Durch die Zeit

Vergessen

Eigentlich hätte ich in Verein 1 heute Dienst gehabt. Aber ich war nicht dort. Der Grund: Ich hatte es einfach überhaupt nicht auf dem Schirm. Ehrlich gesagt, habe ich das auch gerade erst entdeckt, als ich mal in den Kalnder geschaut habe. Das mache ich normalerweise mehrfach am Tag – nur heute … .

Ist doof, dass ich nicht hin bin, es ärgert mich auch etwas. Andererseits war es gut, dass ich heute frei hatte, etwas lesen, einen kleinen lustvollen Mittagsschlaf abhalten konnte. Später dann ein bisschen kochen – das Meiste hat eh mein Mann getan – und dann eben A. & T. zum Abendessen. Schön mal wieder, vorallem weil T., wie es mir scheinen will, ein kleinwenig auftaut.

Heute dann auch Rückmeldung von jener Person bekommen, mit der ich letztens so eine lustvolle Nacht hatte. Ich hatte ihr einen kleinen Text dazu geschrieben, wie ich es empfunden hätte und warum, denn es war schon besonders für mich in verschiedener Hinsicht gewesen. Für sie war es anscheinend ähnlich. Aber das besondere war, dass bei uns beiden ein gleicher Grundtenor herrschte. Jetzt liegen die Hürden natürlich hoch, sollte es zu einem „nächsten Mal“ kommen – aber anderereseits, bei dem Grundtenor?

Aufgewacht bin ich heute echt mies und wollte dem Tag noch vor dem Aufstehen dunkelblau geben. Er bekommt jetzt ’nur‘ blau, weil mich die aktuelle Arbeitssituation eben doch bis in den Schlaf beherrscht. A. & T. und mein Mann und mein Lusterlebniss der besonderen Art bekommen im Kopf ohne Diskussion dunkelgrün.

Von jenem und diesem

Nix wirklich gemacht heute. Aber das war auch gut so. Ich brauchte einfach Zeit mit mir. Viel in alten Photos rumgemacht und ein paar handvoll bearbeitet, etwas gelesen, ein paar Seiten Korrektur gelesen, viel Serie geschaut, wenig gegessen, etwas mehr getrunken.

Morgen dann aber noch Korrekturen, ne Präsentation und auf alle Fälle noch das Thera-Tagebuch. Mit den Themen, die ich aus der letzten Stunde mitgenommen habe, bin ich noch keinen Zentimeter weiter.

Anscheinend sinkt die Körpertemperatur an sich gegen die Mittagszeit bzw. am frühen Nachmittag. Denn während ich die ersten Stunden am Tage problemlos nur mit einem T-Shirt auskomme, ist es mir dann ab dem frühen Nachmittag zu kalt dafür. Erst abends wieder reicht ein Teil.

# 472-480 – Nachtrag zu „ohne muss“

83 – Seinesgleichen geschieht oder warum erfindet man nicht Geschichte? (357-362)

Ulrich denkt über das nach, was nicht gesagt hat – bspw. man hätte auch Gott mit ins Spiel bringen können – sind Gedanken ohne praktischen Zweck noch zeitgemäß? – betrachtet sich im spiegelndem Fenster der Straßenbahn – Aufzählung aktueller Ereignisse – es ist immer eine „bewegte“ Zeit – ab wann ist was Geschichte – und überhaupt: Was ist Geschichte? – pessimistische Theorien über die Entstehung der Weltgeschichte – als Gesetz isoliert er „Fortwursteln“ – Verlauf der Geschichte ist chaotisch und nicht zielgerichtet – warum greift man selber so wenig in die Geschichte ein und lässt sie einfach so laufen?

Denn das menschliche Wesen ist ebenso leicht der Menschenfresserei fähig wie der Kritik der reinen Vernunft; es kann mit den gleichen Überzeugungen und Eigenschaften beides schaffen, wenn die Umstände danach sind, und sehr großen äußeren Unterschieden entsprechen dabei sehr kleine innere. (361)

Kleine Abhandlung über das Wesen der Geschichte und die eigene Wirkmächtigkeit bzw. der Unlust an Veränderungen. Man nimmt sie halt Schulter zuckend hin und ist froh, wenn Politiker nicht zuviel verändern wollen.

Ohne muss

Heute mit Frau K. und Bubu standern gewesen. Das ist eine ganz neue Trendsportart – um genau zu sein, wir drei haben sie heute erfunden! – bei der man eigentlich wandert, aber gefühlt alle 15 Meter stehen bleibt, weil der Hund, in diesem Fall die Hündin, alles andere interessanter findet, als irgendwelche weitere Meter auf vier Pfoten hinter sich zu bringen. Wirkliche Strecke macht man so zwar nicht, die gefühlte Strecke ist dafür aber beträchtlich.

Schön war’s. Wir haben uns unterhalten, aber wir sind einfach auch nur so gelaufen, ohne unbedingt reden zu müssen. Wir saßen ein bisschen rum, und haben die Landschaft aufgesaugt, ein paar Fotos haben wir auch gemacht (aber da mein großer Rechner ja immer noch weg ist und ich gerade auf dem kleinen keine Bildbearbeitung bisher hinbekomme, weil ich mit den Programmen nicht zurecht komme bzw. irgendwie nicht kapiere, gibt es gerade keine, obwohl eines richtig gut geworden ist).

Gemeinsame Zeit miteinander – ohne aber müssen zu müssen. Reden ist wirklich OK, aber manchmal hat gemeinsam still sein auch eine besondere Qualität.

Hose runter

Sommerfest Verein 1. Ich hab’s ganz gerne. Man sieht mal wieder den ein oder die andere, kann sich auf den neusten Stand bringen, lernt die Neuen ggf. etwas kennen – kurz, eine gewisse Art von Kontaktbörse.

B. war auch wieder da. Ich kann es nicht erklären, warum ich sie mag – obwohl unserer Kommunikation schlichweg bemüht ist. Man kann es auch als „schleppend“ bezeichnen.

Ich kenne ihren Mann, der mir bei zwei Glas Wein die Tragik seines Lebens vor die Füße gekotzt hat. Ich mag ihn auch. Zudem hat er Kompetenzen, die für Verein 1 echt von Wert sind.

Ich suche also heute wieder die Nähe zu B. nehme mir aber vor, ihren Mann (C.) nicht zu thematisieren. Wie immer: Das Gespräch schleppt sich so hin.

Einige Zeit später – mir sind die die Themen endgültig ausgegangen – kommt von ihr die Aussage, dass sie nicht so gerne bei uns zum Essen wäre, weil sie dann ja wieder gehen müsste. (Und hier gibt es irgendwo einen Eintrag von einem Abendssen mit B. und C., das einfach nicht enden wollte – finde ihn aber gerade nicht.)

Das haut mich dann doch von den Socken.

Klar wird mir, dass da viel mehr Körperliches im Spiel ist, als ich mir gedacht habe. Sie zieht ein Kleid an, weil ich wohl irgendwann mal gesagt haben soll, dass rot ihr steht. (Kann ich mich nicht erinnern.) Ich finde ihr Kleid, ob rot oder nicht (ich hab‘ ne rot-gürn-Schwäche) einfach nur … perfekt. Und ja … ich finde sie attraktiv, sehr sogar.

Mal wieder was gespürt – es aber nicht in den vergangenen vier Jahren nicht interpretieren können. Ärgert mich etwas.

Nicht verraten!

Mein Mann kommt wohl erst gegen 21 Uhr – solange schau ich auf vox James Bond. Ich geh‘ mal davon aus, dass ihr dicht haltet!

Der Bart ist ab

Meiner.

Einfach so.

Wie ich ihn mir einfach so damals zugelegt habe, als ich bei E. in Kairo war und das Raiserzeugs vergessen hatte. Wenn ich mich recht erinnere.

82 – Clarisse verlang ein Ulrich-Jahr (351-357)

Ulrich bei Clarisse – macht ihr klar, dass ihr Brief (der mit der Forderung nach einem Nietzsche-Jahr) blöd war – sie sieht das nicht so – sie bringt ein Ulrich-Jahr zur Sprache – kommt auf Moosbrugger zu sprechen – Clarisse hält ihn für musikalisch, auch wenn er nicht komponieren kann – ab wann ist etwas bedeutend? – Ulrich zweifelt, gute Gedanken verwirklichen zu können – Was ist eine (gute) Idee? – deren Vergänglichkeit – Sie springt im Thema und gesteht, dass Walter auf Ulrich eifersüchtig ist – sie zitiert Nietzsche: Sicher wissen wollen, ist so wie sicher gehen wollen, eine Feigheit! – Walter kommt

Denn eine Idee: das bist du; in einem bestimmten Zustand. (354)

Unklares Kapitel wie ich finde. Clarisse springt nur so durch die Themen, während Ulrich mal wieder hölzern von oben herab philosophiert. Sie will verwirklichen, er dagegen sieht das Unmögliche. Sie kann man durchaus als Idealisten bezeichnen, wenn auch als eine etwas wirre, der dagegen tut ungemein abgeklärt, setzt sich damit aber selber ins Handlungsaus. Beide wollen 100 Prozent, aber während sie sich auch mit 90 Prozent zufrieden geben würde nach dem Motto, immerhin mal versucht, tut er keinen Schritt, wenn nicht die 100 Prozent ’sicher‘ sind.

WMDEDGT 6/19 (Kurzversion)

7:30 – aufgestanden, bad, tee, mal was angezogen
8:05 – aufs Rad
8:20 – plötzliches ende des radwegs, eine brücke ist abgerissen worden, ich muss umwege fahren
8:40 – wenigstens noch 20 minuten für kaffee und brötchen
9:00 – beginn der prüferschulung
14:00 – ende der prüferschulung, dazwischen die nachricht, dass mein computer beim computerfritzen durch meinen mann eingeliefert worden ist
14:30 – schweißnass beim computerfritzen, es wird jetzt nur die festplatte mal ausgetauscht
14:50 – kurz nach hause, raus aus dem klamotten, brot schmieren, balkon sitzen, tee trinken, duschen
16:00 – therapie
17:45 – mit dem rad auf die straßenbahn
18:00 – vorstandsitzung verein 1
20:30 – endlich zu hause, raus aus den klamotten, wein, schnitzel, brot, senf, internet, blog schreiben, protokoll vorstandsitzung schreiben
22:20 – noch ein glas wein und bald mal ins bett, morgen und übermorgen prüfungen abnehmen und arbeiten und sommerfest verein 1 …

The little unsaid....

Ein Blog, der niemals einer sein wollte...

m1ndfuckblog

Dies ist (m)ein Ort für Kopfkino. Erotische Gedanken und Reflektionen.

Das Scharlachrote K

... und der Zirkus drum herum

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Gedanken zu Büchern und dem Leben

Neues aus Absurdistan

Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

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"Der Mann ohne Eigenschaften" in weniger als 123 Wochen

Ein Nudelsieb bloggt, ...

... denn man(n) kann sich ja nicht alles merken ;)

KenterKönig

und anderes aus der weiten Welt

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