Durch die Zeit

Tag: Bewerbung

Schwupps

Heute morgen, da ich erst später zur Arbeit musste (und dafür länger bleiben durfte, um weitere Überstunden durch lesen anzuhäufen), endlich die Bewerbung von vor zwei Tagen fertig gemacht. Will heißen, ich hab‘ sie einfach neu geschrieben. Schwupps. Obwohl geübt, war das bisher jedesmal so eine kleine Quälerei. Und jetzt, wo der Vertrag entfristet ist, schreibt sich das Zeugs von wie von selbst.

So ein Tag halt

Der Mann hat Kotzeritis von der feinsten Sorte, der erwartete Besuch hat vergessen zu sagen, dass er nicht kommt (Glück gehabt, er hätte das Abendessen selber mitbringen müssen) und S. stellt mir die nette Aufgabe, mich auf eine interne Bewerbung als Externer zu bewerben.

Wer nicht will, der hat halt schon

Nach dem der Geschäftsführer eher gelangweilet nach Lebenslauf und Beweggrund der Bewrebung gefragt hat, übernimmt M. Er bedankt sich erstmal für die Arbeit bisher, lobt sogar (sowas kenne ich schon Jahre nicht mehr) und stellt dann ein paar motivietere Fragen. Und mir wird schlagartig klar, dass er mich gerne auf der Stelle haben würde, denn wir würden uns  gut ergänzen und zudem etwas für die Männerquote in der Öffentlichkeitsarbeit tun. An der Stelle bekomme ich danns schon Herzklopfen – aber in der nächsten Redepause wird mir auch wieder klar, das Frau M. die Stelle bekommen wird. Schließlich ist sie weiblich (wichtig für GF und HGF), ein Ausbidlungsprodukt des Hauses, jung (und daher zwei bis vier Gehaltstufen billiger als ich es wäre), gehorsam, pflegeleicht und unerfahren.

Als ich keine 20 Minuten wieder an meinem Schreibtisch sitze und weiterarbeiten will, überfällt mich bleierne Müdigkeit und stechende Kopfschmerzen, die sich nur sehr, sehr langsam verziehen.

Der Tag der Entscheidung

Also, der war gestern. Wie, besser auf wen die Entscheidung nun gefallen ist – keine Ahnung. Bis jetzt weder einen Anruf, noch eine Mail, noch eine sonstige Nachricht – auch der Briefkasten bleibt leer.

Ich gehe mal davon aus, dass das keine Zusage wird.

Und ich gehe gar nicht mal davon aus, sondern ich bin es: stinksauer und wütend. Dem Laden hätte ich etwas mehr Professionalität im Umgang mit Bewerbern schon zugetraut. Aber anscheinend reicht bei denen das Verständnis nur bis zum Rand der eigenen Fingernägel.

Irgendwie reicht es mir gerade komplett mit dieser Woche. Ob Koma-Saufen ne Alternative ist?

Augurentätigkeiten

Morgen also Vorstellungsgespräch. Deren Webseite kenne ich jetzt fast auswendig, hab‘ aber trotzdem die wichtigsten Fakten in mein Buch geschrieben. Ausschreibung, Bewerbung, Lebenslauf und ein wichtiges Zertifikat liegen ausgedruckt auch im Buch. Zu den bekannten Bewerbungsfragen habe ich mir schon was überlegt. Meine Fragen an die sind notiert. Morgen gehe ich definitv nicht mit Anzug hin, aber dann doch mit Krawatte. Ich habe das Gefühl, dass ich gut vorbereitet bin. Das gefordete Profil bringe ich zu 96,17 Prozent mit (Typo 3 ist meine Schwachstelle, dass kenne ich nur vom Drüberfliegen, aber dafür kenne ich andere CM-Systeme, das dürfte wohl nicht entscheidend sein).

Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass in ein „Stabsstellen“-Team, dass aus fünf Frauen besteht, ein Mann integriert wird? Ich denke, die Wahrscheinlichkeit geht gegen Null. Und ob die Homo-Karte gegen die weiblichen Bewerberinnen wirklich wird stechen überzeugen können? Als ich einen Bekannten letztens auf meine Bewerbung ansprach, da er die Chefin der „Stabsstelle“ persönlich kennt (und wie ich heute bei den Recherchen festellen konnte: im gleichen Haus wohnen), meinte er nur, dass er das wisse. Also von mir jedenfalls nicht. Hat das was zu bedeuten? Und wenn ja was? Und wenn nein, wieso?

Morgen um 9 ist der Termin, das ist meinem Nachnamen geschuldet (also wohl Schicksal) und ich bin mir nicht sicher, ob das ein guter Startplatz ist.

Ich werde sehen!

Und ja! Schuhe sind geputzt, Fingernägel geschnitten, beim Friseur war ich letzte Woche, das Hemd ist gebügelt, die Krawatte geknotet, kein Fleck auf der Hose, die Brille geputzt, der Bart gestutzt, …

Oh Zeichen und / oder Oh Wunder!

Nach einer dreistelligen Anzahl von Bewerbungen heute die erste Einladung zum Gespräch.

Mal wieder …

… eine Bewerbung geschrieben. Mal wieder eine Stelle wie für mich geschaffen.

Von den letzten drei dieser Art gab es bisher wenigstens noch keine Absage. Aber eine Einladung gab es auch nicht.

Armer S.

S. kam pünktlich. Die Unterlagen, die er vorbereitet hatte, waren echt gut. Fehlte also nur das Anschreiben – der Graus für jeden, der sich bewerben muss. OK, das haben wir irgendwie dann hinbekommen, war auch nicht so wichtig, denn das Vorstellungsgespräch hat er ja in der Tasche – und das ist meiner Meinung eh das Entscheidende. Also noch ein paar Takte darüber gesprochen. Danach war es ihm, wie er mehrfach betonte, so richtig flau im Magen. Aber wenn man sich auf HR bewirbt, dann sollte man zumindest was zu den Begriffen aus dem Ausschreibungstext sagen können – finde ich jedenfalls.

Das Spannende ist: HR hat S. nur im Studium gemacht, was jetzt auch schon wieder ne Ecke her ist. Aber er wäre absolut genau der richte Mann auf dieser Stelle. Kopfwissen ist schön und gut, aber bei dem konkreten Job kommt es zu 70 Prozent auf den Ton, auf das Gehabe an. Und das beherrscht er für diesen Bereich perfekt.

Ich wünsch es ihm, echt!

Vertrauen und Zuversicht

Ist schon lustig. Da schreibt man seit Monaten erfolglos Bewerbungen, aber in schöner Regelmäßigkeit werde ich angefragt, ob ich bei den Unterlagen nicht helfen könnte. Morgen kommt also S. Dem habe ich schon mal geholfen und es wird wieder ein schwers Stück Arbeit werden. Sonst ist er zwar nicht auf den Mund gefallen, aber was den Job betrifft … Aber: Vorstellungsgespräch hat er schon in der Tasche, die brauchen halt nur noch das Übliche.

Zukunft kann bald kommen

Genug für die Zukunft getan heute. Vormittags an einer Bewerbung rumgeschrieben und zu Ende gebracht, jetzt schon wieder drei Stunden auf der andren Seite, um sie bewerbertauglich zu machen. Fast alle Texte sind geschrieben. Nur jetzt funktioniert mein CD-Laufwerk  nicht, auf dem meine ganzen veröffentlichten Texte sind, von denen ich ein paar als Leseprobe auch hochladen wollte. Morgen oder so den kleinen Computer nehmen, dort die CD zum Laufen bringen, das Wichtigste auf den Stick und den Stick in den Großen – den nimmt er jedenfalls. Wie ich dann mit den pfs’s rumfummle, darüber rege ich mich dann morgen oder übermorgen auf.

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