Durch die Zeit

Kategorie: Vom Tage

Bald ist Sonntag, 14:30 Uhr

›Gut‹, dass die ›Corona-Affäre‹ (hier und hier) in der Mediationsausbildung passiert ist. Heute, zu Beginn der letzten Ausbildungseinheit räumen die Leiterinnen Zeit ein. Und mit Hilfe der Moderation können wir wenigstens zu hören und bekommen Zeit, selber seine Stellung zu vertreten. Das läuft sehr offen und sehr klar ab, aber nicht verletzend sondern in gewisser Weise umsichtig. Dennoch bleiben die Differenzen enorm.

Ich meine eine gewisse Betroffenheit bei den anderen zu spüren, als ich ausführe, dass ich als Schwuler ja schon ›gute Erfahrungen‹ mit einer anderen tödlichen Seuche gemacht hätte, aber dass der Unterschied zwischen AIDS und Corona darin bestehe, dass man bei ersterem aktiv im Sex beteiligt sein muss, während bei zweiteren ein einfaches Anhusten ausreichend sein kann.

Die beiden Coronaleugner weisen dass natürlich weit von sich und sehen das Vertrauenverhältnis auch nicht gestört.

Ich bin nur noch wie ein Zuschauer dabei und beteilige mich nicht mehr, denn bis auf zwei sind alle froh, dass man jetzt wieder fröhlich die Decken des Schweigens drüberlegen kann, anstatt konsequent zu sein.

Schade das. Die kleine Rache wird sein, dass N. und ich weder ein Gedicht noch ein Lied zum Abschluss präsentieren werden, sondern eine konkrete Umsetzung.

GT (68)

Einmalige Abschiede sind schwer zu gestalten. PsychoDoc hatte so Ideen, gingen aber – leider, leider – nicht so richtig auf. Eine eher schleppende letzte Stunde.

Was es mir einfach machte: Ich habe die Mail-Adressen von C.II und J.

Zum Abschluss gab es nicht nur vier (!!!!) Flaschen Therapiewein sondern auch noch einen Strauß Therapieblumen für meinen Mann, der wohl ganz froh ist, dass die Mittwochabende nun vielleicht etwas freier, mit weniger Tränen, mit weniger Ausbrüchen, mit weniger Rückzügen, mit weniger Schmerzen ablaufen werden.

Fazit nach 27 Monaten Gruppentherapie: Scheiß-geile-anstrengende-blöde-tränenreiche-schmerzhafte-öffnende-befreiende-wehtuende-befreiende-rücksichtlose-bereicherende-ängstigende-panische-lustige-skurrile-normale-menschliche-peinliche-stimulierende-….Zeit.

Ich kann es noch nicht genau benennen – aber in einer Woche habe ich ja Wochen Gelegenheit genau das zu präzisieren – aber ich bin kein »kein sprachloses Kind mit Schwanz« mehr!!! Ich bin ’nur‘ mehr noch ein sexuell missbrauchter Mensch, der sich stellt!

Applaus für die, die mich begleitet haben, Applaus für die, die still mitgelesen haben – und Applaus für mich, der das durchgestanden hat und die die Karte „Feigheit“ nicht gezogen hat.

Da wird selbst Samuel Beckett blaß

Ich bin ja schon ein Freund des absurden Theaters, aber was in unserer Mediationsausbildungssignalgruppe gestern Abend und heute abging … lieber Samuel Beckett, lieber Eugene Ionesco, lieber Luigi Pirandello, ihr seid Waisenknaben dagegen.

Höhepunkt der Coronaleugnerin war dann ihr Statement, dass die Gruppe eine „erzwungene Unterordnung des Individuums unter das Kollektiv“ fordere – nur weil einige es gerne hätte, dass sie sich zumindest testen lässt. Hat sie natürlich abgelehnt, da Tests – übringens egal welcher – „keine Infektionen nachweisen kann“ und (!) „eine hohe falsch positiv Quote“ hätte. Also was jetzt? Ne falsche Quote oder kein Nachweis? Echt, und so was ist Mutter! Ich finde, das ist Kindeswohlgefährdung.

Die Frau und der Typ, der mal schnell abgetaucht ist, sind bei mir jedenfalls komplett unten durch. Das Ausbildungswochenende wurde nach online verlegt, mein Vertrauen ist weg und den Ausbilderinnen habe ich schon geschrieben, dass ich sicher keine Kleingruppenarbeit mitmache, bei denen eine:r von den beiden dabei ist.

Fortsetzung folgt.

Vollknallköpfe

Zwei aus meiner Mediationsausbildung meinten es sei eine gute Idee, am Wochenende ohne Maske in Kassel auf die Straße zu gehen, und gegen Corona zu demonstrieren. Jetzt sind sie etwas bleidigt, weil manche nun überlegen, das letzte Ausbildungwochenende doch lieber digital abzuhalten, anstatt wie gewünscht live.

Testen wollen die beiden sich auch nicht – also bin ich definitiv raus. Überhaupt kein Vertrauen mehr in die beiden, denn kann ich denen noch glauben, dass sie am Vorabend vielleicht nicht noch Party gefeiert haben?

Rote Grütze gab es zum Schluss

3. Online-Essen. So langsam gewöhne ich mich fast dran. Vorteil, jemand aus Stuttgart (oder so) war problemlos zugeschaltet. Eins ändert sich aber nicht. Die Gastgeber – die das Essen geliefert haben – also mit dem Kochen von Kartoffeln .. also so richtig ist das ihr Ding nicht. Ansonsten einfach schön, von anderen im Dialog mehr zu erfahren.

Top 5

Wenn ich sage: „Ich bin dann ab Ende März in Reha“, dann kommen – nach Häufigkeit gelistet – folgende Fragen:

Platz 1: Wo? (Antwort: Bad Kissingen – Gegenreaktion: Muss angeblich schön sein.)

Plazt 2. Wie lange? (Antwort: 5 Wochen Gegenreaktion: Oh, gut. Aber frag doch mal nach einer Verlängerung.)

Plazt 3: Was für eine Art von Reha ist das? (Antwort: Psychosomatisch (und wenn ich etwas Vertrauen haben oder die Person besser kenne: Ist auf Trauma spezialisiert.)

Platz 4: Warum? (Antwort: Na ja Trauma halt. (Und wenn ich die Person besser kenne oder mal so mutig bin, um einfach mal zu schauen wie die Reaktion ist: Ich bin als 12-jähriger sexuell missbraucht worden.))

Platz 5: Hast Du eigentlich schon Pläne für den Sommer (oder eine wie auch immer geartete Frage – jedenfalls keine, die auch nur einen Hauch von Berührung hat zu den oben genannten Fakten oder Inhalten.)

(Aushilfs)Detektive

Wenn man mir gesagt hätte, dass Mediation so spannend sein kann, dann hätte ich die Ausbidlung schon vor 40 Jahren gemacht!

Heute erste Einzelgespräche mit Führungskräften und das Gesamtbild verschiebt sich, manche Dinge werden klarer, andere noch viel unverständlicher.

Einer der Führungskräfte sagt seinen Einzeltermin mit uns ab, über die Kollegen bekommen wir ein paar Infos, die diese Absage für uns suspekt macht. Am späten Nachmittag treffe ich mich mit N. und wir spekulieren mal wieder – übrigens eineinhalb mal so lang, wie die Einzelgespräche – und kommen dann auf eine Idee. N. und ich erzählen das unabhängig von einander unseren jeweiligen überaus kritischen Männern, die beide sozusagen synchron nur noch nicken.

Echt spannend und wir fühlen uns gerade als Detektive. Mir tut es schon in der Seele weh, dass ich das für mich unterbrechen muss und in die Reha gehe … aber was hilft, wenn ich jetzt den Medationsprozess gut hinbekomme, aber dann meinen eigenen inneren Prozess abwürge. Ich muss mit mir noch etwas länger umgehen, als mit dem Auftrag (hoffe ich).

Auf Punkte gebracht

  • Werde früh wach und rege mich dann auf, dass schon wieder sechs Wochen ins Land gegangen sind, ohne dass der Chef sich zu der Gehaltserhöhung geäußert hat, was er ja zeitnah … also Mail an ihn und überraschend innerhalb einer Stunde die Antwort: Werde höhergruppiert (auch wenn nur auf das, was ich als Untergrenze sehe), man hat es vergessen mir mitzuteilen.
  • Meine Kolleginnen waren hörbar nicht amusend, dass ich jetzt dann für fünf Wochen ausfalle (mit der Option auf acht – aber da werden sie sich dann freuen, wenn ich nach sechs oder so wieder komme *grins*) und sogar davor noch zwei Tage Urlaub haben will. Aber somit ist es amtlich, dass ich die Reha mache. Das hat auch viel mit der Therapie von gestern zu tun, die mir Freiheit gegeben hat.
  • Viel gearbeitet dennoch nicht, hab‘ einfach Denk- und da-sein-Zeit gebraucht.
  • Mediationsgruppe irre anstrengend, schwer, die in den Grenzen zu halten. Ist so ein Balance-Akt zwischen reden lassen, weil es wichtig ist und eingrenzen, weil Schwätzerei nichts bringt. In der Schlussrunde viel Unzufriedenheit mit der Sitzung und uns – aber zum ersten Mal Applaus.
  • Richtig geiler Austausch mit N. danach per Chat. Sind schon am überlegen, die Abschlusspräsentation sein zu lassen und nur den Chat vorzulesen.
  • Aus dem Tag hätte man drei machen können!

Chance(management?)

Es wird gerade etwas dünne bei mir hier im Blog. Es gäbe zwar eine Menge zu berichten, aber es veränderen sich gerade meine Tagesstrukturen. Mein Internetkonsum nimmt gerade massiv ab, der Blog hier ist mir nach wie vor wichtig, steht aber nicht mehr so ganz weit oben.

Bücher und Hörbücher sind nach wie vor wichtig – aber auch die verlieren gerade an ihrer Platzierung.

Es scheint wohl gerade einer dieser seltenen Lebensmomente zu sein, in denen ich wahrnehme, dass sich etwas ändert, aber dass diese Änderung von mir / durch mich vorgenommen werden.

Ich muss mit N. eine gute Lösung wegen des Mediationsauftrags finden und wenn ich dabei das Geschenk des Therapeuten heute einfach mehr im allgemeinen beherzige, dann könnte ich nun doch wohl gut in die Reha gehen.

Das wird noch ein Stück Arbeit werden, aber ich mag mich der gerade auch stellen.

Stellungsbefehl zum 31.3.

Boa, ich sag’s Euch! Mir geht gerade die Pumpe!

Reha-Klinik hat gerade angerufen. Sie hätten einen Platz: 31.3. Alles weitere käme per Post. Einens schönen Tag noch.

Und was ist mit meinem Mediationsauftrag? Ich kann den nicht einfach mal fünf Wochen so ohne Weiteres unterbrechen.

N. gleich angerufen. Wohl von Vorteil, dass sie Ärztin ist. Sie lässt keinen Zweifel daran, dass ich das machen soll und dass wir das schon »wuppen«. Erste Möglichkeiten ausgelotet. Da kommt jetzt viel Organisationsgedöhns auf uns zu.

Ich glaub‘, das musste ich so deutlich von ihr hören, um es nun angehen zu können, denn mein Psychodoc hat wirlich recht: »Von so einem Missbrauch haben Sie länger was von«.

Nur kurz

Mit »Bridgerton« wäre ich heute wesentlich weitergekommen, wäre ich nicht meiner staatsbürgerlichen Pflicht nachgekommen und hätte mal wieder einen auf »Wahlausschussbeisitzender« gemacht und wäre nicht P. hier für eine halbe Stunde ausgestiegen, so dass es mal wieder für einen Kuss gerreicht hat.

Mediation (2)

Nein, ich werde keine neue Reihe aufmachen. GT (68), was ja gestern dran gewesen wäre, ist ausgefallen da viel zu müde, da Besuch und da echt nichts berichtenswertes.

Heute zweite Mediationssitzung mit den neun Leuten. Ein kleines Stück weiter in die Materie eingedrungen. Wenn alle den Prozess ernst nehmen, wird das ein spannender Ritt auf einem Pulverfaß. Spannender Moment, als die Gruppe meinte, einen Weg vorgezeichnet zu haben, um dann von mir hören zu müssen: „Den Prozeß, den bestimmen wir.“ Da wird es den ersten gedämmert haben, dass zu einem Konflikt immer zwei gehören.

Mit N. noch eine längere ›Kurz‹analyse. Unsere Spekulationen bewahrheiten sich einerseits grob, aber durch die neuen Informationen müssen wir in immer weitere Richtungen denken, neu spekulieren, was uns zu neuen Fragestellungen führt, die wir zu ergründen suchen. Und das macht mit ihr einfach so richtig Spaß, weil wir wohl analytisch ähnlich aufgestellt sind und zudem mit dem Bauch umgehen können.

Aber drei Stunden können richtig anstrengend sein.

Das Ende naht!

Wir besitzen jetzt einen Duschhocker!

Wer die Wahl …

Morgen Start mit dem letzten Band Proust. Also sollte ich langsam beginnen mir zu überlegen, was ich dann lese (aber nur für mich, ohne Internet oder so). Ein japanischer Liebesroman steht auf der Liste, aber der ist nicht nur knapp 2.000 Seiten dick, sondern auch gleich noch 1.000 Jahre alt. Mit dieser Art von Literatur habe ich ja so überhaupt keine Erfahrung.

Oder doch mal den gesamten Shakespeare in einem Rutsch, also ’nur‘ das dramatische Werk?

Dann gäbe es noch eine dicke Beckett-Biographie oder eben dann nun endlich mal „Zettels Traum“ von Arno Schmidt.

Vielleicht sollte ich hier mal eine Umfragen starten.

Ein Tag ohne Proust

Ich hab‘ Proust heute einfach nicht geschafft.

Nach dem Nachtdienst etwas länger geschlafen, dann notwendigerwiese mich mal damit beschäftigt, ob das mit dem Abschlussfilm für die Abschlusspräsentation der Mediationsausbildung machbar ist. Eben nicht. Daher ausprobiert, ob man PowerPointPräsentationen nicht nur automatisch ablaufen lassen kann (unterschiedliche Einblendungszeiten einzelner Folien) sondern dem Ganzen auch noch eine Tonspur unterlegen kann. Ja, man kann.

Dann noch ein notwendiger Mittagsschlaf mit Lust an sich auf sich – sowie irre Träume.

Mein Mann hat auch so seine Projekte bei denen ich ihn unterstütze, und da es gerade um vier verschiedene Reader für Lehrer geht …

… und da war es auch schon 17 Uhr, ab in die Küche: Kartoffeln, Sauerkraut, Duroc-Kottlets in einer Balsamico-Thymain-Honig-Soße …

… die Corona-Gästinnen …

… und jetzt einfach ohne Hosen ab in Nacht, morgen habe ich ja kein Home-Office und ich muss noch Brote schmieren.

Statt 3 dann 5

Komme um 3 Uhr morgens aus dem Dienst. Wie immer kann ich dann nicht gleich ins Bett. Hole mir auf Zehenspitzen ein Glas Weißwein und ärgere mich etwas, weil Netflix mich mit meinem Profil nicht mehr sehen lassen will. Also nehme ich das von E., was ja wohl eh verwaist ist. Und, tata, Glück: Nach drei Minuten stoße ich auf „Lupin“ – sicher nichts Hochkulturelles, aber genau das, was ich brauche. Dooferweise wird es dann 3, bis ich mich zwinge, doch mal die Augen zuzumachen.

Premiere für Geld

Erste echte Mediation für Geld. Neun Leute, drei Stunden.

N. und ich – das können wir mit Fug und Recht behaupten – waren wirklich gut vorbereitet. Wir hatten Stellen ausfindig gemacht, die etwas schwierig werden könnten und uns dafür schon was überlegt. So zum Beispiel, wenn es mit der Themenfindung schwerfällig werden würde. Haben wir aber nicht gebraucht, die Themen sprudelten einfach nur so. Blöderweise kann nicht ein einziges Thema in der Gruppe ‚gelöst‘ werden, weil dazu die Führungskärfte mit ins Boot geholt werden müssen. Mit dieser Phase hatten wir erst in fünf oder sechs Wochen gerechnet.

Aber eine Lösung haben wir dann doch noch gefunden, nämlich wie wir aus dem neuen Gebäude wieder hinausgefunden haben – durch die Tiefgarage.

Gescheitert

Gescheitert ist, die Resttruppe aus der Therapie zu einer gemeinsamen Webkonferenz zusammen zu trommeln, um mal zu überlegen, was wir dem Psychodoc zum Abschied schenken könnten.

  • L. möchte nur per Ton teilnehmen (immerhin)
  • C. II kann nur zwei Stunden später
  • H. hat weder Cam noch Mikro
  • J. meldet sich nicht

Ein Versuch war’s wert. Nach der nächsten Sitzung habe ich keine Zeit, weil ich gleich zu Verein 1 weiter muss. Und dann sind es nur noch zwei Wochen.

Muss ich mir jetzt deswegen Stress machen und weiter die ‚Verantwortung‘ übernehmen? Ich hab‘ ja schließlich schon was für den Psychodoc zum Abschied.

Ich mach’s mal wie nocheinglaswein

gegessen
Fischsuppe. Definitiv besser als gedacht. Aber ich habe seit meinem Studium ein Trauma, als ein Professor uns das privat aufzutischen meinte und er mir meine damalige Flamme ausspannen wollte – was ihm auch gelang, wie ich Jahre später erfuhr.

getrunken
Zuerst unseren Wermut-Rosé-Aperetif, dann Weißwein (ähh und noch einen Ouzo, oder werden das noch zwei?).

gesehen
Ganz viel Bildschirm, hin und wieder kleine, sich bewegende und sprechende Menschen auf dem Bilschirm, ein paar nackte Menschen (ohne Text und ohne Bewegung), natürlich meinen Mann und ‚meine‘ Zahnärtzin, auf die ich, so nett sie auch immer ist, gerne verzichtet hätte.

gelesen
Irgendwelche Texte, die mit mir nur wenig zu tun haben. Keine Zeile in einem Buch und nur ein paar wenige Überschriften in der Zeitung.

gehört
Verschiedenes von Frank Bridge – aber bis auf das eine Stück, welches es bei Spotify aber gar nicht gibt – werden wir wohl nicht so die Freunde.

Aufwärmphase

So, morgen zwei von drei Kick-offs – der erste echte Kontakt mit unseren ersten Klienten. Das Doofe ist: Sie werden und sehen und hören können, wir sie aber dagegen nur hören (wenn sie denn was sagen). Das erhöht dann doch die Spannung für nächste Woche, wenn es richtig los gehen soll. Noch wissen wir nicht, wie viele sich am Prozess beteiligen werden …

War alles etwas viel die letzten Tage, definitiv zu viel. Ich bin halt echt dann doch keine 22 mehr und definitiv nicht voll bei Kräften.

Daher jetzt nur noch etwas Krimi im Bett.

Über allen Gipfeln?

Das Wochenende quasi durchgearbeitet. Merke immer mehr dass mir, wenn ich nicht meine Ruhe hatte, auch Kontakte dann als ‚Arbeit‘ erscheinen. So schön die beiden Abende auch waren – ich will jetzt morgen schauen, dass ich mal wieder Zeit für mich habe, ohne Ansprüche von außen. Und wenn das das einzige wäre, was ich in der Therapie gelernt habe, dann hätte die schon gelohnt.

Zoom ist schuld! Aber sowas von!

Mir war schon klar, dass es bei einem Freundespaar schon Unterstützung brauchte, um die Zoom-Konferenz für unser virtuelles Abendessen zu starten. Aber dass die nach einer (in Worten „e i n e r“, in Zahlen „E I N E R“) Stunde Telefonchoacing daran gescheitert sind, das Mikorofon bzw. die Kamera anzuschalten …

Ich hab‘ das echt als persönliche Beleidigung empfunden und frage mich, warum mich die Doofheit anderer so arg angeht. Ich hätte hier Vasen zerschlagen können!

Also auf Jitsi (oder wie das heißt) ausgewichen und mit einer Stunde Verspätung dann zum Essen gekommen.

Man muss es denen lassen, dass sie ein Gespür dafür hatten, dass ich mich furchtbar aufregte, und man muss es denen lassen, dass es ihnen gelungen ist, geschickt mich wieder zu beruhigen.

Der Rest des Abends war so, wie gehofft: unterhaltsam, informativ, schmackhaft und sehr kommunikativ.

Die ersten 195,75 Euro

OK, davon gehen dann noch die Steuern ab und ein paar Unkosten – da liegen wir, glaub ich, gerade bei ca. 36 Euro, die wir uns teilen – aber der Rest ist dann einfach mir.

Das find ich gut.

Aber viel besser finde ich, dass N. und ich das einfach machen (können / dürfen). Technisch war das Pre-Kick-Off vor den Führungskräften heute eine mittlere bis mittelgroße Katastrophe (was aber jetzt nicht in unserer Veranwortung lag, da wir die hauseigenen Systeme nutzen mussten, die uns bereitgestelt wurden, jedenfalls halb), inhaltlich war es fast richtig gut. N. und ich müssen da noch etwas geschmeidiger werden (aber seit wie viel Jahren habe ich nicht mehr präsentiert?) und noch so ein paar Dinge … aber wir haben keinen Zweifel daran gelassen, dass wir das wuppen.

Das Schöne an Mediation ist, dass die Mediator:innen nicht den blassesten Schimmer davon haben, wo die Reise hingehen wird – aber sich einfach auf den Prozess freuen.

morgen wirds zumindest anders

Die Nacht war schon irgendwie anstregend, der Arbeitstag dann durchs Nichtstun. Bei uns scheint echt alles auf 0 runtergefahrne zu sein, dass einzige, was superschnell funktionierte, war die Genehmigung der beiden Urlaubstage nächste Woche. Als Ausgleich sozusagen einen echt schweren und anstrengenden Dienst in Verein 1, ohne jede Leichtigkeit.

Heute wir jedenfalls so lange gelesen, bis die Augen zufallen.

Kalt & schön

Bei wahlweise minus 16 oder minus 12 Grad (die Wetterapps konnten sich nicht entscheiden), drei Stunden durchs Weltkulturerbe gestapft. Anstrengender als gedacht, aber bei Sonne ist dann der Schnee einigermaßen erträglich.

Einer meiner Lieblingsorte als glatte Fläche. Nach wie vor ist dieser Ort enorm erotisch aufgeladen, auch wenn da nie was passiert ist. Und bei den Temperaturen heute eh nicht.

Wenn morgen der Rücken mitmacht, bin ich nochmals draußen, dann aber mit Tele auf der Jagd nach Schlittenfahrenden.

Impuls.

Ganz tief in mir war der Impuls gewesen, mit N. einfach weiter zu gehen, um nach ihren drei Jungs zu schauen. Aber der Impuls war etwas zu schwach oder mein Ohr war es (bzw. der Bauch). Wir haben uns verabschiedet, ich zu mir zu Tee und Lektüre, sie zu den Jungs am Hang im Schnee mit Schlitten.

Es bleibt noch etwas kalt, der Schnee bleibt noch etwas liegen, die Jungs werden weiter Schlitten fahren … und sie werden ihn mir schon für eine Abfahrt leihen, um dann dem Opa zu zeigen, wie es richtig geht.

gerade eins

Ich sollte hier mal wieder was schreiben. Aber was?

HomeOffice, den „Arbeitstag“ hinter drei Bildschirmen, ein paar wenigen Telefonaten und noch weniger Mails? Das, was letzte Woche ‚aufgelaufen‘ ist, schon längst abgearbeitet.

Dann ist heute noch die Therapie ausgefallen (wegen Schnee) und die Vorstandssitzung von Verein 1 wurde auch in den virtuellen Raum verlegt – noch mehr Bildschirm.

Mal kurz einkaufen gewesen und somit wenigstens einmal vor der Tür gewesen.

Das ist alles gerade eins: Viel zu wenig von allem (bis auf Schnee und Kälte).

# 571

Winterspaziergang bei minus 5 Grad. Statt dem „Schneekapitel“ aus Thomas Manns „Zauberberg“ habe ich „Schuld und Sühne“ von Dostojewskij auf den Ohren – passt auch.

Runter mit der Bereifung

  • Heute nur sieben Stunden Online-Ausbildung – dafür mit zwei anspruchsvollen Kleingruppenaufgaben.
  • Echt geile Methode gelernt, um Konflikte auf einer tieferen Ebene transparent zu machen.
  • Begonnen hatte der Tag aber gegen drei Uhr mit einem kurzen heftigen Traum, der auf ‚elegante‘ Art und Weise Missbrauch darstellte. Der Traum selber war weiter nicht spektakulär, aber er hatte alle Ingredienzien – nur halt auf kleiner Flamme. Und als ich dann quasi hinter die Bilder geschaut habe …
  • Dann drei Stunden Korrekturen, morgen nehme ich die entsprechenden mündlichen Prüfungen noch ab.
  • Die wenigen Pausen mit Beethoven verbracht und op 132 mit den heruntergeladenen Noten gehört.
  • Piziccotti versucht. Der? Das? Sugo war klasse, die Dinger selber eher ausdruckslos, muss nicht wieder sein.
  • Ich scheine doch recht friedfertig zu sein, mehr als Stufe 4 der Glasl-Skala habe ich noch nicht geschafft.
  • Wochenende will ich den Mut finden, noch eine Frage zu klären.

Bäng!!!

Gestern in den Kommentaren zu Proust gelesen, dass ein Lieblingsstück von ihm der 3. Satz aus dem Streichquartett op 132 von Beethoven gewesen sei. Kannte ich nicht. Mal reingehört. Jetzt in Dauerschleife. Das berührt mich irgendwie.

Und kapiere gerade wohl zum ersten Mal so richtig, dass Musik über die Zeit funktioniert – und wohl so gut wie ohne Abstriche und nicht wie in der Literatur, für die man dann doch Zeitkenntnisse mitbringen muss, um sie zu kapieren.

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