauft.

Vor ca. drei Jahren habe ich hier dann begonnen, zumindest freitags auf einen super kleinen Markt zu gehen, um zumindest für das Wochenende Gesundes und Frisches aus der Region zu haben. Hat sich dann so ergeben, dass ich das Meiste bei einem bestimmten Bauern gekauft habe, der mich so ein kleinwenig an die Heimat erinnerte (siehe hier).

Und genau den Bauern vermisse ich seit drei, vier Wochen. Vor einer Stunde habe ich erfahren: Er hat alles (Haus, Hof, Felder, …) komplett verkauft und wandert mit seiner Frau nun nach Polen aus.

Echt, was werde ich den vermissen, denn jetzt gibt es dort nur noch gerade einen Stand, der mehrheitlich eigene Produkte verkauft (wenn auch nicht lange so viele unterschiedliche wie bei ‚meinem Bauern‘) und nicht das aus dem Großmarkt.

Dekonsturktionen und zwei ‚Wraps‘

Hatte einfach Lust darauf, auch wenn es dann doch etwas mehr Arbeit gemacht hat, als gedacht.

Als Gruß aus der Küche gibt es eine ‚Dekonstruktion‘ von Tomate-Mozarella (was recht einfach ist ist.

Dann drei dekonstruierte Salate, will heißen, die meisten Zutaten gibt es getrennt von den anderen, so dass man alles sieht, was man isst, der Geschmack aber erst im Mund zusammen kommt. Also habe ich aufgesplittet einen normalen Nudelsalat, einen Kartoffelsalat (sieht wenigstens einigermaßen gut aus) und einen Waldorfsalat.

Als lauwarmes Zwischengericht vor der Hauptspeise gibt es zwei unterschiedlich gefüllte Nudelplatte, dich ich versucht habe so zu füllen und zu drehen, dass sie wie ‚Wraps‘ aussehen.

NACHTRAG: Aussehen muss noch weiter geübt werden und geschmeckt hat es so na ja. Viel Aufwand für eher was gewöhnliches. Die ‚Wraps‘ haben überhaupt nicht geschmeckt.  Aber ich will am Ball bleiben.

Wer weiß es denn schon so genau?

Es mag an meiner christlichen Erziehung liegen, es mag vielleicht auch daran liegen, dass ich nicht mag, dass es mir wiederfahren soll, es mag vielleicht auch noch an was ganz anderem liegen … aber schadenfreudig oder hämisch versuche ich echt nicht zu sein. (OK, gelingt mir nicht immer, es gibt da so ein paar Politiker/innen …)

Aber bei X. kann ich einfach nicht anders. Er gehört zu den größten Großkötzen die die Erde gesehen hat … Wir teilen uns jedoch die ‚Profession‘ zu versuchen, so authentisch wie möglich mittelalterlich zu kochen. Vorhin die neusten fotografischen Ergebnisse seiner letzten Kochaktion gesehen. Er kam auf die ‚geniale‘ Idee, einen Mittelalterburger zu machen mit Tomaten, Avoccados und – tata! – Scheiblettenkäse. (Den Eisbergsalat übergehe ich gerade mal, weil ich mir nicht sicher bin, ob es den vielleicht u.U. nicht doch schon in einer Vorform gegeben haben könnte.)

Was mich aber daran erinnert, dass ich im Oktober an vier Tagen für ca. zehn Leute wieder mittelalterlich kochen darf und vielleicht langsam beginnen sollte, ob ich auch einen Burger mache oder doch lieber eine Art von Maultaschen.

Unfreiwillig

Letzte Woche: Meine Mutter weist meine Schwester an, dass man den Schöpfer noch genau da in der Spülmaschine unterbringen kann. Mein Mann beugt sich zu mir rüber und flüstert prustend: „Wußte gar nicht, dass ihr Katholiken Euren Schöpfer wascht“ – sehenden Auge mißachtend, dass natürlich die Schöpfkelle gemeint war.

Noch’n Spleen

Ich esse keine Tomaten. Einfach so.

Na ja, Tomatensalat geht, Tomatensoße auch, auf der Pizza grubbel ich sie auch nicht runter – aber im grünen Salat geht genauso wenig wie auf einem Brötchen. Die Beilagentomate auf dem Teller ist ebenso bäh wie vereinzelte Cherrytomaten in Gemüsen oder so.

Aber damit setze ich mich bloß von meinem Mann ab, der Tomaten über alles liebt und es im Grunde kein Essen ohne Tomaten gibt.

Wenn man mich fragt, warum ich die Tomaten aus dem Essen glaube, antworte ich mit „Tomatenallergie“ – funktioniert hervorragend, es gibt nie eine Nachfrage.

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