Durch die Zeit

Kategorie: Vergangenes

Wenn einer eine Reise tut

So richtig planen wir unsere Urlaube ja eigentlich nicht. OK, wie und wann wir wo hin- und zurückkommen, das klar. Und meist gibt es auch ein grobes Programm für die Wochen. Wenn mit dem Rad und dem Zelt unterwegs waren, dann haben wir auch schon mal nach Campingplätzen geschaut, um nicht irgendwo in der Pampa zu landen. Üblicherweise sind diese Planungen aber nach zwei, drei Tagen obsolet und wir arbeiten uns von Tag zu Tag weiter.

Das wird wohl auch dieses Jahr so sein – aber ich bin bedeutend besser vorbereitet. Ich bin gerade nochmals „Das Sandkorn“ von Christoph Poschenrieder durch, habe mir alle genannten Orte rausgeschrieben, auf der Karte gesucht, Ausrufezeichen ins Buch gemalt, im Reiseführer verglichen … und ich merke, wie ich mich freue!

Als ich das Buch vor vier Jahren las, war mir klar: Da muss ich hin. Hat jetzt zwar etwas gedauert, aber was lange währt … Wir werden zwar nicht die Strecke der beiden Protagonisten genau abfahren (dazu ist die auch etwas zu chaotisch), aber mein Plan ist, die entsprechenden Seiten an all den Orten zu lesen, die wir schaffen. Gerade mir noch einen Ausstellungskatalog gekauft, der die Bilder von jenen Forschungsreisen 1914 / 1915 zeigt, die die realen Vorbilder der Romanjungs damals gemacht haben. Wenn Zeit und Gelegenheit ist, dann versuche ich das ein oder andere nachzuknipsen.

Tja, jetzt fehlen eigentlich nur noch die Fahrkarten … (*grins* – sorry, das musste jetzt sein.)

Bloomsday

Aus gegebenen Anlass mal ein paar Zeilen. Und ich werde nicht müde aufzurufen: LEST den ULYSSES! Wer es in diesem Jahr schafft, der / die darf sich auf eine Essenseinladung freuen!

Also wer ist denn bloß dieser lange Lulatsch in dem Macintosh da drüben? Ich gäb was drum, wenn ich nur wüßt. Das heißt, es schert mich imgrunde ja einen Dreck. Immer taucht doch plötzlich jemand auf, an den man nicht im Traum gedacht hätte. Eigentlich könnte man ohne weiteres auch sein ganzes Leben alleine leben. Jawohl, könnte man durchaus. Müßte dann bloß jemand auftreiben, der einen unter den Rasen bringt, wenn man gestorben ist, obwohl man sich natürlich auch vorher ein eigenes Grab buddeln könnte. Tun wir sowieso alle. Bloß der Mensch begräbt. Nee, Ameisen ebenfalls. Das erste, was jedem einfällt. Die Toten begraben. Robinson Crusoe etwa, gilt doch als lebensechte Figur. Tja, und dann hat ihn ja auch Freitag begraben. Jeder Freitag begräbt einen Donnerstag, wenn mans recht überlegt.

Ach du armer Robinson Crusoe,
Wie kamst du da bloß zu so?

Armer Dignam! Sein letztes Lager auf Erden in einer Kiste. Wenn man denkt, daß das allen so geht, kommts einem doch glatt wie Holzverschwendung vor. Wird ja alles zernagt. Könnten stattdessen ne hübsche Bahre mit gleitendem Boden erfinden, eine Art Falltür mit Rutschbahn, und auf die Art dann einfach durch und runter damit. Jaja, aber dann würde gleich wieder jeder seine eigene Rutsche haben wollen. Da sind sie nun mal pingelig. Laßt mich in Heimaterde ruhn. Ein Kleckschen Lehm aus dem Heiligen Land. Nur Mutter und totgeborenesKind werden zusammen in einem Sarg beerdigt. Seh den Sinn schon ein. Ganz klar. Schutz für den Kleinen so lange wie möglich, selbst in der Erde noch. Des Irländers Haus ist sein Sarg. Einbalsamieren in Katakomben, Mumien, derselbe Gedanke. Mr. Bloom stand weit hinten, den Hut in der Hand, und zählte die baren Häupter. Zwölf. Ich bin die dreizehn. Nein. Der Kerl da im Macintosh ists. Todeszahl. Wo zum Teufel ist der plötzlich hergekommen? In der Kapelle war er noch nicht, das kann ich beschwören. Blödsinniger Aberglaube, das mit der dreizehn.

James Joyce: Ulysses

Gestern und heute

Vor Jahren habe ich einen Terz gemacht, um einen Bildschirmhintergrund wegzubekommen, nur weil klar war, dass A. sich neben mich an den Rechner setzen würde und mir das irgendwie peinlich / schamvoll war, dass er da ein Bild von mir mit Halbständer hätte sehen können.

Gestern erzählte ich ihm in meinem neuem Zimmer, dass ich jetzt das Ständerbild doch weggemacht hätte, weil es bei manchen dann doch für Irritationen gesorgt hätte – und zeigte es ihm dann mit einer Selbstverständlichkeit, als hätte ich ihm einen Kaffee angeboten.

Sag ich doch

Übrigens: Worüber kann ein anständiger Mensch mit dem größten Behagen reden? Antwort: Über sich selbst.

Entweder Fjodor M. Dostojewskij oder Ludwig Büchner

Nachtrag:

Wie mir aus berufenem Munde mitgeteilt wurde: Das Zitat ist von Dostojewskij und stammt aus „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“.

Einmalige Lösung

So langsam nähert sich ja der erste Hochzeitstag. Da wir ja nicht gefeiert haben, gab es auch so gut wie keine Geschenke. Eigentlich hat nur S. eine tolle Tüte nachgereicht und der Vorstand von Verein 1 hat uns einen Gutschein für einen durchaus gehobenen Spanier geschenkt. Gestern spontan angerufen, ob es für Sonntag noch einen Tisch gäbe, weil uns einfach nichts eingefallen ist, was wir kochen wollten. Und siehe da, der Zufall / das Schicksal / das Glück wollte es, dass gerade noch einer frei war.

Die Frage, was wir aus der Speisekarte nehmen ist übrigens genauso schwierig wie die, was wir hätten kochen sollen.

Nackt und doch WP-konform

dep2

Also: Man darf bei WordPress komplette nackte Tatsachen veröffentlichen solange sie nicht eindeutig pornographisch sind – Ständer ist also nicht (lag aber auch nicht in meiner Absicht). Aber Ganzkörpernacktheit geht nur dann, wenn ich meinen Blog irgendwie als ‚erwachsen‘ kennzeichne, was aber – ich bin des Englischen nicht wirklich so mächtig – einige Folgen nach sich ziehen würde. Beispielsweise, dass man in keinen Rankings auftaucht (wäre mir aber eh egal) aber auch, dass der Beitrag nicht verlinkt werden kann. Und irgendwie meine ich auch etwas davon gelesen zu haben, dass dann nicht alle Zugriff haben können – und das wäre eine Einschränkung. Also laviere ich mich einfach etwas drumrum.

Hochgespült

Beim Umzug zwei Goldmünzen ‚gefunden‘. Blasse Erinnerung, dass ich sie vor Jahrzehnten von Frau H. geschenkt bekommen habe. Neugierig mal im Internet recherchiert, was sie denn wohl wert sind. Jeweils 1.000 Euro. Ups!

Unwichtig.

Nach neusten Meldungen dieses Anbieters, habe ich mich schon bereits vor acht Jahren hier angemeldet. Und dann habe ich vier Jahre Pause gemacht, bevor ich mit dem Blog angfangen habe? Oder hatte ich hier schon mal einen ganz anderen Blog, von dem ich gar nichts mehr weiß? Den erotischen mit U. hatte ich definitv nicht hier und die Adventskalender sind blogtechnisch auch viel, viel jünger. Was solls … ist eh nicht wichtig.

# 494-497 – Und nochmals Ketchup

Das hat damals richtig Spaß gemacht. Und mit der Zeit wußten wir auch, welche Kechtup-Sorte am besten ‚läuft‘. Stinkt zwar mit der Zeit ein bisschen im Studio – aber aus der Wäsche geht das Zeugs problemlos raus.

(Tipp: Mit Klick aufs Bild wird dies größer.)

Irgendwann wird’s schon

Ausnahmsweise heute noch ein Glas Wein, dann ins Bett. Ich finde das langsam echt mutig von mir, dass ich jeden Abend (na gut, fast jeden Abend) entschließe, das Bett doch aufzusuchen. Für viele (für die meisten?) ist es ja ein Hort des Wohlbefindens, der Ruhe, der schönen Träume, der Erholung und so … für mich ist es ja eher so eine Pflichtübung wie ein Zahnarztbesuch (ok, der ist echt noch ein bisschen schlimmer). Denn was Gescheites kommt ja selten raus. Die Details von heute Nacht ersprare ich mir einfach – war jedenfalls ein heißer Kampf, den ich zwar mit dem Bett, der Traum aber mit mir gewonnen hat. Und ich hege ja immer die Hoffnung, dass, wenn ich vier Nächte nicht gut geschlafen habe, dann wenigstens die fünfte nicht ganz so scheiße ist. Diesmal muss ich auf die sechste warten.

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