Durch die Zeit

Kategorie: Hörbares

Nachtrag zum Wandern

zu Fazit II:
Hördauer Hörbuch: 17:15 Stunden
Gesamtdauer Hörbuch: 23:32 Stunden
Anzahl Toter (bisher): mehrere Hundert
Persönliche Anmerkung: Don Winslow ist echt mehr als ein Thriller-Autor, auch wenn er das Genre beherrscht. Aber das eine muss ja das andere nicht ausschließen.

Gehört – die neue Liebe?

Gestern (spät) abends über ein paar Choräle von César Franck gestolpert. Sie mir nach gefühlter Ewigkeit mal wieder angehört – und quasi in dieser Tonmasse aufgegangen. Mir schien jede Phrase so vertraut zu sein, als hätte ich sie erst gestern das letzte mal selber gespielt (und dabei käme ich über die ersten vier Töne (!) wohl nicht hinaus).

Ein Beispiel hier (die ersten Sekunden überspringen, dauert, bis er anfängt, aber dann …):

Ich muss einfach (wieder) mehr ‚meine‘ Musik hören, auch wenn das nur alleine möglich ist, weil „mein“ Mann da nicht mitgehen will, weil es es scheußlich findet. Aber mir tut diese Art von Musik einfach nur gut.

Hier in der Stadt hat die zentrale Kirche vor einem Monat eine neue Orgel bekommen. Heute morgen bin ich dann endlich zu einer freien Improvisation hier. OK, das ist etwas gewöhnungsbedürftig, wenn der Organist erst einen Stein, von denen ca. 30 vor dem Alter liegen, holt, zur Orgel läuft, den Stein auf Tasten lagert, Register zieht, losläuft, aufschreibt, was man hört, den nächsten Stein holt, hochläuft, den auch platziert, losläuft …

2017-07-01 10.38.25

Und natürlich schaffen es die wenigen Zuhörer mal wieder nicht die Klappe zu halten. Wenn was nix kostet, dann darf anscheinend geschwätzt werden wie doof auch immer, aber einfach mal den Mund halten, zuhören — das ist den wenigsten Menschen gegeben.

Irgendwo werde ich das Geld schon noch auftreiben, dann gehe ich zumindest in das nächste Konzert des Eröffnungsmonates, und vielleicht reicht es auch für die zwei weiteren, denn das wenige, was ich heute von dieser Orgel mitbekommen habe ist schon klasse. Allein vier Schwellwerke und ein paar wirklich schöne Register. Das könnte eine neue Liebe werden.

 

 

 

Für jetzt und später

Das Schöne am Kurzzeitstrohwitwertum ist: Ich kann mal so richtig laut Musik hören. Also: Lautsprecher aufdrehen, Ohren (konzentriert auf), Augen zu (gibt eh‘ nix zu sehen).

RIP – Leonard Cohen

Der war mir schon immer wichtiger als der jetzige ‚Literatur’nobelpreisträger.

On a hot summer …

Der Impuls kam von Sahne zum Leben:

Solange eben

Seit wenigen Tagen nutze ich auch spotify. Wollte mal wissen, ob die überhaupt was an Klassik im Angebot haben. Haben sie. Mehr als ich brauche – auch wenn ich schon erste Lücken habe auftun können.

Kann es gerade genießen, wie wild mir Dinge anzuhören, zu denen ich schlichweg kein Geld habe oder von denen ich mir nicht sicher bin, ob ich sie mir überhaupt kaufen sollte. Plötlich ist so gut wie alles, was mein musikalisches Herz begehrt, verfügbar. Und die Werbung kann ich – noch – ab.

Immer öfters überlege ich mir, ob ich mir da nicht ein Abo besorge. 10 Euro sind nicht die Welt im Monat (die ersten drei Monate derzeit sogar nur 99 Cent) und ich würde ohne Probleme meinen 160-GB-Ipod nun vollständig vollbekommen. Quasi unbeschränkt Musik – solange ich zahle.

Und damit komme ich nicht zurecht. Was ist, wenn ich mir das mal nicht leisten kann? Oder die die Benutzungsbedingungen stark ändern? Wenn die die Klassik, weil sich’s eh nicht lohnt, rausschmeißen? Wenn die immer mehr Daten wollen? Wenn … was auch immer? Dann hätte ich Geld investiert und hätte außer dem aktuellen Genuss danach nichts mehr. OK, ich gehe auch ins Theater, ins Kino oder gehe Essen – da bleibt dann genauso ’nur‘ die Erinnerung.

Scheinbar bin ich da zu sehr noch Jäger und Sammler. Immerhin brauche ich nicht mehr alles physisch, auch ein e-book hat seine Existenberechtigung (wenn es eine dreifach-Sicherung gibt). Aber auf der Festplatte sollte es schon pysisch sein – und nicht nur für den bezahlten Zeitraum.

WE-Ausbeute

Es wird zwar ein eher kurzes Wochenende, weil ich morgen den halben Tag schlafen werde, aber dafür eins, dass ich zuhause werde verbringen können (wenn auch nicht bei dem Wetter, wie gewünscht). Dann beginnen fünf Wochenendfahrten am Stück, was ich einfach überhaupt nicht mag.

Keine Ahnung woran es liegt, aber ich brauch einfach Zeit für mich. Und ‚Zeit für mich‘ heißt, dass ich ungestört sein kann. Meist sitze ich dann hinter dem Rechner und gucke ein bißchen, immer mehr höre ich aber einfach nur Musik und lese.

Gemeinsam vor dem Fernseher sitzen und den 89.378sten Krimi anzuschauen ist damit jedenfalls nicht gemeint.

Vielleicht gelingt es mir, dass ein oder andere WE noch etwas zu verkürzen …

Auch Counter können laut

Das schöne am eintägigen Strohwitwertum ist, dass man einfach mal die Musik auf laut drehen kann ohne dass man ob seines Musikgeschmackes schief angeschaut wird. So schallt gerade Flavio Ferri-Benedetti – nicht jedermanns/-fraus Geschmack – durch die Räume.

Wie man sich in Tönen verlieren kann

Ich weiß: Nicht schön anzuschauen und auch nicht gerade ganz kurz mit 21 Minuten und daher hier wohl keine Chance, aber … wau:

Ich hoffe, Apple liest hier nicht mit.

Heute meinen iTunes-Gutschein endlich mal eingelöst, nach dem ich mich mit mir darauf einigen konnte, was es denn davon geben sollte: Lieder mit Thomas Quasthoff und noch französiche Lieder mit Philippe Jaroussky. Aber letztere CD wurde und wurde einfach nicht berechnet – also reichte es noch für eine Oper von Stefani. Ich sag da mal: Danke!

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