Durch die Zeit

Kategorie: Aus der Küche

Soleier – Tagwerk für andere

  • 12 Eier hartkochen
  • 40 gr. Salz, 7 gr. Zucker, 1 TL Kümmel, 1 TL schwarze Pfefferkörner, 1-2 Lorbeerblätter, 3-5 Pimentkörner, braune Schalen von 1-2 Zwiebeln zu 1 Liter Wasser geben und so aufkochen lassen, dass sich das Salz aufgelöst hat. (Das ist dann eine starke Salzlösung die mal „Sole“ nennt.)
  • Eier und Sole etwas abkühlen lassen.
  • Eier anditschen bzw. so anschlagen, dass die Schale Risse bekommt, in ein (Glas)Gefäß schichten.
  • Die Sole dazugeben, so dass die Eier bedeckt sind (ggf. mehr Sole ansetzen – je nach Gefäß, Größe der Eier, etc.). | Ich gebe die Sole durch ein Sieb, weil die Schalen mit der Zeit unschön aussehen. Aber ich picke mir einen Teil von Kümmel, Peffer und Pimentkörner raus und gebe sie mit ins Glas.
  • Mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen – dann sind sie verzeherfertig.
  • Wenn man die Eier schält, sollten sich an den zuvor zugefügten Bruchkanten braune Verfärbungen zeigen – und das soll so sein! Je länger die Eier in der Sole, desto dunkler die Verfärbung und je salziger werden sie auch.
  • Entweder die gepellten Eier mit Senf essen (Brot muss nicht sein) oder:
  • Eier schälen, halbieren, Eigelb herausnehmen, etwas Öl und Essig in die Mulde geben, ggf. mit Pfeffer würzen, Eigelb wieder drauf, dann ggf. Senf und ab in den Mund.

Ich kenne Soleier als eine katholische (???) Tradition zu Ostern, sprich Ostersonntag und keinen Tag früher (!). Schmeckt aber vor und nach Ostern genauso gut!

Mein Tagwerk (u.a.)

2020-03-25 17.02.22

Das Gute am Schlechten

Aufgrund des Virus gestern in B. mit P. bei einem recht guten Italiener ohne Probleme den besten Platz und den besten Service bekommen – war sonst nur noch drei weitere Tische besetzt und die Küche konnte mit Zeit und Liebe kochen.

Aber schon klar, dass der Virus auch in diesem Bereich Berufsexistenzen vernichten wird.

Nebenjob, süß

Weil ich ja so rein gar nichts zu tun habe, habe ich mir einen süßen Nebenjob angelacht. Süß im Sinne von süß und edel. Ich darf für einen Parlinenmacher aus der Region jetzt jeden Monat drei seiner Pralinen verkosten und dann für seine Homepage ein paar Zeilen darüber schreiben (wofür er mir aber ein paar Stichworte liefert).

Es gibt definitiv blödere Schreibjobs.

Was für eine Rose!

Scheinbar haben wir die nächste Professionalisierungsstufe in der Küche genommen. Liegt in erste Linie daran, dass ich immerhin schon nach gut zwei Jahren realisiert habe, das wir nun zwei Spülbecken in der Küche haben. Denn während irgend ein Gang vorbereitet werden muss und man vielleicht nur darauf wartet, dass das Wasser kocht, kann man schon mal was abspülen. Ergebnis: Heute morgen waren nur noch die Gläser zu spülen – und das ist ja dann überschaubar.

Aber das ist es nicht alleine, gestern haben wir zwei eher komplizierte Hauptgänge  rausgehauen, davor gab es ne aufwändige Spielerei, danach einen etwas einfacheren Nachtisch (aber warm) – und das alles wirklich ohne Stress.

Sei’s drum – der Star des Abends: Das Kohlröschen!

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* (= 1 Stern)

Notiz an mich:

Mein Lieber! Wenn Du schon mal mit Deinem Mann in ein 1-Sterne-Restaurant gehst um ein 7-gängiges Menü zu verspeisen, was in Summe soviel kostet, von dem du noch vor zwei Jahren einen ganzen Monat bestritten hast, dann nimmt wenigstens deine Lesebrille mit, damit du auch wirklich genau siehst, was da an Rafinessen angerichtet worden ist. Es lohnt sich echt. Mit Deiner jetzigen Brille hast Du zwar auch alles sehen könnem, sah aber schon arg komisch aus, wie Du da mit den Tellern und der Brille agierst hast, dass Du etwas sehen konntest. Das geht – definitiv – mit der Lesebrille einfacher.

Und: Hast Du gut gemacht einfach zu reservieren, ohne auf die Bedenken deines Mannes zu hören. Denn: Es war einfach für beiden ein FEST!

XS – # 552-554

Immer wenn Rolli-A. kommt machen wir uns einen Spaß daraus, dass Essen auch in Miniform zu präsentieren. Sie ist ja gerade mal nen Meter lang (wenn überhaupt) und mit 20 kg deutlich leichter als ihr Liegerollstuhl. Unser Anspruch besteht darin, nicht extra etwas für sie zu kochen, sondern das zu kochen, was wir auch anderen Gästen präsentieren würden – wenn halt nur eben alles dann in XS. Eine Einschränkung gibt es aber dann doch: Man muss es irgendwie in sie unfallfrei hineinbekommen – und da sie liegt ist Suppe etwas, was einfach mit Löffel gar nicht geht.

Gestern gab es also dann Caprese von der Kirschtomate

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Ein irre gutes Steipilzrisotto von dem sie fast zwei Portionen gegessen hat und den den Rest gerne mitnahm.

Dann mit einer Schrimps-Farce gefüllte Rigatoni an (na ja, klarem) Tomaten-Sugo auf einem Stöfchen warm gehalten, denn pro Portion dauert es schon ne halbe Stunde, bis die weggeputzt ist, denn man kann nur etwa 1/3 der Kuchegabelzinken mit Essen ‚anhäufen‘, mehr geht nicht in den Mund. (Heute morgen im Bett ist mir dann noch eingefallen, wie man das Gericht noch etwas aufpimpen kann, dann kommt das als Vorspeise sicher extrem gut an, ist zudem noch gut vorbereitbar.)

Ab hier waren wir dann auch zu fünft, weil spontan noch ein befreundetes Ehepaar vorbei kam und die haben dann halt das bekommen, was wir uns für heute Abend mitgemacht hatten. Kurz: Alles weg.

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Und zum Schluss eine Mandarinen-Panna Cotta, wobei die Mandarinen nur ‚Verzierung‘ sind, der Geschmack war echt in der Panna Cotta, da ist meinem Mann echt was gelungen. Eigentlich hätte da noch etwas Schokoladenrapseln dazugehört, aber die hat dann mein Mann vergessen, egal, war auch so gut.

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Ach ja: Ich hab nur auf dem Tischtuch, auf der Servierte und auf meiner Hose Flecken gemacht – nicht aber auf sie. Ich bitte das doch wohlwollend zu belobigen.

Röstaromen

Kohlrouladen gemacht, vom restlichen Fleischteig noch ein paar wenige Bouletten. Was allen gemeinsam ist? Die schwarze Farbe. Selbst wenn man Röstaromen mag …

Grappa

Zum Mittagessen die Familie meines Mannes da. Laut, durcheinandrig und mit einigen SelbstdarstellerInnen.  Ich komme aus einer ganz anderen Art von Familie und obwohl ich es jetzt schon kenne, strengt es mich ungemein an – vorallem, wenn sie, weil der Vater dabei ist, platt sprechen. Nach den wunderbaren Rouladen gönne ich mir einen Grappa (jaa, ich gebe zu es waren zwei) und sinke, als alle weg sind, noch vor dem Abwasch ins Bett und penne fast zwei Stunden. Erholsamer als so manche Nacht.

Phantomsandkorn

vormittag | Zusammen mit dem Mann auf dem Markt und dauernd mit der Hand am tränenden Auge, muss wohl was reingekommen sein.

mittag | Dann doch mal in den ärztlichen Bereitschaftsdienst wegen des Auges, der findet aber nix und gibt mir ne Einweisung in die Augenklinik für den Abend.

nachmittag | Nahezu kommentöser langer Mittagsschlaf, danach tun mit die Beinmuskeln vor Entspannung richtig weh. Das Auge tränt immerhin nicht mehr, fühlt sich jetzt nur noch etwas entzündet an.

früher abend | Beschließe nicht nochmal in die Klinik zu gehen, das Auge ist zwar nicht richtig gut, aber nicht mehr so heftig wie morgen. Da wir vor lauter Essenseinladungen vergessen haben, für heute etwas einzukaufen, gibt es ’nur‘ Spiegelei.

Anton Weyrother

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