Durch die Zeit

Tag: Burg

Geschunden & gestunken

OK, die Überschrift ist grammatisch nicht korrekt, aber dafür hat sie Rhythmus. Aber geschunden sind die Hände schon, voll von Eiterbeulen und Pestwarzen … nee, so dramatisch jetzt auch wieder nicht, aber ein Pflaster brauche ich dann schon und nen halben Liter Handcreme, weil sonst die Haut reißt. Liegt wohl an dem offenen Feuer, vor dem ich Stund und Stund stand. Dass ich mir nicht alle Finger verbrannt habe, grenzt an ein Wunder.

Irgendwie war es ganz schön, dann aber auch zugleich anstrengend und ein bißchen komisch. Das sind meist ganz nette Typen – aber ich vermute, wenn man Mittelalter so exzessiv macht, muss man schon einen gewissen Hau haben.Und dann finde ich es schon bedenklich, auf so ein Lager zu fahren und sämtliche Essenseigenheiten mitzunehmen. Einer aß nur dann mit, wenn er den Pfeffer selber drauf machen konnte (wie ich beobachten konnte, eine ganz normale Menge, ich hätte wohl weniger genommen), seine Freundin grenzte sich komplett aus, da sie mit ihren diversen Allegien kocketierte und so ihren Part an Aufmerksamkeit einforderte. Dafür waren die beiden J. zuverlässige Esser, die nach dem zweiten Nachschlag höflich in die Runde frage, wer noch was wolle. Aufallend auch S. und N. Sind im Grunde sehr nett, er sogar der Vorsitzende des Freundeskreise, aber die sonderten sich bei jeder Gelgenheit hab. Als es Kohlrouladen gab fragte er mich, ob es noch welche gäbe. Ich verwies auf den großen Bräter an der Feuerstelle. Er stand auf, holte zwei, gab eins seiner Freundin und eins sich – aß weiter. Jede/r andere im Lager hätte gefragt, ob er wem was mitbringen könne.

M. mimte wohl wieder den Cheflogistiker. Denn man kann die ca. 50 Lager mit ihren gut 520 Menschen nicht einfach so auf die Heimreise schicken. Da benötigt es eine kontrollierte Abfahrt vom Gelände, was eh nur durch eine schmale Stichstraße zu erreichen ist. Ich habe mich dann nicht eingemischt – wunderte mich aber, das er sich so kompliziert anstellte. Zwar für alles eine Excelliste, aber das Vorgehen mit so vielen Umständen … gut, ich war dieses Jahr da nicht dabei, für nächstes Jahr hat man mich aber schon angefragt, ob ich denn auch da etwas helfen könnte (also bei der Ausfahrtunterstützung, nicht Planung).

Kochen auf offenem Feuer ist übrigens relativ anstrengend. Denn das ganze findet ja auch dem Boden statt, so dass man sich dauernd bücken muss. OK, man könnte auch Feuerschalen etwas erhöht stellen, aber dann grillt es einem die Eier noch stärker. Zudem die Holzschlepperei und die ganzen Schüsseln sind ja auch nicht aus Plastik. Dazu die Wege, denn vieles war ja im Orga-Zelt und musste auch – des Regens wegen – gleich wieder zurückgebracht werden. Dazwischen immer mal wieder etwas Holz spalten und es hinschleppen … so dass man verdammt früh anfangen muss, soll um 13 Uhr das Essen auf den Tisch stehen.

Vielleicht gibt es in ein paar Tagen ein paar Bilder von J. hier zu sehen.

Badewannen sind wohl die geilste Erfindung der Menschheit! Zumindest nach so einem Wochenende!

Wer viel arbeitet …

Wir werden ja recht selten zum Essen eingeladen (mal abgesehen vom „Familienessen“). Das passiert vielleicht zwei Mal, maximal drei Mal im Jahr. Mein Mann meint, das läge darin, dass wir kochtechnisch halt schon etwas vorlegen und die anderen sich dann nicht trauen. Da helfen dann auch Beteuerungen, Nudeln mit roter Soße würden reichen, nicht viel. Aber wenn wir eingeladen werden, dann sind die Essen zumindest gut, wenn nicht sogar sehr gut wenn nicht sogar raffiniert.

Bis auf eins. Auf der Burg. Vor zwei Jahre. Kein ‚richtige‘ Einladung, aber wir wurden – mit ein paar anderen Männern und Frauen – bekocht. Ich werde es bis zu meiner Demenz nicht vergessen, wie der ‚Koch‘ – mit mords Gedöhns den ganzen Tag über – sich bei denn Essgästen entschuldigt, dass der Fisch (ich glaube es war Zander für über 70 Euro) im Topf einach zerfallen sei, das sei ihm noch nie passiert, denn er würde ihn immer so vier bis fünf Stunden kochen, das müsse also am Fisch liegen … Wir spielen ja nur Mittelalter und haben daher keine Schwerter oder Waffen die scharf sind. Das war in dem Moment sein Glück. Boa, war das ein Frass!

Für Freitag bis Sonntag bin ich – kurzfristig – ich dann dran. Der ‚Koch‘ hat das Lager abgesagt und ich hatte großmundig davon gesprochen, dass ich mitkomme, wenn ich etwas zu tun habe. Jetzt habe ich die Soße. Dreimal Mittagessen für jeweils 15 Personen auf einer einfachen Feuerstelle. OK, Gemüsesuppe geht immer, ein paar Würstchen dazu, gut ist. Aber das ist dann nur Tag eins. Für Tag zwei hat man sich Kohlrouladen gewünscht. OKeee … und an Tag drei darf es dann ein Gulasch sein. Dazu halt immer mindestens eine Beilage, an zwei Tagen noch eine Süßspeise für hinterher.

A. wird mir helfen, aber das wird schon allein mit den Mengen ne Menge Arbeit werden.

Und da ich nicht auf der Burg schlafen kann (also, ich könnte, ich meine Platz wäre schon, einmal im großen Saal (nee, ich will schlafen und nicht Schnarchern zuhören) oder bei den Burgherren (aber da bekomme ich immer Panik, weil die ganz oben wohnen und wenn da Feuer unten an der Holztreppe ausbricht …)) quartiere ich mich wieder bei R. ein und seiner geilen, fetten Badewanne.

Nackte Erkenntnisse (# 328-332)

  • So ein FKK-Camping-Urlaub ist – bis auf sehr seltene Ausnahmen – kein ästhetisches Vergüngen.
  • So ein FKK-Camping-Urlaub ist – bis auf sehr seltene Ausnahmen – ein absolut irres Ganzkörpererlebniss. Alleine nach dem Duschen sich vom Wind nachtrockenen zu lassen oder nackt im Sand zu sitzen und sich die Eier wärmen zu lassen oder beim Spazieren den Wind überall zu spüren oder …

b2016-08-17 16.07.36

Eine der ersten Sandburgen in einfacher Bauart, mehrere Tage nach Errichtung mit den typischen Alterrrungserscheinungen.

  • Ist schon Luxus, statt im Zelt in einer kleinen Hütte zu logieren mit Kühlschrank (d.h., kalte Getränke, Butter, Wurst, Käse …), zwei Herdplatten (für kleine Gerichte, wenn wir Lust hatten) und einem Toaster! (Wir haben nur so eine Platte, die wir auf die Gasflamme legen und darauf toasten, was relativ lange dauert und man sehr genau aufpassen muss. Aber so: zwei Dinger rein, etwas warten, wutsch! Ich hab‘ die erste Woche fast nur von Salami-Käse-Toast gelebt.)
  • OK, das Wetter hätte, vor allem in der ersten Woche, durchaus besser sein können, aber jetzt weiß ich wenigstens dass ich ein Hardcore-Nudist bin. Und für einen gepflegten Sonnenbrand auf dem Arsch hat es dann in der zweiten Woche auch noch gereicht. Und ist schon lustig zu beobachten, wie der Schwanz auf das Wetter reagiert.

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Prototyp einer kombinieten Steinsandburg, ca. 5 Tage nach Errichtung. Hervorzuheben ist der überraschend gute Erhaltungszustand.

  • Ein paar Bücher sind auch noch übriggeblieben.
  • Nackt Fahrrad fahren ist mit einem Kunstsattel nicht so angenehm – und sieht zudem noch äußerst blöd aus.

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Prototyp einer kombinieten Kugelsandburg mit Tiefgrabungsloch und Rundmauer. Erst am sechsten Tag fiel die südliche Mauer in sich zusammen.

  • Die Welt ist sehr, sehr gut ohne mich ausgekommen – ich übrigens ohne sie auch.
  • Die Deutsche Bahn hat sich dann auch gestern auf der Rückfahr noch wirklich alle Mühe gegeben uns ‚zu unterhalten‘, indem ein Zug komplett ausfiel, so dass der, den wir nehmen mussten hübsch überfüllt war, der Anschlusszug kam dann 20 Minuten später, musste zudem die Lok wegen Bremsschaden wechseln, hielt außerfahrplanmäßig anschließend in U., um die Personen aus dem Waggon, dessen Klimaanlage ausgefallen war, zu evakuieren und begeisterte kurz darauf noch alle dann noch mit einem Polizeieinsatz im Zug.

b2016-08-17 16.07.32

Eine der großen Steinburgen. Diese als Kontrast neben einer klassischen Sandburg (siehe rechte obere Ecke). Eine fast ebensolche wurde für die meinem Mann gewidmente großen Steinstandtrutzburg als Materiallieferant benutzt.

  • Das Campingplaztfest – leider bekleidet, da für alle – entpuppte sich als eine überaus launige Angelegenheit, weil der DJ fast ausschließlich nur Musik aus unserer beiden Jugend brachte, was – bis auf die anwesende Jugend – allen gefiel. Woran man feststellen kann, welche Altersgruppen solch einen Campingplazt überwiegend frequentieren.
  • Ich glaube, eine Woche im Sommer wird jetzt ein Muss.

n2016-08-17 16.08.12

Die große Sandsteintrutzburg. Höhe knapp einen Meter, Bauzeit an die zwei Stunden (ohne Steinsammlung). Aufnahme am dritten Tag der Errichtung. Etwas links der Bildmitte erkennt man hilfreiche Stoppsteine, die auf der rechten Seite komplett fehlen, so dass es da zu Abrutschen kam.

Einseitig

Was Menschen reden können!?! Den ganzen Tag auf der Burg, sehr kleine Besatzung, sehr wenig zu tun. Und die anderen haben null Problem den g a n z e n Tag zu reden, reden, reden, reden, reden … und in meinen Ohren zu 77 Prozent über lauter Dinge, die mit der Bezeichnung „banale Alltäglichkeiten“ geadelt sind. Ich versteh das nicht. Ich kann das nicht.

Brexit? Was ist das? AfD? Autos für Deutschland?

Klar, man kann nicht immer und andauernd tiefschürfend … aber die Betonung liegt auf dem „nicht immer“ – was eben nicht heißt, das es gar nicht möglich ist.

Ach, wie gerne würde ich mich mal wieder mit  jemanden über ein Buch ’streiten‘, oder versuchen diese eine kleine Schrift von Kant zu verstehen, oder einfach mal so genau wie möglich hinzuschauen, was gerade in England passiert, oder …

Mir tut es gerade nicht wirklich gut, überwiegend den Zuhörer abzugeben. Aber das ist eben das Dilemma: Die Rolle als Kampfkommunikator steht mir aber auch nicht.

 

Es gäbe gerade echt viel zu bloogen, wie bspw.

  • über M., der mit gebrochenem rechten Handgelenk sich entschuldigte, dass er bei Kochen nicht helfen könnte, was auch jeder verstand – bis zu dem Moment, wo er einen Schmiedehammer in die rechte Hand nahm und drei Stunden lang schmiedete
  • über ein – mehr oder weniger – mittelaltaerliches Menü, an dem zehn Personen rumgekocht haben, ohne das es zu Stress oder Bevormundungen oder Besserwissereien gekommen wäre
  • über Brennesselsuppe, von der ich keine Ahnung hatte, wie gut die schmeckt
  • über T.. der wohl meinetwegen das Computerspiel ausgemacht hat, um mit seiner Familie und mir ‚Schwimmen‘ zu spielen
  • Familie N. überhaupt
  • einen Wechsel von kalt und warm dieser vergangen Tage, dass ich einerseits mich nackend im Glück erfreute, andererseits in der Wintergarnitur fror
  • J, bei dem es mir gelang, nicht nur einen ganzen Satz von mehr als sieben Wörtern am Stück von ihm zu hören, sondern aus seiner hamburgischen Sicht wohl einen wahren Redeschwall

aber ich bin einfach nur müde.

Vielnamig

Morgen wieder bis Montag auf die Burg. „Reanactment“ nennt man das auf klug, wenn man in historischen Kostümen so tut als ob. Und wir tun als ob es 1300 wäre. Das Gute daran: Keine Tomaten! Nicht so gut: Keine Kartoffeln! Gar nicht gut: Keine moderne Medizin. Aber soo ernst wird es dann nicht genommen, in der „Gesindekammer“ steht auch versteckt immer eine Kanne Kaffee und Milch im Tetrapakt. Aber was die Klamotten betrifft … alles naturgefärbt, alles handgenäht, alles x-mal diskutiert …

Man kann es auch „experimentelle Archäologie“ nennen, wenn man versucht im Lehmofen zu backen etc.

Ich nenn‘ es „chillen im Kostüm“, denn meist hänge ich eh in der Ecke rum und guck nur so doof, oder geh‘ ne Runde Bogen schießen. Jetzt werde ich noch ein Sakrileg begehen und ein Buch mitnehmen, denn den Dante muss ich über das Wochenende lesen, da ich Mo und Di keine Zeit dafür habe (und die Bibel eh).

Und ich verrate es auch niemand. Aber schlafen tue ich nicht auf der Burg. Das letzte Mal ne Panikattacke bekommen, brauche ich nicht. Ich komme im Dorf bei R. unter, der gerade im Urlaub ist, habe also neben einem Bett auch eine Badewanne (wo drei reinpasen) eine kleine Sauna ein kleines Dampfad eine Küche ein Kühlschrank ein Fernseher ein …

„Sauerstoffmehrwert“

Den Tag über auf der Burg. Überwiegend rumgegammelt und dem Feuer beim brennen zu geschaut. Und was ist? Ich bin tot  müde als hätte ich den ganzen lieben langen Tag Holz gestapelt.

Mein Mann erklärt das immer mit seiner Theorie des „Sauerstoffmehrwertes“. Denn, so seine Theorie, wenn man sich im Freien aufhält, bekommt man mehr Sauerstoff ab, als in einer Wohnung. Und ich versuche ihm immer klar zu machen, dass der Sauerstoffgehalt im Freien und in der Wohnung womöglich unterschiedlich sein könnten (glaube ich nicht wirklich dran), aber die Lunge eh nur einen begrenzten Sauerstoffanteil aufnehmen kann, egal, wie viel davon in der Atemluft drinn ist.

Müde bleibt auch mit oder ohne Erklärung müde

Immer noch nicht da – Burg II

Es ist eine kleine Truppe von ca. 15 Personen, die auf der Burg für mittelalterliche Lebendigkeit sorgen. Pfingsten ist immer großes Treffen mit Wanderung – natürlich in Gewandung und diesmal auch mit modernen Schuhen – und einem großem Festmal. Das kocht der ‚Koch‘ der Truppe. Letztes Jahr durfte ich ja schon Zeuge sein, dieses Jahr war ich dann der erschütterte Zeuge.

Mit großem Tamtam und großem Trara wird erstmal die Küche aufgebaut, bei der natürlich alle mithelfen müssen, die Tausend Dinge aus dem Anhänger (und der Anhänger ist groß und voll) in den Burghof zu schleppen, was der ‚Koch‘ selber nicht kann, wegen der Schulter oder so.

Dann wird mit noch größerem Tamtam und noch größerem Trara die Küche aufgebaut, anschließend bewundert, gewürdigt und bestaunt.

Und schließlich werden für die zwölf (12) Leute neun (9) Stunden lang sechs (6) Gänge mit acht (8)-jähriger Kompetenz gekocht und gesotten und geschnippelt und geknetet und … Weil das ja sehr aufwändig ist, war ich so nett, und habe acht (8) Stunden lang für gutes Feuer in beiden Schalen gesorgt. Da ich das selber nicht mag, habe ich mich mit guten Ratschlägen komplett zurückgehalten, denn dieser ‚Koch‘ hätte es eh besser gewusst.

Der war aber dann leicht irritiert, warum Kabeljau (zu insgesamt 75 Euro, da der ‚Koch‘ für jede Person gut 300 Gramm veranschlagt hatte) nach vier (4) Stunden kochen „plötzlich“ zerfällt; warum Hackbällchen ohne Bindemittel nach gut einer Stunde im Wasser keine Bällchen sondern Brei ergeben; warum Zucker auch anbrennen kann und kandierten Nüssen dann einen gewissen Beigeschmack geben.

Der Pfeffer-Pothas dagegen war OK.

Einige Fragen blieben offen: Warum statt der sechs Gänge nur drei? Wohin waren die Beilagen verschwunden? Warum wurde das Feuer unter den Kessel eine Stunde davor abgestellt, so dass es lauwarm wurde? Warum wurde nicht einmal etwas Brot gereicht? Hat der ‚Koch‘ den in 12 Meter Entfernung liegende Kräutergarten in den letzten Jahren übersehen – bzw. hatte man ihn ihm nicht gezeigt? Und wie schafft man für so wenig so eine große Welle?

Die Stimmung bei Tisch war jedenfalls dann bombig. Zwölf Leute aßen mit langen Zähnen die drei Gänge, machten ein angestrengt freundliches Gesicht dazu und behaupten höflicherweise, es würde schmecken, während der Koch in der Mitte trohnte und einen hymnischen Lobgesang nach dem anderen auf sein Essen anstimmte. Im wahren Mittelalter hätte diese Tafel sicher anders geendet.

Im Herbst sind dann A. und ich dran mit dem Kochen, ebenfalls für ca. 12 Leute, vier Tage lang. Respekt habe ich schon davor, weil ich keine Erfahrungswerte für offenes Feuer habe, aber das ändert ja nichts daran, dass ich eine gewisse Erfahrung habe, wie man etwas würzen könnte.

Immer noch nicht da – Burg I

Ich hab ja schon immer was dagegen gehabt, so-tun-als-ob zu spielen. Das ist so eine Art Selbstbetrug. Wirft sich aber jetzt nach drei Tagen Burg die Frage auf, warum macht das Spaß in „Gewandung“ verkleidet auf der kleinen Burg die Hecke zu schneiden, mit Pfeil und Bogen zu schießen (diesmal ohne blauen Unterarm!) und dem ‚Koch‘ zur Hand zu gehen?

Auch wenn sich die Leute echt verdammt viel Mühe geben – alleine für meine Gewandung hat mein Mann Dutzende Stunden zum Färben und Nähen (selbstverständlich ohne Maschine) gebraucht, mal ganz davon abgesehen die Stunden, die er auf der Suche nach passenden, zeitgerechten Vorlagen verbracht hat – ohne Kaffee geht dann doch nix. Natürlich gibt es als Essgeschirr nur Holz, Ton, Eisen und Bein, doch die restliche Milch aus dem Krug wandert dann doch wieder zurück in die Verpackung, die dann den Weg in den Kühlschrank findet.

Und so gäbe es eine Menge an so-tun-als-ob-Dinge und -Situationen … aber der Spaßfaktor ist einfach hoch. Liegt vielleicht auch daran, dass ich abends ausgiebig Feuer machen kann; liegt vielleicht daran, dass man in manchen Dingen nicht so ‚fein‘ sein muss; liegt vielleicht daran, dass ich immer dann meine Ruhe haben kann, wenn ich sie brauche.

Unglaublich aber wahr: Ich freu mich auf den nächsten Termin.

Ich Bin Nicht Da!

Das Wetter hat mich schneller von der Ostsee vertrieben als gedacht. Irgendwie einfach keine Lust gehabt, den ganzen Tag in Regenklamotten zu fahren, bei Pausen immer das nächste Cafe aufzusuchen und sich in die hinterste Ecke zu setzen, wo die Heizung lief, keine Lust gegen andauernden kalten Gegenwind zu fahren und eine Beschilderung zu folgen, die meist den Namen nicht wirklich verdient  … nein, ich wollte einfach so gemütlich vor mich hinfahren, am Meer sitzen und starren zu können, auf Plätzen rumlungern und Leute beobachten und vorallem wollte ich eins nicht: frieren. Aber das tat ich beständig.

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Jetzt freut sich mein Mann ne Backe weg, weil ich in zwei Stunden mit ihm auf die Burg fahre und bis Montag Mittelalter spiele. Ist zwar echt nicht so mein Ding, aber die Leute sind recht nett, das Essen meist gut (und kostenlos) und wenn der eine da ist, kann ich mich mit einem Windhund schmücken (der einzige Hund, den ich halten würde) und natürlich mir wieder einen blauen Unterarm holen.

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