Durch die Zeit

Tag: Dante

Dante, fruchtbar

K., die mit zum Dante-Lesekreis gehört – der sich eigentlich jetzt Weiss-Lesekreis nennen sollte, da wir derzeit noch „Die Ästhektik des Widerstandes“ lesen und nicht mehr die „Göttliche Komödie“ – berichtete heute, dass ihre Tochter heute morgen um drei den Erstgeborenen zur Welt gebracht hat, den sie – der Leser / die Leserin ahnt es bereits – den Namen Dante gegeben hat.

D I E Erkenntnis

Wenn etwas diese Welt sicher ist, dann: g e s c h w ä t z i g!

Der Vorsitzende von Verein schafft es, die reguläre Vorstandsvorsitzung auf knapp drei Stunden auszudehnen und derweil nur die Hälfte aller Tagesordnungspunkte abzuarbeiten. Liegt daran, dass er meint, zu allem und jedem ein Statement geben zu müssen, auch dann, wenn K. und (! nicht oder!) U. zum dritten Mal das gleiche Argument wiederholen (was ggf. von G. noch bekräftig wird).

Im Lesekreis haben sie auch alle Babelwasser getrunken, und jede Assoziation ist recht, irgendetwas zu erzählen – mit Weiss hat das meist nicht einmal mehr am Rande was zu tun.

Dante vs. Weiss

So schön das es mit den anderen bei der Dante-Lektüre war – bei der Weiss-Lektüre funktioniert es irgendwie nicht. Das beginnt schon an dem wenigen Umfang, der gelesen wird. Maximal 40 Seiten in zwei Wochen. OK, Weiss konsumiert man jetzt nicht gerade im Vorbeigehen, aber 60, 70, 80 Seiten sind schon machbar. Und dann wird sich halt an den wenigen Seiten festgehalten und über Kleinigkeiten diskutiert, die in meinen Augen für den Roman nicht weiter von Belang sind. Und jetzt jeden erwähnten Namen nachschlagen und die Biographie runterbeten – das verstehe ich nicht wirklich unter Literatur lesen.

Zudem das immer leidiger werdende Thema Terminierung. Kaum ein vereinbarter Termin wird gehalten, irgendjemand hat dann doch etwas anderes vor, was wichtiger …

Zum anderen liegt es auch wohl daran, dass „Die Ästhetik des Widerstandes“ wohl auch etwas veraltet sein kann, ein Diskussionslevel beschreibt, der heutzutage nicht mehr von wirklicher Relevanz ist. Denn ‚Bedingungen der sozialistischen Kultur‘ sind dann doch nicht mehr so angesagt.

Ich werde jetzt halt öfters mal einen Termin ausfallen lassen, denn die Wiederholungsrate ist in der Zwischenzeit schon so groß, dass da nicht so große Diskussionslücken entstehen werden.


 

Dank Vodafone geht das Bloggen derzeit nur über externe Möglichkeiten.

P.W.

Dann also jetzt Peter Weiss Die Ästhetik des Widerstandes. Ob das ein würdiger Nachfolger von Dantes Comedia werden wird, werde ich ja noch sehen.

2017-04-11 14.27.14

Aber sollten wir es schaffen, können wir uns ein zweites Mal auf die Schultern klopfen, denn dann haben wir ein weiteres Buch gelesen, was in vieler Munde ist, aber im umgekehrten Verhältnis auch gelesen.

Mich würde es freuen, ginge es mit der Gruppe weiter – aber nach dem es so lange gedauert hat einen ersten Termin zu finden, kommen erste Zweifel leise auf. Vor allem gab es auch schon erste kleine Dispute um die 14-tägige Leseleistungen. 20 Seiten seien ausreichend heißt es da – und ich rechne vor, dass wir dann um die 60 Sitzungen bräuchten was locker mal 30 Monate also zweieinhalb Jahre wären (wenn auch nicht nur eine Sitzung ausfällt). Ich kenne vielleicht zwei, drei Bücher, die so eine lange Strecke durchhalten würden – bei der ÄdW bezweifle ich es dann doch schon.

 

Einmal komplett (2)

Eigentlich wird erst heute Abend gefeiert, wenn wir fünf zusammen sitzen und die letzten drei Gesänge diskutierten, dennoch jetzt schon: Mit der Commedia von Dante bin ich nun auch durch.

Zwar gibt es dazu jetzt keine 200 Seiten Zusammenfassung aber immerhin ein halbes Moleskin voll von Anmerkungen, Überlegungen, Hinweisen und allen anderen Arten von Notizen.

Und auch wenn das Paradiso etwas trocken daher gekommen ist – man muss sich immer und immer wieder vor Augen führen, dass der Text über 700 Jahre alt und an vielen Stellen mit Ideen und Vorschlägen aufwartet, die beispielsweise erst in der Reformation aufkommen.

Aber neben diesem besonderem Text war und ist das Besondere ihn eben in einem Kreis von insgesamt fünf Menschen zu lesen und vor allem zu besprechen, zu diskutieren, die sich eigentlich nur lose kennen und denen es in erster Linie um Textarbeit geht. Und die Ergebnisse waren teilweise schon wirklich erstaunlich.

Der Lesekreis hat mich in den vergangenen eineinhalb Jahren schon verdammt gut getan.

Wo findet man Gott?

Dante-Lesekreis. Vorletzter Abend. Nächste Woche das letzte Treffen, dann sind wir mit der Comedia durch. Zwei Wochen später noch ein „Himmels-Essen“. Danach lösen wir uns auf.

Weitere zwei Wochen später werden wir in gleicher Besetzung den Peter-Weiss-Lese-Kreis aus der Taufe heben und uns an „Die Ästhetik des Widerstandes“ machen.

Mit den (vor)letzten Kräften heute die Gesänge 27-30. Das „Paradies“ spricht keinen von uns wirklich an. Wie so oft fallen Kleinigkeiten auf. Wie ist das eigentlich, wird ‚Gott‘ denn oft als ‚Gott‘ bezeichnet? Gefühlt eher nein, da viele Umschreibungen wie ‚Allmächtiger‘,  ‚Bewegender‘ usw. usf. K. und ich haben ja die neue kommentierte Ausgabe von Köhler mit Register.

Gott findet man nicht im Personenregister.

Gott findet man im Sach- und Begriffsregister!

 

Beschlossene Sache

Wenn wir mit der Comedia von Dante durch sind, nehmen wir uns die Ästhektik des Widerstandes von Peter Weiss vor.

Und dann gehen die Lichter an

Nahezu einhellige Meinung heute beim Dante-Abend: „Mal sehen / hören, was die anderen dazu zu sagen haben. Alleine wäre ich jetzt ausgestiegen.“

Wir waren heute im „Paradies“, Gesänge 7-9.

Paradiesisch ist das echt nicht (mehr) zu lesen, da machte die „Hölle“ durchaus mehr ‚Spaß‘. Denn das ist jetzt ein „theologisches Lehrgedicht“ – und das mit fünf Leuten, die sich vom Glauben weitgehend abgewandt haben (wobei die Bibelkenntnisse von zwei anderen erstaunlich gut sind, weit aus besser als die meinigen, obwohl ich seit Februar täglich die Bibel lese).

Und es entspannen sich spannende Diskussionen die das Ganze umfassen oder sich darin ergehen, dass die eine Übersetzung bei diesem Begriff daneben gegriffen haben muss, denn aus dem Kontext …

Ich find’s halt bemerkenswert. Fünf Leute lesen den gleichen Text, kämpfen mit ihm, haben so gar keine Lust danach, weil der Text irgendwie ‚blöd‘ ist, ‚doof‘, ‚kompliziert‘, ‚unverständlich‘, ‚kryptisch‘, … und dann sagt die eine das, der andere erwidert was anderes, der dritte sieht eine gewisse Lücke … und dann gehen die Lichtern an.

Erkenntnis ist schon was Feines.

Alles etwas eng

Alles etwas eng dieser Tage. Seit Samstag renne ich von einem Termin zum nächsten und muss genau planen, wann ich noch Zeit habe Bibel und Dante zu lesen. Und weil ich ja immer so nett bit, darf ich jetzt auch noch schnell die Geschäftsordnung umschreiben, damit ich morgen Zeit für Bibel und Dante, vorallem fürs Packen habe, denn Mi, geht es nach der Arbeit gleich an den Bodensee.

Nicht mein Tag

Kein guter Tag heute. Sehr einsam. Sehr schweigsam. Sehr zurückgezogen. An der Arbeit nichts wirkliches zu tun, außer alte Vorgänge einscannen und in Ordner abzulegen – das kann auch jeder 15-jährige. Nachmittag alleine, Bibel lesen, Dante lesen, dann wieder kommatöser Mittagsschlaf. Abendessen beim Türken, der der Mann im Dauereinsatz. Dante-Lesekreis, war zwar gut, aber ich nicht wirklich dabei. Immerhin, im Dialog mit den anderen ist mir einiges aufgegangen und wenn E. sagt, das sei für ihn ein neuer Gedanke,dann ist das wie ein Ritterschlag. Am Abend vergessen die Schmerztablette zu nehmen, jetzt die Erkenntnis, dass sie zwar etwas geholfen haben, aber nicht wirklich. Versuche einen Termin bei einem Neurologen zu bekommen bisher gescheitert. U. sagt den Chat-Termin für Donnerstag ab – irgendwie hat die es echt nicht mit Terminen bzw. Terminkalendern (aber mir dann vorwerfen, ich hätte weder Interesse noch Zeit). Immerhin ist der ferne E. nicht sauer auf mich sondern hat derzeit, weil auf dem Lande weilend, nur schlechte Verbindung, deswegen ist die Kommunikation stark verkürzt. P. hat immer noch nicht gelernt, dass man auch zwei Fotos in eine Email packen kann, also habe ich das Postfach voll. Und wie erkläre ich meinem Chef, dass ich, obwohl ich nix zu tun habe wirklich, nach sechs Wochen schon vier Überstunden habe, und somit Anspruch auf einen Gleittag habe?

#286-298 – Wer’s eben kann!

Gestern waren Frau und Herr K. bei uns zum Abendessen da. Ist leider nicht richtig oft, dass sie da sind, wohnen halt etwas westlicher von uns. Ich hab‘ beiden photographisch einiges zu verdanken, blogtechnisch ist eh Frau K. nach wie vor der Ursprung.

Ich war den ganzen Tag in W.  mit dem Dante-Kreis unterwegs, so dass mein Mann den Koch gemacht hat. Abgesprochen und auf den Tisch gebracht:

  • Pochierte Wachteleier mit Roter Beete (ich muss mal meinen Mann fragen, warum das immer sein muss, also die Rote Beete, Pochieren ist auf meinem Mist gewachsen und auch mein Hoheitsgebiet – noch. )
  • Selbstgemachte Spaghetti (mein Mann den Teig, den Rest zusammen als Team) mit Bärlauch-Pesto und gemischsten Salat
  • Himbeercreme

Tja, und Herr K. macht Fotos, die ich der geneigten Leserschaft – mit seiner Zustimmung natürlich – jetzt nicht vorenthalten will.

 

 

Menno

Beim Abspülen und Aufräumen und Wäsche waschen hat sich der Hexenschuss so gut wie nicht gemeldet. Jetzt aber, wo ich zum Dante-Lesekreis will, humpel ich aber so erbarmungwürdig durch die Gegend, dass ich heute Abend wohl ein Sofa brauche – wenn ich denn überhaupt hinkomme.

Lesekreis

Heute etwas arg müde die Veranstaltung. Aber Läuterungsberg Gesänge 10 bis 12 sind nun echt nicht so der Brüller. Aber dennoch kamen mit der Zeit dann doch interessante Fragen auf und plötzlich waren wir wieder voll in der Diskussion. Wir sind zwar ein arg heterogene Gruppe, aber irgendwie kommen dann doch Ideen, Möglichkeiten raus, die so ganz unbelastbar echt nicht sind. Dank Bibel-Lektüre konnte ich das Thema „Bundeslade“ erschöpfend beantworten und auch sonst war es schön zu bemerken, dass ich denken und Themen / Antworten entwickeln kann.

Nur mal kurz geschaut

Aus der Bibliothek heute neun Bücher mitgebracht. Eins hätte ich echt gerne in meinem Besitz und die drei Kommentarbände zu Dante würden hier auch gut stehen. Aber „Ach, nur ’n bisschen Liebe“ von Stefan Müller kostet knapp 70 Euro und den 3-bändigen Dante-Kommentar gibt es zwar noch antiquarisch, aber dafür gleich für mindestens 108 Euro (pro Band versteht sich).

Projekte über Projekte

Wenn das Geld stimmen würde, käme ich auch ohne Arbeit gut aus.

Bei den Geschenken dieser Tage – nehme ich mal wieder den heldenhaften E. aus – handelte es sich in erster Linie um Flaschen. Überwiegend Rotwein, gefolgt von Öl und Essig. Zwei Gutscheine, ne drei sogar (yeah!) zweimal Buch, einmal Musik. Und drei Bücher. Finde es nach wie vor immer total mutig  mir Bücher zu schenken. OK, das eine war ein Kochbuch und da wir nur derer 40 haben ist die Gefahr, da was zu schenken, was schon da ist, echt gering. Das andere ein (eher schlechter Roman) von Suter, der vor fünf oder sechs Jahren erschienen ist. S. und D. schossen dann aber den Vogel ab. als sie mir ein eher dickes Buch überreichten: Die Bibel für jeden Tag. D.h., bei der Aufteilung braucht uman 365 Tage, dann ist man durch. Hat mich tierisch gefreut, denn das soll ja mein Jahresliteraturprojekt werden. Der nächste geeignete Einsteig wäre nach Vorwort heute – aber ich nehm dann den am 7. Februar.

Danteleseprojekt läuft ja nach wie vor, die „Hölle“ haben wir hinter uns.

Shakespeares Dramen wäre ja auch mal ne nette Aufgabe – chronologisch und zügig.

Aber da ich erfahrungsgemäß im Durchschnitt am Tag nur zu einer Stunde lesen komme und die Bibel schon täglich dann gut 15 Minuten in Anspruch nehmen wird verschiebe ich den Shakespeare mal mit der Begründung, dass ich noch keine anständige Gesamtausgabe der Dramen gefunden habe.

Alle zwei Jahre wieder

Stress! Um 12 Uhr – und keine Minute später – gibt es Mittagessen. Vor dem Nachtisch muss aber die Küche gemacht werden. Um Punkt 18 Uhr dann Abendessen, auch wenn es den Nachmittagskaffee erst um 17 Uhr gab. Küche natürlich danach auch. Dann nicht zu spät ins Bett, denn um 9 gibt es Frühstück für Langschläfer. Und natürlich müssen mein Mann und ich kochen, aber natürlich nicht so, wie wir es uns vorstellen, sondern so, wie Muttern es will und natürlich ohne all die Dinge, die meine Schwester einfach nicht isst.

Mein Bruder verpisst sich schon seit Jahren zu seiner Freundin – die es offiziell übrigens nicht mehr gibt – und meine Schwester macht an diesen Tagen eins auf … egal.

Irgendwie so ein blöder Familienwahnsinn, gegen den ich einfach nicht ankomme.

Immerhin der Geschenkewahnsinn konnte dieses Jahr so richtig deutlich eingeschränkt werden. Hier mal ein Taschenbuch, da mal eine Flasche Schnaps, da mal Duschgel, da mal etwas Geld … alles im Sinne von „kleine Aufmerksamkeit“ … womit ich bis auf einen Moment gut leben konnte. Dazu muss man wissen: Mein Großvater väterlicherseits, den ich nicht kennengelernt habe, war ein wichtiger Mann in einem damals wichtigen Verlag. Und von ihm stammen noch ein paar sehr aufwändig gesetzten Bücher vom Beginn das 20. Jahrhunderts, die ich als Kind immer schon gerne durchblätterte.

Und diesmal ist mir aufgefallen, dass darunter ja auch Dante ist – was meine Mutter zum Anlass nahm, ihn mir dann auch noch auf den Gabentisch zu legen (und die vorgesehen beiden Falschen Wein dann auf den Balkon zum kühlen zu stellen).

Und so freue ich mich auf nächstes Jahr, denn dann bleiben wir turnusmäßig hier und feiern Weihnachten in erster Linie: entspannt.

Schau nach bei Dante

Mutter ruft an, ob ich nicht meine Schwester anrufen könnte, sie hätte ja Liebeskummer, besser Trennungskummer, sie solle aber nicht wissen, dass ich es von ihr, also von unserer Mutter wüsste und müsste halt so tun, als ob ich halt zufällig heute anrufen würde …

Ich soll also lügen? Und das auf Anraten, auf Bitten, auf Befehl meiner sehr katholischen Mutter? Eigentich müsste ich sie mal fragen, unter welchem Bereich sie „Notlügen“ im Sündenkatalog ablegt.

Bei Dante schafft man es damit locker in der dritten wenn nicht gar in den vierten Kreis der Hölle.

Weniger ist mehr

Nachdem ich gerade entschlossen habe, der Laberrunde Nr. 2 eine Absage zu erteilen und mein Sinnen und Trachten ganz auf den Dante-Lesekreis zu werfen, bin ich richtig befreit. Warum bin ich nicht schon früher auf diese Idee gekommen? Hätte mir echt gestern schon einfallen können, als die ersten Betroffenheitsmails wieder im Minutentakt aufschlugen, weil sie irgendjemand mal nicht so richtig wahrgenommen fühlte.

Mal so, mal so

Boa ist mir schwindlig. Dabei habe ich nur ein kleines Bier getrunken. Und das während drei Stunden Dante-Lesekreis. Der Schwindel kommt von H. Ich mag sie sehr, eine feine, ältere Frau mit bewegter Vergangenheit und viel, viel gutem, hintergründigem Witz. Aber sie leidet unter Parkinson. Und wenn sie nicht gut mit den Tabletten eingestellt ist, dann ist jedes ADHS-Kind eine Wohltat. OK, wird wohl eine Übertreibung sein. Aber H. kann dann einfach nicht ruhig sitzen, wiegt sich vor zurück, zur Seite, im Kreis … ohne jede Regel, ohne jedes Muster. Und wenn man sich dann eben mit ihr unterhält, dann schaue ich zumindest nicht von ihr weg, sondern verfolge mit meinen Augen ihre Augen – und da sie Gutes zu sagen hat …

Druckbleistifte

Ich glaube, ich könnte dafür eine Leidenschaft entwickeln.

Mir heute für das Dante-Lese-Projekt einen besorgt, da ich keinen gescheiten Spitzer mehr gefunden habe und es auch dann dort doof ist, weil keiner weiß, wohin mit dem Spänen.

Und viel mehr geschrieben / angemerkt als sonst.

Dante

Mehr als drei Gesänge sind anscheinend an einem Abend wirklich nicht zu schaffen. Dann sind auch gut 2,5 Stunden rum und die Konzentration im Eimer. Es ist zwar reizvoll, dass wir mit fünf unterschiedlichen Übersetzungen arbeiten, aber das erhöht den Klärungsbedarf dann meist ungemein.

Das wirklich Schöne daran ist, dass wir uns gegenseitig bereichern und nicht belehren. Jede/r erzählt, was ihm gefallen hat. Jede/r fragt, was nicht verstanden wurde. Und dann setzt irgendwie doch so etwas wie Schwarmintelligenz ein, auch wenn wir nur zu fünft sind.

Der anschließende ’sozialen‘ Teil macht E. dann wirklich sehr erträglich, weil er gleich mal den Wein auf den Tisch stellt.

Wenn ich richtig rechne: Sollten keine Unterbrechungen vorkommen, dann sind wir Anfang / Mitte  2017 damit durch. Aber da gibt es Weihnachten, Ostern, Sommer, Herbst und Winter … Ende 2017 ist daher schon fast sportlich.

Mit E. über Beckett zu Dante

Nach einiger Anlaufzeit heute das erste Treffen zu einem Dante-Lese-Projekt. Wir trafen uns bei E., dessen Namen mir aber nichts sagte. Aber als ich dann heute zu der Adresse hinfuhr, dämmerte es mir, dass es ja vielleicht der E. sein könnte, den ich an Becketts 109ten Geburtstag kennen gelernt hatte.

Und so war es auch! Das hat mein Herz echt hüpfen lassen, denn an dem Abend damals hatten wir uns einfach gut verstanden, hatten gleich gute Themen die wir nicht nur oberflächlich besprachen. Und nun mit ihm und 3-4 weiteren jetzt 14-tägig die „Göttliche Komödie“. Und auch heute hatten wir gleich so einen gewissen Draht. Das tut gerade wirklich gut, denn es ist eine (noch) kleine Bereicherung. Und ich finde es fast schade, dass ich beim nächsten Treffen gar nicht da sein werde.

verso l’orïente

Auf der Suche, was wir denn heute Abend im Fernsehen sehen könnten, stoße ich in der Programmzeitschrift auf die Bezeichnung „Antikfantasy“. Für mich eigentlich eine Unmöglichkeit, denn „Fantasy“ verbinde ich mit Zukunft … aber ja, bei genauerem Nachdenken …

Nachgedacht habe ich heute Mittag auch auf dem Balkon. Derzeit lese ich ja „Die Göttliche Komödie“ von Dante in einer neuen, zeitgenössischen und kommentierten Übersetzung. OK, manche Kommentare sind schon arg altbacken, konservativ und überwiegend arg, arg bildungsbürgerlich, die meisten aber hilfreich, einige unverständlich (da wird dann einfach auf Latein zitiert) und die eine – bisher – für mich ein wirkliches Aha-Erlebnis:

verso l’orïente: Das Beten nach Osten, Richtung Jerusalem respektive Mekka, war Christen und Muslimen des Okzidentes bzw. des Maghreb gemeinsam. Auch Kirchen waren vielfach nach Osten ausgerichtet, „orientiert“ (es kann nichts schaden, sich ab und zu in Erinnerung zu rufen, dass „nach Westen orientiert“ ein Widerspruch ist …).

(Dante Alighieri: La Commedia – Die Göttliche Komödie, II Purgatorio; In Prosa übersetzt und kommentiert von Hartmut Köhler; Reclam Verlag Stuttgart 2011, S. 139, FN 11)

Dante

Immerhin ist es ja nun auch langsam zu mir gedrungen, dass man dieses Jahr den 750. Geburtstag von Dante feiert. Und ich gehöre wohl zu den ganz wenigen, die „Die göttliche Komödie“ noch nicht gelesen haben. Im Bücherschrank fand sich sogar eine Ausgabe, und was für eine. Es war das Weihnachtsgeschenk meines Großvaters an meinem Vater 1953.

Kaleidoskop eines Alltags

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