Durch die Zeit

Tag: Arzt

Wenn er meint

Nein, was das Juckende da sein könne, weiß der Arzt auch nicht. Aber weil ich ja gerade vor ihm sitze macht er gleich mal ne Welle und jetzt bin ich mindestens (!!!) einen halben (!!!) Liter (!!!) Blut los zudem ist  für kommende Woche ein Gernalcheck angesagt und sobald ich das Impfbuch finde, wird er wohl auch da noch nachlegen.

4 – 90 – 2 – 5 – 20

Irgendwie wird man dann doch bescheiden. Nachdem ich jetzt vier Wochen auf den Arzttermin warten musste, ertrug ich es auch stoisch, nochmals eineinhalb Stunden in der Praxis warten zu müssen. Die Untersuchung und das ärztliche Gespräch dauerte dann ca. zwei Minuten. Dafür gab es aber fünf Minuten extra, wie die junge rumänische Ärztin mit zwei Fingern eine zu mischende Salbe Buchstabe für Buchstabe aus ihren handschriftlichen Unterlagen in dem Computer abtippte um dann Buchstabe für Buchstabe zu kontrollieren.

(Zwei Tippfehler hat sie dann doch übersehen – aber der Apotheker (bei dem ich auch noch 20 Minuten warten musste, weil er erst seine Bestände überprüfte, ob auch alles da sei) versicherte mir alles verstanden zu haben, um was es da geht.)

100!

Am Anfang habe ich so alle 10 bis 15 Minuten geschaut, wie viel Zeit seit der letzten Zigarette vergangen ist. Dann war es nur noch jede Stunde, schließlich jeden Tag. Jetzt schaue ich sehr unregelmäßig auf die kleine App, die mir sagt, wie lange ich nicht mehr rauche. 100 Tage sind es also nun, ich hab‘ unglaubliche 7 kg zugenommen und bin nun „hässlich, wie ein Bär“ (Shakespeare). OK, schätzungsweise rieche ich dafür etwas besser und meinen Hausarzt würde es auch freuen, wüsste er davon.

Ansonsten bin ich halt eine Sucht los, muss nicht dauernd planen, wann ich wo die nächste rauchen kann, wann ich das nächsten Päckchen Tabak kaufen muss etc. Ist schon stressfreier – aber irgendwie ‚gesünder‘ fühle ich mich nicht. Vernunftentscheidung eben, die werden selten mit irgendwelchen Glücksgefühlen begleitet.

Und manchmal vermiss ich sie schon, die gute alte Zigarette – aber wenn ich 80 bin, dann darf ich wieder.

Die Maßnahme (25)

Wenn ich mir überlege, was es bisher in dieser Einheit zu lernen gab, dann ist das Ergebnis nur erschütternd. Bisher wurden entweder Allgemeinplätze oder Veraltetes ‚gelehrt‘ und das wenige − das sehr wenige − was noch übrig bleibt, wurde nur sehr oberflächlich und unkritisch besprochen. Ein Blick in den Heijnk ist jedenfalls um einiges sinnvoller.

Dafür netten Chat mit N., die sich genauso langweilt. Auch sie weiß in der Zwischenzeit, wie ich nackt aussehe.

Dümmliche Gruppenarbeit ist angesagt. Frage die anderen, wie es ihnen ergeht. Die eine schreibt an einem Buch weiter, der andere weiß sie auch zu beschäftigen.

Eineinhalb Stunden spare ich mir und gehe mal zum Arzt – einer von zwei Gründen, mit dem man das Fortbildungszentrum verlassen darf.

„Hier ist nichts. Das, wonach du gesucht hast, ist momentan nicht unter dieser Adresse zu finden. Es sei denn, du hast diese Fehlermeldung gesucht – in diesem Fall: Glückwunsch, das war ein Volltreffer!“

Thomas Glavinic: Wie man leben soll

Ein paar Rezepte reicher.

Und dann mal wieder sinnlose Gruppenarbeit – wir blödeln uns so durch.

Geht auch so

Zu Beginn war es schon sehr gewöhnungsbedürftig, Du zu sagen. Aber in der Zwischenzeit ist es schon normal und erleichtert das Gespräch auch ungemein. Hätte ich mir nicht so vorstellen können, dachte, da wäre „professionelle Distanz“ wichtig. Die ist nach wie vor vorhanden, halt nur in der Sprache nicht. Ähh, es geht um meinen Arzt.

Anton Weyrother

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