Durch die Zeit

Tag: Bier

FINIS – Peter Weiss: Ästhetik des Widerstands

2018-10-16 20.35.10
Beginn Lektüre für Lesekreis: April 2017
Anzahl gelesene Seiten: 1.199
Dauer Lektüre geschätzt: 60 Stunden
Anzahl Treffen Literaturkreis: 23
Anzahl Stunden Gespräch über Lektüre im Literaturkreis geschätzt: 85
Anzahl Seiten Notizen: 17
Länge Unterstreichungen geschätzt: größer 100 Meter
Derweil getrunkenen Flaschen Weißwein (alle) geschätzt: 25
Derweil getrunkenen Flaschen Bier (alle) geschätzt: 52
Derweil getrunkenes Wasser (alle) geschätzt: mehr als 100 Liter
Derweil verspeiste Pistazien (alle) geschätzt: 5,75 Kilogramm
Derweil verspeistes Studentenfutter (alle) geschätzt: 7,8 Kilogramm
Derweil verspeiste Tomaten (alle): 4
Anzahl der von Teilnehmenden gemachten Kopien für die andren geschätzt: 670
Anzahl der gelesenen Kopien von den Teilnehmendne geschätzt: 35
Höhe des Erkenntnisgewinns: nicht darstellbar.

Flott, flott, flott

Das ist nun, wenn ich ich richtig nachgezählt habe, meine 12. Wohnung. Und die dritte, in der ich über einen Keller verfüge, der den Begriff auch verdient. In der letzten Wohnung war es eher ein historisches Lehm-Feucht-Biotop, wo auch alles kaputt gegangen ist, was wir – aus Doofheit – da reingestellt haben.

Meine ersten Erinnerungen an den ersten Keller sind natürlich kindheitsmäßig mit Angst verbunden, weil man ja nie wußte, ob a) ein schwarzer Mann wartet oder man b) dort eine Leiche finde. Kurz nach dem wir ausgezogen sind, hat man da auch eine Leiche gefunden, der Sohn von unten links hat sich dort aufgehängt.

In der nächsten Wohnung gab es einen gigantisch großen Keller, der eigentlich ein Hobbyraum war und einen Haushaltskeller. Den fand ich eigentlich immer noch am besten. OK, in dem anderen konnte man sich mal in aller Ruhe und Wärme einen runterholen, aber im Haushaltskeller stand das ganze eingemachte Obst, was ich über die Jahre komplett vernichtet habe und später die guten Weine meines Vaters.

Doch oft ist man da nicht wirklich hin.

Jetzt bin ich eigentlich täglich im Keller. Denn a) ist dort die Waschküche (was ich ja richtig toll finde und auf was ich mich so richtig freue ist, dass ich im Sommer die Wäsche im Hof auf der Wiese aufhängen kann! Und ich werde alles tun, dass sämtliche Unterwäsche so hängt, dass die meisten Leute erröten können) und b) der eigentliche Keller. Der dient derzeit als Zwischenlager für die Müllkippe, aber auch die Weine und Biere sind dahin gelangt. Also geht es flott derzeit treppab und treppauf

 

Letzte Dinge

Mich würd’s schon interessieren, was ich vor 13 Jahren in die damalig neue Wohnung als erste reingetragen haben. Heute habe ich als letztes jedenfalls den Putzeimer rausgetragen . Wir können sie nun besenrein übergeben – ein Kapitel hat ein Ende.

(Zu den letzten Dingen gehörte viel Putzzeugs, irgendwelche undefinierbaren Stangen und – nicht gerade unsymphatisch – sieben Kästen Bier, fünf davon voll.)

Nette Rechenaufgabe

Und weil man / ich ja nett ist, hilft man nicht nur mal schnell beim Bierbänke und -tische aufbauen, Kühlschrank bestücken und sonstigen Vorbereitungen einer Gartenfete für eine Bekannte, die nach ihrer geheilten Krebserkrankung mit paarundsechzig in den Ruhestand geht, sondern macht noch (morgen) ne Ladung Gougère, der Mann steuert noch Tiramisu bei und – weil sich niemand bereit fand – und heute waren dann eben Hackbällchen noch dran. Ausgangsmasse: ein Kilogramm FlAisch!

Interessant dabei, dass aus der Ausgangsmasse plus 2 Eier, plus 1,5 eingeweichte Brötchen, plus drei eher kleine angeschwizten Zwiebeln, plus diversen Gewürze (20 gr? 30 gr?) und mit dem leider vergessenen Senf es 95 Bällchen á 15 Gramm ergaben. D.h. aus einem Kilo Fleisch nebst Beiwerk sind 1.425 Gramm geworden, obwohl beim Braten der Wasseranteil ja ausgetreten ist.

Wenn mir das mal jemand vorrechnen will – ich mach auch Hackbällchen!

T. kommt

Zwar erst Ende Juli – aber immerhin ein Termin ist gefunden. Sein Bruder F. hat ihn schon vorgewarnt, dass das mit dem Kaffee kochen hier ne echte Herausforderung ist. Keine Pads sondern ein Becher und so ein Porzellanding mit Papier was man reinlegen muss und dann Pulver und dann kochendes Wasser und man muss aufpassen dass nicht zu viel oder zu wenig Wasser und überhaut wieviel Pulver …

T. ist auf der einen Seite ein ganz normaler 15-jähriger (Computer, Musik, Bier, keine Lust auf Familie, …), auf der anderen Seite irgendwie ‚feinsinnig‘ und ‚denkend‘. Nichts gegen seinen Bruder, der herrlich über eine bestimmte Automarke schwadronieren kann und mit seinen 17 Jahren in einem Zwischenreich lebt, in dem man halt roten Ohren bekommt, wenn ein hübsches Mädchen einen anspricht. Aber im Gegensatz zu F. stellt T. Fragen. Gute Fragen. Und er kann zuhören. Kritisch zuhören.

Und er isst gerne Nudeln. Ha – wenn das nicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ist?

Ich könnte es mir ja leisten …

… mich um 23:45 mit einer Tüte Chips und Bier oder Wein auf das Sofa zu fläzen, mir  ausgiebig die Eier kratzen und Super Bowl gucken. Falls ich es bis vier durchhalte, kann ich morgen ja ausschlafen (steht eh nix auf dem Programm), falls nicht – vorletzte Nacht habe ich da auch gepennt, geht ganz gut.

Mit den Grundregeln bin ich jetzt vertraut – ich glaube die SZ hatte das ganz unterhaltsam gemacht – und so unspannend ist diese männliche Art der Befördung eines fast runden Gegenstandes  ja auch nicht.

Das eine Auge liebäugelt mit dieser Aktion, das andere schielt nach dem richtigen Bett.

C., Beethoven und die fehlende Hose

C. spielt morgen das 1. Klavierkonzert von Beethoven mit dem hiesigen Uni-Orchester. Heue hat er einer Bekannten geholfen, die Wohnung zu renovieren, war davor in der Uni und schlug um halb zehn Uhr abends dann bei auf, dankbar für ein Bier und Toast. Aber dennoch voller Elan die von mir ausgesuchten Proust-Texte zu lesen.

OK, wie immer: ein Tuck zu lang.

Andererseits: So schlecht war die Auswahl nicht, denn C. muss öfters mal lachen.

Und es erinnert mich an eine Probe von vor zwei Jahren. Da hatten wir uns Joyce vorgenommen und bei der zweiten oder dritten Probe – es war ähnlich heiß wie heute – kam ich in totalen Stress als er klingelte und ich nur ein T-Shirt an hatte. Damals machte es echt TILLT mir mir und ich hab halt dann ohne Hose die Tür geöffnet. C. hat das dann erst weit aus später realisiert, einmal gegrinst, und weitergelesen.

Heute kam ich aus einer Laberrunde mit Verabschiedung des Laberrundenvorsitzenden, zog mir, als ich endlich wieder zu Hause war die Hosen aus und hatte kein Problem, C. die Tür so zu öffnen. Ich vermute, er hatte es eh schon erwartet.

Und das mag ich an ihm: Er kann einfach geschehen lassen. Und es gab oft genug schon Momente, wo er nackt war, ich ihn photographierte und es genauso OK war wie andersrum. Manchmal kann es einfach so einfach sein.

Die Maßnahme (28)

Wecker morgen umstellen. Aus nicht bekannten Gründen wird in dieser Einheit immer 10 nach 8 begonnen.

Mittwochs läuft der Virenscan, d.h. die erste Stunde ist surfen nicht möglich, Lernplattform funktioniert auch nicht, daher keine Mails mit N. – und der Hr. Lehrer wiederholt und wiederholt und wiederholt … Es ist schon erstaunlich, mit wie vielen Worten man so wenig sagen kann.

Eine Mail kann eine Signatur enthalten – was gestern einigermaßen hoffnungsvoll begann, stürzt gerade ins Bodenlose. Ich empfinde das wirklich als eine Beleidigung.

In der sonnigen Mittagspause überraschend viele mit Bier in der Hand gesehen. Alkohol als Lösung? Mit ein paar Bier würde das den Spaßfaktor etwas erhöhen, aber es müsste dann doch wiederum so viel sein, dass ich dann Sorge haben muss, wie ich nach Hause komme. Ist also auch keine Lösung.

Unfair ist das schon. Während die rechts und links von mir, die vor und hinter mir echt malochen müssen, sitze ich wie die Spinne in der Mitte und langweile mich über Pseudoinhalte von erschreckender Belanglosigkeit. Und immer mehr stellt sich heraus, dass ich an zwei zukünftige Blöcke á zehn Tage auch keine große Erwartungen stellen darf. Zeitgleich mit N. frage ich mich (mal wieder), warum ich hier die Zeit absitze. Es ist halt das Stück Papier am Ende, was zählt. Jetzt würde mir kein Arbeitgeber glauben, dass ich das alles kann, habe ich doch nirgends ein Zertifikat vorzuweisen und es zählt ja nur das Papier. Vielleicht sollte ich mich hier einfach als Trainer bewerben? Aber dafür hab‘ ich auch (noch kein) Zertifikat – was für ein Teufelskreis!

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