Durch die Zeit

Kategorie: Ungelöste Fragen

Humpel-Wochenende

Das Humpel-Wochenende hat mir eigentlich ganz gut getan. Da einige Aktionen einfach ausfallen mussten und ich immer sehr, sehr früh wach geworden bin, hatte ich endlich mal ausreichend zum Lesen.

Gestern gabs Maultaschen aus der Heimatstadt mit selbstgemachter Fleischbrühe, heute haben wir einen Eriträer probiert (das nächste mal nehme ich doch lieber Reis) … zwar nicht aufwändig, aber geade die Maultaschen was für die Seele.

Nach Ewigkeiten mal wieder mit E. gechtattet. Das muss es wieder öfters geben.

Wäre ich nicht fußlahm gewesen, wäre ich mit Sicherheit Stund‘ um Stund‘ durch den Wald gestapft, da die Einzeltherapiesitzung am Donnerstag eine mittelgroße Lawine in mir ausgelöst hat. Der Therapeut und ich haben das Bisherige aus der GT zusammengefasst und er hat mich dann auf ein paar Parallelen aus anderen Zeiten aufmerksam gemacht – das hat ganz schön eingeschlagen, denn ein paar losen Enden haben sich zu einem Geflecht verknüpft, was dann wieder Anderes ‚erklärte‘ oder in Bezug setzte, mit dem ich plötzlich auch was anfangen kann. Das war ganz schön hart, denn … keine Ahnung, das bekomme ich jetzt nicht in wenige Worte gefasst.

Der Kopf / Die Psyche hat jedenfalls das ganze Wochenende wie wild gearbeitet, ich war immer extrem früh voller Gedanken wach, die zwar echt gut und hilfreich waren, aber nicht für ein schönes Aufwachen sorgten. Einerseits geht das beständige weiter, andererseits ist Druck / sind Drücke weniger bzw. weg.

Kompliziert das jetzt wirklich zu beschreiben, denn einerseits ist es sau anstrengend und traurig und voller Wut und andererseits ist da auch eine Art Gelassenheit … Im Kopf dazu in Dauerschleife: „Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!“

Schiller + Lührs + Familie

Ich hole mal aus! Als junger Mann, also alles zwischen 16 und 29, war ich ein begeisteter Theatergänger. Es muss 1986 gewesen sein, als ich als ZDL in Mannheim die Gelegenheit hatte ein Gastspiel der Münchner Kammerspiele bei den Schillertagen zu sehen. Es war der „Don Carlos“ mit dem grossartigen Peter Lühr als Grossinquisitor. Ungestrichen dauert der so ca. fünf Stunden. Die Inszenierung von Dieter Dorn kam mit weniger als drei Stunden aus, weil nicht der Text gestrichen sondern die Sprechgeschwindigkeit  enorm erhöht wurde. In den ersten Minuten dachte man, man wird nix verstehen, doch nach wenigen Minuten … .

Grandios, als kurz vor Ende der Grossinquisitor auftritt. Lühr war da schon um die 80, kam gestützt auf die Bühne. Und im Gegensatz zum bisherigen Sprechtempo sagte er seinen ersten Satz quasi in Zeitlupe: „Steh‘ ich vor dem König?“ Und als dieser das bejahte, sprach Lühr in unnachahmlicher Diktion die fälligen Respekt, Ironie und Überlegenheit gleichermassen ausdrückte: „Ich war’s mir nicht mehr vermutend.“

Und so ging es mir heute, als ich meine alte Mutter in der Reha besuchte und am Abend nicht nur meine Schwester sondern sogar mein Bruder Zeit hatten und wir zusammen zu Abend gegessen haben.

Wer redet ist nicht tot

Kommunikation ist – glaube ich – viel schwieriger, als man gemeinhin denkt. Mir fällt nach wie vor auf, wenn man interessiert zuhört, dann kommt man zu 98 Prozent der Fälle gar nicht in die Lage, selber etwas reden zu müssen, mal abgesehen von den Fragen die man stellt.

Mir will es bei den allermeisten wirklich so scheinen, dass sie unter einem Rededefizit leiden und daher jede Gelegenheit wahrnehmen, von sich und ihrer Welt und ihren Wahrnehmungen zu berichten.

Auffallend dabei, dass es dem größten Teil überhaupt nicht aufällt, dass es monologisiert und der das Gegenüber nichts sagt. Es scheint, dass der Wunsch (von sich) zu erzählen wesentlich größer ist, als vom Gegenüber etwas zu erfahren.

Nur mal so notiert, weil ich vorgestern Stress mit meinem Mann hatte, der nicht einsehen will, dass er ruhig auch mal die Klappe halte kann / soll und wir heute bei einer Freundin waren, in derem Verlauf von zwei Stunden ich insgesamt vielleicht 10 bis 14 Sätze gesagt haben, was den beiden nicht näher aufgefallen ist.

Was ich mich fragen, ob das ein gesamtgesellschaftliches Problem ist oder ob es im Wesen des Menschen liegt.

 

Vom Schweigen.

Als ich das erste Mal mit einem Mann Sex hatte, taten wir am nächsten Tag so, als sei nix passiert. Und am nächsten Tag taten wir auch so, als hätten wir am Abend uns nur unterhalten.

Als ich X. vor zwei Jahren mal einen geblasen habe, rief ich zwei Tage später an um zu fragen, ob es da Gesprächsbedarf gäbe. Immerhin ist X. hetero, lebt in einer eher problematischen Beziehung und hat ein Kind. Gab es von seiner Seite aber nicht, von meiner auch nicht, denn schließlich ist er ein verdammt hübscher Kerl mit einem verdammt hübschen Schwanz – wie ich damals dann feststellen konnte. Einmalige Geschichte.

Dachte ich. Erst letztens wieder passiert. Wieder dieser ultraharten Ständer, wieder diese Eruptionen. Ich hab mal nicht angerufen. Bin am überlegen, ob das gut ist, was ich da mache bzw. er machen lässt, denn an eine ‚Gegenleistung‘ ist nicht zu denken? Ob ich mich da nicht vielleicht nur prostituiere? Oder ist es einfach ein besonderer Freundschaftsdienst, weil er gerade hoch unter Druck steht? Macht das ein wie auch immer geartetes Gefälle in der Freundschaft?

Heute rief er an. Aber mit keinem Wort hat er die Nacht erwähnt (ich aber auch nicht). Schämt er sich? Nimmt er es nicht ernst? War ich soo schlecht? Hat er es schon vergessen?

Ungelöste Fragen (10)

Warum ist man wahlweise ein „Schwein“ oder eine „dreckige Sau“, wenn man mal ohne Unterhose in die Jeans steigt?

Ungelöste Fragen (9)

Gerade hat ein Film in der ARD begonnen. Und es gibt für mich verdammt viele Gründe ihn zu sehen:

  • Robert de Niro spielt
  • Die Synchronstimme von Robert de Niro ist Christian Brückner (*niederknie*)
  • Der Film hat Überlänge
  • Es ist ein (Anti)Kriegsfilm

Wenn’s jetzt noch ein schwule Komponente gäbe …

Aber warum muss ein Film, der drei Stunden (minus 2 Minuten) dauert um 23:40 Uhr beginnen? Reichen selbst der ARD nicht fünf Oscars, ihn etwas früher zu bringen?

Ungelöste Frage (8)

Warum muss der große Rechner immer dann kaputt gehen, wenn man am nächsten Tag die Datensicherung machen will?

Ungelöste Frage (7)

Warum macht man sich to-do-Listen, wenn man, wie ich, dann gar nicht auf sie schaut?

Ungelöste Frage (6)

Gestern: Stromausfall. Es lag irgendwie am Elektrizitätswerk. Unter Stromausfall verstehe ich, dass der Strom ausfällt, komplett, ganz und überall. Tat er aber nicht. In der Küche brannte noch das Licht und 3 von 5 Steckdosten funktionierten (natürlich nicht die, an der der Kühlschrank hängt). Im Bad funktionierte alles.  Sonst nichts.

Genauso bei den Nachbarn. Ein, zwei Zimmer mit Licht und Strom, der Rest nicht. Aber immer andere Zimmer, andere Steckdosen.

Öh – das ist mir irgendwie zu hoch.

Ungelöste Frage (5)

Gestern, im Supermarkt, ich ein Hörbuch auf den Ohren: wusch – nix mehr war zu hören. Gleich mal rumgespielt. Auch der nächste Track geht nicht. Komisch. Ein anderes Hörbuch – funkt auch nicht. Eine Oper, die funkt. *kopfschüttel*

Zu Hause die wildesten Überlegungen angetellt. Auf dem Rechner alles problemlos, aber der Ipod will keine gesprochene Sprache mehr senden, gesungene schon. Technisch kann ich mir das überhaupt nicht erklären, setze den Ipod neu auf. Es bleibt so, wie es ist.

Heute ihn auf eine Dockingstation gesetzt – da funktionierte alles. Ohrstöpsel ausgewechselt – AHA!, da liegt der Fehler. Aber die Technik von einem Paar Ohrstöpsel ist ja nun nicht gerade sehr kompliziert. Und ich schätze, ich und die Welt werden es nie erfahren, warum gerade dieses einfache Ding auf Sprache keine Lust mehr hatte.

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Anne berichtet über Ihre Erfahrungen in den Büros der Schweizerischen Finanzdienstleister. Ebenso lässt sie euch an ihrem bunten Leben teilnehmen.

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