Durch die Zeit

Kategorie: Zukünftiges

Entfernung

Es war dieses Jahrs schon spannend zu beobachten, wie weit ich mich in der Zwischenzeit dann doch von der katholischen Kirche entfernt habe. Und das war ein echt weiter weg, bin ich doch so richtig streng katholisch erzogen worden.

Aufgefallen ist mir das an Karfreitag (Fast- und Abstinenztag), als ich mir Wurstsalat zum Abendessen gemacht habe. Wüßte das meine Mutter bzw. meine Schwester … . Und als dann am Sonntag Berichte über Messen und Feierlichkeiten (auch in Jerusalem) gezeigt wurden, waren mir das religiöse Bräuche, mit denen ich genauso viel zu tun habe, wie mit denen aus dem Hinduismus, Buddhismus oder einer sonstigen Religion.

Das soll in keinster Weise abfällig klingen. Mögen anderen das glauben, was sie meinen glauben zu müssen oder zu wollen (solange sie damit keinen Krieg begründen) – aber ich bin aus dem Spiel dann doch draußen.

Wer zu spät kommt …

Heute Nachmittag war ich doch tatsächlich so naiv nachzuschauen, ob ich in der Münchner Staatsoper noch Karten für eine Oper Ende Juli mit Iestyn Davies bekommen könnte.

Die Ausweise bitte!

Heute meine erstes Mal als „Stellv. Prüf.Vors. des MPA* XY“. Und die bestand nicht nur darin, zwei schwere Koffer mit den Prüfungsunterlagen zu schleppen sondern dann 35 Prüflinge bei ihrem ersten Tag der schriftlichen Prüfung – mit zwei anderen – zu beaufsichtigen.

Und der echt anstregende Prüfungstag für die begann mit der Feststellung der Anwesenheit, bei der wir uns mit Hilfe eines mitzubringenden „Ausweispapiers mit Lichtbild“ überzeugen mussten, dass da die angemeldeten auch saßen. G. der noch-Vorsitzende las die Namen vor und ich sprintete in dem Raum von Tisch zu Prüfuling, um mich davon zu überzeugen, dass das, was ich hörte, mit dem, was ich las, auch übereinstimmte. Damit war auch mein aktiver Part beendet, der Rest bestand aus zwei Mal drei Stunden zugucken, dass niemand abschreibt und dass nicht zwei gleichzeitig auf die Toilette gehen. Ohne Scheiß, das war echt nicht unanstrengend, denn schließich musste man ja noch sowohl gravitätisch-streng wie aufmunternd-kumpelhaft gucken.

Klar, werden die sich nicht gefragt haben, was das für ein Heiopei da vorne ist, der seine Lebensaufgaben anscheinend darin sieht, auf Prüflinge aufzupassen – und ich finde es mit meinen Augen (Insider!) auch recht skurril, gerade in diesen MPA geraten zu sein – aber ich glaub‘, man kann als Prüfer irgendwie auch Mensch bleiben.

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*MPA = Meisterprüfungsausschuss

So langsam …

Heute schrieb mir der Justizhauptseketär S. (Im Grunde könnte so auch eine Erzählung von Franz Kafka beginnen – aber Schuster, bleib‘ bei deinen Leisten.) Und er machte recht unmissverständlich klar, dass ich am nächsten Dienstag zu erscheinen hätte und dann auch gleich noch an einem Tag die Woche drauf.

Ich meine, da passiert vier oder fünf Jahre so gut wie gar nichts, egal wie ich mich bemühte und anbot (oder auch aus Frust nicht) und jetzt kommt alles auf einmal zusammen:

  • Zweiter Halbtagsjob (neu)
  • Meisterprüfungsausschuss AO (neu)
  • Meisterprüfungsausschuss Teil IV (seit letztem Jahr)
  • Therapie (neu)
  • Altherrensport (schon länger)
  • Yoga (neu)
  • und nun eben doch noch Schöffe beim Landgericht (neu), wenn auch nur mal für eine Verhandlung. (Aber wenn die so früh auf mich zurückgreifen müssen … mal sehen.)

Dazu ja noch die Tätigkeit bei Verein 1, die ja auch nicht gerade arg wenig ist (gar nicht neu, eher schon alt).

Wann soll ich da denn das viele, viele Geld ausgeben?

Diener zweier Herren

Nun, das stimmt nicht ganz, die Überschrift. Nur der eine Abteilungsleiter ist ein Herr (AL2), die andere eine Frau (AL3). Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass die Organisation gerade etwas mit meinen zwei Verträgen überfordert ist.

AL3 pocht – mit gutem Recht, die Stelle ist gefördert – auf eine absolut korrekte Zeiterfassung. Aber die Personalabteilung kann mich im Zeiterfassungssystem nicht zwei Mal anlegen. Jetzt die Überlegung, wenigsten einen „Projektstatus“ im System für mich anzulegen. Dass kann aber nur die Herstellerfirma – und die ist telefonisch nicht zu erreichen. Also schreibe ich einen Stundenzettel wie vor 50 Jahren.

Ebenfalls gibt das Sytem es nicht her, dass beide ALs meine Urlaubsanträge abzeichnen. AL3 ist damit einverstanden nur die Dienstreisen zu genehmigen (was auch unter ihr anfallen wird), während AL2 die Urlaube abzeichnet. Der weiß aber nocht nichts von seinem Glück. Wie das mit den Gleittagen dann geregelt wird, ist noch offen.

Richtig spannend wird es aber, wie ich mit meinem Resturlaub und den Überstunden vom letzten Monate verfahren kann. Die will AL3 auf dem Projekt nicht auch nur mit einer einzigen Minute sehen, will mir aber nicht versagen, mal eine Woche in den Urlaub zu fahren. Ich solle dann vor- oder nacharbeiten. Wie das dann sinnvoll zu bewerkstelligen ist …


’s einfach so!

Mag jede/r denken was mag, aber für mich ist es einfach so: Hey Kölle, do bes e Jeföhl!

Und mir geht gerade echt das Herz auf!

Die Tinte ist trocken

Endlich!

Zwar ist noch nix geklärt, aber ab Freitag hat das Lotterleben (vorläufiges) Ende.

12. Buch, Vers 464

Wenn man mich nach meinem Alter fragt, dann werde ich es jetzt so schön umschreiben, wie ich es gerade bei Ovid in den „Metamorphosen“ gefunden habe:

huic aetas inter iuvenemque senemque

Was heißen soll: zwischen Mannesjahre und Greisenalter.

(Mir fällt gerade kein Titel ein)

Ich find es und mich gerade etwas anstrengend. Da gilt es viel zu organisieren und zu planen. Merke, wie ich übermäßig schnell in Stress komme – aber immerhin dann auch einigermaßen zeitnah mich auch wieder runterbringe und Alternativen sehe. Scheinbar bin ich so etwas nicht mehr gewohnt und daher schnell leicht überfordert.

In den letzten Jahren hatte ich halt schon eine behäbigen Ryhthmus, der gerade komplett aus dem Takt kommt. So habe ich seit zwei Tagen keine Seite in meiner Tageslektüre mehr gelesen.

Andererseits hat mich gestern bei einer Folge vom „Tatortreiniger“ die Idee beeindruckt, einfach mal etwas zu machen, um nicht nur die anderen, sondern auch sich zu überraschen. OK, das wird jetzt dann nicht dieser eine Lehrgang sein, den ich ggf. absolvieren muss, für den ich aber schon seit bald einem Jahr als Prüfer agiere. (Das wird sicher eine nette Szene, wenn ich meinen PrüferkollegInnen als Prüfling gegenübersitze und weiß, auf welche Fragen sie gerne welche Antwort hätten, wenn sie sich nicht die Mühe geben, mich zu überraschen.)

Immerhin das WE verspricht ruhig zu werden.

Ach ja – den Urlaub haben wir auch noch schnell mal gebucht, ich war gestern immerhini nicht im Verschiebe- oder Vermeidungsmodus sondern im Hau-weg-Modus.

Reduktion

Statt 34 verschiedene Passwörter habe ich ’nur‘ noch 13. Den ganzen Nachmittag daran gesessen, die verschiedenen Systeme und Webseiten auf einen bzw. auf ein paar wenige Nenner zu bekommen. Ist mir nicht immer gelungen, denn es gibt einige Seiten, in denen eine Passwortänderung irgendwie nicht vorgesehen ist. Aber immerhin weiß ich jetzt, dass ich doch tatsächlich vier verschiedene email-Accounts besitze. Für was ich die eigentlich brauche, weiß ich nicht, werde es aber vielleicht noch rausbekommen.

Das Scharlachrote K

... und der Zirkus drum herum

no_more_money_4_shit

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