Durch die Zeit

Kategorie: Aus der Küche

An manchen Tagen

An manchen Tagen hat man sogar was zu erzählen:

  • Mein Mann ist Zeuge! Ich habe mich wirklich bemüht, das Gespräch mit meiner Mutter zu ihrem Geburstag lang und ausführlich zu gestalten. Es wurden 1:37 – also: eine Minute, siebenundreißig Sekunden.
  • Heute D. – einer Freundin meines besten Freundes, die ich auch etwas kenne – geschrieben, weil ich eine Empfehlung für ein juristisches Fachbuch brauche. Im Nachgang festgestellt, dass sie der erste Mensch ist den ich kenne, der einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat. Aber sie ist ja in der Zwischenzeit „wer“ (= politisches Amt, schätzungsweise min. 9.000 Euro brutto).
  • Eine Kollegin von „über’m Flur“ bringt von ihrem Mann – seines Zeichens Konditormeister – übergroße Dominosteine mit. Nach der ersten Probe habe ich zwei weiter gleich gebunkert und wenn morgen um 6:40 Uhr noch was davon in der Küche liegt, dann sind die A L L E mir!
  • Jobmäßig stand das Telefon heute für meine Verhältnisse nicht still. Schon ein komisches Gefühl ‚gebraucht‘ zu werden.

Ein halbes …

… Glas Wein gönne ich mir nachher. Irgendwie muss man es ja feiern, dass ich seit vier Wochen keinen Tropfen Alk getrunken habe.

Drei Bleche voll

Das reicht mal wieder für zwei, drei Wochen.

Gut essen

Freitag waren wir so richtig gut essen. Mit Gruß aus der Küche, 5 Gänge, Weinbegleitung und so. Bei »Salzwiesenlamm | Dumpling | Pistazie« (dazu einen Saint Emilion Grand Cru von 2016) bekomme ich einen echt heftigen allergischen Niesanfall, so dass ich für einige Zeit vor die Tür muss.

Zurück am Platz erkundigt sich der der Koch (offene Küche) nach meine Wohlbefinden, dann steht auch schon Servicekraft 2 da und fragt, ob sie Wasser oder Espresso (?) bringen soll. Servicekraft 1 – die uns meist bediente und beständig, wie süß!, zwischen »Du« und »Sie« wechselte – ist richtig besorgt und begibt sich auf Ursachensuche. Bist dato bin ich davon augegangen, dass es an Zimt liegen könne, aber bei Salzwiesenlamm? Doch, so sie, das ist schlüssig, denn das Dumpling (eine Art Teigtasche) würde über Wasser gegart, welches mit Zimt versetzt sei. Geschmeckt hatte ich es echt nicht.

Jetzt warten wir auf den nächsten Menüwechsel und sind dann wieder dort – und ich frage vorher, wo Zimt drin ist.

Mann gönnt sich ja sonst nix

Kurzer, heftiger Sex.

Steinpilzcarpaccio

Taube | Steinpilze | Kartoffelgratin | Bohnen

Zwetschgentarte

Grappa

Endlich mal die ersten …

… bei der Weihnachtsbäckerei!

Nein, der Hintergrund ist ein ganz anderer. Nachdem ich dieser Tage eine Doku über Schokoladenanbau gesehen habe war mir klar, dass ich diese menschenverachtende und ausbeutende Schokoladenindustrie nicht mehr unterstützen werde: Es wird also jetzt keine Schokolade mehr gekauft – in was für einer Form auch immer.

Da wir aber gerne nachmittags zum Tee gerne einen kleinen Haps nehmen – bisher halt mal nen Schokoladenriegel oder einen Schokokeks – gibt’s nun als Alternative (Klein)Gebäck. Da ich gestern das 1-2-3-Rezept für Mürbteig gelernt habe, heute eben gleich mal ausprobiert.

Ich hätte ja noch verührtes Eigelb oben drauf gemacht, aber mein Mann …

Kulturschwuchteln

Mein Mann und ich schauen „Duplicity“. Da gibt es eine Szene in Rom. Sofort erkennen wir, dass das vor dem Pantheon ist. Von dort ist es nicht weit, zu einem unserer Lieblingscafes – Untertreibung! Jahrelang haben wir von dort unsere Kaffeebohnen bezogen, d.h, immer wenn jemand, den wir kannten, in Rom war, baten wir, uns ein, zwei Kilo mitzubringen – und als dass dann noch gezeigt wurde: Kreisch!

Wiederaufnahme

So, wir beginnen ab jetzt wieder Leute zum Essen einzuladen, Corona hin, Corona her. Starten Sonntag spontan mit zwei Gästen und schauen dann, welche davon sich auch mehr vorstellen können. Da eh nur maximal acht an den Tisch passen …

Essen kann glücklich machen

  • Amuses Bouches 1: Kaltes Selleriesüppchen, Mohnchip, Sellerie-Apfel-Kompott
  • Amuses Bouches 2: Gebratener Lachs, Rote Beete, Meeretichschaum, Rettich
  • Pochierte Entenleber auf eingelegten Aprikosen, verfeinert mit Sanddorn und schwarzen Indischem Pfeffer, neue Mandeln
  • Delice von der bretonischen Artischocke „poivrade“ mit Apfelaromen, kleine grüne Basilikumravioli, ligurische Oliven
  • Tranche vom wilden Steinbutt „in grün“ avec des herbes en folie, Radieschen aus dem eigenem Hochbeet, Piemonteser Haselnüsse
  • Ein Päckchen von Elsässer Taube und Wachtel aromatisiert mit Fichtensprossen und Gewürzen auf einer Essenz von Waldpilzen, pochiertes Wachtelei, Spinatblätter
  • Kleine lauwarme Feigentarte mit Waldbeeren grüner Pfeffer, Sauerampfer
  • Mara des Bois Erdbeeren, Zitrone und Fenchel
  • Petit Fours et chocolates

5 B’s

  • Wenn ich den Traum von heute Nacht meinem Therapeuten erzähle, dann schickt der mich sicher zum Psychoanalytiker. Ist schon gut, wenn man schweigen kann.
  • Ich freu‘ mich quasi mit jeder Minute mehr auf den Urlaub. Das hat es schon seit Jahren nicht mehr gegeben.
  • Wenigsten virtuell mit Rolli-A. mal getroffen. Dabei ist mir dann siedendheiß eingefallen: Die liest ja hier mit! Bekommt sie jetzt ein Schaden, wenn sie sich mir nackt vorstellt? Immerhin weiß sie ja, wie ich so aussehe.
  • Lese gerade einen älteren schwulen Krimi (gar nicht mal so schlecht bisher) (und für nureinglaswein: Felix Haß: Angst ist stärker als der Tod) der mich überraschend daran erinnerte, in welchen dunklen Ecken ich mich mal ne zeitlang rumgetrieben habe. Gut zu wissen, dass ich nicht immer brav war.
  • Mein Mann war so nett, meinen Gewinn abzuholen. 20 Euro die wir auf dem Markt demnächst mal einfach so ausgeben können. Die Tendenz geht gerade in Richtung Wachtel.

PrüferInnenhumor

»Die Nasenpads der Augenoptiker sind die Zündkerzen der Kfz-Mechaniker.«

Heute Vormittag wieder mal fünf junge Menschen in Aufregung versetzt, weil sie die Prüfung ablegen mussten. Auch wenn wir echt freundlich sind, wenn es um eine gute Note geht, erhöhen wir dann schon den Druck. Und es macht dann ungeheuren Spaß zu sehen, wie – in diesem Fall – der Prüfling mitgeht und sich anstrengt, weil er eine gute Note haben will. Wenn man dann noch sieht, dass er sich mit der Materie auseinandergesetzt hat, auch wenn nicht alles stimmt, seis drum, dann gibts eben ne 1.

Danach mal wieder an die Schweinebucht (da darf man nackig in der Sonne liegen). Ich werde von Jahr zu Jahr älter – aber warum gehöre ich seit zwei Jahrzehnten immer zu den Jüngsten?

T., die dieses WE kommen wollte hat krankheitsbedingt absagen müssen. Statt kreativer Lust gemeinsam im Bett halt Tagliatte mit Schrimps und Weißwein, zum Nachtisch eine Scheibe Lachs

Steter Tropfen

So, jetzt haben wir auch einen Grill. So klassisch, mit für Kohle und echtem Feuer. Hat nur knappe zwei Jahre gedauert, bis mein Mann klein beigegeben hat.

Es könnt‘ ja mal ne Pandemie kommen!

J. brachte gestern so rund drei Kilo Erdbeeren und gut 13 Kilo Tomaten vorbei. Wäre sonst alles auf dem Müll gelandet.

Jetzt haben wir Erdbeermarmelade für mindesens 30 Luffen und die Grundlage für Bolo für das nächste halbe Jahr. Maximal.

Abzüge in der B-Note

Heute im Home-Office endlich mal produktiv gewesen – und meine erste Brioche gebacken. Der Teig ist ‚leider‘ viel zu gut gegangen, so dass er sich unförmig verhielt – aber wenn man die Augen zu macht und sich ein Stück in den Mund steckt … grandios!

2020-04-20 15.21.08

Überfluss

Braucht jemand Hefe? Oder Mehl? Wir haben das jetzt im Überfluss. Wie kommt’s? Ganz einfach: Unser Bäcker war einfach nicht blöd und bietet das nun auch an.

OK, ich habe jetzt gerade nachgerechnet, die Hefe bei ihm ist doppelt so teuer als im Supermarkt, aber HEY, wir sprechen hier von Cent-Beträgen, da werde weder ich arm noch der Bäcker reich.

Mehl, wenn ich recht erinnere, nur einen Tuck teurer, aber wenn ich so den Einzelhandel unterstützen kann … ich meine, ich war seit Wochen keine Burger essen, keine Pizza essen, keine Brezel essen, keine Fritten essen, keine Bratwurst essen …

Anstatt dessen

Um zu Ostern etwas Grünes bzw. Buntes in der Wohnung zu haben, bin ich heute losgestiefelt, um zu schauen, ob es auf dem Blumen-Selbst-Pflück-Feld irgendetwas gibt. Mal abgesehen davon, dass noch so gut wie keine Bumen hier blühen, gab es das Blumen-Selbst-Pflück-Feld an sich nicht mehr.

Dafür  konnte ich einen lokalen Bauern unterstützen, der auf einem kleinen Tischchen in der Pampa Schnittlauch anbot. Zwei fette Bünde für insgesamt zwei Euro.

Hefe haben wir immer noch keine.

Es lässt sich aushalten gerade

  • So lässt es sich auch mit Corona leben: Spargel, Kartoffeln, zwei Sorten Schinken und die weltbeste Sauce Hollandaise meines Mannes.
  • Davor mit A. ein Distanzspaziergang durch die Sonne. Ihre Krankheit ist präsent aber (noch) nicht bestimmend. Ärgere mich, dass ich nicht schon früher auf die Idee gekommen bin, mit ihr ein paar Kilometer zu gehen.
  • A. will jetzt „Drück-Dich“- und „Kuss“-Gutscheine machen, damit sie die Anzahl nicht vergisst. Aber die Knutschorgie ist eh irgendwie geplant, da brauch es das nicht.
  • Und die Aussicht auf Sonne morgen und übermorgen, wo ich Home Office habe.
  • Und E. bringt mir noch ein 12-bändiges Lexikon von 1870 vorbei – der absolute Klassiker, auf den Arno Schmidt nichts hat kommen lassen.
  • Die Online-Bibliothek beschränkt massiv Vormerkungen und Ausleihdauer – scheinbar werden sie gerade vor Anfragen nur so überrollt. Schön das.

Soleier – Tagwerk für andere

  • 12 Eier hartkochen
  • 40 gr. Salz, 7 gr. Zucker, 1 TL Kümmel, 1 TL schwarze Pfefferkörner, 1-2 Lorbeerblätter, 3-5 Pimentkörner, braune Schalen von 1-2 Zwiebeln zu 1 Liter Wasser geben und so aufkochen lassen, dass sich das Salz aufgelöst hat. (Das ist dann eine starke Salzlösung die mal „Sole“ nennt.)
  • Eier und Sole etwas abkühlen lassen.
  • Eier anditschen bzw. so anschlagen, dass die Schale Risse bekommt, in ein (Glas)Gefäß schichten.
  • Die Sole dazugeben, so dass die Eier bedeckt sind (ggf. mehr Sole ansetzen – je nach Gefäß, Größe der Eier, etc.). | Ich gebe die Sole durch ein Sieb, weil die Schalen mit der Zeit unschön aussehen. Aber ich picke mir einen Teil von Kümmel, Peffer und Pimentkörner raus und gebe sie mit ins Glas.
  • Mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen – dann sind sie verzeherfertig.
  • Wenn man die Eier schält, sollten sich an den zuvor zugefügten Bruchkanten braune Verfärbungen zeigen – und das soll so sein! Je länger die Eier in der Sole, desto dunkler die Verfärbung und je salziger werden sie auch.
  • Entweder die gepellten Eier mit Senf essen (Brot muss nicht sein) oder:
  • Eier schälen, halbieren, Eigelb herausnehmen, etwas Öl und Essig in die Mulde geben, ggf. mit Pfeffer würzen, Eigelb wieder drauf, dann ggf. Senf und ab in den Mund.

Ich kenne Soleier als eine katholische (???) Tradition zu Ostern, sprich Ostersonntag und keinen Tag früher (!). Schmeckt aber vor und nach Ostern genauso gut!

Mein Tagwerk (u.a.)

2020-03-25 17.02.22

Das Gute am Schlechten

Aufgrund des Virus gestern in B. mit P. bei einem recht guten Italiener ohne Probleme den besten Platz und den besten Service bekommen – war sonst nur noch drei weitere Tische besetzt und die Küche konnte mit Zeit und Liebe kochen.

Aber schon klar, dass der Virus auch in diesem Bereich Berufsexistenzen vernichten wird.

Nebenjob, süß

Weil ich ja so rein gar nichts zu tun habe, habe ich mir einen süßen Nebenjob angelacht. Süß im Sinne von süß und edel. Ich darf für einen Parlinenmacher aus der Region jetzt jeden Monat drei seiner Pralinen verkosten und dann für seine Homepage ein paar Zeilen darüber schreiben (wofür er mir aber ein paar Stichworte liefert).

Es gibt definitiv blödere Schreibjobs.

Was für eine Rose!

Scheinbar haben wir die nächste Professionalisierungsstufe in der Küche genommen. Liegt in erste Linie daran, dass ich immerhin schon nach gut zwei Jahren realisiert habe, das wir nun zwei Spülbecken in der Küche haben. Denn während irgend ein Gang vorbereitet werden muss und man vielleicht nur darauf wartet, dass das Wasser kocht, kann man schon mal was abspülen. Ergebnis: Heute morgen waren nur noch die Gläser zu spülen – und das ist ja dann überschaubar.

Aber das ist es nicht alleine, gestern haben wir zwei eher komplizierte Hauptgänge  rausgehauen, davor gab es ne aufwändige Spielerei, danach einen etwas einfacheren Nachtisch (aber warm) – und das alles wirklich ohne Stress.

Sei’s drum – der Star des Abends: Das Kohlröschen!

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* (= 1 Stern)

Notiz an mich:

Mein Lieber! Wenn Du schon mal mit Deinem Mann in ein 1-Sterne-Restaurant gehst um ein 7-gängiges Menü zu verspeisen, was in Summe soviel kostet, von dem du noch vor zwei Jahren einen ganzen Monat bestritten hast, dann nimmt wenigstens deine Lesebrille mit, damit du auch wirklich genau siehst, was da an Rafinessen angerichtet worden ist. Es lohnt sich echt. Mit Deiner jetzigen Brille hast Du zwar auch alles sehen könnem, sah aber schon arg komisch aus, wie Du da mit den Tellern und der Brille agierst hast, dass Du etwas sehen konntest. Das geht – definitiv – mit der Lesebrille einfacher.

Und: Hast Du gut gemacht einfach zu reservieren, ohne auf die Bedenken deines Mannes zu hören. Denn: Es war einfach für beiden ein FEST!

XS – # 552-554

Immer wenn Rolli-A. kommt machen wir uns einen Spaß daraus, dass Essen auch in Miniform zu präsentieren. Sie ist ja gerade mal nen Meter lang (wenn überhaupt) und mit 20 kg deutlich leichter als ihr Liegerollstuhl. Unser Anspruch besteht darin, nicht extra etwas für sie zu kochen, sondern das zu kochen, was wir auch anderen Gästen präsentieren würden – wenn halt nur eben alles dann in XS. Eine Einschränkung gibt es aber dann doch: Man muss es irgendwie in sie unfallfrei hineinbekommen – und da sie liegt ist Suppe etwas, was einfach mit Löffel gar nicht geht.

Gestern gab es also dann Caprese von der Kirschtomate

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Ein irre gutes Steipilzrisotto von dem sie fast zwei Portionen gegessen hat und den den Rest gerne mitnahm.

Dann mit einer Schrimps-Farce gefüllte Rigatoni an (na ja, klarem) Tomaten-Sugo auf einem Stöfchen warm gehalten, denn pro Portion dauert es schon ne halbe Stunde, bis die weggeputzt ist, denn man kann nur etwa 1/3 der Kuchegabelzinken mit Essen ‚anhäufen‘, mehr geht nicht in den Mund. (Heute morgen im Bett ist mir dann noch eingefallen, wie man das Gericht noch etwas aufpimpen kann, dann kommt das als Vorspeise sicher extrem gut an, ist zudem noch gut vorbereitbar.)

Ab hier waren wir dann auch zu fünft, weil spontan noch ein befreundetes Ehepaar vorbei kam und die haben dann halt das bekommen, was wir uns für heute Abend mitgemacht hatten. Kurz: Alles weg.

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Und zum Schluss eine Mandarinen-Panna Cotta, wobei die Mandarinen nur ‚Verzierung‘ sind, der Geschmack war echt in der Panna Cotta, da ist meinem Mann echt was gelungen. Eigentlich hätte da noch etwas Schokoladenrapseln dazugehört, aber die hat dann mein Mann vergessen, egal, war auch so gut.

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Ach ja: Ich hab nur auf dem Tischtuch, auf der Servierte und auf meiner Hose Flecken gemacht – nicht aber auf sie. Ich bitte das doch wohlwollend zu belobigen.

Röstaromen

Kohlrouladen gemacht, vom restlichen Fleischteig noch ein paar wenige Bouletten. Was allen gemeinsam ist? Die schwarze Farbe. Selbst wenn man Röstaromen mag …

Grappa

Zum Mittagessen die Familie meines Mannes da. Laut, durcheinandrig und mit einigen SelbstdarstellerInnen.  Ich komme aus einer ganz anderen Art von Familie und obwohl ich es jetzt schon kenne, strengt es mich ungemein an – vorallem, wenn sie, weil der Vater dabei ist, platt sprechen. Nach den wunderbaren Rouladen gönne ich mir einen Grappa (jaa, ich gebe zu es waren zwei) und sinke, als alle weg sind, noch vor dem Abwasch ins Bett und penne fast zwei Stunden. Erholsamer als so manche Nacht.

Phantomsandkorn

vormittag | Zusammen mit dem Mann auf dem Markt und dauernd mit der Hand am tränenden Auge, muss wohl was reingekommen sein.

mittag | Dann doch mal in den ärztlichen Bereitschaftsdienst wegen des Auges, der findet aber nix und gibt mir ne Einweisung in die Augenklinik für den Abend.

nachmittag | Nahezu kommentöser langer Mittagsschlaf, danach tun mit die Beinmuskeln vor Entspannung richtig weh. Das Auge tränt immerhin nicht mehr, fühlt sich jetzt nur noch etwas entzündet an.

früher abend | Beschließe nicht nochmal in die Klinik zu gehen, das Auge ist zwar nicht richtig gut, aber nicht mehr so heftig wie morgen. Da wir vor lauter Essenseinladungen vergessen haben, für heute etwas einzukaufen, gibt es ’nur‘ Spiegelei.

Führende Null

nacht | Alle Versuche, den Dauertraum in eine postive Richtung zu lenken, misslingen.

vormittag & nachmittag | Da es nix zu tun gibt, erarbeite ich eine idiotensichere Excelmaske für Auszahlungsanweisungen – was gar nicht so einfach ist und richtig Spaß macht. Wusstet ihr schon, dass es keine Funktion gibt, die eine Ziffernfolge in einer Zelle auf verschiedene Zellen aufteilen kann, wenn die Ziffernfolge mit 0 beginnt?

abend | Kochen erstmal, also das, was noch getan werden muss, der Mann war über Tag schon fleißig: Lachstatar – Tafelspitz – Panna Cotta. Dann P. & S. zum Abendessen.

10.12.

nachts | Träumend fahre ich Rad und falle immer und immer wieder bei hohem Tempo ohne erklärlichen Grund runter. Nach dem mir das zu bunt ist, lese ich den Rest der Nacht, ebenfalls träumend, ein extrem schweres Buch zu Ende. Dementsprechend fitt stehe ich auch.

vormittags | Kaum was zu tun, hübsche unsre Homepage auf und warte auf die IT, die mir noch was einrichten muss, damit ich bei einer Kleinigkeit weiterarbeiten kann.

nachmittags | B. und ich versuchen herauszufinden, woran es liegt, dass das pdf aus ID nicht die Größe hat, die es haben soll. Scheint am Export zu liegen, also drucken wir es als pdf – dann passt es. Nun stimmt aber angeblich das Farbprofil nicht mehr, obwohl  es hinterlegt ist. Wir finden auch niemand auf die Schnelle der uns helfen kann, geben aber dann doch mutig die Druckfreigabe, es geht ja nur um 100 Flyer.

früher abend | Weihnachtsessen der Stabsstellen. Wie das so ist: Langer Tisch in lauter Kneipe. Ich komme eher unglücklich zum sitzen, ein Gespräch will einfach nicht aufkommen, dass Essen ist überraschend mäßig und wenig (die Berichte verlauteten da anders), der Wein ordentlich, wenn auch für die Qualität wieder enorm teuer. Dann kommt noch so was wie Migräne hinzu und ich kämpfe noch eine Viertelstunde und gehe dann doch.

abend | Noch’n Rezept für die Kollegen aufschreiben, Haushalt für Verein 1 für morgen fertig machen, ansonsten in Wohlfühlklamotten doof aus der Wäsche schauen.

Kumm loss mer fiere

Der Mann hat heute Geburtstag. Muss aber noch bis zum frühen Abend arbeiten, danach kommt eine handvoll Gäste auf Quiche und Käse. Ich werd da gleich alles hinrichten (und schon mal probieren, ob der Wein überhaupt schmeckt). Statt eines größeren Geschenks gab es vier kleinere darunter einen total verschimmelten Ziegenkäse, was eine Delikatesse sein soll – ich kann’s kaum glauben, aber die Verkäuferin versicherte mir, da sei wirlich etwas exquisite. Nun ja.

 

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