Durch die Zeit

Nun doch

Die  letzen 48 Stunden brauche ich definitiv kein zweites Mal! Ich werd‘ mich hier auch nicht darüber auslassen, aber ne … echt nicht wieder.

Seit 15:05 ist es nun offiziell: Ich hab‘ (nun doch) die Stelle!

Dank an alle für’s Daumen-drücken – auch wenn ich mir vorgenommen habe, auch dem Aberglauben abzuschwören.

Damit geht eine siebenjährige Hängzeite vorbei, ab 1. September nun wieder eine volle Stelle die ganz OK bezahlt wird, die ein paar Aufgaben enthält, die mir näher liegen als das, was ich gerade mache. Zudem ein eigenes Büro. Nun direkt dem höchsten Chef unterstellt (da „Stabsstelle“).

Fassen / Realisieren kann ich das gerade nicht wirklich, dazu waren die letzten 48 Stunden … aber das wird sicherlich noch kommen. Im Moment ist mir gerade kotzübel, was aber ja auch eine Reaktion darstellt.

101 – Die feindlichen Verwandten (465-477)

Diotima und Ulrich im Gespräch – der General nervt sie etwas – sie streiten sich etwas, wer den General eingeladen hat – sie gibt endlich zu, in Arnheim verliebt zu sein – sie hat sogar einen Antrag von ihm bekommen – haben sich beide rauchend in das Zimmer von Rachel zurückgezogen – beide über das Für und Wider von Arnheim – Arnheim wünscht die Freundschaft mit Ulrich – der ist darob erstaunt – macht ihm Vorhaltungen, er würde opponieren um des Opponieren Willen – über das Verlangen – ist man Herr seiner Gefühle? – gibt es Vorbestimmung, eine Ursache von allem? – überlegt, ob sie sich Ulrich ganz anvertrauen kann

Das gewöhnliche Leben ist ein Mittelzustand aus allen uns möglichen Verbrechen. (474)

Kernfrage ist, ob grenzenlose Liebe möglich ist. Ulrich spricht Diotima die Fähigkeit ab – was sie natürlich verneint – weil seiner (Musils) Theorie nach grenzenlose Liebe die Aufgabe des Persönlichen wäre, denn grenzenlose Liebe ist ’nur‘ „ganz Empfindung“. Diotima spürt, dass etwas an ihr inneres Korsett kratzt bzw. beginnt es aufzuschnüren, was sie mit einem leichten Schaudern vorsichtig zulässt, derweil Ulrich, ganz ‚Mann‘, emotional unbeteiligt bleibt, ja das Gefühlige durch Intellektualität verdrängt.

Sieben Herren bei Kaffee und Kuchen

Ich kann mich gerade nicht erinnern – und bin gerade auch einfach zu faul zu suchen – ob ich hier schon erzählt habe, dass bei meinem Arbeitgeber eine Stelle frei geworden ist, auf die nicht nur mein Profil passt, sondern die ich auch gern haben würde wollen tu (irgendwie so).

Ende Juli also die schriftliche Bewerbung abgegeben (wobei ich mir zum ersten Mal  hab‘ helfen lassen), heute dann – ja, ja, so schnell kann das bei uns gehen – das Bewerbungsgespräch. Da eine reine Inhouse-Ausschreibung war die Konkurrenz übersichtlich, aber definitiv jünger als ich, schöner als ich und vorallem: weiblich.

Vom Profil her können mir aber beide nicht das Wasser reichen, denn sie haben beispielsweise zwar von Photoshop schon mal was gehört, auch von InDesign – aber noch nie eine Maus in diesen Programmen geschubst, während ich da schon Langstrecken hinter mir habe. Und so geht das bei so gut wie allen Anforderungen (OK, bei Kaffee kochen ziehen wir wieder gleich) – nur eine Verwaltungsausbildungen können die beiden im Gegensatz zu mir vorweisen.

Die  lezten Tage mich intensiv auf das Gespräch heute vorbereitet – ich wollte auf jede mögliche Frage eine gute Antwort haben und selbst auf kritische fiel mir einiges ein. Aber aufregend ist das dann doch immer und ich weiß, in der Hektik …

13:45 war ich als erster geladen und traute meinen Augen nicht. Da saß also der gesamte Personalausschuss nebst Hauptgeschäftsführer (HGF), nebst Personaler, nebst Personalratsvertreter … am Tisch bei Kaffee und Kuchen in gelöster Stimmung. Und während ein Kuchestück nach dem anderen in die wohlbeleibten Körper der Ausschussmitglieder verschwand, wurden ein paar Fragen an mich gerichtet, deren Antworten von mir aber sichtlich nur zwei oder drei der Anwesenden wirklich interessierten. Dennoch, ich habe mich, wie ich im Nachhinein fand, echt gut ‚verkauft‘.

Ich muss zugegeben, dass der HGF mir ein paar Fragen stellte, auf die ich einfach nur glänzen konnte, so dass ich die Vermtung hege, dass er mich wohl gerne auf der Stelle hätte. Denn kurze Zeit später bei einem Fototermin raunte er mir im Vorbeigehen noch zu: „Das haben wir aber gerade gut gemacht“.

Um aber jetzt die spannende Frage zu antworten, ob sich Euer Daumen drücken gelohnt hat – für das ich Euch sehr dankbar bin – so sei mitgetleilt: Ich will’s hoffen, denn ob ich die Stelle habe oder nicht … ich vermute, ich werd’s vielleicht morgen erfahren, oder übermorgen …. oder so.

Eilt ja auch nicht so, denn die Stelle war ja erst seit dem 1.8. zu besetzen.

Wer morgen Zeit hat, …

… mal einfach mir die Daumen drücken!

# 485

Die Therapieblume vom Mittwoch ist olfaktorisch absolut betörend.

2019-08-11 17.33.14

100 – General Stumm dringt in die Staatsbiblithek ein und sammelt Erfahrungen über Bibliothekare, Bibliotheksdiener und geistige Ordnung (459-465)

Besuchte die Hofbibliothek – ist tief beeindruckt von der Masse von Büchern – hofft dort die Idee für Diotima zu finden – stellt sich dümmer als er ist und hofft auf die Hilfe des Bibliotheksdiener – darf ins Katalogzimmer – ist komplett überfordert – ein alter Diener eilt zur Hilfe, nachdem der Bibliotheksdiener die Flucht ergriffen hat – auch Diotima, wie der Diener verrät, war schon hier auf der Suche nach der Idee

Du kannst agen, man braucht nicht alle Bücher zu lesen. Ich werde dir darauf erwidern: Man braucht auch im Krieg nicht jeden einzelnen Soldaten zu töten, und doch ist jeder notwendig! Du wirst mir sagen: Auch jedes Buch ist notwendig. Aber siehst du, da stimmt schon etwas nicht, denn das ist nicht wahr; ich habe den Bibliothekar gefragt. (460)

Ja, Bibliotheken können überfordern, wie sie begeistern können. Stumm ist einfach nur überfordert, weil er wissenschaftliche gesehen kindlich-naiv ist. Andererseits begreift er aber in Ansätzen, dass die Ordnung einer Bibliothek ein System ist und er schlägt in Ansätzen am Ende des Kaptitels den Bogen zum Denken bzw. zur Erkenntnis, für die es ja auch Systeme gibt.

Hat mir heute mein Mann gekocht

  • Tatar vom Lachs und Gurke
  • Warmer Mozarella mit Streifen von Gurke
  • Perlhuhn, Rollgerstenrisotto und gegrillte Zucchini
  • Tarte au Framboise

Immerhin

Die Chefin von Job 2 hat mir heute morgen mitgeteilt, dass die Finanzierung der Stelle jetzt doch nicht zum 31.8. ausläuft, sondern bis zum 31.12. gewährleistet ist.

99 – Von der Halbklugkeit und ihrer fruchtbaren anderen Hälfte; von der Ähnlichkeit zweier Zeitalter, von dem liebenswerten Wesen Tante Janes und dem Unfug, den man neue Zeit nennt (453-459)

Über den Wechsel der Modeerscheinungen – Tante Jane ist eine Nenntante von Ulrich – Klavierlehrerin – hatte eine „mild panierte“ Stimme – immer im selben Kleid – hatte man Franz Liszt getroffen – verheiratet mit einem Photograph – aber alles sehr unglücklich, er stirbt bald – sie zieht sein uneheliches Kind auf – Gedanken über die Photographie und Vergänglichkeit

„Man ist“ wechselt, wie es scheint, ebenso schnell wie „Man trägt“ und hat mit ihm gemeinsam, daß niemand, wahrscheinlich nicht einmal die an der Mode beteiligten Geschäftsleute, das eigentliche Geheimnis dieses „Man“ kennt. (453)

Leicht verschwurbelter Text zu Zeiterscheinungen, die auf die ein oder andere Art zeitlos sind.

GT 21

Eine äußerst langweilige und gelangweilte Eingangsrunde, nach deren Ende ohne große Diskussion feststeht, heute wird nicht gewählt. So schleppt sich die Runde durch den zweiten Teil, wobei gegen Ende L. in den Mittelpunkt kommt, was für sie an sich schon eine große Leistung ist.

Es kann ja nicht jedesmal hoch her gehen.

Auf dem Heimweg fällt mir auf, dass ich vor oder nach der Therapie mir immer etwas kaufe. Komme ich vom Job, fahre ich vorher an einem Weinladen vorbei und hole mir eine Flasche „Therapiewein“, komme ich, wie heute, von zu Hause, nehme ich auf dem Rückweg ein paar Blumen aus dem benachbarten Laden mit.

Ich kann das unanalysiert einfach mal so stehen lassen.

Natürlich nackt

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