Durch die Zeit

Kategorie: Hörbares

Wer zu spät kommt …

Heute Nachmittag war ich doch tatsächlich so naiv nachzuschauen, ob ich in der Münchner Staatsoper noch Karten für eine Oper Ende Juli mit Iestyn Davies bekommen könnte.

Neuer Gott

Gerade über Niels Kaiser auf Iestyn Davies gestoßen. Und – das habe ich echt Jahre nicht mehr gemacht – gleich zwei CDs (legal) runtergeladen. So wie es scheint, wird das mein Gott für diesen Frühling. Wer drei Minuten reinhören mag, hier was zum wegschmelzen:

Auch Robert Schuhmann machte Yoga

Der Erfinder / Die Erfinder von Yoga wird gerne in den Zoo gegangen sein. Anders erklärt sich mit nicht die vielen Tiernamen. Heute einen weiteren ‚Hüftöffner‘ namens „Die Taube“. Schon bei den anderen beiden hat die Lehrerin darauf hingewiesen, dass so was einen emotional angehen könnte. War aber nicht. Aber heute. Und wie. Am liebsten hätte ich losgeflennt. Und jetzt hänge ich wie ein Schluck Wasser in der Ecke.

Aber Schuhmann ist mir den ganzen Abend nicht aus dem Kopf gegangen. OK, „Rose“ haben wir noch nicht gemacht, aber war da nicht das letzte Mal ne „Lilie“ dabei (oder doch „Libelle“?) Egal, für mich ist das Lied Beweis gengu, dass auch Robert Schuhmann sich quälte.

Giovanni Paisiello

Den entdeck‘ ich gerade. Zeitgenosse von Mozart und in Italien zu seiner Zeit so ein Superstar, dass er es bis zur Zarin nach Russland schaffte. Mal locker 100 Opern geschrieben. Aber echt noch nie was von ihm gehört, ich meine, nicht einmal seinen Namen. Ist auf eine besondere Art leicht aber zugleich auch komplex. Egal – einfach mal anhören, wenn auf die Ohren kommt.

’s einfach so!

Mag jede/r denken was mag, aber für mich ist es einfach so: Hey Kölle, do bes e Jeföhl!

Und mir geht gerade echt das Herz auf!

Man kann es nicht genug bestaunen

Ich lese u.a. gerade den Briefwechsel zwischen Marcel Proust und Reynaldo Hahn. Im Brief vom 3. (oder 4.) September 1896 schreibt er u.a. etwas über ein Bild von Quentin Massys und einen Autoren namens Georges Ohnet. Beide nie gehört.

Drei Minuten später:

Ich höre Musik von Reynaldo Hahn (Spotify).

Ich lese ein paar Zeilen in einen Roman von Ohnet (Darknet).

Ich gucke mir das Bild von Massys an (Google).

Neue Schritte

Ich bin ja so ein IPOD-Fan. Jahrelang habe ich 160 GB Musik und Hörbücher mit mir ‚rumgeschleppt‘, um in jeder Siutation die richtige Musik und das richtige Hörbuch zu haben. Jetzt ist er vor drei Wochen kaputt gegangen – ihn gibt es nun nur noch gebraucht zu teils echt horrenden Kosten, die meinen Geldbeutel sprenge. Also habe ich den von meinem Mann mitnutzen können, aber das ist ja irgendwie nicht das selbe.

Immerhin hat mein neues Handy so um die 40 GB frei, die ich nun teils schon jetzt mit Notmusik und schmalen zwei Hörbüchern belegt habe. Platz gibt es noch, aber der will gut genutzt werden. Ich probier das jetzt einfach mal und rein theoretisch könnte da ja auch noch eine Speicherkarte Platz haben (bloß wo? Aber das wird spätestens A. wissen).

Wie lange der Akku von dem Ding durchhält, werde ich auch noch erst testen müssen, würde mich aber arg, arg wundern, wenn der das Durchhaltevermögen vom IPOD hätte.

Früher war echt nicht alles besser – aber der IPOD war schon ein geniales Gerät.

Leseprojekt MoE?

Nicht zuletzt durch Xenina, die gerade Proust liest (nämlich H I E R), bin ich seit Wochen schon am überlegen, nicht mal wieder mit einem ähnlichen Leseprojekt zu starten. Die „Jahrestage“ von Johnson und die „Bibel“ habe ich ja schon hinter mich gebracht*. Proust stand ganz oben auf der Liste … aber da fände ich jetzt irgendwie doof und außerdem macht es Spaß, Xenina da zu begleiten.

Jetzt ist mir „Der Mann ohne Eigenschaften“ von Robert Musil in den Sinn gekommen (Teil 1). Auch so ein dickes Ding und recht bald auch gar nicht so einfach. Meine Idee jetzt: Jede Woche ein Kapitel (und manchmal auch mal zwei, vielleicht gar drei?) und das mit drei Rubriken:

  1. Inhalt in Stichworten, aber wirklich fortlaufend, so dass am Ende die tausend Seiten auf 200 (?) geschrumpft sind.
  2. Meine Impressionen dazu. Hier gibt es keine Regeln.
  3. Das Zitat. Da bin ich noch am überlegen, ob es wirklich ‚Pflicht‘ werden soll, denn das könnte wirklich in Arbeit ausarten, immer etwas zu finden und dann auch abzutippen, vor allem, wenn es länger wird.

Als Grundlage steht der Roman natürlich schon gelesen schon lange im Regal, neu wäre für mich die Lesung, die auf meinem Rechner schlummert. Ich würde es mir also einerseits vorlesen lassen, derweil selber lesen und dann … dann würde es, falls es bei einem Beitrag pro Woche bleibt, 123 Wochen dauern! Das heißt, würde ich im Oktober anfangen, bräuchte ich bis Februar 2021 – irgendwie ein bisschen lang, oder?

Gerade finde ich eine Hammerseite dazu im Netz, so dass jede/r ohne Kosten mitlesen könnte, nämlich HIER.


*Links werden nachgereicht, wenn’s interessiert.

Ja! Ich tu’s!

Ich könnte auch schreiben: „Ich tu’s mir an!“ oder: „Ich hab einen Knall!“ Denn heute habe ich mir Karten reservieren lassen. Für Wagner! Den Ring! Kompletter Zykulus in fünf aufeinanderfolgenden Tagen! Und: Ich hasse Wagner! Ich finde seine Musik einfach nur unerträglich schwülstig.

Aber ich dachte mir, einmal im Leben …

Zudem habe ich noch etwas Zeit, mich innerlich darauf vorzubereiten. Aufführungstermine sind im Herbst 2020!

 

Über die Wupper

Gerade etwas faul, ansonsten hätte ich mit Fotos dokumentiert, was alles in den letzten 36 Stunden über die Wupper gegangen ist. Finde es gerade als einen besonderen Moment, mich von meiner Vergangenheit zu verabschieden. Ohne Wehmut schmeiße ich Dinge in den Müll, von denen ich weiß, dass ich vor ca. 35 Jahren mir Mühe gemacht habe, sie zu bekommen (sprich: Starschnitt von Janis Joplin).

Es ist in gewisserweise ein Paradigmenwechsel, der aber auch der Zeitgeschichte geschuldet ist. Früher, also vor 25-30 Jahren, war es eben nicht selbstverständlich, dass man ein gewisses Buch entweder im Netz gefunden hat, oder über das Internet aus einer entfernten Bib. bestellen konnte. Die Verfügbarkeit war eine ganz andere, eine, die mit Mühen verbunden war. Luxus also, wer es zuhause hatte. Heute ist es eher Luxus eine so geil-schnelle Verbindung zu haben, dass man das Buch eben nicht in 4 Sekunden sondern nur in 1,3 Sekunden sich runterladen zu können.

Die Erkenntnis des Tages ist gerade: Es tut auch gut, sagen zu können: „Das hatte ich mal.“

Das Scharlachrote K

... und der Zirkus drum herum

no_more_money_4_shit

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Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

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"Der Mann ohne Eigenschaften" in weniger als 123 Wochen

Ein Nudelsieb bloggt, ...

... denn man(n) kann sich ja nicht alles merken ;)

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