Durch die Zeit

Kategorie: Jobmäßiges

Männer und Machtspiele

Der Kollege, der ab morgen offiziell in einer anderen Abteilung dann ist – und dort auch auf ein Sekretariat zurückgreifen kann – stand heute in meinem Büro mit so einer typischen Aufgabe für dumme Azubis im 2. Lehrjahr und Schulpraktikanten. Es gilt gut 350 Datensätze einzeln aufzurufen, um ein Häkchen zu setzen, was aber pro Datensatz 18 Klicks benötigt. War wohl als kleine Demütigung gedacht, da ich ab morgen ein Teil seiner Aufgaben übernehme.

Gut 50 Datensätze habe ich geschafft … und ab morgen habe ich aber leider sooooo wichtige und soooo viele und soooo anstrengede Aufgaben, dass ich da wohl nicht mehr dazu komme werde.

Es scheint zu werden

Freitag, spätestens am Montag wird es offiziell. Dann bin ich der Herr über unserer Webseite an der Arbeit, bin Vertreter der Pressesprecherin, habe Unterschirftsberechtigung und behalte meine sonstigen Tätigkeiten – in erster Linie Mediengestaltung und rudimentäre Sekretariatsarbeiten.

Chefchef hat von sich aus schon angesprochen, dass, wenn ich meine Stellenbeschreibung aktualisiert habe, etwas am Gehalt geschraubt wird. Zwei Gruppen müssten drin sein – und wenn dann noch die Stufe stimmt …

In erster Linie bin ich froh, dass dann das wer-darf-was-machen-Hick-Hack weitgehend vorbei ist.

Was macht man nicht alles für einen Stern

Mein Mann hat mich am Wickel. Für eine Lehrerfortbildung braucht er jetzt kleine Videos. Aufnehmen tut er sie selber. Bearbeiten soll ich sie aber. Ich hätte ja schließlich Computerkenntnisse. Habe ich. Aber nicht im Bereich Video-Schnitt und Tonspur und Slowmotion und Timelap und, und, und, und …

Es gäbe dafür ein Abendessen im Sternerestaurant.

OK!

Da ich dieses Wissen theoretisch auch an der Arbeit nutzen könnte … warum sollte ich nicht einfach bei dem vielen Leerlauf mich derweil fortbilden? Tutorials gibt es ja genug, ein Fach- bzw. Lehrbuch ist im Budget auch noch drin … auch wenn es gestern und heute elendig genervt hat unwissend da etwas zusammen zu basteln … ich hab Lunte gerochen.

 

Gemurkse ade?

Gestern gab es den letzten Home-Office-Tag für mich – ab Montag herrscht wieder ‚Normalbetrieb‘. Ich will’s hoffen. Denn das hieße endlich, dass ich die Macht über die HP bekomme und nicht mehr nur den Büttel spielen muss. Das hieße Unterschriftenberechtigung (was einer Gehaltserhöhung gleichkommt) und – am wichtigsten – klare Aufgabenverteilung. Dieses Gemurkse in den letzten Wochen war echt schlimm.

Zweiter Tag in Folge

Heute schon wieder produktiv gewesen. Eine Todesanzeige durfte ich formulieren, ohne dass man mir Vorgaben gemacht hat – vier Seiten Text durfte ich Korrektur lesen  – und neun Hemden habe ich auch noch gebügelt.

Wenn das so weiter geht, dann artet das ja bald in Stress aus – womit am Donnerstag zu rechnen ist, da muss / darf / soll ich bei der Arbeit umziehen. Das Büro wird dann zwar kleiner sein, aber ausreichend groß, vor allem aber gibt es keinen „Durchgangsverkehr“ mehr vor der Bürotür.

Der 1. Koller

Heute hätte ich Home Office. D.h.: Zu Hause sein, hin und wieder mal auf die Dienst-Mails schauen und all das tun, wenn man halt einen Tag zu Hause ist.

Irgendetwas trieb mich aber, mir heute einen Tag Urlaub zu nehmen, damit ich nach dem Nachtdienst guten Gewissens ausschlafen konnte.

Gut gemacht!

In der Abteilung brennt die Hütte – ein erster Lagerkoller sozusagen. Die Geschäftsleitung findet unserere Performance nicht gut (was ich sofort unterschreibe, weil das zum Teil an uns liegt, zum Teil an komplett unklaren Zuständigkeiten im Haus) und zusätzlich teilt der Kollege kräftig aus, der eigentlich morgen die Abteilung wechseln sollte, jetzt aber doch noch bleibt.

Krisengespräch morgen um 8:30. Gute das ich Urlaub habe und das heute mal gelassen aus der Ferne mir anschauen konnte.

Hälfte Hälfte

Die Geschäftsführung hat heute mitgeteilt, dass meine Abteilung die letzte sein wird, die das Haus verlassen wird, wenn es hart auf hart kommt. Aber um unsere „Schlagkraft“ (*) so lange wie möglich zu erhalten, müssen / dürfen wir jetzt gruppenweise nur noch jeden zweiten Tag zur Arbeit, am anderen ist Home Office verordnet. Finde ich ’ne vernünftige Lösung.

Interessanterweise ist aufeinmal der Zugriff auf die Dientsmails von Zuhause eine Sache von Sekunden.

______

(*) Scheint auch nötig zu sein, denn was sich die Organisation letzte Woche geleistet hat ist schon mehr als arg unsensibel gewesen. Der Shitstorm heute ist völlig berechtigt.

Vom Tellerwäscher …

Offiziell ist das nicht! Aber intern in der Abteilung haben wir geklärt, dass ich ab jetzt im Urlaubs- und Krankheitsfall die Pressesprecherin vollumfänglich vertrete. Unterschriftenberechtigung habe ich auch ab jetzt für ein paar Haushaltstitel. Jetzt muss ich mich nur noch an vertrauter Stelle erkundigen, wie viele Sprünge das in der Eingruppierung macht um so gewappnet das Gespräch mit dem Hauptgeschäftsführer zu suchen.

Kreis und Torte

Für einen Großteil der Menschheit dürft es wohl vollkommen egal sein, ob man eine Grafik als Torten- oder Kreis-Diagramm gestaltet. Leider sieht unser CI ein Kreisdiagramm vor – und meine Wenigkeit stand heute vor dem Problem, für eine hochoffizielle Broschüre eine solche zu gestalten. Zum ersten Mal. Meine Vorgängerin nicht erreichbar und der Rest der Kollegenschaft mit soviel Ahnung wie ich: keiner.

Nach zwei Stunden des Probierens, Fluchens, Suchens, Verzweifelns, … dann die Lösung. Einfach in Illustrator nen Tortendiagramm machen (musste ich aber auch erst lernen), dann nach Indesign rüberkopieren, dort die Farben für die Tortenteile vergeben und … TATAAAAAAA … einfach einen zweiten, kleineren, aber weißen Kreis in die Mitte des Tortendiagramms platzieren – fertig ist das Kreisdiagramm.

Und wenn jetzt jemand kommt, der meint, das geht einfacher … der kann mir das in einem Monat schreiben. Jetzt bin ich erstmal stolz auf die selbstgefundene Lösung.

Zehn Minuten und Thomas Bernhard

  • So, jetzt ist es raus. M. verlässt die Abteilung (bzw. wird verlassen – so genau klar ist das nicht). Die Art und Weise, wie die oberste Führung mit ihm umgegangen ist, war definitiv nicht in Ordnung. Aber das er jetzt uns tritt, ist auch nicht gerade so ganz OK.
  • Ich liebe Thomas Bernhard (falls das jemand noch nicht wissen sollte): „Wir haben das Alter erreicht, in welchem wir selbst der Beweis sind für alles, was uns zu  unseren Lebzeiten zugestoßen ist.“ (Der Keller)
  • Ich bin gerade etwas froh, dass ich einigermaßen in Balance bin.
  • Jetzt stehe ich schon zehn Minuten früher als sonst auf, verpasse aber dennoch immer die eine Straßenbahn, die ich haben will. Wo, bitte schön, verschwinden diese zehn Minuten?
Anton Weyrother

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