Durch die Zeit

Tag: E-Book

Kampfkommunikator

Manchmal reicht eine Kleinigkeit und die Gemütslage kommt in Schieflage. Heute war es einfach eine nicht gestellte Frage und ich war zu stolz, sie einzufordern. Ich hatte heute schon so viel zugehört, dass ich einfach mal gefragt werden und mir das Rederecht nicht erkämpfen wollte. Ich bin nicht so der Kampfkommunikator. Jetzt hadere ich mit der Situation, ob ich nicht doch … und ob ich recht habe, jetzt so ein bisschen sauer zu sein … und lauter solche Doofgedanken.

Aber auf dem E-Reader ist der neue Leon, den zieh‘ ich mir noch mit einem Glas Weißwein im Bett rein und lass den Tag mal Tag sein.

Erfolgreich

Jedes Jahr vor dem Urlaub die gleiche Panik: Was nehme ich mit zu lesen??? Das muss ja gut sein, spannend, mit Gehalt, von Wert, von am besten namhaften, aber eher unbekannten Autoren, dass sollte frisch und elegant sein, aber auch zugleich tiefsinnig und unterhaltend, sowie …

Zudem muss es viel sein, denn welch‘ für ein Schicksal, im Urlaub ohne Lektüre dazusitzen (wobei gar nicht berücksichtigt wird, dass der nächste Buchladen nur schlappe 30 km entfernt wäre)?

Also heute gestöbert und überlegt, das Bankkonto angeschaut und nach geheimen Kassen gesucht (keine gefunden), nachgespürt, welche Bücher ein Wiederlesen lohnen … und per Zufall auf das HIER gestoßen – die Rettung! (Und das ist echt nicht unintelligent!)

So jetzt habe ich auch mit Hilfe von M., die heute die „Bibliothek der freien Bücher“ (falls jemand Interesse daran hätte, bitte melden) etwas aufgetankt hat und mit finanziellen Mitteln von weit unter 100 Euro eine prächtige Bibliothekt mit knapp 10.000 Seiten zusammen, die vom modernen Klassiker über Krimi bis zum aktuellen Roman quasi so gut wie alles beinhaltet. Mag ein E-Reader nicht sinnlich sein – für eine Leseratte wie mich, die mit dem Rad unterwegs ist, ist es nach dem Buchdruck die zweitbeste Erfindung von Welt. So kann ich also jetzt ganz entspannt in den Urlaub fahren und hab‘ für danach auch gleich noch genügend.

Aus Liebe zum Verbrecher

A., der sich die Woche Malle mehr als verdient hat, fragt an, ob ich nicht was zum lesen für ihn hätte. Also hole ich die Mail von E. aus der Versenkung und studiere, wie denn das so geht wenn man so ein e-book hat und was man machen muss …

Wenn ich ein Buch kaufe, dann kann ich es – beliebig oft – an Freunde und Bekannte verleihen. Ein e-book dagegen nicht, das meist gerade zwei bis drei Euro billiger ist als die Papierform.

Nervig war daran heute das instabile Internet in dieser Wohnung, aber schätzungsweise ist der Link jetzt dann doch angekommen.

Alltag + 6 Euro

Die letzten drei Tage: Alltag. Oder einfach nur müde im Kopf und kann daher nicht sehen, was Besonders ist?

Bisschen Stress mit meinem Mann – übliches Thema, dass werden wir, wenn alles gut geht, auch noch in 30-40 Jahren austragen; selbstgemachte Teigwaren sind zur Selbstverständlichkeite geworden; schon wieder vergessen mich unten zu rasieren; ein weiteres e-book gekauft (und immer noch nicht die Anleitung von E. studiert …); Vorfreude auf A. morgen; und sechs Euro bezahlt. Genau. Spragel und Erdbeeren heute morgen gekauft (ich total übermüdet, dass muss man dazu unbedingt wissen). Auf dem kurzen Heimweg fange ich an zu rechnen. 1,5 kg Spragel (das Kilo zu 9 Euro etwas) und eine Schale Erdbeeren (zu 2 Euro etwas) für insgesamt 11,27 Euro? [Spannend übrigens ‚zuzusehen‘, wie man versucht logisch zu denken, wenn man komplett übermüdet ist.] Immerhin zuhause dann mal den Kassenzettel zwischen den Erdbeeren herausgefummelt: 17,27 Euro. Machte mathematisch und logisch mehr Sinn.

Nach einem kleinem Geizkampf wieder zurückgedappt und die Differenz auf die Theke gelegt. Vermutlich hätte die studentische Hilfskraft die Differenz aus eigener Tasche zahlen müssen.

1.-Mai-e-book

Nach gut einem Jahr zögern mich dann heute dann doch getraut und XY einen Bettelbrief geschrieben. Der hat vor gut einem Jahr mir davon erzählt, dass jemand ihm die aktuellen Bücher als e-book schickt und er schon eine recht nette Bibliothek zusammen hätte. Und XY ist jetzt nicht jemand, der Rosamunde Pilcher und Konsortinnen liest.

Auf meine Mail, ob er mir vielleicht das ein oder andere gekrackte und daher illegales e-book zur Verfügung stellen könnte, kam eine Einladung zu einer 1.-Mai-Wanderung.

Ehrlich gesagt, ich hoffe auf eine weitere Mail (oder auf eine CD).

„Bananenstaat“

Der e-Reader hat sich beim Artzbesuch fast verdient gemacht – diesmal war die Wartzeit aber wirklich erträglich. Was dann erfolgte war es dann nicht ganz so. Der Hausarzt zuckt ob meines Berichtes vom Hand-Chirurg weiter mit den Schultern. Die Überweisung zum Neurologen ist schnell ausgestellt – aber dann der ’nette‘ Hinweis: In der Stadt, wo ich lebe, sei es um Neurologen, weil sie so schlecht bezahlt werden, echt schlecht bestellt. Er empfiehlt mit dem Zug in einer guten halben Stunde das Bundesland zu wechseln, um in einer Winz-Kleinstadt den Neurologen aufzusuchen. Wir schreiben a) 2016, wir schreiben b) Bundesrepublik Deutschland und wir schreiben c) Millionen-Übeschüsse bei den Krankenkassen.

Mich macht das gerade etwas fertig. Trotz Schmerztabeletten gestern wieder Schmerzen gehabt (ok, ich hatte an zwei Tagen nur aus Vergesslichkeit eine statt zwei genommen) und jetzt die Aussicht warten und warten und warten zu müssen. Klar, ich bin absolut kein ‚Notfall‘, aber Schmerzen sind Schmerzen.

Der Handchirurg hat mir eine Packung Schmerztablette N1 verschrieben, 20 Stück. Der Hausarzt veschreibt gleich mal N2, 50 Stück – Aussage genug.

Der andere hat’s

Mal wieder bei R. Alle zwei, drei Monate bittet er auf Wein und Käse, gepflegtes Gespräch, klassische Musik im Hintergrund. R. ist Mitte 70, einer der frühen schwulen Pioniere, Vater von drei Kinder, mehrfacher Großvater, hat verantwortliche Posten im sozialen Bereich gehabt, ist aufgeschlossen kritisch und lebt derzeit in zwei verschiedenen Städten, weil sein Mann eben nicht hier wohnt.

R. hat die größte CD-Sammlung die ich je in einem Privat-Haushalt gesehen habe. Ich schätze im Wohnzimmer sind es so gut 10.000. Ich weiß, dass es in den anderen Räumen auch noch welche gibt, aber da war ich noch nie.

Seit mehreren Monaten streamt er jetzt seine Musik – und will die CD-Sammlung abgeben.Bloß an welche Institution? (Selbstlos wie ich sein kann, bringe ich mal die Stadtbibliothek ins Spiel, dann hätte ich auch was davon, aber die werden ablehnen müssen, sie müssten einen Raum anbauen.)

Meine Idee alles auf ne Megafestplatte zu überspielen scheitert nicht nur an der Megafestplatte, sondern auch an dem, der’s macht.

Kann ich jetzt aber fragen, ob er mir, bis er weiß, wohin er sie abgibt, Dutzende wenn nicht hunderte CD irgendwie leiht, dass ich mir sie auf ne Festplatte übertragen kann? Und darf ich auch fragen, ob ich was von seinen gekrackten E-Books abbekomme, von denen er irgendwie mehrere hunderte hat? Oder gebietet es der Anstand zu warten, bis er selber fragt?

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