Durch die Zeit

Kategorie: Aus der Küche

XS – # 552-554

Immer wenn Rolli-A. kommt machen wir uns einen Spaß daraus, dass Essen auch in Miniform zu präsentieren. Sie ist ja gerade mal nen Meter lang (wenn überhaupt) und mit 20 kg deutlich leichter als ihr Liegerollstuhl. Unser Anspruch besteht darin, nicht extra etwas für sie zu kochen, sondern das zu kochen, was wir auch anderen Gästen präsentieren würden – wenn halt nur eben alles dann in XS. Eine Einschränkung gibt es aber dann doch: Man muss es irgendwie in sie unfallfrei hineinbekommen – und da sie liegt ist Suppe etwas, was einfach mit Löffel gar nicht geht.

Gestern gab es also dann Caprese von der Kirschtomate

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Ein irre gutes Steipilzrisotto von dem sie fast zwei Portionen gegessen hat und den den Rest gerne mitnahm.

Dann mit einer Schrimps-Farce gefüllte Rigatoni an (na ja, klarem) Tomaten-Sugo auf einem Stöfchen warm gehalten, denn pro Portion dauert es schon ne halbe Stunde, bis die weggeputzt ist, denn man kann nur etwa 1/3 der Kuchegabelzinken mit Essen ‚anhäufen‘, mehr geht nicht in den Mund. (Heute morgen im Bett ist mir dann noch eingefallen, wie man das Gericht noch etwas aufpimpen kann, dann kommt das als Vorspeise sicher extrem gut an, ist zudem noch gut vorbereitbar.)

Ab hier waren wir dann auch zu fünft, weil spontan noch ein befreundetes Ehepaar vorbei kam und die haben dann halt das bekommen, was wir uns für heute Abend mitgemacht hatten. Kurz: Alles weg.

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Und zum Schluss eine Mandarinen-Panna Cotta, wobei die Mandarinen nur ‚Verzierung‘ sind, der Geschmack war echt in der Panna Cotta, da ist meinem Mann echt was gelungen. Eigentlich hätte da noch etwas Schokoladenrapseln dazugehört, aber die hat dann mein Mann vergessen, egal, war auch so gut.

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Ach ja: Ich hab nur auf dem Tischtuch, auf der Servierte und auf meiner Hose Flecken gemacht – nicht aber auf sie. Ich bitte das doch wohlwollend zu belobigen.

Röstaromen

Kohlrouladen gemacht, vom restlichen Fleischteig noch ein paar wenige Bouletten. Was allen gemeinsam ist? Die schwarze Farbe. Selbst wenn man Röstaromen mag …

Grappa

Zum Mittagessen die Familie meines Mannes da. Laut, durcheinandrig und mit einigen SelbstdarstellerInnen.  Ich komme aus einer ganz anderen Art von Familie und obwohl ich es jetzt schon kenne, strengt es mich ungemein an – vorallem, wenn sie, weil der Vater dabei ist, platt sprechen. Nach den wunderbaren Rouladen gönne ich mir einen Grappa (jaa, ich gebe zu es waren zwei) und sinke, als alle weg sind, noch vor dem Abwasch ins Bett und penne fast zwei Stunden. Erholsamer als so manche Nacht.

Phantomsandkorn

vormittag | Zusammen mit dem Mann auf dem Markt und dauernd mit der Hand am tränenden Auge, muss wohl was reingekommen sein.

mittag | Dann doch mal in den ärztlichen Bereitschaftsdienst wegen des Auges, der findet aber nix und gibt mir ne Einweisung in die Augenklinik für den Abend.

nachmittag | Nahezu kommentöser langer Mittagsschlaf, danach tun mit die Beinmuskeln vor Entspannung richtig weh. Das Auge tränt immerhin nicht mehr, fühlt sich jetzt nur noch etwas entzündet an.

früher abend | Beschließe nicht nochmal in die Klinik zu gehen, das Auge ist zwar nicht richtig gut, aber nicht mehr so heftig wie morgen. Da wir vor lauter Essenseinladungen vergessen haben, für heute etwas einzukaufen, gibt es ’nur‘ Spiegelei.

Führende Null

nacht | Alle Versuche, den Dauertraum in eine postive Richtung zu lenken, misslingen.

vormittag & nachmittag | Da es nix zu tun gibt, erarbeite ich eine idiotensichere Excelmaske für Auszahlungsanweisungen – was gar nicht so einfach ist und richtig Spaß macht. Wusstet ihr schon, dass es keine Funktion gibt, die eine Ziffernfolge in einer Zelle auf verschiedene Zellen aufteilen kann, wenn die Ziffernfolge mit 0 beginnt?

abend | Kochen erstmal, also das, was noch getan werden muss, der Mann war über Tag schon fleißig: Lachstatar – Tafelspitz – Panna Cotta. Dann P. & S. zum Abendessen.

10.12.

nachts | Träumend fahre ich Rad und falle immer und immer wieder bei hohem Tempo ohne erklärlichen Grund runter. Nach dem mir das zu bunt ist, lese ich den Rest der Nacht, ebenfalls träumend, ein extrem schweres Buch zu Ende. Dementsprechend fitt stehe ich auch.

vormittags | Kaum was zu tun, hübsche unsre Homepage auf und warte auf die IT, die mir noch was einrichten muss, damit ich bei einer Kleinigkeit weiterarbeiten kann.

nachmittags | B. und ich versuchen herauszufinden, woran es liegt, dass das pdf aus ID nicht die Größe hat, die es haben soll. Scheint am Export zu liegen, also drucken wir es als pdf – dann passt es. Nun stimmt aber angeblich das Farbprofil nicht mehr, obwohl  es hinterlegt ist. Wir finden auch niemand auf die Schnelle der uns helfen kann, geben aber dann doch mutig die Druckfreigabe, es geht ja nur um 100 Flyer.

früher abend | Weihnachtsessen der Stabsstellen. Wie das so ist: Langer Tisch in lauter Kneipe. Ich komme eher unglücklich zum sitzen, ein Gespräch will einfach nicht aufkommen, dass Essen ist überraschend mäßig und wenig (die Berichte verlauteten da anders), der Wein ordentlich, wenn auch für die Qualität wieder enorm teuer. Dann kommt noch so was wie Migräne hinzu und ich kämpfe noch eine Viertelstunde und gehe dann doch.

abend | Noch’n Rezept für die Kollegen aufschreiben, Haushalt für Verein 1 für morgen fertig machen, ansonsten in Wohlfühlklamotten doof aus der Wäsche schauen.

Kumm loss mer fiere

Der Mann hat heute Geburtstag. Muss aber noch bis zum frühen Abend arbeiten, danach kommt eine handvoll Gäste auf Quiche und Käse. Ich werd da gleich alles hinrichten (und schon mal probieren, ob der Wein überhaupt schmeckt). Statt eines größeren Geschenks gab es vier kleinere darunter einen total verschimmelten Ziegenkäse, was eine Delikatesse sein soll – ich kann’s kaum glauben, aber die Verkäuferin versicherte mir, da sei wirlich etwas exquisite. Nun ja.

 

Das nennt man dann „ruhigen Samstag“

Um 19 Uhr kommen die Gäste, drei Stück. Zwei von denen habe ich meinen jetzigen Job zu verdanken – an der Zeit, sich mal zu revanchieren:

  • Apfelchampagner
  • Lachs | Gurke | Chili | Brote
  • Feldsalat | Mandarinen | Champigon | Croutons
  • Offene Ravioli mit Pilzen
  • Hirschrücken | Rosenkohl | Silberzwiebeln | Knöpfle
  • Griesschnitten | Zimt & Zucker | Rumtopf
  • Alte Marille

Mein Mann hat geteilten Dienst, also kann er mir nur bei der Pasta helfen und ist dann erst zum Nachtisch wieder da.

10:45
Heißt also um 7:30 aus dem Bett, 8:15 auf dem Mark und so ein Nachziehwägelchen voll mit Fleisch, Gemüsen, Eiern etc. um 9:00 wieder auf die Straßenbahn geschleppt. Gleich wieder in eine andere Linie zum Weinhändler, dort mal schnell einen 100ter gelassen für diverse Getränke (über das Abendessen heute hinaus!) und gleich nochmals los zum Supermarkt und Bäcker.

Liege um 75 Minuten vor der geplanten Zeit, reicht also noch schnell das Treppenhaus fegen und bekomme dadurch mit, die unten links ziehen aus. Haben jetzt ein eigenes Haus. Mit Ende 20.  Frühvollendete also.

Mann ruft an, das mit dem geteilten Dienst sei gar nicht so, er sei ab 16 Uhr da und könne helfen. Das entlastet und entstresst ungemein. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Bin gerade echt nicht leistungfähig bei sowas derzeit.

14:00
Rosenkohl putzen (& in den Finger geschnitten); Feldsalat putzen (& in den Finger geschnitten); Silberzwiebeln schälen (hab‘ ich was verbrochen?, dafür nicht in den Finger geschnitten) – aber mit „Elite“ geht das ganz gut. Dann gleich danach Spätzleteig und ich bekomme fast einen Herzinfarkt, als mein Mann hinter mir steht.

16:00
Pilze vorbereiten, mein Mann nimmt sich dem Rehrücken an, löst das Fleisch aus, Kakasse kocht, ich schiebe den Teig über den Schaber und wasche dazwischen immer mal was ab. Kleine Planänderung, zum Feldsalat gibt es jetzt noch ein kleines Törtchen mit Ziegenkäse.

17:00
Für mich kurze Pause, der Mann macht den Pastateig, dass kann er definitv besser als ich und nicht nur weil er die stärkeren Handgelenke hat.

17:30
Feldsalat waschen, Soßen abschmecken, Geschirr planen. Mann darf Tisch decken, dass kann er in der Zwischenzeit wesentlich besser als ich.

18:00
Tja, was haben wir vergessen? Jetzt im Grunde nur noch Garnierungen vorbereiten, Töpfe planen, Zeiten durchgehen und anpassen.

Vollbepackt

Unterm linken Arm ein Paket mit 5 Kilogramm besten Schwarztee, darauf ein Päckchen mit 200 Gramm Aufschnitt für die kommende Woche, in der rechten Hand eine Kiste meines Therapieweins.

Frische Walnüsse …

… sind echt ein Genuß.

Was mich aber zu der Frage bringt: Wie öffnet manWalnüsse maschinell so, dass ausreichend Walnusshälften übrig bleiben, die dann auch verkauft werden können. Manuell klappt das bei mir nämlich nur bei einer von sieben.

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