Durch die Zeit

Tag: Excel

48 + 14 + 3,3 = viel zu wenig?

In Mathe war ich noch nie gut. Trotzdem liebe ich Excel. Im Durchschnitt ergibt das die Unfähigkeit genau zu berechnen, wieviel Regalmeter ich brauche. Die 48 Meter für die Primärliteratur war knapp. Die 14 Meter für die Sekundärliteratur (Plus 3,3 Meter ‚Reserve‘) ein einziger Witz!

Also heute heldenhaft unter Aufbietung der letzten Kräfte 15 Meter Bücher in den Keller geschleppt.

Nur wenige Stunde später – also jetzt – wundert es mich schon etwas, dass ich ganze Fachabteilungen dorthin ‚verbannen‘ konnte. Aber ich werde halt kein Musiktheoretiker mehr (wobei die Literatur zu Janis Joplin natürlich im Regal ihren Platz bekommen hat). Auch mit der ganzen KZ-Literatur habe ich eine Ende gefunden – ich bin da satt und habe ausreichend Erfahrung in meiner Jungend mit überlebenden KZ-Häftlingen gesammelt, was sich ja nur kaum in Büchern wiederspiegelt. Auch ein großer Teil der schwulen Sekundärliteratur hat den Weg nach unten gefunden. Liegt wohl daran, dass der Prozess der Suche nach der / einer schwulen Identität wohl dann doch fast ein Ende gefunden hat.

Was ich nicht nach unten geben konnte war die komplette Literaturwissenschaft und Philosophie. ‚Überlebt‘ hat es auch ein gehöriger Teil der erotischen Literatur (homo wie hetero) und zu meiner Überraschung die Reiseführer.

Ich hatte auch eine lange Diskussion mit mir, was ich mit den Briefen mache, die ich aufgehoben habe (mehrere Aktenordner voll von Briefen an mich wie den Durchschlägen derer, die ich geschrieben habe). Diese Diskussion hat heute dann ein überraschendes Ende gefunden – sie werden ungesehen vernichtet werden.

Überhaupt: Was steht in den Regalen, weil es meinem Bildungsideal entspricht, mit dem kaum jemand was anfangen kann? Wer weiß es schon zu schätzen, dass Kant, Hegel, Schelling, Marx, Horkheimer, Adorno, Platon, Augustinus und noch ein paar wenige mehr gelesen im Regal stehen? Ist das nicht auch eine Art von Prozerei? Vorallem eine, die kaum einer mehr versteht?

Es endet derzeit in zwei Fragen:

  • Was brauche ich?
  • Was brauche ich für Schön?

Seltenheiten

  • Das zweite Mal in dieser Woche eine Einladung zum Essen. Jedesmal in ein Restaurant. Das vom Montag war definitiv hochpreisiger, das von heute definitv schmackhafter
  • R. zieht um. Die neue Wohnung ist kleiner. Was er mit seinen min. 3.000 CDs denn mache, will ich wissen. Verschenken ist seine Antwort. Ob ich Donnerstag Zeit hätte? Ich könne mir dann gerne ein, zwei Umzugskarton mitnehmen.
  • Für meinen Chef soll ich ein Excel-Formular zum Stundenverrechnungssatz basteln. Ich habe unverschämt viele Überstunden und will um kurz nach 10 gehen. Erwische gerade noch die Bahn um 12:10.
  • Bei dem Abendessen heute sind es nur sechs Gäste. Darunter auch E., deren Name und deren Funktionen ich seit Studienzeit kenne. Sie wäre, hätte es letztes Jahr geklappt, heute meine Chefin. Wir verstehen uns ausgesprochen gut und selbst ihr angeberische Mann kann das Angeben lassen.

Großkotz, einfältiger

Irgendwie hätte ich schon Lust, dem Personalchef von XY einen kurzen Bericht zu geben, wie der Mitarbeiter seiner Firma, der mit mir den Excelkurs macht, nach zwei Tagen das Mitarbeiten komplett einstellt, seit dem dumme Reden schwingt und sich darüber auslässt, dass man das ja alles eh nie brauchen würde. Sein Thema heute war, ob wir morgen nicht schon um 12 Schluss machen könnten. (Was er noch nicht weiß: Ich habe Fragen bis mindestens 17 Uhr.) Der Mann ist sich also nicht zu blöde allen zu zeigen, dass er das Geld, was er von seinem Arbeitgeber bekommt, nicht würdig ist. Und auf der Straße sitzen eine Menge von motivieren Menschen, die den Wert von Lernen und Arbeiten dürfen zu schätzen wissen. Manche habe anscheinend überhaupt kein Schmerzempfinden.

Nachtrag zu gestern: Das hier ist auch ganz schön, oder? :

=VERKETTEN(SVERWEIS(SVERWEIS(Rechnung!J2;Verleih!A2:C12;3;FALSCH);Fuhrpark!A2:C12;3;FALSCH);“ „;SVERWEIS(SVERWEIS(Rechnung!J2;Verleih!A2:C12;3;FALSCH);Fuhrpark!A2:D12;4;FALSCH))

Verexcelter Bildungsurlaub

Ich hab’s vorhin leider vergessen sie mir zu kopieren, denn die mehrfach geschachtelte Excel-Wenn-Dann-Funktion mit seinen ganzen einschränkenden Attributen hatte schon so seine eigene Schönheit. Auch wenn ich so richtig viel nicht lerne – es wundert mich dann schon ein bisschen, dass ich selbst in den erweiterten Basics fitt bin – so sind es doch eine Menge von Kleinig- und Spitzfindigkeiten, auf die ich alleine echt nie gekommen wäre.

Noch’n Spleen

Erwähnte ich schon, dass ich Excel über alles liebe? Und daher, wenn möglich, für jeden Scheiß eine Statistik anlege? Mindestens mit Durchschnitts- und Erwartungswerten, mit Grafiken und bunte Balken? Und natürlich mit sämtlichen sinnlosen Berechnungen, der Grund ich teilweise selber nicht kenne? Aber es ist einfach so wunderschön irgendwo eine Zahl einzugeben, und plötzlich ändern sich Kolonnen von andern Zahlen, Balken wachsen, Tortenfarben wechseln, … was auch immer.

Excel, ik liebe Dir!

Bin ja nicht so

Nun gut, bin ja nicht so. Dann bring‘ ich der Sekretärin halt bei, wie man einen Serienbrief mit Word und Excel einrichtet und ausdruckt. Dafür wurde mir aber auch der Bildungsurlaub ohne Mucken unterschrieben (irgendwelche Excel-Feinheiten, die ich wohl nie brauchen werde, aber mich interessieren).

Excel sei Dank!

Über die Bibellektüre habe ich mich echt daran gewohnt, jeden Tag ca. ne halbe Stunden konzentriert (und abgeschieden) zu lesen. Derzeit sitze ich an der Luther Biographie von Lyndal Roper und im Kopf fanden sich schnell noch ein paar mehr Bücher dieser Art (Bossong: Rotlicht; Schilling: Luther (bei Roper vermisse ich das Kirchenhistorische bzw. Theologische doch sehr); Tadié: Proust; Knowlson: Beckett). Bis auf Bossong alles dicke Dinger.

Heute fragte ich mich, wie lange ich denn wohl brauchen werde, die durchzulesen. Und siehe da, das ist dieses Jahr wirklich noch zu schaffen. Bei dem jetzigen Lesetempo wäre ich  am 5. September d.J. fertig, lese ich täglich genau 10 Seiten, schaffe ich es noch bis zum 27. Dezember.

10,6 km

Eigentlich wollte ich nur einen kurzen Spaziergang machen, um einen Turm zu fotografieren, dann habe ich mich aber verlaufen und aus den ca. vier Kilometern wurden es über zehn. Und als ich dann endlich am Turm war, weigerte sich die Kamera Fotos zu machen, ihr war es anscheinend zu kalt. Also musste die Handykamera daran glauben – morgen gibt es dann hier (ab 17 Uhr) davon zu sehen.

Auch wenn ich jetzt seit 37 Tagen durchschnittlich 7,05 Kilometer gehe – habe ich schon mal erwähnt, dass ich Excel liebe und nie genug Statistiken basteln kann? – merke ich die zehn Kilometer gerade in den Beinen.

Und dann fällt mir ein, dass ich zu meinen besten Laufzeiten, meine Laufschuhe für so eine läppische Distanz nicht einmal angezogen hätte. Unter 15 Kilometer bin ich damals nie was gelaufen und mit meiner schwulen Laufgruppe donnerten wir in K. zwei mal in der Woche nen Halbmarathon zu Trainigszwecken runter.

Auch wenn ich es echt und echt und echt nicht wahr haben will: Aber ich werde / bin alt.

Schritt für Schritt

8.730 ist die aktuelle Schrittzahl für heute. Aber nur deswegen, weil ich von der Arbeit nach Hause gelaufen bin (gut 5.000 Schritte in 40 Minuten). Und das deswegen, weil ich mir dachte, ich sollte auch mal schauen, ob ich auf 10.000 Schritte am Tag komme. Und nach den ersten vier Tagen steht fest: Das ist eine echte Herausforderung.

Es ist schon erschreckend, wie wenig ich mich derzeit bewege, da ich das Rad derzeit im Keller stehen lasse und die Straßenbahn nehme. Andererseits ist es wiederum faszinierend, dass so ein kleines Gerät, was gerade mal eine Zahl anzeigt, dazu animiert, Wege zu überlegen, die man gehen könnte.

Und es gibt noch einen weiteren schönen Nebeneffekt: eine weitere Excel-Tabelle, die man täglich pflegen kann.

 

Ich will es einfach nicht wahr haben!

Ich wußte ja, dass der Bräutigam gestern aus einer anderen Ehe drei Jungs hat. Und die Tochter der Braut aus einer anderen Ehe, die kannte ich ja schon flüchtig. Also – man(n) denkt irgendwie arg direkt – ging ich davon aus, dass die Söhne in etwa das gleiche Alter haben würde wie die Tochter. Und das gab Anlass zur Hoffnung, vielleicht auf einen hübschen Jungmann zu stoßen, der für Photos aufgeschlossen wäre.

Aber:

  1. Ehepartner müssen nicht unbedingt vom Geburtsjahr recht nahe beieinander liegen.
  2. Und in Mathe war ich schon eh immer schlecht gewesen!

Fazit: Ich kann morgen in aller Ruhe meine Packtaschen packen.

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