Durch die Zeit

Kategorie: Aus der Küche

# 531 – Mein Tagwerk

Die 7.

Vergessen Wein zu kaufen. Aber im Keller liegen ja noch ein paar Dutzend Flaschen von früher. Nach der dritten Flasche gehe ich geschickterweise mit einem Korb in den Keller. Die 7. Flasche ist dann OK (ein Pomerol von 2006, den wir mal geschenkt bekommen haben), alle anderen komplett überlagert. Aber das war nicht anders zu erwarten, denn vor 18 Jahren hatte ich auch noch nicht das Geld solche Weine zu kaufen, die die Strecke durchstehen.

Der Zahn ist raus

  • Noch ne gute Stunde auf Watte beißen
  • Zwei Tage keine Milchprodukte (OK, das lässt sich bewerkstelligen)
  • Zwei Tage nicht kräftig schneuzen (OK, ich geb‘ mir Mühe)
  • Zwei Tage nicht schwer heben (hatte ich nicht vor)
  • Eine Woche keinen Sport (hatte ich vor, also ein bisschen, aber etwas spazierengehen ist drin).
  • In den nächsten drei Wochen keine Flugreise (stand auch nicht an)
  • Und wenn die Betäubung nachher weg ist, alles essen, wozu ich Lust habe wenn auch ohne Milchprodukte (Nudelsuppe gehört definitiv nicht dazu!)

Kopfschmerzen stellen sich jetzt langsam ein, die Wirkung von Tavor bekomme ich mal wieder nicht so richtig mit, aber die Tatsache, dass ich fröhlich blogge, dürfte eine sein.

Ging schneller als bei den anderen Weisheitszähnen, ich glaube, die Aufklärung über die Risiken hat echt länger gedauert. Netter Arzt, der für meine Schisserei Verständnis hatte. Überall lief so esoterische Mandala-Musik. Hab‘ mich gefragt, ob es als Angstellter da ne Schmerzulage gibt.

Da ich an der Arbeit nach wie vor nix zu tun habe, nahm ich das Angebot einer Krankschreibung für heute und (!) morgen gerne an.

Mir kam dann Herrndorf wieder in den Sinn, der an diesem unheilbarem Gehrintumor litt und in seinem Blog damals seine letzte Zeit dokumentierte. (Das Blog ist in der Zwischenzeit auch als Buch herausgekommen, aber das Original ist dann doch ’näher‘. Ich kann’s echt nur empfehlen.)

27.1. 2012 14:14
Nacheinander drei Teile vom Backenzahn ausgespuckt. Ja, mach dich vom Acker, Körper, hau ab, nimm mit, was du tragen kannst.

(Wolfgang Herrndorf: Arbeit und Struktur. Quelle zu dem eindrucksvollem Blog HIER)

Man/n dankt!

Risotto a porcini.

E vs G

Wenn man wie ich es gewohnt ist auf einem Gasherd zu kochen, dann ist das Kochen auf einem E-Herd gelinde gesagt ein Rückschritt in der Entwicklung des Kochens an sich.

Fleischbrühe

Heute mal wieder gekocht. Richtig viel. Ich glaub‘, ich geb‘ dennoch nix ab.

Keine Kompromisse!

Zur Vorspeise wollte ich die Schrimps nehmen – dann gab es aber Tatar mit ner Jakobsmuschel.

Zum Hauptgang dachte ich, nehme ich die Gnudi mit Tomate und Basilikum – dann gab es aber Rotbarsch.

Zum Nachtisch, wie immer: Sorbee mit Wodka. keine Kompromisse eben – auch beim Service nicht, dem mal wieder beim Einschenken des Wodkas die Hand ausrutschte.

Wir gehen in der Zwischenzeit ganz gerne hin, auch wenn die Karte seit drei Jahren nicht gewechselt hat. Wir wissen, was uns erwartet und wissen, dass es neben der Karte immer noch anderes gibt. Alles auf gleichbleibenden Niveau, unaufgeregt, bodenständig, schmackhaft mit einer Rafinesse, die durch ihre Schlichtheit besticht – und unserer Küche das Stück voraus ist, von dem ich denke, wenn wir uns anstrengen, dann packen wir das vielleicht mal.

28

Die Patentochter wird heute 28. Sie schmeisst eine Grillparty. Ihre Mutter und ich gehen daher zum Griechen. Dort rechne ich eher mühsam aus, dass ich sie nun länger als die Hälfte meines Lebens kenne. Das erst Mal hatte ich sie morgen vor 28 Jahren in den Armen.

Und dann werde ich sogar noch eingeladen.

WMDEDGT 8/18

Wie schon vorletzten Monat (im letzten war ich in Urlaub, mit ohne Internet), mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

7:35 – Es ist Sonntag! Warum sollte der Wecker auch nicht mal früh klingeln?
7:37 – Ich arbeite mich aus dem Wasserbett und bin erstaunt: Musklen fühlen sich alle soweit OK an.
7:45 – In der Küche E., der Kaffee kocht, ich nehme auch einen.
7:55 – E.’s Neffe F. ist nun auch aufgetaucht, bringt mir eine Badehose mit.
8:10 – Wir sind bei bewölktem (!) Wetter im Schwimmbad. Laut Anzeige ist dass Wasser vier Grad wärmer als die Luft. Ich ziehe mich trotzdem um.
8:15 – Das Wasser ist nicht ganz so kalt wie befürchtet, das Mittelmeer war aber bedeutend wärmer.
8:40 – Im Schwimmbad gibt es Panecake und Kaffee
9:15 – Wieder bei E.’s Familie, noch nen Kaffee, dann schwinge ich mich aufs Rad.
10:24 – Die Bahn kommt pünktlich.
11:05 – Wieder zu Hause mit brüllendem Hunger. Schwimmen ist das eine, ne Steinmauer am Vortag bauen das andere.
12:10 – Mir fallen fast die Augen zu, also gibt es einen Mittagsschlaf.
14:00 – Die Muskeln meinen mich nun sehr deutlich erinnen zu müssen, dass ich gestern mit E. und T. malocht habe wie Idioten (Steinmauer und so). Die Bewegungsabläufe sind siebzigjährigmäßig.
14:15 – Tee und (Fach-)Lektüre auf dem Balkon. Ertappe mich kurz bei der Überlegung, mir zumindest ne Hose anzuziehen. Aber ich schwächel doch nicht als Vollzeitnudist bei 23 Grad!
15:35 – Weitere Arbeit am Rechner. Mein Mann hat für seine Schulung Fotos gemacht, die müssen erst ausgesucht, in Reihenfolge und beschriftet werden. Die Berarbeitungen frühestens am Dienstag oder so, mir fehlen noch zwei Idee für die Moderation am Dienstag.
17:45 – Kochen: Lammcury mit Blumenkohlsalat.
18:30 – Seehofer gucken im Ersten. Große, leere Worte, ein schlaffer Luftballon. Grauenhaft, dass sojemand macht hat und meint Trump machen zu müssen, in dem er Sachen behauptet, die nicht stimmen.
18:45 – Wir essen trotzdem! Dazu Lindenstraße, Nachrichten, Weltspiegel.
19:45 – Anruf bei Muttern. Wie schon seit 5 Wochen: Total unklar ob OP möglich oder nicht, geschweige denn wann. Dennoch scheint sie etwas entspannter zu sein als in letzter Zeit.
20:15- Wie (fast) immer: Tatort. Nachdem wir letzte Woche zum ersten Mal „Im Schmerz geboren“ gesehen haben. war die Erwartung sehr gering, dass der heute auch was zu bieten hätte. Hat er aber, wenn auch ’nur‘ formal. Eine Kamerfahrt über 90 Minuten – das ist mal was.
21:45 – etwas Fernsehen, etwas Internet, etwas Plaudern, etwas Käse, etwas Handcreme suchen, etwas … und etwas bettfertig machen. Morgen klingelt der Wecker schon um 5:45, denn meine Musklen melden jetzt schon lautstark an, dass das Mit-dem-aus-dem-Bett-steigen ’ne längere Geschichte werden könnte.

Einmalige Lösung

So langsam nähert sich ja der erste Hochzeitstag. Da wir ja nicht gefeiert haben, gab es auch so gut wie keine Geschenke. Eigentlich hat nur S. eine tolle Tüte nachgereicht und der Vorstand von Verein 1 hat uns einen Gutschein für einen durchaus gehobenen Spanier geschenkt. Gestern spontan angerufen, ob es für Sonntag noch einen Tisch gäbe, weil uns einfach nichts eingefallen ist, was wir kochen wollten. Und siehe da, der Zufall / das Schicksal / das Glück wollte es, dass gerade noch einer frei war.

Die Frage, was wir aus der Speisekarte nehmen ist übrigens genauso schwierig wie die, was wir hätten kochen sollen.

Zeichen & Zeiten

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Neues aus Absurdistan

Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

Musil lesen

"Der Mann ohne Eigenschaften" in weniger als 123 Wochen

Ein Nudelsieb bloggt, ...

... denn man(n) kann sich ja nicht alles merken ;)

KenterKönig

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Proustprojekt, angelehnt an "Jochen Schmidt liest Proust", lese ich jeden Tag zwanzig Seiten in der Recherche, blogge darüber und füge Alltägliches hinzu.

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