Durch die Zeit

Kategorie: Demnächst

Wohl noch dieses Jahr

Morgen geht der Blutwert über meine Abstinenz, der heute endlich vorlag, an die Rehaklinik – und dann werde ich wohl bald wissen, wann ich ‚einrücken‘ soll.

Drei Bleche voll

Das reicht mal wieder für zwei, drei Wochen.

92

Das ist die Anzahl der Stunden, die ich heute in Form von Hörbüchern auf mein Handy geladen habe. Und ich freu‘ mich so auf die beiden Winslows („Corruption“ (807 Minuten) & „Jahr des Jägers“ (1.787 Minuten)) die ich zwar schon gelesen habe, aber die vorgelesen einfach gleich nochmals so gut sind.

Läuft

Uhrzeit an der Gastherme vorgestellt, so springt die Heizung, hoffentlich, morgen dann auch an, wenn ich ins Bad gehe und nicht erst dann, wenn ich schon in der Küche Tee koche.

Block und Stift liegen nun auch neben dem Bett, so kann ich gleich mir Notizen zu den Träumen machen und vielleicht geht dann nicht so viel verloren – vorausgesetzt, ich kann dann meine Schrift lesen.

Hose runter

Über den Blog hier bin ich vor mehreren Tagen mit mit einen Mann in Kontakt gekommen, der mal so überhaupt kein Problem hat über (seine) Sexualität offen zu reden / schreiben. Ist für mich gerade nicht nur interessant sondern sogar hilfreich, weil er Bereiche der Sexualität auslebt, von denen die meisten schon mal was gehört / gelesen haben, aber es dann als „nicht mein Ding“ betrachten. So wie er es lebt / gelebt hat ist sicher auch nicht mein Ding, aber neben meiner Neugierde, warum jemand das macht und wie genau und wo genau und wann genau und mit welcher Einstellung und unter welchen Bedingungen, zeigt unsere Unterhaltung eben auch auf, dass ich da auch so Seiten habe, die ich so genau noch nie angeschaut habe. Ideen, woher das kommt, habe ich. Ein weiteres Thema für die Reha zum Überdenken – Zeit werde ich da ja haben.

Möge es klappen

Bei der Hitze nicht viel gemacht. Morgen aber einen Termin bei meiner Hausärztin. Ich will ja gegen die Reha-Klinik, die man mir zugestanden hat, Einspruch einlegen. Was soll ich in einer Einrichtung, die sich auf Jugendliche mit Canabis-Missbrauch spezialisiert hat und dann so ein bisschen anderes nebenbei macht?

Die Klinik, in die ich will, ist da ganz anders aufgestellt, eben insbesondere auf mein „spezielles Thema“. Heute Argumente zusammengeschrieben, die für diese Klinik sprechen und die dann – hoffentlich – meine Ärztin morgen dann gut in Medizindeutsch umsetzt.

Ich will einfach mal positiv sein und hoffen, dass es funktionieren wird.

Wichtiger Schritt in Richtung Urlaub

Heute in zwei Wochen sitze ich, so ist es geplant, nackt vor unserer Hütte, trinke Wein und erfreue mich des Urlaublebens. Aber das geht nur dann, wenn ich weiß, dass ich genügend zum Lesen dabei habe.

Pro Woche muss ich da mit 1.000 Seiten planen, denn nicht jedes Buch, was ich mitnehme gefällt mir ja dann auch. Und auch wenn ich weiß, dass wir dort Internet haben, alles Equip dabei ist, um Bücher online zu kaufen und zu laden (und es übrigens auch ausreichend Zeit geben wird zu suchen, was man denn lesen könnte) … ich bin gerade erleichtert das auf meiner Liste – die noch genauer zu überprüfen ist, sieben Romane und vier Krimis stehen. Dazu kommen noch die 1.200 Seiten Pynchon, die Werke von Shakespeare und natürlich Proust. Im Hintergrund lauern dann noch zahlreiche Werke von Grisham und Kupfer.

Selbst wenn ich 24 Stunden am Tag lesen werde, werde ich durch den Berg nicht durchkommen – aber auch das ist für mich Urlaub, einfach in einem Berg von Büchern schwelgen zu können – sonst bin ich ja streng mit mir und kauf ja nix auf Vorrat.

Schritt für Schritt

Zuerst war die Therapie
Dann war „Das Thema“.
Dann war „Die Krise“.
Dann war „Jetzt ist echt alles zuviel“.
Dann war die Idee „Reha“.
Dann war Orga für Reha-Antrag und Arzttermin und so.
Dann war aller Papierkram fertig.

Und heute habe ich es in Umschläge gesteckt, jetzt fehlen nur noch die Briefmarken.

Was mal Jahresziel war, hat Corona kaputt gemacht. Auch wenn es nach wie vor Überwindung kostet, will ich mich dem Thema in der Reha stellen, aber ich habe keine Lust darauf in einer Reha zu sein, in der 60 Prozent des Angebotes wegen Corona nicht stattfindet.

Proust, Marcel: Recherche

Ab heute zehn Seiten täglich. So das Vorhaben. Heißt, ich bin im August Oktober 2021 damit durch – denke aber, ich schaff es etwas schneller.

1984 / 1985 das erste Mal gelesen. Mit absoluter Begeisterung nach dem ersten Satz, der – »Lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen« – jetzt nicht gerade so der Burner ist. Aber dann beschreibt Proust ja auf den ersten Seiten ausführlich, wie es ist, wenn man einschläft oder meint noch wach zu sein, während man schon eingeschlafen ist … das ist einfach nur großartig und was er dann auf den nächsten (je nach Augabe 3.000 bis 5.172) Seiten macht, ist ganz einfach Weltliteratur.

Ende des letzten Jahrtausend dann auch immer mal wieder bei einer Lesung in Köln dabei gewesen und mir über die Jahre die 135 (!) CDs zusammenschenken lassen und x-mal gehört.

Aber nun Lust auf die eigene Lektüre der kommentierten Ausgabe mit der dazughörigen Enzyklopädie und einem Bildband.

Ein richtiges Leseprojekt mache ich nicht draus, aber der Plan ist – im Moment zumindest – wenn ich blogge, dann auch immer ein, zwei Sätze zu Proust zu schreiben.

Es scheint zu werden

Freitag, spätestens am Montag wird es offiziell. Dann bin ich der Herr über unserer Webseite an der Arbeit, bin Vertreter der Pressesprecherin, habe Unterschirftsberechtigung und behalte meine sonstigen Tätigkeiten – in erster Linie Mediengestaltung und rudimentäre Sekretariatsarbeiten.

Chefchef hat von sich aus schon angesprochen, dass, wenn ich meine Stellenbeschreibung aktualisiert habe, etwas am Gehalt geschraubt wird. Zwei Gruppen müssten drin sein – und wenn dann noch die Stufe stimmt …

In erster Linie bin ich froh, dass dann das wer-darf-was-machen-Hick-Hack weitgehend vorbei ist.

Überfluss

Braucht jemand Hefe? Oder Mehl? Wir haben das jetzt im Überfluss. Wie kommt’s? Ganz einfach: Unser Bäcker war einfach nicht blöd und bietet das nun auch an.

OK, ich habe jetzt gerade nachgerechnet, die Hefe bei ihm ist doppelt so teuer als im Supermarkt, aber HEY, wir sprechen hier von Cent-Beträgen, da werde weder ich arm noch der Bäcker reich.

Mehl, wenn ich recht erinnere, nur einen Tuck teurer, aber wenn ich so den Einzelhandel unterstützen kann … ich meine, ich war seit Wochen keine Burger essen, keine Pizza essen, keine Brezel essen, keine Fritten essen, keine Bratwurst essen …

Bridge

Ich muss zugeben, die Situation kommt mir echt schwer an. Da macht sich die latente (?) Angsterkrankung echt gerade mit mir nen „Spaß“ und jagt mir ein Horroszenarium nach dem anderen durch den Kopf. Das ist auf die Dauer richtig anstrengend.

Hab‘ jetzt beschlossen nur noch zwei Mal am Tag mich über den aktuellen Stand zu informieren und ansonsten zu schauen, dass ich nicht übermäßig ins Grübeln komme.

Und weil ich ja nicht nur lesen kann, habe ich mir eine Einführung in Bridge bestellt und werde mich wohl verstärkt mal wieder meinen Fotos widmen – da liegen noch genug in der Cloud rum, die bearbeitet werden können.

Tja, statt Neapel …

… wird es jetzt die Mosel.

Statt fünf Tage nur drei.

Aber immerhin hat sich die Reisebegleiterin nicht geändert, die nach wie vor verschiedene Lüste hat. Wie gut, dass ich sie auch habe.

Nebenjob, süß

Weil ich ja so rein gar nichts zu tun habe, habe ich mir einen süßen Nebenjob angelacht. Süß im Sinne von süß und edel. Ich darf für einen Parlinenmacher aus der Region jetzt jeden Monat drei seiner Pralinen verkosten und dann für seine Homepage ein paar Zeilen darüber schreiben (wofür er mir aber ein paar Stichworte liefert).

Es gibt definitiv blödere Schreibjobs.

Scarlett, du Zicke!

Es ist Jahre her, dass ich mal so zeitintensiv einen Roman lesen konnte. Und auch wenn „Vom Winde verweht“ echt Längen hat, aber die Abfolge der Ereignisse sind verdammt gut konstruiert und die Dialoge zwischen Scarlett und Rhett sind von einer Modernität, die mich sehr überrascht und mich nahezu begeistern.

Scarlett ist wohl die charaktermieseste Protagonistin eines modernen Romans, eitel bis zum dorthinaus und nur auf ihre eigenen Vorteile bedacht. Rhett kommt als moderner Graf von Monte Christo dagegen recht gut weg, auch wenn er ein schwanzgesteuerter Kapitalist ist.

Ich habe gute Chancen, wenn ich nicht schwächel, dass ich bis Sonntag fertig werde mit den 1.300 Seiten – und dann freue ich mich auf den Film, während dem ich wohl die ganze Zeit stammeln werde: „Aber im Buch ist das irgendwie ganz anders …“.

Großverdiener?

  • Anfrage 1: Texte schreiben für nen Pralinenmacher mit Einstellen auf HP.
  • Anfrage 2: Texte Korrektur lesen für HP eines Reisebüros.

Probleme gibt’s!

Heute auf der – noch stilleren – Arbeit festgstellt, dass ich bis zum 31. März noch neun Tage Urlaub nehmen muss. Und das unabhängig von den vier Tagen Urlaub und fünf Tagen Bildungsurlaub, die schon genehmigt sind.

Donnerstag eben.

Dieser Tage beim bösen, bösen Internetrießen Amazon bestellt. Eine DVD. Aber ich hätte hier nicht gewußt, wo ich sie hätte finden, geschweige denn bestellen können. Saturn und so kommen ja mit Mitarbeitern aus, die nie zu sprechen sind und in dem anderen Laden gibt es überhaupt nur Regalhilfen.

Am Donnerstag sollte geliefert werden. Fand ich ganz schön lang. Dachte aber nun ja, dass ist die Strafe, wenn man nicht Primekunde werden will.

Heute nachgeforscht, warum immer noch nicht da.

Donnerstag stimmt – bloß halt der zweite in zwei Monaten.

Vorfreude

Ich hoffe E. nimmt es mir nicht übermäßig übel, den ich schon längst in I. hätte besucht haben wollte, aber im März geht es jetzt erstmal für vier Tage nach Neapel mit der Ex. Lese gerade von Roberto Saviano „Die Lebenshungrigen“ und hab‘ davor mit Begeisterung auch „Der Clan der Kinder gelesen“. Und die Ferrante (nur 1. Band gut, dann nimmt es kontinuierlich ab) spielt ja auch dort. Dann gibt es noch Pompei, wo ich als Kind schon immer hin wollte und überhaupt … es ist a) Italien und b) am Meer und c) muss ich nicht alleine fliegen und d) ist es echt ein Versuch, was da dann die Angst mit mir macht und e) sind meinte Ex und ich derzeit auch nicht gerade Kinder der Traurigkeit und f) … ich glaube es ist einfach gerade dran, Neues zu entdecken.

Lieber E., im Januar und Februar hätte ich noch ein paar Tage Urlaub und wenn das mit dem Krieg nicht weiter eskaliert und vielleicht T. auch Zeit hat …

Hierarchie

Ich arbeite in einem Unternehmen, im dem Hierarchie wirklich groß geschrieben wird, obwohl alles getan wird, damit es nicht so aussieht. In Job 1 zum Beispiel war es ein längerer Prozess, eine neue Maus zu bekommen. Mehr habe ich in den ersten Jahren da nie zu verlangen gewagt. Nach vier Jahren dann habe ich nach einer neuen Tastatur gefragt, wie ich sie in Job 2 hatte – doch „da hätte ja jeder kommen können“. In Job 2 gab es immerhin eine echt gute Tastatur und einen etwas besseren IT-Support sowie ein Dienst-Handy. Das machte schon neidische Augen (was ich nicht nachvollziehen kann), auch wenn das Handy definitiv Schrott war (Akku-Ladung hielt max. 12 Stunden und man konnte nur rudimentär Kontakte speichern). Jetzt in Job 3 geht das so. Ich frage in der IT an, ob ich vielleicht eine andere Maus bekommen könnte, weil die der Vorgängerin so klein ist (und mir dadurch das Handgelenk ruiniert). 30 Minuten später liegt neue Maus mit neuer (toller) Tastatur auf dem Tisch. Ich frage in der IT an, ob mein Rechner denn zwei Bildschirme vertragen könne, denn das wäre schon eine Arbeitserleichterung für mich. Zwei Tage später steht er da.

Nächste Woche kommt Frau M. zu mir hoch, die ich angefragt habe, mir zu überlegen zu helfen, wie ich die Möbel im schmalen Büro am besten umstellen kann, damit ich nicht gegen die Wand arbeiten muss, was ich sogar nicht mag. Sollte da vielleicht auch elektrisch höher verstellbarer neuer Schreibtisch drin sein?

Und wie es der Zufall …

… so will. Morgen am Nachmittag fahren mein Mann und ich auf ein kleines kulinarisches Wellnesswochenende. Alles Streicheleinheiten, die ich gerade gut brauchen kann und – hört! hört! – auch annehme.

Versuch

Angemeldet sind wohl sieben Leute. Erschienen vier. Nach der in sich eigenen VHS-Logik müsste das bedeuten, dass in drei, spätestens vier Stunden nur noch eine Person kommt. Die hat dann also Einzeluntericht in Tai Chi. Ob ich das sein werde, wage ich gerade zu bezweifeln, war jetzt nicht schlecht – aber es ist, wie es mir ankommt, verkopfter als Yoga, was  mir so richtig gut getan hat.

Selber dran schuld

Fast den ganzen Tag am Schreibtisch. Ich war so naiv und habe Verein 1 angeboten, nächsten Dienstag zum ‚Weltsuizidpräventionstag‘ das Buch von Thomas Macho „Das Leben nehmen – Suizid in der Moderen“ in einer dreiviertel Stunde vorzustellen. Aber wie fasst man über 400 Seiten angemessen zusammen? Ich sollte in Zukunft etwas vorsichtiger sein mit solchen Angeboten.

Sommerpause

Wünsch Euch ’ne gute Zeit!

Auf Nummer sicher

Mit der Lektüre für den Urlaub bin ich vollumfänglich auf der sicheren Seite. (2.300 + 3.000 + 1.500 Seiten.)

Mit den Hörbüchern für den Urlaub bin ich vollumfänglich auf der sicheren Seite. (45 + 120 Stunden.)

Wir wir gerade festgestellt haben, werden wir nicht nur einen Kühlschrank in der Nudistenhütte haben, sondern auch einen Fernseher. Das verspricht sicher gekühlten Weißwein mit einem sicher durchschnittilchem Programm, aber da wir im Urlaub generell Fernsehabstinent sind … .

20 Kilometer entfernt ist ein Sternerestaurant und mein Mann will sich bemühen, da noch einen Tisch wegen gestern zu bekommen, was sicher nicht einfach werden wird, aber es soll dort auf dem Marktplatz einen netten Weinstand geben, der, so wurde mir versichert, angenehme Weine kredenzt.

Und wenn wir unsere ganzen Ladekabel nicht vergessen (samt den Geräten, die damit geladen werden) … dann wird das sicher einfach ein guter Urlaub.

Ich zähle …

… die Tage bis zum Sommerurlaub.

Grenzwertig

Heute, als mein Arbeitstag von einer kleinen Sitzung beim Hauptgeschäftsführer unterbrochen wurde, dachte ich so, dass, wenn ich nicht so ruhige Arbeitstage hätte, das restliche Pensum derzeit kräftemäßig gar nicht schaffen könnte.

Den nächsten freien Abend habe ich, glaube ich, Freitag nächster Woche, bis dahin ist alles mir irgendwelchen Laberrunden, Vereinsmeieren und anderem zu.

Arg grenzwertig.

Zudem die letzte Therapiestunde was im Kopf in Bewegung gesetzt hat, was gerade aber so richtig anstrengend ist, weil irgedwie gar nicht schön. Und ich weigere mich gerade noch, das einfach so anzunehmen und denke die ganze Zeit, dass muss doch irgendwie anders, also schöner gewesen sein. Aber wenn es doch so war, wie ich es gerade sehe, dann erklärt mir das aber leider auch nix richtig.

Ruf

Morgen kommt quasi die einzige Kollegin, die ich bei meinen derzeitigen Arbeitgeber kennen und mögen gelernt habe, mit ihren Typen zum Abendessen. Das heißt: Am Montag steht der ein und die andere bei ihr auf der Matte, um zu hören, ob ich / wir denn wirklich so gut kochen, wie es die Runde gemacht hat. Also kredenzen wir nach kurzer interner Absprache:

Amuse Gueule: Bandnudel, Schrimps, Knoblauch, Bärlauch
Antipasti: Crostini, Radiccio, Gorogonzola
Primo: Ravioli mit Ricotta, gemahlenen Steinpilzen, ggf. Pinienkernen, Petersilie und Petersilienbutter
Secundo: Petto di Polo, gebackenes Gemüse, Sugo aus Tomaten, Oliven, Pepperoni
Dolce: Panna Cotta mit Frucht

Ist jetzt nicht gerade etwas, was uns Höchstleistung abverlangen würde, aber für sie und ihn – nach dem, was ich bei ihnen gegessen habe – schon ein paar Klassen besser. Und es soll Luft  nach oben geben.

Ich merke, da geht es auch darum, etwas zu beweisen, nicht den beiden gegenüber, sondern den „KollegInnen“, die am Montag bei ihr auf der Matte stehen werden und wissen wollen, ob wir denn wirklich so gut kochen, wie man „halt so hört“ – und die ich nie einladen werde.

Wen’s interessiert

Beschlossene Sache im Lesekreis. Nach Lukrez („De rerum natura“ – aber auf deutsch natürlich) folgt nun „Tod des Vergils“ von Hermann Broch. Hatte ich eingebracht, mich aber seit dem letzten Treffen distanziert und hätte lieber „Joseph und seine Brüder“ von Thomas Mann gelesen, auch ne Idee von mir. Vielleicht auch gut so, nur 400 Seiten in Schneckentempo statt 1.000.

Lesekreis

Es wird schwierig. K. ist aus Lukretz ausgestiegen. Kommt zwar, liest aber nicht mehr mit. 40 Seiten in 2, 3 oder 4 Wochen sind ihr zuviel. Andererseits liest sie brav in einem anderen Lesekreis jede Woche 15 Seiten im „Doktor Faustus“ von Thomas Mann. Da wir mit Lukretz dann doch bald durch sind – I. ist es, die gerade auf Seiten pocht – erste Überlegungen, was danach kommt. In der engeren Auswahl derzeit

  • G.W. Seebald: Die Ringe des Saturns (352 Seiten)
  • Thomas Mann: Josef und seine Brüder (1.344 Seiten)
  • Hermann Broch: Der Tod des Vergils (522 Seiten)
  • Virginia Woolf: Orlando (256 Seiten)

Mit Mann und Broch könnte ich mich anfreunden, Woolf kenne ich schon und Seebald interessiert mich nicht die Bohne. Das Problem: Den Mann können sich alle vorstellen, aber K. würde gerne das in „kleinen Happen“ lesen, also so 15 bis max. 20 Seiten von Termin zu Termin (der wegen ihr bei uns selten alle 14 Tage statt findet wie einst vereinbart). Gehe ich selbst von 25 Seiten aus, sind es immer noch 54 Termine – und das ist selbst für einen Thomas Mann in meinen Augen definitiv zu viel.

Vom Gefühl her schaut die Situation nicht gut aus. Denn 50 Seiten wird sie nicht akzeptieren (was ich bei dieser Art von Literatur innerhalb von zwei Wochen gut zu schaffen ansehe) und darunter habe ich echt keine Lust, denn so nett sie sind, aber auf richtige Textarbeit wollen sie sich dann doch nicht einlassen. Mir ist aber meine Zeit zu schade dann für  15 oder 20 Seiten zwei Stunden zu opfern, in denen dann Gemeinplätze ausgetauscht werden und man einfach frei und will assoziiert. Ich mag es einfach nicht, wenn im Text das Wort „Baum“ vorkommt und dann erzählt wird, wie toll es damals in Schweden war, weil da auch Bäume waren. Das hat mit dem Text leider nix zu tun (außer, es ist ein schwedischer Text, der das Gefühl von Bäumen im Urlaub beschreibt).

Ich bin gerade unsicher. Ein Teil von mir sagt: Alles hat seine Zeit. Und alles hat auch seine Zeit gehabt.

Ein anderer Teil sagt: Warum sich nicht bemühne, dass so gut wie möglich durchzusetzen, was ich (!) will. (Man lese hierzu mein nicht veröffentliches Tagebuch zur Therapie).

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