Durch die Zeit

Kategorie: Seelenheil

Mehr als genug

Einfach zu müde, um über die drei Sitzungen heute abzulästern. Aber ich stellte mal wieder fest: Es gibt einfach zu viel Worte in der Welt.

Ex-Lehrer halt

Sonntag. Kurz nach 8 Uhr (!). Das Telefon (!) klingelt. Es ist W. von Verein 1. Er will nur schnell ausrichten, dass er S. vom Problem unterrichtet hat und ich daher nicht gebraucht werde.

Ins Unreine

Ich glaub‘, ich bin halt einfach komisch. Ich will das eine, das andere sicher nicht. Und wenn ich das andere nicht bekomme, weil ich es ja nicht will, bin ich trotzdem dann doch (irgendwie) enttäuscht. (Ich bleib jetzt einfach mal so theoretisch – nach dem Tag einfach keine Lust mehr, das an dem Beispiel zu erläutern, weil zu aufwändig und letztendlich dann doch wieder zu missverständlich.)

Ich vermute zudem immer stärker, dass meine ‚Befindlichkeiten‘ in dieser Hinsicht auch viel komplexer sind, da ich keinen echten Ort habe, an dem ich mich wirklich zeigen / beweisen kann. Es gibt zwar immer mal Gelegenheiten – aber auf die muss ich warten / hoffen und diese habe auch keine ‚Beständigkeit‘. Deswegen oft das Gefühl, dass ich mich vordränge, mich in den Vordergrund spiele, ‚das Wort führe‘, mich dann aber bewusst wieder zurücknehme (was manchmal echt schwer fällt und manchmal auch leider nicht klappt) …

Von heute, nach all den Vorbereitungen, die neben viel Zeit auch einigen Hirnschmalz und Überzeugungsarbeit gekostet haben, bleibt ein schaler, unzufriedener Geschmack.

Ich weiß, das ist jetzt alles irgendwie kryptisch, unklar, vielleicht auch widersprüchlich … aber das wird das Blog und die Leser*innen schon aushalten. Irgendjemand aus meinem Kreis sagte früher auch immer gerne: „Das ist jetzt mal ins Unreine gesprochen“.

 

 

Tag Nacht Tag Nacht Tag …

Mal wieder mir dir Nacht um die Ohren geschlagen. Eigentlich für nix. Nach diesmal neun Stunden frage ich mich ernsthaft, was das eigentlich soll.

Dafür um 7 schon ins Bett für drei Stunden, statt erst am Nachmittag. Zwar nicht gut geschlafen, das war eher so ein dämmern, aber meinen Traumfreund mal wieder getroffen. Mit dem bin ich zwar nicht zusammen, aber wir freuen uns immer sehr, wenn wir uns sehen und ich glaube, da passiert noch was mit uns, so nahe wir uns heute aneinandergekuschelt haben.

K. & Förderverein & Tod

Treffen mit K. Ziel: Ich möchte ihn als Mitarbeiter für den Förderverein von Verein 1 gewinnen. Es gibt echt schwerere Aufgaben. Er sagt nicht zu, aber hat eine Reihe von Ideen, die nur gut sind und die vorallem ihn auch interessieren. In welcher Form auch immer: Den haben wir.

Ich kenne ihn kaum, seine Frau nur ein kleinwenig besser, zusammen habe ich sie zweimal kurz erlebt – und das war ein Fest. Dennoch gestaltet sich das Gespräch mit ihm irgendwie schwer, die Pausen werden lang.

Als wir uns verabschieden sind gefühlt gut vier Stunden vergangen – der Blick auf die Uhr zeigt: 93 Minuten.

Nach dem ofiziellem Teil sind wir über in paar Umwege zur eigenen Biographie gekommen und plötzlich beginnt er über Dinge zu erzählen – grausame Dinge – von denen gerade noch seine Frau und der Therapeut weiß. Irgendwann hat er auch Tränen in den Augen – und ich merke, dass ich mit meinen Fragenn / Anmerkungen / … im Zentrum bin.

Auf der einen Seite ein Vertrauensbeweis – auf der anderen bin ich (mal wieder) die Müll-/ Schutthalde.

Aber – fällt mir gerade ein: Meine erste Freundin hat mich damal mal als „Müll- UND Problemkind“ bezeichnet. So genau habe ich es nie verstanden, wo da der Unterschied bestand (besteht?), für sie war ich damals jedenfalls das erste Exemplar, dass beide Kriterien erfüllte.

Für mich das Fazit: K. hat – warum und wie auch immer – Vertrauen zu mir. Seien Frau hat es ebenfalls schon ausgetestet. Wir sind in ‚Verhandlungen‘ wann es endlich mal einen Termin gibt, wo sie zum Essen kommen.

Die Gedanken sind frei

Irgendwie nett die Gedanke, T. wäre heute überraschend vor der Tür gestanden. Hätte etwas Stress gemacht wg. Dienst, aber vielleicht hätte ich den auch noch von der Backe bekommen? Aber ob ich dann auch jetzt nochmals der Nacktheit und der Sonne so gefrönt hätte, obwohl sie, wie sie schrieb, heute auch mal ohne schwimmen war? Aber das „Was-wäre-gewesen“ hebe ich mir für’s einschlafen auf. Da habe ich ja dann die Wahl, ob ich es so gestalte, dass ich gut einschlafe oder mich mit einem Ständer beschäftigen kann.

Bildungslücke

Schön zu sehen, wenn den anderen ins Gesicht geschrieben steht, dass sie gerade den Sinn der Sache erkennen. In Verein 1 werden wir nach dem Führungswechsel einen Zukunftstag machen, auf meinem Vorschlag hin in Form einer Open-Space-Veranstaltung. Heute ein mehrstündiges Vorbereitungstreffen mit den Coaches dazu – und bei meinen VorstandkollegInnen nach gut einer Stunde die Erkenntnis: Da können wir ja gar nichts vorgeben!

Aber irgendwann haben sie dann auch die Chancen gesehen, die in dieser Form liegen … ich denke, das wird ein spannender und vorallem guter Tag.

Danke!

Vor, während und nach der Sitzung von Verein 1 reicht beschenkt worden.

  • Büchergutschein für den Einsatz des Vereinsgeburtstages letztes Wochenende
  • Restaurantgutschein aus Anlass unserer Verpartnerung
  • Zwei Kilo Kartoffeln für … keine Ahnung

Deutsches Vereinswesen – Die Soap

Heute gemeinsame Vorstandssitzung von Verein 1 (V1) und unserem Förderverein (FV). Wir danken ihm für die finanzielle Unterstützung der letzten Jahre – und ich als Schatzmeister erläuterte, was wir alles nur durch den FV ermöglichen konnten und wie wichtig es für unseren auf Kante genähten 180.000-Euro-Haushalt ist, notfalls auch auf ein paar Tausender zurückgreifen zu können. Man nimmt es mit huldvollem Nicken entgegen.

Dann purzeln aus dem Mund des Vorstandes vom FV Begriffe wie „Doppelstruktur aufheben“, „Synergieeffekte schaffen“, „einheitliches Auftreten“, „Konzentration von Man-Power“ und weiteres mehr aus dieser Begriffswolke. Mit der Zeit stellt sich heraus, dass der FV gerne mit uns fusionieren würde, würde aber die Arbeit dann selbstverständlich unter unserem Dach natürlich fortführen. Warum aber betont der Vorsitzende FV aber die ganze Zeit von „Luft raus“, „nur noch rudimentäre Aktivitäten“, „Nachwuchssorgen“?

Und so ergibt sich das Bild: FV will fusionieren, möchte ein paar Vorstandsposten besetzen, um noch mitreden zu können, möchte aber nicht mehr aktiv mitarbeiten.

Ich bin richtig sauer geworden, dass sie uns für dumm verkaufen wollen – als würden wir das nicht merken. Also gab es zumindest von mir heftigen Gegenwind und die Wortgefechte mit dem ehemaligen Staatsanwalt waren echt nicht übel – immerhin habe ich es mit ihm zu einem Patt geschafft.

Ich werde gegen ein paar Ideen von FV, wie die Fusionierung sein könnte, mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln vorgehen, denn sich nur die Rosinen vom Brot zu nehmen ist einfach nicht drin. Denn der Vorwurf, wir hätten zu wenig Geld von ihnen abgenommen und daher hätten sie ihre Aktivitäten herunterfahren müssen, ist Humbug. Wir hätten ohne Probleme das Mehrfache gerne genommen, um endlich eine notwendige halbe Stelle zu schaffen – aber so …

Kurz: …

Gestern, auf dem Fest von Verein 1 nur für die Internen, also „entre nours“, begrüßte ich u.a. auch natürlich den Ehemann von M. Mit M. bin ich, da ich eine gewisse Funktion habe und sie die Buchungen vornimmt, regelmäßig im Gespräch – kurz, wir mögen uns wirklich, liegen auf einer Wellenlänge … . Ihren Mann, F., sah ich gestern zum zweiten Mal und nach der der eben zweiten Begrüßung und dem kurzen Smal-Talk war für mich klar: Der mag dich nicht – wir können nicht miteinander. Bei dem ersten Treffen war ich total neugierig auf ihn – wurde aber eine echt steife Angelegenheit, die mich in die Flucht trieb.

Heute das nächste Fest von Verein 1, diesemal für die Externen, also total offiziell und richtig mit lokalen Prominenten, so dass selbst die Zeitung meinte da sein zu müssen (oh Wunder!) ebenfalls zuerst M. begrüßt (Umarmung), dann ihren Mann (männlicher Händedruck). Anschließend hat er (!) mich mit einer Charm-Offensive belegt, dass mir richtig schwindlig wurde und ich nicht wußte, wie ich reagieren soll (aber das ist ja so selten nicht). Mich hat das dann doch sehr gefreut, denn diese Offensive hatte eine ähnliche hilflose Qualität, wie wenn ich um jemanden ‚buhle‘. Kurz: Morgen bekommen sie ne Mail, wann sie zum Essen hier vorbeikommen wollen.

Gestern dann (sehr bewußt) auch an einen der ganz hinteren Tischen Plazt genommen – obwohl meine ‚Stellung‘ in Verein 1 „naturgemäß“ mich an Tisch Nr. 1 hätte zum Sitzen bringen mögen / „müssen“ – und dort zufällig neben B. zum sitzen gekommen. Ich bin im Schätzen vom Alter eh schlecht, aber wer B. sieht und schätzen soll, liegt, egal wie gut man ist, grundsäztlich total daneben – denn B. ist eine gestandene Frau, die aber einfach min. 15 Jahre jünger aussieht als sie ist. Das führt hin und wieder zu total absurden Dialogen. Ihr Mann, C. hat sie begleitet, den ich bis dahin einmal für drei Minuten gesehen hatte. Wir sind gesten dann zu dritt echt gut ins Gespräch gekommen und heute waren sie ebenfalls da und bei den einzigen zehn Minuten, in denen ich nicht als ‚Verantwortlicher‘ für den Empfang mit Trullalla in Action war, hatten wir uns einfach gut unterhalten – sehr gut möchte ich sogar sagen, denn was B. und C. da zu Sprache brachten ging schon in Richtung intim.

Und ich hab mir dann geschworen, jetzt verdammt noch mal in diesen Dingen auf meinen Bauch zu hören und ihm auch zu vertrauen – denn als ich B. das erstmal sah und kurz sprach (ist jetzt wohl gut drei Jahre her), war offensichtlich, dass wir in verschiedenen Welten leben – aber etwas von uns dann doch im Gleichklang ist (so der etwas arg undeutlich nuschelnde Bauch). Kurz: Morgen bekommen sie ne Mail, wann sie zum Essen hier vorbeikommen wollen.

Und wenn ich schon dabei bin: K. bekommt auch noch eine. Wir kennen uns irgendwie aus dem Studium (aber nur vom Sehen, echt nicht mehr) und haben uns dann 29 Jahre später (sieht besser aus als 30) eben in Verein 1 wieder getroffen und seit dem, wenn wir uns dort sahen … sagt(e) der Bauch: „Hey Du, das ist echt eine Nette, die ist nicht falsch, die ist nur so vorsichtig wie du … “

Meine Sorge gilt jetzt echt, dass ich die alle auch dieses Jahr noch hier zu einem Abendessen sehe.

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