Durch die Zeit

Kategorie: Vergangenes

Inflationär

Über ein paar Umwege wurde mir heute mitgeteilt, dass ich mich, im Namen unseres Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier, „Held“ nennen dürfe, weil ich, wie die gut 7.000 anderen meiner ehrenamtlichen KollegInnen „zum Erhalt der Solidarität in der Gesellschaft einen wichtigen Beitrag leisten“ würde.

Ich nannte das früher (!) „christliche Nächstenliebe“, vielen nennen es „soziales Engagement“, manche nutzen noch den Begriff „Ehrenamt“.

Heute gestehe ich mir zu, dass mich Neugierde treibt, dass es mich interessiert, was tief in anderen Seelen vorgeht und dass ich die Erfahrung gemacht habe, das zuhören hilft.

Helden sind andere!

 

Ja! Ich werde Dich vermissen – oh Du meine »Lindenstraße«!

Der Plan für heute war gewesen, so um die 60 oder 80 Spiegeleier zu machen, literweise Wölkchenbowle anzusetzen und den Gewinner des Quiz zu küren. Aber die lang geplante LINDENSTRASSENABSCHIEDSPARTY muss, wie so vieles andere auch, ausfallen.

Die ganzen knapp 35 Jahre hab‘ ich nicht gekuckt, aber die letzten 25 dann schon (so gut wie immer). So richtig habe ich mir nie überlegt, warum. Ich fands einfach unterhaltsam zu schauen, wie es den Nachbarn so ergeht, während man selber mit einem Bier in der Hand und den Füßen auf dem Tisch es sich hat gut gehen lassen. Eine vorgespie(ge)lte Realität, die immer dann an ihre Grenzen stieß, wenn ein Schauspieler einfach mal so ausgewechselt wurde oder das ein oder andere Kind von der einen zur nächsten Sendungen ein paar Jahre älter war. Schöne Erschütterungen einer schönen (un)heilen Welt.

Einen Ersatz dafür wird es nicht geben und ab nächster Woche stehe ich vor dem großen Problem: Was tun mit diesen 28 Minuten?

Aber jetzt mache ich erstmal den Sekt auf und süffel mich so durch den Abschiedsabend.

Nicht auch das noch!

Ich weiß, wir haben gerade echt andere Probleme. Aber muss dieser sauidiotische und total unnütze Wechsel zur Sommerzeit noch dazukommen? Ich hab‘ da immer gleich zwei, drei Wochen was von – zum kotzen, aber so was von!

OK, dieses Jahr versuche ich mich mal selber komplett aus den Takt zu bringen und mache Montag gleich mal ’nen Nachtdienst, vielleicht rüttelt das dann alles andere etwas schneller zu recht.

Spagat

Ich kann nicht so tun, als wäre nix.

Ich kann aber auch nicht mich nur mit dem Virus beschäftigen.

Und es wird mir mal wieder klar, welche Spagate man so ’normalerweise‘ locker lebt.

‚Meinem‘ Hölderl zum 250.

Wie ich mit Friedrich Hölderlin in Kontakt gekommen bin? Keine Ahnung. Jedenfalls schon früh, denn schon als 19-jähriger stand ich mit Blumen vor seinem Grab in Tübingen und hatte andächtig im Turmzimmer meine / seine Kreise gezogen. Erst (erst!) mit 21 habe ich dann seinen „Hyperion“ gelesen, den ich auch später im Studium studierte und der sich mir immer noch nicht wirklich erschließt.

Und dennoch: Hölderlin ist ein Schatz! Und das für mich aus zwei Gründen:

  • Er fordert zum Denken heraus. Alleine seine wunderbaren Satzkonstruktionen sind oft eine echte Herausforderung. Das kann wirklich Spaß machen, wie sich Wiederholung für Wiederholung der Satzsinn sich einem ent- / erschließt, wie man kapiert, was auf was Bezug nimmt und letztendlich wie raffiniert kombiniert die einzelnen Teile sind. Nichts für Leute, die schnell mal sich was reinziehen wollen, Hölderlin braucht Zeit! Inhaltlich gehört er eh zu den reichsten Lyrikern, die die Welt je hatte, und wer will kann mit ihm philosophieren, politisieren, sozialisieren, …
  • Er fordert zum Fühlen heraus. Ich bin ja wirklich (leider) nicht so der Gefühlige. Nicht, dass mir bei Hölderl die Tränen kämen oder so, beileibe nicht, aber lese ich eins seiner Gedichte, verändert sich meine Stimmung schlagartig und mein Gefühl folgt dem des Textes.

Aber muss man Höldelin denn erklären? Ich weiß nicht. Man sollte ihn einfach lesen! Im Netz gibt es genügend von ihm, einfach mal was ausprobieren und sich Zeit lassen.

Wohl geh‘ ich täglich andere Pfade, bald
Ins grüne Laub im Walde, zur Quelle bald,
Zum Felsen, wo die Rosen blühen,
Blicke vom Hügel ins Land, doch nirgend,

Du Holde, nirgend find ich im Lichte dich
Und in die Lüfte schwinden die Worte mir,
Die frommen, die bei dir ich ehmals

Ja, ferne bist du, seliges Angesicht!
Und deines Lebens Wohllaut verhallt, von mir
Nicht mehr belauscht, und ach! wo seid ihr
Zaubergesänge, die einst das Herz mir

Besänftiget mit Ruhe der Himmlischen?
Wie lang ists! o wie lange! der Jüngling ist
Gealtert, selbst die Erde, die mir
Damals gelächelt, ist anders worden.

Leb immer wohl! es scheidet und kehrt zu dir
Die Seele jeden Tag, und es weint um dich
Das Auge, daß es helle wieder
Dort wo du säumest, hinüberblicke.

Jung(s) halt

Als P. und ich gestern vom Italiener zurück sind, war noch Zeit und Lust auf einen kleinen und kurzen Absacker. Also zum kleinen Schränckchen im Flur, der die Alkoholika beinhaltet.

Vier Stunden später saßen wir immer noch auf dem Boden im Flur vor dem Schränckchen. Wie in alten Zeiten, kein Ende finden können, Fragen stellen, antworten, den anderen mit Worten erkunden, abgleichen und jetzt, wo wir die falsche Scham auch abgelegt haben, auch über das zu reden, was gemeinhin als ‚intim‘ gilt.

Basta

Ich nehm mir jetzt eine Woche korrekturfrei. In den letzten Tagen 18 Meisterprüfungen Teil IV und ne komplette HP mit gut 80 Artikeln korrigiert. Das rechte Auge dankt es mir gerade mit ne leichten Sehstörung.

Sturm

  • Wegen „Sabine“ schon ein paar Stunden füher mit dem Zug zurück von Besuch bei Muttern (und Schwester, Bruder ließ sich, wie meist, nicht blicken.)
  • Wegen mir, hätte „Sabine“ auch schön früher kommen können. Es ist nach wie vor schwer, jetzt mit den neuen Erkenntnissen noch schwerer (daher bin ich ja Weihnachten nicht hin), aber ich habe es überraschend gut gemeistert.
  • Aber statt einer Stunde Mittagsschlaf wurden es fast drei dann, als wir zurück waren, dabei war ich die letzten Tage eher früh im Bett mit ausreichendem Schlaf.

Die CDU zeigt in Thürigen ihr wahres Gesicht.

Wenn nicht innerhalb einer Woche die Bundes-CDU deutliche Konsequenzen aus der Wahl der Thürigen-CDU zieht, dann hat sie den Beweis geliefert, wessen Geistes Kind sie sind.

Happy Birthday, Janis!

Anton Weyrother

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