Durch die Zeit

Kategorie: Demnächst

Sommerpause

Wünsch Euch ’ne gute Zeit!

Auf Nummer sicher

Mit der Lektüre für den Urlaub bin ich vollumfänglich auf der sicheren Seite. (2.300 + 3.000 + 1.500 Seiten.)

Mit den Hörbüchern für den Urlaub bin ich vollumfänglich auf der sicheren Seite. (45 + 120 Stunden.)

Wir wir gerade festgestellt haben, werden wir nicht nur einen Kühlschrank in der Nudistenhütte haben, sondern auch einen Fernseher. Das verspricht sicher gekühlten Weißwein mit einem sicher durchschnittilchem Programm, aber da wir im Urlaub generell Fernsehabstinent sind … .

20 Kilometer entfernt ist ein Sternerestaurant und mein Mann will sich bemühen, da noch einen Tisch wegen gestern zu bekommen, was sicher nicht einfach werden wird, aber es soll dort auf dem Marktplatz einen netten Weinstand geben, der, so wurde mir versichert, angenehme Weine kredenzt.

Und wenn wir unsere ganzen Ladekabel nicht vergessen (samt den Geräten, die damit geladen werden) … dann wird das sicher einfach ein guter Urlaub.

Ich zähle …

… die Tage bis zum Sommerurlaub.

Grenzwertig

Heute, als mein Arbeitstag von einer kleinen Sitzung beim Hauptgeschäftsführer unterbrochen wurde, dachte ich so, dass, wenn ich nicht so ruhige Arbeitstage hätte, das restliche Pensum derzeit kräftemäßig gar nicht schaffen könnte.

Den nächsten freien Abend habe ich, glaube ich, Freitag nächster Woche, bis dahin ist alles mir irgendwelchen Laberrunden, Vereinsmeieren und anderem zu.

Arg grenzwertig.

Zudem die letzte Therapiestunde was im Kopf in Bewegung gesetzt hat, was gerade aber so richtig anstrengend ist, weil irgedwie gar nicht schön. Und ich weigere mich gerade noch, das einfach so anzunehmen und denke die ganze Zeit, dass muss doch irgendwie anders, also schöner gewesen sein. Aber wenn es doch so war, wie ich es gerade sehe, dann erklärt mir das aber leider auch nix richtig.

Ruf

Morgen kommt quasi die einzige Kollegin, die ich bei meinen derzeitigen Arbeitgeber kennen und mögen gelernt habe, mit ihren Typen zum Abendessen. Das heißt: Am Montag steht der ein und die andere bei ihr auf der Matte, um zu hören, ob ich / wir denn wirklich so gut kochen, wie es die Runde gemacht hat. Also kredenzen wir nach kurzer interner Absprache:

Amuse Gueule: Bandnudel, Schrimps, Knoblauch, Bärlauch
Antipasti: Crostini, Radiccio, Gorogonzola
Primo: Ravioli mit Ricotta, gemahlenen Steinpilzen, ggf. Pinienkernen, Petersilie und Petersilienbutter
Secundo: Petto di Polo, gebackenes Gemüse, Sugo aus Tomaten, Oliven, Pepperoni
Dolce: Panna Cotta mit Frucht

Ist jetzt nicht gerade etwas, was uns Höchstleistung abverlangen würde, aber für sie und ihn – nach dem, was ich bei ihnen gegessen habe – schon ein paar Klassen besser. Und es soll Luft  nach oben geben.

Ich merke, da geht es auch darum, etwas zu beweisen, nicht den beiden gegenüber, sondern den „KollegInnen“, die am Montag bei ihr auf der Matte stehen werden und wissen wollen, ob wir denn wirklich so gut kochen, wie man „halt so hört“ – und die ich nie einladen werde.

Wen’s interessiert

Beschlossene Sache im Lesekreis. Nach Lukrez („De rerum natura“ – aber auf deutsch natürlich) folgt nun „Tod des Vergils“ von Hermann Broch. Hatte ich eingebracht, mich aber seit dem letzten Treffen distanziert und hätte lieber „Joseph und seine Brüder“ von Thomas Mann gelesen, auch ne Idee von mir. Vielleicht auch gut so, nur 400 Seiten in Schneckentempo statt 1.000.

Lesekreis

Es wird schwierig. K. ist aus Lukretz ausgestiegen. Kommt zwar, liest aber nicht mehr mit. 40 Seiten in 2, 3 oder 4 Wochen sind ihr zuviel. Andererseits liest sie brav in einem anderen Lesekreis jede Woche 15 Seiten im „Doktor Faustus“ von Thomas Mann. Da wir mit Lukretz dann doch bald durch sind – I. ist es, die gerade auf Seiten pocht – erste Überlegungen, was danach kommt. In der engeren Auswahl derzeit

  • G.W. Seebald: Die Ringe des Saturns (352 Seiten)
  • Thomas Mann: Josef und seine Brüder (1.344 Seiten)
  • Hermann Broch: Der Tod des Vergils (522 Seiten)
  • Virginia Woolf: Orlando (256 Seiten)

Mit Mann und Broch könnte ich mich anfreunden, Woolf kenne ich schon und Seebald interessiert mich nicht die Bohne. Das Problem: Den Mann können sich alle vorstellen, aber K. würde gerne das in „kleinen Happen“ lesen, also so 15 bis max. 20 Seiten von Termin zu Termin (der wegen ihr bei uns selten alle 14 Tage statt findet wie einst vereinbart). Gehe ich selbst von 25 Seiten aus, sind es immer noch 54 Termine – und das ist selbst für einen Thomas Mann in meinen Augen definitiv zu viel.

Vom Gefühl her schaut die Situation nicht gut aus. Denn 50 Seiten wird sie nicht akzeptieren (was ich bei dieser Art von Literatur innerhalb von zwei Wochen gut zu schaffen ansehe) und darunter habe ich echt keine Lust, denn so nett sie sind, aber auf richtige Textarbeit wollen sie sich dann doch nicht einlassen. Mir ist aber meine Zeit zu schade dann für  15 oder 20 Seiten zwei Stunden zu opfern, in denen dann Gemeinplätze ausgetauscht werden und man einfach frei und will assoziiert. Ich mag es einfach nicht, wenn im Text das Wort „Baum“ vorkommt und dann erzählt wird, wie toll es damals in Schweden war, weil da auch Bäume waren. Das hat mit dem Text leider nix zu tun (außer, es ist ein schwedischer Text, der das Gefühl von Bäumen im Urlaub beschreibt).

Ich bin gerade unsicher. Ein Teil von mir sagt: Alles hat seine Zeit. Und alles hat auch seine Zeit gehabt.

Ein anderer Teil sagt: Warum sich nicht bemühne, dass so gut wie möglich durchzusetzen, was ich (!) will. (Man lese hierzu mein nicht veröffentliches Tagebuch zur Therapie).

Auf Nummer sicher

Der Alt-Herren-Sport am Montag fällt aus. So steht es in einer Mail, die mich heute erreichte. Nicht aber, weil der Trainer krank wäre, Gott bewahre, nein, das Gebäude, in dem wir uns ertüchtigen ist einsturzgefährdet. Übrigens schon seit sechs Jahrzehnten.

Nicht, das jemand behauptet, man hätte als Prüfer irgendwelche Vorteile!

Ich hatte ja bereits erzählt, dass ich als Prüfer für eine gewisse Prüfung im Handwerksbereich seit letztem Jahr zuständig bin (natürlich mit anderen).

Ich hatte ja bereits erzählt, dass ich selber für den neuen Halbtagsjob diese Prüfung auch ablegen muss. Und nach Meinung der neuen AL soll ich nur (!) die schriftliche und praktische Prüfung ablegen, nicht aber den 80-stündigen Unterricht besuchen. Sie traut es mir zu. Zugegeben, die praktische Prüfung vor den PrüfungskollegInnen ist definitv nicht das Thema. Die schriftliche macht mir da schon eher Sorgen, daher ist noch nichts entschieden.

Heute wurde ich von einer anderen Abteilung im Haus gefragt, ob ich kurzfristig bereit wäre, einen Schwung der schriftlichen Prüfungen zu korrigieren und zu bewerten. Es gäbe dazu eine Musterlösung, das wäre also gut zu machen. Nach taktischem Zögern habe ich ja gesagt.

So weit ich weiß, gibt es pro Jahr immer die selben schriftlichen Prüfungsaufgaben. Aber da erkundige ich mich nochmals genau.

Erst davon, dann danach

Im März jetzt doch, wie gehofft und seit Herbst schon vorgestellt, eine Woche Urlaub für ein paar Tage an der See. Usedom hätte es sein sollen, aber aufgrund der etwas arg langen Bahnfahrt bin ich jetzt (im Moment) auf Rügen gekommen.

Seit gestern bin ich im Internet auf der Suche nach etwas Geeignetem für mich – nicht zu teuer, mit der Bahn erreichbar, am Meer, mit Einkaufsmöglichkeiten, mit Restaurants, aber ruhig und abgeschieden, ohne übermäßigen Tourismus, … – und habe gefühlt hunderte von Seiten in der Zwischenzeit angeklickt. Nach wie vor bin ich einfach so naiv und denke, man gibt ein paar Angaben in die Suchmaschine ein und schwupps hat man drei, vier Angebote, aus denen man wählen kann. Aber entweder sind meine Angaben bescheuert oder die Suchmaschinen sind doch nicht das, was sie meinen zu sein – jedenfalls ein mühseeliges Geklicke, was an den Nerven zieht und viel mehr Zeit kostet, als vorgestellt.

So ein bisschen kann ich die Leute schon verstehen, die einfach das machen, was sie letztes Jahr gemacht haben. Aber noch reichen die Nerven und eine Anfrage ist auch schon draußen … es wäre ideal.


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