Durch die Zeit

Tag: Bett

Fasten 2/1

[Fasten 2/2]

[10:39] Nun, wenn man beim Fasten immer so schlecht schläft, wie es die Bücher vorraussagen, dann werde ich ab heute nur noch fasten! Wäre mir die Wärmflasche nicht aus dem Bett geplumpst, hätte ich wohl die erste Nacht seit langem mal wieder durchgeschlafen.

Und auch obwohl ich gestern Abend gefühlte 200 Liter Tee getrunken habe, musste ich nachts echt nicht pissen gehen, womit ich wirklich gerechnet habe.

Wenn das (leichte) Hungergefühl mal weg wäre, wäre es echt OK.

Gegenüber gestern fehlen überraschend 1,3 kg auf der Waage.

[Fasten 1/3]

Rechts statt links

Wäre ich abergläubisch – was ich aber nicht bin – dann könnte ich heute den lieben langen Tag unken und tun und deuten, denn ich bin gestern auf der rechten (!) Seite liegend problemlos (!) eingeschlafen.

Ist das der Beginn einer neuen Zeitwende? Wendet sich jetzt das Blatt? Gibt es neue Aussichten? Hat sich das Schicksal, das Glück, das Pech, … gedreht?

Nun, es darf spekuliert werden – und selbstverständlich werde ich mich hier nochmals melden, sollte ich heute zu Reichtum, Job und / oder Schönheit (oder vergleichbarem) kommen.

„Was machen wir nun?“ – „Wir warten.“

Ersatzsohn T. ist gerade da. Beim letzten Mal als er hier war, erzählte er, dass es bei ihm in der Schule „betreutes Lesen“ gibt. D.h., die Klasse liest im Unterricht ein Buch – jeder für sich das selbe Buch – und wenn dann ein Wort oder was auch immer unklar ist, dann wird das mit Hilfe des Lehreres gekärt, auf ein Kärtchen geschrieben und über diese Kärtchen gibt es später einen Test. Nun, für den Lehrer hat das sicherlich Vorteile, denn eine Unterrichtsvorbereitung fällt für ihn aus. Ich weiß zudem nicht, ob ich das jetzt gut oder einfach nur schrecklich finden soll.

Wie auch immer, bei dem jetztigen Besuch dachte ich mir, ich lege T. mal ein bisschen Nachtlektüre bereit, einfach so, denn eine gewisse Neugierde ist ihm nicht abzusprechen. Daher habe ich ihm zwei Klassiker und was ‚Neues‘ rausgesucht:

  • Jerome David Salinger: Der Fänger im Roggen
  • Hermann Hesse: Siddartha
  • Friedrich Ani: Wie das Licht schmeckt

Und als ich ihm noch ein paar Sätze zu den Bücher sagte kam ich in einen kleinen Literaturvorlesungsrausch und … wir endeten jedefalls bei

  • Samuel Beckett: Warten auf Godot

Und ganz ehrlich: Hat mir schon gut getan, dass T. interessiert zuhörte, immer mal auch eine Frage stellte und ein echtes Interesse daran hatte zu versehen, warum einem Literatur so wichtig sein kann.

Nun bin ich auf morgen gespannt, denn er hat alle vier Bücher mit ins Bett genommen und versprochen, alle anzulesen. Und sollte er auch nur für eins morgen gelindes Interesse zeigen – ich schick ihm eine neue Ausgabe überübermorgen zu (die meinigen sind dann doch für mich halt ganz schön heilig).

Sicher mal zwei

Vor Jahren lernte ich einen Typen kennen, C., der sicher an sich etwas eigen war und ist und dem, obwohl nicht auf dem Kopf gefallen, eine Therapie wirklich mal richtig gut täte. Man muss keine Experte sein um sehen zu können, dass da einiges etwas schief gelaufen war in seinem Leben und dass das zu ein paar Haltungen führte, die wiederum für Probleme sorg(t)en … .

Andereseits war er damals echtein verdammt hübscher Mann, genau mein Beuteraster, denn er war etwa so groß wie ich, hatte wirklich einen sehr schönen Schwanz mit fast noch schöneren Eiern und hatte damals ebenfalls maximal 60 kg auf den Rippen. Ich mag’s halt durchaus etwas schlanker. Ich hab damals einiges getan / tun müssen, um ihn zumindest einmal so halb ins Bett zu bekommen. Das versprach durchaus verdammt interessanten Sex mit ihm, wenn es denn mal richtig dazu kommen würde – aber wie das Schicksal so wollte, wenige Wochen zog er weg und dann nochmals weiter weg und wir haben uns so gut wie aus den Augen verloren.

Gestern erfuhr ich über Facebook – wo ich alle 5 Wochen mal reinschaue, um die Hände über den Kopf zusammenschlagen zu können – dass C. die 120-kg-Marke geknackt hätte und nun beschließen würde, „etwas“ auf sein Gewicht zu achten.

WMDEDGT 12/16

Mach‘ ich mal wieder mit. Frau Brüllen fordert wie jeden Monat auf, den 5. eines Monats zu protokollieren: „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

7:11 – Ich werde wache und registriere langsam: ich bin komplett nackt; ein anderer nackter Arsch schmiegt sich an meinem; ich schlafe defintiv nicht in meinem Bett. Dann erinnere ich mich, dass ich ja bei meinem besten Freund P. in  B. bin, ich einen Tag Urlaub habe und somit alles seine Richtigkeit hat.
7:25 – Ich ziehe mich mühsam an, weil meine Klamotten, warum auch immer, über den ganzen Raum verteilt liegen.
7: 36 – Der Mitbewohner von P. ist in der Küchen verbotenerweise wach und gesprächig. Ich schnappe mir die Zeitung von gestern und tue so, als würde ich interessiert lesen – dass ich keine Lesebrille aufhabe, fällt niemanden auf. Immerhin gibt es Tee.
7:50 – Jetzt kann ich mal kurz ins Bad.
8:09 – P. und ich machen uns auf zum Bahnhof.
8:20 – Kleine Knutscherei zum Abschied.
8:25 – Stelle mich in einer Bäckerei unter, höre „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ von Milan Kundera, trinke einen lauwarmen Tee, kaue auf einer Plastikbrezel herum.
8:59 – Der Zug ist gegen alle anderen Angaben pünktlich.
9:01 – Sogar ein Sitzplatz. Lese etwas in „Das Pfingstwunder“ von Sibylle Lewitscharoff, schließe dann aber doch lieber die Augen und döse vor mich hin.
10:21 – Der Zug ist immer noch pünktlich als ich aussteige.
10:30 – Zuhause sinnloses Hin und Hergelaufe, koche Tee, werfe einen Blick in die Zeitung, fahre den Rechner hoch, lese die eine Mail, gucke schnell bei tumblr und flickr, was die nackten Männer machen (sie sind immer noch nackt), schaue auf den Kalender, was der Tag so noch für mich bereit hält.
11:03 – Ziehe die Lektüre für das Bibel-Leseprojekt vor.
11:50 – Kleines Mittagessen (Rosenkohl vom Samstag) und Zeitungslektüre.
12:37 – Dringend benötigter Mittagsschlaf.
14:09 – Korrespondenz.
14:19 – Fotos machen und bearbeiten für die Wochenaufgabe um 17 Uhr auf dem Foto-Blog.
14:52 – Tee und Verfassen des Protokolls der ordentlichen Mitgliederversammlung vom Samstag (Verein 2).
15:31 – Lektüre: J. J. Vosskuil: Das Büro I – Direktor Beerta
15:55 – Aufbruch zur Straßenbahn.
16:30 – Laberrunde für’s Geschriebene. Habe verdrängt, dass es nach den 90 Minuten noch ein „gemütliches Beisammensein“ gibt, diesmal sogar mit Alkohol in Form von Glühwein. Also bleibe ich eine Anstandszeit und mache mich, ohne aufräumen zu helfen, mit S. ab.
18:47 – Rückfahrt mit der Straßenbahn
19:04 – Abendessen kochen (Nudelsuppe) und essen und in die Glotze gucken (verschiedene Nachrichten).
20:17- Korrekturen in den Haushaltsplan Verein 1 einarbeiten.
20:50 – Chat mit U. Sehr schleppend, weil sie was auf dem Herzen hat, aber nichts erzählen will, dafür aber andauernd Anspielungen macht. Ich halte es interessanterweise diesmal aus.
22:17 – Feierabend. Bisschen doof in die Glotze gucken.
22:50 – Aufbruch ins Bad, dann mit nem Glas Rotwein und Vosskuil in die Federn. Wenn nich noch fünf Seiten schaffe, bin ich gut, zehn dürften utopisch sein.

Vielnamig

Morgen wieder bis Montag auf die Burg. „Reanactment“ nennt man das auf klug, wenn man in historischen Kostümen so tut als ob. Und wir tun als ob es 1300 wäre. Das Gute daran: Keine Tomaten! Nicht so gut: Keine Kartoffeln! Gar nicht gut: Keine moderne Medizin. Aber soo ernst wird es dann nicht genommen, in der „Gesindekammer“ steht auch versteckt immer eine Kanne Kaffee und Milch im Tetrapakt. Aber was die Klamotten betrifft … alles naturgefärbt, alles handgenäht, alles x-mal diskutiert …

Man kann es auch „experimentelle Archäologie“ nennen, wenn man versucht im Lehmofen zu backen etc.

Ich nenn‘ es „chillen im Kostüm“, denn meist hänge ich eh in der Ecke rum und guck nur so doof, oder geh‘ ne Runde Bogen schießen. Jetzt werde ich noch ein Sakrileg begehen und ein Buch mitnehmen, denn den Dante muss ich über das Wochenende lesen, da ich Mo und Di keine Zeit dafür habe (und die Bibel eh).

Und ich verrate es auch niemand. Aber schlafen tue ich nicht auf der Burg. Das letzte Mal ne Panikattacke bekommen, brauche ich nicht. Ich komme im Dorf bei R. unter, der gerade im Urlaub ist, habe also neben einem Bett auch eine Badewanne (wo drei reinpasen) eine kleine Sauna ein kleines Dampfad eine Küche ein Kühlschrank ein Fernseher ein …

Weltidee

Also, ich werde jetzt ein neuartiges Bett konstruieren, d.h. vielmehr eine intelligente Matratze. Die besteht dann aus ein paar tausend kleinen Kolben, die mit irgendeinem tollen Geel gefüllt sind. Legt man sich auf die Matratze, drücken die Kolben das Geel in ein extra Behältnis. Steht man wieder auf, strömt durch ein anderes Ventil, weil die Matratze unter Unterdruck oder Überdruck steht (das muss ich noch rausfinden) wieder Geel in die Kolben. Und jetzt kommt die eigentliche Weltidee: An den Ventilen ist geschickterweise immer eine kleine Turbine angebracht, so dass bei aus- wie beim einströmen des Geels man Energie (!!!) erzeugen (!!!) kann!!!.

Das heißt, hat man heftigen, leidenschaftlichen Sex bewegt man sich ja durchaus auf der Matratze und bringt so die Kolben in ein beständges auf und nieder, d.h., die Stromerzeugung wird dementsprechend hoch sein. Selbst beim wichsen kommt es dann logischerweise zu einer höheren Stromerzeugung.

Für viele wird es also heißen: Habt viel heftigen Sex, dann habt ihr viel selbstproduzierten Strom

Für Menschen wie mich wird es zudem heißen: Neben dem vielen heftigen Sex bist Du eh so ein verdammt unruhiger Schläfer, dass Du wohl die meiste Energie erzeugen wirst.

Denn nur einer wie ich, der sich Nacht für Nacht von der einen Seite auf die andere wirft, hat überhaupt noch das Potenzial übrig, auf so eine Weltidee zu kommen. Wer sich gegen Gewinnbeteiligung an der Entwicklung beteiligen will, der mag sich bitte einfach melden. Wer einen schönen Namen für diese Art von Bett findet, bekommt dann eins geschenkt!

Umdrehungen

Vor ein paar Wochen habe ich versucht zu zählen, wie oft ich mich im Bett zwischen 4 und 8 Uhr morgens auf die andere Seite werfe. Seit einziger Zeit scheint das meinem Körper extrem zu gefallen. Damals kam ich auf 24 Umdrehungen – aber das war ja elendig schwer zu zählen, denn ich musste ja wenigstens so wach werden, um denken zu können, dass ich nun zählen müsse und zudem musste ich mich ja an die Zahl davor erinneren. Und weiterhin erschwerend: Es könnte ja alles auch nur geträumt sein.

Aber egal wieviel Umdrehungen es damals waren, in den letzten Nächten habe ich das locker, aber ganz locker getoppt. Jedes Schlaflabor würde mich nach zwei, drei Stunden rauswerfen, denn da würde ja nicht auch nur eine einzige Verkabelung länger als eine Stunde halten.

Wenigstens ist mein Bett so groß, dass ich absolut nicht Gefahr laufe, da mal mich rauszudrehen.

Broch zitierend, Platon berücksichtigend

Es macht mir schon ein sehr eigenes und arg befremdliches Gefühl, als mein Mann mir am Wochenende mit einer gewissen Art von Erstaunen und Interesse erzählte, dass ich schon wieder mal schlafwandlerisch unterwegs gewesen sein soll. Diesmal sollte ich seinen Aussagen nach mich an einem seiner Schränke zu schaffen gemacht und seine dort gelagerten Aktenordner inspiziert haben. Eine kleine Anrede hätte genügt und ich hätte mich schuldbewusst wieder ins Bett begeben.

Ich mag das echt nicht glauben, denn das hieße ja, dass sowas wie ein platonischer Daimon auch Macht über mich hätte und ich nicht alleine über mich bestimmen würde.

Ich bin extra mit T-Shirt ins Bett, da ich mir irgendwie (und immer noch) den oberen Rücken ‚verzogen‘ habe – aber als ich aufwachte, war nix mehr an meinem Körper und mein Mann meinte zudem, dass er mich des nachts mehrmals hätte zudecken müssen, weil ich sehr kreativ die Decke mal auf die eine, mal auf die andere Seite entledigt hätte.

Nächtens

Manchmal würde ich schon gern wissen, was ich eigentlich nachts so treibe. Heute morgen lagen Unterhose und -hemd, mit denen ich ausnahmsweise mal zu Bett gegangen war, schön zusammengefaltet – was ich selbst im wachen Zustandt beim ausziehen nicht mache – neben dem Bett.

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