Durch die Zeit

Kategorie: Vom Tage

Inflationär

Über ein paar Umwege wurde mir heute mitgeteilt, dass ich mich, im Namen unseres Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier, „Held“ nennen dürfe, weil ich, wie die gut 7.000 anderen meiner ehrenamtlichen KollegInnen „zum Erhalt der Solidarität in der Gesellschaft einen wichtigen Beitrag leisten“ würde.

Ich nannte das früher (!) „christliche Nächstenliebe“, vielen nennen es „soziales Engagement“, manche nutzen noch den Begriff „Ehrenamt“.

Heute gestehe ich mir zu, dass mich Neugierde treibt, dass es mich interessiert, was tief in anderen Seelen vorgeht und dass ich die Erfahrung gemacht habe, das zuhören hilft.

Helden sind andere!

 

Der 1. Koller

Heute hätte ich Home Office. D.h.: Zu Hause sein, hin und wieder mal auf die Dienst-Mails schauen und all das tun, wenn man halt einen Tag zu Hause ist.

Irgendetwas trieb mich aber, mir heute einen Tag Urlaub zu nehmen, damit ich nach dem Nachtdienst guten Gewissens ausschlafen konnte.

Gut gemacht!

In der Abteilung brennt die Hütte – ein erster Lagerkoller sozusagen. Die Geschäftsleitung findet unserere Performance nicht gut (was ich sofort unterschreibe, weil das zum Teil an uns liegt, zum Teil an komplett unklaren Zuständigkeiten im Haus) und zusätzlich teilt der Kollege kräftig aus, der eigentlich morgen die Abteilung wechseln sollte, jetzt aber doch noch bleibt.

Krisengespräch morgen um 8:30. Gute das ich Urlaub habe und das heute mal gelassen aus der Ferne mir anschauen konnte.

Ja! Ich werde Dich vermissen – oh Du meine »Lindenstraße«!

Der Plan für heute war gewesen, so um die 60 oder 80 Spiegeleier zu machen, literweise Wölkchenbowle anzusetzen und den Gewinner des Quiz zu küren. Aber die lang geplante LINDENSTRASSENABSCHIEDSPARTY muss, wie so vieles andere auch, ausfallen.

Die ganzen knapp 35 Jahre hab‘ ich nicht gekuckt, aber die letzten 25 dann schon (so gut wie immer). So richtig habe ich mir nie überlegt, warum. Ich fands einfach unterhaltsam zu schauen, wie es den Nachbarn so ergeht, während man selber mit einem Bier in der Hand und den Füßen auf dem Tisch es sich hat gut gehen lassen. Eine vorgespie(ge)lte Realität, die immer dann an ihre Grenzen stieß, wenn ein Schauspieler einfach mal so ausgewechselt wurde oder das ein oder andere Kind von der einen zur nächsten Sendungen ein paar Jahre älter war. Schöne Erschütterungen einer schönen (un)heilen Welt.

Einen Ersatz dafür wird es nicht geben und ab nächster Woche stehe ich vor dem großen Problem: Was tun mit diesen 28 Minuten?

Aber jetzt mache ich erstmal den Sekt auf und süffel mich so durch den Abschiedsabend.

Coronazahlen

Meiner Meinung nach die beste statistische Aufarbeitung des Virus findet man hier, da sie auch aktualisiert wird: https://www.n-tv.de/infografik/Coronavirus-aktuelle-Zahlen-Daten-zur-Epidemie-in-Deutschland-Europa-und-der-Welt-article21604983.html

Nicht auch das noch!

Ich weiß, wir haben gerade echt andere Probleme. Aber muss dieser sauidiotische und total unnütze Wechsel zur Sommerzeit noch dazukommen? Ich hab‘ da immer gleich zwei, drei Wochen was von – zum kotzen, aber so was von!

OK, dieses Jahr versuche ich mich mal selber komplett aus den Takt zu bringen und mache Montag gleich mal ’nen Nachtdienst, vielleicht rüttelt das dann alles andere etwas schneller zu recht.

Hautecht!

Erste Verzweiflungtaten wegen Corona. Ich schaue spät noch in einem Shoppingsender rein und falle fast vom Glauben ab. Dildos, Vibratoren, Plastikmuschis und was nicht noch alles. Und dazu die anpreisenden Stimmen von wegen „acht verschiedene Stufen“, „40 Zentimeter“ und ganz wichtig der „Hase für die Klitoris“. Top war aber dann die Aussage, dass viele Kundinnen es wünschen, dass es sich echt anfühlt und da Material daher „100-prozent hauchtecht“ sei. Ich bin dann ins Bett.

Wo nichts ist …

… kann auch nichts gebloggt werden.

So geht es mir gerade. Alles still. Alles steht.

Ich bin wieder bei gaga aktiv, lese dort einen ‚lesbischen Roman‘ von Piere Louys von 1901 Korrektur, wobei der Verfasser deutlich macht, dass er das nur schreibt, um zu warnen!

Nach dem neuen Le Carré  nun der neue Baldcci und ich muss mir Lesepausen verordnen, weil dass meinen Augen auf die Dauer echt nicht gut tut.

Hau‘ mir die 3. Staffel von Elite rein und gebe gerne zu, dass mich das echt fasziniert, wie die Drehbücher über all die Folgen konzipiert sind. Hätte ich auch gern mal gemacht.

Mein Mann hat Mundschutze genäht.

Spagat

Ich kann nicht so tun, als wäre nix.

Ich kann aber auch nicht mich nur mit dem Virus beschäftigen.

Und es wird mir mal wieder klar, welche Spagate man so ’normalerweise‘ locker lebt.

Sonntag Nr. 2

Die geänderte Situation ändert. Ich hatte gestern mir frei genommen weil es a) auf Arbeit nix zu tun gibt und es mir b) gerade gut tut, als würde ich so tun, als hätte ich Urlaub und bräuchte mich nur mit mir beschäftigen.

Gestern auf dem Markt gewesen und daher war es heute unnötig einzukaufen. Üblicherweise sind mein Mann und ich eigentlich jeden Tag im Supermarkt – das gehört halt einfach zu uns, weil wir uns immer recht spontan überlegen, was es zum Essen geben soll. Nur eben Sonntags nicht.

Da wir also heute nicht einkaufen waren, ist gefühlt Sonntag. Und morgen dann gleich der nächste.

Auf dem Markt

Enorm lange Schlangen auf dem Wochenmarkt vor den einzelnen Ständen. Aber nur, weil alle den Sicherheitsabstand von zwei Metern mit einem Sicherheitsabstand von einem Meter einhalten. Von oben dürfte das ein leicht bizarres Bild geben, wie sich die Schlangen schlängeln und kreuzen.  Viele Stände haben ihre Mitarbeiter aufgestockt, weil man die Ware (bei Gemüse etc.) nicht mehr selber anfassen darf. Selten so wenig warten müssen, scheinbar sind doch ein paar weniger unterwegs. Ich ertappe mich dabei, von allem ein bisschen mehr als sonst einzukaufen. Dennoch, die Stimmung ist auf dem Markt gelöst nur eine Frau hat Angst, dass man ob der Lücke vor ihr sich reindrängen könnte. Aber bei dem Gekeife von ihr, weiß das bald der ganze Markt.

Der Buchhändler hat offiziell geschlossen, aber man kann klingeln, dann reicht er die gewünschten Bücher raus. Muss ich Montag unbedingt einer Kollegin erzählen, ihr Buchladen hat vollkommen dicht gemacht.

Anton Weyrother

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