Durch die Zeit

Tag: Fernsehen

Tatort entfällt – # 270

M. meinte gestern noch über unseren neuen (!) Fernseher fallen zu müssen, dessen Bildschirm jetzt dieses durchaus interessante aber leider auch sehr statische Bild zeigt:

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Nach der Badewanne – ein Credo

U. hatte sich heute wegen ausgefallener Chats ‚beschwert‘ und man merkte der letzten Mail deutlich an, dass sie etwas sauer auf mich war, da ich auch heute Abend nicht zu ihren Zeit ‚on‘ war. Aber der Geburtstag meines Mannes geht da vor.

Zuerst habe ich nur kurz und knapp und rational geantwortet und alles vermieden, um es zu keiner Konfrontation kommen zu lassen. Aber in der Badewanne, genauer beim Abtrocknen, entstand im Kopf folgende Mail, die ich so auch abgeschickt habe. (Eine unerhebliche Streichung, mit (…) kenntlich gemacht, war vorzunehmen.)

Ich find’s schade, dass wir den Montag-Termin nicht mehr haben können, aber da haben sich die Leben eben verändert.
Ich kann aber – vielmehr: Ich will aber andererseits nicht jeden freien Abend am Rechner sitzen und warten, ob Du Zeit hast und derweil meine Lebenszeit damit zu vertun. Mir wird nämlich immer mehr bewußt, wie verdammt endlich das hier alles ist.
Ich hatte schon mal geschrieben, dass wir uns einfach besser verabreden müssen, wann jede/r Zeit und Raum hat.
Denn wenn ich bspw. kurz nach 20 Uhr von einem (…) komme, bin ich zwar da, gucke auch in meine Mails, auf meine Blogs, gucke bei flickr, fc und tubmlr vorbei, bin aber noch lange nicht genug ‚da‘, um zu reden / chatten. Und wenn da dann eine Anfrage von Dir ist, muss ich sie irgendwie ignorieren / ablehnen, denn ich bin einfach noch zu sehr in den anderen verhaftet.
Ich versuche zudem ganz bewusst viel weniger hinter diesem Rechner zu sitzen (wie du ggf. auf das Fernsehen verzichtest) – so dass ich viele Nachrichten erst Stunden später lese – um mich mehr dem zu widmen, was mir nicht die Zeit stiehlt (wie bspw. tumblr, nackte Männer gucken, langweilige Nachrichten lesen, langweilige Blogs verflogen, sinnlos Sinnlose suchen …) sondern wieder mehr zu lesen (und dazu Anmerkungen zu schreiben, zu reflektieren, meine privaten Buchkritiken ’sauber‘ zu verfassen), mehr Musik aufmerksam und konzentriert zu hören, mir Wissen aneignen, konkreten Fragen nachzugehen und auch die Scheu vor dem Telefon wieder zu verlieren.
Ich möchte insgesamt (mit allen) wieder zu mehr Verbindlichkeit kommen und nicht auf dieses „schauen wir mal“ zu vertrauen, was nach meiner Erfahrung nach immer mehr in allgemeine Beliebigkeit abdriftet.
Ich möchte einfach wieder mehr definierte Mitmensch-Zeiten und Ich-Zeiten haben, ich möchte einfach nicht mehr zu jeder Zeit alles machen / können / leisten / hören müssen.
Das hat was mit Achtung und Respekt vor den anderen und vor mir zu tun. Ich bin einfach nicht gut, wenn ich nur mit einem halben Ohr jemanden zu höre, nur mit einem halben Hirn argumentiere, nur mit einer halben Leidenschaft leidenschaftlich bin, nur mit einem halben Herz dabei bin, …
Das alles schließt Zufälle / Spontanität nicht aus – macht aber Zufälle und Spontanität nicht zum beherrschenden Prinzip.

 

Quantensprung

Der neue Fernseher ist da. Weit über 70 Programme (von deren Hälfte ich noch nie was gehört habe). Der Bildschirm nicht nur flach, sondern viel breiter als höher. Und leicht wie nix. Und dann noch mit dem Internet verbunden. Das Bild ist echt brilliant.

Aber der befreundete TV-Mensch, der uns das besorgt und eingestellt und angeschlossen hat, meinte mit Nachdruck: Den VHS-Recorder sollten wir nicht weggeben, das hätte schon Seltenheitswert.

Hätten wir unseren Röhrenfernsehen dann auch noch behalten sollen?

Das Motzen hat ein Ende!

Also das Motzen meines Mannes. Den hättet ihr in den letzten Monaten vor dem Fernseher hören sollen! Da der Kabelbetreiber einen Sender nach dem anderen abgeklemmt hat, war ja schon genug Potential da. Jetzt gab es ARTE dann aber nur noch nach 20 Uhr, davor irgendein Kinderdoofzeugs. Mir ist das ja nicht so wichtig, ich schau zwar auch, aber ich brauch es nicht wirklich.

Der Mann einer seiner Arbeitskolleginnen ist Fernseh- und Rundfunktechniker (oder wie sich das heute nennt). ARTE war weg, da war der lange schon überlegte Termin innerhalb 24 Stunden gemacht.

Jetzt steht leihweise ein Digitalreciver (oder wie das Zeugs heißt) auf dem Boden, wir empfangen nun 56 Programme und alles ist dabei, was das Herz begehrt. Also, was zwei Herzen begehren. Denn während mein Mann ja ein Tierfilm nach dem anderen sehen kann bin ich manchmal vollkommen von Sendern fasziniert, die unsinnige Küchengeräte für 970 Euro an den Mann bzw. die Frau bekommen will.

Also ganz zu Ende ist das Motzen nun doch noch nicht.

P.S. Der neue Fernseher ist auch schon bestellt und kommt wohl noch vor dem Urlaub. Also ich wasche meine Hände in Unschuld!

verso l’orïente

Auf der Suche, was wir denn heute Abend im Fernsehen sehen könnten, stoße ich in der Programmzeitschrift auf die Bezeichnung „Antikfantasy“. Für mich eigentlich eine Unmöglichkeit, denn „Fantasy“ verbinde ich mit Zukunft … aber ja, bei genauerem Nachdenken …

Nachgedacht habe ich heute Mittag auch auf dem Balkon. Derzeit lese ich ja „Die Göttliche Komödie“ von Dante in einer neuen, zeitgenössischen und kommentierten Übersetzung. OK, manche Kommentare sind schon arg altbacken, konservativ und überwiegend arg, arg bildungsbürgerlich, die meisten aber hilfreich, einige unverständlich (da wird dann einfach auf Latein zitiert) und die eine – bisher – für mich ein wirkliches Aha-Erlebnis:

verso l’orïente: Das Beten nach Osten, Richtung Jerusalem respektive Mekka, war Christen und Muslimen des Okzidentes bzw. des Maghreb gemeinsam. Auch Kirchen waren vielfach nach Osten ausgerichtet, „orientiert“ (es kann nichts schaden, sich ab und zu in Erinnerung zu rufen, dass „nach Westen orientiert“ ein Widerspruch ist …).

(Dante Alighieri: La Commedia – Die Göttliche Komödie, II Purgatorio; In Prosa übersetzt und kommentiert von Hartmut Köhler; Reclam Verlag Stuttgart 2011, S. 139, FN 11)

Ungelöste Frage (1)

Warum haben Männer, wenn sie Sex mit einer Frau hatten und aus dem Bett steigen, im Fernsehen immer eine Unterhose an?

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