Durch die Zeit

Tag: Excel

Führende Null

nacht | Alle Versuche, den Dauertraum in eine postive Richtung zu lenken, misslingen.

vormittag & nachmittag | Da es nix zu tun gibt, erarbeite ich eine idiotensichere Excelmaske für Auszahlungsanweisungen – was gar nicht so einfach ist und richtig Spaß macht. Wusstet ihr schon, dass es keine Funktion gibt, die eine Ziffernfolge in einer Zelle auf verschiedene Zellen aufteilen kann, wenn die Ziffernfolge mit 0 beginnt?

abend | Kochen erstmal, also das, was noch getan werden muss, der Mann war über Tag schon fleißig: Lachstatar – Tafelspitz – Panna Cotta. Dann P. & S. zum Abendessen.

13.751.355,1

Eine kleine Tradtion beim Neujahrsfest von Verein 1. Ich präsentiere in knapp zehn Minuten ein paar statistischen Fakten aus dem vergangenen Jahr. Es ist eine Art Leistungsschau, was wir alles da gleistet haben. Jetzt hat es sich zum ersten Mal seit 60 Jahren ergeben, dass eine statistisch fundierte 5-Jahres-Schau möglich ist. Die habe ich heute gemacht. Das hat richtig Hirnschmalz gekostet, weil ich da gerne scheinbare Trends als eben scheinbare entlarve (sehr einfach meist in der Gegenüberstellung von absoluten und Verhältniszahlen) und aus der Masse der Zahlen gerne Kleinigkeiten heraussuche, die das Herz erwärmen.

Echt schade, dass mir das Ausgangsmaterial (gut 300 Seiten) nur als pdf zur Verfügung stand und ich jede einzelne Zahl abtippen musste – ansonsten hätte ich da echt noch ein paar mehr Auswertungen gefahren, aber dafür reicht jetzt leider die Zeit nicht mehr.

Fazit 1: Mit Excel komme ich weit aus besser zurecht als mit dem doofen PowerPoint.

Fazit 2: 7,5 Stunden für 20 Folien und die Gesamtsumme alle Zahlen, die ich dafür gebraucht habe … siehe oben.

max – min – mw – …

Den halben Nachmittag damit verbracht, eine Umfrage von Verein 1 mit Hilfe von Excel auszuwerten. Freiwillig natürlich. Und es wird auch noch etwas mehr Arbeit dazu geben, ggf. mache ich sogar noch eine Präsentation dazu.

Warum – so frage ich mich – bekomme ich quasi einen Hirnorgasmus, wenn ich mit Excel so eine Umfrage ausarbeiten darf. Ich meine, Mathe war echt noch nie mein Ding, von Statistik habe ich gerade laienhafte Kenntnisse (aber in erster Linie in Hinsicht auf Interpretation, eigentlich gar keine Kenntnisse von diesen ganzen Hochrechnungen, Abweichungen, Näherungswerten und was es da sonst noch gibt) – aber zu sehen wie sich die Zahlen verändern, wie sich Trends manifestieren, was man aus dem ganzen Zahlensalat alles herauslesen lässt  … das hat echt was von Lust an sich.

48 + 14 + 3,3 = viel zu wenig?

In Mathe war ich noch nie gut. Trotzdem liebe ich Excel. Im Durchschnitt ergibt das die Unfähigkeit genau zu berechnen, wieviel Regalmeter ich brauche. Die 48 Meter für die Primärliteratur war knapp. Die 14 Meter für die Sekundärliteratur (Plus 3,3 Meter ‚Reserve‘) ein einziger Witz!

Also heute heldenhaft unter Aufbietung der letzten Kräfte 15 Meter Bücher in den Keller geschleppt.

Nur wenige Stunde später – also jetzt – wundert es mich schon etwas, dass ich ganze Fachabteilungen dorthin ‚verbannen‘ konnte. Aber ich werde halt kein Musiktheoretiker mehr (wobei die Literatur zu Janis Joplin natürlich im Regal ihren Platz bekommen hat). Auch mit der ganzen KZ-Literatur habe ich eine Ende gefunden – ich bin da satt und habe ausreichend Erfahrung in meiner Jungend mit überlebenden KZ-Häftlingen gesammelt, was sich ja nur kaum in Büchern wiederspiegelt. Auch ein großer Teil der schwulen Sekundärliteratur hat den Weg nach unten gefunden. Liegt wohl daran, dass der Prozess der Suche nach der / einer schwulen Identität wohl dann doch fast ein Ende gefunden hat.

Was ich nicht nach unten geben konnte war die komplette Literaturwissenschaft und Philosophie. ‚Überlebt‘ hat es auch ein gehöriger Teil der erotischen Literatur (homo wie hetero) und zu meiner Überraschung die Reiseführer.

Ich hatte auch eine lange Diskussion mit mir, was ich mit den Briefen mache, die ich aufgehoben habe (mehrere Aktenordner voll von Briefen an mich wie den Durchschlägen derer, die ich geschrieben habe). Diese Diskussion hat heute dann ein überraschendes Ende gefunden – sie werden ungesehen vernichtet werden.

Überhaupt: Was steht in den Regalen, weil es meinem Bildungsideal entspricht, mit dem kaum jemand was anfangen kann? Wer weiß es schon zu schätzen, dass Kant, Hegel, Schelling, Marx, Horkheimer, Adorno, Platon, Augustinus und noch ein paar wenige mehr gelesen im Regal stehen? Ist das nicht auch eine Art von Prozerei? Vorallem eine, die kaum einer mehr versteht?

Es endet derzeit in zwei Fragen:

  • Was brauche ich?
  • Was brauche ich für Schön?

Seltenheiten

  • Das zweite Mal in dieser Woche eine Einladung zum Essen. Jedesmal in ein Restaurant. Das vom Montag war definitiv hochpreisiger, das von heute definitv schmackhafter
  • R. zieht um. Die neue Wohnung ist kleiner. Was er mit seinen min. 3.000 CDs denn mache, will ich wissen. Verschenken ist seine Antwort. Ob ich Donnerstag Zeit hätte? Ich könne mir dann gerne ein, zwei Umzugskarton mitnehmen.
  • Für meinen Chef soll ich ein Excel-Formular zum Stundenverrechnungssatz basteln. Ich habe unverschämt viele Überstunden und will um kurz nach 10 gehen. Erwische gerade noch die Bahn um 12:10.
  • Bei dem Abendessen heute sind es nur sechs Gäste. Darunter auch E., deren Name und deren Funktionen ich seit Studienzeit kenne. Sie wäre, hätte es letztes Jahr geklappt, heute meine Chefin. Wir verstehen uns ausgesprochen gut und selbst ihr angeberische Mann kann das Angeben lassen.

Großkotz, einfältiger

Irgendwie hätte ich schon Lust, dem Personalchef von XY einen kurzen Bericht zu geben, wie der Mitarbeiter seiner Firma, der mit mir den Excelkurs macht, nach zwei Tagen das Mitarbeiten komplett einstellt, seit dem dumme Reden schwingt und sich darüber auslässt, dass man das ja alles eh nie brauchen würde. Sein Thema heute war, ob wir morgen nicht schon um 12 Schluss machen könnten. (Was er noch nicht weiß: Ich habe Fragen bis mindestens 17 Uhr.) Der Mann ist sich also nicht zu blöde allen zu zeigen, dass er das Geld, was er von seinem Arbeitgeber bekommt, nicht würdig ist. Und auf der Straße sitzen eine Menge von motivieren Menschen, die den Wert von Lernen und Arbeiten dürfen zu schätzen wissen. Manche habe anscheinend überhaupt kein Schmerzempfinden.

Nachtrag zu gestern: Das hier ist auch ganz schön, oder? :

=VERKETTEN(SVERWEIS(SVERWEIS(Rechnung!J2;Verleih!A2:C12;3;FALSCH);Fuhrpark!A2:C12;3;FALSCH);“ „;SVERWEIS(SVERWEIS(Rechnung!J2;Verleih!A2:C12;3;FALSCH);Fuhrpark!A2:D12;4;FALSCH))

Verexcelter Bildungsurlaub

Ich hab’s vorhin leider vergessen sie mir zu kopieren, denn die mehrfach geschachtelte Excel-Wenn-Dann-Funktion mit seinen ganzen einschränkenden Attributen hatte schon so seine eigene Schönheit. Auch wenn ich so richtig viel nicht lerne – es wundert mich dann schon ein bisschen, dass ich selbst in den erweiterten Basics fitt bin – so sind es doch eine Menge von Kleinig- und Spitzfindigkeiten, auf die ich alleine echt nie gekommen wäre.

Noch’n Spleen

Erwähnte ich schon, dass ich Excel über alles liebe? Und daher, wenn möglich, für jeden Scheiß eine Statistik anlege? Mindestens mit Durchschnitts- und Erwartungswerten, mit Grafiken und bunte Balken? Und natürlich mit sämtlichen sinnlosen Berechnungen, der Grund ich teilweise selber nicht kenne? Aber es ist einfach so wunderschön irgendwo eine Zahl einzugeben, und plötzlich ändern sich Kolonnen von andern Zahlen, Balken wachsen, Tortenfarben wechseln, … was auch immer.

Excel, ik liebe Dir!

Bin ja nicht so

Nun gut, bin ja nicht so. Dann bring‘ ich der Sekretärin halt bei, wie man einen Serienbrief mit Word und Excel einrichtet und ausdruckt. Dafür wurde mir aber auch der Bildungsurlaub ohne Mucken unterschrieben (irgendwelche Excel-Feinheiten, die ich wohl nie brauchen werde, aber mich interessieren).

Excel sei Dank!

Über die Bibellektüre habe ich mich echt daran gewohnt, jeden Tag ca. ne halbe Stunden konzentriert (und abgeschieden) zu lesen. Derzeit sitze ich an der Luther Biographie von Lyndal Roper und im Kopf fanden sich schnell noch ein paar mehr Bücher dieser Art (Bossong: Rotlicht; Schilling: Luther (bei Roper vermisse ich das Kirchenhistorische bzw. Theologische doch sehr); Tadié: Proust; Knowlson: Beckett). Bis auf Bossong alles dicke Dinger.

Heute fragte ich mich, wie lange ich denn wohl brauchen werde, die durchzulesen. Und siehe da, das ist dieses Jahr wirklich noch zu schaffen. Bei dem jetzigen Lesetempo wäre ich  am 5. September d.J. fertig, lese ich täglich genau 10 Seiten, schaffe ich es noch bis zum 27. Dezember.

Anton Weyrother

weyrother.net

Mijonis chaotische Welt

Leben, Lieben, Queerbeet, Gedanken, Alles in einem

AISTHESIS

Texte zur Ästhetik, Philosophie und Kunstkritik sowie vermischte Bemerkungen

Kritzelkomplex

Just another WordPress.com site

heat'n'eat

The way I cook/Wie ich koche

wirbelwind68

ich lebe intensiv und reflektiert

Musil lesen

"Der Mann ohne Eigenschaften" in weniger als 123 Wochen

Ein Nudelsieb bloggt, ...

... denn man(n) kann sich ja nicht alles merken ;)

KenterKönig

und anderes aus der weiten Welt

Winterlicht

Worte und Bilder

herschelmann fotoblog, bestpixel-photowerkstatt-hamburg.de

einige mehr oder weniger tolle Ideen um die Fotografie und die Bildbearbeitung

Rummelschubser

Ein Rummelschubser vs. Glioblastom et alia