Durch die Zeit

Kategorie: Zukünftiges

Wie fühlt sich Krieg an?

Wer sich damit mal für ein paar Minuten auseinandersetzen will … dann einfach hier. Und ich kenn‘ den Typen, der da schreibt recht gut. Er ist manchmal hart und schonungslos in seinen Aussagen, wo man – also ich – es gerne etwas weicher hätte, ‚verständnisvoller‘.

Die Saion ist eröffent.

Also die für die Badewanne.

B. zu B.

Ich liebe einfach die Mails an meinen Großcousin B. Denn wir tragen den gleichen Vornamen und obwohl wir uns jetzt auch schon ein paar Jahre kennen und schreiben … es ist jedesmal eine kleine Besonderheit meinen Namen zu schreiben und nicht mich zu meinen.

Humpel-Wochenende

Das Humpel-Wochenende hat mir eigentlich ganz gut getan. Da einige Aktionen einfach ausfallen mussten und ich immer sehr, sehr früh wach geworden bin, hatte ich endlich mal ausreichend zum Lesen.

Gestern gabs Maultaschen aus der Heimatstadt mit selbstgemachter Fleischbrühe, heute haben wir einen Eriträer probiert (das nächste mal nehme ich doch lieber Reis) … zwar nicht aufwändig, aber geade die Maultaschen was für die Seele.

Nach Ewigkeiten mal wieder mit E. gechtattet. Das muss es wieder öfters geben.

Wäre ich nicht fußlahm gewesen, wäre ich mit Sicherheit Stund‘ um Stund‘ durch den Wald gestapft, da die Einzeltherapiesitzung am Donnerstag eine mittelgroße Lawine in mir ausgelöst hat. Der Therapeut und ich haben das Bisherige aus der GT zusammengefasst und er hat mich dann auf ein paar Parallelen aus anderen Zeiten aufmerksam gemacht – das hat ganz schön eingeschlagen, denn ein paar losen Enden haben sich zu einem Geflecht verknüpft, was dann wieder Anderes ‚erklärte‘ oder in Bezug setzte, mit dem ich plötzlich auch was anfangen kann. Das war ganz schön hart, denn … keine Ahnung, das bekomme ich jetzt nicht in wenige Worte gefasst.

Der Kopf / Die Psyche hat jedenfalls das ganze Wochenende wie wild gearbeitet, ich war immer extrem früh voller Gedanken wach, die zwar echt gut und hilfreich waren, aber nicht für ein schönes Aufwachen sorgten. Einerseits geht das beständige weiter, andererseits ist Druck / sind Drücke weniger bzw. weg.

Kompliziert das jetzt wirklich zu beschreiben, denn einerseits ist es sau anstrengend und traurig und voller Wut und andererseits ist da auch eine Art Gelassenheit … Im Kopf dazu in Dauerschleife: „Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!“

Nun doch

Die  letzen 48 Stunden brauche ich definitiv kein zweites Mal! Ich werd‘ mich hier auch nicht darüber auslassen, aber ne … echt nicht wieder.

Seit 15:05 ist es nun offiziell: Ich hab‘ (nun doch) die Stelle!

Dank an alle für’s Daumen-drücken – auch wenn ich mir vorgenommen habe, auch dem Aberglauben abzuschwören.

Damit geht eine siebenjährige Hängzeite vorbei, ab 1. September nun wieder eine volle Stelle die ganz OK bezahlt wird, die ein paar Aufgaben enthält, die mir näher liegen als das, was ich gerade mache. Zudem ein eigenes Büro. Nun direkt dem höchsten Chef unterstellt (da „Stabsstelle“).

Fassen / Realisieren kann ich das gerade nicht wirklich, dazu waren die letzten 48 Stunden … aber das wird sicherlich noch kommen. Im Moment ist mir gerade kotzübel, was aber ja auch eine Reaktion darstellt.

Wer morgen Zeit hat, …

… mal einfach mir die Daumen drücken!

Immerhin

Die Chefin von Job 2 hat mir heute morgen mitgeteilt, dass die Finanzierung der Stelle jetzt doch nicht zum 31.8. ausläuft, sondern bis zum 31.12. gewährleistet ist.

Leseempfehlung

Die Überschrift über diesen Post hätte „Ist das so schwer zu kapieren?“ lauten sollen. Und gäbe es hier Untertitel, dann hätte es noch vielleicht gehießen: „Frage an die AfD und sonstige Rechten“.

Als Text wäre dann dieses Zitat von Heinrich Detering gestanden, was ich heute in seiner kleinen Schrift „Was heißt hier ‚wir‘? Zur Rhetorik der parlamentarischen Rechten“ (Reclam, Stuttgart, 2019) gefunden habe:

Deutschland ist so heidnisch wie die Merseburger Zaubersprüche, so evangelisch wie Luther, so katholisch wie Ratzinger und so antichristlich wie Nietzsche, so jüdisch wie Martin Buber und so muslimisch wie Navid Kermani; Deutschland ist so mystisch wie Hildegard von Bingen und so aufklärerisch wie Immanuel Kant; so romantisch wie Eichendorff und Bettine von Arnim und so antiromantisch wie Marx und Engels; so männerliebend wie August von Platen und so straight wie Heinrich Heine – die Reihe wäre wahrhaft unendlich fortzusetzen, und es ist beinahe peinlich, daran überhaupt erinnern zu müssen. (S. 34f)

Aber die Frage ist wohl einfach falsch. Denn die Rechten wollen das gar nicht kapieren. Sie wollen vielmehr sich aus Versatzstücken ein ‚Deutschland‘ zusammenbauen, dass frei von jeglichem Welt- und Realitätsbezug ist. Wenn die Rechten etwas wollen, dann ist es die abgespeckte, vereinfachte und verkitschte Hollywood-Variante der Märchen der Brüder Grimm.

Dieser kurze und wirklich lesenswerte Text von Detering – der dann doch erstaunliche sechs Euro kostet für die 41 Reclamseiten des eigentlichen Textes – hat mir jedenfalls die Augen geöffnet, wie rechts die AfD schon ist. Ich lese ja zur Zeit eine dicke Geschichte des Nationalsozialismus – und mit ein bisschen zeitlichen Aufwand wäre es einfach, Zitate von Hitler, Gauland, Höcke und Konsorten zu finden bei denen, ständen die Namen nicht darunter, nur schwer zu erkennen wäre, von wem sie stammten.

Mir hat Detering jedenfalls einen guten Tritt in den Arsch gegeben, wieder genauer hinzuhören und Wörter und Begriffe, Satzkonstruktionen und Analogien kritischer zu hinterfragen. Denn hinter dem wortreichen Getöse verbrigt sich echt eine heftige Fratze.

Nachtrag zu gestern

Gestern war, wie mein Mann und ich heute dann doch immerhin noch feststellten, unser zweiter Hochzeitstag.

Arno, du

40. Todestag von Arno Schmidt. Ein der größten und bedeutestenden Schrifstellter dieser Nation und Sprache – kennt kaum ein Schwein und gelesen haben ihn noch weniger. Er sei schwer, schwierig, unverständlich. „Nur die Phantasielosn flüchtn in die Realität“ was vielleicht erklären mag, dass man ihn wie ein ungeliebtes Stiefkind behandelt. Dabei öffnet er Welten. Man muss ja nun wirklich nicht mit „Zettels Traum“ anfangen – macht ja eh keiner, denn wer kauft sich schon ein Buch mal so nebenbei, was schlappe 350 Euro kostet.

Aber da er ja genügend anderes geschrieben hat … ist ein Anfang leicht gemacht. Wie der hier:

„Auf Kankerstelzen aus Licht der kleingeschnürte Sonnenleib über der Landschaft. Spätnachmittag im Auto : nochmal nachfühlen – ? – Ja : Notizblock, Fernrohr, Grüne Brille; Ausweise vor allem. / Und die Straße rappelte : Sonne & Kakteen gemischt. Faul lag mein Fingerzeugs vor mir. Daneben rauchte der Captain (und sang; immer auf „uun“ : moon und noon und June und racoon – gibt es etwa schon Menschengruppen, die nur einen auf bestimmte Vokale hin gefärbten Wortschatz erlernen?).“

Das ist aus der „Gelehrtenrepublik“ (1957)

Ich empfehle aber in erster Linie für den Anfäger / die Anfängerin „Das steinerne Herz“ von 1954 – von dem es den Anfang im Internet nicht gibt und ich an mein Exemplar nicht rankomme, weil ich gar nichtzu Hause bin.

Egal.

L E S T  A R N O  S C H M I D T

AnneInsideOffice

Anne berichtet über Ihre Erfahrungen in den Büros der Schweizerischen Finanzdienstleister. Ebenso lässt sie euch an ihrem bunten Leben teilnehmen.

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Ich vertrete eine Meinung, die nicht immer die der Mehrheit sein muss. Sollte meine Meinung mit anderen übereinstimmen ist es auch gut. Ich blogge zum Spaß und nicht um die Welt zu verändern.

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