Durch die Zeit

Kategorie: Seelenheil

MV – oder wie bekomme ich, also man(n), also frau multiple Orgasmen

Mitgliederversammlung Verein 1. (Das mit der 1 kann ich ja eigentlich lassen, denn es gibt ja nur noch den einen.) Neben die Vorstellung des Haushaltsabschlusses 2018 und der Planung 2019 – quasi der „geheime Höhepunkt“ (Vorsicht: Ironie!), denn steckt immer eine Menge Arbeit von mir drin, schließlich bin ich Schatzmeister – gab es noch als ein formal wichtiges Thema Satzungsänderungen. Die waren in toto vom Finanzamt vorgegeben. Aber da gab es doch drei WichserInnen (zwei weiblich, einer männlich), die wohl multiple Orgasmen erlebten, als sie jede, aber auch wirklich jede Änderung „kritisch“ hinterfragen mussten, um beständig die Anwort zu bekommen: „Wenn wir das nicht so beschließen, verlierern wir unserere Gemeinnützigkeit“. Da wurde um juristische Formulierungen diskutiert, ob man nicht hier vielleicht …

Wenn es wenigstens um etwas inhaltliches gegangen wäre, OK, dann klar, dass da einige / viele so ihre Show brauchen, sollen sie auch haben. Aber bei Formalien? Ich komme einfach nicht unverletzt durch die Tür, wenn ich sie vorher nicht aufmache. Aber muss ich mir sie danach noch mehrfach auf den Schädel schlagen?

Das  sind für mich Lebenszeitvernichter.

Was ich mich frage: Den anderen ging das genauso auf den Nerv – aber so wie ich sagt niemand was. Falsche Rücksicht?

Hose runter

Sommerfest Verein 1. Ich hab’s ganz gerne. Man sieht mal wieder den ein oder die andere, kann sich auf den neusten Stand bringen, lernt die Neuen ggf. etwas kennen – kurz, eine gewisse Art von Kontaktbörse.

B. war auch wieder da. Ich kann es nicht erklären, warum ich sie mag – obwohl unserer Kommunikation schlichweg bemüht ist. Man kann es auch als „schleppend“ bezeichnen.

Ich kenne ihren Mann, der mir bei zwei Glas Wein die Tragik seines Lebens vor die Füße gekotzt hat. Ich mag ihn auch. Zudem hat er Kompetenzen, die für Verein 1 echt von Wert sind.

Ich suche also heute wieder die Nähe zu B. nehme mir aber vor, ihren Mann (C.) nicht zu thematisieren. Wie immer: Das Gespräch schleppt sich so hin.

Einige Zeit später – mir sind die die Themen endgültig ausgegangen – kommt von ihr die Aussage, dass sie nicht so gerne bei uns zum Essen wäre, weil sie dann ja wieder gehen müsste. (Und hier gibt es irgendwo einen Eintrag von einem Abendssen mit B. und C., das einfach nicht enden wollte – finde ihn aber gerade nicht.)

Das haut mich dann doch von den Socken.

Klar wird mir, dass da viel mehr Körperliches im Spiel ist, als ich mir gedacht habe. Sie zieht ein Kleid an, weil ich wohl irgendwann mal gesagt haben soll, dass rot ihr steht. (Kann ich mich nicht erinnern.) Ich finde ihr Kleid, ob rot oder nicht (ich hab‘ ne rot-gürn-Schwäche) einfach nur … perfekt. Und ja … ich finde sie attraktiv, sehr sogar.

Mal wieder was gespürt – es aber nicht in den vergangenen vier Jahren nicht interpretieren können. Ärgert mich etwas.

nachGemacht

Da mir gerade nix so richtig für hier einfallen will, kopiere ich (ohne gefragt zu haben) die idee von der lesenswerten nocheinglaswein:

gegessen
Nr. 132

getrunken
Tee, Kaffee, Tee, Weißwein, Rum, Weißwein

gelesen
Klemperer: Tagebücher
Houellebecq: Serotonin

gesehen
Verräter (netflix)

gehört
Menschliche Abgründe at his / her best

Schwarmintelligenz

Die monatliche Laberrunde von Verein 1. Niemand hat ein Thema – nur ich habe gleich zwei. Und da wir vereinbart haben, dass die vereinsspezifischen Themen vor den persönlichen kommen …

Die Gruppe kommt zwar nur schleppend ins Arbeiten, aber dann sind alle auf Betriebstemperatur und es kommen richtig gute Ergebnisse zusammen. Selbst die Supervisorin überrascht mit hintergründigen Nachfragen.

Aber dann reicht es mir auch mit dem Denken für heute.

Nu

Nur kurz zu Hause. Gleich geht es zum Yoga – mal sehen, wie das sich bei Sonne anfühlt. Dann auf dem direkten Wege in den Dienst. Hab‘ eine etwas komplizierte Hospitantin, nehme deswegen zwei Weine mit (also so kleine Flaschen, nicht die großen), dann wird’s schon mit Hilfe der Yoga-Entspannung gehen.

21:16 / 23:40 / doch ganz anders

Nach meiner Computeruhr ist es jetzt 21:16. Nach meiner inneren bzw. meiner inneren gefühlten Uhr ist es mindestens 23:40 oder kurz nach 1, wenn nicht sogar etwas später.

Der Arbeitstag war – vollkommene Ausnahme – nicht nur etwas anspruchsvoll sondern sogar anstrengend. Dann die GT, die auch nicht schlecht Energie saugt, anschließend noch Stammtisch von Verein 1. Dort komme ich zum wiederholten Mal genau neben dem Menschen zu sitzen, den ich von den 70-80 MitgliederInnen des Vereins so überhaupt nicht ab kann (er mich aber auch nicht, wie ich das an seinen Beleidigungen mir gegenüber fest machen kann). Daneben die zwei, die auf dem vorletzten und vorvorletzten Platz stehen.

G. bringt mich dankenswerterweise mit dem Auto nach Hause und nach zwei Broten ist der Akku alle – obgleich ich heue noch Bücher schauen und runterladen / kaufen wollte, da ich ja nächste Woche eine Woche an der See sein werde und ausreichend zum lesen brauche. Morgen werde ich keine Zeit dazu haben, aber dann ist ja noch das WE.

Wie auch immer: Dass es jetzt 21:28 Uhr – also gefühlt 2:33 – ist … dafür bin ich echt noch gut dabei.

Es wird auch mal wieder kürzer – nur heute nicht

Irgendwie komme ich so richtig gar nicht nach. Vor drei Monaten hätte ich aus den Erfahrungen der letzten 48 Stunden gut und locker für hier zehn Einträge verfasst. Jetzt reicht es gerade für ne kleine Liste, weil mir die Müdigkeit aus den Augen quillt, ich morgen um 7 raus muss, weil ich für Verein 1 um 8 in Aktion sein „will“ …

  • Yoga: Ich möchte mich definitiv nicht dabei sehen müssen und bemitleide die österreichische Lehrerin für den Anblick. Aber es tut einfach nur gut! Mit nur Yoga-Hose und nur leichtem T-Shirt und sonst nichts, ist es echt noch ne Ecke intensiver.
  • Bibliothek: Begegnung der 3. Art. Das Müffelmonster hinter dem Tresen für Rückgabe überschlägt sich vor Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Ich brauche unbedingt eine neue Version des Ausweises. O-Ton: „Da wir uns so gut kennen, machen wir das einfach mal auf dem kleinen Dienstweg – Sie bekommen in den nächsten zwei, drei Wochen ne Mail!“ Die Mail kam heute.
  • Warum hat „n1gw“ ihren Blog so plötzlich auf privat gesetzt?
  • Job 2: Die fachlich fundierte Kollegin muss sich Kinder-krank melden. Drei Kurzberatungen bleiben an mir hängen. Ich schwimme bei allen drei. Ich frage bei ihr nach – alles richtig gemacht.
  • Job 1: Der AL schmeißt mich mit Geheimaufgaben zu. D.h.: Er hat die Nase von Kollegin M.B. voll (ich eh) und M.B. wird mich kreuzigen und auf Ewigkeiten verfluchen, wenn sie mitbekommt, was ich da mache. Zugegeben, ich komme in einen leichten Loyalitäts-Konflikt – aber bei der Abteilung, ist ja eh nix zu holen. Dennoch, hab‘ das WE zum Denken.
  • Ist es verwerflich, dass ich einem Kandidaten, dessen schriftliche Arbeit ich heute dann doch schon korrigiert habe, einen halben Punkt zuschusterte, damit er nicht die Prüfung wiederholen muss?
  • Erotik wandert durchs Gemüt.
  • Letztes Jahr las ich mal irgendwo den Satz: „Nie erledigt man so viel, wie am Tag vor der Fahrt in den Sommerurlaub“. Mir scheint gerade, dass ich seit zwei Monaten jeweils am nächsten Tag für sechs Wochen in den Urlaub fahre.
  • E. würde jetzt vielleicht sagen: „B. hat Oberwasser.“ Es fühlt sich gerade so an, aber es ist ’nur‘, dass man mir Aufgaben zutraut. Die hätte ich auch alle in den letzten vier Jahren schon machen können. Arbeitslosigkeit ist in diesem Land selbstverschuldetes Elend – in vielen anderen Ländern ein gesellschaftlicher Missstand.

Alle Jahre wieder …

… überschütten mich die Neuen mit Lob, wenn sie das erste Mal dabei sind. Ein bisschen übertrieben finde ich es ja schon – sie haben normalerweise gar keine Vergleichsmöglichkeiten – aber ein gerüttel Maß nehme ich dann doch gerne an, schließlich habe ich einige Zeit investiert, um Erfahrungen zu sammeln.

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Eine kleine Tradtion beim Neujahrsfest von Verein 1. Ich präsentiere in knapp zehn Minuten ein paar statistischen Fakten aus dem vergangenen Jahr. Es ist eine Art Leistungsschau, was wir alles da gleistet haben. Jetzt hat es sich zum ersten Mal seit 60 Jahren ergeben, dass eine statistisch fundierte 5-Jahres-Schau möglich ist. Die habe ich heute gemacht. Das hat richtig Hirnschmalz gekostet, weil ich da gerne scheinbare Trends als eben scheinbare entlarve (sehr einfach meist in der Gegenüberstellung von absoluten und Verhältniszahlen) und aus der Masse der Zahlen gerne Kleinigkeiten heraussuche, die das Herz erwärmen.

Echt schade, dass mir das Ausgangsmaterial (gut 300 Seiten) nur als pdf zur Verfügung stand und ich jede einzelne Zahl abtippen musste – ansonsten hätte ich da echt noch ein paar mehr Auswertungen gefahren, aber dafür reicht jetzt leider die Zeit nicht mehr.

Fazit 1: Mit Excel komme ich weit aus besser zurecht als mit dem doofen PowerPoint.

Fazit 2: 7,5 Stunden für 20 Folien und die Gesamtsumme alle Zahlen, die ich dafür gebraucht habe … siehe oben.

Und noch ne Runde

Ich werd‘ immer missantrophischer – glaub ich. Dem Vorsitenden von Verein 1 heute am Ende der Sitzung quasi die ‚Führung‘ geklaut, weil ich wenigsten die Hälfte der Punkte auf der Tagesordnung durch haben wollte. Er schwätz ja alles erst zu Tode, bis es weiter geht. Liegt aber vielleichta auch nur daran, dass ich jetzt drei Tage auf „Erfahrungsaustausch“ war, dessen spezifische Regeln besagte, dass, wenn nicht alle den gleichen Inhalt einmal von sich gegeben hat, es nicht in die Pause geht. Also wurde alles zweimal von jedem von sich gegeben, dass es noch schneller in die Pause ging. Der Erkenntnisgewinn war dann doch eher gering. Anderersetis erwische ich mich auch dabei, dass, wenn ich mal ins Reden gekommen bin, dann auch kaum zu stoppen bin. Aber das hat Seltenheitswert. Hört man sich so gerne reden. Ist das Ausdruck, dass die meisten nicht zur Geltung kommen können? Ich werde es wohl nie kapieren.

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