Durch die Zeit

Kategorie: Seelenheil

Laberrunde, neu

Erstes Treffen der neuen Supervisionsgruppe 1. Vier Männer darunter, das gab’s noch nie. Mir sind so gut wie alle bekannt, wenn auch nicht unbedingt sympathisch. Doch von den echt Nervigen ist niemand dabei – zum Glück. Die Supervisorin ist nur mässig vorbereitet und obwohl alte Hasin super nervös. Weil wir auch alles alte Hasen sind? Immerhin gibt sie nicht, wie ein Kollege, mit seiner – und das hat er ernst gemeint!!! – „messianischen Menschlichkeit“ an. Es wird viel gelacht – ein gutes Zeichen.

Eigenlob stimmt / stinkt

Sondersitzung von Vorstand Verein 1. Nur ein Thema, das aber komplex. Es werden grosszügig drei Stunden angesetzt. Die Geschäftsführung hatte angefragt, ob ich die Moderation übernehme. Gerne. Der Vorsitzende kann das Experiment nicht so richtig genießen. Egal – nach zwei Stunden und acht Minuten haben wir alles im Kasten einschließlich aller Beschlüsse.

Nachtrag

Wenn man sich mal etwas beobachtet, dann fällt einem (in dem Fall: mir) schon auf, dass man (also ich) gerne auch mal einen Tunnelblick hat. Denn wenn ich über das Schlafen so abkotze (HIER), dann vergesse ich, dass es meist eine Nacht im Monat gibt, bei der ich nicht klage. Liegt daran, dass ich meist einmal im Monat eine komplette Nacht für den Verein 1 opfere, so dass ich am darauffolgendem Abend mehr als 36 Stunden am Stück wach war (abzüglich eines Mittagsschlafs von ein bis zwei Stunden). Wenn ich dann mich hinlege, dann, ja dann schlafe ich eigentlich fast immer a) durch und b) traumlos und c) ohne jeglichen Sonderaktionen, so dass ich immerhin einen Eindruck habe von dem, was andere ‚Schlaf‘ nennen.

Arschkarte, die

  • Im Job vier lange Stunden eigene Beschäftigungstherapie ohne Sinn, Verstand und Zukunft.
  • Termin bei Verein 2. Den letzten habe ich ja ausfallen lassen, weil ich keine Lust habe, Statist bzw. Claqueur zu sein. Aber mein schlechtes Gewissen treibt mich zu dem. Wieder nur Staffage. Jetzt bin ich am überlegen, gar nicht erst bis zur nächsten Mitgliederversammlung zu warten, sondern gleich die „Mitarbeit“ weitgehend einzustellen.
  • Vor Termin bei Verein 1. Allgemeine Begrüßung. B. kommt, ich begrüße sie freudig, versuche ein Gespräch mit ihr zu beginnen. Von ihr kommt nix. Ihr Mann und sie waren schon hier beim Essen, sie waren auf der letzten Fete … aber ich habe echt nicht das Gefühl, dass ich für sie irgendwie von Interesse bin.
  • Termin bei Verein 1. Der Vorstand, zu dem ich seit Jahren gehöre, muss ich von einem als „unfähig“ bezeichnen lassen. Als ich ihn zitiere, behauptet er, das hätte er „nie“ gesagt. Ich weiß, dass er der ewige Nörgler ist – aber es gibt einfach grenzen. Eine andere wirft mir vor, ihr das „nie“ gesagt zu haben, wobei ich es ihr in den vergangenen drei Wochen mindestens vier mal erklärt habe.

Fazit: Um ein paar Leute werde ich mich jetzt einfach nicht mehr bemühen. Auch wenn mir dann noch mehr an Kontakt fehlt, aber ich habe keine Lust den Grüß-August zu machen um die Eitelkeit der anderen zu schmeicheln.

Ansonsten bleibe ich ratlos.

Metalaberei

Gestern die Vorstellung der neuen Supervisorinnen und Supervisoren in Verein 1. Nach einer halben Stunde war klar – die sind mir alle zu pastoral-salbungsvoll, zu denen werde ich sicher nicht gehen. Bleibt mir leider halt nur ein unglücklicher Montagstermin (da ist eigentlich Sport) oder ich wechsle in eine 14-tätige Gruppe (was mir zu oft ist). Aber da ich noch nen Monat mit der Wahl Zeit habe, kann ich ggf. mit der Geschäftsführung vereinbaren, die zweite Variante nur monatlich besuchen zu müssen.

Viel interessanter waren aber die paar Minuten zuvor. Ich hatte nämlich G. gefragt, was für Entscheidungen bei der letzten Vorstandssitzung herausgekommen wäre, an der ich – erst das zweite Mal in sieben Jahren – hatte nicht teilnehmen können. Statt einer Auskunft erhielt ich ein: „Oh B., wenn Du nicht dabei bist, läuft das alles nur schief!“ Das verwunderte mich dann doch sehr, denn meinen ‚Einfluss‘ auf die Sitzung erachte ich als eher gering. Jedenfalls erfuhr ich, dass der verlängerte Zeitrahmen nochmals erheblich gesprengt wurde und dass in der zweiten Hälfte die Stimmung wohl in Richtung Streiterei gekippt ist. Muss richtig großes Theater gewesen sein – und das will in diesen Kreisen echt was heißen.

Lustigerweise sprach mich dann auch noch der Vorsitzende an, der wissen wollte, ob ich bei der nächsten Sitzung wieder dabei wäre.

 

Letztendlich eine Welt

Und die nächste Hospitantin in Verein 1. Aber das erste Mal eine, von der ich lernen könnte – denn was ich seit ein paar wenigen Jahren freiwillig mache, hat sie 30 Jahre lang beruflich gemacht. Finde, mir ist es gelungen das so zu gestalten, dass meine Erfahrung vor Ort und ihre fundierte Erfahrung aus dem anderen Bereich gleichberechtigt zur Geltung kam.

Von Schuhen, vermeintlich

In der Laberrunde eine kleine Begebenheit aus Verein 1 erzählt. Eigentlich wollte ich gar nicht, aber da es sonst keine wirklichen Themen gab und es zwei dann doch interessierte. Bin dann sogar richtig ins reden gekommen. Da ist mir auch erst aufgefallen, in was für eine komplizierte Situation ich mich da begeben hatte. Und die Supervisorin drehte darauf dann wieder mal einer ihrer Kürrunden – ist unglaublich, was die alles hört und dann in Bezug setzen kann, so dass ein ganzer Schuh daraus wird und nicht, wie bei mir, nur eine halbe Sandale.

Vorgeschlafen

Die Sonne schien zwar – aber das machte die Stimmung im Zimmer nur schöner, meine Müdigkeit dagegen nicht weniger. Ausgedehnter Mittagsschlaf. Lange nicht mehr so wohlig geschlafen, auch wenn der Traum etwas doof war (aber wann sind sie das denn nicht?). Jetzt versuche ich diese Stimmung in den Abend und über die lange Nacht zu retten und freu mich, wenn ich dann morgen mich wieder hineinkuscheln kann in mein Bett.

Dreierlei

Die Chefin von Verein 1 sprach mit heute an.

  1. Ob ich doch den Dienst am Montag übernehmen könne, auch wenn sie herausgehört hätte, dass es soo recht mir nicht wäre. Gut, dann mach‘ ich den halt aber gebe dafür den Dienst am darauffolgenden Montag ab – Sport muss ja auch sein.
  2. Die Diensstelle in H. hätte angefragt, ob sie einen Tagesseminar zu einem bestimmten Thema machen würde. Da sie aber am Wochenende nicht mehr in den Einsatz will, wäre ihr eingefallen, dass sie mich ja vorschlagen könnte, schließlich hätte ich Erfahrung. Da sag ich natürlich nicht nein, weil ich sowas wirklich sehr gerne mache und da ich ihre Unterlagen benutzen kann und das Seminar nicht von Grund aus neu konzipieren muss. Geld gäbe es auch aber – wie das immer so ist – es ist erstmal nur eine Anfrage.
  3. Und ich müsste für das Streichen vom großen Gruppenraum eine Rechnung stellen. Das möchte sie nicht als freiwillige Leistung anerkennen und ob 20 Euro die Stunde OK sind. Der Schatzmeister in mir sagte zwar 15 – aber auch ich kann mich ja auch mal überhören, oder?

Laberrunde

Die monatliche Laberrunde. In der Zwischenzeit mag ich sie ja sehr, denn die Supervisorin ist einfach richtig gut.

Heute haben wir sogar drei Themen geschafft, weil wir überraschend schnell immer an die jeweiligen Kerne gekommen sind.

Nummer drei war übrigens mein Thema. Ich knapse nach wie vor an diesem Gespräch und jetzt an den Rückmeldungen. Ich bin ja echt so eher ein rationaler Typ und gehöre zu denen, die gerne Struktur (mit definierten Ausnahmen (notfalls auch undefinierten)) haben. Struktur heißt für mich, dass man wenn man über Sex reden will, nicht übers Kochen redet und sich im Austausch von Kochrezepten ergeht.

Aber da gab es eben dieses Gespräch, bei dem ich rational und bewußt spontan mich entschied, eben nicht überlegt-rational zu sein, sondern aus dem Bauch heraus zu antworten.

Und als ich von den knapp fünf Minuten erzählte – denn länger war das Gespräch wirklich nicht – hatte ich wieder Herzklopfen wie während dem Gespräch.

Ich bin jetzt nicht wirklich viel schlauer, aber a) ich kapiere, dass ich noch ein Stück mehr meinem Bauch vertrauen (!) kann (und sollte) und b) es gibt eben wohl ‚magische‘ Momente, bei denen zwei Menschen zufällig aufeinandertreffen und für diesen einen einzigen Moment ganz genau das sind, was gerade nötig / notwendig ist.

Und dank der Supervisorin beginne ich zu kapieren, was er Unterschied zwischen Therapie und Seelsorge ist.

Da gibt es noch einen Weg, den ich gerne in Angriff nehme, auch wenn es teilweise steil werden wird.

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