Durch die Zeit

Kategorie: Jobmäßiges

Führende Null

nacht | Alle Versuche, den Dauertraum in eine postive Richtung zu lenken, misslingen.

vormittag & nachmittag | Da es nix zu tun gibt, erarbeite ich eine idiotensichere Excelmaske für Auszahlungsanweisungen – was gar nicht so einfach ist und richtig Spaß macht. Wusstet ihr schon, dass es keine Funktion gibt, die eine Ziffernfolge in einer Zelle auf verschiedene Zellen aufteilen kann, wenn die Ziffernfolge mit 0 beginnt?

abend | Kochen erstmal, also das, was noch getan werden muss, der Mann war über Tag schon fleißig: Lachstatar – Tafelspitz – Panna Cotta. Dann P. & S. zum Abendessen.

Wenn man’s nicht weiß?

Ich bin ja u.a. für die Homepage meines Arbeitgebers zuständig. Da sich meine Arbeitsbelastung ja in Grenzen hält, strukturiere ich gerade das Backend neu was u.a. zur Folge hat, dass ich alle Downloads und Bilder anfassen muss. Im Zuge dessen bin ich heute auf vier komplette Unterseiten gestoßen, die aber nicht im Frontend angezeigt werden. Warum? Keine Ahnung, also mich in der entsprechenden Abteilung erkundigt. Frau L. kam dann mit fragenden Blick, ließ sich die Seiten zeigen.

Fazit: Die kleinste Seite haben wir mal schnell auf die aktive integriert, zwei Seiten einfach gelöscht und die letzte – über die sich Frau L. tierisch gefreut hat – bleibt als ‚Geheimseite‘ bestehen.

Zuviel

Früher hatte ich mal so ein kleines Tool, was alle Klicks mit der Maus und die Strecke des Mauszeigers aufgezeichnet hat. Fand ich lustig. Fände ich heute auch noch lustig. Und hätte vielleicht auch Beweiskraft.

So schön Photoshop, Indesign und Illustrator ist, aber in den letzten Tagen viel zu viel die Maus geschubst, jetzt hab‘ ich nämlich nen Mausarm, was nicht angenehm ist.

Die IT besorgt mir jetzt ne vertikale Maus, will hoffen, dass es dann echt besser wird.

Unter 50

Ich fands nicht schön, dass ich ihn hab‘ durchfallen lassen müssen. Und wir beiden Prüfer haben uns echt Mühe gegeben zu schauen, ob er noch zumindest die Punkte bekommt, die er braucht, um die Prüfung zu bestehen. Aber da klaffte einfach eine zu große Lücke zwischen dem, was er zeigte und dem was er brauchte.

Weh hat das mir  schon getan, als danach klar wurde, dass er sich in in einer Notlage befindet und das Bestehen der Prüfung ihm seine Situation erleichtert hätte. Aber hätte ich das vor der Prüfung gewusst, ich hätte ihm aus Mitleid vielleicht zwei oder drei Punkte mehr geben können – und das hätte auch nicht gereicht.

Nächste Woche besprech ich das aber mit dem Prüfungsausschuss, dass er a) aufgrund der Notsituation die Wiederholung zeitlich erheblich vorziehen kann und b) das man noch mal schaut, wie man ihm noch eine Vorbereitung zukommen lassen könnte.

Aber auch wenn man zwei Augen fest zudrückt – irgendeine annähernde Antwort sollte bei einer Prüfung dann schon kommen. Nur zu sagen, man mag Prüfungssituationen nicht und man sei jetzt nervös … wie will man da einen Betrieb führen, wo man Angebote abgeben muss und überhaupt in der Verantwortung steht, ggf. einige MitarbeiterInnen zu bezahlen.

OK, für ihn nervig – aber im Dezember ist die nächste Prüfungsrunde und wenn er dann einfach mal auf die Uhr schaut und lernt, was 15 Minuten sind … dann hat er gute Chancen die 50 Punkte zu bekommen, die er gerade noch braucht.

 

Big Brother

Da ich gestern bei P. in B. war – seeehr langer, intensiver, emotionaler Abend – komme ich komplett übermüdet erst gut drei Stunden nach meinem üblichen Arbeitsbeginn im Job an. Ich muss eine Person rückrufen und bei dreien habe ich gleich eine Auskunft einzuholen – alle vier begrüßen mich mit: „Na, auch mal endlich da!“

Hierarchie

Ich arbeite in einem Unternehmen, im dem Hierarchie wirklich groß geschrieben wird, obwohl alles getan wird, damit es nicht so aussieht. In Job 1 zum Beispiel war es ein längerer Prozess, eine neue Maus zu bekommen. Mehr habe ich in den ersten Jahren da nie zu verlangen gewagt. Nach vier Jahren dann habe ich nach einer neuen Tastatur gefragt, wie ich sie in Job 2 hatte – doch „da hätte ja jeder kommen können“. In Job 2 gab es immerhin eine echt gute Tastatur und einen etwas besseren IT-Support sowie ein Dienst-Handy. Das machte schon neidische Augen (was ich nicht nachvollziehen kann), auch wenn das Handy definitiv Schrott war (Akku-Ladung hielt max. 12 Stunden und man konnte nur rudimentär Kontakte speichern). Jetzt in Job 3 geht das so. Ich frage in der IT an, ob ich vielleicht eine andere Maus bekommen könnte, weil die der Vorgängerin so klein ist (und mir dadurch das Handgelenk ruiniert). 30 Minuten später liegt neue Maus mit neuer (toller) Tastatur auf dem Tisch. Ich frage in der IT an, ob mein Rechner denn zwei Bildschirme vertragen könne, denn das wäre schon eine Arbeitserleichterung für mich. Zwei Tage später steht er da.

Nächste Woche kommt Frau M. zu mir hoch, die ich angefragt habe, mir zu überlegen zu helfen, wie ich die Möbel im schmalen Büro am besten umstellen kann, damit ich nicht gegen die Wand arbeiten muss, was ich sogar nicht mag. Sollte da vielleicht auch elektrisch höher verstellbarer neuer Schreibtisch drin sein?

Unterschied

Der Unterschied zwischen dem alten und dem neuen Job ist der, dass, wenn der Hauptgeschäftsführer anruft, er sich nicht verwählt hat.

Es wird auch mal wieder kürzer – nur heute nicht

Irgendwie komme ich so richtig gar nicht nach. Vor drei Monaten hätte ich aus den Erfahrungen der letzten 48 Stunden gut und locker für hier zehn Einträge verfasst. Jetzt reicht es gerade für ne kleine Liste, weil mir die Müdigkeit aus den Augen quillt, ich morgen um 7 raus muss, weil ich für Verein 1 um 8 in Aktion sein „will“ …

  • Yoga: Ich möchte mich definitiv nicht dabei sehen müssen und bemitleide die österreichische Lehrerin für den Anblick. Aber es tut einfach nur gut! Mit nur Yoga-Hose und nur leichtem T-Shirt und sonst nichts, ist es echt noch ne Ecke intensiver.
  • Bibliothek: Begegnung der 3. Art. Das Müffelmonster hinter dem Tresen für Rückgabe überschlägt sich vor Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Ich brauche unbedingt eine neue Version des Ausweises. O-Ton: „Da wir uns so gut kennen, machen wir das einfach mal auf dem kleinen Dienstweg – Sie bekommen in den nächsten zwei, drei Wochen ne Mail!“ Die Mail kam heute.
  • Warum hat „n1gw“ ihren Blog so plötzlich auf privat gesetzt?
  • Job 2: Die fachlich fundierte Kollegin muss sich Kinder-krank melden. Drei Kurzberatungen bleiben an mir hängen. Ich schwimme bei allen drei. Ich frage bei ihr nach – alles richtig gemacht.
  • Job 1: Der AL schmeißt mich mit Geheimaufgaben zu. D.h.: Er hat die Nase von Kollegin M.B. voll (ich eh) und M.B. wird mich kreuzigen und auf Ewigkeiten verfluchen, wenn sie mitbekommt, was ich da mache. Zugegeben, ich komme in einen leichten Loyalitäts-Konflikt – aber bei der Abteilung, ist ja eh nix zu holen. Dennoch, hab‘ das WE zum Denken.
  • Ist es verwerflich, dass ich einem Kandidaten, dessen schriftliche Arbeit ich heute dann doch schon korrigiert habe, einen halben Punkt zuschusterte, damit er nicht die Prüfung wiederholen muss?
  • Erotik wandert durchs Gemüt.
  • Letztes Jahr las ich mal irgendwo den Satz: „Nie erledigt man so viel, wie am Tag vor der Fahrt in den Sommerurlaub“. Mir scheint gerade, dass ich seit zwei Monaten jeweils am nächsten Tag für sechs Wochen in den Urlaub fahre.
  • E. würde jetzt vielleicht sagen: „B. hat Oberwasser.“ Es fühlt sich gerade so an, aber es ist ’nur‘, dass man mir Aufgaben zutraut. Die hätte ich auch alle in den letzten vier Jahren schon machen können. Arbeitslosigkeit ist in diesem Land selbstverschuldetes Elend – in vielen anderen Ländern ein gesellschaftlicher Missstand.

Sommerloch

Abteilungssitzung. Als TOP 1 steht auf der Agenda: „Bedienung neue Kaffeemaschine“. TOP 2: „Finanzierung neue Kaffeemaschine“. Mein Vorschlag als TOP 3 „Wahl der Kaffeesortenbeauftragten“ kann ich im Vorfeld nicht durchsetzen. TOP 3 ist dann schon „Verschiedenes“.

Die Sitzung dauert knapp zwei Stunden!

6:30 ist schon früh

Mein Arbeitgeber hat die Kernzeit gelockert. Eigentlich hat er sie für die Hitzeperiode gleich ganz aufgehoben. Was mich jetzt ernsthaft überlegen lässt, morgen um 6 aufzustehen und gleich zur Arbeit zu fahren. Denn als ich heute morgen so früh auf war, war es noch richtig angenehm.

Irgendwas ist ja immer....

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