Durch die Zeit

Kategorie: Vom Tage

Entfernung

Es war dieses Jahrs schon spannend zu beobachten, wie weit ich mich in der Zwischenzeit dann doch von der katholischen Kirche entfernt habe. Und das war ein echt weiter weg, bin ich doch so richtig streng katholisch erzogen worden.

Aufgefallen ist mir das an Karfreitag (Fast- und Abstinenztag), als ich mir Wurstsalat zum Abendessen gemacht habe. Wüßte das meine Mutter bzw. meine Schwester … . Und als dann am Sonntag Berichte über Messen und Feierlichkeiten (auch in Jerusalem) gezeigt wurden, waren mir das religiöse Bräuche, mit denen ich genauso viel zu tun habe, wie mit denen aus dem Hinduismus, Buddhismus oder einer sonstigen Religion.

Das soll in keinster Weise abfällig klingen. Mögen anderen das glauben, was sie meinen glauben zu müssen oder zu wollen (solange sie damit keinen Krieg begründen) – aber ich bin aus dem Spiel dann doch draußen.

Minenfeld

Gestern nicht geschrieben, weil der Zickenkrieg in der neuen Abteilung ausgebrochen ist und man hinter meinem Rücken wohl arg, arg schlecht redet. Hat mich ganz schön runter gezogen, weil ich dachte, dass es zumindest in der neuen Abteilung besser läuft. Aber vorhin unter vier Augen noch mit H. gesprochen der meinen Eindruck leider nur bestätigen konnte. Und ich hab‘ so gar keine Lust auf (weibliche) Minenfelder. Echt, das vergällt mir gerade so richtig die Stimmung.

Stimme im Kopf

Lese gerade den neuen Winslow. September 17 habe ich mir den Vorgängerroman, Das Kartell, angehört. Und wenn ich jetzt lese, dann höre ich in mir Dietmar Wunder mit seinen Betonungen. Mag’s!

nachGemacht

Da mir gerade nix so richtig für hier einfallen will, kopiere ich (ohne gefragt zu haben) die idee von der lesenswerten nocheinglaswein:

gegessen
Nr. 132

getrunken
Tee, Kaffee, Tee, Weißwein, Rum, Weißwein

gelesen
Klemperer: Tagebücher
Houellebecq: Serotonin

gesehen
Verräter (netflix)

gehört
Menschliche Abgründe at his / her best

azzuro – bleu – azul – niebieski – blue

Vorgestern vor der Therapie hatte ich so richtig schlechte Laune, die allerschlechtest Laune würde Thomas Bernhard an dieser Stelle schreiben, und hab‘ der auch ein kleinwenig in der Einstiegsrunde Ausdruck gegeben. Ich glaube, dass ist so ein Nebentherapieerfolg.

Mir stinkt es gerade in beiden Jobs gewaltig: in dem einen habe ich nach wie vor nix zu tun und in dem anderen traut man mir nix zu. Da werden dann Bedenken geäuußert ob nach drei Monaten … und ob ich nicht noch erst noch warten will … und ich könne ja erstmal schauen, ob ich die eine Bescheinigung ausfüllen kann (d.h. da trägt man eine Adresse und einen Namen ein!) … seis drum.

Schon vor der Therapie war mir klar: Donnerstag mache ich blau. Nicht nur allein der Gedanke hat gut getan (wie überhaupt Therapie vorgestern, denn etwas entlastende hat sie dann schon, vor allem, mit dem Wunschkarusell am Schluss) sondern der ganze Tag gestern. Das Bemerkenswerte war (und ist): Ich hab‘ einfach kein schlechtes Gewissen – und es will sich auch heute, am zweiten Tag nicht einstellen.

Wer zu spät kommt …

Heute Nachmittag war ich doch tatsächlich so naiv nachzuschauen, ob ich in der Münchner Staatsoper noch Karten für eine Oper Ende Juli mit Iestyn Davies bekommen könnte.

Schwarmintelligenz

Die monatliche Laberrunde von Verein 1. Niemand hat ein Thema – nur ich habe gleich zwei. Und da wir vereinbart haben, dass die vereinsspezifischen Themen vor den persönlichen kommen …

Die Gruppe kommt zwar nur schleppend ins Arbeiten, aber dann sind alle auf Betriebstemperatur und es kommen richtig gute Ergebnisse zusammen. Selbst die Supervisorin überrascht mit hintergründigen Nachfragen.

Aber dann reicht es mir auch mit dem Denken für heute.

Jetzt aber

Gestern spät erst von den Prüfungen zurückgekommen. Danach einfach keine Lust mehr gehabt, den Rechner hoch zu fahren. Lieber auf dem Sofa gesessen und etwas dumm aus der Wäsche geguckt. Zehn Stunden sind halt schon lang, vor allem, wenn es nur punktuell was zu tun gibt.

Dafür sitze ich jetzt schon wieder im Prüfungsausschusszimmer. Doch wenn alles bleibt, wie vereinbart, kann ich in drei Stunden schon wieder gehen. Wäre mir recht. Könnte etwas Entspannung ganz gut gebrauchen. Morgen geht ja die Woche wieder los.

Auch Robert Schuhmann machte Yoga

Der Erfinder / Die Erfinder von Yoga wird gerne in den Zoo gegangen sein. Anders erklärt sich mit nicht die vielen Tiernamen. Heute einen weiteren ‚Hüftöffner‘ namens „Die Taube“. Schon bei den anderen beiden hat die Lehrerin darauf hingewiesen, dass so was einen emotional angehen könnte. War aber nicht. Aber heute. Und wie. Am liebsten hätte ich losgeflennt. Und jetzt hänge ich wie ein Schluck Wasser in der Ecke.

Aber Schuhmann ist mir den ganzen Abend nicht aus dem Kopf gegangen. OK, „Rose“ haben wir noch nicht gemacht, aber war da nicht das letzte Mal ne „Lilie“ dabei (oder doch „Libelle“?) Egal, für mich ist das Lied Beweis gengu, dass auch Robert Schuhmann sich quälte.

Müde bin ich / geh zur Ruh‘ / mache meine Augen (noch nicht) zu

Ich bin gerade ziemlich müde. Also ziemlich ziemlich. Das hängt einerseits mit dieser vermaledeiten Zeitumstellung zusammen, die mir mit zunehmenden Alter aber sowas von auf den Geist geht (und mir gerade überlege, sie nächstes Jahr einfach nicht mitzumachen), andererseits schlafe ich, wenn es gut geht, gerade noch vier Stunden am Stück. Ich schiebe das mal einfach auf die Therapie. Zwar ist mir immer noch nicht klar, wie die was bewirken soll, denn 95 Prozent von dem, was da besprochen wird, geht mich echt nichts an, die restlichen 5 auch nur am Rande … aber solche intensive und anstrengende Träume, die sich nächtelangt quasi immer um ein Themenkomplex drehen, das hatte ich noch nie.

Vor Jahrzehnten war ich mal besser darin, mir Träume zu merken. Konnte die am nächsten Tag dann aufschreiben. Jetzt – mit Müh und Not – behalte ich gerade noch so etwas wie einen Inhaltskern. Der ist jetzt aber leider wiederum auch nicht so komplex, dass es da groß etwas zu besprechen oder diskutieren gäbe.

Zu Beginn der Therapie musste ich ja unterschreiben, dass es zu „Verschlechterungen“ – auch in der Beziehung! – kommen kann. Das ist jedenfalls defintiv eine – auch wenn ich von ‚gutem‘ Schlaf ja eh schon seit Kindertagen weit entfernt bin.

Hinzu kommt, dass ich gerade offen bin. Das nicht nur, weil wir in Yoga so eine komische Übungen machen, die einem Spagat gleich kommt und so unendlich im Schritt zieht und sicherlich furchtbar obszön aussieht, sondern weil ich gerade viel frage und vor allem meine Frage in den Raum stelle und mich den Antworten der anderen aussetze. Da kommt – Überraschung! – einiges Gutes dabei rum, nur der Kopf braucht halt auch so seine Zeit.

Kurz: Morgen habe ich einen Tag Urlaub (bis auf Therapie und Vorstand Verein 1), werde endlich mal wieder am Stück lesen und immer dann, wenn es mir danach ist, mir die Eier kraulen und in die Luft gucken, die Gedanken Gedanken sein lassen und tief durchatmen.

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