Durch die Zeit

Tag: Buch

Danke!

Vor, während und nach der Sitzung von Verein 1 reicht beschenkt worden.

  • Büchergutschein für den Einsatz des Vereinsgeburtstages letztes Wochenende
  • Restaurantgutschein aus Anlass unserer Verpartnerung
  • Zwei Kilo Kartoffeln für … keine Ahnung

Lies, Brüderchen, lies

Als ich den letzten Beitrag geschrieben hatte, schaute ich auf, sah die Bücherwand …

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… und kann verstehen, wenn jetzt die geneigte Leserin, der geneigte Leser denkt: „Oh ja, Bücher.“ Was der geneigte Leser und die geneigte Leserin nicht wissen aber zumindest sehen kann: „Och, eigentlich ganz ordentlich.“

Um es deutlich zu machen, das ist mein Werk des Nachmittags, der eigentlich den Briefen Proust gewidmet werden sollte (nicht auf dem Bild, aber in der untersten Bücherreihe fast genau in der Mitte sieht man den lila Schuber mit der Recherche in der revedierten Übersetzung, rechts daneben die blauen Bände mit der ‚alten‘ Übersetzung): ICH HABE AUFGERÄUMT! Und zwar gründlich, ach was, heldenhaft! Denn ich habe für die neuen Bücher, die ich unbedingt behalten will, Platz geschaffen und deswegen wohl an die hundert Bücher (wenn nicht mehr) aussortiert. Wer was haben will:

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Wobei ich natürlich schon so denke: Was hat mich das alles gekostet? Wie oft habe ich darauf gespart und auf anderes verzichtet? Und nun, einfach weg? Die Erwartung, irgendwie auch nur einen geringen Betrag zu bekommen ist utopisch, denn wer zahlt schon für ein gebrauchtes Buch, was er ’neuwertig‘ oft in Ramschläden nachgeschmissen bekommt?

So langsam ahnt es mir, dass das ‚Kulturgut‘ Buch dem Untergang geweiht ist. Ich kaufe ja auch nur noch die Bücher, von denen ich mir vorstellen kann, dass ich sie ein zweites Mal lese oder Anstreichungen machen will. Ansonsten zählt der Inhalt – und der ist auf einem E-Reader derselbe. Und wer mir jetzt mit dem Argument „schönes Buch“ kommt, der möge mir mal bitte ein „schönes“ Buch zeigen – über 98 Prozent sind schnell gemachte Massenware.

Nackte Erkenntnisse (# 328-332)

  • So ein FKK-Camping-Urlaub ist – bis auf sehr seltene Ausnahmen – kein ästhetisches Vergüngen.
  • So ein FKK-Camping-Urlaub ist – bis auf sehr seltene Ausnahmen – ein absolut irres Ganzkörpererlebniss. Alleine nach dem Duschen sich vom Wind nachtrockenen zu lassen oder nackt im Sand zu sitzen und sich die Eier wärmen zu lassen oder beim Spazieren den Wind überall zu spüren oder …

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Eine der ersten Sandburgen in einfacher Bauart, mehrere Tage nach Errichtung mit den typischen Alterrrungserscheinungen.

  • Ist schon Luxus, statt im Zelt in einer kleinen Hütte zu logieren mit Kühlschrank (d.h., kalte Getränke, Butter, Wurst, Käse …), zwei Herdplatten (für kleine Gerichte, wenn wir Lust hatten) und einem Toaster! (Wir haben nur so eine Platte, die wir auf die Gasflamme legen und darauf toasten, was relativ lange dauert und man sehr genau aufpassen muss. Aber so: zwei Dinger rein, etwas warten, wutsch! Ich hab‘ die erste Woche fast nur von Salami-Käse-Toast gelebt.)
  • OK, das Wetter hätte, vor allem in der ersten Woche, durchaus besser sein können, aber jetzt weiß ich wenigstens dass ich ein Hardcore-Nudist bin. Und für einen gepflegten Sonnenbrand auf dem Arsch hat es dann in der zweiten Woche auch noch gereicht. Und ist schon lustig zu beobachten, wie der Schwanz auf das Wetter reagiert.

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Prototyp einer kombinieten Steinsandburg, ca. 5 Tage nach Errichtung. Hervorzuheben ist der überraschend gute Erhaltungszustand.

  • Ein paar Bücher sind auch noch übriggeblieben.
  • Nackt Fahrrad fahren ist mit einem Kunstsattel nicht so angenehm – und sieht zudem noch äußerst blöd aus.

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Prototyp einer kombinieten Kugelsandburg mit Tiefgrabungsloch und Rundmauer. Erst am sechsten Tag fiel die südliche Mauer in sich zusammen.

  • Die Welt ist sehr, sehr gut ohne mich ausgekommen – ich übrigens ohne sie auch.
  • Die Deutsche Bahn hat sich dann auch gestern auf der Rückfahr noch wirklich alle Mühe gegeben uns ‚zu unterhalten‘, indem ein Zug komplett ausfiel, so dass der, den wir nehmen mussten hübsch überfüllt war, der Anschlusszug kam dann 20 Minuten später, musste zudem die Lok wegen Bremsschaden wechseln, hielt außerfahrplanmäßig anschließend in U., um die Personen aus dem Waggon, dessen Klimaanlage ausgefallen war, zu evakuieren und begeisterte kurz darauf noch alle dann noch mit einem Polizeieinsatz im Zug.

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Eine der großen Steinburgen. Diese als Kontrast neben einer klassischen Sandburg (siehe rechte obere Ecke). Eine fast ebensolche wurde für die meinem Mann gewidmente großen Steinstandtrutzburg als Materiallieferant benutzt.

  • Das Campingplaztfest – leider bekleidet, da für alle – entpuppte sich als eine überaus launige Angelegenheit, weil der DJ fast ausschließlich nur Musik aus unserer beiden Jugend brachte, was – bis auf die anwesende Jugend – allen gefiel. Woran man feststellen kann, welche Altersgruppen solch einen Campingplazt überwiegend frequentieren.
  • Ich glaube, eine Woche im Sommer wird jetzt ein Muss.

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Die große Sandsteintrutzburg. Höhe knapp einen Meter, Bauzeit an die zwei Stunden (ohne Steinsammlung). Aufnahme am dritten Tag der Errichtung. Etwas links der Bildmitte erkennt man hilfreiche Stoppsteine, die auf der rechten Seite komplett fehlen, so dass es da zu Abrutschen kam.

Einseitig

Was Menschen reden können!?! Den ganzen Tag auf der Burg, sehr kleine Besatzung, sehr wenig zu tun. Und die anderen haben null Problem den g a n z e n Tag zu reden, reden, reden, reden, reden … und in meinen Ohren zu 77 Prozent über lauter Dinge, die mit der Bezeichnung „banale Alltäglichkeiten“ geadelt sind. Ich versteh das nicht. Ich kann das nicht.

Brexit? Was ist das? AfD? Autos für Deutschland?

Klar, man kann nicht immer und andauernd tiefschürfend … aber die Betonung liegt auf dem „nicht immer“ – was eben nicht heißt, das es gar nicht möglich ist.

Ach, wie gerne würde ich mich mal wieder mit  jemanden über ein Buch ’streiten‘, oder versuchen diese eine kleine Schrift von Kant zu verstehen, oder einfach mal so genau wie möglich hinzuschauen, was gerade in England passiert, oder …

Mir tut es gerade nicht wirklich gut, überwiegend den Zuhörer abzugeben. Aber das ist eben das Dilemma: Die Rolle als Kampfkommunikator steht mir aber auch nicht.

 

1.-Mai-e-book

Nach gut einem Jahr zögern mich dann heute dann doch getraut und XY einen Bettelbrief geschrieben. Der hat vor gut einem Jahr mir davon erzählt, dass jemand ihm die aktuellen Bücher als e-book schickt und er schon eine recht nette Bibliothek zusammen hätte. Und XY ist jetzt nicht jemand, der Rosamunde Pilcher und Konsortinnen liest.

Auf meine Mail, ob er mir vielleicht das ein oder andere gekrackte und daher illegales e-book zur Verfügung stellen könnte, kam eine Einladung zu einer 1.-Mai-Wanderung.

Ehrlich gesagt, ich hoffe auf eine weitere Mail (oder auf eine CD).

Bücher, Bücher, Bücher, Irrsinn und weitere Bücher, Bücher, Bücher

Vier Stunden lang E. beim Umzug geholfen. Luxuriöser geht es eigentlich nicht, denn gleiches Haus, gleiches Stockwerk, einfach die Wohnung nebenan. Seine Frau verlässt die Wohnung in dem Moment, als ich komme mit den Worten: „Mit dem Irrsinn musst Du alleine zurecht kommen“. Ist Umzug nicht immer Irrsinn? Stunden später weiß ich, was sie meint, denn E. hat sicher so um die 4.000 Bücher. Die werden aber jetzt nicht in Kisten verpackt, sondern Regal für Regal in der neuen Wohnung auf den Boden gelegt, dann kommt am Montag jemand, der die leeren Regale in der alten Wohnung abmontiert, in der neuen installiert, dann kommen die Bücher wieder rein.

Die neue Wohnung hat Platz für vielleicht 1.000 Bücher auf dem Boden, will heißen, wir haben heute gerade mal die Hälfte des Buch-Umzuges von Raum 1 geschafft. Entspricht einem Achtel des gesamten Buch-Umzuges. Von Möblen usw. ist bisher noch gar keine Rede. Erst die Bücher! E. weiß, was Vorrang hat – deswegen habe ich mich angeboten, auch weiter noch zu helfen.

Hä???

Vorhin rief ‚meine‘ Buchhandlung an. Da läge noch ein Geschenk für mich. Ein Geschenk? Ja, ich solle doch vorbeikommen, es würde sicher eine Überraschung werden.

Ich dann nach dem Einkauf beim Metzger hin, wurde mir ein Buchgutschein überreicht. Und zwar im Wert von 200 Euro! Aber kein Hinweis auf die Spenderin / den Spender. Auch auf Nachfrage bei den Kolleginnen in der Buchhandlung – schulterzucken.

Der Gutschein ist Anfang Februar ausgestellt worden und liegt damit sogar nicht mehr im Dunstkreis meines Geburtstages.

Und jetzt rätsel ich wie doof – und hab‘ nicht den geringsten Verdacht.

30?

gerade in den nachrichten zum tod von helmuth karrasek einen beitrag gesehen, in dem mit vollkommen bewundernster stimme verkündet wurde, dass er dreißig (in Zahlen: 30) bücher pro jahr gelesen hätte.

ein literaturkritiker liest 30 bücher im jahr? das jahr hat 56 wochen. da liest doch ein anständiger literaturkritiker pro woche doch zwei, wenn nicht drei. wie will er denn sonst über aktuelle literatur sprechen können?

aber das ist wohl jetzt im nachhinein die erklärung, warum ich auf karraseks urteil nie auch nur einen halben cent gegeben habe.

50,03 Prozent

Die Idee stammt ursprünglich von E. Irgendwann zeigte er mir auf einem seiner ersten Computer stolz, wie er seine eigenen Buchbesprechungen dort organisieren würde. Viel verstanden habe ich von dem System damals nicht, aber dann auch begonnen zu jedem Buch, was ich gelesen habe, eine mehr oder weniger kurze / lange / sinnvolle / tiefsinnige / wertvolle / gelangweilte / … Besprechung zu schreiben. Über die Jahre hat sich ein Muster ergeben: Wie ich auf das Buch gestoßen bin / Was der Inhalt ist / Wie es mir gefallen hat.

In Zeiten von Internet ist das mit dem Inhalt natürlich viel, viel einfacher geworden und hin und wieder kopiere ich einfach Rezensionen aus dem Netz in meine Besprechung und gut ist.

Natürlich mache ich das nicht fein säuberlich bei jedem Buch dann, wenn ich es gelesen habe. Da häuft sich immer mal wieder etwas an und die Bücher, die ich vor der Idee gelesen habe … ob ich die jemals ’nachbespreche‘. Jedenfalls war ich gestern und heute in der Hinsicht fleißig. Und weil bei mir ja nix ohne Kennzahl sein kann: Mit dem Stand heute liegen zum ersten Mal für mehr als die Hälfte der von mir gelesenen Bücher auch eine von mir geschriebenen Besprechung vor.

Wohin damit?

Ab heute lebe ich also von meinem eigenem Geld. Und ich hab‘ zwei Möglichkeiten. Entweder ich verprasse es so schnell wie möglich, um dann Hartz IV bekommen zu können, oder ich versuche so sparsam wie möglich zu ein, um Hartz IV zu entgehen. Für mich kommt nu letztere Variante in Frage.

Und seit Tagen bin ich schon am überlegen, für was ich denn Geld ab heute ausgeben darf. Klar, Miete, Strom, Versicherungen, das muss ich, da komme ich nicht weg von. Nahrungsmittel müssen auch sein – aber auf dem Standard wie bisher? Ich schätze, viele Produkte gibt es irgendwo billiger und ob 2 cm Aal sein müssen? Noch billigeren Wein? Wein überhaupt noch? Ich komme da keinen Schritt weiter, denn, bis auf eine Ausnahme, ist es das einzige, für was ich Geld überhaupt ausgebe.

In den letzten Wochen habe ich mal genau hingeschaut, wofür mein Geld drauf geht. Und das war überraschend sehr überschaubar. Nahrung und Bücher. Die einzige andere Ausgabe waren neue Ohrstöpsel für den IPOD, weil die alten kaputt waren. Und dann noch eine Klamotte – die erste in diesem Jahr – für 12 Euro, gut, die hätte ich mir sparen können, denn ich hab schon drei Bodys, da hätte es einen weiteren nicht gebraucht. Und, fällt mir gerade ein, vier oder fünf Cheesburger gab‘ es dann noch auf die Hand. Aber sonst, weder Kino noch Kneipe, weder Klamotten noch Schuhe, weder Technisches noch was-weiß-ich.

Wie verfahre ich jetzt also mit Büchern? Gar keine mehr? Oder nur noch Taschenbücher? Gut 100 Euro im Monat sind dafür immer schon weggegangen, gerne auch mal das doppelte. Meine Bibliothekt einfach mal neu durchlesen? Da gibt es ja noch die Stadt- und die Uni-Bibliothekt, da stehen ja auch noch Bücher …

Morgen ist erstmal Sonntag, eh nicht so der Tag, um Geld auszugeben.

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