Durch die Zeit

Kategorie: Vergangenes

Wie fühlt sich Krieg an?

Wer sich damit mal für ein paar Minuten auseinandersetzen will … dann einfach hier. Und ich kenn‘ den Typen, der da schreibt recht gut. Er ist manchmal hart und schonungslos in seinen Aussagen, wo man – also ich – es gerne etwas weicher hätte, ‚verständnisvoller‘.

92

Heute wäre mein Vater 92 geworden – aber er ist ja nicht einmal 82, geschweigen denn 72 geworden. Ob 92 so erstrebenswert ist, hängt ja von der Konstitution ab. Ein paar Jahre mehr hätte ich ihm auf alle Fälle gewünscht.

Heute hätte ich ein paar Fragen schon noch an ihn – besser: überhaupt mal Fragen. Ob ich sie je gestellt hätte oder ob er sie überhaupt je beantwortet hätte steht ebenfalls, wie die Konstitution, in den Sternen.

Bin gerade hin und her gerissen, weil ich nicht weiß, ob es eben gut ist, wie es eben ist oder ob eine Auseinandersetzung vielleicht doch besser getan hätte? Selbst wenn es heute möglich wäre, es käme doch ne ganze große Ecke zu spät.

Also: Nicht jammern, es lässt sich eh nicht ändern, lieber schauen, dass ich da jetzt zügig durch und rauskomme.

 

B. zu B.

Ich liebe einfach die Mails an meinen Großcousin B. Denn wir tragen den gleichen Vornamen und obwohl wir uns jetzt auch schon ein paar Jahre kennen und schreiben … es ist jedesmal eine kleine Besonderheit meinen Namen zu schreiben und nicht mich zu meinen.

Hierarchie

Ich arbeite in einem Unternehmen, im dem Hierarchie wirklich groß geschrieben wird, obwohl alles getan wird, damit es nicht so aussieht. In Job 1 zum Beispiel war es ein längerer Prozess, eine neue Maus zu bekommen. Mehr habe ich in den ersten Jahren da nie zu verlangen gewagt. Nach vier Jahren dann habe ich nach einer neuen Tastatur gefragt, wie ich sie in Job 2 hatte – doch „da hätte ja jeder kommen können“. In Job 2 gab es immerhin eine echt gute Tastatur und einen etwas besseren IT-Support sowie ein Dienst-Handy. Das machte schon neidische Augen (was ich nicht nachvollziehen kann), auch wenn das Handy definitiv Schrott war (Akku-Ladung hielt max. 12 Stunden und man konnte nur rudimentär Kontakte speichern). Jetzt in Job 3 geht das so. Ich frage in der IT an, ob ich vielleicht eine andere Maus bekommen könnte, weil die der Vorgängerin so klein ist (und mir dadurch das Handgelenk ruiniert). 30 Minuten später liegt neue Maus mit neuer (toller) Tastatur auf dem Tisch. Ich frage in der IT an, ob mein Rechner denn zwei Bildschirme vertragen könne, denn das wäre schon eine Arbeitserleichterung für mich. Zwei Tage später steht er da.

Nächste Woche kommt Frau M. zu mir hoch, die ich angefragt habe, mir zu überlegen zu helfen, wie ich die Möbel im schmalen Büro am besten umstellen kann, damit ich nicht gegen die Wand arbeiten muss, was ich sogar nicht mag. Sollte da vielleicht auch elektrisch höher verstellbarer neuer Schreibtisch drin sein?

Letzte Runde

Ein befreundeter Psychiater gibt diese Woche aus Altersgründen seine Praxis auf. Nett, wie er ist, hat er heute gefragt, ob wir noch was an Medikamenten brauchen, morgen würde er nochmals Rezepte ausstellen.

Humpel-Wochenende

Das Humpel-Wochenende hat mir eigentlich ganz gut getan. Da einige Aktionen einfach ausfallen mussten und ich immer sehr, sehr früh wach geworden bin, hatte ich endlich mal ausreichend zum Lesen.

Gestern gabs Maultaschen aus der Heimatstadt mit selbstgemachter Fleischbrühe, heute haben wir einen Eriträer probiert (das nächste mal nehme ich doch lieber Reis) … zwar nicht aufwändig, aber geade die Maultaschen was für die Seele.

Nach Ewigkeiten mal wieder mit E. gechtattet. Das muss es wieder öfters geben.

Wäre ich nicht fußlahm gewesen, wäre ich mit Sicherheit Stund‘ um Stund‘ durch den Wald gestapft, da die Einzeltherapiesitzung am Donnerstag eine mittelgroße Lawine in mir ausgelöst hat. Der Therapeut und ich haben das Bisherige aus der GT zusammengefasst und er hat mich dann auf ein paar Parallelen aus anderen Zeiten aufmerksam gemacht – das hat ganz schön eingeschlagen, denn ein paar losen Enden haben sich zu einem Geflecht verknüpft, was dann wieder Anderes ‚erklärte‘ oder in Bezug setzte, mit dem ich plötzlich auch was anfangen kann. Das war ganz schön hart, denn … keine Ahnung, das bekomme ich jetzt nicht in wenige Worte gefasst.

Der Kopf / Die Psyche hat jedenfalls das ganze Wochenende wie wild gearbeitet, ich war immer extrem früh voller Gedanken wach, die zwar echt gut und hilfreich waren, aber nicht für ein schönes Aufwachen sorgten. Einerseits geht das beständige weiter, andererseits ist Druck / sind Drücke weniger bzw. weg.

Kompliziert das jetzt wirklich zu beschreiben, denn einerseits ist es sau anstrengend und traurig und voller Wut und andererseits ist da auch eine Art Gelassenheit … Im Kopf dazu in Dauerschleife: „Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!“

Was braucht länger?

A) Eine Übergangsjacke und eine Wohlfühlhose zu kaufen? (Ich mit mir alleine.)

Oder:

B) Mit meinem Mann einen Kurzurlaub zu suchen und zu buchen?

 

Zusatzfrage

Wie groß (in Minuten – maximal dreistellig) ist in etwa der Unterschied?

 

Bitte Gewinnwunsch angeben (könnte sich ggf. auf das Ergebnis auswirken.)

Indesign – eine kleine Hommage an Frau M. und A.

Wohl den besten Job, den ich je in meinem Leben hatte, auch wenn er absolut mies bezahlt war, war meine Tätigkeit als Redakteur. OK, das war jetzt kein Publikation, die man kennt bzw. kennen muss (obwohl, damals schon *grins*), aber das war schon gut, was die AutorInnen und ich da jeden Monat abgeliefert haben. Es war ein lokales Kulturmagazin, immerhin 64 Seiten (plus 16-24 Seiten Kulturkalender), wovon etwa die Hälfte Monat zu Monat von mir und den AutorInnen gefüllt werden musste – wobei ich eben den Hut auf hatte, was wie in welcher Form reinkommt (oder eben auch nicht oder eben später oder eben ganz anders oder …)

Die letzten drei, vier Tage vor Drucklegung verbrachte ich die meiste Zeit im „Satz“ bei Frau M. und A. Relativ schnell hatte es sich für mich ergeben, dass es sinnvoller und zeitsparender ist, beim Setzen der Seiten dabei zu sein, denn dann konnte ich sofort entscheiden, wie ggf. die Überschrift gekürzt / verlängert werden kann und welcher Text weg oder noch hin muss, welchen Ausschnitt vom Bild nun genau genommen werden soll, wie der Infokasten … damit die Seite ‚funktioniert‘. Ansonsten hätte es einen Korrekturausdruck gegeben, den hätte ich dann korrigiert, wieder in den Satz gegeben, wieder eine Korrektur bekommen, ggf. wieder in den Satz …

Wenn man da über Jahre Monat für Monat zuschaut bekommt man ein echt gutes Gefühl für Indesign, weiß, was es kann. Oft habe ich dann selber Kleinigkeiten am Dokument geändert und konnte u.a. Text- von Bildrahmen unterscheiden, hatte eine Ahnung was ein Grundlinenraster ist, etc. pp.

Die Agentur für Arbeit hat mir, als ich arbeitslos war (ja, ja, die Frauen von Herausgebern sind manchmal sehr, sehr, sehr speziell („Ich glaube, sie hat heute wieder vergessen die Tabeletten zu nehmen“ (ich bzw. A.))), eine ‚Fortbildung‘ als Online-Redakteur spendiert, über die ich hier ausreichend berichtet habe (man suche einfach nach „Die Maßnahme„). Da gab’s auch für zwei Wochen Indesign.

Und nun sitze ich seit einer Woche vor Indesign, hab‘ ein erste Broschüre machen müssen, eine zweite nachgebaut, nächste Woche kommt wohl ein 32-Seiter auf mich zu – und weiß erst jetzt so richtig zu schätzen, mit welcher Eleganz Frau M. und A. das beherrscht haben. Hut ab!

 

Musil lesen – #486

Ich war schon etwas überrascht, als ich das Foto zwischen Seite 492 und 493 entdeckt habe. Keine Erinnerung daran, es in den „Mann ohne Eigenschaften“ gelegt zu haben.

Aber es passt.

Denn die Erstletüre datiert auf August 1986. Und da es zu diesem Foto noch eine Reihe von anderen gibt ist klar, dass ich damals mit M. (hier auf Bild) auf dem Berghaus war (um als bekennender Hetero mit ihm ständig Sex zu haben).

Ohne dieses Beweise hätte ich mir das heute alles komplett anders zusammengereimt, vorallem, dass mit M. Ich meine mich zu erinneren, dass wir uns nur unendlich zögerlich aneinander angenähert haben. Aber so ist klar, dass ich mit 1986 definitiv das Thema Homosexualität auf der Pfanne hatte – und dann noch acht (!!!) Jahre bis zu meinem Coming-out brauchte. Heftig, heftig.

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Unwesentliche Verzögerung

Mit einer wahrlich klitzekleinen Verzögerung, die man eigentlich als unerachtenswert ansehen kann und muss, habe ich heute die letzte Umzugskiste (vom Januar 2018) aus dem Zimmer geräumt. Damit ist mein Plan, alles zügig einzurichten, voll aufgegangen. Der Berliner Flughafen kann sich da ein Beispiel an mir nehmen.

AnneInsideOffice

Anne berichtet über Ihre Erfahrungen in den Büros der Schweizerischen Finanzdienstleister. Ebenso lässt sie euch an ihrem bunten Leben teilnehmen.

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Ich vertrete eine Meinung, die nicht immer die der Mehrheit sein muss. Sollte meine Meinung mit anderen übereinstimmen ist es auch gut. Ich blogge zum Spaß und nicht um die Welt zu verändern.

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