Durch die Zeit

Kategorie: GT

GT (30)

(Therapeutische) Prozesse sind echt spannend – wenn man eine Ahnung hat, warum oder weswegen oder wofür sie stattfinden.

Am Ende der Einstiegsrunde (das der Beginn der Schlussrunde war) erzählte C II von sich – was mit mir und meinen Themen so gar nix zu tun hat. Meine Reaktion: Ich wurde einfach nur tief traurig und hätte heulen können.

Meine Aufgabe also rauszubekommen, was der Tricker war. Zeit habe ich ja – hab‘ mich für ne Woche krank schreiben lassen, um a) dann schlafen zu können, wenn ich schlafen kann und b) einfach mal alles aufzuschreiben, was seit Wochen im Kopf tobt.

Echte Krise gerade. Aber wenn man den Ursprung des Wortes kennt, dann heißt es ja „Krisis“ – und das beschreibt den „Wendepunkt“ bei einem Verlauf der Krankheit. Daher: Ich nehme mir gerade notwendige Zeit.

GT (29)

Wir haben anscheinend so eine ausgeglichene Zeit. Jeder hat so sein / ihr Thema – aber nix, was brennt. Bei mir ‚brennt‘ auch nur die permanente Denküberlastung, so dass der Doc die Idee gar nicht schlecht findet, einfach mal zwei, drei Tage krank ‚zu machen‘ um dann mal zu schlafen, wenn es geht und vielleicht doch alles mal aufzuschreiben, um Struktur in den Gedankenwust zu bekommen.

Es gibt für mich dann noch einen sehr, sehr spannenden ‚Beifang‘ zum Thema Aggression – noch ein Denkthema mehr.

GT (28)

Die Krankenkasse zahlt jetzt doch weiter – alles andere wäre im jetzigen Moment echt fatal gewesen.

Die Neue ist da. Sie könnte die Zwillingsschwester ihrer Namensvetterin sein, nicht nur vom Aussehen – also arg ruhig und so gut wie hermetisch verschlossen.

Die kurze Pause von drei Wochen hat mir gut getan, neuer Input wäre einfach zu viel gewesen.

Merke, dass ich immer noch ganz schön mit mir beschäftigt bin, den anderen zwar aufmerksam zuhöre, aber irgendwie doch nicht dabei bin.

GT (28)

Anders heftig als letzte Woche. Aber dennoch: wieder richtig arg heftig.

Ich bin mit meinem Thema nicht alleine (was in einer Therapiegruppe dann auch nicht wirklich verwundert, sonst wären wir ja nicht da), aber deswegen ist es nicht kleiner, allgemeiner, alltäglicher oder gar einfacher.

Immer, wenn ich etwas sage, kämpfe ich mit den Tränen. Kenne ich von mir so absolut nicht. Der Psychodoc kommt mir entgegen und bietet eine verstandesmäßige Erklärung an. Hilft mir mich zu verstehen.

Gegen Ende ein paar Minuten, während der wir alle einfach schweigen – und es alle danach einfach geil fanden, das wir ohne Stress / Druck schweigen konnten. Für jede/n von uns hat das echt Kraft gegeben.

GT (27)

Zu intensiv, zu heftig, zu traurig heute, als dass ich jetzt hier irgendwie darüber schreiben könnte.

Aber es ist gut, dass ich diesen ersten Schritt gemacht habe, auch wenn es damit nicht getan sein wird.

GT (25)

Wir schaffen wieder einmal nur die Einstiegsrunde. Woran ich nicht ganz schuldlos bin. Es dauert, bis ich ran komme (vorletzter) und hab‘ ‚eigentlich‘ nicht viel zu berichten was jetzt für die GT von Belang ist. Spreche zum Schluss meines Beitrags ein Thema an, was mich eh schon lange beschäftigt und über das Wochenende mal wieder hochgekommen ist. Die Gruppe ist plötzlich elektrisiert und es gibt, was eh eher selten ist, eine Menge von Wortmeldungen. Die wollen aber keine Erklärungen und Erläuterungen sondern fangen fast alle an mit „Bei mir beispielsweise …“. Ich bin wirklich überrascht. Klar war mir, dass das Thema sicher auch C. betrifft, aber auch gleich fast die Hälfte der ganzen Gruppe? Es kommt ganz schön viel Stoff zusammen und viel Denkwürdiges.

GT (24)

Letzte Woche haben wir für die Einstiegsgrunde knapp 90 Minuten gebraucht, heute dafür sind wir rekordverdächtig unterwegs und knacken die 25-Minuten-Marke. Die Wahl erfolgt arg schleppen und sehr uninteressiert – jedenfalls ich bin es.

Dann darf A. aufstellen, ich bekomme die Rolle eines Bildchirms (ok, schon etwas inhaltlich aufgeladen), und die Sache dümpelt so vor sich hin. Da nicht mein Thema, bin ich im Grunde arg gelangweilt, grinse mir aber einen ab, weil L. die „Sünde“ geben darf – im Grunde eine grandiose Fehlbesetzung und dann doch wieder nicht.

Noch fünf Stunden habe ich von der Krankenkasse und es gilt zu überlegen, weitermachen oder nicht.

Heute keinen Wein, heute Blumen.

GT (23)

Die Einstiegsrunde mündete heute direkt in die Schlussrunde. Wie es mir scheinen will, haben alle in der letzten Woche einen großen Schritt gemacht. Selten so gehaltvolle und persönliche Berichte. Für alle, wie in der Schlussrunde betont, reiche Beute fürs Nachdenken.

# 485

Die Therapieblume vom Mittwoch ist olfaktorisch absolut betörend.

2019-08-11 17.33.14

GT 21

Eine äußerst langweilige und gelangweilte Eingangsrunde, nach deren Ende ohne große Diskussion feststeht, heute wird nicht gewählt. So schleppt sich die Runde durch den zweiten Teil, wobei gegen Ende L. in den Mittelpunkt kommt, was für sie an sich schon eine große Leistung ist.

Es kann ja nicht jedesmal hoch her gehen.

Auf dem Heimweg fällt mir auf, dass ich vor oder nach der Therapie mir immer etwas kaufe. Komme ich vom Job, fahre ich vorher an einem Weinladen vorbei und hole mir eine Flasche „Therapiewein“, komme ich, wie heute, von zu Hause, nehme ich auf dem Rückweg ein paar Blumen aus dem benachbarten Laden mit.

Ich kann das unanalysiert einfach mal so stehen lassen.

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