Durch die Zeit

Es könnt‘ ja mal ne Pandemie kommen!

J. brachte gestern so rund drei Kilo Erdbeeren und gut 13 Kilo Tomaten vorbei. Wäre sonst alles auf dem Müll gelandet.

Jetzt haben wir Erdbeermarmelade für mindesens 30 Luffen und die Grundlage für Bolo für das nächste halbe Jahr. Maximal.

Gemurkse ade?

Gestern gab es den letzten Home-Office-Tag für mich – ab Montag herrscht wieder ‚Normalbetrieb‘. Ich will’s hoffen. Denn das hieße endlich, dass ich die Macht über die HP bekomme und nicht mehr nur den Büttel spielen muss. Das hieße Unterschriftenberechtigung (was einer Gehaltserhöhung gleichkommt) und – am wichtigsten – klare Aufgabenverteilung. Dieses Gemurkse in den letzten Wochen war echt schlimm.

GT (41)

Nach sieben Wochen Corona-Pause treffen wir uns wieder in einem anderen, größerem Raum. Mit Mundschutz. Total surreal, befremdlich und für mich stark beängstigend.

Ein Update wird ausgerufen und jede/r erzählt kurz, wie er / sie die letzten sieben Wochen überstanden hat – was lauter Überraschungen birgt. Kurz zusammengefasst. Einem Teil geht es durch die Lockdown wesentlich besser, geradezu gut, einem andern Teil, einem kleinerem, wesentlich schlechter, so dass jetzt bspw. bei J. Klinik ansteht und einem dritten geht es „gleich“, wozu ich mich zählen würde.

Im Nachhinein sind die Entwicklungen ‚konsequent‘, wenn auch nicht immer gut, denn so hat sich C. (gut) erst recht ins Schneckenhaus zurückziehen können, derweil A. (schlecht) mal was anderes tun musste, als mikroskopische Nabelschau zu betreiben.

Sehr interessant zu beobachten. Vor der Sitzung treffen wir uns alle – ohne Mundschutz – auf der Straße und führen lebhafte Gespräche; anch der Sitzung treffen wir uns alle – ohne Mundschutz – auf der Straße und führen lebhafte Gespräche. Das hat es noch nie gegeben.

Ob ich unter diesen Umständen weiter mache, weiß ich noch nicht, denn diese diffuse Angst derweil lässt mich unkonzentriert sein. Ich kann kaum richtig zuhören, schaue über 90 Minuten kaum jemanden an, erzähle selber nur Trallalla, entwickle Kopfschmerzen und fühle ich mich ausgesprochen unwohl.

 

WMDEDGT 5/20

Der Wecker klingelt um 7:25 was mich aber nicht davon abhält, bis 8:20 im Bett zu liegen. – Um 8:35 schaffe ich es sogar schon meine Dienstmails zu lesen, aber da nur eine zu Aktion aufruft … – Den Vormittag verbringe ich lesend, u.a. mit dem „Decameron“ von Boccacio (nicht so  meins) und den letzten Seiten von Lutz Seiler „Stern 111“ (ebefnalls nicht so meins). Dazwischen immer mal ein Blick auf die Mails und eine erste Waschmaschine, soo untätigt dann doch nicht. – 12:05 gibt’s zwei Spiegeleier und um 12:25 den nach so einem anstregenden Home-Office-Tag notwendigen Mittagsschlaf. – Den habe ich auf 30 Minuten begrenzt, was mich aber nicht daran hindert, um 13:45 aufzustehen. Etwas Recherche und das Holen von Maultaschen aus der Tiefkühle im Keller und dann mache ich mich um 15:00 auf zum Buchladen. – Hole mir „Der Hund“ von Akiz, besorge mir auf dem Rückweg noch zwei Brötchen – und das alles ohne Mundschutz, den ich zu Hause vergessen habe, niemanden scheint es zu stören. – 15:30 weitere Recherchen zur Literatur und ich beginn mit der Lektüre eines schwulen Krimis aus vergangen Tagen: „Tödliches Tarot“ von Carlo de Lux. Nichts für die Ewigkeit, aber schön entspannend. – 16:15 noch schnell einen weiteren Becher Tee und ein Stück „Luffen“. – 17:00 kommt der Mann nach Hause und ist sofort wieder in seinem Nähzimmer verschwunden. Kann ich also Geburtstagsgrüße schreiben. – 18:00 Zubereitung der Maultaschen, aber erstmal gibt es nur Salat, denn gegen 18:30 hat der Mann seine erste Videokonferenz ever. – 19:00 endlich Maultaschen und entblöde mich mal nicht und schaue „Perfektes Dinner“. Die Schwuchtel scheint echt keine Ahnung zu haben, morgen muss er an die Töpfe. – Dann dies und das vor dem Fernseher, keine Ahnung, aber ich bin müde und froh, keinen Ansprüchen mehr genügen zu müssen.

[Wird fortgesetzt]

Streicheleinheiten

Der Vorsitzende vom Verein fragt mich heute, ob ich wieder kandidieren werde. Ich schwurbel etwas rum, weil ich wegen ihm eigentlich nicht mehr mitmachen will. Andererseits macht es ja auch Spaß. Ich lasse die Antwort also definitiv offen.

Was folgt ist von ihm und zwei weiteren Mitgliedern des Vorstandes eine Lobhudelei, so dass ich den Eindruck gewinnen könnte, wenn ich mich nicht wieder wählen lasse, dann ist der Verein definitv einen Tag später am Ende.

Ich würde lügen, würde ich behaupten, dass das nicht auch irgendwie gut getan hat.

Und nun: W e r b u n g!

Zwei Dinge, die ich Euch mal ans Herz legen will:

  • https://smartierolle.wordpress.com/
    Das ist der allererste Blog von Rolli-A. Da ich sie mag, kann ich ja nur Gutes darüber sagen. Und wenn sie gerade mal weghört und -schaut, unser uns: Das verspricht auf vielfältige Weise spannend zu werden. Also einfach mal adden und mitlesen und -komentieren sowie weitersagen.
  • KrisenKompass
    Ne kostenlose App die meiner Meinung nach jede/r auf’m Handy haben sollte, denn früher oder später, wird jede/r mit dem Thema Suizid konforntiert. Und da tut es gut, erste Hilfreichungen zu haben, Adressen, Telefonnummern … Daher bitte einfach runterladen und wenn möglich weitersagen.

499.436 in 1.572

Diesen Beitrag widme ich nocheinglaswein – denn ohne sie hätte ich einfach in einem Buch weitergelesen.

Und es begab sich vor mehrern Tagen, dass ich auf dem Blog von besagter nocheinglaswein auf einen Beitrag stieß, in dem sie kurz schrieb, dass sie gerade ihre Bücher, korrekter deren ISBN-Nummern, scannen würde. Das hat mich elektrisiert und einen Nachrichtenaustausch später, hatte ich die App auf meinem neuen Tablet.

Zugegeben, es macht Spaß die Kamera auf den Barcode zu halten und – schwupps – hat man Titel, Autor, Verlag, Seitenzahl, Erscheinungsjahr, Cover und manchmal noch mehr auf dem Display. Gut, manchmal funktioniert es nicht sauber, da muss man die ISBN selber eintippen. Gut, manchmal hilft das auch nicht so richtig weiter und man mus alle Angabe selber eintippen. Und wenn man nicht aufpasst, fehlt irgendeine Angabe oder den russischen Autorennamen hat man in mehreren Schreibweisen, oder die Titel sind falsch, oder …

Es ist eine Sauarbeit (vorallem, weil gefühlt 80% meiner Bücher keinen Barcode besizten)!  Dutzenden von heftigsten Niesanfällen später weiß ich also: Ich besitze mindestens 1.572 Bücher (ein paar sind noch bei E.) die es auf insgesamt 499.436 Seiten bringen. Davon habe ich 65,3% der Bücher und 58,8% der Seiten gelesen. Stimmt natürlich alles nicht. Zum einen verstecken sich hinter mancher ISBN-Nummer mehrbändige Werke und nicht alle Bücher weisen Seitenzahlen auf.  Kann man ein Lexikon, welches man seit 30 Jahren nutzt nun als ‚gelesen‘ kennzeichnen oder nicht und wie verfährt man bei Bildbänden, Reiseführern, Sammelbänden, …

Aber ich weiß jetzt wenigstens, welche Bücher mir über die Jahre verloren gegangen sind (u.a. „Der Untertan“ von Heinrich Mann – Pflicht in jedem deutschen Haushalt) und was für Schätze lagern (u.a. ein Erstdruck von Frans Masereel).

Am interessantesten ist aber die Aufzählung der TOP-14-Autoren. Handke und Kafka sind meiner frühen Jugend geschuldet. Warum Frisch sich nicht da vorne findet wundert mich, da ich so gut wie alles von ihm gelesen habe, da scheint doch einiges verloren gegangen zu sein:

  1. Marcel Proust
  2. Thomas Bernhard
  3. William Shakespeare
  4. James Joyce
  5. Bertolt Brecht
  6. Philip Roth
  7. Arno Schmidt
  8. Fjodor M. Dosotjewskij
  9. Ralf Rothmann
  10. Hermann Broch
  11. Peter Handke
  12. Hermann Hesse
  13. Franz Kafka
  14. Wolfgang Koeppen

# 523-527

Ich bin kein Indianer

Ich nehm wohl gerade alles mit, was geht. Fieber mit Gliederschmerzen, Hexenschuss, Muskelkater, meine Varikozele macht nach Jahren aber so richtig Terz, dass ich nur noch mit Schmerzmitteln schlafen kann, jetzt habe ich seit heute Nacht auch noch hübsch Halsschmerzen … boa, so alt bin ich jetzt doch echt nicht, dass ich plötzlich komplett auseinanderfalle.

37,8

Corona ist es wohl nicht, aber den Rest der Woche soll ich mal alleine verbringen und mich beobachten. Also nuckel ich zauberbergmäßig regelmäßig an der Glaszigarette (oder wie das dort heißt), wenn auch nicht exakt sieben Minuten lang. Ich hab’s lang nicht mehr gelesen, aber ich glaube, dass, was ich habe, ist „Temperatur“,  nicht Fieber.

Anton Weyrother

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