Durch die Zeit

Kategorie: Zukünftiges

So oder so

Seit Woche lebe ich ohne Handy. Und ich muss sagen, es ist nicht nur möglich, sondern auch lebenswert. Der einzige Nachteil ist, dass etws an Komfort fehlt. Schließlich kann man nicht mehr zehn Minuten vor einem Treffen mitteilen, dass man 15 Minuten später kommt. Plötzlich muss man sich auch auf andere verlassen (können).

Wegen mir hätte das eigentlich so weiter gehen können, aber mein Mann machte am Wochenende doch einen gewissen Druck – und so habe ich mir das Billigste vom Billigsten jetzt mal bestellt.

Heute hätte es kommen sollen. Natürlich war der Bote zu einer Uhrzeit da, an der ich nicht zu Hause war (wie immer).

Und plötzlich fehlt es mir etwas und ich hoffe, dass es morgen dann da ist bzw. ich, wenn der Bote …

Ich mach jetzt doch noch Karriere!

Nächstes Jahr werde ich voraussichtlich ‚Stellvertrender Vorsitzender‘.

Im Jahr danach dann voraussichtlich ‚Vorsitzender‘.

Von zwei Prüfungsauschüssen.

Ehrenamtlich.

Mit Aufwandspauschale.

Nicht meins

Im Kondelenzbriefschreiben war ich echt noch nie gut. Und irgendwie lege ich es auch nicht darauf an, es zu werden.

Zonen

Seit ich meinen neuen Wecker habe, gibt es ja nur noch zwei Zeitzonen in der Nacht. Der Wecker hat nämlich die Eigenart, seine Beleuchtung zwischen 23 und 5 Uhr auszuschalten. Will ich also dazwischen die Uhrzeit wissen, müsste ich auf einen Knopf drücken. Tue ich aber nicht. Es ist gerade wirklich etwas schlaffördern einfach zu akzeptieren, dass, wenn der Wecker nicht leuchtet, ich einfach noch schlafen kann – und nicht mehr wie früher erst noch rechnete, wie lange noch. Interessanterweise interessiert bzw. verunsichert es mich auch gar nicht, dass ich nicht weiß, ob es nun noch drei Stunden oder nur noch drei Minuten sind. Kann aber auch gerade daran liegen, dass die Träume seit bald über einer Woche einfach der reine Wahn sind!

Mein neues Nachtgebet

„Lass mich schlafen wie ein Stein und morgen frisch wie ein Kuchen sein“

Lew Tolstoi: Krieg und Frieden (irgendwo recht weit hinten)

Alle Jahre

Alle Jahre schreibe ich hier, dass ich seit wohl schon fast 30 Jahren auf P.’s Geburtstag gehe. Der einzig wirklich feste Termin im Jahr. Bis auf dieses Jahr. Da hat sie die Feier verlegt, von Di auf So. Früher waren es immer so um die 30 Leute, es gab Gemüsesticks mit Dips, Zerschossenes Huhn und anderes. Man kam gegen 19 Uhr, man ging gegen 2 Uhr oder auch gerne mal etwas später. Manchmal wurde getanzt, oft genknuscht, immer viel diskutiert.

Altersentsprechend haben sich die Zeiten geändert, die Anzahl der Gäste ist über die Jahre auch immer wieder gesunken. Heute waren wir gerade noch zu viert (inkl. Gastgeberin nebst Mann), was ich etwas traurig fand, der letzte Mohikanner, die Gulaschsuppe war grandios (da komme ich mit meiner nicht einmal in die Nähe), und nach der üblichen Fremdelphase wurde es, dank Sekt, Wein, Grappa, Wodka, auch etwas lockerer (aber nicht so locker, wie ihr es mal vorschwebte, da wollte sie mit mir einen Porno drehen).

Das Event ist in die Jahre gekommen. Die Gemüsesticks mit Dips sind geblieben.

Das Traurige an den Hessenwahlen ist, …

… dass die beiden „Volksparteien“ behaupten können, mit einem blauen Augen davon gekommen zu sein und daher nicht die Notwendigkeit sehen, sich zu ändern. Bleierner Stillstand.

Und die „neue“ Volkspartei „Bündnis 90 / Die Grünen“ schaffen es tatsächlich so alt auszusehen, wie die ‚alten‘ „Volksparteien“.

Hoffnung, wo bist Du?

Lasst uns beten!

Lasst uns beten! Zu allen Göttern und Göttinen! Zu allen Gött*Innen und Go(e)t_Innen! Zu allen Heiligen und Möchte-gern-Heiligen! Lasst uns beten zu allen, auf dass es heute die L E T Z T E Zeitumgstellung gewesen ist. Auf dass alle Menschen im Erdkreis in ihrer Chronobiologie nicht mehr gestört werden, das alle Menschen nah und fern, mit welcher Hautfarbe auch immer, ungestört und in Ruhe in dem Rhtythmus leben können, der seit Anbeginn der Menschheit gilt. Lasst uns also alle betend zuversichtlich sein, dass diese jährliche zweimalige Folter der Zeitumstellung einem vergangenen barbarischen Zeitalter zugehörig ist, aber nicht dem Zeitlalter der Glückseeligkeit, die in dem Moment anbrechen wird, in dem es nur noch E I N E Zeit geben wird. Lasst uns also beten, dass diese Glückseeligkeit nun begintt!

Daher:

B E T E T !

Angenommen

Bei der Ablösung gerade W. getroffen. Seit gut vier Monaten nicht mehr gesehen. Aber der war auch unterwegs, 3.000 Kilometer in 120 Tagen zu Fuß. Wie bei E. damals: Respekt. Ich werd‘ so was ähnliches wohl nicht mehr machen, ich wär’s mir schon zufrieden mal 100 Kilometer in sieben Tagen zu wandern (ohne dauernd nach Hause zu fahren).

Es stellt sich heraus, dass W. ein Wochenendhaus an einem See hat, der das Ziel der vierten Etappe eines Steigs ist, den ich noch machen will. Wenn ich vorher anrufe und eine Zahnbürste mitnehme, bin ich gerne eingeladen. Sie würden mich dann wieder zurück nehmen.

Dante, fruchtbar

K., die mit zum Dante-Lesekreis gehört – der sich eigentlich jetzt Weiss-Lesekreis nennen sollte, da wir derzeit noch „Die Ästhektik des Widerstandes“ lesen und nicht mehr die „Göttliche Komödie“ – berichtete heute, dass ihre Tochter heute morgen um drei den Erstgeborenen zur Welt gebracht hat, den sie – der Leser / die Leserin ahnt es bereits – den Namen Dante gegeben hat.

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