Durch die Zeit

Tag: Eier

Oeufs Cocotte

Irgendwie entwickle ich eine neue Leidenschaft der Eier-Zubereitung. Heute habe ich sie mal im Ofen gemacht. Lässt sich sicher noch dran feilen und diese Variante ist auch eher deftiger als Pochierte Eier, die nach wie vor auf großes Staunen stoßen.

Zwiespältig

Auf dem Markt in meiner Geburtstadt – im Süden von Deutschland – dann wieder diesen großen Frust. Nicht nur wegen der Preise, darüber schrieb ich ja schon. Sondern diesmal: Da gibt es einfach alles. Und alles dann noch in verschiedenen Varianten. Alleine jetzt Trauben. Echte Trauben eben, vom Weinberg und nicht dieses Hochzuchtgedöhnstrauben, die zwar geil aussehen, aber nach wenig schmecken. Echte Trauben, das Pfund für zwei Euro – hier, wo ich wohne,  würde ich fünf freiwillig für die Hälfte der Qualität zahlen. Und dann das Thema Feldsalat: In der Heimat eine Wissenschaft, hier Einheitsnichtqualität in der eingeschweißten Schale.

Andererseits, beim Gang am Nachmittag durch die Stadt: Was für ein penetrantes zur Schau gestelltes Gut-Menschentum. Was für ein ich-zeig-mal-understament-mäßig-wieviel-Geld ich habe und eine Wahnsinns Reihe von Geschäften genau für die Leute, die viel Geld und wenig Ahnung haben. 500 Gramm „echte handgemachte italienische Pasta“ für 6,99 Euro, der man schon auf den ersten Blick ansah, dass es Massenware ist. Mal abgesehen davon, dass der „italiensche Feinkostladen“ mit Whiskey bzw. Whiksy warb, als gäbe es kein Morgen mehr.

Und zudem: Die Rote bei Hassler kann man nicht mehr essen. Die Rote an sich nach wie vor sehr gut, nur das Brötchen ein Schlag auf die Eier. Keine konkrete Ahnung wie viele Jahrzehnte ich da mir die Rote kaufte – aber gestern war es dann doch die letzte.

Geschunden & gestunken

OK, die Überschrift ist grammatisch nicht korrekt, aber dafür hat sie Rhythmus. Aber geschunden sind die Hände schon, voll von Eiterbeulen und Pestwarzen … nee, so dramatisch jetzt auch wieder nicht, aber ein Pflaster brauche ich dann schon und nen halben Liter Handcreme, weil sonst die Haut reißt. Liegt wohl an dem offenen Feuer, vor dem ich Stund und Stund stand. Dass ich mir nicht alle Finger verbrannt habe, grenzt an ein Wunder.

Irgendwie war es ganz schön, dann aber auch zugleich anstrengend und ein bißchen komisch. Das sind meist ganz nette Typen – aber ich vermute, wenn man Mittelalter so exzessiv macht, muss man schon einen gewissen Hau haben.Und dann finde ich es schon bedenklich, auf so ein Lager zu fahren und sämtliche Essenseigenheiten mitzunehmen. Einer aß nur dann mit, wenn er den Pfeffer selber drauf machen konnte (wie ich beobachten konnte, eine ganz normale Menge, ich hätte wohl weniger genommen), seine Freundin grenzte sich komplett aus, da sie mit ihren diversen Allegien kocketierte und so ihren Part an Aufmerksamkeit einforderte. Dafür waren die beiden J. zuverlässige Esser, die nach dem zweiten Nachschlag höflich in die Runde frage, wer noch was wolle. Aufallend auch S. und N. Sind im Grunde sehr nett, er sogar der Vorsitzende des Freundeskreise, aber die sonderten sich bei jeder Gelgenheit hab. Als es Kohlrouladen gab fragte er mich, ob es noch welche gäbe. Ich verwies auf den großen Bräter an der Feuerstelle. Er stand auf, holte zwei, gab eins seiner Freundin und eins sich – aß weiter. Jede/r andere im Lager hätte gefragt, ob er wem was mitbringen könne.

M. mimte wohl wieder den Cheflogistiker. Denn man kann die ca. 50 Lager mit ihren gut 520 Menschen nicht einfach so auf die Heimreise schicken. Da benötigt es eine kontrollierte Abfahrt vom Gelände, was eh nur durch eine schmale Stichstraße zu erreichen ist. Ich habe mich dann nicht eingemischt – wunderte mich aber, das er sich so kompliziert anstellte. Zwar für alles eine Excelliste, aber das Vorgehen mit so vielen Umständen … gut, ich war dieses Jahr da nicht dabei, für nächstes Jahr hat man mich aber schon angefragt, ob ich denn auch da etwas helfen könnte (also bei der Ausfahrtunterstützung, nicht Planung).

Kochen auf offenem Feuer ist übrigens relativ anstrengend. Denn das ganze findet ja auch dem Boden statt, so dass man sich dauernd bücken muss. OK, man könnte auch Feuerschalen etwas erhöht stellen, aber dann grillt es einem die Eier noch stärker. Zudem die Holzschlepperei und die ganzen Schüsseln sind ja auch nicht aus Plastik. Dazu die Wege, denn vieles war ja im Orga-Zelt und musste auch – des Regens wegen – gleich wieder zurückgebracht werden. Dazwischen immer mal wieder etwas Holz spalten und es hinschleppen … so dass man verdammt früh anfangen muss, soll um 13 Uhr das Essen auf den Tisch stehen.

Vielleicht gibt es in ein paar Tagen ein paar Bilder von J. hier zu sehen.

Badewannen sind wohl die geilste Erfindung der Menschheit! Zumindest nach so einem Wochenende!

Nackte Erkenntnisse (# 328-332)

  • So ein FKK-Camping-Urlaub ist – bis auf sehr seltene Ausnahmen – kein ästhetisches Vergüngen.
  • So ein FKK-Camping-Urlaub ist – bis auf sehr seltene Ausnahmen – ein absolut irres Ganzkörpererlebniss. Alleine nach dem Duschen sich vom Wind nachtrockenen zu lassen oder nackt im Sand zu sitzen und sich die Eier wärmen zu lassen oder beim Spazieren den Wind überall zu spüren oder …

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Eine der ersten Sandburgen in einfacher Bauart, mehrere Tage nach Errichtung mit den typischen Alterrrungserscheinungen.

  • Ist schon Luxus, statt im Zelt in einer kleinen Hütte zu logieren mit Kühlschrank (d.h., kalte Getränke, Butter, Wurst, Käse …), zwei Herdplatten (für kleine Gerichte, wenn wir Lust hatten) und einem Toaster! (Wir haben nur so eine Platte, die wir auf die Gasflamme legen und darauf toasten, was relativ lange dauert und man sehr genau aufpassen muss. Aber so: zwei Dinger rein, etwas warten, wutsch! Ich hab‘ die erste Woche fast nur von Salami-Käse-Toast gelebt.)
  • OK, das Wetter hätte, vor allem in der ersten Woche, durchaus besser sein können, aber jetzt weiß ich wenigstens dass ich ein Hardcore-Nudist bin. Und für einen gepflegten Sonnenbrand auf dem Arsch hat es dann in der zweiten Woche auch noch gereicht. Und ist schon lustig zu beobachten, wie der Schwanz auf das Wetter reagiert.

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Prototyp einer kombinieten Steinsandburg, ca. 5 Tage nach Errichtung. Hervorzuheben ist der überraschend gute Erhaltungszustand.

  • Ein paar Bücher sind auch noch übriggeblieben.
  • Nackt Fahrrad fahren ist mit einem Kunstsattel nicht so angenehm – und sieht zudem noch äußerst blöd aus.

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Prototyp einer kombinieten Kugelsandburg mit Tiefgrabungsloch und Rundmauer. Erst am sechsten Tag fiel die südliche Mauer in sich zusammen.

  • Die Welt ist sehr, sehr gut ohne mich ausgekommen – ich übrigens ohne sie auch.
  • Die Deutsche Bahn hat sich dann auch gestern auf der Rückfahr noch wirklich alle Mühe gegeben uns ‚zu unterhalten‘, indem ein Zug komplett ausfiel, so dass der, den wir nehmen mussten hübsch überfüllt war, der Anschlusszug kam dann 20 Minuten später, musste zudem die Lok wegen Bremsschaden wechseln, hielt außerfahrplanmäßig anschließend in U., um die Personen aus dem Waggon, dessen Klimaanlage ausgefallen war, zu evakuieren und begeisterte kurz darauf noch alle dann noch mit einem Polizeieinsatz im Zug.

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Eine der großen Steinburgen. Diese als Kontrast neben einer klassischen Sandburg (siehe rechte obere Ecke). Eine fast ebensolche wurde für die meinem Mann gewidmente großen Steinstandtrutzburg als Materiallieferant benutzt.

  • Das Campingplaztfest – leider bekleidet, da für alle – entpuppte sich als eine überaus launige Angelegenheit, weil der DJ fast ausschließlich nur Musik aus unserer beiden Jugend brachte, was – bis auf die anwesende Jugend – allen gefiel. Woran man feststellen kann, welche Altersgruppen solch einen Campingplazt überwiegend frequentieren.
  • Ich glaube, eine Woche im Sommer wird jetzt ein Muss.

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Die große Sandsteintrutzburg. Höhe knapp einen Meter, Bauzeit an die zwei Stunden (ohne Steinsammlung). Aufnahme am dritten Tag der Errichtung. Etwas links der Bildmitte erkennt man hilfreiche Stoppsteine, die auf der rechten Seite komplett fehlen, so dass es da zu Abrutschen kam.

Nette Rechenaufgabe

Und weil man / ich ja nett ist, hilft man nicht nur mal schnell beim Bierbänke und -tische aufbauen, Kühlschrank bestücken und sonstigen Vorbereitungen einer Gartenfete für eine Bekannte, die nach ihrer geheilten Krebserkrankung mit paarundsechzig in den Ruhestand geht, sondern macht noch (morgen) ne Ladung Gougère, der Mann steuert noch Tiramisu bei und – weil sich niemand bereit fand – und heute waren dann eben Hackbällchen noch dran. Ausgangsmasse: ein Kilogramm FlAisch!

Interessant dabei, dass aus der Ausgangsmasse plus 2 Eier, plus 1,5 eingeweichte Brötchen, plus drei eher kleine angeschwizten Zwiebeln, plus diversen Gewürze (20 gr? 30 gr?) und mit dem leider vergessenen Senf es 95 Bällchen á 15 Gramm ergaben. D.h. aus einem Kilo Fleisch nebst Beiwerk sind 1.425 Gramm geworden, obwohl beim Braten der Wasseranteil ja ausgetreten ist.

Wenn mir das mal jemand vorrechnen will – ich mach auch Hackbällchen!

Premiere

Mal wieder eine.

Diesmal:Poschierte Eier.

Im Grunde so einfach. Sieht extrem gut aus. Und wenn man die drei Minuten berücksichtigt, dann ist das Ergebnis echt klasse.

Ich könnte es mir ja leisten …

… mich um 23:45 mit einer Tüte Chips und Bier oder Wein auf das Sofa zu fläzen, mir  ausgiebig die Eier kratzen und Super Bowl gucken. Falls ich es bis vier durchhalte, kann ich morgen ja ausschlafen (steht eh nix auf dem Programm), falls nicht – vorletzte Nacht habe ich da auch gepennt, geht ganz gut.

Mit den Grundregeln bin ich jetzt vertraut – ich glaube die SZ hatte das ganz unterhaltsam gemacht – und so unspannend ist diese männliche Art der Befördung eines fast runden Gegenstandes  ja auch nicht.

Das eine Auge liebäugelt mit dieser Aktion, das andere schielt nach dem richtigen Bett.

Die ersten Kilometer

Immer wenn ich mein Rad zur Inspektion gebracht habe – normalerweise um die Gangschaltung neu zu justieren und meist neue Bremsbeläge einzubauen und den Bremshebelweg wieder auf unter 1 cm einzustellen – dann sind die ersten Kilometer immer ein ‚besonderer‘ Genuss. Denn an Ampeln haut es mich fast vom Rad, weil ich die Bremswirkung in der neuen Einstellung unterschätzt habe. Freue mich, wenn dich nur leise klickend durch die Gänge schalten kann und nichts mehr knirscht und reibt. Und fluche bei den ersten sieben Bordsteinen, denn die Schläuche sind perfekt aufgepumpt so dass jeder Schlag sich direkt auf den schmalen Sattel und damit auf meine Eier auswirkt.

tumblr-Folgen

Mein tumblr-Account führt ja nicht nur dazu, dass hin und wieder der ein oder der andere ihn lobt, sondern dass, wenn auch eher die Ausnahmen, andere Kontakt aufnehmen und man eine gewisse Zeit hin und her schreibt. Jetzt habe ich gerade wohl einen Intellektuellen an der Strippe, der recht durchdachte Fragen stellt. Kreativ wie ich manchmal bin – oder einfach nur faul oder müde oder unüberlegt –  wollte ich von ihm einfach wissen, welcher Körperteil ihm an ihm selber am besten gefällt. Damit bringt man fast jeden Mann in echte Schwulitäten, denn „Schwanz“ möchte nicht jeder sofort antworten. Er nannte dann Haare, Proportion und Eier.

Das ‚Schöne‘ mal wieder: Ich stell‘ zwar gerne solche komischen Fragen – aber selber beantwortet habe ich sie vorher nicht. Müßte ich sie beantworten, käme ich in echte Schwierigkeiten. Bevor ich mit dem Rauchen aufgehört habe, hätte ich spontan Unterbauch gesagt – eingedenk des Photos von Duane Michaels – aber jetzt? Ich werd‘ einfach mal wohl ne Umfrage starten müssen.

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