Durch die Zeit

Kategorie: Vom Tage

Hermes, die zweite. Eine Warnung

Das angebliche Transportunternehmen Hermes ist nach sieben Tagen immer noch nicht in der Lage, mir das Päckchen zuzustellen.

Bei einem erneuten Anruf heute kam zudem die Auskunft, dass sie auch keinen Liefertermin nennen können sondern mich auf „unbestimmte Zeit“ vertrösten müssen.

Dienstleistung ist sicher etwas anderes und ich würde allen abraten, diesen „Dienst“ in Anspruch zu nehmen. Das ist einfach nervenschonender, denn das Ergebnis bleibt sich ja gleich.


Nachtrag eine Stunde später

Auf meine Beschwerdemail erhielt ich prompt eine Antwort mit folgendem Inhalt:

Derzeit erhalten wir viele Anfragen. Daher benötigen wirmomentan mehrere Tage für eine Antwort. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Ich denke, dazu braucht es von mir keinen weiteren Kommentar.

Melde mich …

… nachträglich hier einfach mal krank.

Weiß echt nicht, welche ICD der Arzt schreiben würde – aber irgendwas mit „unbestimmt“. Viel Kopfweh, Schlappheit, Schlafsehnsucht (unerfüllt meist) und so nen kleinen Tunnelblick.

Hermes

Man erinnert sich aus der Schulzeit: Hermes, das war der mit den Flügeln an den Fersen ggf. auch mit zwei am Helm und hatte als Jobbeschreibung: Bote, genauer: Götterbote.

Kein schlechtes Vorbild, was sich da der nicht nur weltliche sondern auch neuzeitliche Paketdienst Hermes genommen hat. Dass das mit dem göttlich wohl auf Erden nicht hinkommen kann, mag man ja noch verstehen, aber dass das mit dem Boten an sich dann auch nicht klappt, verwundert bei einer solchem Dienstleister dann schon.

Am Dienstag sollte mein neues Handy kommen. Der Hermesboten stand vor verschlossener Tür, da sehr, sehr viele Mensche um die Uhrzeit, wie auch der Bote, arbeitet. Der Bote, ob mit oder ohne Flügel weiß ich nicht zu sagen, war ja nicht da, versuchte es auch erst gar nicht bei den Nachbarn (da hätte er bei zweien zwar keine 100-prozentige Chance gehabt, aber doch eine von 95 Prozent) sondern er hinterließ eine eher schnöde Benachrichtung mit dem Inhalt, er würde es am Mittwoch nochmals versuchen.

Am Mittwoch von einem Boten keine Spur, auch keine Nachricht. Nix. Die Sendung der Paketnummer im Internet ergab (bis heute übrigens) die Auskunft: Der Nachweis könne erst zwei (!) Stunden nach erfolgloser Zustellung angezeigt werden.

Der Donnerstag verlief wie der Mittwoch.

Der Freitag verlief wie der Donnerstag. Mit dem Unterschied, dass ich jemand ans Telefon bekommen habe. Die Aufkärung:


Dienstag: gescheiterter Zustellversuch
Mittwoch: Der Bote hatte zuviel zu tun und es zeitlich nicht geschafft.
Donnerstag: Auto kaputt
Freitag: Das Paket befindet sich wieder im Verteilzentrum und wird für eine weitere Auslieferung vorbereitet.

Voraussichtliche Ankunft hier: Am Dienstag.

Hätte der echte Hermes so gearbeitet, Zeus wäre einiges an Strafen eingefallen.

So oder so

Seit Woche lebe ich ohne Handy. Und ich muss sagen, es ist nicht nur möglich, sondern auch lebenswert. Der einzige Nachteil ist, dass etws an Komfort fehlt. Schließlich kann man nicht mehr zehn Minuten vor einem Treffen mitteilen, dass man 15 Minuten später kommt. Plötzlich muss man sich auch auf andere verlassen (können).

Wegen mir hätte das eigentlich so weiter gehen können, aber mein Mann machte am Wochenende doch einen gewissen Druck – und so habe ich mir das Billigste vom Billigsten jetzt mal bestellt.

Heute hätte es kommen sollen. Natürlich war der Bote zu einer Uhrzeit da, an der ich nicht zu Hause war (wie immer).

Und plötzlich fehlt es mir etwas und ich hoffe, dass es morgen dann da ist bzw. ich, wenn der Bote …

Zu wenig, also: Is nich‘!

Heute auf dem Amt. Auf Bitten wollte ich für eine befreundete Türkin eine „Verpflichtungserklärung und Einladung von visumspflichtigen Ausländer/-innen“ abgeben. Darf ich aber gar nicht. Ich verdien zu wenig und da hat der sStaat hat Angst, dass er auf envetuelle Kosten sitzen bleibt, da bei mir zu wenig zu pfänden gibt. So die nette Auskunft der Frau hinterm Schreibtisch.

Ich lass‘ das mal jetzt ohne Kommentar so stehen.

Wunder gibt es doch

Erster Dezember-Samstag. Die Innenstadt ist übervoll. Die Läden brechen vor EinkäuferInnen quasi zusammen (machen aber Kasse!) P. möchte in den Saturn, weil er für seiner Tante sich über etwas informieren will. Nach gut zehn Minuten stehen wir vor dem entsprechendem Regal und kapieren: We are oldschool – aber sowas von: denn wer hat heute noch einen MP 3-Player, geschweige, wer will denn noch sowas kaufen? Meine Idee, ein Handy als Player zu mißbrauchen wird von P. argwöhnisch beäugt, seine Tochter G. findet daran aber Gefallen. So stehen wir irgendwann ratlos vor einer Handy-Batterie mit der Preisspanne von 59 bis 999 Euro,. Und dann passierts: Wir werden angesprochen! Im Saturn! Von einem Saturn-Mitarbeiter!!! Freiwillig!!!!!

Ich falle also mal schnell vom Glauben ab und erwarte, dass wir jetzt nen Handyvertrag aufgeschwätzt bekommen. Doch der Mitarbeiter will erstmal wissen, was wir wollen. Nochmals zum mitschreiben: Der Saturn-Mitarbeiter will (!) wissen (!) was wir (!!) wollen (!!!).

P. erklärt. Daraufhin bekommen wir eine fachgerechte, ehrliche, klar verständliche, überzeugende und wohl auch fachkompetnte Beratung. Weil das Thema von P. auch meins ist, stelle ich zwischendurch Fragen. Es gibt weder Ausflüchte noch Allgemeinplätze. Am Ende sind zwei Produkte in der engeren Auswahl und er empfiehlt das, was 8 Euro teurer ist – und begründet es aufgrund der Anforderungen von P. Aus Lust ändere ich einen Parameter der Anforderungen – und der Typ springt zu was ganz anderem, weil wenn das dann das, wenn aber das, dann das.

Irre! Bei Saturn gibt es dann doch Mitarbeiter(Innen) die a) Ahung haben, b) Zeit haben, c) Kunden von sich aus ansprechen, d) auf die Kundenwünsche eingehen und e) einen nicht doof aussehen lassen.

Von allergrößter Wichtigkeit

Der Hauptgeschäftsführer bittet den Geschäftsführer in der Kasse (???) nachzufragen, ob Frau S. (Abteilung III) und ich (Abteilung II) ein Paar seien. Die Kasse meint es verneinen zu können, fragt aber vorsichtshalber nochmals bei Frau S. nach, ob sie eine richtig Auskunft gegeben hat oder ob sie die Aussage korrigieren soll.

Sonst gerade nix zu tun?

P.S. Frau S. darf ich ab heute „Schatzi“ nennen.

Adventskalender

Es geschehen doch noch Zeichen, wenn auch nicht gerade Wunder. Normalerweise bin ich es ja, der jedes Jahr einen Adventskalender macht (seit einigen Jahren digital als Kurzzeitblog) – dieses Jahr habe ich mal selber einen bekommen, also genauer gesagt zwei, noch genauer gesagt auch nicht digital sondern aus Papier, wenn auch mit ohne Schokoloade. Was sich hinter den Türchen versteckt, weiß noch nicht, aber die Geste hat mich schon gefeut. Vorallem der zweite, der von der GF von Verein 1 kam. Mit nem Brief dabei – und zwar einem persönlichem.

Jetzt darf ich nur nicht vergessen, meinen morgen zu verschicken, nach dem ich dieses Jahr echt Zeit gebraucht habe, was für die 24 Einträge zu finden.

Hat es heute morgen gegeben?

So ein Tag halt, von dem man nächste Woche schon gar nicht mehr weiß, ob er überhaupt gewesen ist. Immerhin im bösen Internet drei Bücher von meiner Wunschliste gefunden und downloaden können.

Noch ne gescheiterte Annäherung

„Heimat“-„Urlaub“. Also ein Wochenede in meiner Geburtsstadt. „Heimat“ ist das schon lange nicht mehr, aber eine andere hat es danach auch nie gegeben . (Köln hätte es werden können, wenn wir da nicht nach vier Jahren wieder weggezogen wären.) Muttern „feierte“ Geburtstag, d.h. die Restfamilie war heute essen. Aber zu sagen, zu erzählen hatte man sich so gut wie nichts. Ein paar Belanglosigkeiten eben, mehr nicht, nichts darüberhinaus. Ich find’s echt irgendwie traurig.

Wenn ich mir dann die Familie von E. bzw. T. anschaue, klar, da ist auch nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, echt nicht, aber dennoch, die interagieren, reden, sind sich irgendwie auch nah bzw. nehmen sich wahr … . Ich weiß in der Zwischenzeit auch nicht mehr, ob ich wirklich dahinter kommen will, warum das so ist, so geworden ist. Schräg ist das allemal und hat, vereinfacht gesprochen, einfach damit zu tun, dass es eine Menge von Tabus gibt.

Egal für heute, ich komm‘ eh nicht so richtig ran.

Es war halt einfach nur anstrengend und wenn man wo ankommt und gleich wieder weg will, dann ist es kein gutes Zeichen.

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