Durch die Zeit

Kategorie: Aus der Küche

PrüferInnenhumor

»Die Nasenpads der Augenoptiker sind die Zündkerzen der Kfz-Mechaniker.«

Heute Vormittag wieder mal fünf junge Menschen in Aufregung versetzt, weil sie die Prüfung ablegen mussten. Auch wenn wir echt freundlich sind, wenn es um eine gute Note geht, erhöhen wir dann schon den Druck. Und es macht dann ungeheuren Spaß zu sehen, wie – in diesem Fall – der Prüfling mitgeht und sich anstrengt, weil er eine gute Note haben will. Wenn man dann noch sieht, dass er sich mit der Materie auseinandergesetzt hat, auch wenn nicht alles stimmt, seis drum, dann gibts eben ne 1.

Danach mal wieder an die Schweinebucht (da darf man nackig in der Sonne liegen). Ich werde von Jahr zu Jahr älter – aber warum gehöre ich seit zwei Jahrzehnten immer zu den Jüngsten?

T., die dieses WE kommen wollte hat krankheitsbedingt absagen müssen. Statt kreativer Lust gemeinsam im Bett halt Tagliatte mit Schrimps und Weißwein, zum Nachtisch eine Scheibe Lachs

Steter Tropfen

So, jetzt haben wir auch einen Grill. So klassisch, mit für Kohle und echtem Feuer. Hat nur knappe zwei Jahre gedauert, bis mein Mann klein beigegeben hat.

Es könnt‘ ja mal ne Pandemie kommen!

J. brachte gestern so rund drei Kilo Erdbeeren und gut 13 Kilo Tomaten vorbei. Wäre sonst alles auf dem Müll gelandet.

Jetzt haben wir Erdbeermarmelade für mindesens 30 Luffen und die Grundlage für Bolo für das nächste halbe Jahr. Maximal.

Abzüge in der B-Note

Heute im Home-Office endlich mal produktiv gewesen – und meine erste Brioche gebacken. Der Teig ist ‚leider‘ viel zu gut gegangen, so dass er sich unförmig verhielt – aber wenn man die Augen zu macht und sich ein Stück in den Mund steckt … grandios!

2020-04-20 15.21.08

Überfluss

Braucht jemand Hefe? Oder Mehl? Wir haben das jetzt im Überfluss. Wie kommt’s? Ganz einfach: Unser Bäcker war einfach nicht blöd und bietet das nun auch an.

OK, ich habe jetzt gerade nachgerechnet, die Hefe bei ihm ist doppelt so teuer als im Supermarkt, aber HEY, wir sprechen hier von Cent-Beträgen, da werde weder ich arm noch der Bäcker reich.

Mehl, wenn ich recht erinnere, nur einen Tuck teurer, aber wenn ich so den Einzelhandel unterstützen kann … ich meine, ich war seit Wochen keine Burger essen, keine Pizza essen, keine Brezel essen, keine Fritten essen, keine Bratwurst essen …

Anstatt dessen

Um zu Ostern etwas Grünes bzw. Buntes in der Wohnung zu haben, bin ich heute losgestiefelt, um zu schauen, ob es auf dem Blumen-Selbst-Pflück-Feld irgendetwas gibt. Mal abgesehen davon, dass noch so gut wie keine Bumen hier blühen, gab es das Blumen-Selbst-Pflück-Feld an sich nicht mehr.

Dafür  konnte ich einen lokalen Bauern unterstützen, der auf einem kleinen Tischchen in der Pampa Schnittlauch anbot. Zwei fette Bünde für insgesamt zwei Euro.

Hefe haben wir immer noch keine.

Es lässt sich aushalten gerade

  • So lässt es sich auch mit Corona leben: Spargel, Kartoffeln, zwei Sorten Schinken und die weltbeste Sauce Hollandaise meines Mannes.
  • Davor mit A. ein Distanzspaziergang durch die Sonne. Ihre Krankheit ist präsent aber (noch) nicht bestimmend. Ärgere mich, dass ich nicht schon früher auf die Idee gekommen bin, mit ihr ein paar Kilometer zu gehen.
  • A. will jetzt „Drück-Dich“- und „Kuss“-Gutscheine machen, damit sie die Anzahl nicht vergisst. Aber die Knutschorgie ist eh irgendwie geplant, da brauch es das nicht.
  • Und die Aussicht auf Sonne morgen und übermorgen, wo ich Home Office habe.
  • Und E. bringt mir noch ein 12-bändiges Lexikon von 1870 vorbei – der absolute Klassiker, auf den Arno Schmidt nichts hat kommen lassen.
  • Die Online-Bibliothek beschränkt massiv Vormerkungen und Ausleihdauer – scheinbar werden sie gerade vor Anfragen nur so überrollt. Schön das.

Soleier – Tagwerk für andere

  • 12 Eier hartkochen
  • 40 gr. Salz, 7 gr. Zucker, 1 TL Kümmel, 1 TL schwarze Pfefferkörner, 1-2 Lorbeerblätter, 3-5 Pimentkörner, braune Schalen von 1-2 Zwiebeln zu 1 Liter Wasser geben und so aufkochen lassen, dass sich das Salz aufgelöst hat. (Das ist dann eine starke Salzlösung die mal „Sole“ nennt.)
  • Eier und Sole etwas abkühlen lassen.
  • Eier anditschen bzw. so anschlagen, dass die Schale Risse bekommt, in ein (Glas)Gefäß schichten.
  • Die Sole dazugeben, so dass die Eier bedeckt sind (ggf. mehr Sole ansetzen – je nach Gefäß, Größe der Eier, etc.). | Ich gebe die Sole durch ein Sieb, weil die Schalen mit der Zeit unschön aussehen. Aber ich picke mir einen Teil von Kümmel, Peffer und Pimentkörner raus und gebe sie mit ins Glas.
  • Mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen – dann sind sie verzeherfertig.
  • Wenn man die Eier schält, sollten sich an den zuvor zugefügten Bruchkanten braune Verfärbungen zeigen – und das soll so sein! Je länger die Eier in der Sole, desto dunkler die Verfärbung und je salziger werden sie auch.
  • Entweder die gepellten Eier mit Senf essen (Brot muss nicht sein) oder:
  • Eier schälen, halbieren, Eigelb herausnehmen, etwas Öl und Essig in die Mulde geben, ggf. mit Pfeffer würzen, Eigelb wieder drauf, dann ggf. Senf und ab in den Mund.

Ich kenne Soleier als eine katholische (???) Tradition zu Ostern, sprich Ostersonntag und keinen Tag früher (!). Schmeckt aber vor und nach Ostern genauso gut!

Mein Tagwerk (u.a.)

2020-03-25 17.02.22

Das Gute am Schlechten

Aufgrund des Virus gestern in B. mit P. bei einem recht guten Italiener ohne Probleme den besten Platz und den besten Service bekommen – war sonst nur noch drei weitere Tische besetzt und die Küche konnte mit Zeit und Liebe kochen.

Aber schon klar, dass der Virus auch in diesem Bereich Berufsexistenzen vernichten wird.

Anton Weyrother

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