Durch die Zeit

Kategorie: Vergangenes

Von vor zwei Jahren

Gerade DAS HIER gelesen. Stimmt nach wie vor.

Eigentlich …

… ist das das verlängerte Wochenende, an dem ich ‚üblicherweise‘ einen viertägigen Ego-Trip gemacht habe. ‚Üblicherweise‘, weil es in den letzen Jahren nur drei mal geklappt hat.

Aber Lust, mal drei, vier Tage am Stück wandern zu gehen, ist schon da. 1. Septemberwoche mal Rhein entlang?

Schritt für Schritt

Zuerst war die Therapie
Dann war „Das Thema“.
Dann war „Die Krise“.
Dann war „Jetzt ist echt alles zuviel“.
Dann war die Idee „Reha“.
Dann war Orga für Reha-Antrag und Arzttermin und so.
Dann war aller Papierkram fertig.

Und heute habe ich es in Umschläge gesteckt, jetzt fehlen nur noch die Briefmarken.

Was mal Jahresziel war, hat Corona kaputt gemacht. Auch wenn es nach wie vor Überwindung kostet, will ich mich dem Thema in der Reha stellen, aber ich habe keine Lust darauf in einer Reha zu sein, in der 60 Prozent des Angebotes wegen Corona nicht stattfindet.

Familienbindung

Zum Abendessen war J. mit ihrer Tochter S. da.

Derweil rief meine Mutter an.

Es steht gerade 120 zu 5 Minuten. Aber auch nur deswegen, weil ich die Zeit von J. und S. nur berechene, solange sie hier waren.

Ich dachte, …

… nach ca. 30 Jahren darf es mal ein neuer Schreibtisch sein. Nicht nur in der Therapie bin ich gerade am Aufräumen.

Vorher
Nachher

Erster Satz

Nochmals schnell „Die Pest“ von Camus gelesen – nach 33 Jahren wieder um nun zum dritten Mal. Damals eine erschreckende Dystopie, heute dagegen … Alltag. Immerhin, die derzeitige Gesellschaft scheint dann doch ‚vernünftiger‘ zu sein, als Camus es gesehen hat.

Und ja – da war sie ja, diese tolle Figur, Grand, mit dem Kampf um den ersten Satz: „An einem schönen Maimorgen durchritt eine schlanke Amazone auf einer prächtigen Fuchsstute inmitten der Blumen die Alleen des Bois“. Man kann sagen was man will – das ist für mich einer der gelungeren ersten Sätze, richtig gute gibt es ja nur eine handvoll.

 

Inflationär

Über ein paar Umwege wurde mir heute mitgeteilt, dass ich mich, im Namen unseres Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier, „Held“ nennen dürfe, weil ich, wie die gut 7.000 anderen meiner ehrenamtlichen KollegInnen „zum Erhalt der Solidarität in der Gesellschaft einen wichtigen Beitrag leisten“ würde.

Ich nannte das früher (!) „christliche Nächstenliebe“, vielen nennen es „soziales Engagement“, manche nutzen noch den Begriff „Ehrenamt“.

Heute gestehe ich mir zu, dass mich Neugierde treibt, dass es mich interessiert, was tief in anderen Seelen vorgeht und dass ich die Erfahrung gemacht habe, das zuhören hilft.

Helden sind andere!

 

Ja! Ich werde Dich vermissen – oh Du meine »Lindenstraße«!

Der Plan für heute war gewesen, so um die 60 oder 80 Spiegeleier zu machen, literweise Wölkchenbowle anzusetzen und den Gewinner des Quiz zu küren. Aber die lang geplante LINDENSTRASSENABSCHIEDSPARTY muss, wie so vieles andere auch, ausfallen.

Die ganzen knapp 35 Jahre hab‘ ich nicht gekuckt, aber die letzten 25 dann schon (so gut wie immer). So richtig habe ich mir nie überlegt, warum. Ich fands einfach unterhaltsam zu schauen, wie es den Nachbarn so ergeht, während man selber mit einem Bier in der Hand und den Füßen auf dem Tisch es sich hat gut gehen lassen. Eine vorgespie(ge)lte Realität, die immer dann an ihre Grenzen stieß, wenn ein Schauspieler einfach mal so ausgewechselt wurde oder das ein oder andere Kind von der einen zur nächsten Sendungen ein paar Jahre älter war. Schöne Erschütterungen einer schönen (un)heilen Welt.

Einen Ersatz dafür wird es nicht geben und ab nächster Woche stehe ich vor dem großen Problem: Was tun mit diesen 28 Minuten?

Aber jetzt mache ich erstmal den Sekt auf und süffel mich so durch den Abschiedsabend.

Nicht auch das noch!

Ich weiß, wir haben gerade echt andere Probleme. Aber muss dieser sauidiotische und total unnütze Wechsel zur Sommerzeit noch dazukommen? Ich hab‘ da immer gleich zwei, drei Wochen was von – zum kotzen, aber so was von!

OK, dieses Jahr versuche ich mich mal selber komplett aus den Takt zu bringen und mache Montag gleich mal ’nen Nachtdienst, vielleicht rüttelt das dann alles andere etwas schneller zu recht.

Spagat

Ich kann nicht so tun, als wäre nix.

Ich kann aber auch nicht mich nur mit dem Virus beschäftigen.

Und es wird mir mal wieder klar, welche Spagate man so ’normalerweise‘ locker lebt.

Anton Weyrother

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