Durch die Zeit

Kategorie: Seelenheil

Statt 3 dann 5

Komme um 3 Uhr morgens aus dem Dienst. Wie immer kann ich dann nicht gleich ins Bett. Hole mir auf Zehenspitzen ein Glas Weißwein und ärgere mich etwas, weil Netflix mich mit meinem Profil nicht mehr sehen lassen will. Also nehme ich das von E., was ja wohl eh verwaist ist. Und, tata, Glück: Nach drei Minuten stoße ich auf „Lupin“ – sicher nichts Hochkulturelles, aber genau das, was ich brauche. Dooferweise wird es dann 3, bis ich mich zwinge, doch mal die Augen zuzumachen.

Jetzt noch sieben Stunden, dann ist aber gut

Mache ich aus der „heiligen“ Nacht, eine lange. Das ist dann aber auch der letzte Termin für dieses Jahr.

Noch vier ungelesene Bücher gefunden, alle recht dünn, vielleicht schaffe ich noch ein zweites in diesem Monat.

Ansonsten werde ich mal meine Kosten bei Netflix weggucken. Wer was gutes weiß, der darf gerne es in den Komentar schreiben. (Aber nix Phantasy und Romantik.)

12 und mehr

Während der Großteil der Nation sich auf Weihnachten einstimmt, habe ich heute mal einen 12-Stunden-Tag hingelegt. Morgen könnten es 14 werden. Aber dann ist ja Weihnachten und wenn ich dann aus dem Nachtdienst zurück bin, dann habe ich mal ein paar Tage terminlos frei.

Laberrunde, die letzte für dieses Jahr

Als wäre schon Weihnachten – die Überraschung: Die Runde gestaltet sich nicht nur diszipliniert sondern auch gleich noch gehaltvoll. Der Jahresrückblick gelingt den meisten zwar arg bemüht, die Rückemeldungen zur Supervision dann konkret und mit weiteren Wünschen.

Das sollte echt öfters sein. Denn alleine heute saßen um die 60 Jahre Erfahrung in der Runde, der – so die Supervisorin – eine hohe Professionalität trotz Ehrenamt zukommt.

Aber jetzt erstmal sieben Wochen Pause!

Laberrund

Mal wieder Zeitverschwendung. Die meisten hören sich halt mal wieder gerne reden, ohne etwas zu sagen zu haben. Ich bringe einen konkreten Fall ein stelle eine konkrete Frage – die Supervisorin verbildlicht die Frage sehr geschickt und gibt sie in die Runde. Von sieben reagiert nur eine mit Bezug auf die Fragestellung, alle andere assozieren ohne Bezug wild in der Gegend rum. Mich ärgert sowas.

Ich finde, das ist auch Aufgabe der Supervisorin, das Thema ‚zu halten‘. Denke, ich schreibe ihr mal eine Mail.

Aus dem Takt

Ich sollte öfters Nachtdienste mit Kaffee machen. Denn wenn ich dann auch um 6 Uhr ins Bett komme, kann ich nur zwei Stunden schlafen und verteile dann das Defizit auf die anderen Schlafzeiten (Mittagsschlaf, nachts) der nächsten beiden Tage so, dass ich da dann richtig gut schlafe.

Nachteil – ich kann mich an keinen einzigen Traum erinnern.

Wiedergewählt

Bin mir gerade nicht so sicher, ob das eine gute Entscheidung war, nochmals für drei Jahre zu kandidieren, denn der Vorsitzende fand mal wieder kein Ende.

Immerhin ist G. jetzt mit dabei, der eher vernunftgesteuert ist. Dafür aber auch M., eher emotional-kompliziert.

Doch diesmal gibt es einen Rettungsanker: Im Fall der Fälle stehen sogar zwei Nachrücker bereit.

Angekommen

Am Ende des Gesprächs meinte die Anrufende: „Sie machen das echt gut, was Sie da machen.“

Ich hab‘ mich gefreut und schlicht „Danke!“ gesagt.

Auch so ein Therapieerfolg wie ich finde, früher hätte ich nämlich irgendwie abgewiegelt, relativiert.

Doch noch mal

Nach für mich sechs Monaten Pause mal wieder Vorstand von Verein 1 (zweimal war ich, glaub ich, krank, der Rest ist Corona geschuldet). Die Eskalation im Dezember hat Wirkung gezeigt. Der Vorsitzende ist, was das Dauerrederecht betrifft, entmachtet und – man staune – hält sich auch weitgehend daran. Zudem versuchen auch alle andere sich zu den Sachthemen zu äußern und nicht ins Schwafeln zu kommen. (OK, U. kann das von Natur aus wohl nicht, egal … .)

Nach reiflicher Überlegung und positiven / bittenden Rückmeldungen der Geschäftsleitung sowie des Vorsitzenden (!) (aber schon vor Wochen!) fällt es mir leicht unter diesen Umständen auch für die nächste Amtszeit zu kandidieren.

Bei der Rückschau auf die letzten drei Jahren bin ich dann der einzige der klar ausspricht, dass es zu Teilen mehr als nervig war und es zu Frustration und Enttäuschungen geführt hat. Einig sind wir uns alle darin: Egal was war, in der Sacharbeit waren wir stets konstruktiv und lösungsorientiert.

Streicheleinheiten

Der Vorsitzende vom Verein fragt mich heute, ob ich wieder kandidieren werde. Ich schwurbel etwas rum, weil ich wegen ihm eigentlich nicht mehr mitmachen will. Andererseits macht es ja auch Spaß. Ich lasse die Antwort also definitiv offen.

Was folgt ist von ihm und zwei weiteren Mitgliedern des Vorstandes eine Lobhudelei, so dass ich den Eindruck gewinnen könnte, wenn ich mich nicht wieder wählen lasse, dann ist der Verein definitv einen Tag später am Ende.

Ich würde lügen, würde ich behaupten, dass das nicht auch irgendwie gut getan hat.

Inflationär

Über ein paar Umwege wurde mir heute mitgeteilt, dass ich mich, im Namen unseres Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier, „Held“ nennen dürfe, weil ich, wie die gut 7.000 anderen meiner ehrenamtlichen KollegInnen „zum Erhalt der Solidarität in der Gesellschaft einen wichtigen Beitrag leisten“ würde.

Ich nannte das früher (!) „christliche Nächstenliebe“, vielen nennen es „soziales Engagement“, manche nutzen noch den Begriff „Ehrenamt“.

Heute gestehe ich mir zu, dass mich Neugierde treibt, dass es mich interessiert, was tief in anderen Seelen vorgeht und dass ich die Erfahrung gemacht habe, das zuhören hilft.

Helden sind andere!

 

Nicht auch das noch!

Ich weiß, wir haben gerade echt andere Probleme. Aber muss dieser sauidiotische und total unnütze Wechsel zur Sommerzeit noch dazukommen? Ich hab‘ da immer gleich zwei, drei Wochen was von – zum kotzen, aber so was von!

OK, dieses Jahr versuche ich mich mal selber komplett aus den Takt zu bringen und mache Montag gleich mal ’nen Nachtdienst, vielleicht rüttelt das dann alles andere etwas schneller zu recht.

Abspannung

Morgens Prüfungen. Ich geb hier einfach mal zu, dass es schon mal ganz schön war, in der Mitte der beiden Prüferkollegen zu sitzen und quasi den Vorsitz zu haben. Hab‘ heute auch ein ganz neues Prüfungsfragenset ausprobiert, was sich für mich dadurch auszeichnet, dass ich eine Frage nach der anderen aus den Antworten des Prüflings ableiten kann (auch wenn die Anwort falsch ist) und ich eine Mischung aus harten , langweiligen Fakten habe wie auch ‚weiche‘ Fragen, bei denen der Prüfling zeigen muss, ob er kapiert hat, warum er was wie macht.

Am späten Nachmittag noch Dienst. Überraschend vier recht anstrengende und herausfordernde Gespräch. Beim letzten sind mir dann danach die Tränen gekommen, war etwas arg nah an meinem Thema. Aber dennoch alles gut.

Ende Gelände jetzt – waren irgendwie sechs anstrengede Wochen bisher und es ist einfach gut, dass ich nächste Woche Urlaub habe (um einen Teil des Resturlaubs zu verballern) und mit mir in einen Leseurlaub fahre (wo ich dann auch nackt in der Sauna sitzen kann).

Laberrunde

Warum hören sich (manche / einige / viele) Menschen so gerne reden?

Warum bekommen Menschen nicht mit, dass sie die gleiche Geschichte nun zum xten Mal erzählen?

Warum müssen Menschen, die etwas erzählt haben, das auch immer gleich noch mindestens einmal wiederholen?

Und warum erzählen Menschen auf das gerade Gehörte mit Geschichten, die gar nicht zu dem gerade Gehörten passen?

Ich bin wohl einfach zu pragmatisch.

Für A.

nacht | Kurz vor vier ist für mich die Nacht endgültig rum. Bis sechs verbringe ich sie im Bett mit einer Philippika nach der anderen gegen den Vorstandsvorsitzenden von Verein 1. Um sechs beschließe ich liegen zu bleiben und mich krank zu melden.

vormittag | Das Protokoll von gestern hat dann doch die Länge von sechs Zeilen und einen kleinen Seitenhieb kann ich mir nicht verkneifen. Mir egal, ob das dann rausfällt oder nicht. Telefoniere mit A. die ins Krankenhaus musste. Sie ist dennoch guter Dinge, kommt morgen wieder raus und will mich lieber dann sehen. Ansonsten Lektüre und Schubert.

nachmittag | Wärmflasche, Lektüren, Schubert.

abend | Lektüren, Badewanne, kein Schubert sondern irgendwas im Fernsehen.

heute

vormittags | Ich nehme mir ein Herz und wälze Fachliteratur, surfe im Internet, versuche zu kapieren, probiere aus, lese Hilfsseiten … jetzt sind alle aktuellen Durckprofile geladen und ich hab verstanden, um was es geht.

mittags | Teambildungsmaßnahme der Abteilung. D.h. für jede/n 2 x Glühwein und 1 x Apfelstrudel-Vanille-Likör (oder so) auf dem nahen Weihnachtsmarkt.

nachmittags | Wie sitze ich am besten hinter dem Schreibtisch, dass es so aussieht, als würde ich etwas tun, aber ich in Wahrheit schlafe?

früher abend | Vorstandssitzung Verein 1. Sollen wir umziehen oder doch nicht? Nach knapp eineinhalb Stunden platzt mir aber sowas der Kragen – OK, ich gebe zu, ich bin da gerade arg sensibilisert – und bezichtige den Vorsitzenden als „Zeitvernichter“ . Andere Argumente nicht wirklich gelten lassen und seine eigenen immer und immer wieder zu wiederholen halte ich nämlich definitv nicht für zielführend. Dann beschwere ich mich noch auf das heftigste, dass ich es fast schon als persönliche Beleidigung ansehe, dass mir als Schatzmeister für die Vorstellung des Haushaltes notmäßig dann noch gerade fünf Minuten eingeräumt werden. Es sind dann doch immerhin sieben Minuten die ich für knapp 250.000 Euro bekome, die ich darauf verwende um a) klar zu machen, dass der Vorstand für den Haushalt mit dem eigenen Privatvermögen haftet und b) drei Posten – aus Zeitgründen versteht sich – nicht erläutere und so der Geschäftsführung und mir finanziellen Spielraum ermögliche.

abend | Die Stimmung beim sich anschließenden Weihnachtsessen (gleiches Restaurant wie gestern, gleicher Tisch) ist dementsprechend – lockert sich aber nach den ersten Gläsern Wein etwas. Meine Hauptfrage: Macht mir Beisitzer D., der immer nur zum Weihnachtsessen kommt, nun schöne Augen oder bilde ich mir das nur ein?

Wie weit geht Toleranz?

Heute Abend immer mal wieder überlegt, was ich denn heute bloggen könnte. Einfach ein normaler Tag, nix wirklich Tolles, nix wirklich Schlechtes? Alles so in der Mitte. Aber trotzdem ok, einfach mal eben ruhig und quasi fast schon ausgeglichen.

Bis gerade eben.

Da rief H. an. Verein 1. Sie hat gerade Dienst. Aber der Computer, die Vorgängerin hätte sich nicht abgemeldet und jetzt wisse sie nicht, wie sie sich abmelden könne. OK, noch eine einfach Übung ihr zu erkären, abmelden ist abmelden, egal unter welchen Namen. Aber, so sie, das ginge nicht, weil die Fläche weg wäre, also der Button. OK, der fand sich dann doch wieder oben rechts, war also nicht gewandert. Aber vom System schien sie un/freiwillig abgemeldet worden sein – das passiert. Bloß wie minimiert man nen Task? Wo findet man links – das andere rechtes – oben ein Icon – „Ich sehe da nur bunte Dinger“ – und wie klickt man mit der Maus?

OK, H. ist 70+ und sicher in diesen Dingen nicht ’native‘ – aber rechts, oben, unten und links? Und blau auf weiß?

Ich geb’s zu. Wenn diese Basics fehlen, dann hört meine Toleranz echt schnell auf. Da bin ich vielleicht echt ungerecht und es tut mir auch etwas leid, dass ich H. dann – siehe gestern – etwas despotisch auf „ja“ und „nein“ reduzierte, aber was interessiert mich in der Situation, dass der weiße Pfeil auf blauem Grund, ne, blauer Pfeil auf weißem Grund nach rechts zeigt, nein, nach links, nein, irgendwie in beide Richtungen, was sie daran erinnert, dass beide Richtungen nicht gut sind im Wanderurlau, aber das Tirol im Gegensatz zum Bayern fiel schöner sein, vorallem, wenn man dieses eine Hotel …

Rekord

Der Vorstizende von Verein 1 hat es heute geschafft, dass die Vorstandssitzung nur 110 Minuten dauerte. (Gewöhnlicherweise knacken wir die 120-Marke locker und liegen meist bei 150 und mehr. Ach so, die offizielle Dauer liegt bei 90 Minuten.)

Wie kam dieser Rekord zustande, obwohl die Tagesordnung echt nicht schmal war?

  • Alle Vorstandsmitglieder beschränkten sich bei ihren Redebeiträgen auf das Notwendigste.
  • Die Geschäftsführerin erstattet einen so knappen Bericht, dass er den Begriff ‚Bericht‘ eigentlich gar nicht mehr verdiente.
  • K. ist dem Vorsitzenden sofort ins Wort gefallen, wenn er mal wieder von Dingen erzählte, die jetzt so gar keinen Bezug zum Thema hat.
  • Ich stellte daraufhin flux jeweils einen Antrag zur Abstimmung, der die Sachlage zusammenfasste und auf den Punkt brachte.
  • Alle Vereinsmitglieder hatten – ohne das der Vorsitzende Zeit hatte, den Antrag umzuformulieren – die Hände oben.
  • Bei den Terminfindungen für nächstes Jahr (immerhin 14 Termine) hab‘ ich mal den Despoten gegeben und bin strukturiert durch den Kalender und habe nur noch ‚Ja‘ und ‚Nein‘ als Redebeitrag zugelassen.
  • Und schließlich wohl der Hauptgrund: Der Vorsitzende war durch eine Erkältung leicht angeschlagen und wohl ganz froh, dass andere ein bisschen das Heft in die Hand genommen haben.

Laberrunde – uff

Wir sind zu siebt. Das hat es lange nicht mehr gegeben. Die Supervisorin macht mal einen ganz anderen Einstieg und gibt das Thema „Veränderung“ vor. Als hätte ich da gerade nicht genug davon in und wegen und mit der Therapie. Ich halte es jedenfalls kurz, worauf sie aber meint, man sähe es mir an, dass ich gerade viel arbeiten würde.

Dann bringt A. einen Fall ein – selten genug in letzter Zeit, dass wir Fallarbeit machen, was aber ja Sinn und Zweck der Veranstaltung für uns ist. Mit jedem Satz, den sie länger ihren Fall beschreibt, sinke ich in meinem Stuhl innerlich zusammen. Denn das, was sie da schildert, ist genau das, was mich seit vier, fünf Wochen so heftig umtreibt.

Ich nehme irgendwann dann auch – vorsichtig – dazu Stellung und bemerke aber, wie die Supervisorin mich aufmerksam beobachtet, als es um die Fragen nach Umgang und Handlungsempfehlung geht.

Heftig war’s dann, als die Gruppe den Fall ‚bewerteten‘ … der Zufall wollte es, dass ich dann gehen musste (was ich auch vorher angekündigt hatte).

Hätte ich nicht gebraucht heute – aber es ist ja noch etwas Therapiewein da.

Laberrunde

Mal wieder wenig inspirierend. Es fehlen auch dauernd welche. Irgendwie sind wir nach 1,5 Jahren keine Gruppe geworden. Aber irgendwie nicht mein Problem.

Dann doch immerhin eine schöne Metapher für Beratungen: Entweder mitlaufen oder gegenhalten. Beides geht nicht gleichzeitig.

Zu heute (2)

Vortrag im Verein 1. Ich habe 16 Folien vorbereitet und bin mir echt unsicher, ob ich die 45 Minuten überhaupt vollbekomme. Denn alles Wesentliche steht ja auf den Folien.

Ist natürlich dann ganz anders und ich muss Dinge einfach weglassen oder abkürzen oder nur anspielen.

Das war mal wieder so eine Moment, in dem ich selber von mir überrascht bin, was ich eigentlich alles weiß und in Beziehung setzen kann.

Ich überziehe nur zehn Minuten, dann sind die ZuhörerInnen regelrecht erschlagen (war aber auch ein schwieriges Thema), die anschließende Diskussion ist zwar schleppend, aber überraschend kontrovers.

Selber dran schuld

Fast den ganzen Tag am Schreibtisch. Ich war so naiv und habe Verein 1 angeboten, nächsten Dienstag zum ‚Weltsuizidpräventionstag‘ das Buch von Thomas Macho „Das Leben nehmen – Suizid in der Moderen“ in einer dreiviertel Stunde vorzustellen. Aber wie fasst man über 400 Seiten angemessen zusammen? Ich sollte in Zukunft etwas vorsichtiger sein mit solchen Angeboten.

MV – oder wie bekomme ich, also man(n), also frau multiple Orgasmen

Mitgliederversammlung Verein 1. (Das mit der 1 kann ich ja eigentlich lassen, denn es gibt ja nur noch den einen.) Neben die Vorstellung des Haushaltsabschlusses 2018 und der Planung 2019 – quasi der „geheime Höhepunkt“ (Vorsicht: Ironie!), denn steckt immer eine Menge Arbeit von mir drin, schließlich bin ich Schatzmeister – gab es noch als ein formal wichtiges Thema Satzungsänderungen. Die waren in toto vom Finanzamt vorgegeben. Aber da gab es doch drei WichserInnen (zwei weiblich, einer männlich), die wohl multiple Orgasmen erlebten, als sie jede, aber auch wirklich jede Änderung „kritisch“ hinterfragen mussten, um beständig die Anwort zu bekommen: „Wenn wir das nicht so beschließen, verlierern wir unserere Gemeinnützigkeit“. Da wurde um juristische Formulierungen diskutiert, ob man nicht hier vielleicht …

Wenn es wenigstens um etwas inhaltliches gegangen wäre, OK, dann klar, dass da einige / viele so ihre Show brauchen, sollen sie auch haben. Aber bei Formalien? Ich komme einfach nicht unverletzt durch die Tür, wenn ich sie vorher nicht aufmache. Aber muss ich mir sie danach noch mehrfach auf den Schädel schlagen?

Das  sind für mich Lebenszeitvernichter.

Was ich mich frage: Den anderen ging das genauso auf den Nerv – aber so wie ich sagt niemand was. Falsche Rücksicht?

Hose runter

Sommerfest Verein 1. Ich hab’s ganz gerne. Man sieht mal wieder den ein oder die andere, kann sich auf den neusten Stand bringen, lernt die Neuen ggf. etwas kennen – kurz, eine gewisse Art von Kontaktbörse.

B. war auch wieder da. Ich kann es nicht erklären, warum ich sie mag – obwohl unserer Kommunikation schlichweg bemüht ist. Man kann es auch als „schleppend“ bezeichnen.

Ich kenne ihren Mann, der mir bei zwei Glas Wein die Tragik seines Lebens vor die Füße gekotzt hat. Ich mag ihn auch. Zudem hat er Kompetenzen, die für Verein 1 echt von Wert sind.

Ich suche also heute wieder die Nähe zu B. nehme mir aber vor, ihren Mann (C.) nicht zu thematisieren. Wie immer: Das Gespräch schleppt sich so hin.

Einige Zeit später – mir sind die die Themen endgültig ausgegangen – kommt von ihr die Aussage, dass sie nicht so gerne bei uns zum Essen wäre, weil sie dann ja wieder gehen müsste. (Und hier gibt es irgendwo einen Eintrag von einem Abendssen mit B. und C., das einfach nicht enden wollte – finde ihn aber gerade nicht.)

Das haut mich dann doch von den Socken.

Klar wird mir, dass da viel mehr Körperliches im Spiel ist, als ich mir gedacht habe. Sie zieht ein Kleid an, weil ich wohl irgendwann mal gesagt haben soll, dass rot ihr steht. (Kann ich mich nicht erinnern.) Ich finde ihr Kleid, ob rot oder nicht (ich hab‘ ne rot-gürn-Schwäche) einfach nur … perfekt. Und ja … ich finde sie attraktiv, sehr sogar.

Mal wieder was gespürt – es aber nicht in den vergangenen vier Jahren nicht interpretieren können. Ärgert mich etwas.

nachGemacht

Da mir gerade nix so richtig für hier einfallen will, kopiere ich (ohne gefragt zu haben) die idee von der lesenswerten nocheinglaswein:

gegessen
Nr. 132

getrunken
Tee, Kaffee, Tee, Weißwein, Rum, Weißwein

gelesen
Klemperer: Tagebücher
Houellebecq: Serotonin

gesehen
Verräter (netflix)

gehört
Menschliche Abgründe at his / her best

Schwarmintelligenz

Die monatliche Laberrunde von Verein 1. Niemand hat ein Thema – nur ich habe gleich zwei. Und da wir vereinbart haben, dass die vereinsspezifischen Themen vor den persönlichen kommen …

Die Gruppe kommt zwar nur schleppend ins Arbeiten, aber dann sind alle auf Betriebstemperatur und es kommen richtig gute Ergebnisse zusammen. Selbst die Supervisorin überrascht mit hintergründigen Nachfragen.

Aber dann reicht es mir auch mit dem Denken für heute.

Nu

Nur kurz zu Hause. Gleich geht es zum Yoga – mal sehen, wie das sich bei Sonne anfühlt. Dann auf dem direkten Wege in den Dienst. Hab‘ eine etwas komplizierte Hospitantin, nehme deswegen zwei Weine mit (also so kleine Flaschen, nicht die großen), dann wird’s schon mit Hilfe der Yoga-Entspannung gehen.

21:16 / 23:40 / doch ganz anders

Nach meiner Computeruhr ist es jetzt 21:16. Nach meiner inneren bzw. meiner inneren gefühlten Uhr ist es mindestens 23:40 oder kurz nach 1, wenn nicht sogar etwas später.

Der Arbeitstag war – vollkommene Ausnahme – nicht nur etwas anspruchsvoll sondern sogar anstrengend. Dann die GT, die auch nicht schlecht Energie saugt, anschließend noch Stammtisch von Verein 1. Dort komme ich zum wiederholten Mal genau neben dem Menschen zu sitzen, den ich von den 70-80 MitgliederInnen des Vereins so überhaupt nicht ab kann (er mich aber auch nicht, wie ich das an seinen Beleidigungen mir gegenüber fest machen kann). Daneben die zwei, die auf dem vorletzten und vorvorletzten Platz stehen.

G. bringt mich dankenswerterweise mit dem Auto nach Hause und nach zwei Broten ist der Akku alle – obgleich ich heue noch Bücher schauen und runterladen / kaufen wollte, da ich ja nächste Woche eine Woche an der See sein werde und ausreichend zum lesen brauche. Morgen werde ich keine Zeit dazu haben, aber dann ist ja noch das WE.

Wie auch immer: Dass es jetzt 21:28 Uhr – also gefühlt 2:33 – ist … dafür bin ich echt noch gut dabei.

Es wird auch mal wieder kürzer – nur heute nicht

Irgendwie komme ich so richtig gar nicht nach. Vor drei Monaten hätte ich aus den Erfahrungen der letzten 48 Stunden gut und locker für hier zehn Einträge verfasst. Jetzt reicht es gerade für ne kleine Liste, weil mir die Müdigkeit aus den Augen quillt, ich morgen um 7 raus muss, weil ich für Verein 1 um 8 in Aktion sein „will“ …

  • Yoga: Ich möchte mich definitiv nicht dabei sehen müssen und bemitleide die österreichische Lehrerin für den Anblick. Aber es tut einfach nur gut! Mit nur Yoga-Hose und nur leichtem T-Shirt und sonst nichts, ist es echt noch ne Ecke intensiver.
  • Bibliothek: Begegnung der 3. Art. Das Müffelmonster hinter dem Tresen für Rückgabe überschlägt sich vor Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Ich brauche unbedingt eine neue Version des Ausweises. O-Ton: „Da wir uns so gut kennen, machen wir das einfach mal auf dem kleinen Dienstweg – Sie bekommen in den nächsten zwei, drei Wochen ne Mail!“ Die Mail kam heute.
  • Warum hat „n1gw“ ihren Blog so plötzlich auf privat gesetzt?
  • Job 2: Die fachlich fundierte Kollegin muss sich Kinder-krank melden. Drei Kurzberatungen bleiben an mir hängen. Ich schwimme bei allen drei. Ich frage bei ihr nach – alles richtig gemacht.
  • Job 1: Der AL schmeißt mich mit Geheimaufgaben zu. D.h.: Er hat die Nase von Kollegin M.B. voll (ich eh) und M.B. wird mich kreuzigen und auf Ewigkeiten verfluchen, wenn sie mitbekommt, was ich da mache. Zugegeben, ich komme in einen leichten Loyalitäts-Konflikt – aber bei der Abteilung, ist ja eh nix zu holen. Dennoch, hab‘ das WE zum Denken.
  • Ist es verwerflich, dass ich einem Kandidaten, dessen schriftliche Arbeit ich heute dann doch schon korrigiert habe, einen halben Punkt zuschusterte, damit er nicht die Prüfung wiederholen muss?
  • Erotik wandert durchs Gemüt.
  • Letztes Jahr las ich mal irgendwo den Satz: „Nie erledigt man so viel, wie am Tag vor der Fahrt in den Sommerurlaub“. Mir scheint gerade, dass ich seit zwei Monaten jeweils am nächsten Tag für sechs Wochen in den Urlaub fahre.
  • E. würde jetzt vielleicht sagen: „B. hat Oberwasser.“ Es fühlt sich gerade so an, aber es ist ’nur‘, dass man mir Aufgaben zutraut. Die hätte ich auch alle in den letzten vier Jahren schon machen können. Arbeitslosigkeit ist in diesem Land selbstverschuldetes Elend – in vielen anderen Ländern ein gesellschaftlicher Missstand.

Alle Jahre wieder …

… überschütten mich die Neuen mit Lob, wenn sie das erste Mal dabei sind. Ein bisschen übertrieben finde ich es ja schon – sie haben normalerweise gar keine Vergleichsmöglichkeiten – aber ein gerüttel Maß nehme ich dann doch gerne an, schließlich habe ich einige Zeit investiert, um Erfahrungen zu sammeln.

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