Durch die Zeit

Tag: Fahrrad

Erfolgreich

Jedes Jahr vor dem Urlaub die gleiche Panik: Was nehme ich mit zu lesen??? Das muss ja gut sein, spannend, mit Gehalt, von Wert, von am besten namhaften, aber eher unbekannten Autoren, dass sollte frisch und elegant sein, aber auch zugleich tiefsinnig und unterhaltend, sowie …

Zudem muss es viel sein, denn welch‘ für ein Schicksal, im Urlaub ohne Lektüre dazusitzen (wobei gar nicht berücksichtigt wird, dass der nächste Buchladen nur schlappe 30 km entfernt wäre)?

Also heute gestöbert und überlegt, das Bankkonto angeschaut und nach geheimen Kassen gesucht (keine gefunden), nachgespürt, welche Bücher ein Wiederlesen lohnen … und per Zufall auf das HIER gestoßen – die Rettung! (Und das ist echt nicht unintelligent!)

So jetzt habe ich auch mit Hilfe von M., die heute die „Bibliothek der freien Bücher“ (falls jemand Interesse daran hätte, bitte melden) etwas aufgetankt hat und mit finanziellen Mitteln von weit unter 100 Euro eine prächtige Bibliothekt mit knapp 10.000 Seiten zusammen, die vom modernen Klassiker über Krimi bis zum aktuellen Roman quasi so gut wie alles beinhaltet. Mag ein E-Reader nicht sinnlich sein – für eine Leseratte wie mich, die mit dem Rad unterwegs ist, ist es nach dem Buchdruck die zweitbeste Erfindung von Welt. So kann ich also jetzt ganz entspannt in den Urlaub fahren und hab‘ für danach auch gleich noch genügend.

Strafe muss sein – erbarmungslos!

Es bleibt dabei! Alle, aber auch wirklich alle Stadtplaner*innen, Radfahrwegverantwortliche, Radfahrwegschilderaufsteller*innen und wer sonst noch etwas mit dem deutschen Radnetz zu tun hat: Zuerst mal für nen Tag nackt an den Pranger, dann teeren und federn und dann so lange die Strecken, die sie zu verantworten haben, hin und her fahren lassen, dass sie zugeben, dass sie ihr Arbeit nicht nur schlecht, nicht nur sehr schlecht und auch nicht hundsmiserabel gemacht haben, sondern ohne Sinn und Verstand etwas in die Wege geleitet haben, dass jeglicher Beschreibung spottet.

Wieder mal 60 Kilometer in Deutschland durch ein Radwegnetz gestochert, dass es nicht schafft die nächste Ortschaft und (!) ein ferneres Ziel anzugeben. Was es aber locker schafft, irgendwelche Orte abwechslungsweise anzugeben, so dass man alle drei bis vier Kilometer sich in einem neuen Bundesland wähnt. Was es auch schafft sind Kilometerangaben, die sich innerhalb Von 500 Metern drei Mal um insgesamt sieben Kilometer ändert. Und all diese Radwegverbrecher#innen müssten mal erklären, warum Kopfsteinpfaster gerade für Radfahrer*innen am geeignesten ist. Und käme auch nur ein „Äh“, gleich mal so ein Pflasterstein auf die Nuss. Und warum müssen Radwege immer Umwege machen? Und warum führen Radwege über Schotter- und Steinpisten? Warum haben Radwege grundsätzlich Schlaglöcher? Und warum sind Radwege grundsätzlich so schmal, dass es bei Gegenverkehr meist kritisch wird? Und warum sind Radwege so ausgelegt, dass man nicht voran kommt, sie mit Fußgängern, Hunden, Kindern und parkenden Autos teilen muss?

Es ist schlichtweg unglaublich, was die Verantwortlichen unter Radnetz und Radweg verstehen. Das sind sicher Leute, die ihren dicken, fetten Arsch gerade noch ins Auto wuchten können und das Radfahren aus dem Fernsehn kennen. Wenn ich jemand mal davon vor die Nase bekomme, der / die kann sich warm anziehen.

Eine auch nur zu einem Prozent vergleichbare Situation auf deutschen Autostraßen würden innerhalb von drei Minuten zur Revolution führen.

roto

Nach dem Sattel hat es nun einen Kabelzug erwischt. Durchgerostet. Etwas, was ich selber nicht reparieren kann. Vorsichtig beim Radhändler neben an angefragt, von dem ich vom Sattelkauf weiß, dass man auf einen Reparatur zwei Wochen warten muss. Ich möge doch in der Werkstatt direkt nachfragen – eine halbe Stunde später hatte ich das Rad wieder.

Und auch wenn mich das mit dem Sattel fast ein Hunderter gekostet hat, dann bin ich froh, dass es kein Auto war, denn da hätte ich wohl getrost ne Null an den Betrag dran hängen können.

[Komplett was anderes: Ist Euch schon mal aufgefallen, dass es ‚reparieren‘ heißt aber ‚Reperatur‘? Gestrichen, da falsch. Beides, siehe Kommentare, mit ‚a‚!]

Nasser Arsch ade

Ich habe geklebt. Und nicht nur einmal. Und mit allem, was man so zum Kleben hat, aber nein, es half nichts. Mein superschmaler Fahrradsattel mit integrierter Hodenbelüftung und Ablaufschweißrinne, mit einem sich den Arschbacken anschmiegenden From (was die für anschmiegend halt so halten bei diesem schmalen Renndingern) hat ein Loch. Ein kleines. Eigentlich ein winziges. Aber es reicht, um nach zwei Kilometern immer einen nassen Fleck auf dem rechten Hosenboden zu haben. Und dass wird mit der Zeit immer unangenehmer.

Heute also einen neuen gekauft, schätzugnsweise 7,34 Millimeter noch schmaler, dafür 3,23 Millimeter länger, ohne Hodenbelüftung, dafür am Sack etwas ergonomischer geformt, zudem mit eine Weltneuheit der Arschbackenhaltung und sicherlich ein durch die Raumfahrt getestetes Material …

Nicht meine Welt

J. hat mal wieder angerufen. Nach den üblichen Klagen über die Schlechtigkeit der Welt und über die Schlechtigkeit der Auftragslage erwähnte er im Nebenbei, dass er gerade mit seiner Frau in London war, um sich jeweils einen Fahrradrahmen anpassen zu lassen.

Räder und Speichen und Bremsen und Schaltung und … kommen dann von woanderst.

Danke, Herr Mehdorn!

Vor ein paar Jahren trat ich mit folgender Bitte an den Bahnschalter: „Zwei Fahrkarten mit dem Nachtzug nach Rom, dazu zwei Fahrräder, dazu zwei Reservierungen im Liegewagen. Das selbe dann bitte noch als Rückfahrt von Florenz. Und ach, ich habe eine Bahncard 100 Frist Class, mein Mann eine Bahncard 50, zweiter Klasse.“ Es hat eine dreiviertel Stunde gedauert.

Gestern mit folgender Bitte an den Bahnschalter: „Zwei Fahrkarten nach Oldenburg mit zwei Fahrrädern und das selbe als Rückfahrt zwei Wochen später. Und ach, zweimal Bahncard 50, zweite Klasse.“ Dauer: eine gute dreiviertel Stunde, obwohl wir in den Abfahrtszeiten wirklich felxibel waren (auch 5:54 wäre eine Alternative gewesen)! Denn am Samstag mit Rädern von hier nach Oldenburg geht nur mit min. 4 Umstiegen, was bei der Bahn ja derzeit bedeutet, dass man bei zweiten schon verarscht ist – und mit Rädern erst recht. Jetzt fahren wir schon einen Tag früher (!) um in Lübeck zu übernachten, von wo wir dann ohne Umstieg nach Oldenburg kommen. Zurück klappt es dann einigermaßen über Hamburg. Die Dame hinter dem Schalter machte zwar einen verdammt mürrischen Eindruck, legte uns dann aber schließlich überraschend billige Ticktes auf die Theke: „Mit dem Sparpreis fahren sie günstiger als mit Ihrer Bahncard.“ Aber dieses Können gleicht das Missmanagement der Bahn halt dann doch nicht aus.

Verschlafen

Den Tag. So gut wie jedenfalls. Bis auf den Abend mit A. und Spargel.

Jetzt noch einen Wein, etwas Winslow, viel Bett – und den Luxus, mir morgen ne Wochenkarte für den Nahverkehr zu kaufen, soo überhaaupt keeine Luust beii deer Käälte Raad zu faahren.

 

Geht doch!

Gestern mal wieder das Thema „Was machen wir denn im Urlaub?“ angesprochen. Fällt uns gerade nicht so einfach, weil wir einerseits gerne radfahren würden, aber es mit dem Zelten nicht mehr so haben. Zelten im Grunde schon, aber das auf-dem-Boden-Gehocke geht uns beiden doch ganz schön an die Knochen. Und mir Rad jetzt Stuhl und Tisch mitnehmen ist wenig praktikabel. Deswegen haben wir einmal auf die Räder verzichtet und ein Auto genommen – Urlaub mit Auto geht irgendwie für uns gar nicht.

Jetzt geht es im August an die Nordsee (oder war das die Ostsee – ich muss da nochmals fragen), wir nehmen die Räder mit und haben uns ein klitzekleines Häuschen auf einem FKK-Campingplatz gemietet. So können wir sitzen, nackt sein und Rad fahren (wenn auch letzters dann doch angezogen).

Auf dem Markt

  • Beim ‚meinem‘ Bauer muss ich mich, vier Salatköpfe jonglierend, länger anstellen, da die Damen vor mir sich nicht entscheiden können, wie viel sie von was wollen. Der Bauer sieht mich, lässt seine Kundin stehen, kommt mit einer offene Tüte auf mich zu und mein: „Mach das mal da rein, ist doch einfacher“.
  • 14 Euro soll ich ihm dann später zahlen für: vier Salatköpfe, 1 Bund Schnittlauch, 1 Bund Petersilie, 1 Bund Rucola, 1 Bund Radieschen, 1 kg Zwiebeln, 1 Pfund Erbsen.
  • Egal wo ich anstehe, überall vergessen die Vorkäufer ihren Einkauf, so dass ein Teil der Verkäufer damit beschäftigt ist über den kleinen Marktplatz zu rennen.
  • Warum vorzugsweise Renter und vorzugsweise Mütter mit kleinen Kinder mit dem Rad über den Markt fahren müssen, entzieht sich meiner Nachvollziehbarkeit.
  • Nach Ewigkeiten wieder mal Erbsen in der Schote gekauft.
  • Zum ersten Mal in meinem Leben frische, ungekochte, unbearbeitete Rote Beete gekauft.

Die ersten Kilometer

Immer wenn ich mein Rad zur Inspektion gebracht habe – normalerweise um die Gangschaltung neu zu justieren und meist neue Bremsbeläge einzubauen und den Bremshebelweg wieder auf unter 1 cm einzustellen – dann sind die ersten Kilometer immer ein ‚besonderer‘ Genuss. Denn an Ampeln haut es mich fast vom Rad, weil ich die Bremswirkung in der neuen Einstellung unterschätzt habe. Freue mich, wenn dich nur leise klickend durch die Gänge schalten kann und nichts mehr knirscht und reibt. Und fluche bei den ersten sieben Bordsteinen, denn die Schläuche sind perfekt aufgepumpt so dass jeder Schlag sich direkt auf den schmalen Sattel und damit auf meine Eier auswirkt.

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